{"html": "<div class=\"lf-doc\"><p class=\"lf-p\">(Richtlinie 2008/50/CE und 3er PNDD 2021) 07 Verringerung der Lärmbelastung in der Schutz der Allgemeinheit vor Lärm und Gesamtbilanz (Richtlinie 2002/49/EG und 3er Gewährleistung von Ruheräumen PNDD 2021) Der Themenbereich Freizeit und Naherholung ist im Hinblick auf den Bau der Feuer- und Rettungsleitstelle Nordstad nicht relevant. Das Thema geothermische Bohrungen wird in</p>\n<h3 class=\"lf-part\">Kapitel 4.4 Schutzgut Wasser behandelt.</h3>\n<p class=\"lf-p\">Auf Grundlage der für das Schutzgut relevanten Leitziele und den Vorgaben des Avis (MECDD, Oktober 2022) lassen sich die Themenbereiche Technogene Belastung (inkl.</p>\n<p class=\"lf-p\">Hochspannungsleitung), Lärm, Geruch, Luftqualität sowie die Interaktionen mit den bestehenden Gewerben/ Gebäuden (Analyse der Commodo-Betriebe und den Wechselwirkungen dieser mit dem Projekt) für das Schutzgut Bevölkerung und Gesundheit des Menschen identifizieren, die nachstehend näher analysiert werden.</p>\n<p class=\"lf-p\">SUP (2. Teil: DEP) des POS „Centre d’incendie et de secours (CIS) Nordstad“- Aktualisierung Juli 2023 34 4.1.1 Technogene Belastungen Technogene Belastungen können durch Hochspannungsleitungen (HSL) und Antennen hervorgerufen werden. Die menschliche Gesundheit kann durch diese beeinträchtigt werden, da diese elektrische und magnetische Felder erzeugen, die den Körper beeinflussen können. Diese beiden Felder unterscheiden sich grundsätzlich durch die Ausdehnrichtung des jeweiligen Magnetfelds (vgl. Abb. 10). Die Intensitätsstärke und Verteilung der elektrischen und magnetischen Felder in der Nähe von Hochspannungsfreileitungen, sind von unterschiedlichen Faktoren abhängig: Spannung, Stromstärke, Form des Mastes, Anordnung der Leiterseile, Anzahl der Leiterseile und Abstand der Leiterseile vom Boden.13 Im Gegensatz zum elektrischen Feld verändert sich die magnetische Feldstärke aufgrund von Schwankungen im Stromnetz, die durch die Deckung des Strombedarfs je nach Tageszeit verursacht werden.</p>\n<p class=\"lf-p\">Abb. 10: Darstellung der unterschiedlichen Fließrichtung der erzeugten elektronischen und magnetischen Felder in einer vereinfachten Darstellung. Quelle: „Schutz vor niederfrequenten magnetischen Wechselfelder bei Hochspannungs-Freileitungen und Erdkabeln“, Bund für Umwelt und Natur Deutschland, 2012, Seite 4.</p>\n<p class=\"lf-p\">Die Projektfläche des POS CIS Nordstad wird von der oberirdischen Hochspannungstrasse Roost-Flebour-Bouler überquert (siehe Abb. 7, rosa gestrichelte Linien). Dabei handelt es sich um eine Trasse aus zwei 220 kV Hochspannungsfreileitungen und zwei 65 kV Mittelspannungsfreileitungen, die das Areal in Nord-Süd-Richtung überqueren (220 kV Roost – Bauler, 220 kV Roost – Flebour Terne Ouest; 65 kV Flebour – Ingeldorf, 65 kV Flebour – Ingeldorf). Betrieben wird die Hochspannungstrasse von CREOS Luxembourg S.A.</p>\n<p class=\"lf-p\">Da die Schwellen für nachgewiesene Wirkungen bekannt sind, sieht der Gesetzgeber auf dieser Basis einzuhaltende Vorsorge-Grenzwerte für den Abstand der HSL zu Bauten (v.a. mit 13 Vgl. „Schutz vor niederfrequenten magnetischen Wechselfeldern bei Hochspannungs-Freileitungen und Erdkabeln“, Bund für Umwelt und Natur Deutschland, Januar 2012, 2. Auflage. Seite 5.</p>\n<p class=\"lf-p\">SUP (2. Teil: DEP) des POS „Centre d’incendie et de secours (CIS) Nordstad“- Aktualisierung Juli 2023 35 dauerhaftem Personenaufenthalt) vor. In Luxemburg basieren diese Grenzwerte auf Vorschlägen der europäischen Union und der WHO (Welt-Gesundheits-Organisation).