Gesetz zur Errichtung eines Sondervermögens „Kommunalinvestitionsförderungsfonds“
Kurz gesagt
Dieses Gesetz regelt die Errichtung und Verwaltung eines Sondervermögens des Bundes namens „Kommunalinvestitionsförderungsfonds“, um finanzschwache Gemeinden und Gemeindeverbände zu unterstützen. Es dient der Förderung von Investitionen und der Entwicklung der Schulinfrastruktur in diesen Kommunen.
Was es regelt
- Die Errichtung eines Sondervermögens des Bundes mit dem Namen „Kommunalinvestitionsförderungsfonds“.
- Die Gewährung von Finanzhilfen an die Länder zur Förderung von Investitionen finanzschwacher Gemeinden und Gemeindeverbände.
- Die Finanzierung und Verwaltung dieses Sondervermögens.
- Die Auflösung des Sondervermögens nach Erfüllung seiner Aufgaben.
Wen es betrifft
- Die Länder, die Finanzhilfen zur Weiterleitung erhalten.
- Finanzschwache Gemeinden und Gemeindeverbände, die Investitionen tätigen möchten.
Eckpunkte
- Der Bund stellt dem Sondervermögen insgesamt 7 Milliarden Euro zur Verfügung.
- Das Sondervermögen ist nicht rechtsfähig, kann aber unter seinem Namen im Rechtsverkehr handeln.
- Der Bund haftet unmittelbar für die Verbindlichkeiten des Sondervermögens.
- Das Sondervermögen ist spätestens mit Ablauf des Jahres 2027 aufzulösen.
Gesetzestext
Gesetz zur Errichtung eines Sondervermögens „Kommunalinvestitionsförderungsfonds“Stand
(+++ Textnachweis ab: 30.6.2015 +++)
§ 1Errichtung eines Sondervermögens
Es wird ein Sondervermögen des Bundes mit der Bezeichnung „Kommunalinvestitionsförderungsfonds“ (KInvF) errichtet.
§ 2Zweck des Sondervermögens
Aus dem Sondervermögen sollen Finanzhilfen an die Länder zur Förderung von besonders bedeutsamen Investitionen finanzschwacher Gemeinden und Gemeindeverbände gewährt werden.
§ 3Stellung im Rechtsverkehr
§ 4Finanzierung des Sondervermögens
Der Bund stellt dem Sondervermögen einen Betrag in Höhe von insgesamt 7 Milliarden Euro zur Verfügung.
§ 5Wirtschaftsplan, Haushaltsrecht
§ 6Rechnungslegung
Das Bundesministerium der Finanzen legt jährlich Rechnung über die Einnahmen und Ausgaben des Sondervermögens. Sie ist als Übersicht der Haushaltsrechnung des Bundes beizufügen.
§ 7Verwaltungskosten
Die Kosten für die Verwaltung des Sondervermögens trägt der Bund.
§ 8Auflösung
Das Sondervermögen ist nach Erfüllung seiner gesetzlichen Aufgaben, spätestens mit Ablauf des Jahres 2027 aufzulösen. Ein verbleibendes Vermögen fällt dem Bund zu. Die Einzelheiten der Abwicklung des Sondervermögens nach seiner Auflösung bestimmt die Bundesregierung in einer Rechtsverordnung, die nicht der Zustimmung des Bundesrates bedarf.
AnlageAnlage zu Art 1 § 5 Absatz 1(Fundstelle: BGBl. I 2015, 978 - 979) Anlage (zu § 5 Absatz 1)Wirtschaftsplan des Sondervermögens „Kommunalinvestitionsförderungsfonds“Vorbemerkung In Ausführung des Gesetzes zur Errichtung eines Sondervermögens „Kommunalinvestitionsförderungsfonds“ (KInvF) wird ein „Kommunalinvestitionsförderungsfonds“ als Sondervermögen des Bundes errichtet. Der Fonds dient der Förderung von Investitionen finanzschwacher Kommunen in den Jahren 2015 bis 2018 und soll dadurch einen Beitrag zum Ausgleich unterschiedlicher Wirtschaftsstruktur leisten. Das Volumen des Fonds beträgt 3,5 Milliarden Euro. Mit Blick auf den Adressatenkreis – finanzschwache Kommunen – beträgt die Förderquote des Bundes bis zu 90 Prozent. Die Länder stellen sicher, dass die finanzschwachen Kommunen einen Eigenanteil von mindestens 10 Prozent der Investitionssumme auch erbringen können und dürfen.Überblick zur AnlageSoll 2015Soll 2014Veränderung gegenüber 2014Ausgabereste 2014Ist 20131 000 €1 000 €1 000 €1 000 €1 000 €EinnahmenÜbrige Einnahmen3 500 000–+3 500 000–Gesamteinnahmen3 500 000–+3 500 000–AusgabenAusgaben für Investitionen3 500 000–+3 500 000–Besondere Finanzierungsausgaben––––Gesamtausgaben3 500 000–+3 500 000–davon nicht flexibilisiert3 500 000–+3 500 000– Titel FunktionZweckbestimmungSoll 2015 1 000 €Soll 2014 1 000 €Ist 2013 1 000 €EinnahmenÜbrige Einnahmen334 01 -813Zuführungen des Bundes3 500 000––359 01 -850Entnahme aus Rücklage–––Haushaltsvermerk:Mehreinnahmen sind gemäß Kommunalinvestitionsförderungsfonds-Errichtungsgesetz zweckgebunden. Sie dienen nur zur Leistung der Mehrausgaben bei folgenden Titeln: 882 01 und 919 01.AusgabenHaushaltsvermerk:1.Mehrausgaben dürfen bis zur Höhe der zweckgebundenen Mehreinnahmen bei folgenden Titeln geleistet werden: 359 012.Erstattungen und Rückzahlungen fließen den Ausgaben zu.Ausgaben für Investitionen882 01 -813Finanzhilfen gemäß § 3 KInvFG3 500 000––Erläuterungen:Die Mittel werden wie folgt auf die Länder aufgeteilt: Bezeichnung€Baden-Württemberg247 695 000Bayern289 240 000Berlin137 847 500Brandenburg107 947 000Bremen38 773 000Hamburg58 422 000Hessen317 138 500Mecklenburg-Vorpommern79 275 000Niedersachsen327 540 500Nordrhein-Westfalen1 125 621 000Rheinland-Pfalz253 197 000Saarland75 313 000Sachsen155 753 500Sachsen-Anhalt110 880 000Schleswig-Holstein99 536 500Thüringen75 820 500Zusammen3 500 000 000 Besondere Finanzierungsausgaben919 01 -850Zuführung an Rücklage–––
