Gesetz zur Sanierung und Abwicklung von Instituten und Finanzgruppen
Worum geht es in dieser Vorschrift?
Dieses Gesetz regelt die Sanierung und Abwicklung von Banken und Finanzgruppen, um deren Stabilität zu gewährleisten und die Auswirkungen einer möglichen Krise zu minimieren. Es legt fest, wie Finanzinstitute in Schwierigkeiten frühzeitig erkannt, saniert oder, falls nötig, geordnet abgewickelt werden können.
Für wen: Institute und Finanzgruppen; Anteilsinhaber und Gläubiger dieser Institute.
Auf einen Blick
- Land
- Deutschland
- Rechtsgebiet
- Bank-, Versicherungs- und Finanzmarktrecht
- Paragraphen
- 205
- Gerichtsentscheidungen
- 2
- Am häufigsten zitierte Vorschriften
- § 6 (1) · § 3 (1) · § 2 (1)
- Quelle
- gesetze-im-internet.de
- Text abgerufen
- Erklärung aktualisiert
Was regelt diese Vorschrift?
- Die Erstellung und Bewertung von Sanierungs- und Abwicklungsplänen für Finanzinstitute.
- Maßnahmen zur frühzeitigen Intervention bei drohenden Schieflagen von Instituten.
- Die Anforderungen an die Mindestausstattung mit Eigenmitteln und berücksichtigungsfähigen Verbindlichkeiten.
- Die Befugnisse und Instrumente der Abwicklungsbehörde zur Durchführung von Abwicklungsmaßnahmen.
Wen betrifft diese Vorschrift?
- Institute und Finanzgruppen.
- Anteilsinhaber und Gläubiger dieser Institute.
Was sind die Eckpunkte?
- Institute müssen Sanierungspläne erstellen, die von der Aufsichtsbehörde geprüft und bewertet werden (§ 12, § 15).
- Bei Mängeln in Sanierungsplänen können Maßnahmen angeordnet werden (§ 16).
- Die Abwicklungsbehörde erstellt und aktualisiert Abwicklungspläne für Institute (§ 40).
- Es gibt Mindestanforderungen an Eigenmittel und berücksichtigungsfähige Verbindlichkeiten, die von Instituten einzuhalten sind (§ 49).
Rechtsprechung zu dieser Vorschrift
Bank-, Versicherungs- und Finanzmarktrecht
Bank-, Versicherungs- und Finanzmarktrecht
Gesetzestext
Gesetzestext
Inhaltsübersicht (205)
- § 1 Anwendungsbereich; Verhältnis zur SRM-Verordnung; Umsetzung von Beschl
- § 2 Begriffsbestimmungen
- § 3 Abwicklungsbehörde; Aufsichtsbehörde
- § 4 Vertraulichkeit von Informationen; personenbezogene Daten; Information
- § 5 Verschwiegenheitspflicht
- § 6 Zulässiger Informationsaustausch zwischen Behörden im Rahmen dieses Ge
- § 7 Weitergabe von Informationen an sonstige Stellen
- § 8 Vertraulichkeit gegenüber Drittstaaten
- § 9 Vorabprüfung auf Vertraulichkeit bei sonstiger Weitergabe von Informat
- § 10 Sonstige Vorschriften
- § 11 Zugang zu Informationen
- § 12 Sanierungsplanung
- § 13 Ausgestaltung von Sanierungsplänen
- § 14 Besondere Anforderungen an die Ausgestaltung von Gruppensanierungsplän
- § 15 Prüfung und Bewertung von Sanierungsplänen
- § 16 Maßnahmen bei Mängeln von Sanierungsplänen
- § 17 Verfahren bei Gruppensanierungsplänen und Mängeln von Gruppensanierung
- § 18 Verfahren bei Gruppensanierungsplänen und Mängeln von Gruppensanierung
- § 19 Vereinfachte Anforderungen
- § 20 Befreiung von Instituten, die institutsbezogenen Sicherungssystemen an
- § 21 Vertraulichkeitspflicht der Institute und gruppenangehörigen Unternehm
- § 21a Verordnungsermächtigung
- § 22 Vereinbarung über gruppeninterne finanzielle Unterstützung
- § 23 Zulässigkeit und Inhalt einer Vereinbarung über gruppeninterne finanzi
- § 24 Abtretungsverbot
- § 25 Genehmigungserfordernis
- § 26 Genehmigungsverfahren bei übergeordnetem Unternehmen mit Sitz im Inlan
- § 27 Genehmigungsverfahren bei übergeordnetem Unternehmen mit Sitz in einem
- § 28 Weiterleitung an die Abwicklungsbehörde
- § 29 Einholung der Zustimmung der Anteilsinhaber; Berichtspflichten gegenüb
- § 30 Voraussetzungen für die Gewährung gruppeninterner finanzieller Unterst
- § 31 Beschlüsse über Gewährung und Annahme einer finanziellen Unterstützung
- § 32 Anzeige der beabsichtigten Gewährung gruppeninterner finanzieller Unte
- § 33 Entscheidung der Aufsichtsbehörde über die Gewährung gruppeninterner f
- § 34
- § 35 Offenlegungspflichten
- § 36 Frühinterventionsmaßnahmen; Verordnungsermächtigung
- § 37 Abberufung der Geschäftsleitung
- § 38 Vorläufiger Verwalter
- § 39 Koordinierung der Frühinterventionsmaßnahmen und Bestellung eines vorl
- § 40 Erstellung und Aktualisierung von Abwicklungsplänen
- § 41 Vereinfachte Anforderungen; Verordnungsermächtigung
- § 42 Mitwirkung des Instituts; Verordnungsermächtigung
- § 42a Elektronische Kommunikation; Verordnungsermächtigung
- § 43 Zentrale Verwahrung und Verwaltung von Finanzkontrakten
- § 44 Information der Abwicklungsbehörde über Vermögenswerte und Verbindlich
- § 45 Mitwirkung Dritter; Verordnungsermächtigung
- § 46 Gruppenabwicklungspläne; Mitwirkung der EU-Mutterunternehmen und Dritt
- § 47 Verfahren für Gruppenabwicklungspläne, wenn die Abwicklungsbehörde die
- § 48 Verfahren für Gruppenabwicklungspläne, wenn die Abwicklungsbehörde nic
- § 49 Anwendung und Berechnung der Mindestanforderung an Eigenmittel und ber
- § 49a Ausnahme von der Mindestanforderung an Eigenmittel und berücksichtigun
- § 49b Berücksichtigungsfähige Verbindlichkeiten für Abwicklungseinheiten
- § 49c Festlegung der Mindestanforderung an Eigenmittel und berücksichtigungs
- § 49d
- § 49e Anwendung der Mindestanforderung an Eigenmittel und berücksichtigungsf
- § 49f Anwendung der Mindestanforderung an Eigenmittel und berücksichtigungsf
- § 49g Ausnahmen für eine Zentralorganisation und CRR-Kreditinstitute, die ei
- § 49h Anwendung der Mindestanforderung an Eigenmittel und berücksichtigungsf
- § 50 Gemeinsame Entscheidung über die Mindestanforderung an Eigenmittel und
- § 51 Berichterstattung und Offenlegung der Anforderung
- § 52 Berichterstattung der Abwicklungsbehörde an die Europäische Bankenaufs
- § 53 Verstöße gegen die Mindestanforderung an Eigenmittel und berücksichtig
- § 54 Übergangsregelungen und Regelungen nach Abwicklung
- § 55 Vertragliche Anerkennung des Instruments der Gläubigerbeteiligung und
- § 56 Beseitigung der verfahrenstechnischen Hindernisse für das Instrument d
- § 57 Bewertung der Abwicklungsfähigkeit von Instituten
- § 58 Bewertung der Abwicklungsfähigkeit von Gruppen
- § 58a Befugnis zur Untersagung bestimmter Ausschüttungen
- § 59 Abbau und Beseitigung von Abwicklungshindernissen bei Instituten; Vero
- § 60 Abbau und Beseitigung von Abwicklungshindernissen bei Gruppen
- § 60a Vertragliche Anerkennung von Befugnissen zur vorübergehenden Aussetzun
- § 61 Gründung von Brückeninstituten und Vermögensverwaltungsgesellschaften
- § 62 Abwicklungsvoraussetzungen in Bezug auf Institute
- § 63 Bestandsgefährdung; Verordnungsermächtigung
- § 64 Abwicklungsvoraussetzungen in Bezug auf Finanzinstitute und Holdingges
- § 65 Voraussetzungen für die Anwendung des Instruments der Beteiligung der
- § 66
- § 66a Befugnis zur Aussetzung vertraglicher Pflichten bei Bestandsgefährdung
- § 67 Abwicklungsziele
- § 68 Allgemeine Grundsätze für eine Abwicklung
- § 69 Bewertung; gerichtliche Überprüfung
- § 70 Sachverständiger Prüfer
- § 71 Zwecke der Bewertung
- § 72 Grundsätze der Bewertung
- § 73 Umfang der Bewertung; Prüfungsbericht und ergänzende Bestandteile
- § 74 Vorläufige Bewertung
- § 75 Abschließende Bewertung
- § 76 Verordnungsermächtigung
