Kurz gesagt
Dieses Gesetz regelt die Beilegung von Streitigkeiten, die sich aus Investitionen zwischen einer Vertragspartei und einem Investor der anderen Vertragspartei ergeben. Es legt Verfahren fest, wie solche Investitionsstreitigkeiten beigelegt werden können, wenn eine freundschaftliche Lösung nicht möglich ist.
Was es regelt
- Die freundschaftliche Beilegung von Investitionsstreitigkeiten.
- Verfahren zur Beilegung von Investitionsstreitigkeiten, wenn eine freundschaftliche Lösung scheitert.
- Die Anerkennung und Durchsetzung von Schiedssprüchen.
- Den Verzicht auf bestimmte Einwände im Rahmen von Schiedsverfahren.
Wen es betrifft
- Vertragsparteien (Staaten) und Investoren der anderen Vertragspartei.
- Investoren, die Entschädigungen aufgrund von Garantien erhalten haben.
Eckpunkte
- Streitigkeiten sollen zuerst so weit wie möglich freundschaftlich beigelegt werden.
- Wenn eine Streitigkeit nicht innerhalb von drei Monaten nach schriftlicher Mitteilung beigelegt werden kann, kann sie einem Vergleichs- oder Schiedsverfahren unterworfen werden.
- Mögliche Verfahren sind das Internationale Zentrum zur Beilegung von Investitionsstreitigkeiten (ICSID) oder ein Schiedsverfahren nach den UNCITRAL Schiedsregeln.
- Schiedssprüche sind endgültig und bindend und werden nach innerstaatlichem Recht vollstreckt.
📄 Gesetzestext
RIS Dokument KurztitelAbkommen über die Förderung und den Schutz von Investitionen (Mongolei)
KundmachungsorganBGBl. III Nr. 66/2002Bundesgesetzblatt Teil 3, Nr. 66 aus 2002,
§/Artikel/AnlageParagraph/Artikel/AnlageArt. 8Artikel 8
Inkrafttretensdatum01.05.2002
TextARTIKEL 8Beilegung von Investitionsstreitigkeiten(1)Absatz eins,Jede Streitigkeit aus einer Investition zwischen einer Vertragspartei und einem Investor der anderen Vertragspartei wird, so weit wie möglich, zwischen den Streitparteien freundschaftlich beigelegt.
(2)Absatz 2,Kann eine Streitigkeit im Sinne von Absatz 1 nicht innerhalb von drei Monaten ab einer schriftlichen Mitteilung hinreichend bestimmter Ansprüche beigelegt werden, wird die Streitigkeit auf Antrag der Vertragspartei oder des Investors der anderen Vertragspartei folgenden Verfahren unterworfen, und zwar entweder:
a)Litera a
einem Vergleichs- oder Schiedsverfahren vor dem Internationalen Zentrum zur Beilegung von Investitionsstreitigkeiten, das auf Grund des Übereinkommens zur Beilegung von Investitionsstreitigkeiten zwischen Staaten und Staatsangehörigen anderer Staaten *), aufgelegt zur Unterzeichnung in Washington am 18. März 1965, eingerichtet wurde. Im Falle eines Schiedsverfahrens stimmt jede Vertragspartei auch ohne Vorliegen einer individuellen Schiedsvereinbarung zwischen der Vertragspartei und dem Investor durch dieses Abkommen unwiderruflich im vorhinein zu, jede derartige Streitigkeit diesem Zentrum zu unterbreiten und den Schiedsspruch als bindend anzuerkennen. Diese Zustimmung beinhaltet den Verzicht auf das Erfordernis, daß die innerstaatlichen Verwaltungs- oder Gerichtsverfahren erschöpft worden sind; oder
b)Litera b
einem Schiedsverfahren durch drei Schiedsrichter in Übereinstimmung mit den UNCITRAL Schiedsregeln in der jeweils zum Zeitpunkt des Verlangens nach Einleitung des Schiedsverfahrens nach der letzten von beiden Vertragsparteien angenommenen Abänderung geltenden Fassung. Die Vertragspartei unterwirft sich dem Schiedsgericht auch für den Fall, daß keine Schiedsvereinbarung besteht.
(3)Absatz 3,Der Schiedsspruch ist endgültig und bindend; er wird nach innerstaatlichem Recht vollstreckt; jede Vertragspartei stellt die Anerkennung und Durchsetzung des Schiedsspruches in Übereinstimmung mit ihren einschlägigen Rechtsvorschriften sicher.
(4) Eine Vertragspartei, die Streitpartei ist, macht in keinem Stadium des Vergleichs- oder Schiedsverfahrens oder der Durchsetzung eines Schiedsspruchs als Einwand geltend, daß der Investor, der die andere Streitpartei bildet, auf Grund einer Garantie bezüglich aller oder Teile seiner Verluste eine Entschädigung erhalten habe.
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*) Kundgemacht in BGBl. Nr. 357/1971*) Kundgemacht in Bundesgesetzblatt Nr. 357 aus 1971,
KI-Erklärung auf Basis des amtlichen Gesetzestextes. Orientierend, ersetzt keine Rechtsberatung.