Abfallwirtschaftsgesetz 2002
Worum geht es in dieser Vorschrift?
Dieses Gesetz regelt die Einführung eines Pfandsystems für bestimmte Einweggetränkeverpackungen, um Sammel- und Recyclingziele zu erreichen. Es verpflichtet bestimmte Unternehmen, ab dem 1. Jänner 2025 ein Pfand einzuheben.
Für wen: Primärverpflichtete gemäß § 13g des Abfallwirtschaftsgesetzes 2002; Erstinverkehrsetzer und Rücknahmeverpflichtete von Einweggetränkeverpackungen.
Auf einen Blick
- Land
- Österreich
- Rechtsgebiet
- Prozessrecht
- Quelle
- ris.bka.gv.at
- Text abgerufen
- Erklärung aktualisiert
Was regelt diese Vorschrift?
- Die Pflicht zur Einhebung eines Pfands für Einweggetränkeverpackungen.
- Die Einrichtung einer nicht auf Gewinn gerichteten koordinierenden zentralen Stelle.
- Die Verwendung eines Teils der Produzentenbeiträge und nicht ausgezahlten Pfandbeträge für Abfallvermeidungsprojekte.
- Die Ermächtigung der Bundesministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie, nähere Bestimmungen zum Pfandsystem festzulegen.
Wen betrifft diese Vorschrift?
- Primärverpflichtete gemäß § 13g des Abfallwirtschaftsgesetzes 2002.
- Erstinverkehrsetzer und Rücknahmeverpflichtete von Einweggetränkeverpackungen.
Was sind die Eckpunkte?
- Ab 1. Jänner 2025 muss ein Pfand für Einweggetränkeverpackungen aus Kunststoff oder Metall eingehoben werden.
- Das Pfand gilt für Verpackungen mit einem Füllvolumen von 0,1 l bis maximal 3 l.
- Eine zentrale Stelle in Form einer GmbH muss eingerichtet werden, die einen Aufsichtsrat und ein In-Sich-Geschäfte-Gremium hat.
- 0,5% der Produzentenbeiträge und 0,5% der jährlichen nicht ausgezahlten Pfandbeträge müssen für Abfallvermeidungsprojekte verwendet werden.
Prozessrecht
Gesetzestext
Gesetzestext
RIS Dokument KurztitelAbfallwirtschaftsgesetz 2002 KundmachungsorganBGBl. I Nr. 102/2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 84/2024Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 102 aus 2002, zuletzt geändert durch Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 84 aus 2024, TypBG §/Artikel/AnlageParagraph/Artikel/Anlage§ 14cParagraph 14 c Inkrafttretensdatum18.07.2024 Außerkrafttretensdatum31.12.2024 AbkürzungAWG 2002 Index83 Natur-, Umwelt- und Klimaschutz TextPfand für Einweggetränkeverpackungen§ 14c.Paragraph 14 c,
Um Geschäfts- und Betriebsgeheimnisse zu schützen, dürfen auch keine Mitglieder bestellt werden, die in einem Wettbewerbsverhältnis zu diesen Personen stehen.Erstinverkehrsetzer und Rücknahmeverpflichtete gemäß einer Verordnung nach Absatz 2, haben eine nicht auf Gewinn gerichtete koordinierende zentrale Stelle in Form einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) einzurichten. Diese GmbH hat einen Aufsichtsrat und ein In-Sich-Geschäfte-Gremium als Sonderaufsichtsrat an Stelle des Aufsichtsrats einzurichten. Dieses In-Sich-Geschäfte-Gremium hat ein Zustimmungsrecht über Verträge, die zwischen der zentralen Stelle und Erstinverkehrsetzern oder Rücknahmeverpflichteten geschlossen werden sollen.
Personen, die eine operative Leistung für die zentrale Stelle erbringen wollen, und sonstige Personen, die ein wirtschaftliches Interesse hinsichtlich dieser Leistungen haben, dürfen nicht Mitglied dieses In-Sich-Geschäfte-Gremiums sein. Um Geschäfts- und Betriebsgeheimnisse zu schützen, dürfen auch keine Mitglieder bestellt werden, die in einem Wettbewerbsverhältnis zu diesen Personen stehen.
SchlagworteSammelziel, Materialfluss, Geschäftsgeheimnis Zuletzt aktualisiert am18.07.2024 Gesetzesnummer20002086 DokumentnummerNOR40263165