Kurz gesagt
Dieses Gesetz regelt den Verkauf von Vermögenswerten, Rechten und Interessen, die aufgrund eines Staatsvertrages in das Eigentum der Republik Österreich übergegangen sind. Es legt fest, unter welchen Bedingungen und mit welchen Zustimmungen diese Veräußerungen erfolgen dürfen.
Was es regelt
- Den Verkauf von Vermögenswerten, Rechten und Interessen, die der Republik Österreich gehören.
- Die Notwendigkeit der Zustimmung des Hauptausschusses des Nationalrates bei bestimmten Verkaufspreisen.
- Die öffentliche Bekanntmachungspflicht vor einer Veräußerung.
- Die Anwendung dieser Regeln auf Unternehmen, Betriebe und Betriebsstätten unter öffentlicher Verwaltung.
Wen es betrifft
- Den Bundesminister für Finanzen, der für die Veräußerungen zuständig ist.
- Den Hauptausschuss des Nationalrates, der Zustimmungs- und Berichtspflichten hat.
Eckpunkte
- Der Bundesminister für Finanzen kann Vermögenswerte, Rechte und Interessen veräußern, die aufgrund des Staatsvertrages, BGBl. Nr. 152/1955, in das Eigentum der Republik Österreich übergegangen sind.
- Übersteigt der Preis im Einzelfall zehn Millionen Schilling, bedarf die Veräußerung der vorausgehenden Zustimmung des Hauptausschusses des Nationalrates.
- Eine Aufforderung zur Anbotstellung muss wenigstens sechs Wochen vorher öffentlich bekannt gemacht werden.
- Die Bestimmungen gelten nicht für Vermögenswerte, die unter die Verstaatlichungsgesetze vom 26. Juli 1946, BGBl. Nr. 168 und vom 26. März 1947, BGBl. Nr. 81/1947 fallen.
📄 Gesetzestext
RIS Dokument Kurztitel1. Staatsvertragsdurchführungsgesetz
KundmachungsorganBGBl. Nr. 165/1956 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/1997Bundesgesetzblatt Nr. 165 aus 1956, zuletzt geändert durch Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 119 aus 1997,
TypBG
§/Artikel/AnlageParagraph/Artikel/Anlage§ 47Paragraph 47
Inkrafttretensdatum29.10.1997
Außerkrafttretensdatum31.12.2001
Index13/01 Staatsvertragsdurchführung
TextV. Schlußbestimmungen.römisch fünf. Schlußbestimmungen.Verwertung.§ 47.Paragraph 47,
(1)Absatz eins,Der Bundesminister für Finanzen kann Vermögenschaften, Rechte und Interessen, die auf Grund des Staatsvertrages, BGBl. Nr. 152/1955, in das Eigentum der Republik Österreich übergegangen sind, veräußern.Der Bundesminister für Finanzen kann Vermögenschaften, Rechte und Interessen, die auf Grund des Staatsvertrages, Bundesgesetzblatt Nr. 152 aus 1955,, in das Eigentum der Republik Österreich übergegangen sind, veräußern.
(2)Absatz 2,Die Veräußerung bedarf, wenn der Preis im Einzelfall zehn Millionen Schilling übersteigt, der vorausgehenden Zustimmung des Hauptausschusses des Nationalrates; über die anderen durchgeführten Veräußerungen hat der Bundesminister für Finanzen vierteljährlich dem Hauptausschuß des Nationalrates zu berichten.
(3)Absatz 3,Eine Veräußerung gemäß Abs. 1 darf nur vorgenommen werden, wenn eine Aufforderung zur Anbotstellung wenigstens sechs Wochen vorher öffentlich bekannt gemacht wurde.Eine Veräußerung gemäß Absatz eins, darf nur vorgenommen werden, wenn eine Aufforderung zur Anbotstellung wenigstens sechs Wochen vorher öffentlich bekannt gemacht wurde.
(4)Absatz 4,Die Abs. 1 bis 3 gelten sinngemäß für die Veräußerung eines Unternehmens, eines Betriebes und einer Betriebsstätte, wenn das Unternehmen oder der Betrieb unter öffentlicher Verwaltung steht und die Veräußerung durch den öffentlichen Verwalter erfolgt. Die Abs. 1 bis 3 gelten ferner, wenn sonstige unter öffentlicher Verwaltung stehende Vermögenswerte, die nicht zu einem Unternehmen oder Betrieb gehören, durch den öffentlichen Verwalter veräußert werden.Die Absatz eins bis 3 gelten sinngemäß für die Veräußerung eines Unternehmens, eines Betriebes und einer Betriebsstätte, wenn das Unternehmen oder der Betrieb unter öffentlicher Verwaltung steht und die Veräußerung durch den öffentlichen Verwalter erfolgt. Die Absatz eins bis 3 gelten ferner, wenn sonstige unter öffentlicher Verwaltung stehende Vermögenswerte, die nicht zu einem Unternehmen oder Betrieb gehören, durch den öffentlichen Verwalter veräußert werden.
(5)Absatz 5,Die Bestimmungen der Abs. 1 bis 3 beziehen sich nicht auf Vermögenswerte, die unter die Bestimmungen des Verstaatlichungsgesetzes vom 26. Juli 1946, BGBl. Nr. 168 und des 2. Verstaatlichungsgesetzes vom 26. März 1947, BGBl. Nr. 81/1947 fallen.Die Bestimmungen der Absatz eins bis 3 beziehen sich nicht auf Vermögenswerte, die unter die Bestimmungen des Verstaatlichungsgesetzes vom 26. Juli 1946, BGBl. Nr. 168 und des 2. Verstaatlichungsgesetzes vom 26. März 1947, Bundesgesetzblatt Nr. 81 aus 1947, fallen.
Anmerkungvgl. § 3 Abs. 1 und 4 des 5. Staatsvertragsdurchführungsgesetzes, BGBl. Nr. 16/1958vergleiche Paragraph 3, Absatz eins und 4 des 5. Staatsvertragsdurchführungsgesetzes, Bundesgesetzblatt Nr. 16 aus 1958,
SchlagworteBGBl. Nr. 168/1946Bundesgesetzblatt Nr. 168 aus 1946,
Zuletzt aktualisiert am26.03.2025
Gesetzesnummer10000285
DokumentnummerNOR12016338
alte DokumentnummerN1199749329L
KI-Erklärung auf Basis des amtlichen Gesetzestextes. Orientierend, ersetzt keine Rechtsberatung.