Kurz gesagt
Diese Verordnung führt neue Regeln für mineralische Ersatzbaustoffe ein, überarbeitet die Vorschriften zum Bodenschutz und zu Altlasten und ändert bestehende Verordnungen zu Deponien und Gewerbeabfällen. Sie zielt darauf ab, den Umgang mit mineralischen Abfällen und deren Verwertung zu regeln.
Was es regelt
- Anforderungen an den Einbau von mineralischen Ersatzbaustoffen in technische Bauwerke.
- Vorschriften zum Bundes-Bodenschutz und zu Altlasten.
- Änderungen der Deponieverordnung und der Gewerbeabfallverordnung.
- Überprüfung der Auswirkungen der Regelungen auf die Verwertung mineralischer Abfälle bis zum 1. August 2025.
Wen es betrifft
- Personen und Unternehmen, die mineralische Ersatzbaustoffe in Bauwerken verwenden.
- Akteure, die von den Vorschriften zum Bodenschutz und zu Altlasten betroffen sind.
Eckpunkte
- Die Verordnung tritt am 1. August 2023 in Kraft.
- Die Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung vom 12. Juli 1999 tritt gleichzeitig außer Kraft.
- Die Bundesregierung überprüft die Auswirkungen der Verordnung auf die Verwertung mineralischer Abfälle bis zum 1. August 2025.
- Ein wissenschaftlich begleitetes Monitoring wird durchgeführt, dessen Ergebnisse bis zum 1. August 2027 dem Deutschen Bundestag berichtet werden.
📄 Gesetzestext
ErsatzbaustoffVEV/BBodSchVNeuf/DepV2009uaÄndV2021-07-09BGBl I2021, 2598Verordnung zur Einführung einer Ersatzbaustoffverordnung, zur Neufassung der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung und zur Änderung der Deponieverordnung und der GewerbeabfallverordnungNotifiziert gemäß der Richtlinie (EU) 2015/1535 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 9. September 2015 über ein Informationsverfahren auf dem Gebiet der technischen Vorschriften und der Vorschriften für die Dienste der Informationsgesellschaft (ABl. L 241 vom 17.9.2015, S. 1).
(+++ Textnachweis ab: 1.8.2023 +++)(+++ Amtlicher Hinweis des Normgebers auf EG-Recht: Notifizierung der EURL 2015/1535 (CELEX Nr: 32015L1535) +++)
ErsatzbaustoffVEV/BBodSchVNeuf/DepV2009uaÄndVEingangsformelAuf Grund –des § 8 Absatz 2 Satz 1 Nummer 2, des § 10 Absatz 1 Nummer 2, Nummer 4 Buchstabe a und Buchstabe b, Nummer 5, des § 10 Absatz 2 Nummer 1 Buchstabe a, Nummer 5 bis 8, des § 10 Absatz 4 Nummer 1 und des § 16 Satz 1 Nummer 2, Nummer 3 in Verbindung mit § 10 Absatz 2 Nummer 5 bis 7 des Kreislaufwirtschaftsgesetzes, von denen § 10 Absatz 1 durch Artikel 1 Nummer 10 Buchstabe a Doppelbuchstabe aa und bb des Gesetzes vom 23. Oktober 2020 (BGBl. I S. 2232) und § 10 Absatz 4 durch Artikel 1 Nummer 10 Buchstabe b des Gesetzes vom 23. Oktober 2020 (BGBl. I S. 2232) geändert worden ist,–des § 6, des § 8 Absatz 1 und 2 in Verbindung mit Absatz 3 und des § 13 Absatz 1 Satz 2 des Bundes-Bodenschutzgesetzes vom 17. März 1998 (BGBl. I S. 502) und–des § 23 Absatz 1 Nummer 3, 7 und 10 und Absatz 2 in Verbindung mit § 48 Absatz 1 Satz 2 des Wasserhaushaltsgesetzes, von denen § 23 Absatz 1 zuletzt durch Artikel 1 Nummer 4 Buchstabe a des Gesetzes vom 6. Oktober 2011 (BGBl. I S. 1986) geändert worden ist,verordnet die Bundesregierung nach Anhörung der beteiligten Kreise sowie im Falle des –§ 8 Absatz 2 Satz 1 Nummer 2 und § 10 Absatz 1 Nummer 4 Buchstabe a und b des Kreislaufwirtschaftsgesetzes und des–§ 48 Absatz 1 Satz 2 des Wasserhaushaltsgesetzesunter Wahrung der Rechte des Bundestags gemäß § 67 des Kreislaufwirtschaftsgesetzes sowie des § 48 Absatz 1 Satz 3 und 4 des Wasserhaushaltsgesetzes:
ErsatzbaustoffVEV/BBodSchVNeuf/DepV2009uaÄndVArt 1Verordnung über Anforderungen an den Einbau von mineralischen Ersatz- baustoffen in technische Bauwerke (Ersatzbaustoffverordnung - ErsatzbaustoffV)
ErsatzbaustoffVEV/BBodSchVNeuf/DepV2009uaÄndVArt 2Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung (BBodSchV)
ErsatzbaustoffVEV/BBodSchVNeuf/DepV2009uaÄndV(XXXX) Art 3 bis 4Änderungsvorschriften
ErsatzbaustoffVEV/BBodSchVNeuf/DepV2009uaÄndVArt 5Inkrafttreten, Außerkrafttreten(1) Diese Verordnung tritt am 1. August 2023 in Kraft. Gleichzeitig tritt die Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung vom 12. Juli 1999 (BGBl. I S. 1554), die zuletzt durch Artikel 126 der Verordnung vom 19. Juni 2020 (BGBl. I S. 1328) geändert worden ist, außer Kraft.
(2) Die Bundesregierung überprüft auf der Grundlage der abfallwirtschaftlichen Entwicklung bis zum 1. August 2025 die Auswirkungen des Vollzugs der Regelungen auf die Verwertung mineralischer Abfälle und setzt Folgerungen gegebenenfalls durch Anpassungen der Verordnung um.
(3) Die Bundesregierung führt ein wissenschaftlich begleitetes Monitoring durch, das insbesondere –eine Bestandsaufnahme,–die Evaluierung der Werteregelungen des Fachkonzeptes der Ersatzbaustoffverordnung,–die Evaluierung der Werteregelungen der Bundesbodenschutz- und Altlastenverordnung,–die tatsächliche Nutzung von mineralischen Ersatzbaustoffen unter Berücksichtigung der in bautechnischen Normen und Regelwerken festgelegten geeigneten Bauweisen sowie regionaler Verfügbarkeiten und Märkte,–die Entwicklung der Deponiemengen der in den Regelungsbereich der Verordnung fallenden mineralischen Abfälle,–die Wiederverwendungspotentiale der Ersatzbaustoffe mit höheren Schadstoffgesamtgehalten im second-life sowie–die Ableitung von Indikatoren und Parametern, um die zukünftige Entwicklung des Recyclings und der Verwertung mineralischer Ersatzbaustoffe in einem fortlaufenden Monitoring zu verfolgen,umfasst und berichtet bis zum 1. August 2027 dem Deutschen Bundestag über die Ergebnisse.
KI-Erklärung auf Basis des amtlichen Gesetzestextes. Orientierend, ersetzt keine Rechtsberatung.