Gesetz über befristete Arbeitsverträge mit Ärzten in der Weiterbildung
Worum geht es in dieser Vorschrift?
Dieses Gesetz regelt die Befristung von Arbeitsverträgen für Ärzte und Psychotherapeuten, die sich in Weiterbildung befinden. Es legt fest, unter welchen Bedingungen solche Verträge befristet werden dürfen und wie lange diese Befristungen maximal dauern können.
Für wen: Ärzte in Weiterbildung zum Facharzt, zum Erwerb einer Anerkennung für einen Schwerpunkt, einer Zusatzbezeichnung, eines Fachkundenachweises oder einer Bescheinigung über eine fakultative Weiterbildung; Psychotherapeuten in Weiterbildung zum Fachpsychotherapeuten.
Auf einen Blick
- Land
- Deutschland
- Rechtsgebiet
- Bildungsrecht
- Paragraphen
- 3
- Quelle
- gesetze-im-internet.de
- Text abgerufen
- Erklärung aktualisiert
Was regelt diese Vorschrift?
- Die Bedingungen, unter denen ein Arbeitsvertrag mit einem Arzt oder Psychotherapeuten in Weiterbildung befristet werden kann.
- Die maximale Dauer solcher befristeten Arbeitsverträge.
- Welche Zeiten nicht auf die maximale Dauer der Befristung angerechnet werden.
- Die Anwendung anderer arbeitsrechtlicher Vorschriften auf diese befristeten Verträge.
Wen betrifft diese Vorschrift?
- Ärzte in Weiterbildung zum Facharzt, zum Erwerb einer Anerkennung für einen Schwerpunkt, einer Zusatzbezeichnung, eines Fachkundenachweises oder einer Bescheinigung über eine fakultative Weiterbildung.
- Psychotherapeuten in Weiterbildung zum Fachpsychotherapeuten.
Was sind die Eckpunkte?
- Ein sachlicher Grund für eine Befristung liegt vor, wenn die Beschäftigung der Weiterbildung dient.
- Die Befristung kann für den Erwerb der Anerkennung als Facharzt oder einer Zusatzbezeichnung höchstens bis zu acht Jahren dauern.
- Für den Erwerb eines Schwerpunkts oder einer weiteren Zusatzbezeichnung kann ein weiterer befristeter Vertrag für die vorgeschriebene Zeit abgeschlossen werden.
- Zeiten wie Elternzeit, Mutterschutz, Grundwehrdienst oder Beurlaubungen für Kinderbetreuung/Pflege (bis zu zwei Jahre) werden nicht auf die Befristungsdauer angerechnet.
Bildungsrecht
Gesetzestext
Gesetzestext
EingangsformelDer Bundestag hat das folgende Gesetz beschlossen:
§ 1Befristung von Arbeitsverträgen
Erfolgt die Weiterbildung nach Absatz 1 im Rahmen mehrerer befristeter Arbeitsverträge, so dürfen sie insgesamt die zeitlichen Grenzen nach den Sätzen 1, 2 und 3 nicht überschreiten. Die Befristung darf den Zeitraum nicht unterschreiten, für den der weiterbildende Arzt die Weiterbildungsbefugnis besitzt. Beendet der weiterzubildende Arzt bereits zu einem früheren Zeitpunkt den von ihm nachgefragten Weiterbildungsabschnitt oder liegen bereits zu einem früheren Zeitpunkt die Voraussetzungen für die Anerkennung im Gebiet, Schwerpunkt, Bereich sowie für den Erwerb eines Fachkundenachweises oder einer Bescheinigung über eine fakultative Weiterbildung vor, darf auf diesen Zeitpunkt befristet werden.
§ 2Berlin-Klausel
Dieses Gesetz gilt nach Maßgabe des § 13 Abs. 1 des Dritten Überleitungsgesetzes auch im Land Berlin.
§ 3Inkrafttreten
Dieses Gesetz tritt am Tag nach der Verkündung in Kraft.