Kurz gesagt
Dieses Abkommen zwischen Österreich und den USA soll die Zusammenarbeit bei der Bekämpfung internationaler Steuerhinterziehung verbessern und die Umsetzung des US-Gesetzes FATCA erleichtern. Es zielt darauf ab, Meldepflichten für Finanzinstitute zu regeln und Probleme bei der Einhaltung von FATCA zu lösen.
Was es regelt
- Die Zusammenarbeit zwischen Österreich und den USA zur Bekämpfung internationaler Steuerhinterziehung.
- Die erleichterte Umsetzung des US-Gesetzes Foreign Account Tax Compliance Act (FATCA) in Österreich.
- Meldepflichten für Finanzinstitute bezüglich bestimmter Konten.
- Den Informationsaustausch in Steuersachen zwischen den beiden Ländern.
Wen es betrifft
- Die Republik Österreich und die Vereinigten Staaten von Amerika.
- Österreichische Finanzinstitute, die von den Meldepflichten des FATCA betroffen sind.
Eckpunkte
- Das Abkommen ist am 9. Dezember 2014 in Kraft getreten.
- Es basiert auf direkten Meldungen österreichischer Finanzinstitute an den US Internal Revenue Service.
- Der Informationsaustausch erfolgt ergänzend auf Ersuchen gemäß dem Doppelbesteuerungsabkommen.
- Vertraulichkeit und Schutzvorkehrungen, einschließlich der Beschränkung der Verwendung ausgetauschter Informationen, sind vorgesehen.
📄 Gesetzestext
RIS Dokument KurztitelAbkommen über die Zusammenarbeit für eine erleichterte Umsetzung von FATCA (USA)
KundmachungsorganBGBl. III Nr. 16/2015Bundesgesetzblatt Teil 3, Nr. 16 aus 2015,
TypVertrag - USA
§/Artikel/AnlageParagraph/Artikel/Anlage§ 0Paragraph 0
Inkrafttretensdatum09.12.2014
Unterzeichnungsdatum29.04.2014
Index39/06 Rechts- und Amtshilfe
LangtitelAbkommen zwischen der Republik Österreich und den Vereinigten Staaten von Amerika über die Zusammenarbeit für eine erleichterte Umsetzung von FATCA
StF: BGBl. III Nr. 16/2015 (NR: GP XXV RV 262 VV S. 46. BR: AB 9253 S. 834.)
SprachenDeutsch, Englisch
RatifikationstextDie Mitteilung gemäß Art. 10 Abs. 1 des Abkommens wurde am 9. Dezember 2014 abgegeben; das Abkommen ist daher gemäß seinem Art. 10 Abs. 1 mit 9. Dezember 2014 in Kraft getretenDie Mitteilung gemäß Artikel 10, Absatz eins, des Abkommens wurde am 9. Dezember 2014 abgegeben; das Abkommen ist daher gemäß seinem Artikel 10, Absatz eins, mit 9. Dezember 2014 in Kraft getreten
Präambel/PromulgationsklauselDer Nationalrat hat beschlossen:
Der Abschluss des gegenständlichen Staatsvertrages wird gemäß Art. 50 Abs. 1 Z 1 B-VG genehmigt.Der Abschluss des gegenständlichen Staatsvertrages wird gemäß Artikel 50, Absatz eins, Ziffer eins, B-VG genehmigt.
In Erwägung, dass die Republik Österreich und die die Vereinigten Staaten von Amerika (jede einzeln als „Partei“ bezeichnet und gemeinsam als die „Parteien“ bezeichnet) bestrebt sind, die zwischen ihnen bestehenden Beziehungen im Bereich der Amtshilfe in Steuersachen zu verstärken und ein Abkommen zur Verbesserung ihrer Zusammenarbeit bei der Bekämpfung internationaler Steuerhinterziehung abzuschließen;
In Erwägung, dass Artikel 25 des am 31. Mai 1996 zwischen der Republik Österreich und den Vereinigten Staaten von Amerika unterzeichneten Abkommens zur Vermeidung der Doppelbesteuerung und zur Verhinderung der Steuerumgehung auf dem Gebiete der Steuern vom Einkommen1 („Doppelbesteuerungsabkommen“) in seiner geltenden Fassung den Informationsaustausch in Steuersachen vorsieht;
In Erwägung, dass die Vereinigten Staaten von Amerika allgemein als Foreign Account Tax Compliance Act („FATCA“) bekannte Bestimmungen in Kraft gesetzt haben, die für Finanzinstitute Meldepflichten betreffend bestimmte Konten einführen;
In Erwägung, dass die Vereinigten Staaten von Amerika allgemein als Foreign Account Tax Compliance Act („FATCA“) bekannte Bestimmungen in Kraft gesetzt haben, die für Finanzinstitute Meldepflichten betreffend bestimmte Konten einführen;
In Erwägung, dass die Republik Österreich das dem FATCA zugrundeliegende politische Ziel der Förderung der Steuerehrlichkeit unterstützt;
In Erwägung, dass FATCA mehrere Probleme aufgeworfen hat, einschließlich derjenigen, dass österreichische Finanzinstitute aufgrund innerstaatlicher rechtlicher Beschränkungen nicht in der Lage sein könnten, bestimmte Verpflichtungen von FATCA zu erfüllen;
In Erwägung, dass eine zwischenstaatliche Zusammenarbeit zur vereinfachten Umsetzung von FATCA solche Probleme lösen und die Belastung für österreichische Finanzinstitute herabsetzen würde;
In Erwägung, dass die Parteien den Wunsch haben, ein Abkommen zur erleichterten Umsetzung von FATCA abzuschließen, das auf der Grundlage von direkten Meldungen durch österreichische Finanzinstitute an den US Internal Revenue Service, ergänzt durch einen Informationsaustausch auf Ersuchen gemäß dem Doppelbesteuerungsabkommen und vorbehaltlich der darin vorgesehenen Vertraulichkeit und sonstiger Schutzvorkehrungen, einschließlich der Bestimmungen, die die Verwendung der nach dem Doppelbesteuerungsabkommen ausgetauschten Informationen einschränken, beruht;
haben die Parteien Folgendes vereinbart:
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1 Kundgemacht in BGBl. III Nr. 6/1998.1 Kundgemacht in Bundesgesetzblatt Teil 3, Nr. 6 aus 1998,.
Zuletzt aktualisiert am25.03.2025
Gesetzesnummer20009087
DokumentnummerNOR40168726
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