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Kurz gesagt

Diese Verordnung legt die Mindestanforderungen für die Haltung von Schafen fest, um deren Wohlbefinden und Gesundheit zu gewährleisten. Sie definiert spezifische Bedingungen für die Unterbringung, Pflege und Ernährung von Schafen.

Was es regelt

Wen es betrifft

Eckpunkte

📄 Gesetzestext
RIS Dokument Kurztitel1. Tierhaltungsverordnung KundmachungsorganBGBl. II Nr. 485/2004Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 485 aus 2004, TypVrömisch fünf §/Artikel/AnlageParagraph/Artikel/AnlageAnl. 3Anlage 3 Inkrafttretensdatum01.01.2005 Außerkrafttretensdatum30.09.2017 Index86/01 Veterinärrecht allgemein TextAnlage 3MINDESTANFORDERUNGEN FÜR DIE HALTUNG VON SCHAFEN 1. BEGRIFFSBESTIMMUNGEN Mutterschaf Weibliches Schaf nach dem ersten Ablammen oder über 12 Monate Lamm, Jungschaf Schaf bis 12 Monate Widder Männliches Schaf über 12 Monate 2. ALLGEMEINE HALTUNGSVORSCHRIFTEN 2.1. BODENBESCHAFFENHEIT Die Haltung von Schafen in Buchten mit durchgehend perforierten Böden ist verboten. Weisen gehschlossene Böden im Liegebereich der Tiere keine Beläge auf, die ihren Ansprüchen an Weichheit und Wärmedämmung genügen, sind sie ausreichend mit Stroh oder ähnlich strukturiertem Material einzustreuen. 2.2. BEWEGUNGSFREIHEIT Die Anbindehaltung von Schafen ist verboten. Ein vorübergehendes Anbinden ist insbesondere zum Zweck von Pflegemaßnahmen, bei Tierschauen und sonstigen Veranstaltungen zulässig. Lämmer und Jungschafe dürfen nicht in Einzelbuchten gehalten werden. Bei der Haltung in Einzelbuchten muss Sichtkontakt zu anderen Tieren gewährleistet sein. In Anlagen zur Einzelbuchtenhaltung dürfen Schafe nur gehalten werden, wenn eine ausreichende Unterbrechung der Einzelbuchtenhaltung durch Weidegang oder Auslauf an mindestens 90 Tagen im Jahr gegeben ist. Jedem Tier muss mindestens folgende Bodenfläche im Stall zur Verfügung stehen: Tierkategorie Gruppenbucht Einzelbucht Mutterschaf ohne Lamm 0,80 m2/Tier 1,20 m2/Tier Mutterschaf mit 1 Lamm 1,20 m2/Tier 2,00 m2/Tier Mutterschaf mit mehr als 1 Lamm 1,50 m2/Tier 2,30 m2/Tier Lämmer, Jungschafe bis 6 Monate 0,50 m2/Tier --- Jungschafe über 6 bis 12 Monate 0,60 m2/Tier --- Widder 1,50 m2/Tier 3,00 m2/Tier 2.3. STALLKLIMA In geschlossenen Ställen müssen natürliche oder mechanische Lüftungsanlagen vorhanden sein. Diese sind dauernd entsprechend zu bedienen oder zu regeln und so zu warten, dass ihre Funktion gewährleistet ist. In geschlossenen Ställen muss für einen dauernden und ausreichenden Luftwechsel gesorgt werden, ohne dass es im Tierbereich zu schädlichen Zuglufterscheinungen kommt. 2.4. LICHT Steht den Tieren kein ständiger Zugang ins Freie zur Verfügung, müssen die Ställe offene oder transparente Flächen, durch die Tageslicht einfallen kann, im Ausmaß von mindestens 3% der Stallbodenfläche aufweisen. Im Tierbereich des Stalles ist über mindestens 8 Stunden pro Tag eine Lichtstärke von mindestens 40 Lux zu gewährleisten. 2.5. LÄRM Der Lärmpegel ist so gering wie möglich zu halten. Dauernder oder plötzlicher Lärm ist zu vermeiden. Die Konstruktion, die Aufstellung, die Wartung und der Betrieb der Belüftungsgebläse, Fütterungsmaschinen oder anderer Maschinen sind so zu gestalten, dass sie so wenig Lärm wie möglich verursachen. 