Verordnung über die Berufsausbildung zum Feinoptiker und zur Feinoptikerin*
Kurz gesagt
Diese Verordnung regelt die Berufsausbildung zum Feinoptiker und zur Feinoptikerin, einschließlich der Inhalte, Dauer und Prüfungen. Sie ist eine Ausbildungsordnung im Sinne der Handwerksordnung und des Berufsbildungsgesetzes.
Was es regelt
- Die staatliche Anerkennung des Ausbildungsberufes Feinoptiker/in.
- Die Dauer und Gliederung der Berufsausbildung.
- Die Inhalte der Ausbildung, aufgeteilt in berufsprofilgebende und integrativ zu vermittelnde Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten.
- Die Struktur und Durchführung der Gesellen- oder Abschlussprüfung in zwei Teilen.
Wen es betrifft
- Auszubildende zum Feinoptiker und zur Feinoptikerin.
- Ausbildende Betriebe, die Feinoptiker und Feinoptikerinnen ausbilden.
Eckpunkte
- Die Berufsausbildung dauert dreieinhalb Jahre.
- Die Gesellen- oder Abschlussprüfung besteht aus zwei Teilen: Teil 1 findet im vierten Ausbildungshalbjahr statt, Teil 2 am Ende der Ausbildung.
- Teil 1 der Prüfung umfasst die Bereiche „Herstellen von planoptischen Bauteilen“ (7 Stunden und 20 Minuten Prüfungszeit) und „Bauteilqualität und Arbeitsorganisation“ (90 Minuten Prüfungszeit).
- Teil 2 der Prüfung umfasst die Bereiche „Herstellen von optischen Baugruppen und Systemen“ (14 Stunden Prüfungszeit), „Fertigungstechnik“ (180 Minuten Prüfungszeit) und „Wirtschafts- und Sozialkunde“.
Gesetzestext
Verordnung über die Berufsausbildung zum Feinoptiker und zur FeinoptikerinSonstErsetzt V 806-21-1-299 v. 22.7.2002 I (FeinOAusbV)Diese Rechtsverordnung ist eine Ausbildungsordnung im Sinne des § 25 de
(+++ Textnachweis ab: 1.8.2024 +++)
EingangsformelAuf Grund –des § 25 Absatz 1 Satz 1 der Handwerksordnung, der zuletzt durch Artikel 2 Nummer 1 des Gesetzes vom
- November 2022 (BGBl. I S. 2009) geändert worden ist, sowie–des § 4 Absatz 1 des Berufsbildungsgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom
- Mai 2020 (BGBl. I S. 920) in Verbindung mit § 1 Absatz 2 des Zuständigkeitsanpassungsgesetzes vom
- August 2002 (BGBl. I S. 3165) und dem Organisationserlass vom
- Dezember 2021 (BGBl. I S. 5176)verordnet das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung:
InhaltsübersichtAbschnitt 1Gegenstand, Dauer und Gliederung der Berufsausbildung§ 1Staatliche Anerkennung des Ausbildungsberufes§ 2Dauer der Berufsausbildung§ 3Gegenstand der Berufsausbildung und Ausbildungsrahmenplan§ 4Struktur der Berufsausbildung und Ausbildungsberufsbild§ 5Ausbildungsplan Abschnitt 2Gesellen- oder Abschlussprüfung§ 6Aufteilung in zwei Teile und Zeitpunkt§ 7Inhalt des Teiles 1§ 8Prüfungsbereiche des Teiles 1§ 9Prüfungsbereich „Herstellen von planoptischen Bauteilen“§ 10Prüfungsbereich „Bauteilqualität und Arbeitsorganisation“§ 11Inhalt des Teiles 2§ 12Prüfungsbereiche des Teiles 2§ 13Prüfungsbereich „Herstellen von optischen Baugruppen und Systemen“§ 14Prüfungsbereich „Fertigungstechnik“§ 15Prüfungsbereich „Wirtschafts- und Sozialkunde“§ 16Gewichtung der Prüfungsbereiche und Anforderungen für das Bestehen der Gesellen- oder Abschlussprüfung§ 17Mündliche Ergänzungsprüfung Abschnitt 3Schlussvorschriften§ 18Inkrafttreten, Außerkrafttreten AnlageAusbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Feinoptiker und zur Feinoptikerin
010Abschnitt 1
Gegenstand, Dauer und Gliederung der Berufsausbildung
§ 1Staatliche Anerkennung des Ausbildungsberufes
Der Ausbildungsberuf mit der Berufsbezeichnung des Feinoptikers und der Feinoptikerin wird staatlich anerkannt nach 1.§ 25 Absatz 1 der Handwerksordnung zur Ausbildung für das Gewerbe nach Anlage B Abschnitt 1 Nummer 35 Feinoptiker der Handwerksordnung und2.§ 4 Absatz 1 des Berufsbildungsgesetzes.
