Abgabenexekutionsordnung
Worum geht es in dieser Vorschrift?
Dieser Paragraph regelt die Reihenfolge, in der verschiedene Pfändungen derselben Forderung behandelt werden, insbesondere wenn es um die Priorität der Rechte geht. Er legt fest, wann ein Pfandrecht als begründet gilt und wie mehrere Pfandrechte bei unzureichenden Mitteln behandelt werden.
Für wen: Personen oder Stellen, die Forderungen pfänden lassen; Drittschuldner, die Zahlungsverbote erhalten.
Auf einen Blick
- Land
- Österreich
- Rechtsgebiet
- Sonstige Rechtsvorschriften
- Quelle
- ris.bka.gv.at
- Text abgerufen
- Erklärung aktualisiert
Was regelt diese Vorschrift?
- Die Priorität von Rechten bei Pfändungen derselben Forderung.
- Die Rangordnung von Pfandrechten, die durch Zahlungsverbote entstehen.
- Die Behandlung von Pfandrechten, die gleichzeitig begründet werden.
- Die Beziehung zwischen vertraglichen Pfandrechten und finanzbehördlichen Pfandrechten.
Wen betrifft diese Vorschrift?
- Personen oder Stellen, die Forderungen pfänden lassen.
- Drittschuldner, die Zahlungsverbote erhalten.
Was sind die Eckpunkte?
- Bei Forderungen aus Papieren nach § 67 ist der Zeitpunkt der Verwahrung des Papiers durch den Vollstrecker oder die Anmerkung der Pfändung auf dem Pfändungsprotokoll maßgebend für die Priorität.
- In anderen Fällen richtet sich die Rangordnung der Pfandrechte nach dem Zeitpunkt, zu dem Zahlungsverbote dem Drittschuldner oder der zuständigen Stelle zugegangen sind.
- Werden Pfandrechte gleichzeitig begründet (z.B. mehrere Zahlungsverbote am selben Tag), stehen sie im Rang einander gleich; bei unzureichendem Anspruch werden die Forderungen samt Nebengebühren verhältnismäßig berichtigt.
- Ein vertragliches Pfandrecht an einer Gehaltsforderung oder fortlaufenden Bezügen erfasst nur die Bezüge, die fällig werden, sobald der Anspruch gerichtlich geltend gemacht oder ein Verwertungsanspruch besteht und dem Drittschuldner angezeigt wurde.
Sonstige Rechtsvorschriften
Gesetzestext
Gesetzestext
RIS Dokument KurztitelAbgabenexekutionsordnung KundmachungsorganBGBl. Nr. 104/1949 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 161/2005Bundesgesetzblatt Nr. 104 aus 1949, zuletzt geändert durch Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 161 aus 2005, TypBG §/Artikel/AnlageParagraph/Artikel/Anlage§ 69Paragraph 69 Inkrafttretensdatum31.12.2005 Außerkrafttretensdatum30.06.2020 AbkürzungAbgEO Index32/01 Finanzverfahren, allgemeines Abgabenrecht Text§ 69.Paragraph 69,
Die Bestimmungen des § 72 gelten sinngemäß.Die Verpfändung einer Forderung steht der Begründung eines finanzbehördlichen Pfandrechtes nicht entgegen. Die Absatz 2 und 3 über die Rangordnung der Pfandrechte sind sinngemäß anzuwenden. Bei einer Gehaltsforderung oder einer anderen in fortlaufenden Bezügen bestehenden Forderung erfasst das vertragliche Pfandrecht nur die Bezüge, die fällig werden, sobald der Anspruch gerichtlich geltend gemacht oder ein Anspruch auf Verwertung besteht und die gerichtliche Geltendmachung bzw. der Verwertungsanspruch dem Drittschuldner angezeigt wurde. Der Drittschuldner hat Zahlungen auf Grund des vertraglichen Pfandrechts erst vorzunehmen, sobald dessen Gläubiger einen Anspruch auf Verwertung hat und dies dem Drittschuldner angezeigt wurde.
Die Bestimmungen des Paragraph 72, gelten sinngemäß.
Zuletzt aktualisiert am31.10.2019 Gesetzesnummer10003825 DokumentnummerNOR40072317