← Deutschland

Verordnung über die ehrenamtliche Betätigung von Arbeitslosen

Kurz gesagt

Diese Verordnung regelt die ehrenamtliche Betätigung von Arbeitslosen und definiert, wann eine Tätigkeit als ehrenamtlich gilt. Sie stellt sicher, dass die berufliche Eingliederung des Arbeitslosen Vorrang hat.

Was es regelt

Wen es betrifft

Eckpunkte

📄 Gesetzestext
EhrBetätV2002-05-24BGBl I2002, 1783Verordnung über die ehrenamtliche Betätigung von ArbeitslosenStandZuletzt geändert durch Art. 11 G v. 22.12.2025 I Nr. 363 (+++ Textnachweis ab: 1.1.2002 +++) EhrBetätVEingangsformelAuf Grund des § 151 Abs. 2 Nr. 4 des Dritten Buches Sozialgesetzbuch - Arbeitsförderung - (Artikel 1 des Gesetzes vom 24. März 1997, BGBl. I S. 594, 595), der durch Artikel 1 Nr. 47 des Gesetzes vom 10. Dezember 2001 (BGBl. I S. 3443) eingefügt worden ist, verordnet das Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung: EhrBetätV§ 1Ehrenamtliche Betätigung(1) Ehrenamtlich im Sinne des § 138 Absatz 2 des Dritten Buches Sozialgesetzbuch ist eine Betätigung, die 1.unentgeltlich ausgeübt wird,2.dem Gemeinwohl dient und3.bei einer Organisation erfolgt, die ohne Gewinnerzielungsabsicht Aufgaben ausführt, welche im öffentlichen Interesse liegen oder gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke fördern. (2) Der Ersatz von Auslagen, die dem ehrenamtlich Tätigen durch Ausübung der ehrenamtlichen Tätigkeit entstehen, berührt die Unentgeltlichkeit nicht. Dies gilt auch, wenn der Auslagenersatz in pauschalierter Form erfolgt und die Pauschale 275 Euro im Monat nicht übersteigt. Neben einer nicht steuerpflichtigen Aufwandsentschädigung, die der ehrenamtlich Tätige erhält, ist eine Pauschalierung des Auslagenersatzes nur möglich, soweit die Auslagenpauschale zusammen mit der nicht steuerpflichtigen Aufwandsentschädigung 275 Euro im Monat nicht übersteigt. EhrBetätV§ 2Berufliche EingliederungDie berufliche Eingliederung des Arbeitslosen hat Vorrang vor der Ausübung einer ehrenamtlichen Betätigung. Der Arbeitslose hat der Agentur für Arbeit die Ausübung einer mindestens 15 Stunden wöchentlich umfassenden ehrenamtlichen Betätigung unverzüglich anzuzeigen. Er hat darüber hinaus sicherzustellen, dass er 1.durch die Ausübung der ehrenamtlichen Betätigung nicht in seinen Eigenbemühungen zur Beendigung der Beschäftigungslosigkeit gehindert ist und 2.in der Lage ist, Vorschlägen der Agentur für Arbeit zur beruflichen Eingliederung unverzüglich Folge zu leisten. EhrBetätV§ 3InkrafttretenDiese Verordnung tritt mit Wirkung vom 1. Januar 2002 in Kraft.

🔗 Zur amtlichen Quelle

KI-Erklärung auf Basis des amtlichen Gesetzestextes. Orientierend, ersetzt keine Rechtsberatung.