Abkommen über die Besteuerung von Zinserträgen (Vereinigtes Königreich)
Worum geht es in dieser Vorschrift?
Dieses Abkommen regelt die Besteuerung von Zinserträgen zwischen zwei Vertragsparteien und definiert, wer als „Zahlstelle“ für diese Zinszahlungen gilt. Es legt fest, welche Einrichtungen Zinsen melden müssen und welche Ausnahmen es davon gibt.
Für wen: Wirtschaftsbeteiligte, die Zinsen an wirtschaftliche Eigentümer zahlen oder für diese einziehen; Einrichtungen, die Zinszahlungen zugunsten eines wirtschaftlichen Eigentümers erhalten oder einziehen.
Auf einen Blick
- Land
- Österreich
- Rechtsgebiet
- Steuerrecht
- Quelle
- ris.bka.gv.at
- Text abgerufen
- Erklärung aktualisiert
Was regelt diese Vorschrift?
- Die Definition einer „Zahlstelle“ im Kontext von Zinszahlungen.
- Die Meldepflichten für Wirtschaftsbeteiligte, die Zinsen an bestimmte Einrichtungen zahlen oder für diese einziehen.
- Ausnahmen von der Meldepflicht für bestimmte juristische Personen oder Investmentfonds.
- Die Möglichkeit für bestimmte Einrichtungen, sich als OGAW oder vergleichbare Organismen behandeln zu lassen.
Wen betrifft diese Vorschrift?
- Wirtschaftsbeteiligte, die Zinsen an wirtschaftliche Eigentümer zahlen oder für diese einziehen.
- Einrichtungen, die Zinszahlungen zugunsten eines wirtschaftlichen Eigentümers erhalten oder einziehen.
Was sind die Eckpunkte?
- Eine „Zahlstelle“ ist jeder Wirtschaftsbeteiligte, der Zinsen an einen wirtschaftlichen Eigentümer zahlt oder für diesen einzieht (Artikel 7 Absatz 1).
- Einrichtungen im Hoheitsgebiet einer Vertragspartei, die Zinszahlungen zugunsten eines wirtschaftlichen Eigentümers erhalten, gelten ebenfalls als Zahlstelle, es sei denn, sie sind bestimmte juristische Personen, ihre Gewinne unterliegen der Unternehmensbesteuerung oder sie sind ein zugelassener OGAW (Artikel 7 Absatz 2).
- Zahlt ein Wirtschaftsbeteiligter Zinsen an eine solche Einrichtung, muss er Namen, Anschrift der Einrichtung und den Gesamtbetrag der Zinsen der zuständigen Behörde melden (Artikel 7 Absatz 2).
- Bestimmte juristische Personen sind von der Regelung in Artikel 7 Absatz 2 Buchstabe a ausgenommen, darunter avoin yhtiö (Ay) und kommandiittiyhtiö (Ky) in Finnland sowie handelsbolag (HB) und kommanditbolag (KB) in Schweden (Artikel 7 Absatz 5).
Steuerrecht
Gesetzestext
Gesetzestext
RIS Dokument KurztitelAbkommen über die Besteuerung von Zinserträgen (Vereinigtes Königreich) KundmachungsorganBGBl. III Nr. 135/2005 aufgehoben durch BGBl. III Nr. 236/2017Bundesgesetzblatt Teil 3, Nr. 135 aus 2005, aufgehoben durch Bundesgesetzblatt Teil 3, Nr. 236 aus 2017, TypVertrag – Vereinigtes Königreich §/Artikel/AnlageParagraph/Artikel/AnlageArt. 7Artikel 7 Inkrafttretensdatum01.01.2005 Außerkrafttretensdatum31.12.2016 Index39/03 Doppelbesteuerung BeachteWird ab 1. Juli 2005 angewendet.
TextArtikel 7 Definition der Zahlstelle
Zahlt ein Wirtschaftsbeteiligter Zinsen zugunsten einer solchen im Hoheitsgebiet der anderen Vertragspartei niedergelassenen und gemäß diesem Absatz als Zahlstelle geltenden Einrichtung, oder zieht er für sie Zinsen ein, so teilt er Namen und Anschrift der Einrichtung sowie den Gesamtbetrag der zugunsten dieser Einrichtung gezahlten oder eingezogenen Zinsen der zuständigen Behörde der Vertragspartei, in deren Hoheitsgebiet er niedergelassen ist, mit, welche diese Informationen an die zuständige Behörde der Vertragspartei weiterleitet, in deren Hoheitsgebiet die betreffende Einrichtung niedergelassen ist.
Zuletzt aktualisiert am25.04.2025 Gesetzesnummer20004246 DokumentnummerNOR40068529