2. Waffengesetz-Durchführungsverordnung
Worum geht es in dieser Vorschrift?
Dieses Gesetz regelt die Verständigungspflicht von Sicherheitsbehörden, wenn Zweifel an der waffenrechtlichen Verlässlichkeit einer Person bestehen, die eine waffenrechtliche Bewilligung besitzt. Es legt fest, welche Umstände als Anhaltspunkte für solche Zweifel gelten.
Für wen: Sicherheitsbehörden und Organe des öffentlichen Sicherheitsdienstes; Personen, die eine waffenrechtliche Bewilligung besitzen.
Auf einen Blick
- Land
- Österreich
- Rechtsgebiet
- Familienrecht
- Quelle
- ris.bka.gv.at
- Text abgerufen
- Erklärung aktualisiert
Was regelt diese Vorschrift?
- Die Pflicht von Sicherheitsbehörden, andere zuständige Behörden zu informieren.
- Welche Verhaltensweisen als Anhaltspunkte für mangelnde waffenrechtliche Verlässlichkeit gelten.
- Die Pflicht der Organe des öffentlichen Sicherheitsdienstes, ihre Behörde zu informieren.
Wen betrifft diese Vorschrift?
- Sicherheitsbehörden und Organe des öffentlichen Sicherheitsdienstes.
- Personen, die eine waffenrechtliche Bewilligung besitzen.
Was sind die Eckpunkte?
- Sicherheitsbehörden müssen andere zuständige Behörden verständigen, wenn sie Zweifel an der waffenrechtlichen Verlässlichkeit einer Person mit Bewilligung haben.
- Anhaltspunkte für Zweifel sind unter anderem: Verhalten, das auf Gewaltbereitschaft schließen lässt (z.B. Einschreiten nach Sicherheitspolizeigesetz oder Strafprozessordnung).
- Auch eine Mitteilung gemäß § 39b Abs. 2 des Unterbringungsgesetzes gilt als Anhaltspunkt.
- Das Führen eines Kraftfahrzeuges mit 1,2 Promille oder mehr Blutalkohol oder 0,6 mg/l oder mehr Atemalkohol ist ein Anhaltspunkt.
- Vergehen nach dem Waffengesetz, insbesondere bei nicht ordnungsgemäßer Verwahrung von Waffen, sind ebenfalls Anhaltspunkte.
Familienrecht
Gesetzestext
Gesetzestext
RIS Dokument Kurztitel2. Waffengesetz-Durchführungsverordnung KundmachungsorganBGBl. II Nr. 313/1998Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 313 aus 1998, TypVrömisch fünf §/Artikel/AnlageParagraph/Artikel/Anlage§ 2Paragraph 2 Inkrafttretensdatum12.09.1998 Außerkrafttretensdatum27.04.2026 Abkürzung2. WaffV Index41/04 Sprengmittel, Waffen, Munition TextVerständigungspflicht§ 2.Paragraph 2,
1.Ziffer eins ein Verhalten, das ein Einschreiten nach dem Sicherheitspolizeigesetz, der Strafprozeßordnung 1975 oder dem Waffengesetz 1996 erforderlich gemacht hat und auf Gewaltbereitschaft schließen läßt;
2.Ziffer 2 ein Verhalten hinsichtlich dessen der Behörde eine Mitteilung gemäß § 39b Abs. 2 des Unterbringungsgesetzes, BGBl. Nr. 155/1990, in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 12/1997, erstattet wurde;ein Verhalten hinsichtlich dessen der Behörde eine Mitteilung gemäß Paragraph 39 b, Absatz 2, des Unterbringungsgesetzes, Bundesgesetzblatt Nr. 155 aus 1990,, in der Fassung des Bundesgesetzes Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 12 aus 1997,, erstattet wurde;
3.Ziffer 3 das Lenken oder Inbetriebnehmen eines Kraftfahrzeuges mit einem Alkoholgehalt des Blutes von 1,2 Promille oder mehr oder einem Alkoholgehalt der Atemluft von 0,6 mg/l oder mehr;
4.Ziffer 4 Übertretungen oder Vergehen nach dem Waffengesetz, insbesondere wenn die Tat mit einer nicht ordnungsgemäßen Verwahrung von Waffen einhergeht.
Zuletzt aktualisiert am17.04.2026 Gesetzesnummer10006074 DokumentnummerNOR12066891 alte DokumentnummerN4199812474O