Abgabenexekutionsordnung
Worum geht es in dieser Vorschrift?
Dieser Paragraph regelt, wie gepfändete Gegenstände, die nicht öffentlich versteigert werden können oder sollen, anders verwertet werden, um Schulden zu begleichen. Er bietet alternative Verkaufswege und legt fest, was mit Gegenständen geschieht, die nicht verkauft werden können.
Für wen: Die Abgabenbehörde; Abgabenschuldner, deren Sachen gepfändet wurden.
Auf einen Blick
- Land
- Österreich
- Rechtsgebiet
- Bildungsrecht
- Quelle
- ris.bka.gv.at
- Text abgerufen
- Erklärung aktualisiert
Was regelt diese Vorschrift?
- Alternative Verwertungsmethoden für gepfändete Sachen.
- Bedingungen für den Verkauf aus freier Hand.
- Umgang mit Gegenständen, die bei einer Versteigerung keinen Käufer finden.
- Verfahren, wenn der Schuldner gepfändete Gegenstände nicht abholt.
Wen betrifft diese Vorschrift?
- Die Abgabenbehörde.
- Abgabenschuldner, deren Sachen gepfändet wurden.
Was sind die Eckpunkte?
- Die Abgabenbehörde kann eine andere Verwertung als die öffentliche Versteigerung anordnen, wenn dies für alle Beteiligten vorteilhaft ist.
- Ein Antrag auf alternative Verwertung muss spätestens vierzehn Tage vor dem Versteigerungstermin gestellt werden.
- Ein Verkauf aus freier Hand erfordert eine Sicherheitsleistung und die Zusage des Käufers, den Kaufpreis zu zahlen.
- Gegenstände, die bei einer Versteigerung keinen Käufer finden, dürfen bei einer alternativen Verwertung nicht unter die Hälfte des Schätzwertes verkauft werden (Ausnahme: Gold- und Silbersachen nicht unter Metallwert).
- Nicht verkaufte Gegenstände müssen vom Abgabenschuldner innerhalb von zwei Wochen abgeholt werden, nachdem er schriftlich dazu aufgefordert wurde und die entstandenen Kosten bezahlt hat.
- Werden die Gegenstände nicht abgeholt oder die Kosten nicht bezahlt, können sie auch zu einem Preis unter der Hälfte des Schätzwertes verkauft oder, falls dies auch scheitert, vernichtet werden.
Bildungsrecht
Gesetzestext
Gesetzestext
RIS Dokument KurztitelAbgabenexekutionsordnung KundmachungsorganBGBl. Nr. 104/1949 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 104/2019Bundesgesetzblatt Nr. 104 aus 1949, zuletzt geändert durch Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 104 aus 2019, TypBG §/Artikel/AnlageParagraph/Artikel/Anlage§ 50Paragraph 50 Inkrafttretensdatum01.07.2020 AbkürzungAbgEO Index32/01 Finanzverfahren, allgemeines Abgabenrecht Text§ 50.Paragraph 50,
Hinsichtlich der Sicherheitsleistung sind die Bestimmungen des § 40 sinngemäß anzuwenden.Die Abgabenbehörde kann, wenn dies allen Beteiligten offenbar zum Vorteile gereicht, auf Antrag des Abgabenschuldners oder von Amts wegen anordnen, daß die gepfändeten Sachen, die nicht zu den im Paragraph 38, bezeichneten Gegenständen gehören und hinsichtlich deren auch kein Übernahmsantrag nach Paragraph 40, vorliegt, in anderer Weise als durch öffentliche Versteigerung verwertet werden; doch muß der Antrag spätestens vierzehn Tage vor dem Versteigerungstermin gestellt werden. Der Verkauf aus freier Hand darf überdies nur gegen entsprechende Sicherheitsleistung und bei Zusicherung des namhaft gemachten Käufers, den bestimmten Kaufpreis zu bezahlen, angeordnet werden.
Wird die Sicherheit erlegt, so ist der Versteigerungstermin abzusetzen. Hinsichtlich der Sicherheitsleistung sind die Bestimmungen des Paragraph 40, sinngemäß anzuwenden.
SchlagworteFreihandverkauf Zuletzt aktualisiert am31.10.2019 Gesetzesnummer10003825 DokumentnummerNOR40218080