Abgabenexekutionsordnung
Worum geht es in dieser Vorschrift?
Dieses Gesetz regelt die Sicherstellung von Abgaben und Abgabenstrafen durch Vollstreckungshandlungen, noch bevor diese rechtskräftig sind oder die Zahlungsfrist abgelaufen ist. Es ermöglicht die Pfändung bestimmter Vermögenswerte, um die spätere Einbringung der Forderungen zu gewährleisten.
Für wen: Personen, die Abgaben oder Abgabenstrafen schulden; Das Finanzamt, welches die Sicherstellungsaufträge ausführt und verwahrt.
Auf einen Blick
- Land
- Österreich
- Rechtsgebiet
- Insolvenz und Vollstreckung
- Quelle
- ris.bka.gv.at
- Text abgerufen
- Erklärung aktualisiert
Was regelt diese Vorschrift?
- Die Anordnung von Vollstreckungshandlungen zur Sicherung von Abgaben und Abgabenstrafen.
- Die Pfändung und Verwahrung beweglicher körperlicher Sachen.
- Die Pfändung grundbücherlich nicht sichergestellter Geldforderungen und Ansprüche auf Herausgabe und Leistung beweglicher körperlicher Sachen.
- Die Überweisung zur Einziehung gepfändeter Forderungen oder Ansprüche unter bestimmten Umständen.
Wen betrifft diese Vorschrift?
- Personen, die Abgaben oder Abgabenstrafen schulden.
- Das Finanzamt, welches die Sicherstellungsaufträge ausführt und verwahrt.
Was sind die Eckpunkte?
- Vollstreckungshandlungen können schon vor Rechtskraft oder Fristablauf angeordnet werden.
- Zur Sicherung sind nur die Pfändung und Verwahrung beweglicher körperlicher Sachen sowie die Pfändung bestimmter Geldforderungen und Ansprüche zulässig.
- Eine Überweisung zur Einziehung ist möglich, wenn die Einbringlichkeit gefährdet wäre oder Regressrechte verloren gingen.
- Eingehende Beträge oder Sachen aus der Einziehung werden vom Finanzamt verwahrt.
- Eine Verrechnung auf Abgabenschulden oder Verwertung der Sachen ist erst nach Eintritt der Vollstreckbarkeit und Wegfall von Einbringungshemmnissen zulässig.
Insolvenz und Vollstreckung
Gesetzestext
Gesetzestext
RIS Dokument KurztitelAbgabenexekutionsordnung KundmachungsorganBGBl. Nr. 104/1949 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/2014Bundesgesetzblatt Nr. 104 aus 1949, zuletzt geändert durch Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 105 aus 2014, TypBG §/Artikel/AnlageParagraph/Artikel/Anlage§ 78Paragraph 78 Inkrafttretensdatum30.12.2014 Außerkrafttretensdatum30.06.2020 AbkürzungAbgEO Index32/01 Finanzverfahren, allgemeines Abgabenrecht TextII. TEIL.römisch zwei. TEIL.Sicherung.§ 78.Paragraph 78,
Wäre mit der Verzögerung der Geltendmachung der gepfändeten Forderung oder des gepfändeten Anspruches eine Gefährdung der Einbringlichkeit oder der Verlust von Regressrechten gegen dritte Personen verbunden, so kann die Überweisung zur Einziehung ausgesprochen werden. Auf Grund der verfügten Einziehung eingehende Beträge oder herausgegebene oder geleistete Sachen sind vom Finanzamt in Verwahrung zu nehmen. Eine Verrechnung auf die Abgabenschulden und eine Verwertung der Sachen ist erst nach Eintritt der Vollstreckbarkeit und Wegfall von Einbringungshemmnissen (Paragraph 230, BAO) zulässig. Paragraph 41 a, bleibt unberührt.
Zuletzt aktualisiert am31.10.2019 Gesetzesnummer10003825 DokumentnummerNOR40166779