Kurz gesagt
Dieses Gesetz regelt die Bürgschaftsverpflichtungen von Verbänden im Zusammenhang mit dem Carnet A.T.A. für die vorübergehende Einfuhr von Waren. Es legt fest, wer für die Zahlung von Einfuhrabgaben und anderen Beträgen haftet, wenn die Bedingungen für die vorübergehende Einfuhr nicht erfüllt werden.
Was es regelt
- Die Verpflichtungen von bürgenden Verbänden gegenüber den Zollbehörden.
- Die Haftung für Einfuhrabgaben und sonstige Beträge bei Nichteinhaltung der Bedingungen für die vorübergehende Einfuhr.
- Fälle, in denen Zollbehörden keine Zahlungen mehr von bürgenden Verbänden verlangen können.
- Fristen für die Geltendmachung von Ansprüchen gegenüber bürgenden Verbänden.
Wen es betrifft
- Bürgende Verbände, die ihren Sitz in einem Land haben.
- Personen, die Waren unter Verwendung eines Carnet A.T.A. vorübergehend einführen.
Eckpunkte
- Jeder bürgende Verband verpflichtet sich gegenüber den Zollbehörden seines Landes zur Entrichtung von Einfuhrabgaben und sonstigen Beträgen.
- Der bürgende Verband haftet solidarisch mit den Personen, die die Beträge schulden.
- Der bürgende Verband ist nicht verpflichtet, einen die Einfuhrabgaben um mehr als 10 vom Hundert übersteigenden Betrag zu entrichten.
- Ansprüche gegen den bürgenden Verband müssen innerhalb eines Jahres ab Ablauf der Gültigkeitsdauer des Carnet geltend gemacht werden.
📄 Gesetzestext
RIS Dokument KurztitelA. T. A. Abkommen – Zollabkommen über das Carnet A. T. A. für die vorübergehende Einfuhr von Waren
KundmachungsorganBGBl. Nr. 239/1963Bundesgesetzblatt Nr. 239 aus 1963,
TypVertrag – Multilateral
§/Artikel/AnlageParagraph/Artikel/AnlageArt. 6Artikel 6
Inkrafttretensdatum21.08.1963
Index39/04 Zollabkommen
BeachteAnlage A des Übereinkommens über die vorübergehende Verwendung, BGBl. III Nr. 37/1997, setzt mit ihrem Inkrafttreten in den Beziehungen zwischen den Vertragsparteien, die diese Anlage angenommen haben und die Vertragsparteien dieses Übereinkommens sind, außer Kraft und tritt an dessen Stelle, vgl. Art. 19 Anlage A, BGBl. III Nr. 37/1997.Anlage A des Übereinkommens über die vorübergehende Verwendung, Bundesgesetzblatt Teil 3, Nr. 37 aus 1997,, setzt mit ihrem Inkrafttreten in den Beziehungen zwischen den Vertragsparteien, die diese Anlage angenommen haben und die Vertragsparteien dieses Übereinkommens sind, außer Kraft und tritt an dessen Stelle, vergleiche Artikel 19, Anlage A, Bundesgesetzblatt Teil 3, Nr. 37 aus 1997,.
TextKAPITEL IV.KAPITEL römisch vier.Bürgschaft.Artikel 6.1.Ziffer eins Jeder bürgende Verband verpflichtet sich gegenüber den Zollbehörden des Landes, in dem er seinen Sitz hat, zur Entrichtung der Eingangsabgaben und der sonstigen Beträge, die bei Nichterfüllung der für die vorübergehende Einfuhr oder die Anweisung geltenden Bedingungen für Waren zu zahlen sind, die unter Verwendung eines vom zuständigen ausgebenden Verband ausgestellten Carnet A. T. A. in dieses Land eingeführt werden. Er haftet mit den Personen, die die vorgenannten Beträge schulden, solidarisch für die Entrichtung dieser Beträge.
2.Ziffer 2 Der bürgende Verband ist nicht verpflichtet, einen die Eingangsabgaben um mehr als 10 vom Hundert übersteigenden Betrag zu entrichten.
3.Ziffer 3 Haben die Zollbehörden des Einfuhrlandes ein Carnet A. T. A. für bestimmte Waren vorbehaltlos erledigt, so können sie vom bürgenden Verband für diese Waren die Entrichtung der in Absatz 1 erwähnten Beträge nicht mehr verlangen. Dagegen kann eine aus der Bürgschaftsleistung hergeleitete Forderung dem bürgenden Verband gegenüber noch geltend gemacht werden, wenn nachträglich festgestellt wird, daß die Erledigung des Carnet nicht ordnungsmäßig oder auf betrügerische Weise erwirkt worden ist oder daß die für die vorübergehende Einfuhr oder die Anweisung geltenden Bestimmungen verletzt worden sind.
4.Ziffer 4 Die Zollbehörden können die Entrichtung der in Absatz 1 genannten Beträge vom bürgenden Verband nicht mehr verlangen, wenn ein solcher Anspruch nicht innerhalb eines Jahres vom Ablauf der Gültigkeitsdauer des Carnet an bei diesem Verband geltend gemacht worden ist.
Zuletzt aktualisiert am22.01.2026
Gesetzesnummer10005087
DokumentnummerNOR12044366
alte DokumentnummerN3196326517L
KI-Erklärung auf Basis des amtlichen Gesetzestextes. Orientierend, ersetzt keine Rechtsberatung.