AnlageAnlage zu Art 6 § 5 Absatz 1(Fundstelle: BGBl. I 2017, 3156 - 3157) Anlage zu Artikel 6 § 5 Absatz 1Wirtschaftsplan des Sondervermögens „Kommunalinvestitionsförderungsfonds“ In Ausführung des Gesetzes zur Errichtung eines Sondervermögens „Kommunalinvestitionsförderungsfonds“ (KInvF) vom
- Juni 2015 (BGBl. I S. 974), das zuletzt durch Artikel 6 des Begleitgesetzes zur Neuregelung des bundesstaatlichen Finanzausgleichssystems ab dem Jahr 2020 und zur Änderung haushaltsrechtlicher Vorschriften vom
- August 2017 (BGBl. I S. 3122) geändert worden ist, werden zusätzlich zum bestehenden Volumen des Sondervermögens „Kommunalinvestitionsförderungsfonds“ von 3,5 Milliarden Euro weitere 3,5 Milliarden Euro durch den Bund zur Verfügung gestellt. Der Fonds dient neben der Förderung von Investitionen finanzschwacher Kommunen nach Artikel 104b des Grundgesetzes in den Jahren 2015 bis 2020 (Finanzhilfen nach § 3 KInvFG) nunmehr auch der Entwicklung der Schulinfrastruktur finanzschwacher Kommunen nach Artikel 104c des Grundgesetzes in den Jahren 2017 bis 2020 (Finanzhilfen nach § 10 KInvFG). Mit Blick auf den Adressatenkreis – finanzschwache Kommunen – beträgt die Förderquote des Bundes bis zu 90 Prozent. Die Länder stellen sicher, dass die finanzschwachen Kommunen einen Eigenanteil von mindestens 10 Prozent der Investitionssumme auch erbringen können und dürfen. Überblick zur AnlageSoll 2017 1 000 €Soll 2016 1 000 €Veränderung gegenüber 2016 1 000 €Ausgabereste 2016 1 000 €Ist 2015 1 000 € EinnahmenÜbrige Einnahmen..................................................3 500 0003 500 000–3 500 000Gesamteinnahmen..................................................3 500 0003 500 000–3 500 000AusgabenAusgaben für Investitionen.....................................3 500 000–+3 500 000261Besondere Finanzierungsausgaben..........................–3 500 000–3 500 0003 499 739Gesamtausgaben...................................................3 500 0003 500 000–3 500 000davon nicht flexibilisiert..........................................3 500 0003 500 000–3 500 000 Titel FunktionZweckbestimmungSoll 2017 1 000 €Soll 2016Reste 2016 1 000 €Ist 2015 1 000 € EinnahmenÜbrige Einnahmen334 01 -813Zuführungen des Bundes–3 500 0003 500 000359 01 -850Entnahme aus Rücklagen3 500 000––Haushaltsvermerk:Mehreinnahmen sind gemäß Kommunalinvestitionsförderungsfonds-Errichtungsgesetz zweckgebunden. Sie dienen nur zur Leistung der Mehrausgaben bei folgenden Titeln: 882 01, 882 02 und 919 01.AusgabenHaushaltsvermerk: 1.Mehrausgaben dürfen bis zur Höhe der zweckgebundenen Mehreinnahmen bei folgendem Titel geleistet werden: 359 01.2.Erstattungen und Rückzahlungen fließen den Ausgaben zu.Ausgaben für Investitionen882 01 -813Finanzhilfen gemäß § 3 KInvFG––261882 02 -813Finanzhilfen gemäß § 10 KInvFG3 500 000––Erläuterungen: Die Mittel werden wie folgt auf die Länder aufgeteilt:Bezeichnung€ Baden-Württemberg.................251 240 500Bayern....................................293 048 000Berlin......................................140 399 000Brandenburg............................102 368 000Bremen...................................42 430 500Hamburg.................................61 425 000Hessen....................................329 976 500Mecklenburg-Vorpommern.......75 229 000Niedersachsen.........................288 792 000Nordrhein-Westfalen................1 120 602 000Rheinland-Pfalz........................256 595 500Saarland..................................72 002 000Sachsen...................................177 908 500Sachsen-Anhalt........................116 431 000Schleswig-Holstein...................99 736 000Thüringen................................71 816 500Zusammen...............................3 500 000 000 Besondere Finanzierungsausgaben919 01 -850Zuführung an Rücklage–3 500 0003 499 739