§ 2Dauer der Berufsausbildung
Die Berufsausbildung dauert dreieinhalb Jahre.
§ 3Gegenstand der Berufsausbildung und Ausbildungsrahmenplan
§ 4Struktur der Berufsausbildung und Ausbildungsberufsbild
§ 5Ausbildungsplan
Die Ausbildenden haben spätestens zu Beginn der Ausbildung auf der Grundlage des Ausbildungsrahmenplans für jeden Auszubildenden und für jede Auszubildende einen Ausbildungsplan zu erstellen.
020Abschnitt 2
Gesellen- oder Abschlussprüfung
§ 6Aufteilung in zwei Teile und Zeitpunkt
§ 7
Inhalt des Teiles 1Teil 1 der Gesellen- oder Abschlussprüfung erstreckt sich auf 1.die im Ausbildungsrahmenplan für die ersten drei Ausbildungshalbjahre genannten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie2.den im Berufsschulunterricht zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er den im Ausbildungsrahmenplan genannten Fertigkeiten, Kenntnissen und Fähigkeiten entspricht.
§ 8
Prüfungsbereiche des Teiles 1Teil 1 der Gesellen- oder Abschlussprüfung findet in den folgenden Prüfungsbereichen statt: 1.„Herstellen von planoptischen Bauteilen“ und2.„Bauteilqualität und Arbeitsorganisation“.
§ 9Prüfungsbereich „Herstellen von planoptischen Bauteilen“
§ 10Prüfungsbereich „Bauteilqualität und Arbeitsorganisation“
§ 11Inhalt des Teiles 2
§ 12
Prüfungsbereiche des Teiles 2Teil 2 der Gesellen- oder Abschlussprüfung findet in den folgenden Prüfungsbereichen statt: 1.„Herstellen von optischen Baugruppen und Systemen“,2.„Fertigungstechnik“ und3.„Wirtschafts- und Sozialkunde“.
§ 13Prüfungsbereich „Herstellen von optischen Baugruppen und Systemen“
§ 14Prüfungsbereich „Fertigungstechnik“
§ 15Prüfungsbereich „Wirtschafts- und Sozialkunde“
§ 16Gewichtung der Prüfungsbereiche und Anforderungen für das Bestehen der Gesellen- oder Abschlussprüfung
- ][Text: mit 20 Prozent,]-->„Herstellen von planoptischen Bauteilen“mit 20 Prozent,
- ][Text: mit 10 Prozent,]-->„Bauteilqualität und Arbeitsorganisation“mit 10 Prozent,
- ][Text: mit 40 Prozent,]-->„Herstellen von optischen Baugruppen und Systemen“mit 40 Prozent,
- ][Text: mit 20 Prozent ]-->„Fertigungstechnik“mit 20 Prozent sowie
- ][Text: mit 10 Prozent.]-->„Wirtschafts- und Sozialkunde“mit 10 Prozent.
§ 17Mündliche Ergänzungsprüfung
030Abschnitt 3
Schlussvorschriften
§ 18Inkrafttreten, Außerkrafttreten
Diese Verordnung tritt am
- August 2024 in Kraft. Gleichzeitig tritt die Verordnung über die Berufsausbildung zum Feinoptiker/zur Feinoptikerin vom
- Juli 2002 (BGBl. I S. 2748) außer Kraft.
