Kurz gesagt
Diese Verordnung regelt, wie das Marktrisiko von Kapitalanlagefonds berechnet wird, insbesondere durch die Anwendung des Value-at-Risk (VaR)-Ansatzes. Sie legt fest, wie dieser Risikobetrag ermittelt und dokumentiert werden muss.
Was es regelt
- Die Berechnung des zuordenbaren Risikobetrags für das Marktrisiko eines Kapitalanlagefonds.
- Die Verwendung eines Vergleichsvermögens (relativer VaR) oder eines absoluten Wertes (absoluter VaR) für diese Berechnung.
- Die Anforderungen an die Zusammensetzung und Dokumentation des Vergleichsvermögens.
- Die Notwendigkeit von Richtlinien und Dokumentation für die Ermittlung des absoluten VaR.
Wen es betrifft
- Kapitalanlagefonds.
- Kapitalanlagegesellschaften.
Eckpunkte
- Der Risikobetrag für das Marktrisiko eines Kapitalanlagefonds ist standardmäßig auf Basis eines Vergleichsvermögens zu ermitteln (relativer VaR).
- Der zuordenbare Risikobetrag für das Marktrisiko darf maximal das Zweifache des Risikobetrags des zugehörigen Vergleichsvermögens betragen.
- Ist die Ermittlung des Risikobetrags auf Basis eines Vergleichsvermögens nicht möglich, kann ein absoluter VaR ermittelt werden.
- Die Zusammensetzung des Vergleichsvermögens und Änderungen müssen schriftlich und objektiv nachvollziehbar dokumentiert werden.
📄 Gesetzestext
RIS Dokument Kurztitel3. Derivate-Risikoberechnungs- und Meldeverordnung
KundmachungsorganBGBl. II Nr. 169/2008 aufgehoben durch BGBl. II Nr. 266/2011Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 169 aus 2008, aufgehoben durch Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 266 aus 2011,
§/Artikel/AnlageParagraph/Artikel/Anlage§ 4Paragraph 4
Inkrafttretensdatum24.05.2008
Außerkrafttretensdatum31.08.2011
BeachteZum Bezugszeitraum vgl. § 18 Abs. 1.Zum Bezugszeitraum vergleiche Paragraph 18, Absatz eins,
Text3. AbschnittValue-at-Risk (VaR)-ApproachBerechnung des VaR§ 4.Paragraph 4,
(1)Absatz eins,Der zuordenbare Risikobetrag für das Marktrisiko eines Kapitalanlagefonds ist standardmäßig auf Basis eines zugehörigen Vergleichsvermögens zu ermitteln (relativer VaR), falls ein derartiges Vergleichsvermögen in den Fondsbestimmungen sowie im vollständigen und vereinfachten Prospekt des jeweiligen Kapitalanlagefonds angegeben ist. In diesem Fall darf der zuordenbare Risikobetrag für das Marktrisiko eines Kapitalanlagefonds maximal das Zweifache des Risikobetrags des zugehörigen Vergleichsvermögens betragen.
(2)Absatz 2,Das zugehörige Vergleichsvermögen ist ein dem aktuellen Marktwert des Kapitalanlagefonds entsprechendes derivatefreies Vermögen. Es muss in seiner Zusammensetzung sowohl den Fondsbestimmungen als auch den Angaben des vollständigen und vereinfachten Verkaufsprospektes zu den Anlagezielen und der Anlagepolitik des Kapitalanlagefonds entsprechen.
(3)Absatz 3,Ist für einen Kapitalanlagefonds ein derivatefreier Vergleichsmaßstab bereits vordefiniert (Benchmark), so darf in begründeten Fällen dieser Vergleichsmaßstab (Benchmark) als Vergleichsvermögen zur Berechnung des zugehörigen Risikobetrags herangezogen werden.
(4)Absatz 4,Die Zusammensetzung des Vergleichsvermögens und die Änderungen dieser Zusammensetzung sind von der Kapitalanlagegesellschaft schriftlich und objektiv nachvollziehbar zu dokumentieren.
(5)Absatz 5,Ist die Ermittlung des Risikobetrags für das Marktrisiko eines Kapitalanlagefonds auf Basis eines zugehörigen Vergleichsvermögens begründet nicht möglich oder durchführbar, kann die Kapitalanlagegesellschaft den Risikobetrag für das Marktrisiko eines Kapitalanlagefonds anhand eines absoluten Wertes (absoluter VaR) ermitteln. Der maximale absolute VaR-Wert sowie dessen Ermittlung sind sowohl in den Fondsbestimmungen als auch im vollständigen und vereinfachten Prospekt anzugeben.
(6)Absatz 6,Die Kapitalanlagegesellschaft muss für die Ermittlung des absoluten VaR Richtlinien erstellen und jede Änderung in der Ermittlung schriftlich und objektiv nachvollziehbar dokumentieren.
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KI-Erklärung auf Basis des amtlichen Gesetzestextes. Orientierend, ersetzt keine Rechtsberatung.