Kurz gesagt
Diese Verordnung legt fest, welche zusätzlichen Dokumente verwendet werden dürfen, um die Identität einer Person zu überprüfen, die einen Zahlungskontovertrag abschließen möchte, insbesondere wenn die üblichen Dokumente nicht vorhanden sind.
Was sie regelt
- Zusätzliche Dokumente zur Identitätsprüfung für den Abschluss eines Zahlungskontovertrags.
- Spezifische Dokumente für Minderjährige und Betreute.
- Spezifische Dokumente für Ausländer und Asylsuchende zum Abschluss eines Basiskontovertrags.
Wen es betrifft
- Personen, die einen Zahlungskontovertrag abschließen möchten.
- Minderjährige, Betreute, Ausländer und Asylsuchende, die ein Konto eröffnen wollen.
Eckpunkte
- Für Personen unter 16 Jahren, die kein eigenes Dokument nach § 12 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 des Geldwäschegesetzes besitzen, ist die Geburtsurkunde in Verbindung mit der Identitätsprüfung des gesetzlichen Vertreters zugelassen.
- Für Betreute ist die Bestellungsurkunde des Betreuers nach § 290 des Gesetzes über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtspraxis in Verbindung mit der Identitätsprüfung des Betreuers zugelassen.
- Für Ausländer, die keine Dokumente nach § 12 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 des Geldwäschegesetzes besitzen, ist eine Bescheinigung über die Aussetzung der Abschiebung nach § 60a Absatz 4 des Aufenthaltsgesetzes zugelassen.
- Für Asylsuchende, die keine Dokumente nach § 12 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 des Geldwäschegesetzes besitzen, ist ein Ankunftsnachweis nach § 63a des Asylgesetzes zugelassen.
📄 Gesetzestext
ZIdPrüfVZIdPrüfV2016-07-05BAnzAT 06.07.2016 V1Zahlungskonto-IdentitätsprüfungsverordnungVerordnung über die Bestimmung von Dokumenten, die zur Überprüfung der Identität einer nach dem Geldwäschegesetz zu identifizierenden Person zum Zwecke des Abschlusses eines Zahlungskontovertrags zugelassen werdenHinweisZuletzt geändert durch Art. 14 Abs. 6 G v. 17.7.2017 I 2446 bearbeitet (+++ Textnachweis ab: 7.7.2016 +++)
ZIdPrüfVEingangsformelAuf Grund des § 4 Absatz 4 Satz 2 des Geldwäschegesetzes vom 13. August 2008 (BGBl. I S. 1690) verordnet das Bundesministerium des Innern im Einvernehmen mit dem Bundesministerium der Finanzen:
ZIdPrüfV§ 1Weitere Dokumente, die zur Überprüfung der Identität zum Zwecke des Abschlusses eines Zahlungskontovertrags zugelassen werden(1) Zum Zwecke des Abschlusses eines Vertrags über ein Zahlungskonto im Sinne von § 1 Absatz 17 des Zahlungsdiensteaufsichtsgesetzes ist zur Überprüfung der Identität einer nach dem Geldwäschegesetz zu identifizierenden Person auch zugelassen: 1.bei einer Person, die das 16. Lebensjahr nicht vollendet hat und nicht selbst im Besitz eines Dokuments nach § 12 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 des Geldwäschegesetzes ist, die Geburtsurkunde in Verbindung mit der Überprüfung der Identität des gesetzlichen Vertreters anhand eines Dokuments nach § 12 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 des Geldwäschegesetzes,2.bei einem Betreuten die Bestellungsurkunde des Betreuers nach § 290 des Gesetzes über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtspraxis in Verbindung mit der Überprüfung der Identität des Betreuers anhand eines Dokuments nach § 12 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 des Geldwäschegesetzes.
(2) Zum Zwecke des Abschlusses eines Basiskontovertrags im Sinne der §§ 31, 38 des Zahlungskontengesetzes ist zur Überprüfung der Identität einer nach dem Geldwäschegesetz zu identifizierenden Person auch zugelassen: 1.bei einem Ausländer, der nicht im Besitz eines der in § 12 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 des Geldwäschegesetzes genannten Dokumente ist, eine Bescheinigung über die Aussetzung der Abschiebung nach § 60a Absatz 4 des Aufenthaltsgesetzes gemäß Anlage D2b in Verbindung mit Anlage D2a der Aufenthaltsverordnung,2.bei einem Asylsuchenden, der nicht im Besitz eines der in § 12 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 des Geldwäschegesetzes genannten Dokumente ist, ein Ankunftsnachweis nach § 63a des Asylgesetzes.
ZIdPrüfV§ 2InkrafttretenDiese Verordnung tritt am Tag nach der Verkündung in Kraft.
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KI-Erklärung auf Basis des amtlichen Gesetzestextes. Orientierend, ersetzt keine Rechtsberatung.