- § 77 Anordnung von Abwicklungsmaßnahmen
- § 78 Allgemeine Befugnisse der Abwicklungsbehörde; Prüfungen vor Ort
- § 79 Unterstützende Maßnahmen
- § 80 Bereitstellung von Diensten und Einrichtungen
- § 81 Befugnis in Bezug auf in Drittstaaten belegene Gegenstände
- § 82 Befugnis zur Aussetzung vertraglicher Pflichten
- § 83 Befugnis zur zeitweiligen Untersagung der Durchsetzung von Sicherungsr
- § 84 Befugnis zur vorübergehenden Aussetzung von Beendigungsrechten
- § 85 Streichung des Gesamtbetrags variabler Vergütungen und zurückbehaltene
- § 86 Kontrollbefugnisse
- § 87 Sonderverwaltung; gemeinsamer Sonderverwalter für gruppenangehörige Un
- § 88 Rechte, Aufgaben und Befugnisse des Sonderverwalters
- § 89 Instrument der Beteiligung der Inhaber relevanter Kapitalinstrumente
- § 90 Instrument der Gläubigerbeteiligung
- § 91 Bail-in-fähige Verbindlichkeiten
- § 92 Ausschluss der Anwendung des Instruments der Gläubigerbeteiligung im E
- § 93 Anwendung des Instruments der Gläubigerbeteiligung in Bezug auf Verbin
- § 94 Ausgleichsbeiträge des Restrukturierungsfonds
- § 95 Zwecke des Instruments der Gläubigerbeteiligung
- § 96 Festlegung des Betrags der herabzuschreibenden oder umzuwandelnden rel
- § 97 Haftungskaskade
- § 98 Umwandlungssatz; Verordnungsermächtigung
- § 99 Weitere Wirkungen der Anwendung des Instruments der Beteiligung der In
- § 100
- § 101
- § 102 Erfordernis der Erstellung eines Restrukturierungsplans
- § 103 Anforderungen an den Restrukturierungsplan
- § 104 Bewertung und Genehmigung des Restrukturierungsplans
- § 105 Umsetzung des Restrukturierungsplans; spätere Überarbeitungen
- § 106 Zulassung zum Handel und Einbeziehung in den Handel von neu ausgegeben
- § 107 Übertragung
- § 108 Mehrfache Anwendung
- § 109 Einwilligung des übernehmenden Rechtsträgers
- § 110 Auswahl der Übertragungsgegenstände
- § 111 Bewertung von Angeboten; Gegenleistung; Ausgleichsverbindlichkeit
- § 112 Drittvergleich
- § 113 Wirkungen der Abwicklungsanordnung bei Übertragung
- § 114 Wirksamwerden der Übertragung
- § 115 Eintragung der Übertragung
- § 116 Insolvenzantragspflicht; Haftung des übernehmenden Rechtsträgers
- § 117 Übertragungsgegenstände, die ausländischem Recht unterliegen
- § 118 Erforderliche Erlaubnisse, Zulassungen und Genehmigungen; aufsichtlich
- § 119 Inländische Erlaubnis-, Zulassungs- und Genehmigungsverfahren
- § 120 Besondere Vorschriften für das Verfahren nach § 2c des Kreditwesengese
- § 121 Erlaubnisverfahren in anderen Mitgliedstaaten und Drittstaaten
- § 122 Mitwirkung der Abwicklungsbehörde bei Erlaubnis-, Zulassungs- oder Gen
- § 123 Gegenseitige Unterstützung der betroffenen Rechtsträger
- § 124 Maßnahmen beim übertragenden Rechtsträger
- § 125 Maßnahmen beim übernehmenden Rechtsträger
- § 126 Vermarktungsprozess; Verordnungsermächtigung
- § 127 Rückübertragungen
- § 128 Verfassung des Brückeninstituts
- § 129 Vermarktung oder Liquidation des Brückeninstituts
- § 130 Vermögenslage des Brückeninstituts
- § 131 Rück- und Weiterübertragungen
- § 132 Zusätzliche Anwendungsvoraussetzungen; Verordnungsermächtigung
- § 133 Verfassung der Vermögensverwaltungsgesellschaft
- § 134 Besondere Vorschriften für die Gegenleistung
- § 135
- § 136 Inhalt der Abwicklungsanordnung
- § 137 Erlass und Bekanntgabe der Abwicklungsanordnung
- § 138 Mitteilungspflichten bei einer Bestandsgefährdung
- § 139 Entscheidung der Abwicklungsbehörde
- § 140 Verfahrenspflichten der Abwicklungsbehörde
- § 141 Insolvenzfestigkeit von Abwicklungsmaßnahmen, Anfechtbarkeit
- § 142 Abzugsmöglichkeit
- § 143 Schadensersatzansprüche gegen Organmitglieder und ehemalige Organmitgl
- § 144 Ausschluss bestimmter vertraglicher Bedingungen bei frühzeitigem Eingr
- § 145 Inanspruchnahme von Einlagensicherungssystemen im Rahmen einer Abwickl
- § 146 Vergleich mit dem Ausgang eines hypothetischen Insolvenzverfahrens; Ve
- § 147 Schutzbestimmungen für Anteilsinhaber und Gläubiger
- § 148 Schutzbestimmungen für Sozialpläne
- § 149 Anordnung eines Rechtsformwechsels
- § 152a Anwendungsbereich
- § 152b Zuständigkeit
- § 152c Unabhängiger Prüfer
- § 152d Abwicklungsinstrumente, Anordnungsbefugnis
- § 152e Ausgleich des Differenzbetrags
- § 152f Inhalt der Abwicklungsanordnung
- § 152g Verfahrensvorschriften, Einlagensicherung, Sozialpläne
- § 152h Rechtsschutz
- § 152i Verordnungsermächtigung
- § 152j Besondere Befugnisse nach der Verordnung (EU) 2021/23
- § 153 Wirksamkeit von Krisenmanagementmaßnahmen oder Krisenpräventionsmaßnah
- § 154
- § 155 Zuständigkeit der Abwicklungsbehörde
- § 156 Abwicklungskollegium
- § 157 Mitglieder des Abwicklungskollegiums und weitere Teilnehmer
- § 158 Organisation des Abwicklungskollegiums
- § 159 Europäische Abwicklungskollegien
- § 160 Informationsaustausch mit Behörden und Ministerien anderer Mitgliedsta
- § 161 Übermittlung von Informationen über die Abwicklungsvoraussetzungen
- § 162 Vorgehen, wenn die Abwicklungsbehörde nicht die für die Gruppenabwickl
- § 163 Vorgehen, wenn die Abwicklungsbehörde die für die Gruppenabwicklung zu
- § 164 Gruppenabwicklungskonzept
- § 165 Unverzügliche Durchführung der Maßnahmen
- § 166 Gruppenabwicklung im Fall eines EU-Mutterunternehmens
- § 167 Vereinbarungen mit Drittstaaten
- § 168 Zusammenarbeit mit Drittstaatsbehörden
- § 169 Anerkennung und Durchsetzung von Drittstaatsabwicklungsverfahren
- § 170 Recht auf Verweigerung der Anerkennung oder Durchsetzung von Drittstaa
- § 171 Abwicklung von inländischen Unionszweigstellen
- § 172 Bußgeldvorschriften
- § 172a Bußgeldvorschriften zur Verordnung (EU) 2021/23
- § 173 Zuständige Verwaltungsbehörde
- § 174 Vorübergehendes Tätigkeitsverbot; Bekanntmachung von Maßnahmen
- § 175 Beteiligung der Abwicklungsbehörde und Mitteilungen in Strafsachen
- § 176 Unterstützung bei Untersuchungen; Zwangsmaßnahmen
- § 177 Prüfungen vor Ort nach der SRM-Verordnung
- § 178 Vollstreckung der vom Ausschuss verhängten Geldbußen und Zwangsgelder
- § 178a Auskunfts- und Vorlageverlangen
- § 178b Vornahme von Prüfungen und Prüfungen vor Ort
- § 179 Rechtsschutz
- § 179a Besondere Vorschriften für das Verwaltungsverfahren
- § 180 Unterbrechung von gerichtlichen Verfahren in Zivilsachen
- § 181 Haftungsbeschränkung
L 173 vom 12.6.2014, S. 190) in Kraft treten; das Bundesministerium der Finanzen gibt diesen Tag im Bundesgesetzblatt bekannt (+++ Textnachweis ab: 1.1.2015 +++)(+++ Zur Anwendung vgl. §§ 22, 43, 44, 46, 57, 58, 121, 127, 129, 131, 133, 135 +++)(+++ Amtlicher Hinweis des Normgebers auf EG-Recht: Umsetzung der EURL 2019/2162 (CELEX Nr: 32019L2162) vgl. G v. 12.5.2021 I 1063 EURL 2024/1174 (CELEX Nr: 32024L1174) vgl. G v. 22.12.2025 I Nr. 344 EUV 806/2014 (CELEX Nr: 32014R0806) vgl. G v. 22.12.2025 I Nr. 344 EURL 2023/2864 (CELEX Nr: 32023L2864) vgl. G v. 4.2.2026 I Nr. 33 Ausführung der EUV 2023/2859 (CELEX Nr: 32023R2859) vgl. G v. 4.2.2026 I Nr. 33 EUV 2023/2869 (CELEX Nr: 32023R2869) vgl.
G v. 4.2.2026 I Nr. 33 +++)(+++ EU-Vollzitate: vgl. Liste EU-Rechtsakte G v. 22.12.2025 I Nr. 344, G v. 4.2.2026 I Nr. 33 u. G v. 25.3.2026 I Nr. 81 +++)Das G wurde als Artikel 1 des G v. 10.12.2014 I 2091 vom Bundestag beschlossen. Es ist gem.
