Gesetz zur Einführung einer Speicherpflicht und einer Höchstspeicherfrist für Verkehrsdaten*
Worum geht es in dieser Vorschrift?
Dieses Gesetz führt eine Pflicht zur Speicherung von Verkehrsdaten und eine Höchstspeicherfrist für diese Daten ein. Es ändert bestehende Vorschriften und schränkt dabei ein Grundrecht ein.
Für wen: Die Bundesregierung, die die Anwendung der Vorschriften evaluieren muss; Bürger, deren Fernmeldegeheimnis eingeschränkt wird.
Auf einen Blick
- Land
- Deutschland
- Rechtsgebiet
- Familienrecht
- Quelle
- gesetze-im-internet.de
- Text abgerufen
- Erklärung aktualisiert
Was regelt diese Vorschrift?
- Die Einführung einer Speicherpflicht für Verkehrsdaten.
- Die Festlegung einer Höchstspeicherfrist für Verkehrsdaten.
- Die Änderung von Vorschriften der Strafprozessordnung und des Telekommunikationsgesetzes.
- Die Evaluierung der Anwendung der durch dieses Gesetz geschaffenen und geänderten Vorschriften.
Wen betrifft diese Vorschrift?
- Die Bundesregierung, die die Anwendung der Vorschriften evaluieren muss.
- Bürger, deren Fernmeldegeheimnis eingeschränkt wird.
Was sind die Eckpunkte?
- Das Fernmeldegeheimnis (Artikel 10 des Grundgesetzes) wird durch Artikel 1 und 2 dieses Gesetzes eingeschränkt.
- Die Anwendung der Vorschriften ist von der Bundesregierung zu evaluieren.
- Der Evaluationszeitraum beginnt am 1. Juli 2017 und beträgt sechsunddreißig Monate.
- Die Evaluierung muss die Auswirkungen auf die Strafverfolgung und Gefahrenabwehr, die Kosten für Wirtschaft und Verwaltung sowie die Einhaltung datenschutzrechtlicher Regelungen umfassen.
Familienrecht
Gesetzestext
Gesetzestext
VerkdHSpFruSpPflEG2015-12-10BGBl I2015, 2218Gesetz zur Einführung einer Speicherpflicht und einer Höchstspeicherfrist für VerkehrsdatenNotifiziert gemäß der Richtlinie 98/34/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 22. Juni 1998 über ein Informationsverfahren auf dem Gebiet der Normen und technischen Vorschriften und der Vorschriften für die Dienste der Informationsgesellschaft (ABl. L 204 vom 21.07.1998, S. 37), zuletzt geändert durch Artikel 26 Absatz 2 der Verordnung (EU) Nr. 1025/2012 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 25. Oktober 2012 (ABl. L 316 vom 14.11.2012, S. 12). (+++ Textnachweis ab: 18.12.2015 +++)(+++ Amtlicher Hinweis des Normgebers auf EG-Recht: Notifizierung der EGRL 34/98 (CELEX Nr: 31998L0034) +++) Art. 1 bis 5: ÄnderungsvorschriftenArt. 6: Einschränkung eines GrundrechtsArt. 7: Evaluierung Art. 8: Inkrafttreten VerkdHSpFruSpPflEG(XXXX) Art 1 bis 5Änderungsvorschriften VerkdHSpFruSpPflEGArt 6Einschränkung von GrundrechtenDurch die Artikel 1 und 2 dieses Gesetzes wird das Fernmeldegeheimnis (Artikel 10 des Grundgesetzes) eingeschränkt.
VerkdHSpFruSpPflEGArt 7Evaluierung(1) Die Anwendung der durch dieses Gesetz geschaffenen und geänderten Vorschriften der Strafprozessordnung und des Telekommunikationsgesetzes sind von der Bundesregierung zu evaluieren. Der Evaluationszeitraum beginnt am 1. Juli 2017 und beträgt sechsunddreißig Monate. Über das Ergebnis der Evaluierung ist dem Deutschen Bundestag Bericht zu erstatten.
VerkdHSpFruSpPflEGArt 8InkrafttretenDieses Gesetz tritt am Tag nach der Verkündung in Kraft.