1. Staatsvertragsdurchführungsgesetz
Worum geht es in dieser Vorschrift?
Dieses Gesetz regelt spezielle Vorschriften für Miet- und Pachtverträge, insbesondere für Wohnräume und land- und forstwirtschaftlich genutzte Liegenschaften, die in einer bestimmten historischen Periode abgeschlossen wurden. Es legt fest, wann solche Verträge enden oder welche Bestimmungen nicht auf sie anwendbar sind.
Für wen: Mieter und Vermieter von Wohnräumen, die zum Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Bundesgesetzes für Wohnzwecke genutzt wurden; Pächter und Eigentümer von land- und forstwirtschaftlich genutzten Liegenschaften, deren Pachtverträge in der Zeit der Besatzung abgeschlossen wurden.
Auf einen Blick
- Land
- Österreich
- Rechtsgebiet
- Immobilien- und Baurecht
- Quelle
- ris.bka.gv.at
- Text abgerufen
- Erklärung aktualisiert
Was regelt diese Vorschrift?
- Die Anwendbarkeit bestimmter Mietrechtsbestimmungen auf Wohnraummietverträge.
- Das Enddatum von Pachtverträgen über land- und forstwirtschaftliche Liegenschaften, die zwischen der Inanspruchnahme durch die Vier Mächte und der Übergabe an die Republik Österreich abgeschlossen wurden.
- Ausnahmen, unter denen diese Pachtverträge nicht am vorgesehenen Datum enden.
- Die Unzulässigkeit der Abänderung, Verlängerung oder Wiederinkraftsetzung solcher Pachtverträge durch das Pachtamt und das Nichteintreten einer stillschweigenden Verlängerung.
Wen betrifft diese Vorschrift?
- Mieter und Vermieter von Wohnräumen, die zum Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Bundesgesetzes für Wohnzwecke genutzt wurden.
- Pächter und Eigentümer von land- und forstwirtschaftlich genutzten Liegenschaften, deren Pachtverträge in der Zeit der Besatzung abgeschlossen wurden.
Was sind die Eckpunkte?
- Die Bestimmungen des § 20 Abs. 1, 2 und 4 sind nicht auf Mietverträge über Wohnräume anzuwenden, die zum Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Bundesgesetzes für Wohnzwecke verwendet wurden.
- Pachtverträge über land- und forstwirtschaftlich genutzte Liegenschaften, die am 30. Oktober 1959 noch bestehen und in der genannten Periode abgeschlossen wurden, enden am 31. Oktober 1960, es sei denn, es gibt spezifische Ausnahmen (z.B. früherer Auflösungszeitpunkt, Vereinbarung über Kauf/Pacht zur Aufstockung bäuerlicher Betriebe, fehlende betriebswirtschaftliche Rechtfertigung bei Klein-/Mittelbetrieben, oder Rückstellung aufgrund eines Rückstellungsgesetzes).
- Eine Abänderung, Verlängerung oder Wiederinkraftsetzung derartiger Pachtverträge durch das Pachtamt ist unzulässig.
- Eine stillschweigende Verlängerung der Pachtverträge nach § 1114 ABGB. beziehungsweise § 569 ZPO. tritt nicht ein.
Immobilien- und Baurecht
Gesetzestext
Gesetzestext
RIS Dokument Kurztitel1. Staatsvertragsdurchführungsgesetz KundmachungsorganBGBl. Nr. 165/1956 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 233/1959Bundesgesetzblatt Nr. 165 aus 1956, zuletzt geändert durch Bundesgesetzblatt Nr. 233 aus 1959, TypBG §/Artikel/AnlageParagraph/Artikel/Anlage§ 21Paragraph 21 Inkrafttretensdatum01.11.1959 Index13/01 Staatsvertragsdurchführung TextMiet- und pachtrechtliche Sondervorschriften.§ 21.Paragraph 21,
Eine Abänderung, Verlängerung oder Wiederinkraftsetzung derartiger Verträge durch das Pachtamt ist unzulässig. Eine stillschweigende Verlängerung der Pachtverträge nach § 1114 ABGB. beziehungsweise § 569 ZPO. tritt nicht ein.Eine Abänderung, Verlängerung oder Wiederinkraftsetzung derartiger Verträge durch das Pachtamt ist unzulässig. Eine stillschweigende Verlängerung der Pachtverträge nach Paragraph 1114, ABGB. beziehungsweise Paragraph 569, ZPO. tritt nicht ein.