11. Staatsvertragsdurchführungsgesetz
Worum geht es in dieser Vorschrift?
Dieses Gesetz regelt das gerichtliche Verfahren zur Entscheidung über bestimmte Anträge, die auf einem anderen Bundesgesetz basieren. Es legt fest, welches Gericht zuständig ist und wie das Verfahren abläuft.
Für wen: Antragsteller, die einen Antrag gemäß § 10 Abs. 4 oder 5 des Bundesgesetzes stellen; Der Bund, der in dem Verfahren die Stellung einer Partei hat.
Auf einen Blick
- Land
- Österreich
- Rechtsgebiet
- Prozessrecht
- Quelle
- ris.bka.gv.at
- Text abgerufen
- Erklärung aktualisiert
Was regelt diese Vorschrift?
- Die Zuständigkeit von Gerichten für Anträge nach § 10 Abs. 4 oder 5 eines anderen Bundesgesetzes.
- Die Form und den Inhalt solcher Anträge.
- Die Beteiligung der Finanzprokuratur im Verfahren.
- Besonderheiten des gerichtlichen Verfahrens.
Wen betrifft diese Vorschrift?
- Antragsteller, die einen Antrag gemäß § 10 Abs. 4 oder 5 des Bundesgesetzes stellen.
- Der Bund, der in dem Verfahren die Stellung einer Partei hat.
Was sind die Eckpunkte?
- Das zuständige Gericht ist das Landes- oder Kreisgericht am Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt des Antragstellers; bei juristischen Personen am Sitz im Inland.
- Gibt es keinen solchen Wohnsitz oder Sitz, ist das Landesgericht für Zivilrechtssachen Wien ausschließlich zuständig.
- Der Antrag muss in zweifacher Ausfertigung eingereicht werden und die Gründe sowie Beweismittel anführen.
- Die Verhandlung und Entscheidung in erster Instanz obliegt einem Einzelrichter und ist öffentlich, kann aber zum Schutz von Geschäfts- oder Betriebsgeheimnissen ausgeschlossen werden.
Prozessrecht
Gesetzestext
Gesetzestext
RIS Dokument Kurztitel11. Staatsvertragsdurchführungsgesetz KundmachungsorganBGBl. Nr. 195/1962Bundesgesetzblatt Nr. 195 aus 1962, TypBG §/Artikel/AnlageParagraph/Artikel/Anlage§ 11Paragraph 11 Inkrafttretensdatum01.09.1962 Außerkrafttretensdatum28.02.1993 Index13/01 Staatsvertragsdurchführung Text§ 11.Paragraph 11,
1.Ziffer eins Die Verhandlung und Entscheidung in erster Instanz obliegt dem Einzelrichter.
2.Ziffer 2 Die Verhandlung ist öffentlich. Das Gericht kann jedoch die Öffentlichkeit ausschließen, wenn dies zur Wahrung von Geschäfts- oder Betriebsgeheimnissen notwendig erscheint.
3.Ziffer 3 Die Vorschriften der Zivilprozeßordnung über den Beweis sind sinngemäß anzuwenden.
4.Ziffer 4 Die Verweisung auf den Rechtsweg ist unzulässig.
5.Ziffer 5 Das Rechtsmittel der Vorstellung ist unzulässig.
6.Ziffer 6 Der Rekurs an den Obersten Gerichtshof ist aus dem Rekursgrund der unrichtigen rechtlichen Beurteilung der Sache auch gegen eine bestätigende Entscheidung des Oberlandesgerichtes zulässig. Auf einen solchen Rekurs ist die Bestimmung des § 10 des Gesetzes über das gerichtliche Verfahren in Rechtsangelegenheiten außer Streitsachen nicht anzuwenden.Der Rekurs an den Obersten Gerichtshof ist aus dem Rekursgrund der unrichtigen rechtlichen Beurteilung der Sache auch gegen eine bestätigende Entscheidung des Oberlandesgerichtes zulässig. Auf einen solchen Rekurs ist die Bestimmung des Paragraph 10, des Gesetzes über das gerichtliche Verfahren in Rechtsangelegenheiten außer Streitsachen nicht anzuwenden.
SchlagworteLandesgericht, Geschäftsgeheimnis, Zuständigkeitsregelung Zuletzt aktualisiert am26.03.2025 Gesetzesnummer10000369 DokumentnummerNOR12006199 alte DokumentnummerN11962128140