1. COVID-19-Justiz-Begleitgesetz
Worum geht es in dieser Vorschrift?
Dieses Gesetz regelt die Unterbrechung von Fristen in gerichtlichen Verfahren aufgrund der COVID-19-Pandemie. Es soll den Gerichtsbetrieb an die außergewöhnlichen Umstände anpassen.
Für wen: Alle Personen, die an gerichtlichen Verfahren beteiligt sind; Gerichte und deren Betrieb.
Auf einen Blick
- Land
- Österreich
- Rechtsgebiet
- Prozessrecht
- Quelle
- ris.bka.gv.at
- Text abgerufen
- Erklärung aktualisiert
Was regelt diese Vorschrift?
- Die Unterbrechung von verfahrensrechtlichen Fristen in gerichtlichen Verfahren.
- Den Neubeginn dieser Fristen.
- Ausnahmen von der Fristenunterbrechung unter bestimmten Bedingungen.
- Die Möglichkeit für Gerichte, neue Fristen festzusetzen.
Wen betrifft diese Vorschrift?
- Alle Personen, die an gerichtlichen Verfahren beteiligt sind.
- Gerichte und deren Betrieb.
Was sind die Eckpunkte?
- Alle verfahrensrechtlichen Fristen, die nach dem Inkrafttreten des Gesetzes beginnen oder noch nicht abgelaufen sind, werden bis zum 30. April 2020 unterbrochen.
- Diese Fristen beginnen am 1. Mai 2020 neu zu laufen.
- Ausgenommen sind Verfahren über die Rechtmäßigkeit eines Freiheitsentzuges (z.B. nach dem Unterbringungsgesetz) und Leistungsfristen.
- Gerichte können Fristen auch nicht unterbrechen oder neue Fristen festsetzen, wenn dies zur Abwendung von Gefahren für Leib und Leben, Sicherheit und Freiheit oder zur Abwehr erheblichen Schadens dringend geboten ist und das öffentliche Interesse nicht überwiegt.
Prozessrecht
Gesetzestext
Gesetzestext
RIS Dokument Kurztitel1. COVID-19-Justiz-Begleitgesetz KundmachungsorganBGBl. I Nr. 16/2020Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 16 aus 2020, TypBG §/Artikel/AnlageParagraph/Artikel/Anlage§ 1Paragraph eins Inkrafttretensdatum22.03.2020 Außerkrafttretensdatum04.04.2020 Abkürzung1. COVID-19-JuBG Index22/04 Sonstiges Zivilprozess, Außerstreitiges Verfahren TextI. Hauptstückrömisch eins. HauptstückVerfahren in bürgerlichen RechtssachenUnterbrechung von Fristen§ 1.Paragraph eins,
Sie beginnen mit 1. Mai 2020 neu zu laufen. Dies gilt nicht für Verfahren, in denen das Gericht über die Rechtmäßigkeit eines aufrechten Freiheitsentzuges nach dem Unterbringungsgesetz, Bundesgesetzblatt Nr. 155 aus 1990,, nach dem Heimaufenthaltsgesetz, Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 11 aus 2004,, nach dem Tuberkulosegesetz, Bundesgesetzblatt Nr. 127 aus 1968,, oder nach dem Epidemiegesetz 1950, Bundesgesetzblatt Nr. 186 aus 1950,, entscheidet, sowie für Leistungsfristen.
Zuletzt aktualisiert am15.04.2020 Gesetzesnummer20011087 DokumentnummerNOR40221457