Abfallwirtschaftsgesetz 2002
Worum geht es in dieser Vorschrift?
Dieses Gesetz regelt Übergangsbestimmungen für die Abfallwirtschaft, insbesondere im Hinblick auf neue Abfallbezeichnungen, Deponien, Abfallwirtschaftskonzepte, Sammel- und Verwertungssysteme sowie IPPC-Behandlungsanlagen. Es legt Fristen und Bedingungen fest, unter denen bestehende Regelungen oder Tätigkeiten fortgeführt werden dürfen.
Für wen: Inhaber von Anlagengenehmigungen oder Berechtigungen zur Sammlung oder Behandlung von Abfällen; Inhaber von Deponien.
Auf einen Blick
- Land
- Österreich
- Rechtsgebiet
- Familienrecht
- Quelle
- ris.bka.gv.at
- Text abgerufen
- Erklärung aktualisiert
Was regelt diese Vorschrift?
- Die Verbindlichkeit neuer Bezeichnungen für Abfallarten nach Inkrafttreten einer Verordnung gemäß § 4.
- Die Bedingungen für Deponien, um die Rechtsfolge des § 7 Abs. 5 zu vermeiden, bis sie an den Stand der Technik angepasst sind.
- Die Erstellung von Abfallwirtschaftskonzepten für bestimmte Anlagen.
- Den Weiterbetrieb bestehender Sammel- und Verwertungssysteme unter bestimmten Voraussetzungen.
- Die Anpassung von bestehenden IPPC-Behandlungsanlagen an neue Anforderungen.
Wen betrifft diese Vorschrift?
- Inhaber von Anlagengenehmigungen oder Berechtigungen zur Sammlung oder Behandlung von Abfällen.
- Inhaber von Deponien.
- Betreiber von Anlagen, bei deren Betrieb Abfälle anfallen und die mehr als 20 Arbeitnehmer beschäftigen.
- Betreiber von Sammel- und Verwertungssystemen.
- Betreiber von IPPC-Behandlungsanlagen.
- Abfallsammler oder -behandler, wenn eine Abfallart erstmals als gefährlich eingestuft wird.
Was sind die Eckpunkte?
- Neue Abfallbezeichnungen werden ein Jahr nach Inkrafttreten einer Verordnung gemäß § 4 verbindlich.
- Anlagen mit über 20 Arbeitnehmern, für die kein Abfallwirtschaftskonzept vorliegt, müssen innerhalb von zwölf Monaten ein solches gemäß § 10 erstellen.
- Bestehende Sammel- und Verwertungssysteme dürfen bis zur rechtskräftigen Entscheidung weiterbetrieben werden, wenn innerhalb von drei Monaten nach Inkrafttreten einer Verordnung gemäß § 36 eine Genehmigung gemäß § 29 beantragt wird.
- Bestehende IPPC-Behandlungsanlagen müssen spätestens am 31. Oktober 2007 den Anforderungen der §§ 43 Abs. 3 und 47 Abs. 3 entsprechen.
- Wenn eine Abfallart neu als gefährlich eingestuft wird, dürfen Abfallsammler oder -behandler ihre Tätigkeit im bisherigen Umfang bis zur rechtskräftigen Entscheidung ausüben, wenn sie innerhalb von drei Monaten eine Erlaubnis gemäß § 25 beantragen oder eine Anzeige gemäß § 24 erstatten.
Familienrecht
Gesetzestext
Gesetzestext
RIS Dokument KurztitelAbfallwirtschaftsgesetz 2002 KundmachungsorganBGBl. I Nr. 102/2002Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 102 aus 2002, TypBG §/Artikel/AnlageParagraph/Artikel/Anlage§ 78Paragraph 78 Inkrafttretensdatum02.11.2002 Außerkrafttretensdatum31.12.2004 AbkürzungAWG 2002 Index83 Natur-, Umwelt- und Klimaschutz TextAllgemeine Übergangsbestimmungen§ 78.Paragraph 78,
SchlagworteSammelsystem, Abfallbehandler Zuletzt aktualisiert am12.04.2021 Gesetzesnummer20002086 DokumentnummerNOR40032889