Anlage(zu § 3 Absatz 1)Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Feinoptiker und zur Feinoptikerin(Fundstelle: BGBl. 2024 I Nr. 95, S. 8 - 16) Abschnitt A: berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und FähigkeitenLfd. Nr.BerufsbildpositionenFertigkeiten, Kenntnisse und FähigkeitenZeitliche Richtwerte in Wochen im
- bis
- Monat
- bis
- Monat12341manuelles und maschinelles Herstellen von plan- und rundoptischen Bauteilen (§ 4 Absatz 2 Nummer 1)a)Funktionen von planoptischen Bauteilen unter Berücksichtigung der Eigenschaften von Rohstoffen erläuternb)Funktionen von sphärischen und asphärischen optischen Bauteilen sowie Freiformen unter Berücksichtigung der Eigenschaften von Rohstoffen erläuternc)Rohteile und Halbzeuge unter Berücksichtigung von Rohstoff- und Werkzeugeigenschaften spanlos und spanend trennen, insbesondere durch Anritzen und Brechen sowie durch Trennschleifend)Schleifverfahren und Schleifwerkzeuge auftragsbezogen und rohstoffspezifisch auswählene)Läppmittel und Läppwerkzeuge auftragsbezogen und rohstoffspezifisch auswählenf)Poliermittel und Polierwerkzeuge auftragsbezogen und rohstoffspezifisch auswähleng)Polierwerkzeuge unter Berücksichtigung geometrischer Anforderungen herstellenh)Schleif-, Läpp- und Polierwerkzeuge konditioniereni)Rohteile und Halbzeuge in Maschinen und Anlagen unter Berücksichtigung ihrer Geometrie fixieren, insbesondere durch Kitten und Spannenj)Halbzeuge aus unterschiedlichen Werkstoffen, insbesondere Glas, unter Berücksichtigung von Form-, Lage- und Maßtoleranzen herstellen, insbesondere durch Schleifen, Läppen und Polierenk)Maschinen- und Anlagenwerte prozessbezogen ermitteln, einstellen und optimierenl)Betriebsstoffe, insbesondere Läpp- und Poliermittel sowie Kühlschmierstoffe, ansetzenm)optische Bauteile für die weitere Bearbeitung schützenn)optische Bauteile lagern, verpacken und transportieren und dabei Maßnahmen zur Vermeidung von Schäden ergreifen23o)Eigenschaften von Betriebsstoffen, insbesondere chemische Eigenschaften, Konzentration und Temperatur, während des Bearbeitungsprozesses kontrollieren und bei Abweichungen Korrekturmaßnahmen ergreifenp)Halbzeuge in Maschinen und Anlagen ausrichten und zentrierschleifenq)Programme für rechnergestützte Fertigungsprozesse erstellen23r)Maschinen- und Anlagenparameter für rechnergestützte Fertigungsprozesse einstellens)automatisierte Prozesse überwachen und bei Abweichungen Korrekturmaßnahmen ergreifent)automatisierte Prozesse optimieren2Auswählen und Anwenden von Fügetechniken (§ 4 Absatz 2 Nummer 2)a)Fügetechniken zur Bearbeitung von Rohteilen und Halbzeugen unter Berücksichtigung von Rohstoffeigenschaften auftragsbezogen anwendenb)Spannungen beim Fügen von Rohteilen und Halbzeugen vermeidenc)Kittarten nach Eigenschaften unterscheiden und Kittverfahren, insbesondere unter Berücksichtigung von Materialeigenschaften, Geometrien, Toleranzen und Stückzahlen, zum Fixieren und Justieren für zu bearbeitende Rohteile und Halbzeuge auswählen und anwendend)Verbindungen von Rohteilen und Halbzeugen verfahrensabhängig lösen6e)Halbzeuge und Ansprengkörper, insbesondere unter Berücksichtigung von Oberflächenformtoleranzen und Oberflächenunvollkommenheiten, vorbereiten und durch Adhäsion verbinden33Reinigen von optischen Bauteilen, Baugruppen und Systemen (§ 4 Absatz 2 Nummer 3)a)Reinigungsverfahren und Reinigungsmittel unter Berücksichtigung der Geometrie von optischen Bauteilen, Baugruppen und Systemen auftragsbezogen und werkstoffspezifisch auswählen, dabei ökologische und ökonomische Aspekte von Nachhaltigkeit beachtenb)optische Bauteile, Baugruppen und Systeme zur manuellen und maschinellen