Art. 10 Abs. 2 dieses G am 1.1.2015 in Kraft getreten. § 19 Abs. 3, § 30 Abs. 2 § 36 Abs. 4, § 41 Abs. 4, § 42 Abs. 4, § 45 Abs. 2, § 59 Abs. 10, § 63 Abs. 3, §§ 76, 98 Abs. 3, § 126 Abs. 5 und § 132 Abs. 2 treten gem.
Art. 10 Abs. 1 dieses G am 19.12.2014 in Kraft.
Inhaltsübersicht Teil 1Allgemeine Vorschriften § 1Anwendungsbereich; Verhältnis zur SRM-Verordnung; Umsetzung von Beschlüssen des Ausschusses§ 2Begriffsbestimmungen§ 3Abwicklungsbehörde; Aufsichtsbehörde§ 4Vertraulichkeit von Informationen; personenbezogene Daten; Informationsansprüche§ 5Verschwiegenheitspflicht§ 6Zulässiger Informationsaustausch zwischen Behörden im Rahmen dieses Gesetzes§ 7Weitergabe von Informationen an sonstige Stellen§ 8Vertraulichkeit gegenüber Drittstaaten§ 9Vorabprüfung auf Vertraulichkeit bei sonstiger Weitergabe von Informationen§ 10Sonstige Vorschriften§ 11Zugang zu Informationen Teil 2Aufsichtsrechtliche Vorschriften und Anforderungen zur Vorbereitung der Sanierung und zur Frühintervention Kapitel 1Sanierungsplanung § 12Sanierungsplanung§ 13Ausgestaltung von Sanierungsplänen§ 14Besondere Anforderungen an die Ausgestaltung von Gruppensanierungsplänen; Einzelsanierungsplan§ 15Prüfung und Bewertung von Sanierungsplänen§ 16Maßnahmen bei Mängeln von Sanierungsplänen§ 17Verfahren bei Gruppensanierungsplänen und Mängeln von Gruppensanierungsplänen, wenn die Aufsichtsbehörde zugleich konsolidierende Aufsichtsbehörde ist§ 18Verfahren bei Gruppensanierungsplänen und Mängeln von Gruppensanierungsplänen, wenn die Aufsichtsbehörde nicht konsolidierende Aufsichtsbehörde ist§ 19Vereinfachte Anforderungen§ 20Befreiung von Instituten, die institutsbezogenen Sicherungssystemen angehören§ 21Vertraulichkeitspflicht der Institute und gruppenangehörigen Unternehmen§ 21aVerordnungsermächtigung Kapitel 2Gruppeninterne finanzielle Unterstützung § 22Vereinbarung über gruppeninterne finanzielle Unterstützung§ 23Zulässigkeit und Inhalt einer Vereinbarung über gruppeninterne finanzielle Unterstützung§ 24Abtretungsverbot§ 25Genehmigungserfordernis§ 26Genehmigungsverfahren bei übergeordnetem Unternehmen mit Sitz im Inland§ 27Genehmigungsverfahren bei übergeordnetem Unternehmen mit Sitz in einem anderen Mitgliedstaat§ 28Weiterleitung an die Abwicklungsbehörde§ 29Einholung der Zustimmung der Anteilsinhaber; Berichtspflichten gegenüber den Anteilsinhabern§ 30Voraussetzungen für die Gewährung gruppeninterner finanzieller Unterstützung; Verordnungsermächtigung§ 31Beschlüsse über Gewährung und Annahme einer finanziellen Unterstützung§ 32Anzeige der beabsichtigten Gewährung gruppeninterner finanzieller Unterstützung§ 33Entscheidung der Aufsichtsbehörde über die Gewährung gruppeninterner finanzieller Unterstützung durch ein Unternehmen mit Sitz im Inland§ 34Beteiligung der Aufsichtsbehörde bei der Entscheidung über die Gewährung gruppeninterner finanzieller Unterstützung durch ein Unternehmen mit Sitz in einem anderen Mitgliedstaat§ 35Offenlegungspflichten
Kapitel 3Frühzeitiges Eingreifen § 36Frühinterventionsmaßnahmen; Verordnungsermächtigung§ 37Abberufung der Geschäftsleitung§ 38Vorläufiger Verwalter§ 39Koordinierung der Frühinterventionsmaßnahmen und Bestellung eines vorläufigen Verwalters bei Gruppen Teil 3Abwicklungsrechtliche Vorschriften und Anforderungen zur Vorbereitung der Restrukturierung und Abwicklung Kapitel 1Abwicklungsplanung § 40Erstellung und Aktualisierung von Abwicklungsplänen§ 41Vereinfachte Anforderungen; Verordnungsermächtigung§ 42Mitwirkung des Instituts; Verordnungsermächtigung§ 42aElektronische Kommunikation; Verordnungsermächtigung§ 43Zentrale Verwahrung und Verwaltung von Finanzkontrakten§ 44Information der Abwicklungsbehörde über Vermögenswerte und Verbindlichkeiten§ 45Mitwirkung Dritter; Verordnungsermächtigung§ 46Gruppenabwicklungspläne; Mitwirkung der EU-Mutterunternehmen und Dritter§ 47Verfahren für Gruppenabwicklungspläne, wenn die Abwicklungsbehörde die für die Gruppenabwicklung zuständige Behörde ist§ 48Verfahren für Gruppenabwicklungspläne, wenn die Abwicklungsbehörde nicht die für die Gruppenabwicklung zuständige Behörde ist Kapitel 2Anforderungen in Bezug auf berücksichtigungsfähige Verbindlichkeiten, relevante Kapitalinstrumente und genehmigtes Kapital Abschnitt 1Mindestbetrag berücksichtigungsfähiger Verbindlichkeiten § 49Anwendung und Berechnung der Mindestanforderung an Eigenmittel und berücksichtigungsfähige Verbindlichkeiten§ 49aAusnahme von der Mindestanforderung an Eigenmittel und berücksichtigungsfähige Verbindlichkeiten§ 49bBerücksichtigungsfähige Verbindlichkeiten für Abwicklungseinheiten§ 49cFestlegung der Mindestanforderung an Eigenmittel und berücksichtigungsfähige Verbindlichkeiten§ 49dFestlegung der Mindestanforderung an Eigenmittel und berücksichtigungsfähige Verbindlichkeiten für Abwicklungseinheiten von global systemrelevanten Instituten und in der Union ansässige bedeutende Tochterunternehmen von global systemrelevanten Nicht-EU-Instituten§ 49eAnwendung der Mindestanforderung an Eigenmittel und berücksichtigungsfähige Verbindlichkeiten auf Abwicklungseinheiten§ 49fAnwendung der Mindestanforderung an Eigenmittel und berücksichtigungsfähige Verbindlichkeiten auf Unternehmen, die selbst keine Abwicklungseinheit sind§ 49gAusnahmen für eine Zentralorganisation und für CRR-Kreditinstitute, die einer Zentralorganisation ständig zugeordnet sind§ 49hAnwendung der Mindestanforderung an Eigenmittel und berücksichtigungsfähige Verbindlichkeiten auf Liquidationseinheiten§ 50Gemeinsame Entscheidung über die Mindestanforderung an Eigenmittel und berücksichtigungsfähige Verbindlichkeiten§ 51Berichterstattung und Offenlegung der Anforderung§ 52Berichterstattung der Abwicklungsbehörde an die Europäische Bankenaufsichtsbehörde§ 53Verstöße gegen die Mindestanforderung an Eigenmittel und berücksichtigungsfähige Verbindlichkeiten§ 54Übergangsregelungen und Regelungen nach Abwicklung§ 55Vertragliche Anerkennung des Instruments der Gläubigerbeteiligung und des Instruments der Beteiligung der Inhaber relevanter Kapitalinstrumente in Drittstaaten
Abschnitt 2Genehmigtes Kapital und andere Instrumente harten Kernkapitals § 56Beseitigung der verfahrenstechnischen Hindernisse für das Instrument der Gläubigerbeteiligung Kapitel 3Abwicklungsfähigkeit § 57Bewertung der Abwicklungsfähigkeit von Instituten§ 58Bewertung der Abwicklungsfähigkeit von Gruppen§ 58aBefugnis zur Untersagung bestimmter Ausschüttungen§ 59Abbau und Beseitigung von Abwicklungshindernissen bei Instituten; Verordnungsermächtigung§ 60Abbau und Beseitigung von Abwicklungshindernissen bei Gruppen§ 60aVertragliche Anerkennung von Befugnissen zur vorübergehenden Aussetzung von Beendigungsrechten Kapitel 4Gründung von Brückeninstituten und Vermögensverwaltungsgesellschaften § 61Gründung von Brückeninstituten und Vermögensverwaltungsgesellschaften Teil 4Abwicklung Kapitel 1Abwicklungsbefugnis, Voraussetzungen und weitere Befugnisse § 62Abwicklungsvoraussetzungen in Bezug auf Institute§ 63Bestandsgefährdung; Verordnungsermächtigung§ 64Abwicklungsvoraussetzungen in Bezug auf Finanzinstitute und Holdinggesellschaften§ 65Voraussetzungen für die Anwendung des Instruments der Beteiligung der Inhaber relevanter Kapitalinstrumente und berücksichtigungsfähiger Verbindlichkeiten§ 66Feststellung der Voraussetzungen für die Anwendung des Instruments der Beteiligung der Inhaber relevanter Kapitalinstrumente und berücksichtigungsfähiger Verbindlichkeiten bei gruppenangehörigen Unternehmen§ 66aBefugnis zur Aussetzung vertraglicher Pflichten bei Bestandsgefährdung§ 67Abwicklungsziele§ 68Allgemeine Grundsätze für eine Abwicklung§ 69Bewertung; gerichtliche Überprüfung§ 70Sachverständiger Prüfer§ 71Zwecke der Bewertung§ 72Grundsätze der Bewertung§ 73Umfang der Bewertung;
