Abgabenexekutionsordnung
Worum geht es in dieser Vorschrift?
Dieses Gesetz regelt die Pflichten eines Drittschuldners, wenn das Finanzamt eine Forderung pfändet, und welche Auskünfte er dem Finanzamt geben muss. Es legt auch fest, welche Konsequenzen es hat, wenn diese Pflichten nicht oder unzureichend erfüllt werden.
Für wen: Drittschuldner, denen das Finanzamt einen Auftrag zur Erklärung über eine gepfändete Forderung erteilt; Das Finanzamt als Gläubiger.
Auf einen Blick
- Land
- Österreich
- Rechtsgebiet
- Bildungsrecht
- Quelle
- ris.bka.gv.at
- Text abgerufen
- Erklärung aktualisiert
Was regelt diese Vorschrift?
- Die Auskunftspflichten eines Drittschuldners gegenüber dem Finanzamt bei einer gepfändeten Forderung.
- Die Haftung des Drittschuldners bei schuldhafter Nichterfüllung oder unrichtiger/unvollständiger Erfüllung dieser Pflichten.
- Die Benachrichtigungspflicht bei Beendigung eines Rechtsverhältnisses, das einer gepfändeten wiederkehrenden Forderung zugrunde liegt.
- Die Kostentragung für die Abgabe der Erklärung des Drittschuldners.
Wen betrifft diese Vorschrift?
- Drittschuldner, denen das Finanzamt einen Auftrag zur Erklärung über eine gepfändete Forderung erteilt.
- Das Finanzamt als Gläubiger.
Was sind die Eckpunkte?
- Der Drittschuldner muss sich binnen vier Wochen gegenüber dem Finanzamt erklären.
- Die Erklärung muss unter anderem Auskunft darüber geben, ob die Forderung anerkannt wird, ob Gegenleistungen die Zahlungspflicht beeinflussen, ob andere Personen Ansprüche erheben und ob ein Pfandrecht zugunsten anderer Gläubiger besteht.
- Bei beschränkt pfändbaren Geldforderungen sind Angaben zu Unterhaltspflichten und Einkommen der Unterhaltsberechtigten zu machen.
- Bei wiederkehrenden Forderungen ist das Finanzamt innerhalb einer Woche nach Ende des Monats, der dem Monat folgt, in dem das Rechtsverhältnis beendet wurde, über die Beendigung zu informieren; die Haftung ist hier auf 1.000 Euro je Bezugsende beschränkt.
Bildungsrecht
Gesetzestext
Gesetzestext
RIS Dokument KurztitelAbgabenexekutionsordnung KundmachungsorganBGBl. Nr. 104/1949 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 151/2009Bundesgesetzblatt Nr. 104 aus 1949, zuletzt geändert durch Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 151 aus 2009, TypBG §/Artikel/AnlageParagraph/Artikel/Anlage§ 70Paragraph 70 Inkrafttretensdatum01.01.2010 Außerkrafttretensdatum30.06.2020 AbkürzungAbgEO Index32/01 Finanzverfahren, allgemeines Abgabenrecht Text§ 70.Paragraph 70,
2.Ziffer 2 ob und von welchen Gegenleistungen seine Zahlungspflicht abhängig sei;
3.Ziffer 3 ob und welche Ansprüche andere Personen auf die gepfändete Forderung erheben insbesondere ob eine freiwillige Verpfändung oder eine Übertragung vorliegt;
4.Ziffer 4 ob und wegen welcher Ansprüche zugunsten anderer Gläubiger an der Forderung ein Pfandrecht bestehe, auch wenn das Verfahren nach § 291c Abs. 2 EO eingestellt wurde;ob und wegen welcher Ansprüche zugunsten anderer Gläubiger an der Forderung ein Pfandrecht bestehe, auch wenn das Verfahren nach Paragraph 291 c, Absatz 2, EO eingestellt wurde;
5.Ziffer 5 ob und von welchem Gläubiger sowie bei welchem Gerichte die gepfändete Forderung eingeklagt sei;
6.Ziffer 6 bei beschränkt pfändbaren Geldforderungen: entsprechend den Angaben des Abgabenschuldners, ob und in welcher Höhe diesen Unterhaltspflichten treffen sowie ob und in welcher Höhe die Unterhaltsberechtigten ein eigenes Einkommen beziehen;
7.Ziffer 7 bei Arbeitsentgelt: ob der Arbeitnehmer Anspruch auf einen Teil des Entgelts gegen einen Dritten hat, wenn ja, welcher Teil und von wem.
SchlagworteDrittschuldnererklärung Zuletzt aktualisiert am31.10.2019 Gesetzesnummer10003825 DokumentnummerNOR40115183