Reinigung vorbereitenc)optische Bauteile, Baugruppen und Systeme manuell reinigend)Ergebnisse von Reinigungsmaßnahmen bewerten, Abweichungen dokumentieren und bei Abweichungen Maßnahmen ergreifene)Reinigungsmittel einer umweltgerechten Entsorgung zuführen5f)optische Bauteile, Baugruppen und Systeme maschinell reinigeng)Reinigungsverfahren und Reinigungsmittel für beschichtete optische Bauteile, Baugruppen und Systeme auswählen und Reinigungsverfahren durchführenh)Reinigungsbäder nach betrieblichen Vorgaben ansetzen und prüfeni)Hilfsmittel zur Bestückung von Reinigungsanlagen auswählen und Reinigungsanlagen bestücken54Anwenden von Verfahren zur Oberflächenbeschichtung (§ 4 Absatz 2 Nummer 4)a)Beschichtungsmaterialien und deren Eigenschaften sowie Beschichtungsverfahren unterscheidenb)optische Bauteile unter Berücksichtigung von deren Materialeigenschaften sowie Beschichtungsverfahren und Beschichtungsmaterialien zum Beschichten vorbereitenc)Beschichtungsanlagen vorbereiten und bestückend)Oberflächenbeschichtungen durchführen, dabei Beschichtungsanlagen bedienen und steuern sowie bei Abweichungen Maßnahmen ergreifene)Oberflächen nach der Beschichtung, insbesondere auf Festigkeit, Reflexion und Transmission sowie Unvollkommenheiten, prüfenf)Prüfergebnisse bewerten, dokumentieren und bei Abweichungen Korrekturmaßnahmen ergreifen95Montieren und Justieren von Bauteilen und Baugruppen zu optischen Systemen (§ 4 Absatz 2 Nummer 5)a)Maßnahmen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz ergreifen sowie persönliche Schutzausrüstung einsetzenb)Hilfsstoffe, insbesondere Feinkitte, Vorrichtungen sowie Werkzeuge und Maschinen auswählen und bereitstellenc)Bauteile nach technischen Unterlagen zur Montage vorbereiten und montagegerecht lagernd)optische Bauteile nach technischen Unterlagen zu optischen Baugruppen montieren, insbesondere durch Feinkitten4e)Bauteile für den Einbau auf Funktionalität prüfenf)Maßnahmen zur Vermeidung von Spannungen ergreifeng)mechanische, elektronische sowie optische Bauteile und Baugruppen nach technischen Unterlagen zu optischen Systemen unter Berücksichtigung von Aufbau und Funktionen montieren, insbesondere durch Kleben, Klemmen und Verschraubenh)Bauteile, Baugruppen und optische Systeme unter Beachtung von Maß- und Lagetoleranzen während des Montagevorganges justieren und sicherni)bei der Montage von optoelektronischen Systemen Electro-Static-Discharge-Schutz einhaltenj)Bauteile, Baugruppen und optische Systeme während Montagevorgängen und nach Endmontage anhand technischer Unterlagen auf Funktionalität prüfenk)bei funktionalen Abweichungen Korrekturmaßnahmen ergreifenl)Ergebnisse bewerten und dokumentierenm)Bauteile, Baugruppen und optische Systeme lagern, für den Versand vorbereiten und verpacken76Messen und Prüfen von optischen Bauteilen, Baugruppen und Systemen (§ 4 Absatz 2 Nummer 6)a)Aufbau und Funktion von Mess- und Prüfmitteln, insbesondere Interferometer und Goniometer, unterscheidenb)Mess- und Prüfverfahren sowie Mess- und Prüfmittel, insbesondere optische, mechanische und digitale Mess- und Prüfmittel, auftragsbezogen auswählenc)Mess- und Prüfmittel einstellen, kalibrieren und deren Funktionalität überwachend)optische Bauteile zum Messen und Prüfen vorbereiten, dabei Umwelteinflüsse auf das Messen und Prüfen beachtene)optische Bauteile auf Eigenschaften und Abweichungen, insbesondere in Bezug auf Formen, Längen, Winkel und Zentrierungen, prüfenf)optische Bauteile auf Eigenschaften und Abweichungen, insbesondere in Bezug auf Werkstoffbeschaffenheit und Oberflächenbeschaffenheit, prüfeng)Funktionen von optischen Bauteilen prüfenh)Abweichungen von optischen Bauteilen