Prüfungsbericht und ergänzende Bestandteile§ 74Vorläufige Bewertung§ 75Abschließende Bewertung§ 76Verordnungsermächtigung§ 77Anordnung von Abwicklungsmaßnahmen§ 78Allgemeine Befugnisse der Abwicklungsbehörde; Prüfungen vor Ort§ 79Unterstützende Maßnahmen§ 80Bereitstellung von Diensten und Einrichtungen§ 81Befugnis in Bezug auf in Drittstaaten belegene Gegenstände§ 82Befugnis zur Aussetzung vertraglicher Pflichten§ 83Befugnis zur zeitweiligen Untersagung der Durchsetzung von Sicherungsrechten§ 84Befugnis zur vorübergehenden Aussetzung von Beendigungsrechten§ 85Streichung des Gesamtbetrags variabler Vergütungen und zurückbehaltener variabler Vergütungen§ 86Kontrollbefugnisse§ 87Sonderverwaltung; gemeinsamer Sonderverwalter für gruppenangehörige Unternehmen§ 88Rechte, Aufgaben und Befugnisse des Sonderverwalters Kapitel 2Abwicklungsinstrumente Abschnitt 1Beteiligung der Anteilsinhaber und Gläubiger § 89Instrument der Beteiligung der Inhaber relevanter Kapitalinstrumente§ 90Instrument der Gläubigerbeteiligung§ 91Bail-in-fähige Verbindlichkeiten§ 92Ausschluss der Anwendung des Instruments der Gläubigerbeteiligung im Einzelfall§ 93Anwendung des Instruments der Gläubigerbeteiligung in Bezug auf Verbindlichkeiten aus Derivaten§ 94Ausgleichsbeiträge des Restrukturierungsfonds§ 95Zwecke des Instruments der Gläubigerbeteiligung§ 96Festlegung des Betrags der herabzuschreibenden oder umzuwandelnden relevanten Kapitalinstrumente und Verbindlichkeiten§ 97Haftungskaskade§ 98Umwandlungssatz; Verordnungsermächtigung§ 99Weitere Wirkungen der Anwendung des Instruments der Beteiligung der Inhaber relevanter Kapitalinstrumente und des Instruments der Gläubigerbeteiligung§ 100Behandlung der Anteilsinhaber und der Inhaber von Instrumenten des harten Kernkapitals bei der Anwendung des Instruments der Beteiligung der Inhaber relevanter Kapitalinstrumente und des Instruments der Gläubigerbeteiligung§ 101Abwicklungsbefugnisse bei Anwendung des Instruments der Beteiligung der Inhaber relevanter Kapitalinstrumente und des Instruments der Gläubigerbeteiligung§ 102Erfordernis der Erstellung eines Restrukturierungsplans§ 103Anforderungen an den Restrukturierungsplan§ 104Bewertung und Genehmigung des Restrukturierungsplans§ 105Umsetzung des Restrukturierungsplans; spätere Überarbeitungen§ 106Zulassung zum Handel und Einbeziehung in den Handel von neu ausgegebenen Wertpapieren Abschnitt 2Übertragung von Anteilen, Vermögenswerten, Verbindlichkeiten und Rechtsverhältnissen Unterabschnitt 1Allgemeine Vorschriften
§ 107Übertragung§ 108Mehrfache Anwendung§ 109Einwilligung des übernehmenden Rechtsträgers§ 110Auswahl der Übertragungsgegenstände§ 111Bewertung von Angeboten; Gegenleistung; Ausgleichsverbindlichkeit§ 112Drittvergleich§ 113Wirkungen der Abwicklungsanordnung bei Übertragung§ 114Wirksamwerden der Übertragung§ 115Eintragung der Übertragung§ 116Insolvenzantragspflicht; Haftung des übernehmenden Rechtsträgers§ 117Übertragungsgegenstände, die ausländischem Recht unterliegen§ 118Erforderliche Erlaubnisse, Zulassungen und Genehmigungen; aufsichtliche Anforderungen; Mitgliedschaft in und Zugang zu Finanzmarktinfrastrukturen§ 119Inländische Erlaubnis-, Zulassungs- und Genehmigungsverfahren§ 120Besondere Vorschriften für das Verfahren nach § 2c des Kreditwesengesetzes§ 121Erlaubnisverfahren in anderen Mitgliedstaaten und Drittstaaten§ 122Mitwirkung der Abwicklungsbehörde bei Erlaubnis-, Zulassungs- oder Genehmigungsverfahren einer ausländischen Behörde§ 123Gegenseitige Unterstützung der betroffenen Rechtsträger§ 124Maßnahmen beim übertragenden Rechtsträger§ 125Maßnahmen beim übernehmenden Rechtsträger Unterabschnitt 2Besondere Vorschriften für das Instrument der Unternehmensveräußerung § 126Vermarktungsprozess; Verordnungsermächtigung§ 127Rückübertragungen Unterabschnitt 3Besondere Vorschriften für das Instrument der Übertragung auf ein Brückeninstitut § 128Verfassung des Brückeninstituts§ 129Vermarktung oder Liquidation des Brückeninstituts§ 130Vermögenslage des Brückeninstituts§ 131Rück- und Weiterübertragungen Unterabschnitt 4Besondere Vorschriften für das Instrument der Übertragung auf eine Vermögensverwaltungsgesellschaft § 132Zusätzliche Anwendungsvoraussetzungen; Verordnungsermächtigung§ 133Verfassung der Vermögensverwaltungsgesellschaft§ 134Besondere Vorschriften für die Gegenleistung§ 135Rückübertragung Abschnitt 3Abwicklungsanordnung; Vorschriften für das Verfahren; Rechtsformwechsel; Inanspruch- nahme von Einlagensicherungssystemen; Schutzbestimmungen Unterabschnitt 1Bestimmungen für den Erlass einer Abwicklungsanordnung; sonstige Verfahrensvorschriften; Rechtswirkungen § 136Inhalt der Abwicklungsanordnung§ 137Erlass und Bekanntgabe der Abwicklungsanordnung§ 137a(weggefallen)§ 138Mitteilungspflichten bei einer Bestandsgefährdung§ 139Entscheidung der Abwicklungsbehörde§ 140Verfahrenspflichten der Abwicklungsbehörde§ 141Insolvenzfestigkeit von Abwicklungsmaßnahmen, Anfechtbarkeit§ 142Abzugsmöglichkeit§ 143Schadensersatzansprüche gegen Organmitglieder und ehemalige Organmitglieder§ 144Ausschluss bestimmter vertraglicher Bedingungen bei frühzeitigem Eingreifen und bei der Abwicklung
Unterabschnitt 2Inanspruchnahme von Einlagensicherungssystemen § 145Inanspruchnahme von Einlagensicherungssystemen im Rahmen einer Abwicklung Unterabschnitt 3Ausgleichszahlung für benachteiligte Anteilsinhaber, Gläubiger und Einlagensicherungssysteme; Schutzbestimmungen § 146Vergleich mit dem Ausgang eines hypothetischen Insolvenzverfahrens; Verordnungsermächtigung§ 147Schutzbestimmungen für Anteilsinhaber und Gläubiger§ 148Schutzbestimmungen für Sozialpläne Unterabschnitt 4Rechtsformwechsel § 149Anordnung eines Rechtsformwechsels Unterabschnitt 5(weggefallen) Teil 5Sondervorschriften für zentrale Gegenparteien § 152aAnwendungsbereich§ 152bZuständigkeit§ 152cUnabhängiger Prüfer§ 152dAbwicklungsinstrumente, Anordnungsbefugnis§ 152eAusgleich des Differenzbetrags§ 152fInhalt der Abwicklungsanordnung§ 152gVerfahrensvorschriften, Einlagensicherung, Sozialpläne§ 152hRechtsschutz§ 152iVerordnungsermächtigung§ 152jBesondere Befugnisse nach der Verordnung (EU) 2021/23§ 152k(weggefallen)§ 152l(weggefallen)§ 152m(weggefallen)§ 152n(weggefallen) Teil 6Grenzüberschreitende Gruppenabwicklung und Beziehungen zu Drittstaaten Kapitel 1Anerkennung von Maßnahmen der Behörden anderer Mitgliedstaaten § 153Wirksamkeit von Krisenmanagementmaßnahmen oder Krisenpräventionsmaßnahmen anderer Mitgliedstaaten Kapitel 2Grenzüberschreitende Gruppenabwicklung Abschnitt 1Grenzüberschreitende Entscheidungsfindung und Information; Abwicklungskollegien § 154Allgemeine Grundsätze