6. Beschußverordnung
Worum geht es in dieser Vorschrift?
Dieses Gesetz regelt die Überprüfung des Gasdrucks und der Geschossenergie von Patronen, die für die Beschussprüfung von Waffen verwendet werden. Es legt detaillierte Anforderungen für die Lagerung der Patronen und die Messwerte fest.
Für wen: Personen oder Stellen, die Gasdruckprüfungen von Patronen durchführen; Hersteller oder Prüfer von Beschusspatronen für Waffen.
Fristen:
- Patronen müssen vor der Prüfung 24 Stunden bei 21°C ± 1°C und 60% ± 5% relativer Luftfeuchtigkeit gelagert werden.
Auf einen Blick
- Land
- Österreich
- Rechtsgebiet
- Energie- und Netzwirtschaftsrecht
- Quelle
- ris.bka.gv.at
- Text abgerufen
- Erklärung aktualisiert
Was regelt diese Vorschrift?
- Die Durchführung der Überprüfung des mittleren Gasdrucks von Patronen.
- Die Ermittlung der Geschossenergie, wenn kein Gasdruck für eine Patronentype in der ÖNORM S 1380 angegeben ist.
- Die Lagerungsbedingungen für Patronen vor der Gasdruckprüfung.
- Die spezifischen Bedingungen für Beschusspatronen für Waffen mit glatten und gezogenen Läufen.
Wen betrifft diese Vorschrift?
- Personen oder Stellen, die Gasdruckprüfungen von Patronen durchführen.
- Hersteller oder Prüfer von Beschusspatronen für Waffen.
Was sind die Eckpunkte?
- Patronen müssen vor der Prüfung 24 Stunden bei 21°C ± 1°C und 60% ± 5% relativer Luftfeuchtigkeit gelagert werden.
- Bei Waffen mit glatten Läufen muss der mittlere Gasdruck der Beschusspatronen bei normalem Beschuss den Werten der ÖNORM S 1380 entsprechen und bei verstärkter Ladung 1200 bar betragen.
- Der mittlere Gasdruck an der zweiten Messstelle des Messlaufes muss 500 bar betragen.
- Bei Waffen mit gezogenen Läufen muss der mittlere Gasdruck der Beschusspatronen im Regelfall um 30% höher sein als der höchstzulässige Gasdruck der Gebrauchsmunition.
- Wenn die Geschossenergie ermittelt wird, muss diese im Regelfall um 10% höher sein als die zulässige Energie der Gebrauchsmunition.
Energie- und Netzwirtschaftsrecht
Energie- und Netzwirtschaftsrecht
Gesetzestext
Gesetzestext
RIS Dokument Kurztitel6. Beschußverordnung KundmachungsorganBGBl. Nr. 189/1980 aufgehoben durch BGBl. II Nr. 388/1999Bundesgesetzblatt Nr. 189 aus 1980, aufgehoben durch Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 388 aus 1999, §/Artikel/AnlageParagraph/Artikel/Anlage§ 13Paragraph 13 Inkrafttretensdatum18.06.1986 Außerkrafttretensdatum15.10.1999 TextGasdruckprüfung
§ 13
1.Ziffer eins Der mittlere Gasdruck der Beschußpatronen hat an der ersten Meßstelle des Meßlaufes a)Litera a bei normalem Beschuß den Werten der ÖNORM S 1380 zu entsprechen, b)Litera b bei Erprobung mit verstärkter Ladung (§ 11 Abs. 1 Beschußgesetz) 1 200 bar zu betragen.bei Erprobung mit verstärkter Ladung (Paragraph 11, Absatz eins, Beschußgesetz) 1 200 bar zu betragen.
2.Ziffer 2 Der mittlere Gasdruck der Beschußpatronen hat an der zweiten Meßstelle des Meßlaufes 500 bar zu betragen.
3.Ziffer 3 Die Bedingungen gemäß Z 1 und 2 sind für beide Beschußarten mit zwei gleichen Patronen, die gleichzeitig beiden Bedingungen genügen, zu erfüllen. Sollten solche Patronen nicht zur Verfügung stehen, so können zwei Patronen, die die Bedingung der Z 1 erfüllen, sowie eine Patrone, die die Bedingung der Z 2 erfüllt, verwendet werden.Die Bedingungen gemäß Ziffer eins und 2 sind für beide Beschußarten mit zwei gleichen Patronen, die gleichzeitig beiden Bedingungen genügen, zu erfüllen. Sollten solche Patronen nicht zur Verfügung stehen, so können zwei Patronen, die die Bedingung der Ziffer eins, erfüllen, sowie eine Patrone, die die Bedingung der Ziffer 2, erfüllt, verwendet werden.
Kaliber Schrotmasse in g 10 38-47 12 33-42 14 30-37 16 27-34 20 23-30 24 21-28 28 19-25 32 15-21 410 7-13 9 mm 5-10 Bei Beschußpatronen, die nur der für die zweite Meßstelle festgelegten Bedingung entsprechen (Abs. 4 Z 2), ist eine Erhöhung der Schrotmasse zulässig.Bei Beschußpatronen, die nur der für die zweite Meßstelle festgelegten Bedingung entsprechen (Absatz 4, Ziffer 2,), ist eine Erhöhung der Schrotmasse zulässig.