</p>\n<p class=\"lf-p\">Laut Circulaire n° 1644 du 11 mars 1994 (Nuisances éventuelles liées à l’exploitation de lignes de haute tension) du Ministère de l’intérieur muss der Abstand von Wohnbebauungen zu einer HSL mit 220 kV mindestens 30 m betragen. Dieser Abstand wird im vorliegenden POS eingehalten (siehe blaue Linie, Abb. 7).</p>\n<p class=\"lf-p\">Im Règlement sur les Bâtisses der Gemeinde Diekirch14 gibt es keine Vorgaben bezüglich des Abstands zu Hochspannungsleitungen.</p>\n<p class=\"lf-p\">Somit kann der vorgeschriebene Vorsorge-Grenzwert für Hochspannungsleitungen eingehalten werden.</p>\n<p class=\"lf-p\">14 Règlement sur les Bâtisses, les Voies publiques et les Sites de la Ville de Diekirch. Ville de Diekirch. Vote du conseil communal: 28. Oktober 2016.</p>\n<p class=\"lf-p\">SUP (2. Teil: DEP) des POS „Centre d’incendie et de secours (CIS) Nordstad“- Aktualisierung Juli 2023 36 4.1.1.1 Gutachten ibu 2017 Als weitere Grundlage zur Bewertung und Einschätzung der technogenen Belastung wird das „Gutachten über die Messung von niederfrequenten und elektrischen Wechselfeldern in der Nähe der Hochspannungstrasse im geplanten Gewerbegebiet „Fridhaff“ Ettelbruck (09.05.2017)“ von ibu (Ingenieurbüro für Baubiologie und Umweltmesstechnik) herangezogen (siehe Anhang 5a).</p>\n<p class=\"lf-p\">Das gesamte Gutachten (inklusive Vorgehensweise, weitere Grenz- und Richtwerte sowie alle Messergebnisse) ist im Anhang 5a nachzulesen. Nachfolgend sind nur die wichtigsten Informationen in Bezug zum geplanten Projekt wiedergegeben.</p>\n<p class=\"lf-p\">Laut Gutachten betragen in Luxemburg die geltenden Grenzwerte für 50 HzHochspannungsleitungen 100 µT (Mikrotesla) für das magnetische Wechselfeld und 5 kV/ m (Kilovolt pro Meter) für das elektrische Wechselfeld. Hierbei handelt es sich um die Referenzwerte der ICNIRP (International Commission on Non-Ionizing Radiation Protection) von 1998. Auch das Arrêté 1/20/021515 gibt diese genannten Grenzwerte für die betreffende Hochspannungsfreileitung (Streckenabschnitt Bissen – Flebour) vor. Weitere Vorgaben, die den POS betreffen, gibt das Arrêté nicht vor.</p>\n<p class=\"lf-p\">Die Bewertungen der magnetischen Flussdichten erfolgt nach Hochrechnung der gemessenen Magnetfeld-Immissionen auf Volllast der Leitungen gemäß Auslastungsangaben des Netzbetreibers, da die magnetischen Wechselfelder auslastungsabhängig sind.</p>\n<p class=\"lf-p\">Messungen wurden entlang der zwei Achsen Messlinie „Ost“ und Messlinie „West“ vorgenommen (siehe Abb. 11).</p>\n<p class=\"lf-p\">15 Arrêté 1/20/0215: La Ministre de l’Environnement, du Climat et du Développement Durable. Esch-sur-Alzette. 31.</p>\n<p class=\"lf-p\">März 2021.</p>\n<p class=\"lf-p\">SUP (2. Teil: DEP) des POS „Centre d’incendie et de secours (CIS) Nordstad“- Aktualisierung Juli 2023 37 Abb. 11: Ausschnitt aus dem Entwurf des Bebauungsplans für das Plangebiet « Fridhaff » mit eingezeichneter Hochspannungstrasse und den Messlinien (ML) « Ost » und « West », sowie der Projektfläche (rot umrandet).</p>\n<p class=\"lf-p\">Quelle: verändert nach ibu 2017, S.7.</p>\n<p class=\"lf-p\">Ergebnisse und Bewertung der Immissionen magnetischer Wechselfelder „Legt man die gemäß (n-1)-Kriterium auf Volllast hochgerechneten Messwerte zugrunde (vgl. Kap. 3.6 und Kap. 4.1.2), so wird in der untersten Messhöhe von 1,5 m der höchste Wert von 2,1 μT auf Messlinie „Ost“ in 5 m Abstand von der Trassenmitte erreicht. Der höchste Wert von 3,45 μT ist auf Messlinie „West“ in 20 m Abstand von der Trassenmitte und der größten Messhöhe von 13,5 m zu verzeichnen.</p>\n<p class=\"lf-p\">Der ICNIRP-Referenzwert von 100 μT wird an allen Messpunkten deutlich unterschritten; die Grenzwertausschöpfung beträgt maximal ca. 3,5 %.“16 16 „Gutachten über die Messung von niederfrequenten und elektrischen Wechselfeldern in der Nähe der Hochspannungstrasse im geplanten Gewerbegebiet „Fridhaff“ Ettelbruck (09.05.2017)“ von ibu (Ingenieurbüro für Baubiologie und Umweltmesstechnik).