identifizieren sowie Korrekturmaßnahmen durchführen und veranlasseni)Mess- und Prüfprotokolle erstellenj)Messdaten und Prüfergebnisse auf Plausibilität prüfen, aufbereiten, analysieren, dokumentieren und für die weitere Produktion nutzen12k)optische Baugruppen und Systeme zum Messen und Prüfen vorbereiten, dabei Umwelteinflüsse auf das Messen und Prüfen beachtenl)optische Baugruppen und Systeme auf Eigenschaften und Abweichungen, insbesondere in Bezug auf Formen, Längen, Winkel und Zentrierungen, prüfenm)optische Baugruppen und Systeme auf Eigenschaften und Abweichungen, insbesondere in Bezug auf Werkstoffbeschaffenheit und Oberflächenbeschaffenheit, prüfenn)Funktionen von optischen Baugruppen und Systemen prüfeno)Abweichungen von optischen Baugruppen und Systemen identifizieren sowie Korrekturmaßnahmen durchführen und veranlassenp)Endkontrollen durchführen und dokumentieren127manuelles und maschinelles Bearbeiten von Metallen und Kunststoffen (§ 4 Absatz 2 Nummer 7)a)Halbzeuge aus Metallen und Kunststoffen sowie manuelle und maschinelle Bearbeitungsverfahren unter Berücksichtigung von Werkstoffeigenschaften auswählenb)Halbzeuge durch manuelle Bearbeitungsverfahren spanend und spanlos bearbeiten und trennen, insbesondere durch Biegen, Feilen und Sägenc)Halbzeuge durch maschinelle Bearbeitungsverfahren bearbeiten, insbesondere durch Bohren, Drehen und Fräsen 4d)Außen- und Innengewinde unter Beachtung von Werkstoffeigenschaften schneidene)Bauteile und Baugruppen fügen, insbesondere durch Kleben, Schrauben und Stiften8Anwenden des Qualitätsmanagements (§ 4 Absatz 2 Nummer 8)a)Ziele, Aufgaben und Organisation von Qualitätsmanagementsystemen erläuternb)betriebliches Qualitätsmanagementsystem anwendenc)produkt- und prozessbezogene Qualitätsstandards unter Berücksichtigung von Normen und Richtlinien anwendend)zur Qualitätssicherung Daten systematisch erfassen und auswerten6e)Ursachen von Fehlern und Qualitätsmängeln systematisch identifizieren, Maßnahmen zur Beseitigung ergreifen und dokumentierenf)zur kontinuierlichen Verbesserung von Prozessen im eigenen Arbeitsbereich beitragen69Planen, Steuern und Optimieren von Arbeitsprozessen (§ 4 Absatz 2 Nummer 9)a)Arbeitsaufträge unter Berücksichtigung von technischen Unterlagen prüfenb)Verfahren unter Berücksichtigung betrieblicher Vorgaben sowie von Materialeigenschaften auswählenc)Arbeitsprozesse und Arbeitsschritte unter Beachtung von Qualitätsvorgaben, wirtschaftlicher und terminlicher Vorgaben sowie Nachhaltigkeitsaspekten planend)Material- und Stücklisten erstellene)Werkstoffe, Betriebsstoffe, Werkzeuge, Maschinen und Anlagen auftragsbezogen bereitstellen und vorbereitenf)Einsatzbereitschaft von Werkzeugen, Maschinen und Anlagen prüfen und bei Abweichungen Korrekturmaßnahmen ergreifeng)Arbeitsplätze unter Berücksichtigung von Arbeitsabläufen vorbereitenh)Störungen von Arbeitsprozessen erkennen und Maßnahmen zu deren Behebung veranlasseni)Arbeitsergebnisse kontrollieren und anhand von Vorgaben bewerten sowie dokumentieren9j)Arbeitsprozesse und Arbeitsergebnisse auf der Grundlage von prozess- und produktbezogenen Daten analysieren, auswerten, dokumentieren und optimieren910Bereitstellen von Werkstoffen und Betriebsstoffen (§ 4 Absatz 2 Nummer 10)a)Werkstoffe und Betriebsstoffe nach Form, Art und Qualität sowie nach Verarbeitbarkeit unterscheiden und auftragsbezogen auswählenb)die Verfügbarkeit und Qualität von Werkstoffen und Betriebsstoffen prüfen sowie bei Abweichungen Maßnahmen ergreifenc)Werk- und Betriebsstoffe zum Schleifen, Läppen und Polieren bereitstellend)Betriebsstoffe, insbesondere Kühl- und Schmierstoffe, kennzeichnen, auffüllen und