für Entscheidungsfindungen, an denen eine Behörde oder mehrere Behörden anderer Mitgliedstaaten beteiligt sind§ 155Zuständigkeit der Abwicklungsbehörde§ 156Abwicklungskollegium§ 157Mitglieder des Abwicklungskollegiums und weitere Teilnehmer§ 158Organisation des Abwicklungskollegiums§ 159Europäische Abwicklungskollegien§ 160Informationsaustausch mit Behörden und Ministerien anderer Mitgliedstaaten Abschnitt 2Gruppenabwicklung im Fall eines Tochterunternehmens, das nicht EU-Mutterunternehmen ist § 161Übermittlung von Informationen über die Abwicklungsvoraussetzungen§ 162Vorgehen, wenn die Abwicklungsbehörde nicht die für die Gruppenabwicklung zuständige Behörde ist§ 163Vorgehen, wenn die Abwicklungsbehörde die für die Gruppenabwicklung zuständige Behörde ist§ 164Gruppenabwicklungskonzept§ 165Unverzügliche Durchführung der Maßnahmen Abschnitt 3Gruppenabwicklung im Fall eines EU-Mutterunternehmens § 166Gruppenabwicklung im Fall eines EU-Mutterunternehmens Kapitel 3Beziehungen zu Drittstaaten § 167Vereinbarungen mit Drittstaaten§ 168Zusammenarbeit mit Drittstaatsbehörden§ 169Anerkennung und Durchsetzung von Drittstaatsabwicklungsverfahren§ 170Recht auf Verweigerung der Anerkennung oder Durchsetzung von Drittstaatsabwicklungsverfahren§ 171Abwicklung von inländischen Unionszweigstellen
Teil 7Bußgeldvorschriften § 172Bußgeldvorschriften§ 172aBußgeldvorschriften zur Verordnung (EU) 2021/23§ 173Zuständige Verwaltungsbehörde§ 174Vorübergehendes Tätigkeitsverbot; Bekanntmachung von Maßnahmen§ 175Beteiligung der Abwicklungsbehörde und Mitteilungen in Strafsachen Teil 8Weitere Befugnisse Kapitel 1Maßnahmen des Ausschusses § 176Unterstützung bei Untersuchungen; Zwangsmaßnahmen§ 177Prüfungen vor Ort nach der SRM-Verordnung§ 178Vollstreckung der vom Ausschuss verhängten Geldbußen und Zwangsgelder Kapitel 2Untersuchungsbefugnisse der Abwicklungsbehörde§ 178aAuskunfts- und Vorlageverlangen§ 178bVornahme von Prüfungen und Prüfungen vor Ort Teil 9Maßnahmen des Ausschusses § 179Rechtsschutz§ 179aBesondere Vorschriften für das Verwaltungsverfahren§ 180Unterbrechung von gerichtlichen Verfahren in Zivilsachen§ 181Haftungsbeschränkung
010Teil 1Allgemeine Vorschriften
§ 1Anwendungsbereich; Verhältnis zur SRM-Verordnung; Umsetzung von Beschlüssen des Ausschusses
Dezember 2020 über einen Rahmen für die Sanierung und Abwicklung zentraler Gegenparteien und zur Änderung der Verordnungen (EU) Nr. 1095/2010, (EU) Nr. 648/2012, (EU) Nr. 600/2014, (EU) Nr. 806/2014 und (EU) 2015/2365 sowie der Richtlinien 2002/47/EG, 2004/25/EG, 2007/36/EG, 2014/59/EU und (EU) 2017/1132 (ABl. L 22 vom 22.1.2021, S. 1) geändert worden ist, maßgeblich ist: 1.CRR-Kreditinstitute im Sinne des § 1 Absatz 3d Satz 1 des Kreditwesengesetzes mit Ausnahme der Unternehmen im Sinne von Artikel 2 Absatz 5 Nummer 5 der Richtlinie 2013/36/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 über den Zugang zur Tätigkeit von Kreditinstituten und die Beaufsichtigung von Kreditinstituten und Wertpapierfirmen, zur Änderung der Richtlinie 2002/87/EG und zur Aufhebung der Richtlinien 2006/48/EG und 2006/49/EG (ABl.
L 176 vom 27.6.2013, S. 338; L 208 vom 2.8.2013, S. 73; L 20 vom 25.1.2017, S. 1; L 203 vom 26.6.2020, S. 95), die zuletzt durch die Richtlinie (EU) 2021/338 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. Februar 2021 zur Änderung der Richtlinie 2014/65/EU im Hinblick auf die Informationspflichten, die Produktüberwachung und die Positionslimits sowie der Richtlinien 2013/36/EU und (EU) 2019/878 im Hinblick auf ihre Anwendung auf Wertpapierfirmen, zur Förderung der wirtschaftlichen Erholung von der COVID-19-Krise (ABl. L 68 vom 26.2.2021, S. 14) geändert worden ist,2.Wertpapierinstitute im Sinne des § 2 Absatz 1 des Wertpapierinstitutsgesetzes, die gemäß § 17 Absatz 1 Nummer 1 Buchstabe a des Wertpapierinstitutsgesetzes mit einem Anfangskapital im Gegenwert von mindestens 750 000 Euro auszustatten sind,3.übergeordnete Unternehmen einer Institutsgruppe, einer Finanzholding-Gruppe oder einer gemischten Finanzholding-Gruppe gemäß § 10a Absatz 1 und 2 des Kreditwesengesetzes und deren nachgeordnete Unternehmen gemäß § 10a Absatz 1 und 2 des Kreditwesengesetzes mit Sitz im Inland mit Ausnahme der Unternehmen im Sinne von Artikel 2 Absatz 5 Nummer 5 der Richtlinie 2013/36/EU und4.inländische Unionszweigstellen.Für inländische Unternehmen, die gemäß Artikel 14 der Verordnung (EU) Nr. 648/2012 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 4.
Juli 2012 über OTC-Derivate, zentrale Gegenparteien und Transaktionsregister (ABl. L 201 vom 27.7.2012, S. 1; L 321 vom 30.11.2013, S. 6), die zuletzt durch die Verordnung (EU) 2019/2099 (ABl. L 322 vom 12.12.2019, S. 1) geändert worden ist, zugelassen sind, gilt ausschließlich Teil 5 dieses Gesetzes.
§ 2Begriffsbestimmungen
Juni 2013 über Aufsichtsanforderungen an Kreditinstitute und Wertpapierfirmen und zur Änderung der Verordnung (EU) Nr. 646/2012 (ABl. L 176 vom 27.6.2013, S. 1).8.Aufsichtskollegium ist ein Aufsichtskollegium im Sinne des § 8e des Kreditwesengesetzes.9.Außerordentliche finanzielle Unterstützung aus öffentlichen Mitteln ist eine staatliche Beihilfe gemäß Artikel 107 Absatz 1 des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union oder Artikel 61 Absatz 1 des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum oder eine vergleichbare finanzielle Unterstützung aus öffentlichen Mitteln auf supranationaler Ebene, die jeweils zur Erhaltung oder Wiederherstellung der Existenzfähigkeit, Liquidität oder Solvenz eines Instituts oder einer Gruppe gewährt wird.9a.Ausschuss ist der Ausschuss nach Artikel 42 Absatz 1 der Verordnung (EU) Nr. 806/2014.10.Bedeutende Zweigniederlassung ist eine bedeutende Zweigniederlassung im Sinne des § 8f Absatz 1 des Kreditwesengesetzes.10a.Clearingmitglied ist ein Unternehmen im Sinne des Artikels 2 Nummer 14 der Verordnung (EU) Nr. 648/2012 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 4.
Juli 2012 über OTC-Derivate, zentrale Gegenparteien und Transaktionsregister (ABl. L 201 vom 27.7.2012, S. 1; L 321 vom 30.11.2013, S. 6), die zuletzt durch die Verordnung (EU) 2019/834 (ABl. L 141 vom 28.5.2019, S. 42) geändert worden ist.10b.Bail-in-fähige Verbindlichkeiten sind die in § 91 Absatz 1 näher bestimmten Verbindlichkeiten.10c.Berücksichtigungsfähige Verbindlichkeiten sind bail-in-fähige Verbindlichkeiten im Sinne des § 91 Absatz 1, die die in § 49b oder in § 49f Absatz 2 Nummer 1 genannten Voraussetzungen erfüllen, sowie Instrumente des Ergänzungskapitals, die die in Artikel 72a Absatz 1 Buchstabe b der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 genannten Voraussetzungen erfüllen.11.Derivate sind Derivate im Sinne des § 1 Absatz 11 Satz 6 des Kreditwesengesetzes.12.Drittstaat ist ein Staat, der kein Mitgliedstaat ist.13.Drittstaatsinstitut ist ein Unternehmen, dessen Hauptsitz sich in einem Drittstaat befindet und das, wäre es in der Union niedergelassen, entweder als ein CRR-Kreditinstitut anzusehen wäre oder als ein Wertpapierinstitut, das eine Dienstleistung nach Nummer 3 oder 6 des Anhangs 1 Abschnitt A zur Richtlinie 2014/65/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 15.