</p>\n<p class=\"lf-p\">SUP (2. Teil: DEP) des POS „Centre d’incendie et de secours (CIS) Nordstad“- Aktualisierung Juli 2023 38 Auch bei der typischen/ alltäglichen Auslastung der HSL (nicht der vollständigen Auslast) werden die Grenzwerte unterschritten: „Bei typischer Auslastung der Hochspannungsleitungen, wie sie während den Messungen vorlag, wird der Wert von 0,3 μT in allen Messhöhen in einer Entfernung von 60 - 65 m von der Trassenmitte unterschritten.</p>\n<p class=\"lf-p\">Bei Hochrechnung auf volle Leitungsauslastung gemäß dem (n-1)-Kriterium in einer Entfernung von 95 - 100 m.“17 Ergebnisse und Bewertung der Immissionen elektrischer Wechselfelder Vorab ist zu erwähnen, dass elektrische Wechselfelder in Zusammenhang mit der Höhe der Netzspannung stehen und keinen wesentlichen zeitlichen Schwankungen unterliegen.18 Langzeitaufzeichnungen sind daher nicht erforderlich, ebenso keine Hochrechnung. Einen gewissen Einfluss auf die Höhe des elektrischen Feldes hat die Luftfeuchte (höhere Felder bei trockener Luft).</p>\n<p class=\"lf-p\">Ergebnis „Auf Basis von ICNIRP 1998 gilt bei elektrischen Wechselfeldern der Frequenz 50 Hz für die allgemeine Bevölkerung ein Referenzwert von 5 kV/m = 5.000 V/m.</p>\n<p class=\"lf-p\">Der maximale gemessene Wert der elektrischen Feldstärke beträgt 200 V/m (Messlinie „West“, 20 m Abstand zur Trassenmitte).</p>\n<p class=\"lf-p\">Der ICNIRP-Referenzwert von 5 kV/m wird somit an allen Messpunkten deutlich unterschritten; die Grenzwertausschöpfung beträgt maximal 4 %. Die 5 kV/m werden auch noch deutlich unterschritten, wenn sich die Feldstärke bei noch niedrigerer Luftfeuchte leicht erhöhen sollte.“19 Zusätzlich wird darauf hingewiesen, dass bei Gebäuden, insbesondere bei Massivbauweise, das elektrische Feld kaum in die Gebäude eindringt, sondern größtenteils durch die Gebäudehülle abgeschirmt wird. Im Inneren von Gebäuden dominieren typischerweise elektrische Wechselfelder, die von der internen Elektroinstallation und von den betriebenen Geräten verursacht werden.20 Fazit – Bezug zum POS CIS Nordstad Durch das Gutachten (ibu 2017) kann bestätigt werden, dass ab einem Abstand von mind. 20 m zur Leitungstrasse, nur noch geringe technogene Belastungen vorliegen und dass bei diesem Puffer die in Luxemburg geltenden Grenzwerte zur Vorbeugung von negativen Auswirkungen durch technogene Belastungen eingehalten werden.</p>\n<p class=\"lf-p\">Angaben zur Exposition von Kindern müssen nicht beachtet werden, da kein (dauerhafter) Aufenthalt von Kindern auf der Projektfläche des POS CIS Nordstad vorgesehen ist.</p>\n<p class=\"lf-p\">17 Ebd.</p>\n<p class=\"lf-p\">18 Ebd.</p>\n<p class=\"lf-p\">19 Ebd.</p>\n<p class=\"lf-p\">20 Ebd.</p>\n<p class=\"lf-p\">SUP (2. Teil: DEP) des POS „Centre d’incendie et de secours (CIS) Nordstad“- Aktualisierung Juli 2023 39 4.1.1.2 Avis des Ministère de l’Énergie et de l’Aménagement du territoire (concernant l’exposition aux champs électromagnétiques, 2022) Von Seiten des Ministère de l´Énergie et de l´Aménagement du territoire – Département de l´énergie – liegt dem CGDIS eine Stellungnahme vom 21.12.2022 vor (Avis des MEAT concernant l’implantation d’une caserne CGDIS au lieu Fridhaff dans les environs d’une ligne à haute tension 220 kV en matière d’exposition aux champs électromagnétiques), die Aufgrund der Überprüfung der Konformität elektromagnetischer Felder des geplanten POS gegenüber gesetzlichen Bestimmungen erstellt wurde. Der Avis wurde von Herrn Ralph Baden (Biologiste de l'habitat (Baubiologe), Expert „qualité de l'air intérieur\" et „santé\" en rapport avec la construction durable) verfasst und kommt auf Grundlage der aktuellen Planungen zu folgendem Ergebnis (gesamtes Avis, siehe Anhang 5b): « Selon les plans avant-projet (version 13/12/22), les locaux à séjour prolongé ont été planifiés du côté opposé à la ligne à haute tension existante de façon à maximiser la distance et donc de minimiser l’exposition.