wechseln3e)Werkstoffe und Betriebsstoffe nach rechtlichen Regelungen und betrieblichen Vorgaben entsorgenf)Maßnahmen zum effizienten Umgang mit Wasser ergreifeng)Transport und Lagerung von Werk- und Betriebsstoffen sowie von Produkten sicherstellenh)Waren annehmen und anhand von Begleitdokumenten prüfen, insbesondere auf Vollständigkeit und Qualität, sowie Wareneingangsdaten erfassen11Bedienen und Steuern von Produktionsanlagen (§ 4 Absatz 2 Nummer 11)a)Aufbau und Funktionszusammenhänge von Produktionsanlagen und Zusatzeinrichtungen erläutern sowie deren Betriebsbereitschaft prüfen und sicherstellenb)Wirksamkeit mechanischer und elektrischer Sicherheitsvorrichtungen und Meldesysteme prüfen2c)auftragsbezogene Daten für den Einsatz von Produktionsanlagen, auch von vernetzten Produktionsanlagen, in Abhängigkeit von Werkstoffen, Bauteilen und Baugruppen sowie Verfahrenstechnik prüfen, einsetzen und diese Anlagen in Betrieb nehmend)in der digital vernetzten Produktion selbstorganisiert arbeitene)Programmabläufe von Produktionsanlagen sowie Produktionsprozesse und Fertigungsparameter überwachen und steuernf)Störungen an Produktionsanlagen feststellen, eingrenzen und Maßnahmen zur Behebung veranlassen2012Instandhalten von Betriebsmitteln (§ 4 Absatz 2 Nummer 12)a)Verfahren zur Reinigung, Inspektion und Wartung von Werkzeugen, Maschinen und Anlagen sowie Mess- und Prüfmitteln auswählenb)Reinigungs-, Inspektions- und Wartungsarbeiten durchführen, dabei Maßnahmen zum Umweltschutz und zur Nachhaltigkeit ergreifenc)Ergebnisse von Reinigungs-, Inspektion- und Wartungsarbeiten bewerten und nach betrieblichen Vorgaben dokumentierend)persönliche Schutzausrüstung einsetzen sowie Maßnahmen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz ergreifen3e)Störungen an Werkzeugen, Maschinen und Anlagen erkennen und Maßnahmen zu deren Beseitigung veranlassenf)Herstellervorgaben, technische Anweisungen und betriebliche Vorgaben beachteng)Betriebsbereitschaft von Werkzeugen, Maschinen und Anlagen sicherstellen, Verschleißteile austauschen und den Austausch veranlassen313Anwenden von betrieblicher und technischer Kommunikation (§ 4 Absatz 2 Nummer 13)a)Aufgaben im Team abstimmen, planen und umsetzen, Ergebnisse auswerten und präsentieren sowie Aufgaben übergebenb)Gespräche situationsgerecht führen und Sachverhalte darstellen, dabei Fachbegriffe anwendenc)technische Zeichnungen sowie Skizzen und Stücklisten unter Berücksichtigung von Normen, insbesondere Toleranznormen, anwenden sowie analog und digital anfertigend)technische Unterlagen, insbesondere Betriebsanleitungen, Kataloge und Reparaturanleitungen, anwenden5e)Kommunikation mit vorausgehenden und nachfolgenden Funktionsbereichen sicherstellenf)einfache Auskünfte, auch in einer Fremdsprache, erteileng)betriebliches Informationssystem zum Bearbeiten von Arbeitsaufträgen anwenden sowie zur Beschaffung von Informationen und technischen Unterlagen nutzenh)betriebliches Informationssystem zur Beschaffung und Lagerung von Werkstoffen, Betriebsstoffen und Betriebsmitteln nutzeni)betriebliche Standardsoftware anwenden3 Abschnitt B: integrativ zu vermittelnde Fertigkeiten, Kenntnisse und FähigkeitenLfd. Nr.BerufsbildpositionenFertigkeiten, Kenntnisse und FähigkeitenZeitliche Zuordnung
- bis
- Monat
- bis
