Kurz gesagt
Diese Verordnung befreit bestimmte Arten von Personenbeförderungen von den allgemeinen Regeln des Personenbeförderungsgesetzes. Sie legt fest, unter welchen Umständen Transporte nicht den strengen Vorschriften dieses Gesetzes unterliegen.
Was es regelt
- Beförderungen außerhalb öffentlicher Straßen und Plätze.
- Beförderungen, die von staatlichen Behörden durchgeführt werden.
- Transporte mit Personenkraftwagen für bis zu sechs Personen, es sei denn, es wird dafür bezahlt.
- Spezielle Beförderungen für Berufstätige, Kranke, Behinderte, Schüler und Kindergartenkinder, wenn kein Entgelt verlangt wird.
Wen es betrifft
- Personen, die bestimmte Transportdienste in Anspruch nehmen oder anbieten.
- Unternehmen und Organisationen, die Personen befördern, wie Arbeitgeber, Kirchen, Schulen, Krankenhäuser und Kindergärten.
Eckpunkte
- Beförderungen mit Kraftfahrzeugen außerhalb öffentlicher Straßen und Plätze sind ausgenommen.
- Beförderungen mit Personenkraftwagen für maximal sechs Personen (einschließlich Fahrer) sind befreit, sofern kein Entgelt erhoben wird.
- Spezielle Beförderungen von Berufstätigen zu wechselnden Arbeitsstellen sind ausgenommen, es sei denn, der Verkehr zwischen gleichbleibenden Punkten dauert länger als ein Jahr.
- Beförderungen durch die Streitkräfte und die Polizei mit eigenen Kraftfahrzeugen sind ebenfalls ausgenommen.
📄 Gesetzestext
FrStllgV1962-08-30BGBl I1962, 601Freistellungs-VerordnungVerordnung über die Befreiung bestimmter Beförderungsfälle von den Vorschriften des PersonenbeförderungsgesetzesStandZuletzt geändert durch Art. 1 V v. 4.5.2012 I 1037(+++ Textnachweis Geltung ab: 23.6.1967 +++)
FrStllgVEingangsformelAuf Grund des § 58 Abs. 1 Nr. 1 des Personenbeförderungsgesetzes vom 21. März 1961 (Bundesgesetzbl. I S. 241) wird mit Zustimmung der Bundesrates verordnet:
FrStllgV§ 1Von den Vorschriften des Personenbeförderungsgesetzes werden freigestellt 1.Beförderungen mit Kraftfahrzeugen außerhalb öffentlicher Straßen und Plätze im Sinne des Straßenverkehrsgesetzes;2.Beförderungen mit Kraftfahrzeugen in Ausübung hoheitlicher Tätigkeit;3.Beförderungen mit Personenkraftwagen, die nach ihrer Bauart und Ausstattung zur Beförderung von nicht mehr als sechs Personen (einschließlich Führer) geeignet und bestimmt sind, es sei denn, daß für die Beförderungen ein Entgelt zu entrichten ist;4.Beförderungena)von Berufstätigen mit Kraftfahrzeugen zu und von ihrer Eigenart nach wechselnden Arbeitsstellen, insbesondere Baustellen, sofern nicht ein solcher Verkehr zwischen gleichbleibenden Ausgangs- und Endpunkten länger als ein Jahr betrieben wird,b)von Berufstätigen mit Kraftfahrzeugen zu und von Arbeitsstellen in der Land- und Forstwirtschaft,c)mit Kraftfahrzeugen durch oder für Kirchen oder sonstige Religionsgesellschaften zu und von Gottesdiensten,d)mit Kraftfahrzeugen durch oder für Schulträger zum und vom Unterricht,e)von Kranken aus Gründen der Beschäftigungstherapie oder zu sonstigen Behandlungszwecken durch Krankenhäuser oder Heilanstalten mit eigenen Kraftfahrzeugen,f)von Berufstätigen mit Personenkraftwagen von und zu ihren Arbeitsstellen,g)von körperlich, geistig oder seelisch behinderten Personen mit Kraftfahrzeugen zu und von Einrichtungen, die der Betreuung dieser Personenkreise dienen,h)von Arbeitnehmern durch den Arbeitgeber zu betrieblichen Zwecken zwischen Arbeitsstätten desselben Betriebes,i)mit Kraftfahrzeugen durch oder für Kindergartenträger zwischen Wohnung und Kindergarten,es sei denn, daß von den Beförderten ein Entgelt zu entrichten ist;5.Beförderungen durch die Streitkräfte mit eigenen Kraftfahrzeugen;6.Beförderungen durch die Polizei mit eigenen Kraftfahrzeugen;7.die Mitnahme vona)umziehenden Personen in besonders für die Möbelbeförderung eingerichteten Fahrzeugen,b)Personen in Kraftfahrzeugen, die zur Leichenbeförderung bestimmt sind.Satz 1 Nummer 4 gilt für entgeltliche Beförderungen mit einem Kraftomnibus nur dann, wenn 1.die Voraussetzungen nach Artikel 1 Absatz 4 Buchstabe b oder c der Verordnung (EG) Nr. 1071/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 21. Oktober 2009 zur Festlegung gemeinsamer Regeln für die Zulassung zum Beruf des Kraftverkehrsunternehmers und zur Aufhebung der Richtlinie 96/26/EG des Rates (ABl. L 300 vom 14.11.2009, S. 51) erfüllt sind,2.der Unternehmer ausschließlich innerstaatliche Beförderungen im Sinne des Artikels 1 Absatz 5 der Verordnung (EG) Nr. 1071/2009 durchführt oder3.das Fahrzeug durch den Unternehmer auch bei Beförderungen eingesetzt wird, für die er eine Genehmigung nach dem Personenbeförderungsgesetz besitzt.
§ 1 Satz 1 Nr. 5: Gilt nicht in Berlin gemäß § 2
FrStllgV§ 2Diese Verordnung - mit Ausnahme des § 1 Nr. 5 - gilt nach § 14 des Dritten Überleitungsgesetzes vom 4. Januar 1952 (Bundesgesetzbl. I S. 1) in Verbindung mit § 66 des Personenbeförderungsgesetzes auch im Land Berlin.
FrStllgV§ 3Diese Verordnung tritt am Tage nach ihrer Verkündung in Kraft.
FrStllgVSchlußformelDer Bundesminister für Verkehr
KI-Erklärung auf Basis des amtlichen Gesetzestextes. Orientierend, ersetzt keine Rechtsberatung.