</p>\n<p class=\"lf-p\">Ainsi la salle de séjour se trouve à 40 mètres du fil extérieur de la ligne à haute tension et la salle de repos à 84 mètres (coupe H-H [siehe Anhang 2c]) et de 80 mètres (coupe F-F [siehe Anhang 2c]) respectivement.</p>\n<p class=\"lf-p\">Même si le bâtiment n’abritera pas de populations vulnérables et que par conséquent la limite de 100 voire 500 μT constitue la seule contrainte en matière d’exposition aux champs électromagnétiques, les préconisations à titre de précaution envers des personnes sensibles ou vulnérables sont néanmoins respectées selon les plans actuels.</p>\n<p class=\"lf-p\">Un mesurage des champs magnétiques de basses fréquences en date du 27 mai 2022 vers 14.00 heures a permis de situer l’exposition en-dessous de la ligne à haute tension vers 0,4 μT et à 0,1 μT à 30 mètres de distance. Même si ces valeurs peuvent varier au cours du temps, cette mesure donne néanmoins un ordre de grandeur des champs émis actuellement et donc de la distance à maintenir à titre de précaution sanitaire.</p>\n<p class=\"lf-p\">En conclusion selon les plans actuels (décembre 2022) aussi bien la distance de sécurité préconisée que les valeurs guide quant à l’intensité des champs magnétiques à titre de précaution sont respectées. »</p>\n<p class=\"lf-p\">Des Weiteren spricht sich Herr Baden für folgende Empfehlungen als Gesundheitsvorsorge aus: • • « demander une simulation et un calcul des intensités en provenance de la ligne à haute tension actuelle à l’opérateur CREOS demander les prévisions concernant l’utilisation future de la ligne à l’opérateur »</p>\n<p class=\"lf-p\">SUP (2. Teil: DEP) des POS „Centre d’incendie et de secours (CIS) Nordstad“- Aktualisierung Juli 2023 40 4.1.1.3 Umweltverträglichkeitsprüfung (Screening) „Seilneuauflage Hochspannungsleitung Roost</p>\n<div class=\"lf-abs\"><span class=\"lf-abs-num\">–</span>Flebour – Bauler“ Oeko-Bureau 2021 Im Februar 2021 wurde im Auftrag der CREOS Luxembourg S.A. (nachfolgend als CREOS abgekürzt) von Oeko-Bureau die erste Phase der Umweltverträglichkeitsprüfung (EIE-Screening) für eine Seilneuauflage und teilweisen Mastverstärkungen an der 220 kV Hochspannungsfreileitung Roost – Flebour – Bauler auf einer Länge von insgesamt 26 km erstellt (siehe Anhang 5c). Zu diesem Zweck wurde von CREOS die Studie „Comparaison entre les champs électromagnétiques par les conducteurs actuels et les conducteurs ACCC sur le tronçon 220 kV Roost – Flebour – Bauler“ (siehe Anhang 5d) in Auftrag gegeben. In dieser Studie konnte nachgewiesen werden, dass die neue ACCC-Leitung (Aluminiumleiter-Verbundkernkabel) um etwa 20 % niedrigere Werte der elektrischen und magnetischen Felder erzeugt, als die bestehende Leitung. Dabei nutzt das ACCC-Freileitungsseil einen hybriden Kohle- und Glasfaserkompositkern, welcher höhere Zugfestigkeit und geringeres Gewicht im Vergleich zu anderen Kernarten bietet. Dazu kommt neben einem verringerten Übertragungsverlust auch ein geringerer Durchhang zwischen den Masten, wodurch ein geringeres elektrisches bzw. magnetisches Feld entsteht.</div>\n<p class=\"lf-p\">Auf Grundlage der Studie und anderen Faktoren ist das EIE-Screening zu dem Ergebnis gelangt, dass keine erheblichen Beeinträchtigungen für die Schutzziele zu erwarten sind und somit die Notwenigkeit einer Umwelterheblichkeitsstudie (2. Phase) nicht besteht.