Kurz gesagt
Dieses Gesetz regelt die Eigentumsverhältnisse der Bundeswasserstraßen und der damit verbundenen Vermögensrechte, indem es diese dem Bund zuordnet. Es legt fest, dass die ehemaligen Reichswasserstraßen ab dem 24. Mai 1949 als Bundeswasserstraßen Eigentum des Bundes sind.
Was es regelt
- Die Überführung von ehemaligen Reichswasserstraßen in das Eigentum des Bundes als Bundeswasserstraßen.
- Die Zuordnung aller sonstigen Vermögensrechte, die dem Deutschen Reich gehörten und der Verwaltung der Reichswasserstraßen und des Leuchtfeuerwesens dienten, an den Bund.
- Das Erlöschen von Treuhandschaften der Länder an diesen Eigentums- und Vermögensrechten.
- Die Regelungen zur Berichtigung von Grundbucheinträgen für Grundstücke, die dem Bund zustehen.
Wen es betrifft
- Den Bund als Eigentümer der Bundeswasserstraßen und der damit verbundenen Vermögensrechte.
- Die Länder, deren Treuhandschaften an diesen Vermögensrechten erlöschen und die an der Grundbuchberichtigung mitwirken müssen.
Eckpunkte
- Die ehemaligen Reichswasserstraßen sind mit Wirkung vom 24. Mai 1949 als Bundeswasserstraßen Eigentum des Bundes.
- Der Bund ist ab dem gleichen Zeitpunkt Inhaber aller sonstigen Vermögensrechte, die dem Deutschen Reich gehörten und Zwecken der Verwaltung der Reichswasserstraßen und des Leuchtfeuerwesens dienten.
- Treuhandschaften der Länder an diesen Eigentums- und Vermögensrechten erlöschen mit Inkrafttreten dieses Gesetzes.
- Für Aufwendungen und Verwendungen der Länder bis zum 20. September 1949 wird kein Ersatz geleistet; den Ländern verbleiben bis zu diesem Zeitpunkt erzielte Erträge.
📄 Gesetzestext
WaStrVermRG1951-05-21BGBl I1951, 352Gesetz über die vermögensrechtlichen Verhältnisse der BundeswasserstraßenStandZuletzt geändert durch Art. 521 V v. 31.8.2015 I 1474 (+++ Textnachweis Geltung ab: 1.1.1964 +++)Überschrift: G gilt im Saarland gem. § 15 Buchst. s G v. 23.12.1956 101-2
WaStrVermRGEingangsformelDer Bundestag hat mit Zustimmung des Bundesrates das folgende Gesetz beschlossen:
WaStrVermRG§ 1(1) Die bisherigen Reichswasserstraßen (Binnen- und Seewasserstraßen) sind mit Wirkung vom 24. Mai 1949 als Bundeswasserstraßen Eigentum des Bundes. Vom gleichen Zeitpunkt ist der Bund Inhaber aller sonstigen Vermögensrechte, die dem Deutschen Reich gehörten und Zwecken der Verwaltung der Reichswasserstraßen und des Leuchtfeuerwesens sowie anderen navigatorischen Aufgaben dienten oder die ausschließlich für diese Zwecke begründet oder bestimmt worden sind. Dies gilt auch für Rechte, die durch Gesetz für unübertragbar oder nur auf Grund besonderer Vereinbarung für übertragbar erklärt sind. Die in dem Gesetz über den Staatsvertrag, betreffend den Übergang der Wasserstraßen von den Ländern auf das Deutsche Reich vom 29. Juli 1921 (Reichsgesetzbl. S. 961) und den Nachträgen hierzu vom 18. Februar 1922 (Reichsgesetzbl. S. 222) und vom 22. Dezember 1928 (Reichsgesetzbl. 1929 II S. 1) getroffene Regelung gilt sinngemäß weiter.
(2) (weggefallen)
(3) (weggefallen)
WaStrVermRG§ 2Treuhandschaften der Länder an dem Eigentum und den Vermögensrechten, die unter § 1 fallen, erlöschen mit dem Inkrafttreten dieses Gesetzes.
WaStrVermRG§ 3Die Wirksamkeit von rechtsgeschäftlichen Verfügungen, die über Eigentum und Vermögensrechte der in § 1 bezeichneten Art vor dem Inkrafttreten dieses Gesetzes getroffen worden sind, bleibt unberührt.
WaStrVermRG§ 4§ 1 gilt nicht für Eigentum und Vermögensrechte, die nach dem 30. Januar 1933 einer Gewerkschaft, Genossenschaft, politischen Partei oder sonstigen demokratischen Organisation weggenommen worden sind.
WaStrVermRG§ 5(weggefallen)
WaStrVermRG§ 6Ein Ersatz für Aufwendungen und Verwendungen, die bis zum 20. September 1949 von den Ländern in Bezug auf Eigentum und Vermögensrechte der in § 1 bezeichneten Art gemacht worden sind, wird nicht geleistet. Den Ländern verbleiben bis zu diesem Zeitpunkt von ihnen erzielte Erträge.
WaStrVermRG§ 7Dingliche Rechte an Grundstücken und sonstigen Sachen und Rechten, die unter § 1 fallen, bleiben bestehen.
WaStrVermRG§ 8(1) Steht das Eigentum an einem Grundstück nach § 1 dem Bund zu, so ist der Antrag auf Berichtigung des Grundbuchs von der höheren Behörde der Bundeswasserstraßenverwaltung zu stellen, in deren Bezirk das Grundstück liegt; bei Zweifeln wird die zuständige Behörde von dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur bestimmt. War als Eigentümer eines solchen Grundstücks nicht das Deutsche Reich im Grundbuch eingetragen, so ist die Berichtigung des Grundbuchs gemeinsam von der höheren Behörde der Bundeswasserstraßenverwaltung und von der durch die Landesregierung bestimmten Landesbehörde zu beantragen, in deren Bezirk das Grundstück liegt. Der Antrag muß von dem Leiter der Behörde oder seinem Vertreter unterschrieben und mit dem Amtssiegel oder Amtsstempel versehen sein. Zum Nachweis des Eigentums gegenüber dem Grundbuchamt genügt die in den Antrag aufzunehmende Erklärung, daß das Grundstück dem Bund zusteht. Das Eigentum ist einzutragen für die "Bundesrepublik Deutschland (Bundeswasserstraßenverwaltung)".
(2) Dies gilt für sonstige im Grundbuch eingetragene Rechte entsprechend.
WaStrVermRG§ 9Gerichtsgebühren und andere Abgaben, die aus Anlaß und in Durchführung dieses Gesetzes entstehen, werden nicht erhoben. Bare Auslagen bleiben außer Ansatz.
WaStrVermRG§ 10-
WaStrVermRG§ 11Das Gesetz tritt am Tage nach seiner Verkündung in Kraft.
KI-Erklärung auf Basis des amtlichen Gesetzestextes. Orientierend, ersetzt keine Rechtsberatung.