Abgabenverwaltungsorganisationsgesetz
Worum geht es in dieser Vorschrift?
Dieses Gesetz regelt die Organisation der Zollverwaltung in Österreich, insbesondere die Einrichtung und Zuständigkeiten verschiedener Zollstellen, um eine effiziente Abwicklung des Zollrechts zu gewährleisten.
Für wen: Den Bundesminister für Finanzen, der für die Organisation und Einrichtung der Zollstellen zuständig ist; Hauptzollämter und die ihnen zugeordneten Zollämter erster und zweiter Klasse, Zweigstellen und Zollposten.
Auf einen Blick
- Land
- Österreich
- Rechtsgebiet
- Steuerrecht
- Quelle
- ris.bka.gv.at
- Text abgerufen
- Erklärung aktualisiert
Was regelt diese Vorschrift?
- Die Zuordnung weiterer Zollstellen (Zollämter erster und zweiter Klasse, Zweigstellen, Zollposten) zu den Hauptzollämtern durch den Bundesminister für Finanzen.
- Die Befugnisse der Zollämter erster Klasse, wie die Abfertigung aller Warenarten und die Erteilung von Bewilligungen im Rahmen des Alkoholsteuer- und Monopolgesetzes.
- Die eingeschränkten Befugnisse der Zollämter zweiter Klasse bei der Abfertigung von Waren, zum Beispiel im Reiseverkehr oder bei geringem Warenwert (bis 50.000 S).
- Die Möglichkeit zur Einrichtung von Kontrollposten an Landstraßen für die Dauer der Übergangsregelungen zum EU-Beitritt Österreichs im Bereich des Straßengüterverkehrs.
Wen betrifft diese Vorschrift?
- Den Bundesminister für Finanzen, der für die Organisation und Einrichtung der Zollstellen zuständig ist.
- Hauptzollämter und die ihnen zugeordneten Zollämter erster und zweiter Klasse, Zweigstellen und Zollposten.
- Personen und Unternehmen, die Waren importieren, exportieren oder im Transit befördern, insbesondere im Reiseverkehr oder bei der Abfertigung von Waren.
Was sind die Eckpunkte?
- Der Bundesminister für Finanzen muss Zollstellen unter Berücksichtigung einer wirksamen, einfachen und kostensparenden Vollziehung des Zollrechts einrichten.
- Zollämter erster Klasse dürfen alle Arten von Waren abfertigen und Bewilligungen im Rahmen des Alkoholsteuer- und Monopolgesetzes erteilen.
- Zollämter zweiter Klasse dürfen Waren nur unter bestimmten Bedingungen abfertigen, z.B. im Reiseverkehr oder wenn der Warenwert 50.000 S nicht übersteigt.
- Anträge an Hauptzollämter können bei jedem anderen Zollamt mit gleicher Wirkung eingereicht werden.
Steuerrecht
Gesetzestext
Gesetzestext
RIS Dokument KurztitelAbgabenverwaltungsorganisationsgesetz KundmachungsorganBGBl. Nr. 18/1975 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 516/1995Bundesgesetzblatt Nr. 18 aus 1975, zuletzt geändert durch Bundesgesetzblatt Nr. 516 aus 1995, TypBG §/Artikel/AnlageParagraph/Artikel/Anlage§ 14aParagraph 14 a Inkrafttretensdatum01.08.1995 Außerkrafttretensdatum31.12.2000 AbkürzungAVOG Index14/03 Abgabenverwaltungsorganisation Text§ 14a.Paragraph 14 a,
Den Zollämtern erster Klasse ist bei Vorliegen eines wirtschaftlichen Bedarfes mit Verordnung des Bundesministers für Finanzen ein örtlicher Bereich für die Abfertigung von Waren außerhalb ihres Amtsplatzes und für die Vollziehung der in den Z 2 und 3 genannten Angelegenheiten zuzuweisen.Den Zollämtern erster Klasse ist bei Vorliegen eines wirtschaftlichen Bedarfes mit Verordnung des Bundesministers für Finanzen ein örtlicher Bereich für die Abfertigung von Waren außerhalb ihres Amtsplatzes und für die Vollziehung der in den Ziffer 2 und 3 genannten Angelegenheiten zuzuweisen.
AnmerkungÜR: Art. IX Z 8, BGBl. Nr. 681/1994ÜR: Artikel römisch neun, Ziffer 8,, Bundesgesetzblatt Nr. 681 aus 1994, SchlagworteZollangelegenheit, Verbrauchsteuerangelegenheit Zuletzt aktualisiert am25.05.2023 Gesetzesnummer10000571 DokumentnummerNOR12015488 alte DokumentnummerN1199549592J