</p>\n<p class=\"lf-p\">Bezug zum POS CIS Nordstad Auf Nachfrage von ESI bei CREOS (November 2022) wurde bestätigt, dass der Austausch der Freileitungen bereits im Jahr 2021 stattgefunden hat und aktuell die neue ACCC-Leitung (Aluminiumleiter-Verbundkernkabel) im Bereich Roost – Flebour – Bauler vorliegt.</p>\n<p class=\"lf-p\">Bezugnehmend auf den POS lässt sich daher sagen, dass nicht nur durch die geplante Lage des Hauptgebäudes des Centre d’incendie et de secours (CIS) Nordstad der 30 Meter-Schutzabstand zu den vorhandenen Hochspannungsfreileitungen sichergestellt wird, sondern auch, dass durch den Austausch der Freileitungsseile in ACCC-Freileitungsseile die Einhaltung der Grenzwerte für elektrische und magnetische Felder gewährleistet ist. Dies bestätigt, dass der geplante POS konform zu den aktuell geltenden gesetzlichen Bestimmungen ist.</p>\n<p class=\"lf-p\">SUP (2. Teil: DEP) des POS „Centre d’incendie et de secours (CIS) Nordstad“- Aktualisierung Juli 2023 41 4.1.2 Lärm/ Geräuschemissionen Im Rahmen der Planung der ZA Fridhaff (ehemals ZANO) wurde ein schalltechnisches Gutachten zum Geräusch-Impact dieses Gewerbegebietes von iB(A) 201721 (Bericht Nr. 753-711-1) erstellt (im Folgenden als „Schalltechnisches Gutachten iB(A)“ abgekürzt) (das gesamte Gutachten ist in Anhang 5e zu finden).</p>\n<p class=\"lf-p\">Da die Projektfläche direkt an das Gewerbegebiet grenzt, können die Ergebnisse des Gutachtens zur Bewertung der Lärmsituation im Bereich der Projektfläche herangezogen werden.</p>\n<p class=\"lf-p\">4.1.2.1 Schalltechnisches Gutachten iB(A) 2017 Als Plangebiet ist der Bereich der ZA Fridhaff festgelegt. Zunächst wurde die Vorbelastung (Lvor)22 an verschiedenen Punkten außerhalb des Plangebietes gemessen, um die Geräusch-Impakte zu bestimmen, die durch gewerbliche und industrielle Einrichtungen und Aktivitäten bereits vor der Umsetzung der ZA Fridhaff am Standort vorhanden waren. Als Hauptlärmquellen wurden hierbei folgende Betriebe identifiziert und analysiert:</p>\n<div class=\"lf-abs\"><span class=\"lf-abs-num\">1.</span>Abfallwirtschaftliche Anlagen des Syndicat Intercommunal pour la gestion des déchets (SIDEC) 2. Abfallwirtschaftliche Anlage der Firma SOIL-CONCEPT S.A. (SIDEN) 3. Service-Station der Firma Fridhaff S.A.</div>\n<div class=\"lf-abs\"><span class=\"lf-abs-num\">4.</span>Windenergieanlagen der Firma Wandpark Kehmen-Heischent S.A.</div>\n<p class=\"lf-p\">Die Standorte dieser Anlagen [1-4], die Immissionsorte23 (IO01-IO04) und Aufpunkte24 (AP01AP03) sind in Abb. 12 dargestellt.</p>\n<p class=\"lf-p\">Anschließend wurde der Planwert (LPl)25/ die Zusatzbelastung bestimmt, sowie der GesamtImmissionswert (LGI), der die Pegelsumme aus der Vorbelastung (Lvor) und der Zusatzbelastung (LPl) durch die ZA Fridhaff an einem bestimmten Immissionsort darstellt, ermittelt, jeweils für den Beurteilungszeitraum Tag und Nacht.26 21 Schalltechnisches Gutachten zum Geräusch-Impact eines geplanten Gewerbegebietes (Zone d’activités „Fridhaff“) des Syndicat intercommunal Zones d’activités Nordstad (ZANO). iB(A) Ingenieurbüro für Akustik, 27. November 2017.</p>\n<p class=\"lf-p\">22 „Mit dem Begriff Vorbelastung im Sinne von DIN 45691 /3/ wird in dieser Arbeit die Summe der Geräusch-Impakte (\"Vorbelastungskennwerte\") aller auf einen Immissionsort einwirkenden Geräusche von bereits bestehenden Betrieben und Anlagen (außerhalb) des Plangebietes (\"vorhandene Vorbelastung\") bezeichnet.“ Schalltechnisches Gutachten iB(A) 2017.</p>\n<p class=\"lf-p\">23 Immissionsorte „repräsentieren jeweils die dem Plangebiet nächstgelegenen Flächen, welche nach den PAGs der Gemeinden mit Wohngebäuden zum ständigen oder vorübergehenden Aufenthalt von Menschen bebaut werden dürfen.“ Schalltechnisches Gutachten iB(A) 2017, S. 8.