Abfallwirtschaftsgesetz 2002
Worum geht es in dieser Vorschrift?
Dieses Gesetz regelt, wer in einem Genehmigungsverfahren für Abfallbehandlungsanlagen gemäß § 37 Abs. 1 des Abfallwirtschaftsgesetzes 2002 als Partei auftreten darf. Es legt fest, welche Personen und Organisationen Rechte und Pflichten in solchen Verfahren haben.
Für wen: Antragsteller für Genehmigungen von Abfallbehandlungsanlagen; Eigentümer von Liegenschaften, Nachbarn und andere direkt Betroffene.
Auf einen Blick
- Land
- Österreich
- Rechtsgebiet
- Umwelt- und Agrarrecht
- Quelle
- ris.bka.gv.at
- Text abgerufen
- Erklärung aktualisiert
Was regelt diese Vorschrift?
- Wer in Genehmigungsverfahren für Abfallbehandlungsanlagen als Partei auftreten darf.
- Die Rechte von Umweltorganisationen, sowohl nationalen als auch internationalen, in diesen Verfahren.
- Die Möglichkeit für Fischereiberechtigte, Schutzmaßnahmen oder Entschädigungen bei nachteiligen Folgen zu fordern.
- Die Anwendung von naturschutzrechtlichen und umweltschutzrechtlichen Vorschriften im Verfahren.
Wen betrifft diese Vorschrift?
- Antragsteller für Genehmigungen von Abfallbehandlungsanlagen.
- Eigentümer von Liegenschaften, Nachbarn und andere direkt Betroffene.
- Behörden und Organisationen wie das Arbeitsinspektorat, der Umweltanwalt, Gemeinden und Umweltorganisationen.
Was sind die Eckpunkte?
- Parteistellung haben unter anderem der Antragsteller, Eigentümer der Liegenschaften, Nachbarn, die Gemeinde des Standortes und der Umweltanwalt.
- Umweltorganisationen, die gemäß § 19 Abs. 7 UVP-G 2000 anerkannt sind, haben Parteistellung in Verfahren betreffend IPPC-Behandlungsanlagen, wenn sie schriftliche Einwendungen erhoben haben.
- Umweltorganisationen aus anderen Staaten können ebenfalls Parteistellung haben, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind, wie eine Benachrichtigung des anderen Staates und die Erhebung schriftlicher Einwendungen.
- Fischereiberechtigte können Schutzmaßnahmen oder eine angemessene Entschädigung für vermögensrechtliche Nachteile fordern, wenn ihre Fischwässer durch eine Behandlungsanlage beeinträchtigt werden.
Umwelt- und Agrarrecht
Gesetzestext
Gesetzestext
RIS Dokument KurztitelAbfallwirtschaftsgesetz 2002 KundmachungsorganBGBl. I Nr. 102/2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 155/2004Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 102 aus 2002, zuletzt geändert durch Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 155 aus 2004, TypBG §/Artikel/AnlageParagraph/Artikel/Anlage§ 42Paragraph 42 Inkrafttretensdatum01.01.2005 Außerkrafttretensdatum31.03.2006 AbkürzungAWG 2002 Index83 Natur-, Umwelt- und Klimaschutz BeachteAbs. 1 Z 13 und 14 sind auf Genehmigungsanträge anzuwenden, welche nach dem 31. Mai 2005 gestellt werden (vgl. § 91 Abs. 10).Absatz eins, Ziffer 13 und 14 sind auf Genehmigungsanträge anzuwenden, welche nach dem 31. Mai 2005 gestellt werden vergleiche Paragraph 91, Absatz 10,).
TextParteistellung§ 42.Paragraph 42,
13.Ziffer 13 Umweltorganisationen, die gemäß § 19 Abs. 7 UVP-G 2000 anerkannt sind, in Verfahren betreffend IPPC-Behandlungsanlagen, soweit sie während der Auflagefrist gemäß § 40 schriftliche Einwendungen erhoben haben; die Umweltorganisationen können die Einhaltung von Umweltschutzvorschriften im Verfahren geltend machen und Rechtsmittel ergreifen,Umweltorganisationen, die gemäß Paragraph 19, Absatz 7, UVP-G 2000 anerkannt sind, in Verfahren betreffend IPPC-Behandlungsanlagen, soweit sie während der Auflagefrist gemäß Paragraph 40, schriftliche Einwendungen erhoben haben; die Umweltorganisationen können die Einhaltung von Umweltschutzvorschriften im Verfahren geltend machen und Rechtsmittel ergreifen, 14.Ziffer 14 Umweltorganisationen aus einem anderen Staat, a)Litera a sofern für die zu genehmigende Errichtung, den zu genehmigenden Betrieb oder die zu genehmigende wesentliche Änderung der IPPC-Behandlungsanlage eine Benachrichtigung des anderen Staates gemäß § 40 Abs. 2 erfolgt ist,sofern für die zu genehmigende Errichtung, den zu genehmigenden Betrieb oder die zu genehmigende wesentliche Änderung der IPPC-Behandlungsanlage eine Benachrichtigung des anderen Staates gemäß Paragraph 40, Absatz 2, erfolgt ist, b)Litera b sofern die zu genehmigende Errichtung, der zu genehmigende Betrieb oder die zu genehmigende wesentliche Änderung der IPPC-Behandlungsanlage voraussichtlich Auswirkungen auf jenen Teil der Umwelt des anderen Staates hat, für deren Schutz die Umweltorganisation eintritt, c)Litera c sofern sich die Umweltorganisation im anderen Staat am Genehmigungsverfahren betreffend eine IPPC-Behandlungsanlage beteiligen könnte, wenn die IPPC-Behandlungsanlage im anderen Staat errichtet, betrieben oder wesentlich geändert wird, und d)Litera d soweit sie während der Auflagefrist gemäß § 40 schriftliche Einwendungen erhoben haben; die Umweltorganisationen können die Einhaltung von Umweltschutzvorschriften im Verfahren geltend machen und Rechtsmittel ergreifen.soweit sie während der Auflagefrist gemäß Paragraph 40, schriftliche Einwendungen erhoben haben; die Umweltorganisationen können die Einhaltung von Umweltschutzvorschriften im Verfahren geltend machen und Rechtsmittel ergreifen.
SchlagworteBGBl. Nr. 27/1993Bundesgesetzblatt Nr. 27 aus 1993, Zuletzt aktualisiert am12.04.2021 Gesetzesnummer20002086 DokumentnummerNOR40060788