Mai 2014 über Märkte für Finanzinstrumente sowie zur Änderung der Richtlinien 2002/92/EG und 2011/61/EU (ABl. L 173 vom 12.6.2014, S. 349; L 74 vom 18.3.2015, S. 38; L 188 vom 13.7.2016, S. 28; L 273 vom 8.10.2016, S. 35; L 64 vom 10.3.2017, S. 116; L 278 vom 27.10.2017, S. 56), die zuletzt durch die Verordnung (EU) 2022/858 (ABl. L 151 vom 2.6.2022, S. 1) geändert worden ist, betreibt.13a.EFTA-Überwachungsbehörde ist das unabhängige Überwachungsorgan nach Artikel 108 Absatz 1 des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum, das von den EFTA-Staaten nach Artikel 2 Buchstabe b des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum eingesetzt wurde.14.Eigenmittelanforderungen sind die Anforderungen der Artikel 92 bis 98 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013.14a.Einheitlicher Abwicklungsfonds ist der einheitliche Abwicklungsfonds nach Artikel 67 Absatz 1 der Verordnung (EU) Nr. 806/2014.15.Einleger ist der Inhaber einer Einlage im Sinne des § 2 Absatz 3 des Einlagensicherungsgesetzes.16.Einlagensicherungssysteme sind solche im Sinne des § 2 Absatz 1 des Einlagensicherungsgesetzes.17.Ergänzungskapital sind die Instrumente des Ergänzungskapitals im Sinne des Artikels 63 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013.18.Entschädigungsfähige Einlagen sind Einlagen im Sinne des § 2 Absatz 4 des Einlagensicherungsgesetzes.19.EU-Mutterunternehmen ist ein EU-Mutterinstitut, eine EU-Mutterfinanzholdinggesellschaft oder eine gemischte EU-Mutterfinanzholdinggesellschaft.19a.Europäische Union oder Union ist die Europäische Union im Sinne des Vertrags über die Europäische Union; für die Zwecke dieses Gesetzes gelten Bezugnahmen auf die Europäische Union oder die Union als Bezugnahmen auf den Europäischen Wirtschaftsraum, soweit sich aus dem Abkommen über den Europäischen Wirtschaftsraum nichts Abweichendes ergibt.19b.Der Europäische Wirtschaftsraum im Sinne dieses Gesetzes umfasst die Mitgliedstaaten der Europäischen Union sowie die EFTA-Staaten nach Artikel 2 Buchstabe b des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum.20.Finanzierungsmechanismen sind die von den Mitgliedstaaten im Wege eines Fonds oder auf Grundlage von Pflichtbeiträgen der in ihrem Hoheitsgebiet zugelassenen Institute in Umsetzung von Artikel 100 der Richtlinie 2014/59/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 15.
Mai 2014 zur Festlegung eines Rahmens für die Sanierung und Abwicklung von Kreditinstituten und Wertpapierfirmen und zur Änderung der Richtlinie 82/891/EWG des Rates, der Richtlinien 2001/24/EG, 2002/47/EG, 2004/25/EG, 2005/56/EG, 2007/36/EG, 2011/35/EU, 2012/30/EU und 2013/36/EU sowie der Verordnungen (EU) Nr. 1093/2010 und (EU) Nr. 648/2012 des Europäischen Parlaments und des Rates (ABl. L 173 vom 12.6.2014, S. 190), die zuletzt durch die Verordnung (EU) 2022/2036 (ABl. L 275 vom 25.10.2022, S. 1; L 277 vom 27.10.2022, S. 316) geändert worden ist, eingerichteten Mechanismen.21.Finanzkontrakte sind a)Wertpapierkontrakte, insbesondere aa)Kontrakte über den Kauf, den Verkauf oder die Leihe eines Wertpapiers, einer Gruppe von Wertpapieren oder Anteilen an Indexfonds,bb)Optionen auf ein Wertpapier, eine Gruppe von Wertpapieren oder einen Wertpapierindex sowiecc)Pensions- oder umgekehrte Pensionsgeschäfte mit einem Wertpapier, einer Gruppe von Wertpapieren oder einem Wertpapierindex,dd)sonstige vergleichbare Kontrakte, die das Institut mit Wertpapiersammelstellen, Abwicklungssystemen oder Zahlungsverkehrssystemen, zentralen Kontrahenten oder Auslagerungsunternehmen abschließt sowieee)Verträge, aus welchen dem Institut bail-in-fähige Verbindlichkeiten im Sinne des § 91 Absatz 1 erwachsen,b)Warenkontrakte, insbesondere aa)Kontrakte über den Kauf, den Verkauf oder die Leihe einer Ware, einer Gruppe von Waren oder eines Warenindexes zwecks künftiger Lieferung,bb)Optionen auf eine Ware, eine Gruppe von Waren oder einen Warenindex,cc)Pensions- oder umgekehrte Pensionsgeschäfte mit einer Ware, einer Gruppe von Waren oder einem Warenindex,c)Terminkontrakte, insbesondere Kontrakte über den Kauf, den Verkauf oder die Übertragung einer Ware oder eines anderen Gutes, einer Dienstleistung, eines Rechts oder eines Anteils zu einem festgelegten Preis zu einem künftigen Zeitpunkt,d)Swap-Vereinbarungen, insbesondere aa)Zinsswaps und -optionen, Kassa- oder sonstige Devisenvereinbarungen, Vereinbarungen über Währungen, einen Aktienindex oder eine Aktie, einen Schuldtitelindex oder einen Schuldtitel, Warenindizes oder Waren sowie Vereinbarungen bezogen auf das Wetter, Emissionen oder Inflation,bb)Gesamtertrags-, Credit-Spread- oder Credit-Swaps,e)Kreditvereinbarungen zwischen Instituten mit einer Laufzeit von bis zu drei Monaten,f)Rahmenvereinbarungen für die in den Buchstaben a bis e genannten Kontrakte und Vereinbarungen undg)den in den Buchstaben a bis f genannten Kontrakten und Vereinbarungen vergleichbare Verträge.22.Finanzmarktinfrastruktur ist ein multilaterales System zwischen teilnehmenden Finanzmarktakteuren, einschließlich eines Systembetreibers, das für die Abrechnung, Abwicklung, Verwahrung und Verbuchung von Zahlungen, Wertpapieren, Derivaten und anderen Finanztransaktionen sorgt oder solche Finanztransaktionen erleichtert oder ermöglicht; es umfasst insbesondere Systeme im Sinne des § 1 Absatz 16 des Kreditwesengesetzes, die in § 1 Absatz 31 Satz 1 und 2 des Kreditwesengesetzes genannten zentralen Gegenparteien sowie Börsen.23.Gedeckte Einlagen sind Einlagen im Sinne des § 2 Absatz 5 des Einlagensicherungsgesetzes.24.Gedeckte Schuldverschreibung ist eine gedeckte Schuldverschreibung im Sinne des Artikels 3 Nummer 1 der Richtlinie (EU) 2019/2162 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 27.
November 2019 über die Emission gedeckter Schuldverschreibungen und die öffentliche Aufsicht über gedeckte Schuldverschreibungen und zur Änderung der Richtlinien 2009/65/EG und 2014/59/EU (ABl. L 328 vom 18.12.2019, S. 29) oder, wenn das Instrument vor dem
- Juli 2022 begeben wurde, eine gedeckte Schuldverschreibung gemäß Artikel 52 Absatz 4 der Richtlinie 2009/65/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom
- Juli 2009 zur Koordinierung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften betreffend bestimmte Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren (OGAW) (ABl. L 302 vom 17.11.2009, S. 32; L 269 vom 13.10.2010, S. 27), die zuletzt durch die Richtlinie (EU) 2019/2162 (ABl. L 328 vom 18.12.2019, S. 29) geändert worden ist, in der am Emissionstag gültigen Fassung.25.Geschäftsleiter sind Geschäftsleiter im Sinne des § 1 Absatz 2 des Kreditwesengesetzes.26.Geschäftstag ist jeder Tag mit Ausnahme von Samstag und Sonntag sowie von gesetzlichen Feiertagen in der Bundesrepublik Deutschland, an denen mindestens an einer Börse im Inland kein Börsenhandel betrieben wird.26a.Global systemrelevantes Institut ist ein Institut im Sinne von Artikel 4 Absatz 1 Nummer 133 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013.27.Grenzüberschreitende Gruppe ist eine Gruppe, deren gruppenangehörige Unternehmen ihren Sitz in mehr als einem Staat des Europäischen Wirtschaftsraums haben.28.Eine Gruppe besteht aus dem übergeordneten Unternehmen und seinen nachgeordneten Unternehmen.29.Gruppenabwicklung ist eine Abwicklungsmaßnahme auf der Ebene des Mutterunternehmens oder des einer Beaufsichtigung auf konsolidierter Basis unterliegenden Instituts sowie die Koordinierung der Anwendung von Abwicklungsinstrumenten und der Ausübung von Abwicklungsbefugnissen durch Abwicklungsbehörden in Bezug auf Unternehmen einer Gruppe, die die Voraussetzungen für eine Abwicklung erfüllen.30.Gruppenangehöriges Unternehmen ist ein Unternehmen, das übergeordnetes oder nachgeordnetes Unternehmen einer Gruppe ist.30a.Hartes Kernkapital ist hartes Kernkapital, das gemäß Artikel 50 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 berechnet wurde.31.Inländische Unionszweigstelle ist eine im Inland unterhaltene Unionszweigstelle.32.Instrumente des harten Kernkapitals sind die Instrumente des harten Kernkapitals im Sinne des Artikels 28 