2.6. ERNÄHRUNG Bei der Fütterung von Schafen in Gruppenhaltung ist sicherzustellen, dass jedes einzelne Tier ausreichend Nahrung aufnehmen kann. Werden Schafe in Gruppen rationiert oder unter zeitlich begrenzter Futtervorlage gefüttert, muss für jedes Tier ein Fressplatz zur Verfügung stehen. Werden Schafe in Gruppenhaltung ad libitum bei ganztägiger Futtervorlage gefüttert, darf ein Tier-Fressplatz-Verhältnis von 2,5 : 1 nicht überschritten werden. Die Mindestmaße für Fressplätze in Gruppenhaltungssystemen betragen: Tierkategorie Fressplatzbreite Mutterschaf auch mit Lämmern 40,00 cm/Tier Lämmer, Jungschafe bis 6 Monate (ohne Mutterschaf) 20,00 cm/Tier Jungschafe über 6 Monate bis 12 Monate 30,00 cm/Tier Widder 50,00 cm/Tier 2.7. BETREUUNG Schafe müssen, soweit dies rassebedingt erforderlich ist, mindestens einmal jährlich geschoren werden. Der Zustand der Klauen ist regelmäßig zu überprüfen und bei Bedarf ist eine Klauenpflege durchzuführen. 2.8. GANZJÄHRIGE HALTUNG IM FREIEN Für jedes Tier muss eine überdachte, trockene und eingestreute Liegefläche mit Windschutz in einem Ausmaß zur Verfügung stehen, das allen Tieren ein gleichzeitiges ungestörtes Liegen ermöglicht. Kann der Futterbedarf nicht ausreichend durch Weide gedeckt werden, muss zusätzliches Futter angeboten werden. Auch bei tiefen Temperaturen muss sichergestellt sein, dass Menge und Energiegehalt des vorhandenen Futters ausreichen, um den Energiebedarf der Tiere zu decken. Der Boden im Bereich der ständig benützten Fütterungs- und Tränkebereiche muss befestigt sein. Kranke und verletzte Tiere sind gesondert und geschützt unterzubringen. 2.9. ALMWIRTSCHAFT Sofern bei der Haltung auf Almen, Asten, Vorsäßen und dergleichen ein täglicher Weidegang erfolgt, finden die Bestimmungen hinsichtlich der Anforderungen an Ställe keine Anwendung. 2.10. ABSATZVERANSTALTUNGEN UND TIERSCHAUEN Für die kurzfristige Haltung von Schafen während der Dauer von Absatzveranstaltungen oder Tierschauen finden die Bestimmungen hinsichtlich der Anforderungen an Ställe keine Anwendung. 2.11. EINGRIFFE Zulässige Eingriffe dürfen nur durch einen Tierarzt oder eine sonstige sachkundige Person durchgeführt werden. Zulässige Eingriffe sind: 1.Ziffer eins Das Kupieren des Schwanzes, wenn –Strichaufzählung die Lämmer nicht älter als drei Tage sind oder der Eingriff durch einen Tierarzt nach wirksamer Betäubung durchgeführt wird und –Strichaufzählung entweder höchstens ein Drittel oder im Falle einer tierärztlich bestätigten betrieblichen Notwendigkeit bei weiblichen Lämmern, die für die Zucht vorgesehen sind, höchstens die Hälfte des Schwanzes entfernt wird und –Strichaufzählung der Eingriff durch scharfes Abtrennen erfolgt. 2.Ziffer 2 Die Kastration, wenn der Eingriff durch einen Tierarzt oder einen Viehschneider, der dieses Gewerbe auf Grund der Gewerbeordnung 1994, BGBl. Nr. 194, zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 118/2004, rechtmäßig ausübt. nach wirksamer Betäubung durchgeführt wird.Die Kastration, wenn der Eingriff durch einen Tierarzt oder einen Viehschneider, der dieses Gewerbe auf Grund der Gewerbeordnung 1994, BGBl. Nr. 194, zuletzt geändert durch Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 118 aus 2004,, rechtmäßig ausübt. nach wirksamer Betäubung durchgeführt wird. SchlagworteFütterungsbereich, BGBl. Nr. 194/1994Fütterungsbereich, Bundesgesetzblatt Nr. 194 aus 1994, Zuletzt aktualisiert am29.06.2017 Gesetzesnummer20003820 DokumentnummerNOR40059899

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KI-Erklärung auf Basis des amtlichen Gesetzestextes. Orientierend, ersetzt keine Rechtsberatung.