Abkommen über die Zusammenarbeit zur Bekämpfung von Betrug und sonstigen rechtswidrigen Handlungen EG, Mitgliedstaaten, Schweiz
Worum geht es in dieser Vorschrift?
Dieses Gesetz regelt die Zusammenarbeit zwischen Staaten bei der Bekämpfung von Betrug und anderen illegalen Handlungen, insbesondere durch den Austausch von Bank- und Finanzinformationen. Es legt fest, wie Rechtshilfeersuchen bezüglich Bankkonten und Finanztransaktionen behandelt werden.
Für wen: Vertragsparteien (Staaten) des Abkommens, wie Österreich und andere, die der vorläufigen Anwendung zugestimmt haben; Banken und Finanzinstitute in den Hoheitsgebieten der Vertragsparteien.
Auf einen Blick
- Land
- Österreich
- Rechtsgebiet
- Bank-, Versicherungs- und Finanzmarktrecht
- Quelle
- ris.bka.gv.at
- Text abgerufen
- Erklärung aktualisiert
Was regelt diese Vorschrift?
- Die Ermittlung von Bankkonten und Informationen darüber.
- Die Ermittlung von Bankgeschäften und Informationen darüber.
- Die Überwachung von Bankgeschäften für einen bestimmten Zeitraum.
- Maßnahmen, um die Geheimhaltung von Ermittlungen zu gewährleisten.
Wen betrifft diese Vorschrift?
- Vertragsparteien (Staaten) des Abkommens, wie Österreich und andere, die der vorläufigen Anwendung zugestimmt haben.
- Banken und Finanzinstitute in den Hoheitsgebieten der Vertragsparteien.
Was sind die Eckpunkte?
- Ersuchen um Bank- und Finanzauskünfte werden erledigt, wenn die Voraussetzungen von Artikel 31 erfüllt sind.
- Die ersuchte Vertragspartei kann die Überwachung von Bankgeschäften anordnen, wenn dies nach ihrem Strafprozessrecht zulässig ist.
- Finanzinstitute dürfen dem betroffenen Kunden oder Dritten nicht mitteilen, dass Maßnahmen oder Ermittlungen durchgeführt werden, solange dies zur Sicherung des Ergebnisses notwendig ist.
- Die ersuchende Vertragspartei muss Gründe angeben, warum die Auskünfte für die Aufklärung der Straftat von Bedeutung sein könnten und warum sie annimmt, dass Konten bei Banken im Hoheitsgebiet der ersuchten Vertragspartei geführt werden.
- Das Bankgeheimnis darf nicht als Begründung für die Ablehnung einer Zusammenarbeit herangezogen werden.
Bank-, Versicherungs- und Finanzmarktrecht
Bank-, Versicherungs- und Finanzmarktrecht
Gesetzestext
Gesetzestext
RIS Dokument KurztitelAbkommen über die Zusammenarbeit zur Bekämpfung von Betrug und sonstigen rechtswidrigen Handlungen EG, Mitgliedstaaten, Schweiz KundmachungsorganBGBl. III Nr. 66/2018Bundesgesetzblatt Teil 3, Nr. 66 aus 2018, TypVertrag - Multilateral §/Artikel/AnlageParagraph/Artikel/AnlageArt. 32Artikel 32 Inkrafttretensdatum21.03.2018 Index59/04 EU - EWR BeachteFür das Inkrafttreten des Abkommens ist gemäß Art. 44 Abs. 2 die Ratifikation bzw. Genehmigung aller im Abkommen genannten Vertragsparteien erforderlich. Da nicht absehbar ist, wann diese Voraussetzung erfüllt sein wird, hat die Republik Österreich am 21. Dezember 2017 eine Erklärung über die vorläufige Anwendung gemäß Art. 44 Abs. 3 des Abkommens abgegeben. Das Abkommen ist daher zwischen Österreich und den nachstehend angeführten Vertragsparteien, die laut Mitteilung des Generalsekretärs ebenfalls die vorläufige Anwendung gemäß Art. 44 Abs. 3 erklärt haben, ab dem 21. März 2018 anwendbar. Daher wurde dies als Inkrafttretensdatum dokumentiert. Der Zeitpunkt des tatsächlichen Inkrafttretens des Abkommens wird zu einem späteren Zeitpunkt kundgemacht.Für das Inkrafttreten des Abkommens ist gemäß Artikel 44, Absatz 2, die Ratifikation bzw.
Genehmigung aller im Abkommen genannten Vertragsparteien erforderlich. Da nicht absehbar ist, wann diese Voraussetzung erfüllt sein wird, hat die Republik Österreich am 21. Dezember 2017 eine Erklärung über die vorläufige Anwendung gemäß Artikel 44, Absatz 3, des Abkommens abgegeben. Das Abkommen ist daher zwischen Österreich und den nachstehend angeführten Vertragsparteien, die laut Mitteilung des Generalsekretärs ebenfalls die vorläufige Anwendung gemäß Artikel 44, Absatz 3, erklärt haben, ab dem 21. März 2018 anwendbar. Daher wurde dies als Inkrafttretensdatum dokumentiert. Der Zeitpunkt des tatsächlichen Inkrafttretens des Abkommens wird zu einem späteren Zeitpunkt kundgemacht.
TextARTIKEL 32Ersuchen um Bank- und Finanzauskünfte(1) Sind die Voraussetzungen des Artikels 31 erfüllt, so erledigt die ersuchte Vertragspartei Rechtshilfeersuchen um Erteilung und Übermittlung von Bank- und Finanzauskünften, einschließlich a)Litera a der Ermittlung von Bankkonten bei in ihrem Hoheitsgebiet niedergelassenen Banken, deren Inhaberoder Bevollmächtigte die Personen sind, gegen die ermittelt wird, oder über die diese Personen die Kontrolle ausüben, und der Informationen über diese Bankkonten; b)Litera b der Ermittlung von Bankgeschäften, die von, nach oder über ein oder mehrere Bankkonten odervon bestimmten Personen in einem bestimmten Zeitraum getätigt wurden, und aller Informationenüber diese Bankgeschäfte.
Zuletzt aktualisiert am16.05.2018 Gesetzesnummer20010185 DokumentnummerNOR40201375