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013.33.In Abwicklung befindliches Institut oder gruppenangehöriges Unternehmen ist ein Institut oder ein gruppenangehöriges Unternehmen, für das eine Abwicklungsmaßnahme getroffen wird.34.Institutsbezogenes Sicherungssystem ist eine Haftungsvereinbarung im Sinne des Artikels 113 Absatz 7 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013.34a.Kombinierte Kapitalpufferanforderung ist eine kombinierte Kapitalpufferanforderung im Sinne von § 10i Absatz 1 des Kreditwesengesetzes.35.Konsolidierende Aufsichtsbehörde ist die Behörde, die im Sinne von Artikel 4 Absatz 1 Nummer 41 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 für die Beaufsichtigung auf konsolidierter Basis zuständig ist.36.Krisenmanagementmaßnahme ist eine Abwicklungsmaßnahme oder die Ausübung von Kontrollbefugnissen gemäß § 86 Absatz 1.37.Krisenpräventionsmaßnahme ist a)die Ausübung von Befugnissen zur Beseitigung von Unzulänglichkeiten oder Hindernissen für die Sanierungsfähigkeit nach § 16,b)die Ausübung von Befugnissen zum Abbau oder zur Beseitigung von Hindernissen für die Abwicklungsfähigkeit nach § 59 oder § 60,c)die Anwendung von Maßnahmen frühzeitigen Eingreifens nach den §§ 36 bis 38 oderd)die Ausübung des Instruments der Beteiligung der Inhaber relevanter Kapitalinstrumente gemäß § 89.38.Kritische Funktionen sind Tätigkeiten, Dienstleistungen und Geschäfte, deren Einstellung zu einer Störung der für die Realwirtschaft unverzichtbaren Dienste oder zu einer Störung der Finanzmarktstabilität in einem oder mehreren Mitgliedstaaten aufgrund der Größe des Instituts oder der Gruppe oder deren Marktanteils, deren externen und internen Verflechtungen, deren Komplexität oder deren grenzüberschreitenden Tätigkeiten führen kann, und zwar insbesondere im Hinblick auf ihre Substituierbarkeit.38a.Liquidationseinheit ist eine in der Union niedergelassene juristische Person, für die im Gruppenabwicklungsplan oder bei Unternehmen, die nicht Teil einer Gruppe sind, im Abwicklungsplan vorgesehen ist, dass das Unternehmen im Wege eines regulären Insolvenzverfahrens zu liquidieren ist, oder ein Unternehmen innerhalb einer Abwicklungsgruppe, bei dem es sich nicht um eine Abwicklungseinheit handelt, für die im Gruppenabwicklungsplan die Ausübung von Herabschreibungs- und Umwandlungsbefugnissen nicht vorgesehen ist.39.Maßnahmenziel meint: a)im Fall des § 107 Absatz 1 Nummer 1 die Herstellung einer Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, welche die Wettbewerbsfähigkeit des übertragenen Unternehmens nachhaltig gewährleistet oder dessen geordnete Abwicklung sicherstellt undb)im Fall des § 107 Absatz 1 Nummer 2 die in § 132 Absatz 1 Nummer 1 bis 3 genannten Ziele.39a.Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der nachgelagerten Führungsebene sind die Geschäftsleitung im Sinne des Artikels 4 Absatz 1 Nummer 10 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013, wobei die Geschäftsleiter im Sinne von Nummer 25 nicht erfasst sind.40.Mitgliedstaat ist ein Mitgliedstaat der Europäischen Union oder ein EFTA-Staat nach Artikel 2 Buchstabe b des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum.40a.Nachrangige berücksichtigungsfähige Instrumente sind Instrumente, die die Bedingungen gemäß Artikel 72a der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 erfüllen und nicht gemäß Artikel 72b Absatz 3 bis 5 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 zugelassen worden sind.41.Notfallliquiditätshilfe ist eine zeitlich begrenzte Maßnahme einer Zentralbank im Sinne des Artikels 4 Absatz 1 Nummer 46 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 gegenüber solventen Instituten oder Gruppen mit vorübergehenden Liquiditätsproblemen zur Behebung der Liquiditätsprobleme.42.Relevantes Mutterinstitut ist ein Mutterinstitut in einem Mitgliedstaat, ein EU-Mutterinstitut, eine Finanzholdinggesellschaft, eine gemischte Finanzholdinggesellschaft, eine gemischte Holdinggesellschaft, eine Mutterfinanzholdinggesellschaft in einem Mitgliedstaat, eine EU-Mutterfinanzholdinggesellschaft, eine gemischte Mutterfinanzholdinggesellschaft in einem Mitgliedstaat oder eine gemischte EU-Mutterfinanzholdinggesellschaft, auf die das Instrument der Gläubigerbeteiligung angewandt wird.43.Saldierungsvereinbarung ist eine Vereinbarung, der zufolge eine Reihe von im Vorhinein festgelegten oder bestimmbaren Forderungen oder Verpflichtungen in eine einzige Nettoforderung umgewandelt werden kann einschließlich a)Vereinbarungen, bei denen die Leistungspflichten der Parteien bei Eintreten eines Ereignisses unmittelbar fällig oder beendet werden und in eine einzige Nettoforderung umzuwandeln oder durch eine solche zu ersetzen sind (Close-out-Nettingvereinbarung),b)Aufrechnungen auf Grund einer Beendigung (close out netting) im Sinne von Artikel 2 Absatz 1 Buchstabe n Ziffer i der Richtlinie 2002/47/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 6.
Juni 2002 über Finanzsicherheiten (ABl. L 168 vom 27.6.2002, S. 43) undc)Aufrechnungen im Sinne von Artikel 2 Buchstabe k der Richtlinie 98/26/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Mai 1998 über die Wirksamkeit von Abrechnungen in Zahlungs- sowie Wertpapierliefer- und -abrechnungssystemen (ABl. L 166 vom 11.6.1998, S. 45).44.Unionszweigstelle ist eine in einem Mitgliedstaat befindliche Zweigstelle eines Drittstaatsinstituts.45.Wesentliche Geschäftsaktivitäten sind Geschäftsbereiche und damit verbundene Dienste, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eines Instituts oder einer Gruppe in erheblicher Weise beeinflussen können. Wesentlich sind auch Geschäftsaktivitäten, die aus Sicht des Instituts oder der Gruppe im Fall einer Störung zu einem erheblichen Ausfall von Einnahmen oder Gewinnen, zu erheblichen Verlusten oder zu einem erheblichen Verlust des Beteiligungswerts führen könnten.46.Zusätzliches Kernkapital sind die Instrumente des zusätzlichen Kernkapitals im Sinne des Artikels 52 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013.47.Zweigstelle ist eine Betriebsstelle im Sinne des Artikels 4 Absatz 17 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013.
§ 3Abwicklungsbehörde; Aufsichtsbehörde
§ 4Vertraulichkeit von Informationen; personenbezogene Daten; Informationsansprüche
§ 5Verschwiegenheitspflicht
§ 6Zulässiger Informationsaustausch zwischen Behörden im Rahmen dieses Gesetzes
§ 7Weitergabe von Informationen an sonstige Stellen
Juli 2014 zur Festlegung einheitlicher Vorschriften und eines einheitlichen Verfahrens für die Abwicklung von Kreditinstituten und bestimmten Wertpapierfirmen im Rahmen eines einheitlichen Abwicklungsmechanismus und eines einheitlichen Abwicklungsfonds sowie zur Änderung der Verordnung (EU) Nr. 1093/2010 (ABl. L 225 vom 30.7.2014, S. 1).
§ 8Vertraulichkeit gegenüber Drittstaaten
§ 9Vorabprüfung auf Vertraulichkeit bei sonstiger Weitergabe von Informationen
Vor der Weitergabe von Informationen außerhalb der Offenbarungsbefugnisse der §§ 5 bis 8 ist sicherzustellen, dass sich darunter keine Informationen im Sinne des § 4 Absatz 1 befinden. Im Rahmen dieser Prüfung sind die Auswirkungen einer Weitergabe auf wirtschaftliche Interessen Betroffener nach § 4 Absatz 1 Nummer 1 und auf öffentliche Interessen nach § 4 Absatz 1 Nummer 2 zu berücksichtigen. Die Auswirkungen einer Weitergabe von Inhalten und Details der Sanierungs- und Abwicklungspläne nach den §§ 12 bis 21 und 40 bis 48 und von Ergebnissen einer Bewertung nach den §§ 57 bis 60 sind dabei gesondert zu untersuchen.
§ 10Sonstige Vorschriften
§ 11Zugang zu Informationen
Zum Schutz einer effektiven Sanierungs- und Abwicklungsplanung und einer effektiven Anwendung der Abwicklungsinstrumente wird ein Zugang zu den Informationen, die der Aufsichts- oder Abwicklungsbehörde im Zusammenhang mit der Sanierungsplanung nach den §§ 12 bis 21 oder der Abwicklungsplanung nach den §§ 40 bis 48 übermittelt wurden oder im Zusammenhang mit der Bewertung gemäß § 69 oder dem Vermarktungsprozess gemäß § 126 bei der Aufsichts- oder Abwicklungsbehörde entstanden sind, nicht gewährt.