</p>\n<p class=\"lf-p\">24 Einzelbebauungen sind Bebauungen, die sich „zum dauernden oder vorübergehenden Aufenthalt von Menschen im Umfeld des Standortes befinden“ [als AP01 – AP03 gekennzeichnet]. Schalltechnisches Gutachten iB(A) 2017, S. 8.</p>\n<p class=\"lf-p\">25 „Der Planwert ist der Geräusch-Impact im Beurteilungszeitraum Tag oder Nacht, der durch alle Einrichtungen und Aktivitäten innerhalb des Plangebietes zusammen hervorgerufen wird. Er ergibt sich an einem bestimmten Punkt durch logarithmische Addition der Immissionskontingente (LIK) aller Teilflächen.“ Schalltechnisches Gutachten iB(A) 2017, S. 8.</p>\n<p class=\"lf-p\">26 Ebd.</p>\n<p class=\"lf-p\">SUP (2. Teil: DEP) des POS „Centre d’incendie et de secours (CIS) Nordstad“- Aktualisierung Juli 2023 42 Die Gesamtbelastung (LGI) (gemäß DIN 45691)27 wurde daraufhin mit den Zielwerten für die Gesamtbelastung (Tag: 65 dB(A)/m²; Nacht: 50 dB(A)/m²; gemäß RGD 13.02.197928) verglichen (der Zielwert entspricht den Grenzwerten, in Tab. 3 orange umrandet).</p>\n<p class=\"lf-p\">Wie in Tab. 3 zu lesen ist, werden die genannten Zielwerte durchgehend unterschritten. Das bedeutet, dass der damals berechnete, durch die Ausweisung der ZA Fridhaff zusätzlich entstehende Lärm (inklusive des bereits vorhandenen Lärms), nicht über die gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte steigt.</p>\n<p class=\"lf-p\">Abb. 12: Vorbelastungsrelevante Einrichtungen [1-4] und Aktivitäten im Umfeld der Immissionsorte (IO01-04) und Aufpunkte (AP01-AP03). Der Standort der POS-Fläche ist rot umrandet. Quelle: verändert nach iB(A) 2017.</p>\n<p class=\"lf-p\">27 DIN 45691:2006-12 – Geräuschkontigentierung; Ausgabe Dezember 2006.</p>\n<p class=\"lf-p\">28 Règlement Grand-Ducal du 13 février 1979 concernant le niveau de bruit dans les alentours immédiats des établissements et des chantiers (modifié).</p>\n<p class=\"lf-p\">SUP (2. Teil: DEP) des POS „Centre d’incendie et de secours (CIS) Nordstad“- Aktualisierung Juli 2023 43 Tab. 3: Gesamtbelastung/ Gesamt-Immissionswerte (LGI) nach DIN 45691 (Tag und Nacht). Quelle: iB(A) 2017. [Wecken Sie das Interesse Ihrer Leser mit einem passenden Zitat aus dem Dokument, oder verwenden Sie diesen Platz, um eine Kernaussage zu betonen. Um das Textfeld an einer beliebigen Stelle auf der Seite zu platzieren, ziehen Sie es einfach.] [Wecken Sie das Interesse Ihrer Leser mit einem passenden Zitat aus dem Dokument, oder verwenden Sie diesen Platz, um eine Kernaussage zu betonen. Um das Textfeld an einer beliebigen Stelle auf der Seite zu platzieren, Bezug zum POS CIS Nordstad ziehen Sie es einfach.] Da die bestehenden Geräuschbelastungen (Vorbelastungen und Zusatzbelastungen durch die ZA Fridhaff) insgesamt noch unter dem gesetzlich festgelegten Grenzwert liegen, ist davon auszugehen, dass keine bedeutsamen, erhöhten Geräuschimmissionen auf das geplante Centre d’incendie et de secours (CIS) Nordstad zu erwarten sind, auch wenn sich das künftige Gebäude auf einer Hügelkuppe befindet. Das geplante Trümmerfeld, die Realbrandanlage sowie das Hundeübungsterrain hingegen liegen im nach Norden abfallenden Hang, somit räumlich tiefer als das Hauptgebäude, wodurch diese Bereiche zusätzlich durch das Gebäude von Lärmimmissionen durch die ZA Fridhaff abgeschirmt werden.</p>\n<p class=\"lf-p\">Die Geräuschbelastungen des CIS Nordstad auf die bestehenden Betriebe in der ZA Fridhaff (Geräuschemissionen) werden als gering eingeschätzt. Innerhalb des CIS-Geländes gibt es keine Anlagen oder Vorgänge, die dauerhafte, laute oder als sehr störend empfundene Geräusche hervorrufen. Potenzielle Lärmquellen können das erhöhte Verkehrsaufkommen durch die Mitarbeitenden oder durch temporäres Hundegebell auf dem Hundeübungsplatz sein.