- Monat12341Organisation des Ausbildungsbetriebes, Berufsbildung sowie Arbeits- und Tarifrecht (§ 4 Absatz 3 Nummer 1)a)den Aufbau und die grundlegenden Arbeits- und Geschäftsprozesse des Ausbildungsbetriebes erläuternb)Rechte und Pflichten aus dem Ausbildungsvertrag sowie Dauer und Beendigung des Ausbildungsverhältnisses erläutern und Aufgaben der im System der dualen Berufsausbildung Beteiligten beschreibenc)die Bedeutung, die Funktion und die Inhalte der Ausbildungsordnung und des betrieblichen Ausbildungsplans erläutern sowie zu deren Umsetzung beitragend)die für den Ausbildungsbetrieb geltenden arbeits-, sozial-, tarif- und mitbestimmungsrechtlichen Vorschriften erläuterne)Grundlagen, Aufgaben und Arbeitsweise der betriebsverfassungs- oder personalvertretungsrechtlichen Organe des Ausbildungsbetriebes erläuternf)Beziehungen des Ausbildungsbetriebes und seiner Beschäftigten zu Wirtschaftsorganisationen und Gewerkschaften erläuterng)Positionen der eigenen Entgeltabrechnung erläuternh)wesentliche Inhalte von Arbeitsverträgen erläuterni)Möglichkeiten des beruflichen Aufstiegs und der beruflichen Weiterentwicklung erläutern2Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit (§ 4 Absatz 3 Nummer 2)a)Rechte und Pflichten aus den berufsbezogenen Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften kennen und diese Vorschriften anwendenb)Gefährdungen von Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz und auf dem Arbeitsweg prüfen und beurteilenc)sicheres und gesundheitsgerechtes Arbeiten erläuternd)technische und organisatorische Maßnahmen zur Vermeidung von Gefährdungen sowie von psychischen und physischen Belastungen für sich und andere, auch präventiv, ergreifene)ergonomische Arbeitsweisen beachten und anwendenf)Verhaltensweisen bei Unfällen beschreiben und erste Maßnahmen bei Unfällen einleiteng)betriebsbezogene Vorschriften des vorbeugenden Brandschutzes anwenden, Verhaltensweisen bei Bränden beschreiben und erste Maßnahmen zur Brandbekämpfung ergreifenwährend der gesamten Ausbildung3Umweltschutz und Nachhaltigkeit (§ 4 Absatz 3 Nummer 3)a)Möglichkeiten zur Vermeidung betriebsbedingter Belastungen für Umwelt und Gesellschaft im eigenen Aufgabenbereich erkennen und zu deren Weiterentwicklung beitragenb)bei Arbeitsprozessen und im Hinblick auf Produkte, Waren oder Dienstleistungen Materialien und Energie unter wirtschaftlichen, umweltverträglichen und sozialen Gesichtspunkten der Nachhaltigkeit nutzenc)für den Ausbildungsbetrieb geltende Regelungen des Umweltschutzes einhaltend)Abfälle vermeiden sowie Stoffe und Materialien einer umweltschonenden Wiederverwertung oder Entsorgung zuführene)Vorschläge für nachhaltiges Handeln für den eigenen Arbeitsbereich entwickelnf)unter Einhaltung betrieblicher Regelungen im Sinne einer ökonomischen, ökologischen und sozial nachhaltigen Entwicklung zusammenarbeiten und adressatengerecht kommunizieren4digitalisierte Arbeitswelt (§ 4 Absatz 3 Nummer 4)a)mit eigenen und betriebsbezogenen Daten sowie mit Daten Dritter umgehen und dabei die Vorschriften zum Datenschutz und zur Datensicherheit einhaltenb)Risiken bei der Nutzung von digitalen Medien und informationstechnischen Systemen einschätzen und bei deren Nutzung betriebliche Regelungen einhaltenc)ressourcenschonend, adressatengerecht und effizient kommunizieren sowie Kommunikationsergebnisse dokumentierend)Störungen in Kommunikationsprozessen erkennen und zu ihrer Lösung beitragene)Informationen in digitalen Netzen recherchieren und aus digitalen Netzen beschaffen sowie Informationen, auch fremde, prüfen, beurteilen und auswählenf)Lern- und Arbeitstechniken sowie Methoden des selbstgesteuerten Lernens anwenden, digitale Lernmedien nutzen und Erfordernisse des lebensbegleitenden Lernens erkennen und ableiteng)Aufgaben zusammen mit Beteiligten, einschließlich der Beteiligten anderer Arbeits- und Geschäftsbereiche, auch unter Nutzung digitaler Medien, planen, bearbeiten und gestaltenh)Wertschätzung anderer unter Berücksichtigung gesellschaftlicher Vielfalt praktizieren