Kurz gesagt
Dieses Gesetz regelt die Beilegung von Streitigkeiten zwischen einem Investor und einer Vertragspartei, die aus Investitionen entstehen. Es legt fest, wie solche Streitigkeiten gelöst werden können, wenn Verhandlungen scheitern.
Was es regelt
- Die bevorzugte Methode zur Beilegung von Streitigkeiten ist die Verhandlung oder Konsultation.
- Es bietet verschiedene Optionen für Investoren, um Streitigkeiten beizulegen, wenn Verhandlungen nicht erfolgreich sind.
- Es legt Fristen und Bedingungen fest, unter denen ein Investor eine Streitigkeit einem Schiedsverfahren unterbreiten kann.
- Es bestimmt die anzuwendenden Schiedsregeln in einem Schiedsverfahren.
Wen es betrifft
- Investoren, die in einer Vertragspartei investiert haben.
- Vertragsparteien, die in eine Streitigkeit mit einem Investor verwickelt sind.
Eckpunkte
- Streitigkeiten sollen zuerst durch Verhandlungen oder Konsultationen beigelegt werden.
- Wenn Verhandlungen scheitern, kann der Investor die Streitigkeit Gerichten, einem vorher vereinbarten Verfahren oder verschiedenen Schiedsgerichten (ICSID, UNCITRAL, Internationale Handelskammer) unterbreiten.
- Eine Streitigkeit kann erst sechs Monate nach dem auslösenden Ereignis einem Schiedsverfahren unterbreitet werden.
- Der Investor muss die Vertragspartei mindestens 60 Tage vorher schriftlich über seine Absicht informieren, ein Schiedsverfahren einzuleiten, und dies nicht später als vier Jahre nach Kenntnisnahme der Ereignisse.
📄 Gesetzestext
RIS Dokument KurztitelAbkommen über die Förderung und den Schutz von Investitionen (Mexiko)
KundmachungsorganBGBl. III Nr. 41/2001Bundesgesetzblatt Teil 3, Nr. 41 aus 2001,
§/Artikel/AnlageParagraph/Artikel/AnlageArt. 11Artikel 11
Inkrafttretensdatum26.03.2001
TextARTIKEL 11Beilegung von Streitigkeiten, Fristen(1)Absatz eins,Derartige Streitigkeiten werden, soweit wie möglich, durch Verhandlungen oder Konsultationen beigelegt. Können sie nicht auf diese Weise beigelegt werden, kann sie der Investor wahlweise
a)Litera a
den zuständigen Gerichten oder Verwaltungsgerichten der an der Streitigkeit beteiligten Vertragspartei;
b)Litera b
gemäß einem anwendbaren, vorher vereinbarten Streitbeilegungsverfahren oder
c)Litera c
in Übereinstimmung mit diesem Artikel
i)Litera i
dem Internationalen Zentrum für die Beilegung von Investitionsstreitigkeiten („Zentrum“), das auf Grund des Übereinkommens zur Beilegung von Investitionsstreitigkeiten zwischen Staaten und Staatsangehörigen anderer Staaten *) („ICSID Convention“) eingerichtet wurde, sofern sowohl die Vertragspartei des Investors als auch die an der Streitigkeit beteiligte Vertragspartei Mitglied der ICSID Convention sind,
ii)Sub-Litera, i, i
dem Zentrum gemäß den Regeln der Zusatzfazilität für die Verwaltung von Verfahren durch das Sekretariat des Zentrums, sofern entweder die Vertragspartei des Investors oder die an der Streitigkeit beteiligte Partei, aber nicht beide Parteien, Mitglied der ICSID Convention sind,
iii)iii
einem Einzelschiedsrichter oder einem Ad-hoc-Schiedsgericht, das auf Grund der Schiedsregeln der Kommission der Vereinten Nationen für Internationales Handelsrecht („UNCITRAL“) eingerichtet wird,
iv)Sub-Litera, i, v
der Internationalen Handelskammer durch einen Einzelschiedsrichter oder ein Ad-hoc-Schiedsgericht gemäß seinen Schiedsregeln
zur Entscheidung unterbreiten.
(2)Absatz 2,Im Schiedsverfahren sind die geltenden Schiedsregeln mit Ausnahme der in diesem Teil verfügten Abänderungen anzuwenden.
(3) Streitigkeiten können dann gemäß Absatz 1 c) zur Entscheidung unterbreitet werden, wenn seit dem Ereignis, auf Grund dessen der Anspruch erhoben wird, sechs Monate vergangen sind und wenn der Investor die an der Streitigkeit beteiligte Vertragspartei mindestens 60 Tage vorher, aber nicht später als vier Jahre nach dem Zeitpunkt, an dem der Investor erstmals von den die Streitigkeit auslösenden Ereignissen Kenntnis erlangte oder erlangen hätte sollen, schriftlich von seiner Absicht, den Anspruch einem Schiedsverfahren zu unterwerfen, in Kenntnis gesetzt hat.
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*) Kundgemacht in BGBl. Nr. 357/1971*) Kundgemacht in Bundesgesetzblatt Nr. 357 aus 1971,
KI-Erklärung auf Basis des amtlichen Gesetzestextes. Orientierend, ersetzt keine Rechtsberatung.