Gesetz über eine einmalige Entschädigung an die Heimkehrer aus dem Beitrittsgebiet
Worum geht es in dieser Vorschrift?
Dieses Gesetz regelt eine einmalige Entschädigung für ehemalige Kriegsgefangene, die nach dem Zweiten Weltkrieg in das Beitrittsgebiet zurückgekehrt sind, um den erlittenen Gewahrsam auszugleichen.
Für wen: Ehemalige Kriegsgefangene, die nach dem 31. Dezember 1946 in das Beitrittsgebiet entlassen wurden und ihren ständigen Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland haben; Bestimmte Personen, die im Zusammenhang mit dem Zweiten Weltkrieg von einer ausländischen Macht festgehalten oder verschleppt wurden.
Auf einen Blick
- Land
- Deutschland
- Rechtsgebiet
- Familienrecht
- Paragraphen
- 5
- Quelle
- gesetze-im-internet.de
- Text abgerufen
- Erklärung aktualisiert
Was regelt diese Vorschrift?
- Die Gewährung einer einmaligen Entschädigung an Heimkehrer.
- Die Definition, wer als Heimkehrer im Sinne dieses Gesetzes gilt.
- Die Bedingungen für den Antrag und die erforderlichen Nachweise.
- Die Höhe der Entschädigung, gestaffelt nach Entlassungsjahrgängen.
Wen betrifft diese Vorschrift?
- Ehemalige Kriegsgefangene, die nach dem 31. Dezember 1946 in das Beitrittsgebiet entlassen wurden und ihren ständigen Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland haben.
- Bestimmte Personen, die im Zusammenhang mit dem Zweiten Weltkrieg von einer ausländischen Macht festgehalten oder verschleppt wurden.
Was sind die Eckpunkte?
- Heimkehrer erhalten eine einmalige Entschädigung zum Ausgleich für erlittenen Gewahrsam.
- Die Entschädigung beträgt 500 Euro für Entlassungsjahrgänge 1947 und 1948, 1.000 Euro für 1949 und 1950, und 1.500 Euro ab 1951.
- Der Antrag muss innerhalb eines Jahres nach Inkrafttreten des Gesetzes gestellt werden.
- Bestimmte Personen, die sich unmenschlich verhalten oder eine herausgehobene Stellung in einem totalitären System innehatten, sind von der Leistung ausgeschlossen.
Familienrecht
Gesetzestext
Gesetzestext
§ 1Grundsatz
Heimkehrer, die in das in Artikel 3 des Einigungsvertrages genannte Gebiet (Beitrittsgebiet) zurückgekehrt sind, erhalten zum Ausgleich für den erlittenen Gewahrsam eine einmalige Entschädigung.
§ 2Heimkehrer
- Dezember 1946 in das Beitrittsgebiet entlassen worden sind,2.ihren ständigen Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland haben,3.keinen Anspruch nach dem Gesetz über die Entschädigung ehemaliger deutscher Kriegsgefangener in der im Bundesgesetzblatt Teil III, Gliederungsnummer 84-2, veröffentlichten bereinigten Fassung, aufgehoben durch Artikel 5 Nr. 1 des Gesetzes vom
- Dezember 1992 (BGBl. I S. 2094, 2104), geltend machen konnten.
- Mai 1945 wegen eines Verbrechens rechtskräftig zu einer Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr verurteilt worden sind, das sie vor dem
- Mai 1945 in Ausübung ihrer tatsächlichen oder angemaßten Befehlsbefugnis begangen haben, oder6.nach dem
- Mai 1945 wegen Verbrechen oder Vergehen an Mitgefangenen in ausländischem Gewahrsam verurteilt worden sind.Die Verurteilung nach den Nummern 5 und 6 muss durch ein deutsches Gericht im Geltungsbereich dieses Gesetzes erfolgt sein.
§ 3Antrag
§ 4Höhe der Entschädigung
§ 5Kostentragung
Der Bund trägt die Aufwendungen nach § 4 dieses Gesetzes.