Kurz gesagt
Diese Verordnung regelt die Durchsetzung der Fahrgastrechte der Europäischen Union im Kraftomnibusverkehr und legt fest, wie darüber berichtet wird und welche Verstöße als Ordnungswidrigkeiten gelten.
Was es regelt
- Die Berichterstattung des Eisenbahn-Bundesamtes über die Durchsetzung der EU-Verordnung Nr. 181/2011.
- Welche Handlungen im Zusammenhang mit der EU-Verordnung Nr. 181/2011 als Ordnungswidrigkeiten gelten.
- Die Veröffentlichung von Berichten über Maßnahmen, Beschwerden und Sanktionen.
Wen es betrifft
- Das Eisenbahn-Bundesamt.
- Personen, die im Kraftomnibusverkehr tätig sind und gegen die EU-Verordnung Nr. 181/2011 verstoßen.
Eckpunkte
- Das Eisenbahn-Bundesamt muss alle zwei Kalenderjahre einen Bericht über seine Aufgabenwahrnehmung veröffentlichen.
- Der erste Bericht muss den Zeitraum vom 27. Juli 2013 bis zum 31. Dezember 2014 umfassen und bis zum 1. Juni 2015 veröffentlicht werden.
- Nachfolgende Berichte sind jeweils bis zum 1. Juni des Jahres zu veröffentlichen, das dem Berichtszeitraum folgt.
- Verstöße gegen verschiedene Artikel der Verordnung (EU) Nr. 181/2011, wie die Weigerung, Reservierungen vorzunehmen oder Fahrscheine auszustellen, stellen Ordnungswidrigkeiten dar.
📄 Gesetzestext
EU-FahrgRBusVEU-FahrgRBusV2013-12-11BGBl I2013, 4098EU-Fahrgastrechte-Kraftomnibus-VerordnungVerordnung zur Durchsetzung von Fahrgastrechten der Europäischen Union im KraftomnibusverkehrStandGeändert durch Art. 2 V v. 15.3.2022 I 485 (+++ Textnachweis ab: 17.12.2013 +++)
EU-FahrgRBusVEingangsformelAuf Grund des § 8 Absatz 1 Nummer 2 und 3 des EU-Fahrgastrechte-Kraftomnibus-Gesetzes vom 23. Juli 2013 (BGBl. I S. 2547) verordnet das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung:
EU-FahrgRBusV§ 1Berichterstattung(1) Das Eisenbahn-Bundesamt veröffentlicht jeweils für den Zeitraum von zwei Kalenderjahren nach Maßgabe des Absatzes 2 einen Bericht über seine Wahrnehmung der Aufgaben bei der Durchsetzung der Verordnung (EU) Nr. 181/2011 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. Februar 2011 über die Fahrgastrechte im Kraftomnibusverkehr und zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 2006/2004 (ABl. L 55 vom 28.2.2011, S. 1) in nicht personenbezogener Form mit folgenden Angaben: 1.Art und Inhalt der vom Eisenbahn-Bundesamt zur Durchsetzung der Verordnung (EU) Nr. 181/2011 getroffenen Maßnahmen,2.Anzahl, Art und Inhalt der Beschwerden von Fahrgästen,3.Anzahl, Art und Inhalt der Antworten des Eisenbahn-Bundesamtes auf Grund von Beschwerden,4.Anzahl, Art und Inhalt der getroffenen Sanktionen des Eisenbahn-Bundesamtes zur Durchsetzung der Verordnung (EU) Nr. 181/2011.
(2) Der erste Bericht im Sinne des Absatzes 1, der den Zeitraum ab dem 27. Juli 2013 bis zum 31. Dezember 2014 erfasst, ist bis zum 1. Juni 2015 zu veröffentlichen. Die nachfolgenden Berichte für die sich jeweils anschließenden Zeiträume sind jeweils bis 1. Juni des Jahres zu veröffentlichen, das dem Berichtszeitraum folgt.
EU-FahrgRBusV§ 2OrdnungswidrigkeitenOrdnungswidrig im Sinne des § 9 Absatz 1 des EU-Fahrgastrechte-Kraftomnibus-Gesetzes handelt, wer gegen die Verordnung (EU) Nr. 181/2011 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. Februar 2011 über die Fahrgastrechte im Kraftomnibusverkehr und zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 2006/2004 (ABl. L 55 vom 28.2.2011, S. 1) verstößt, indem er vorsätzlich oder fahrlässig 1.entgegen Artikel 9 Absatz 1 sich weigert, eine Reservierung vorzunehmen, einen Fahrschein auszustellen oder auf sonstige Weise zur Verfügung zu stellen oder eine Person an Bord des Fahrzeugs zu nehmen,2.entgegen Artikel 9 Absatz 2 eine Reservierung oder einen Fahrschein nicht richtig anbietet,3.entgegen Artikel 10 Absatz 3 Satz 1 ein dort genanntes Angebot nicht oder nicht rechtzeitig macht,4.entgegen Artikel 10 Absatz 4 Unterabsatz 2 erster Halbsatz eine Begleitperson nicht richtig befördert,5.entgegen Artikel 10 Absatz 5 den behinderten Menschen oder die Person mit eingeschränkter Mobilität nicht, nicht richtig oder nicht rechtzeitig unterrichtet,6.entgegen Artikel 11 Absatz 5 Satz 1 nicht gewährleistet, dass die dort genannten Informationen verfügbar sind,7.entgegen Artikel 13 eine dort genannte Hilfeleistung nicht, nicht richtig oder nicht vollständig anbietet,8.entgegen Artikel 15 eine dort genannte Meldung nicht, nicht richtig, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig weiterleitet,9.entgegen Artikel 16 Absatz 1 nicht sicherstellt, dass die dort genannten Mitarbeiter, die keine Fahrer sind, eine dort genannte Schulung oder Instruktionen erhalten haben,10.entgegen Artikel 19 Absatz 1 oder Artikel 21 Satz 1 Buchstabe a oder Buchstabe b Satz 1 eine dort genannte Leistung nicht, nicht richtig, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig anbietet,11.entgegen Artikel 20 Absatz 1 eine dort genannte Information nicht, nicht richtig, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig gibt,12.entgegen Artikel 20 Absatz 3 nicht dafür sorgt, dass behinderte Menschen oder Personen mit eingeschränkter Mobilität die dort genannten Informationen in zugänglicher Form erhalten, oder13.entgegen Artikel 25 Absatz 1 Satz 1 in Verbindung mit Satz 4 nicht gewährleistet, dass die Fahrgäste die dort genannten Informationen erhalten.
EU-FahrgRBusV§ 3InkrafttretenDiese Verordnung tritt am Tag nach der Verkündung in Kraft.
KI-Erklärung auf Basis des amtlichen Gesetzestextes. Orientierend, ersetzt keine Rechtsberatung.