Kurz gesagt
Dieses Gesetz befasst sich mit Maßnahmen zur Abfallvermeidung und listet Beispiele für solche Maßnahmen auf, die in verschiedenen Phasen der Produktentstehung und -nutzung angewendet werden können. Es zielt darauf ab, die Abfallerzeugung zu reduzieren und die Ressourceneffizienz zu verbessern.
Was es regelt
- Maßnahmen zur Förderung der Ressourcennutzungseffizienz.
- Forschung und Entwicklung für umweltfreundlichere Produkte und Technologien.
- Methoden zur Reduzierung von Abfall in der Konzeptions-, Produktions- und Vertriebsphase.
- Strategien zur Abfallvermeidung in der Verbrauchs- und Nutzungsphase.
Wen es betrifft
- Unternehmen, insbesondere kleinere und mittlere Unternehmen.
- Zuständige Behörden.
- Die breite Öffentlichkeit und bestimmte Verbrauchergruppen.
Eckpunkte
- Förderung von Ökodesign und Mehrwegverpackungen.
- Sensibilisierungsmaßnahmen und Unterstützung für Unternehmen, um Abfall zu vermeiden.
- Einsatz wirtschaftlicher Instrumente, wie Anreize für umweltfreundlichen Einkauf.
- Förderung der Wiederverwendung oder Reparatur geeigneter Abfälle, z.B. durch die Einrichtung von Reparatur- und Wiederverwendungszentren.
📄 Gesetzestext
RIS Dokument KurztitelAbfallwirtschaftsgesetz 2002
KundmachungsorganBGBl. I Nr. 102/2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 9/2011Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 102 aus 2002, zuletzt geändert durch Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 9 aus 2011,
TypBG
§/Artikel/AnlageParagraph/Artikel/AnlageAnl. 1Anlage eins
Inkrafttretensdatum16.02.2011
AbkürzungAWG 2002
Index83 Natur-, Umwelt- und Klimaschutz
TextAnhang 1Beispiele für AbfallvermeidungsmaßnahmenMaßnahmen, die sich auf die Rahmenbedingungen im Zusammenhang mit der Abfallerzeugung auswirken können1.Ziffer eins
Einsatz von Planungsmaßnahmen oder sonstigen wirtschaftlichen Instrumenten, die die Effizienz der Ressourcennutzung fördern;
2.Ziffer 2
Förderung einschlägiger Forschung und Entwicklung mit dem Ziel, umweltfreundlichere und weniger abfallintensive Produkte und Technologien hervorzubringen, sowie Verbreitung und Einsatz dieser Ergebnisse aus Forschung und Entwicklung;
3.Ziffer 3
Entwicklung wirksamer und aussagekräftiger Indikatoren für die Umweltbelastungen im Zusammenhang mit der Abfallerzeugung als Beitrag zur Vermeidung der Abfallerzeugung auf sämtlichen Ebenen;
Maßnahmen, die sich auf die Konzeptions-, Produktions- und Vertriebsphase auswirken können4.Ziffer 4
Förderung von Ökodesign (systematische Einbeziehung von Umweltaspekten in das Produktdesign mit dem Ziel, die Umweltbilanz des Produkts über den gesamten Lebenszyklus hinweg zu verbessern) und von Mehrwegverpackungen;
5.Ziffer 5
Bereitstellung von Informationen über Techniken zur Abfallvermeidung im Hinblick auf einen erleichterten Einsatz des Standes der Technik in der Industrie;
6.Ziffer 6
Schulungsmaßnahmen für die zuständigen Behörden hinsichtlich der Einbeziehung der Abfallvermeidungsanforderungen bei der Erteilung von Genehmigungen für Behandlungsanlagen und für IPPC-Anlagen;
7.Ziffer 7
Einbeziehung von Maßnahmen zur Vermeidung der Abfallerzeugung in Anlagen, die nicht unter die Richtlinie 2008/1/EG fallen, zB Maßnahmen zur Bewertung der Abfallvermeidung und zur Aufstellung von Plänen;
8.Ziffer 8
Sensibilisierungsmaßnahmen oder Unterstützung von Unternehmen bei der Finanzierung, Entscheidungsfindung oder Ähnliches, insbesondere Maßnahmen, die sich gezielt an kleinere und mittlere Unternehmen richten und auf bewährte Netzwerke des Wirtschaftslebens zurückgreifen;
9.Ziffer 9
Rückgriff auf freiwillige Vereinbarungen, Verbraucher- und Herstellergremien oder branchenbezogene Verhandlungen, damit die jeweiligen Unternehmen oder Branchen eigene Abfallvermeidungspläne und -ziele festlegen oder abfallintensive Produkte oder Verpackungen verbessern;
10.Ziffer 10
Förderung von Umweltmanagementsystemen wie EMAS und ISO 14001;
Maßnahmen, die sich auf die Verbrauchs- und Nutzungsphase auswirken können11.Ziffer 11
Wirtschaftliche Instrumente, zB Anreize für umweltfreundlichen Einkauf oder die Einführung eines vom Verbraucher zu zahlenden Aufpreises für einen Verpackungsartikel oder Verpackungsteil, der sonst unentgeltlich bereitgestellt werden würde;
12.Ziffer 12
Sensibilisierungsmaßnahmen und Informationen für die breite Öffentlichkeit oder eine bestimmte Verbrauchergruppe;
13.Ziffer 13
Förderung von Ökozeichen;
14.Ziffer 14
Vereinbarungen mit der Industrie, wie der Rückgriff auf Produktgremien etwa nach dem Vorbild der integrierten Produktpolitik, oder mit dem Einzelhandel über die Bereitstellung von Informationen über Abfallvermeidung und umweltfreundliche Produkte;
15.Ziffer 15
Einbeziehung von Kriterien des Umweltschutzes und der Abfallvermeidung in Ausschreibungen des öffentlichen und privaten Beschaffungswesens im Sinne des Handbuchs für eine umweltgerechte öffentliche Beschaffung, das von der Kommission am 29. Oktober 2004 veröffentlicht wurde;
16.Ziffer 16
Förderung der Wiederverwendung oder Reparatur geeigneter Abfälle, vor allem durch den Einsatz pädagogischer, wirtschaftlicher, logistischer oder anderer Maßnahmen wie Unterstützung oder Einrichtung von Zentren und Netzen für Reparatur und Wiederverwendung, insbesondere in dicht besiedelten Regionen. Dabei ist auf die Schaffung von „Green Jobs“ Bedacht zu nehmen.
SchlagworteAbfallvermeidungsziel, Konzeptionsphase, Produktionsphase, Verbrauchergremium, Verbrauchsphase
Zuletzt aktualisiert am12.04.2021
Gesetzesnummer20002086
DokumentnummerNOR40126524
KI-Erklärung auf Basis des amtlichen Gesetzestextes. Orientierend, ersetzt keine Rechtsberatung.