Amtliche Quellenris.bka.gv.at · EUR-Lex
Europaius

1. Tierhaltungsverordnung

Worum geht es in dieser Vorschrift?

Dieses Gesetz regelt eine Tierhaltererklärung für Schweinebetriebe, die der Evaluierung und Optimierung der Tierhaltung dient, insbesondere im Hinblick auf Schwanz- und Ohrverletzungen. Es ist ein Bestandteil des einzelbetrieblichen, kontinuierlichen Verbesserungsprozesses.

Für wen: Tierhalter von Schweinebetrieben; Tierärzte und Berater (freiwillig).

Fristen:

  • Die Tierhaltererklärung ist 12 Monate gültig.

Auf einen Blick

Land
Österreich
Rechtsgebiet
Sonstige Rechtsvorschriften
Quelle
ris.bka.gv.at
Text abgerufen
Erklärung aktualisiert

Was regelt diese Vorschrift?

  • Die Erhebung von Schwanz- und Ohrverletzungen in verschiedenen Produktionsstufen von Schweinen.
  • Die Durchführung einer standardisierten Risikoanalyse zur Verringerung des Risikos von Schwanzbeißen.
  • Die Notwendigkeit des Schwanzkürzens bei Schweinen unter bestimmten Bedingungen.
  • Die Haltung einer unkupierten Kontrollgruppe von Schweinen.

Wen betrifft diese Vorschrift?

  • Tierhalter von Schweinebetrieben.
  • Tierärzte und Berater (freiwillig).

Was sind die Eckpunkte?

  • Die Tierhaltererklärung ist 12 Monate gültig.
  • Schwanz- und Ohrverletzungen müssen in den Produktionsstufen Saugferkel, Absetzferkel, Jungsauen/Jungeber und Mastschweine erfasst werden.
  • Eine standardisierte Risikoanalyse muss abgeschlossen werden und umfasst Bereiche wie Tierbeobachtung, Beschäftigungsmaterial, Stallklima, Tiergesundheit, Ernährung, Buchtstruktur/Sauberkeit und Wettbewerb um Ressourcen.
  • Das Kürzen der Schwänze ist unerlässlich, wenn im Vorjahr in bestimmten Produktionsstufen Schwanz-/Ohrverletzungen bei über 2% der Tiere aufgetreten sind oder eine entsprechende gültige Tierhalter-Erklärung eines Fremdbetriebs vorliegt.
  • Es muss eine unkupierte Kontrollgruppe gehalten werden, die mindestens acht unkupierte Tiere umfasst und dauerhaft gekennzeichnet ist.

Sonstige Rechtsvorschriften

8

Sonstige Rechtsvorschriften

Gesetzestext

Gesetzestext

RIS Dokument Kurztitel1. Tierhaltungsverordnung KundmachungsorganBGBl. II Nr. 485/2004 zuletzt geändert durch BGBl. II Nr. 296/2022Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 485 aus 2004, zuletzt geändert durch Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 296 aus 2022, TypVrömisch fünf §/Artikel/AnlageParagraph/Artikel/AnlageAnl. 5AAnlage 5 A Inkrafttretensdatum01.01.2023 Index86/01 Veterinärrecht allgemein TextAnhang ATierhaltererklärungzur Evaluierung und Optimierung der Haltungals Bestandteil des einzelbetrieblichen, kontinuierlichen Verbesserungsprozesses(Gültigkeit: 12 Monate)Betrieb: _______________________________________________ Anschrift: _______________________________________________ _______________________________________________ LFBIS Nr.: _______________________________________________ Teilnahme am Tiergesundheitsdienst: □ Ja □ Nein In meinem Schweinebetrieb gibt es die folgenden Tierkategorien: □ Zuchtsauen mit Saugferkel □ Absetzferkel □ Jungsauen, Jungeber □ Mastschweine 1. Ergebnis der Erhebung von Schwanz- und Ohrverletzungen:

In meinem Betrieb sind Schwanz-/Ohrverletzungen in folgenden Produktionsstufen aufgetreten: □ Saugferkel im Ausmaß von __% □ Absetzferkel im Ausmaß von __% □ Jungsauen, Jungeber im Ausmaß von __% □ Mastschweine im Ausmaß von __% 2. In meinem Schweinebetrieb wurde eine standardisierte Risikoanalyse nach den Vorgaben der Leitlinie „Risikoanalyse und Optimierungsmaßnahmen zur Verringerung des Risikos von Schwanzbeißen bei Schweinen“ abgeschlossen. Diese umfasst alle unten angeführten Bereiche.

Optimierungsbedarf:

Tierbeobachtung und Maßnahmen □ Beschäftigungsmaterial □ Stallklima □ Tiergesundheit □ Ernährung □ Struktur uns Sauberkeit der Bucht □ Wettbewerb um Ressourcen (Platzangebot, Haltung) □ □ Geeignete Optimierungsmaßnahmen werden/wurden eingeleitet. □ Art der eingeleiteten Optimierungsmaßnahmen: ___________________________________________________ ___________________________________________________ □ Teilnahme an einem TGD-Programm im Sinne des Punktes 2.11.3. der Anlage 5 der 1. Tierhaltungsverordnung □ Ja □ Nein 3. In meinem Schweinebetrieb ist für den Gesamtbestand das Kürzen der Schwänze derzeit unerlässlich, da

a)in meinem Betrieb Schwanz-/Ohrverletzungen in folgenden Produktionsstufen aufgetreten sind (jeweils > 2% der Tiere im Vorjahr): □ Saugferkel □ Absetzferkel □ Jungsauen, Jungeber □ Mastschweine und/oder
b)aus einem/mehreren Fremdbetrieb/en die Unerlässlichkeit dargelegt wurde, (eine/mehrere) entsprechende gültige Tierhalter-Erklärung/en liegt/liegen vor.
4.□ In meinem Schweinebestand wird seit _______ eine unkupierte Kontrollgruppe gehalten.
5.□ In meinem Schweinebestand werde ich gemäß Punkt 2.11.1.3. Anlage 5 der 1. Tierhaltungsverordnung ab ________ nachweislich eine unkupierte Kontrollgruppe halten (Zu diesem Zeitpunkt wird eine Bucht mit mindestens acht unkupierten Tieren belegt; unkupierte Schweine werden dauerhaft zB über eine farbige Markierung der Ohrmarke gekennzeichnet).

Ort, Datum ______________________________________ Unterschrift Tierhalter/in ______________________________________ Unterschrift Tierarzt/Tierärztin* ______________________________________ Unterschrift Berater/in* ______________________________________ * Die Unterschrift durch den/die Tierhalter/in ist verpflichtend, die Bestätigung durch den Tierarzt/Berater, die Tierärztin/Beraterin ist freiwillig.“ Zuletzt aktualisiert am03.08.2022 Gesetzesnummer20003820 DokumentnummerNOR40246551

KI-Erklärung auf Basis des amtlichen Gesetzestextes. Orientierend, ersetzt keine Rechtsberatung.