Abfallwirtschaftsgesetz 2002
Worum geht es in dieser Vorschrift?
Dieses Gesetz regelt die Freigabe von Sicherheitsleistungen, die Mitführung von Dokumenten bei der Abfallverbringung und die Zollanmeldung für Abfälle. Es stellt sicher, dass bei der grenzüberschreitenden Verbringung von Abfällen bestimmte Vorschriften eingehalten werden.
Für wen: Personen oder Unternehmen, die Abfälle grenzüberschreitend verbringen (importieren, exportieren oder durchleiten); Zollstellen, die für die Abfertigung von Abfällen zuständig sind.
Auf einen Blick
- Land
- Österreich
- Rechtsgebiet
- Steuerrecht
- Quelle
- ris.bka.gv.at
- Text abgerufen
- Erklärung aktualisiert
Was regelt diese Vorschrift?
- Die Bedingungen für die Freigabe einer Sicherheitsleistung bei der Verbringung von Abfällen zur vorläufigen Verwertung oder Beseitigung.
- Welche Unterlagen bei einer notifizierungspflichtigen Verbringung von Abfällen mitzuführen sind.
- Die Rolle dieser Unterlagen bei der Zollanmeldung für die Ein- und Ausfuhr von Abfällen.
- Das Vorgehen der Zollstellen, wenn Dokumente fehlen oder Bedenken bezüglich der Abfalleigenschaft bestehen.
Wen betrifft diese Vorschrift?
- Personen oder Unternehmen, die Abfälle grenzüberschreitend verbringen (importieren, exportieren oder durchleiten).
- Zollstellen, die für die Abfertigung von Abfällen zuständig sind.
Was sind die Eckpunkte?
- Eine Sicherheitsleistung für die Abfallverbringung wird nur freigegeben, wenn die Abfälle die vorläufige Anlage verlassen haben und der Bundesminister die erforderliche Bescheinigung erhalten hat.
- Bei jeder nachfolgenden Verbringung muss eine Sicherheitsleistung oder entsprechende Versicherung bestehen, es sei denn, die Behörde des Bestimmungsortes hält dies nicht für nötig.
- Bei notifizierungspflichtigen Abfallverbringungen müssen eine Abschrift des Notifizierungsformulars, das Begleitformular und alle erforderlichen Bewilligungen mitgeführt werden.
- Diese Dokumente sind bei der Ein- oder Ausfuhr von Abfällen in das oder aus dem Zollgebiet der EU für die Zollanmeldung erforderlich. Fehlen sie und bestehen Bedenken, muss ein Feststellungsverfahren eingeleitet werden, es sei denn, die Ware wird sofort zurückgebracht.
Steuerrecht
Gesetzestext
Gesetzestext
RIS Dokument KurztitelAbfallwirtschaftsgesetz 2002 KundmachungsorganBGBl. I Nr. 102/2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 163/2015Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 102 aus 2002, zuletzt geändert durch Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 163 aus 2015, TypBG §/Artikel/AnlageParagraph/Artikel/Anlage§ 70Paragraph 70 Inkrafttretensdatum01.05.2016 Außerkrafttretensdatum10.12.2021 AbkürzungAWG 2002 Index83 Natur-, Umwelt- und Klimaschutz TextFreigabe der Sicherheitsleistung, Unterlagen für die Beförderung und Zollanmeldung§ 70.Paragraph 70,
1.Ziffer eins Die Abfälle haben die vorläufige Anlage verlassen.
2.Ziffer 2 Der Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft hat die Bescheinigung gemäß Art. 15 Buchstabe d der EG-VerbringungsV erhalten.Der Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft hat die Bescheinigung gemäß Artikel 15, Buchstabe d der EG-VerbringungsV erhalten.
3.Ziffer 3 Jede nachfolgende Verbringung zu einer Behandlungsanlage wird von einer entsprechenden Sicherheitsleistung abgedeckt,es sei denn, die zuständige Behörde des Bestimmungsortes ist der Auffassung, dass eine solche Sicherheitsleistung oder entsprechende Versicherung nicht erforderlich ist.
Bei der Einfuhr obliegt die Prüfung derjenigen Zollstelle, bei der die Gestellung nach zollrechtlichen Vorschriften zu erfolgen hat.Die für die Verbringung erforderlichen Bewilligungen, Notifizierungs- und Begleitformulare sind bei der Einfuhr oder Ausfuhr von Abfällen in das oder aus dem Zollgebiet der Europäischen Union erforderliche Unterlagen zur Zollanmeldung im Sinne des Artikel 163, der Verordnung (EU) Nr. 952 aus 2013, zur Festlegung des Zollkodex der Union, Amtsblatt Nummer L 269 vom 10.10.2013 Seite 1, in der Fassung der Berichtigung Amtsblatt Nummer L 287 vom 29.10.2013 Seite 90. Werden diese Unterlagen nicht vorgelegt und hat die Zollstelle Bedenken, dass eine bewegliche Sache gemäß EG-VerbringungsV notifizierungspflichtiger Abfall ist, hat sie vor der Entscheidung über den Abfertigungsantrag ein Feststellungsverfahren (Paragraph 6, Absatz eins,) zu veranlassen, es sei denn, die Ware wird unverzüglich in das Ausland zurückgebracht.
Bei der Einfuhr obliegt die Prüfung derjenigen Zollstelle, bei der die Gestellung nach zollrechtlichen Vorschriften zu erfolgen hat.
SchlagworteNotifizierungsformular Zuletzt aktualisiert am13.12.2021 Gesetzesnummer20002086 DokumentnummerNOR40178487