Kurz gesagt
Diese Verordnung legt die Mindestanforderungen fest, die eine Organisation erfüllen muss, um eine Zentralstelle für den Bundesfreiwilligendienst zu bilden. Sie definiert, wie viel Erfahrung und welche Reichweite eine solche Zentralstelle haben muss.
Was sie regelt
- Die Mindestanforderungen für die Bildung einer Zentralstelle des Bundesfreiwilligendienstes.
- Den Umfang der Durchführung des Bundesfreiwilligendienstes, der für die Anerkennung als Zentralstelle erforderlich ist.
- Die Erreichbarkeit von Zentralstellen, abhängig von ihrem Durchführungsumfang.
Wen es betrifft
- Organisationen, die eine Zentralstelle des Bundesfreiwilligendienstes bilden möchten.
Eckpunkte
- Eine Zentralstelle muss den Bundesfreiwilligendienst in mehr als der Hälfte der Bundesländer, davon zwei neue Bundesländer, und in einem Umfang von mindestens 500 Freiwilligen (zwölfmonatiger Dienst) durchgeführt haben.
- Für die erstmalige Bildung einer Zentralstelle für drei Jahre genügen 100 geschlossene Vereinbarungen in mindestens drei Bundesländern.
- Für die Verlängerung um weitere drei Jahre genügen 250 Freiwillige (zwölfmonatiger Dienst) in mehr als der Hälfte der Bundesländer, davon zwei neue Bundesländer.
- Zentralstellen müssen telefonisch erreichbar sein: entweder Montag bis Freitag von 9 Uhr bis 15 Uhr oder von 9 Uhr bis 12 Uhr, je nach Erfüllung der Anforderungen.
📄 Gesetzestext
ZStBFDV2011-07-20BGBl I2011, 1503ZentralstellenverordnungVerordnung über die Mindestanforderungen für die Bildung einer Zentralstelle des BundesfreiwilligendienstesStandGeändert durch Art. 1 V v. 28.8.2013 I 3470 (+++ Textnachweis ab: 28.7.2011 +++)
ZStBFDVEingangsformelAuf Grund des § 7 Absatz 1 Satz 3 des Bundesfreiwilligendienstgesetzes vom 28. April 2011 (BGBl. I S. 687) verordnet das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend:
ZStBFDV§ 1Durchführungsumfang(1) Die Mindestanforderungen an eine Zentralstelle des Bundesfreiwilligendienstes erfüllt, wer den Bundesfreiwilligendienst innerhalb der letzten zwölf Monate wie folgt durchgeführt hat: 1.in mehr als der Hälfte der Bundesländer, davon zwei neuen Bundesländern, und2.in einem Umfang, der mindestens einem zwölfmonatigen Dienst von 500 Freiwilligen entspricht.
(2) Erstmals darf eine Zentralstelle für die Dauer von drei Jahren auch bilden, wem mindestens 100 geschlossene Vereinbarungen im Sinne des § 8 des Bundesfreiwilligendienstgesetzes zuzuordnen sind, die die Durchführung des Bundesfreiwilligendienstes in insgesamt mindestens drei Bundesländern vorsehen. Für die Dauer von weiteren drei Jahren erfüllt die Mindestanforderungen an eine Zentralstelle abweichend von Absatz 1 auch, wer den Bundesfreiwilligendienst innerhalb der letzten zwölf Monate wie folgt durchgeführt hat: 1.in mehr als der Hälfte der Bundesländer, davon zwei neuen Bundesländern, und2.in einem Umfang, der mindestens einem zwölfmonatigen Dienst von 250 Freiwilligen entspricht.
(3) Für den ökologischen und kulturellen Bereich sowie den Bereich des Sports, der Integration und des Zivil- und Katastrophenschutzes erfüllt die Mindestanforderungen an eine Zentralstelle abweichend von den Absätzen 1 und 2 auch, wer den Bundesfreiwilligendienst innerhalb der letzten zwölf Monate in mindestens drei Bundesländern in einem Umfang, der mindestens einem zwölfmonatigen Dienst von 100 Freiwilligen entspricht, durchgeführt hat.
ZStBFDV§ 2ErreichbarkeitZentralstelle kann nur sein, wer seine Erreichbarkeit sicherstellt. Eine Zentralstelle, die den Anforderungen des § 1 Absatz 1 genügt, muss von Montag bis Freitag mit Ausnahme der Feiertage von 9 Uhr bis 15 Uhr telefonisch erreichbar sein. Eine Zentralstelle, die nur den Anforderungen des § 1 Absatz 2 oder 3 genügt, muss von Montag bis Freitag mit Ausnahme der Feiertage von 9 Uhr bis 12 Uhr telefonisch erreichbar sein.
ZStBFDV§ 3InkrafttretenDiese Verordnung tritt am Tag nach der Verkündung in Kraft.
KI-Erklärung auf Basis des amtlichen Gesetzestextes. Orientierend, ersetzt keine Rechtsberatung.