Kurz gesagt
Diese Verordnung regelt Ausnahmen von den Vorschriften der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung für bestimmte Fahrzeuge im kombinierten Verkehr. Sie erlaubt höhere Gesamtgewichte für Anhänger und Fahrzeugkombinationen unter spezifischen Bedingungen.
Was es regelt
- Zulässiges Gesamtgewicht von Anhängern mit nicht mehr als zwei Achsen.
- Zulässiges Gesamtgewicht von Fahrzeugkombinationen (Züge und Sattelkraftfahrzeuge) mit mehr als vier Achsen.
- Definition des kombinierten Verkehrs.
- Mitführpflicht von Dokumenten bei Fahrten im kombinierten Verkehr.
Wen es betrifft
- Betreiber von Fahrzeugen, die im kombinierten Verkehr eingesetzt werden.
- Fahrzeughersteller, die Fahrzeuge für diese Achslasten und Gesamtgewichte zulassen.
Eckpunkte
- Das zulässige Gesamtgewicht von Anhängern mit nicht mehr als zwei Achsen darf 20,00 t nicht überschreiten.
- Das zulässige Gesamtgewicht bei Fahrzeugkombinationen mit mehr als vier Achsen darf 44,00 t nicht überschreiten.
- Diese Ausnahmen gelten nur für Fahrten im kombinierten Verkehr (Schiene/Straße, Binnenwasserstraße/Straße, See/Straße).
- Bei Fahrten im kombinierten Verkehr müssen bestimmte Dokumente (Reservierungsbestätigung, abgestempelter Frachtbrief oder Beförderungspapier, Bescheinigung des Schiffahrttreibenden) mitgeführt werden.
📄 Gesetzestext
StVZOAusnV 531997-07-02BGBl I1997, 166553. Ausnahmeverordnung zur StVZODreiundfünfzigste Verordnung über Ausnahmen von den
Vorschriften der Straßenverkehrs-Zulassungs-OrdnungStandGeändert durch Art. 4 V v. 26.7.2013 I 2803
(+++ Textnachweis ab: 11. 7.1997 +++)
StVZOAusnV 53EingangsformelAuf Grund des § 6 Abs. 1 Nr. 3 Buchstabe a in Verbindung mit Abs. 3 des Straßenverkehrsgesetzes in der im Bundesgesetzblatt Teil III, Gliederungsnummer 9231-1, veröffentlichten bereinigten Fassung, die Eingangsworte in Absatz 1 Nr. 3 zuletzt geändert durch § 37 Abs. 2 des Gesetzes vom 24. August 1965 (BGBl. I S. 927) sowie Absatz 3 eingefügt durch § 70 Abs. 1 Nr. 3 des Gesetzes vom 15. März 1974 (BGBl. I S. 721) und geändert gemäß Artikel 22 Nr. 3 der Verordnung vom 26. November 1986 (BGBl. I S. 2089), verordnet das Bundesministerium für Verkehr nach Anhörung der zuständigen obersten Landesbehörden:
StVZOAusnV 53§ 1(1) Abweichend von § 34 Abs. 5 Nr. 1 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung darf das zulässige Gesamtgewicht von Anhängern mit nicht mehr als zwei Achsen unter Beachtung der Vorschriften für die Achslasten 20,00 t und abweichend von § 34 Abs. 6 Nr. 6 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung darf das zulässige Gesamtgewicht bei Fahrzeugkombinationen (Züge und Sattelkraftfahrzeuge) mit mehr als vier Achsen unter Beachtung der Vorschriften für Achslasten und Einzelfahrzeuge 44,00 t nicht überschreiten. Satz 1 gilt nur für Fahrzeuge, die für diese Achslasten und Gesamtgewichte zugelassen sind bei Fahrten im Kombinierten Verkehr 1.Schiene/Straße zwischen Be- oder Entladestelle und nächstgelegenem geeigneten Bahnhof; im begleitenden Kombinierten Verkehr (Rollende Landstraße) zwischen Be- oder Entladestelle und einem höchstens 150 km Luftlinie entfernten geeigneten Bahnhof,2.Binnenwasserstraße/Straße zwischen Be- oder Entladestelle und einem höchstens 150 km Luftlinie entfernten Binnenhafen und3.See/Straße (mit einer Seestrecke von mehr als 100 km Luftlinie) zwischen Be- oder Entladestelle und einem höchstens 150 km Luftlinie entfernten Seehafen.
(2) Kombinierter Verkehr im Sinne des Absatzes 1 sind Güterbeförderungen, bei denen der Lastkraftwagen, der Anhänger, der Sattelanhänger mit oder ohne Zugmaschine, der Wechselbehälter oder der Container von mindestens 20 Fuß Länge die Zu- und Ablaufstrecke auf der Straße und den übrigen Teil der Strecke auf der Schiene oder auf einer Binnenwasserstraße oder auf See zurücklegt.
(3) Bei der Verwendung eines Fahrzeuges nach Absatz 1 ist bei der Anfuhr eine Reservierungsbestätigung nach § 17 Absatz 1 der Verordnung über den grenzüberschreitenden Güterkraftverkehr und den Kabotageverkehr vom 28. Dezember 2011 (BGBl. 2012 I S. 42) und bei der Abfuhr ein von der Eisenbahnverwaltung abgestempelter Frachtbrief oder ein Beförderungspapier für den Bahntransport oder eine Bescheinigung des Schiffahrttreibenden über die Benutzung eines Binnen- oder Seeschiffs mitzuführen und zuständigen Personen auf Verlangen zur Prüfung auszuhändigen.
StVZOAusnV 53§ 2Diese Verordnung tritt am Tage nach der Verkündung in Kraft.
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KI-Erklärung auf Basis des amtlichen Gesetzestextes. Orientierend, ersetzt keine Rechtsberatung.