Zweites Gesetz zur Änderung der Höfeordnung
Worum geht es in dieser Vorschrift?
Dieses Gesetz ändert die Höfeordnung und regelt Übergangsbestimmungen für Höfe, die bereits vor dem Inkrafttreten dieses Gesetzes existierten. Es stellt sicher, dass alte Hofeintragungen und erbrechtliche Verhältnisse unter bestimmten Bedingungen weiterhin gültig sind oder angepasst werden können.
Für wen: Eigentümer von Besitzungen, die im Grundbuch als Hof eingetragen sind; Ehepaare, deren Besitzung als Ehegattenhof eingetragen ist.
Auf einen Blick
- Land
- Deutschland
- Rechtsgebiet
- Zivilrecht
- Quelle
- gesetze-im-internet.de
- Text abgerufen
- Erklärung aktualisiert
Was regelt diese Vorschrift?
- Die Überleitung von Besitzungen, die nach altem Recht Höfe waren, in das neue Recht.
- Die Behandlung von Ehegattenhöfen, die vor dem Inkrafttreten des Gesetzes bestanden.
- Erbrechtliche Verhältnisse, wenn der Erblasser vor oder nach dem Inkrafttreten des Gesetzes verstorben ist.
- Die Feststellung des Erbbrauchs in bestimmten Regionen.
Wen betrifft diese Vorschrift?
- Eigentümer von Besitzungen, die im Grundbuch als Hof eingetragen sind.
- Ehepaare, deren Besitzung als Ehegattenhof eingetragen ist.
Was sind die Eckpunkte?
- Eine Besitzung, die nach altem Recht ein Hof war und im Grundbuch als Hof eingetragen ist, behält diese Eigenschaft, wenn sie auch nach neuem Recht ein Hof ist oder werden kann.
- Ist eine Besitzung nach neuem Recht kein Hof, aber nach altem Recht einer und im Grundbuch eingetragen, gilt sie bis zur Löschung des Hofvermerks, längstens jedoch bis zum Ablauf des zweiten auf das Inkrafttreten des Gesetzes folgenden Jahres, als Hof.
- Ehegattenhöfe, die vor dem Inkrafttreten des Gesetzes bestanden, behalten ihre Eigenschaft, wenn die Ehe zu diesem Zeitpunkt besteht.
- Jeder Ehegatte kann innerhalb von sechs Monaten nach Inkrafttreten des Gesetzes erklären, dass die Besitzung kein Ehegattenhof mehr sein soll; diese Erklärung muss notariell beurkundet werden.
- Das Gesetz tritt am 1. Juli 1976 in Kraft und gilt in Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein.
Zivilrecht
Gesetzestext
Gesetzestext
Art. 2: HöfeVfO 7811-6-1-2 (+++ Textnachweis ab: 1.7.1976 +++) HöfeOÄndG 2010Art 1Änderung der Höfeordnung HöfeOÄndG 2020Art 2Verfahrensrecht
Art 3
Übergangs- und Schlußvorschriften
Art 3§ 1Überleitung altrechtlicher Höfe
Art 3§ 2Überleitung altrechtlicher Ehegattenhöfe
Art 3§ 3Erbrechtliche Verhältnisse
Für die erbrechtlichen Verhältnisse bleiben, wenn der Erblasser vor dem Inkrafttreten dieses Gesetzes gestorben ist, die bisher geltenden Vorschriften maßgebend, soweit nachfolgend nichts anderes bestimmt ist.
Art 3§ 4Bestimmung des Hoferben
An die Gültigkeit einer vor dem Inkrafttreten dieses Gesetzes getroffenen Verfügung von Todes wegen sind, wenn der Erblasser nach diesem Zeitpunkt gestorben ist, keine höheren als die nach diesem Gesetz vorgesehenen Anforderungen zu stellen.
Art 3§ 5Überleitungsvorschrift zu § 13 HöfeO
Art 3§ 6Feststellung des Erbbrauchs
Die Landesregierungen oder die von ihnen durch Rechtsverordnung bestimmten Stellen im Geltungsbereich der Höfeordnung werden ermächtigt, zur Sicherstellung einer einheitlichen Rechtsanwendung durch Rechtsverordnung die Geltung des Erbbrauchs (§ 6 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 der Höfeordnung in der Fassung dieses Gesetzes) in einzelnen Amtsgerichtsbezirken oder Gemeinden festzustellen. Soweit eine Verordnung nach Satz 1 nicht erlassen ist, bleiben für die Feststellung des Erbbrauchs die bisher geltenden Vorschriften maßgebend.
Art 3
§ 7-
Art 3§ 8Geltungsbereich
Dieses Gesetz gilt in den Ländern Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein.
Art 3§ 9Inkrafttreten
Dieses Gesetz tritt am 1. Juli 1976 in Kraft.