</p>\n<p class=\"lf-p\">Da es sich ferner um den Bau einer Feuerwache/ Feuerwehrzentrale handelt, liegt es in der Natur der Sache, dass es v.a. im Ein- und Ausfahrtsbereich des Geländes im Falle eines Einsatzes zu Lärmemissionen durch die Verwendung des Martinshorns kommt. Da diese Warnfunktion nur von kurzer Dauer ist und auch nur bei der Abfahrt zur Anwendung kommt, werden die gesamten Lärmemissionen insgesamt als verträglich eingestuft.</p>\n<p class=\"lf-p\">Hierbei bleibt zu erwähnen, dass laut Angaben des CGDIS das Martinshorn nur zum Einsatz kommt, wenn es notwendig ist, bzw. wenn Personen oder Fahrzeuge auf den Einsatzwagen aufmerksam gemacht werden müssen (somit v.a. tagsüber). In der Nacht wird, wann immer möglich, nur das Blaulicht verwendet und soweit möglich auf das Martinshorn verzichtet.</p>\n<p class=\"lf-p\">SUP (2. Teil: DEP) des POS „Centre d’incendie et de secours (CIS) Nordstad“- Aktualisierung Juli 2023 44 Laut Rasterlärmkarte (Abb. 13) ist die Projektfläche des POS CIS Nordstad tagsüber Lärmintensitäten von 45 bis 55 dB(A) und nachts von 30 bis 40 dB(A) ausgesetzt. Laut RDG (13.02.1979) gilt als Grenzwert tagsüber eine Lautstärke von 65 dB(A) und nachts 50 dB(A). Dies bestätigt, dass die Grenzwerte aktuell eingehalten werden (keine erhöhte Lärmbelastung für das künftige Personal des CIS Nordstad). Ferner wird voraussichtlich der künftige Geräuschpegel des CIS Nordstad den vorhandenen Puffer bis zum Grenzwert (tags und nachts: min. 10 dB(A)) nicht überschreiten. Dadurch ist zu erwarten, dass insgesamt im gesamten Gebiet (ZA Fridhaff UND CIS Nordstad) die gesetzlich geltenden luxemburgischen Vorschriften eingehalten werden können.</p>\n<p class=\"lf-p\">A B Abb. 13: Rasterlärmkarte (A: Tag, B: Nacht). Die Projektfläche ist rot umrandet. Quelle: Verändert nach iB(A) 2017.</p>\n<p class=\"lf-p\">SUP (2. Teil: DEP) des POS „Centre d’incendie et de secours (CIS) Nordstad“- Aktualisierung Juli 2023 45 4.1.3 Commodo-Einrichtungen « In den Betriebsgenehmigungen für klassifizierte Einrichtungen [Commodo/ Incommodo] werden die Bedingungen für die Ausführung und Nutzung festgelegt, die als notwendig erachtet werden, um die Umwelt zu schützen und die Sicherheit der Arbeitnehmer, der Öffentlichkeit und der Nachbarschaft im Allgemeinen zu gewährleisten. »29 Daher werden nachfolgend die Commodo-Einrichtungen im Umfeld der Projektfläche sowie die Vorgaben der jeweiligen Betriebsgenehmigungen und weiterer offizieller Vorgaben (z.B. durch Arrêtés oder parlamentarische Fragen) genauer analysiert. Hierbei ist zu erwähnen, dass diese Liste30 (Stand Dezember 2022) keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Die Lage der Commodo-Betriebe ist in Abb. 14 dargestellt, die Betriebe entsprechen der Nummerierung in Tab.</p>\n<p class=\"lf-p\">4.</p>\n<p class=\"lf-p\">Eine Analyse der möglichen Emissionen der Commodo-Einrichtungen erfolgt in Kapitel 4.5.1 (Tab. 16).</p>\n<p class=\"lf-p\">Im näheren Umfeld des POS CIS Nordstad befinden sich folgende, als commodo-pflichtige Einrichtungen klassifizierte Unternehmen, die in Abb. 14 räumlich lokalisiert sind:</p>\n<p class=\"lf-p\">29 https://guichet.public.lu, Thema Stadtplanung &amp; Umwelt, Klassifizierte Einrichtungen (Commodo-Incommodo), entnommen am 30.11.2022.</p>\n<p class=\"lf-p\">30 Erhalten am 06.12.2022 von Herrn Germain Gregorius, Service support administratif, MECDD.</p>\n<p class=\"lf-p\">SUP (2. Teil: DEP) des POS „Centre d’incendie et de secours (CIS) Nordstad“- Aktualisierung Juli 2023 46 8c 9a 8b 8a 10 3 1 7 5 14 13 2 11 12 16 15 4 Abb. 14: Lokalisation der Betriebe in der näheren Umgebung der Projektfläche, für welche eine CommodoGenehmigung vorliegt. Quelle: geoportail.lu, verändert durch ESI (Stand 12.01.2023) auf Grundlage der Liste aus der E-Mail vom 06.12.2022 Ministère de l’Environnement, du Climat et du Développement durable, Administration de l’environnement (Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit).