1. Waffengesetz-Durchführungsverordnung
Worum geht es in dieser Vorschrift?
Diese Regelung betrifft das Mitführen von Dienstwaffen in Österreich durch bestimmte ausländische Amtsträger und deren Begleitpersonen. Sie legt fest, unter welchen Bedingungen diese Personen ihre Dienstwaffen ohne zusätzliche Genehmigungen einführen und tragen dürfen.
Für wen: Staatsoberhäupter oder Regierungsmitglieder eines Mitgliedstaates der Europäischen Union und deren Begleitpersonen; Fremde mit einem Mittelpunkt der Lebensbeziehungen im Bundesgebiet, denen im Rahmen eines Dienstverhältnisses zu einem anderen Staat eine Schusswaffe der Kategorie B als Dienstwaffe zugeteilt wurde.
Auf einen Blick
- Land
- Österreich
- Rechtsgebiet
- Sonstige Rechtsvorschriften
- Quelle
- ris.bka.gv.at
- Text abgerufen
- Erklärung aktualisiert
Was regelt diese Vorschrift?
- Das Mitbringen und Führen von Faustfeuerwaffen durch Staatsoberhäupter oder Regierungsmitglieder von EU-Mitgliedstaaten.
- Das Mitbringen und Führen von Faustfeuerwaffen durch vergleichbare Persönlichkeiten oder Begleitpersonen dieser Amtsträger.
- Die Notwendigkeit eines Gutachtens für Fremde mit Lebensmittelpunkt in Österreich, denen eine Schusswaffe der Kategorie B als Dienstwaffe zugeteilt wurde.
- Die Bedingungen, unter denen ein solches Gutachten für diese Fremden erforderlich ist.
Wen betrifft diese Vorschrift?
- Staatsoberhäupter oder Regierungsmitglieder eines Mitgliedstaates der Europäischen Union und deren Begleitpersonen.
- Fremde mit einem Mittelpunkt der Lebensbeziehungen im Bundesgebiet, denen im Rahmen eines Dienstverhältnisses zu einem anderen Staat eine Schusswaffe der Kategorie B als Dienstwaffe zugeteilt wurde.
Was sind die Eckpunkte?
- Faustfeuerwaffen, die Staatsoberhäuptern oder Regierungsmitgliedern eines EU-Mitgliedstaates oder vergleichbaren Persönlichkeiten/Begleitpersonen als Dienstwaffen zur Verfügung stehen, dürfen ohne weiteres nach Österreich mitgebracht und geführt werden, sofern es sich nicht um Kriegsmaterial handelt.
- Fremde mit Lebensmittelpunkt in Österreich, denen eine Schusswaffe der Kategorie B als Dienstwaffe zugeteilt wurde, benötigen ein Gutachten gemäß § 41 Abs. 1 WaffG nur, wenn Anhaltspunkte für Unzuverlässigkeit vorliegen.
- Die Regelung für Fremde gilt nur, sofern Gegenseitigkeit besteht.
- Unzuverlässigkeit kann vorliegen, wenn der Betroffene unter psychischer Belastung dazu neigt, mit Waffen unvorsichtig umzugehen oder sie leichtfertig zu verwenden.
Sonstige Rechtsvorschriften
Gesetzestext
Gesetzestext
RIS Dokument Kurztitel1. Waffengesetz-Durchführungsverordnung KundmachungsorganBGBl. II Nr. 164/1997 zuletzt geändert durch BGBl. II Nr. 95/2026Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 164 aus 1997, zuletzt geändert durch Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 95 aus 2026, TypVrömisch fünf §/Artikel/AnlageParagraph/Artikel/Anlage§ 8Paragraph 8 Inkrafttretensdatum28.04.2026 Abkürzung1. WaffV Index41/04 Sprengmittel, Waffen, Munition TextDienstwaffen§ 8.Paragraph 8,
Zuletzt aktualisiert am17.04.2026 Gesetzesnummer10006017 DokumentnummerNOR40277265