2. Derivate-Risikoberechnungs- und Meldeverordnung
Worum geht es in dieser Vorschrift?
Diese Verordnung regelt die Berechnung des Risikos, das aus Derivatgeschäften mit einem Vertragspartner entsteht, und legt fest, wie dieses Risiko bei der Einhaltung von Anlagegrenzen zu berücksichtigen ist.
Für wen: Parteien, die Derivatpositionen eingehen, insbesondere solche, die nicht über eine zentrale Clearingstelle abgewickelt werden; Unternehmen und Unternehmensgruppen, die Anlagegrenzen gemäß InvFG 1993 einhalten müssen.
Auf einen Blick
- Land
- Österreich
- Rechtsgebiet
- Steuerrecht
- Quelle
- ris.bka.gv.at
- Text abgerufen
- Erklärung aktualisiert
Was regelt diese Vorschrift?
- Die Berechnung des Anrechnungsbetrags für das Kontrahentenrisiko bei OTC-Derivaten.
- Die Berücksichtigung von Sicherheiten bei der Risikoberechnung.
- Die Anwendung von Sicherheitszuschlägen basierend auf der Restlaufzeit und Art der Derivatposition.
- Die Saldierung von positiven und negativen Wiederbeschaffungswerten unter bestimmten Bedingungen.
Wen betrifft diese Vorschrift?
- Parteien, die Derivatpositionen eingehen, insbesondere solche, die nicht über eine zentrale Clearingstelle abgewickelt werden.
- Unternehmen und Unternehmensgruppen, die Anlagegrenzen gemäß InvFG 1993 einhalten müssen.
Was sind die Eckpunkte?
- Der Anrechnungsbetrag für das Kontrahentenrisiko setzt sich aus der Summe der aktuellen, positiven Wiederbeschaffungswerte der Derivatpositionen und einem Sicherheitszuschlag zusammen.
- Derivate mit einer zentralen Clearingstelle können unberücksichtigt bleiben, wenn sie einer täglichen Bewertung zu Marktkursen mit täglichem Marginausgleich unterliegen.
- Sicherheitszuschläge variieren je nach Restlaufzeit und Art des Geschäfts: z.B. 0,0% bis 1,5% für zinsbezogene Geschäfte, 1,0% bis 7,5% für währungskursbezogene Geschäfte und 6,0% bis 10,0% für aktienkursbezogene Geschäfte.
- Sicherheiten können abgezogen werden, wenn sie bestimmte Kriterien erfüllen, wie z.B. Liquidität, börsentägliche Bewertung und Verwertbarkeit.
Steuerrecht
Gesetzestext
Gesetzestext
RIS Dokument Kurztitel2. Derivate-Risikoberechnungs- und Meldeverordnung KundmachungsorganBGBl. II Nr. 238/2005 aufgehoben durch BGBl. II Nr. 169/2008Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 238 aus 2005, aufgehoben durch Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 169 aus 2008, §/Artikel/AnlageParagraph/Artikel/Anlage§ 11Paragraph 11 Inkrafttretensdatum10.08.2005 Außerkrafttretensdatum23.05.2008 BeachteZum Bezugszeitraum vgl. § 12.Zum Bezugszeitraum vergleiche Paragraph 12, TextKontrahentenrisiko (OTC-Derivate)
§ 11
1.Ziffer eins in Wertpapieren einer Zentralregierung oder Zentralnotenbank der Zone A oder Wertpapieren der Europäischen Gemeinschaften besteht, 2.Ziffer 2 liquide ist, 3.Ziffer 3 einer börsentäglichen Bewertung unterliegt, 4.Ziffer 4 für das Sondervermögen unverzüglich verwertet werden kann und 5.Ziffer 5 rechtliche Vorkehrungen für den Fall der Insolvenz des Sicherungsgebers bestehen.
Die Sicherheit darf auch in Bankguthaben bei einem Kreditinstitut der Zone A bestehen.