Kurz gesagt
Dieses Gesetz ändert Vorschriften im Sachenrecht, Grundbuchrecht und andere Bestimmungen. Es enthält Übergangs- und Schlussbestimmungen für bestimmte Ansprüche und Eintragungen im Grundbuch.
Was es regelt
- Ansprüche nach §§ 1179a oder 1179b des Bürgerlichen Gesetzbuchs für vor dem Inkrafttreten des Gesetzes eingetragene Rechte.
- Eintragungen von Hypotheken, Grundschulden oder Rentenschulden, die aufgrund alter Anträge nach Inkrafttreten des Gesetzes erfolgen.
- Löschungsvormerkungen, die vor oder nach Inkrafttreten des Gesetzes beantragt oder eingetragen wurden.
- Die Ergänzung von Briefen über Hypotheken, Grundschulden oder Rentenschulden.
Wen es betrifft
- Gläubiger von Hypotheken, Grundschulden oder Rentenschulden.
- Berechtigte von Löschungsvormerkungen.
Eckpunkte
- Ansprüche nach §§ 1179a oder 1179b BGB bestehen nicht für Rechte, die vor Inkrafttreten dieses Gesetzes im Grundbuch eingetragen wurden.
- Wird ein Recht aufgrund eines vor Inkrafttreten des Gesetzes gestellten Antrags nach Inkrafttreten eingetragen, steht dem Gläubiger kein Anspruch nach §§ 1179a oder 1179b BGB zu; dies ist von Amts wegen im Grundbuch einzutragen.
- Für Löschungsvormerkungen, die vor Inkrafttreten des Gesetzes eingetragen oder beantragt wurden, gilt § 1179 BGB in der bisherigen Fassung.
- Dieses Gesetz tritt mit Ausnahme der Artikel 6 und 7 am 1. Januar 1978 in Kraft.
📄 Gesetzestext
SachenRÄndG1977-06-22BGBl I1977, 998Gesetz zur Änderung sachenrechtlicher, grundbuchrechtlicher und anderer Vorschriften
(+++ Textnachweis ab: 1.1.1978 +++)
SachenRÄndG010Art 1
SachenRÄndG020Art 2
SachenRÄndG030Art 3
SachenRÄndG040Art 4
SachenRÄndG050Art 5
SachenRÄndG060Art 6
SachenRÄndG070Art 7
SachenRÄndG080Art 8Übergangs- und Schlußbestimmungen
SachenRÄndG080Art 8§ 1(1) Ein Anspruch nach § 1179a oder § 1179b des Bürgerlichen Gesetzbuchs in der Fassung von Artikel 1 dieses Gesetzes besteht nicht für den als Gläubiger Eingetragenen oder den Gläubiger einer Hypothek, Grundschuld oder Rentenschuld, die vor Inkrafttreten dieses Gesetzes im Grundbuch eingetragen worden ist.
(2) Wird eine Hypothek, Grundschuld oder Rentenschuld auf Grund eines vor Inkrafttreten dieses Gesetzes gestellten Antrags oder Ersuchens nach Inkrafttreten dieses Gesetzes eingetragen oder ist ein solches nach Inkrafttreten dieses Gesetzes einzutragendes Recht bereits vor Inkrafttreten dieses Gesetzes entstanden, so steht dem Gläubiger oder dem eingetragenen Gläubiger des Rechts ein Anspruch nach § 1179a oder § 1179b des Bürgerlichen Gesetzbuchs nicht zu. Dies ist von Amts wegen im Grundbuch einzutragen.
(3) Auf eine Löschungsvormerkung, die vor dem Inkrafttreten dieses Gesetzes in das Grundbuch eingetragen oder deren Eintragung vor diesem Zeitpunkt beantragt worden ist, ist § 1179 des Bürgerlichen Gesetzbuchs in der bisherigen Fassung anzuwenden. Wird die Eintragung einer Löschungsvormerkung zugunsten eines im Range gleich- oder nachstehenden Berechtigten oder des eingetragenen Gläubigers des betroffenen Rechts nach Inkrafttreten dieses Gesetzes beantragt, so gilt das gleiche, wenn dem Berechtigten wegen Absatz 1 oder 2 ein Löschungsanspruch nach den §§ 1179a und 1179b des Bürgerlichen Gesetzbuchs nicht zusteht.
SachenRÄndG080Art 8§ 2Auf die Ergänzung des über eine Hypothek, Grundschuld oder Rentenschuld vor Inkrafttreten dieses Gesetzes erteilten Briefes ist § 57 der Grundbuchordnung in der bisherigen Fassung anzuwenden. Jedoch soll eine nach Inkrafttreten dieses Gesetzes bei dem Recht eingetragene Löschungsvormerkung nach § 1179 des Bürgerlichen Gesetzbuchs auch auf Antrag nicht auf dem Brief vermerkt werden.
SachenRÄndG080Art 8§ 3Dieses Gesetz gilt nach Maßgabe des § 13 Abs. 1 des Dritten Überleitungsgesetzes auch im Land Berlin.
SachenRÄndG080Art 8§ 4(1) Dieses Gesetz tritt mit Ausnahme der Artikel 6 und 7 am 1. Januar 1978 in Kraft.
(2) Die Artikel 6 und 7 treten am Tage nach der Verkündung in Kraft; sie gelten auch für Ansprüche, die durch eine vor diesem Zeitpunkt eingetragene Vormerkung gesichert sind, soweit nicht eine rechtskräftige gerichtliche Entscheidung entgegensteht.
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KI-Erklärung auf Basis des amtlichen Gesetzestextes. Orientierend, ersetzt keine Rechtsberatung.