1. Staatsvertragsdurchführungsgesetz
Worum geht es in dieser Vorschrift?
Dieses Gesetz regelt die Verfahren zur Rückstellung von Vermögen, insbesondere wenn Anträge gegen die Republik Österreich gestellt wurden oder mehrere Verfahren dasselbe Vermögen betreffen. Es legt fest, wie solche Verfahren zu verbinden oder fortzusetzen sind.
Für wen: Personen, die Rückstellungsanträge gestellt haben; Die Republik Österreich als Antragsgegnerin.
Auf einen Blick
- Land
- Österreich
- Rechtsgebiet
- Sonstige Rechtsvorschriften
- Quelle
- ris.bka.gv.at
- Text abgerufen
- Erklärung aktualisiert
Was regelt diese Vorschrift?
- Die Verbindung von Rückstellungsverfahren, wenn mehrere Anträge dasselbe Vermögen betreffen.
- Die Behandlung von Rückstellungsanträgen, die nach dem 27. Juli 1955 gegen die Republik Österreich eingebracht wurden.
- Die Wiederaufnahme von Verfahren, die zwischen dem 27. Juli 1955 und dem Inkrafttreten dieses Bundesgesetzes abgewiesen wurden.
- Die Abtretung von Akten an die Finanzlandesdirektion bei Anträgen, die sich auf ehemaliges Vermögen des Deutschen Reiches beziehen.
Wen betrifft diese Vorschrift?
- Personen, die Rückstellungsanträge gestellt haben.
- Die Republik Österreich als Antragsgegnerin.
Was sind die Eckpunkte?
- Wurde nach dem 27. Juli 1955 ein Rückstellungsantrag gegen die Republik Österreich eingebracht, obwohl ein Verfahren gegen einen anderen Antragsgegner anhängig war, sind die beiden Verfahren zu verbinden.
- Ein Verbindungsantrag kann nicht gestellt und ein anhängiges Verfahren nicht fortgesetzt werden, wenn ein Verfahren gegen die Republik Österreich bereits durch ein rechtskräftiges Erkenntnis oder einen Vergleich beendet ist.
- Wurde ein Rückstellungsantrag zwischen dem 27. Juli 1955 und dem Inkrafttreten dieses Bundesgesetzes rechtskräftig abgewiesen, kann die Finanzprokuratur innerhalb von drei Monaten eine Erklärung abgeben.
- Erklärt die Finanzprokuratur, dass das Vermögen nicht in Anspruch genommen wird oder äußert sie sich nicht fristgerecht, kann das abgewiesene Verfahren wieder aufgenommen werden.
Sonstige Rechtsvorschriften
Gesetzestext
Gesetzestext
RIS Dokument Kurztitel1. Staatsvertragsdurchführungsgesetz KundmachungsorganBGBl. Nr. 165/1956Bundesgesetzblatt Nr. 165 aus 1956, TypBG §/Artikel/AnlageParagraph/Artikel/Anlage§ 43Paragraph 43 Inkrafttretensdatum31.07.1956 Außerkrafttretensdatum04.02.1957 Index13/01 Staatsvertragsdurchführung Text§ 43.Paragraph 43,
Für das weitere Verfahren gilt § 33 Abs. 3 und 4.Wurde ein Rückstellungsantrag zwischen dem 27. Juli 1955 und dem Inkrafttreten dieses Bundesgesetzes gegen einen Antragsgegner rechtskräftig aus Gründen abgewiesen, die in dem Eigentumsübergang nach Artikel 22, des Staatsvertrages liegen, so ist der Finanzprokuratur der Rückstellungsakt auf Antrag mit der Aufforderung zuzustellen, innerhalb einer Frist von drei Monaten zu erklären, ob das zur Rückstellung beanspruchte Vermögen von der Republik Österreich auf Grund des Staatsvertrages in Anspruch genommen wird. Gibt die Finanzprokuratur eine solche Erklärung ab, so hat sie diese mit einem Antrag gemäß Paragraph 33, Absatz 2, zu verbinden. In diesem Falle gilt die in dem Verfahren ausgesprochene Abweisung als nicht erfolgt.
Für das weitere Verfahren gilt Paragraph 33, Absatz 3 und 4,
Zuletzt aktualisiert am26.03.2025 Gesetzesnummer10000285 DokumentnummerNOR40268435