020Teil 2Aufsichtsrechtliche Vorschriften und Anforderungen zur Vorbereitung der Sanierung und zur Frühintervention
020010Kapitel 1Sanierungsplanung
§ 12Sanierungsplanung
§ 13Ausgestaltung von Sanierungsplänen
L 184 vom 8.7.2016, S. 1) hat der Sanierungsplan insbesondere folgende wesentliche Bestandteile zu enthalten: 1.eine Zusammenfassung der wesentlichen Inhalte des Sanierungsplans einschließlich einer Bewertung der Sanierungsfähigkeit des Instituts oder der Gruppe;2.eine strategische Analyse des Instituts oder der Gruppe, die Folgendes zu enthalten hat: a)eine Darstellung der Unternehmensstruktur und des Geschäftsmodells,b)die Benennung der wesentlichen Geschäftsaktivitäten und kritischen Funktionen sowiec)eine Beschreibung der internen und externen Vernetzungsstrukturen;3.eine Darstellung, welche Handlungsoptionen dem Institut oder der Gruppe zur Verfügung stehen, um im Krisenfall die finanzielle Stabilität zu sichern oder wiederherzustellen;4.eine Analyse der Auswirkungen jeder der dargestellten Handlungsoptionen auf das Institut oder die Gruppe sowie der Auswirkungen der Handlungsoptionen auf die Fortführung von kritischen Funktionen sowie der Auswirkungen auf andere Marktteilnehmer, Gläubiger und Anteilsinhaber; in diesem Zusammenhang sind auch die Folgen der Handlungsoptionen für die Arbeitnehmer und ihre Vertretungen zu beschreiben;5.eine Analyse der Umsetzbarkeit der dargestellten Handlungsoptionen, einschließlich der möglichen Umsetzungshindernisse, sowie eine Darstellung, ob und wie diese Hindernisse überwunden werden können;6.die Festlegung von qualitativen und quantitativen Indikatoren, die eine rechtzeitige Durchführung von Handlungsoptionen zur Sicherstellung oder Wiederherstellung der finanziellen Stabilität des Instituts oder der Gruppe dergestalt ermöglichen, dass der Krisenfall aus eigener Kraft und ohne Stabilisierungsmaßnahmen der öffentlichen Hand überwunden werden kann; in diesem Zusammenhang ist auch ein Eskalations- und Informationsprozess zu definieren, der sicherstellt, dass die Geschäftsleiterebene rechtzeitig und umfassend in die Entscheidungen eingebunden wird; in dem Sanierungsplan ist ebenfalls vorzusehen, wann und wie die Aufsichtsbehörde im Rahmen des Eskalations- und Informationsprozesses beim Erreichen von Schwellenwerten der Indikatoren informiert wird;7.eine Darstellung von Szenarien für schwerwiegende Belastungen, die einen Krisenfall auslösen können, und deren Auswirkungen auf das Institut oder die Gruppe; die Belastungsszenarien sollen sowohl systemweite Ereignisse als auch das einzelne Institut oder die ganze Gruppe betreffende Ereignisse beinhalten, welche die instituts- oder gruppenspezifischen Gefährdungspotenziale abbilden;8.eine Prüfung der Wirksamkeit und Umsetzbarkeit des Sanierungsplans anhand der Belastungsszenarien;9.ein Kommunikations- und Informationskonzept, in dem die interne und die externe Kommunikation unter Berücksichtigung der für bestimmte Handlungsoptionen geltenden Besonderheiten dargelegt wird;10.eine Aufstellung der vorbereitenden Maßnahmen, die das Institut oder die Gruppe getroffen hat oder zu treffen beabsichtigt, um die Umsetzung des Sanierungsplans zu erleichtern.
§ 14Besondere Anforderungen an die Ausgestaltung von Gruppensanierungsplänen; Einzelsanierungsplan
§ 15Prüfung und Bewertung von Sanierungsplänen
§ 16Maßnahmen bei Mängeln von Sanierungsplänen
§ 17Verfahren bei Gruppensanierungsplänen und Mängeln von Gruppensanierungsplänen, wenn die Aufsichtsbehörde zugleich konsolidierende Aufsichtsbehörde ist
§ 18Verfahren bei Gruppensanierungsplänen und Mängeln von Gruppensanierungsplänen, wenn die Aufsichtsbehörde nicht konsolidierende Aufsichtsbehörde ist
§ 19Vereinfachte Anforderungen
§ 20Befreiung von Instituten, die institutsbezogenen Sicherungssystemen angehören
§ 21Vertraulichkeitspflicht der Institute und gruppenangehörigen Unternehmen
Institute und gruppenangehörige Unternehmen sind verpflichtet, Sanierungspläne und Gruppensanierungspläne vertraulich zu behandeln; sie dürfen die Sanierungspläne oder Gruppensanierungspläne nur an diejenigen Dritten weitergeben, die an der Erstellung und Umsetzung des Sanierungsplans oder Gruppensanierungsplans beteiligt sind.
(+++ § 21: Zur Anwendung vgl. § 22 Abs. 3 Satz 1 +++)
§ 21aVerordnungsermächtigung
020020Kapitel 2Gruppeninterne finanzielle Unterstützung
§ 22Vereinbarung über gruppeninterne finanzielle Unterstützung
§ 23Zulässigkeit und Inhalt einer Vereinbarung über gruppeninterne finanzielle Unterstützung
§ 24Abtretungsverbot
Forderungen und andere Rechte aus einer Vereinbarung über gruppeninterne finanzielle Unterstützung können nicht abgetreten werden. Dritte können keine Rechte aus einer Vereinbarung über gruppeninterne finanzielle Unterstützung herleiten.
(+++ § 24: Zur Anwendung vgl. § 22 Abs. 3 Satz 1 +++)
§ 25Genehmigungserfordernis
Eine Vereinbarung über gruppeninterne finanzielle Unterstützung darf nur mit vorheriger Genehmigung der zuständigen Aufsichtsbehörde auf Antrag des übergeordneten Unternehmens der Gruppe abgeschlossen werden.
(+++ § 25: Zur Anwendung vgl. § 22 Abs. 3 Satz 1 +++)
§ 26Genehmigungsverfahren bei übergeordnetem Unternehmen mit Sitz im Inland
§ 27Genehmigungsverfahren bei übergeordnetem Unternehmen mit Sitz in einem anderen Mitgliedstaat
§ 28Weiterleitung an die Abwicklungsbehörde
Die Aufsichtsbehörde leitet eine gemäß § 26 oder § 27 genehmigte Vereinbarung über gruppeninterne finanzielle Unterstützung an die Abwicklungsbehörde weiter.
(+++ § 28: Zur Anwendung vgl. § 22 Abs. 3 Satz 1 +++)
§ 29Einholung der Zustimmung der Anteilsinhaber; Berichtspflichten gegenüber den Anteilsinhabern
§ 30Voraussetzungen für die Gewährung gruppeninterner finanzieller Unterstützung; Verordnungsermächtigung
§ 31Beschlüsse über Gewährung und Annahme einer finanziellen Unterstützung
§ 32Anzeige der beabsichtigten Gewährung gruppeninterner finanzieller Unterstützung
§ 33Entscheidung der Aufsichtsbehörde über die Gewährung gruppeninterner finanzieller Unterstützung durch ein Unternehmen mit Sitz im Inland
§ 34
Beteiligung der Aufsichtsbehörde bei der Entscheidung über die Gewährung gruppeninterner finanzieller Unterstützung durch ein Unternehmen mit Sitz in einem anderen Mitgliedstaat
§ 35Offenlegungspflichten
020030Kapitel 3Frühzeitiges Eingreifen
§ 36Frühinterventionsmaßnahmen; Verordnungsermächtigung
Gleiches gilt, wenn dem Institut nach einer Bewertung der maßgeblichen Umstände, einschließlich der Eigenmittelanforderungen des Instituts zuzüglich 1,5 Prozentpunkten, in naher Zukunft eine Verschlechterung seiner Finanzlage nach Satz 1 droht. Insbesondere kann die Aufsichtsbehörde 1.von der Geschäftsleitung des Instituts verlangen, a)den Sanierungsplan gemäß § 12 Absatz 4 zu aktualisieren, wenn sich die Umstände, die zur Erfüllung oder zur drohenden Erfüllung der in Satz 1 genannten Voraussetzungen geführt haben, von den Annahmen im Sanierungsplan unterscheiden;b)eine oder mehrere der im Sanierungsplan genannten Handlungsoptionen umzusetzen;c)eine Analyse der Situation vorzunehmen und einen Plan zur Überwindung bestehender Probleme einschließlich eines Zeitplans zu erstellen;d)einen Plan für Verhandlungen über eine Umschuldung mit einigen oder allen Gläubigern zu erstellen;e)die Geschäftsstrategie sowie die rechtlichen und operativen Strukturen zu ändern;f)der Aufsichtsbehörde und der Abwicklungsbehörde, auch im Rahmen einer Prüfung vor Ort, Zugang zu allen Informationen zu gewähren, die zur Aktualisierung des Abwicklungsplans, zur Vorbereitung der Abwicklung des Instituts und zur Bewertung der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des Instituts für Abwicklungszwecke erforderlich sind; § 78 Absatz 2 gilt entsprechend;g)eine Versammlung der Anteilsinhaber mit einer von der Aufsichtsbehörde vorgegebenen Tagesordnung einzuberufen; kommt die Geschäftsleitung dem nicht nach, so kann die Aufsichtsbehörde die Einberufung, einschließlich der erforderlichen Bekanntmachungen, Einladungen, Veröffentlichungen und sonstigen Handlungen, anstelle der Geschäftsleitung mit gleicher Wirkung selbst vornehmen;2.vom Institut verlangen, dass eines oder mehrere der Mitglieder der Geschäftsleitung und des Aufsichts- oder Verwaltungsorgans des Instituts abberufen werden, sofern sie gemäß den Vorschriften des Kreditwesengesetzes für die Erfüllung ihrer Aufgaben nicht geeignet sind.