Abkommen im Bereich der sozialen Sicherheit (Australien)
Worum geht es in dieser Vorschrift?
Dieses Gesetz regelt, wie Vorschüsse und Überzahlungen von Leistungen der sozialen Sicherheit zwischen Österreich und Australien gehandhabt werden, wenn eine Person Leistungen von beiden Ländern erhält. Es stellt sicher, dass zu viel gezahlte Beträge zurückgefordert oder verrechnet werden können.
Für wen: Personen, die Leistungen der sozialen Sicherheit sowohl aus Österreich als auch aus Australien erhalten; Österreichische und australische Träger der sozialen Sicherheit.
Auf einen Blick
- Land
- Österreich
- Rechtsgebiet
- Sozialversicherung
- Quelle
- ris.bka.gv.at
- Text abgerufen
- Erklärung aktualisiert
Was regelt diese Vorschrift?
- Die Rückforderung von Vorschüssen, die ein österreichischer Träger gezahlt hat, wenn eine Nachzahlung einer entsprechenden australischen Leistung fällig ist.
- Die Behandlung von Überzahlungen durch einen österreichischen Träger als Vorschuss.
- Die Verrechnung von australischen Leistungen, wenn eine österreichische Leistung nachträglich gezahlt wird und dies die australische Leistung gekürzt hätte.
- Die Überweisung von Leistungsbeträgen durch den österreichischen Träger an den australischen Träger zur Begleichung von Schulden.
Wen betrifft diese Vorschrift?
- Personen, die Leistungen der sozialen Sicherheit sowohl aus Österreich als auch aus Australien erhalten.
- Österreichische und australische Träger der sozialen Sicherheit.
Was sind die Eckpunkte?
- Wenn ein österreichischer Träger einen Vorschuss gezahlt hat und eine australische Nachzahlung fällig ist, muss der australische Träger den Vorschussbetrag einbehalten und an den österreichischen Träger überweisen.
- Eine Überzahlung durch einen österreichischen Träger, die über die zustehende Leistung hinausgeht, gilt als Vorschuss.
- Wurde eine australische Leistung gezahlt, die bei rechtzeitiger Zahlung einer österreichischen Leistung gekürzt worden wäre, so ist der nicht gezahlte Betrag eine Schuld gegenüber dem Commonwealth von Australien.
- Australien kann diese Schuld von zukünftigen australischen Leistungszahlungen abziehen.
- Hat der österreichische Träger die Leistung noch nicht an die Person gezahlt, kann er auf Ersuchen der australischen Behörde den zur Begleichung der Schuld erforderlichen Betrag an den australischen Träger überweisen.
Sozialversicherung
Gesetzestext
Gesetzestext
RIS Dokument KurztitelAbkommen im Bereich der sozialen Sicherheit (Australien) KundmachungsorganBGBl. III Nr. 22/2017Bundesgesetzblatt Teil 3, Nr. 22 aus 2017, TypVertrag – Australien §/Artikel/AnlageParagraph/Artikel/AnlageArt. 16Artikel 16 Inkrafttretensdatum01.03.2017 Index69/03 Soziale Sicherheit TextArtikel 16Vorschüsse und Überbezüge(1)Absatz eins,Hat ein österreichischer Träger einen Vorschuss gezahlt und ist für denselben Zeitraum eine Nachzahlung einer entsprechenden Leistung nach den australischen Rechtsvorschriften zu gewähren, hat der zuständige australische Träger den als Vorschuss gezahlten Betrag von dieser Nachzahlung einzubehalten und den einbehaltenen Betrag an den österreichischen Träger zu überweisen. Hat ein österreichischer Träger für einen Zeitraum, für den der zuständige australische Träger nachträglich eine entsprechende Leistung zu erbringen hat, eine höhere als die gebührende Leistung gezahlt, so gilt der diese Leistung übersteigende Betrag als Vorschuss im Sinne des ersten Satzes.
Zuletzt aktualisiert am10.02.2025 Gesetzesnummer20009817 DokumentnummerNOR40191368