Kurz gesagt
Dieses Abkommen regelt die polizeiliche Zusammenarbeit zwischen den Vertragsparteien, um die öffentliche Sicherheit und Ordnung zu gewährleisten und Straftaten vorzubeugen und aufzuklären.
Was es regelt
- Die gegenseitige Information über Umstände, die zur Gefahrenabwehr und Aufklärung von Straftaten beitragen können.
- Den Austausch von Erfahrungen in Bezug auf Rechtsvorschriften, Kriminalitätsvorbeugung und kriminalistische Methoden.
- Die abgestimmte Durchführung polizeilicher Maßnahmen auf dem jeweiligen Hoheitsgebiet der Vertragsparteien.
- Die Fahndung nach Personen und Sachen sowie die Identifizierung von unbekannten Leichen.
Wen es betrifft
- Die zuständigen Behörden der Vertragsparteien (Polizeibehörden).
- Personen und Sachen, die Gegenstand polizeilicher Fahndungen sind.
Eckpunkte
- Die Zusammenarbeit erfolgt nach Maßgabe des jeweiligen nationalen Rechts.
- Informationen können auch ohne Ersuchen mitgeteilt werden, wenn sie für die andere Vertragspartei von Bedeutung sein können (Absatz 3).
- Die Unterstützung ist besonders wichtig, wenn eine Straftat in einem Staatsgebiet Auswirkungen auf das andere haben könnte (Absatz 3).
- Die Anwesenheit von Bediensteten einer Vertragspartei bei Befragungen und Observationen der anderen Vertragspartei ist gestattet (Ziffer 5).
📄 Gesetzestext
RIS Dokument KurztitelAbkommen betreffend polizeiliche Zusammenarbeit (Lettland)
KundmachungsorganBGBl. III Nr. 19/2004Bundesgesetzblatt Teil 3, Nr. 19 aus 2004,
§/Artikel/AnlageParagraph/Artikel/AnlageArt. 2Artikel 2
Inkrafttretensdatum01.04.2004
TextArtikel 2Formen der Zusammenarbeit(1)Absatz eins,
Die Zusammenarbeit zwischen den zuständigen Behörden der Vertragsparteien erfolgt nach Maßgabe ihres jeweiligen nationalen Rechtes und umfasst insbesondere
1.Ziffer eins
die gegenseitige Information über Umstände, deren Kenntnis zur Abwehr von Gefahren für die öffentliche Sicherheit und Ordnung Sowie für die Vorbeugung und die Aufklärung von gerichtlich Strafbaren Handlungen beitragen kann;
2.Ziffer 2
den Austausch von Erfahrungen über die Anwendung von Rechtsvorschriften, über die Kriminalitätsvorbeugung sowie über angewendete Methoden, Mittel und Techniken der Kriminalistik;
3.Ziffer 3
den Austausch von Erfahrungen in bestimmten Bereichen der Kriminalitätsbekämpfung und die Abhaltung von Expertentreffen;
4.Ziffer 4
die abgestimmte Durchführung von polizeilichen Maßnahmen der zuständigen Behörden der Vertragsparteien auf ihrem jeweiligen Hoheitsgebiet zur Abwehr von Gefahren für die öffentliche Sicherheit und Ordnung sowie zur Vorbeugung und Aufklärung von gerichtlich strafbaren Handlungen einschließlich der Anwendung des Verfahrens der kontrollierten Lieferung;
5.Ziffer 5
die Gestattung der Anwesenheit von Bediensteten der zuständigen Behörden einer Vertragspartei bei offenen Befragungen und Observationen durch Bedienstete der anderen Vertragspartei;
6.Ziffer 6
die Fahndung nach Personen und Sachen, die Personenfeststellung und die Identifizierung von unbekannten Leichen;
(2)Absatz 2,
Die zuständigen Behörden der Vertragsparteien unterstützen einander auf Ersuchen.
(3)Absatz 3,
Informationen nach Absatz 1 Ziffern 1, 2 und 3 teilt die zuständige Behörde jederVertragspartei nach Maßgabe ihres nationalen Rechts der zuständigen Behörde der anderen Vertragspartei auch ohne Ersuchen mit, wenn sie für die andere Vertragspartei für die Abwehr von Gefahren für die öffentliche Sicherheit und Ordnung oder die Vorbeugung und Aufklärung von Straftaten von Bedeutung sein können. Die Vertragsparteien unterstützen einander hiedurch insbesondere dann, wenn im Staatsgebiet einer Vertragspartei eine Straftat vorbereitet Oder begangen wird und Anzeichen dafür bestehen, dass dies Auswirkungen auf dem Staatsgebiet der anderen Vertragspartei haben könnte.
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KI-Erklärung auf Basis des amtlichen Gesetzestextes. Orientierend, ersetzt keine Rechtsberatung.