</p>\n<p class=\"lf-p\">SUP (2. Teil: DEP) des POS „Centre d’incendie et de secours (CIS) Nordstad“- Aktualisierung Juli 2023 47 Tab. 4: Commodo-Betriebe in der Nähe der Projektfläche des POS CIS Nordstad. Die Nummern entsprechen der Nummerierung der Betriebe in vorangehender Abbildung.</p>\n<p class=\"lf-p\">Name/ Firma Art der Einrichtung Adresse Administration communale de DIEKIRCH Poste de transformation 2, Rue Fridhaff, Diekirch / Section A de Diekirch Rue Fridhaff, Diekirch / Section A de Diekirch Rue Fridhaff, Diekirch / Section A de Diekirch Rue Fridhaff, Diekirch / Section A de Diekirch 27, Rue Fridhaff, Diekirch / Section A de Diekirch 6, Rue Fridhaff, Diekirch Poste de transformation 1 Poste de transformation Poste de transformation 2 3 BOLLIG PARTICIPATIONS SARL CAR Avenue Immobilière Nordstad SA 4 IMATEC Sàrl 5 MULLERpneus SARL 6 Maison Henry PETRY, succ.</p>\n<p class=\"lf-p\">Jean Petry et Cie.,secs RENAULT RETAIL GROUP LUXEMBOURG SA 7 Poste de répartition et de transformation Atelier de réparation/entretien de véhicules Atelier de travail des métaux Atelier de réparation/entretien de véhicules Réservoir à gaz Atelier de réparation/entretien de véhicules Décharge pour déchets ménagers Décharge pour déchets ménagers Installation de compostage 8a SIDEC 8b SIDEC 8b SIDEC 8a SIDEC 8b SIDEC 8b SIDEC 8c SIDEN Décharge pour déchets ménagers Décharge pour déchets ménagers Décharge pour déchets ménagers Installation de compostage 9a SOIL-CONCEPT S.A.</p>\n<p class=\"lf-p\">Installation de compostage 9a SOIL-CONCEPT S.A.</p>\n<p class=\"lf-p\">Installation de compostage 10 10 WICKLER FRERES EXPLOITATION Sàrl Wickler frères s.à r.l.</p>\n<p class=\"lf-p\">11 Enovos Luxembourg S.A.</p>\n<p class=\"lf-p\">Décharge pour déchets inertes Site pollué décontamination Poste de transformation 12 13 HEINTZ VAN LANDEWYCK S.à.r.l.</p>\n<p class=\"lf-p\">KROMBACH Construction Sàrl 14 Proximus Luxembourg S.A.</p>\n<p class=\"lf-p\">15 RECUPIERRE s.à r.l.</p>\n<p class=\"lf-p\">16 SOLID S.A.</p>\n<p class=\"lf-p\">Manufacture de tabacs Centrale de malaxage de produits minéraux Emetteur d'ondes magnétiques GSM Installation de traitement de produits minéraux Centrale de malaxage de produits minéraux 33, Rue Fridhaff, Diekirch / Section A de Diekirch 21, Rue Fridhaff, Diekirch / Section A de Diekirch Rue Fridhaff, Diekirch / Section A de Diekirch / Hinter der Seitert 13, Rue Fridhaff, Diekirch / Section A de Diekirch 43, Rue Fridhaff, Diekirch / Section A de Diekirch / Fridhaff 45, Rue Fridhaff, Diekirch / Section A de Diekirch / Fridhaff 45, Rue Fridhaff, Diekirch / Section A de Diekirch / Fridhaff 43, Rue Fridhaff, Diekirch / Section A de Diekirch / Fridhaff 45, Rue Fridhaff, Diekirch / Section A de Diekirch / Fridhaff Rue Fridhaff, Diekirch / Section A de Diekirch / Fridhaff 47, Rue Fridhaff, Diekirch / Section A de Diekirch / Fridhaff 47, Rue Fridhaff, Diekirch / Section A de Diekirch / Fridhaff 47, Rue Fridhaff, Diekirch / Section A de Diekirch / Fridhaff 9, Rue Fridhaff, Diekirch / Section A de Diekirch / hanner der Seitert 9, Rue Fridhaff, Diekirch / Section A de Diekirch / hanner der Seitert 5, Op Rued, Erpeldange-sur-Sûre /</p>\n<h3 class=\"lf-part\">Section B d'Erpeldange</h3>\n<p class=\"lf-p\">5, Op Rued, Erpeldange-sur-Sûre /</p>\n<h3 class=\"lf-part\">Section B d'Erpeldange</h3>\n<p class=\"lf-p\">2, Op Rued, Erpeldange-sur-Sûre /</p>\n<h3 class=\"lf-part\">Section B d'Erpeldange / Fridhaff</h3>\n<p class=\"lf-p\">2A, Op Rued, Erpeldange-sur-Sûre /</p>\n<h3 class=\"lf-part\">Section B d'Erpeldange</h3>\n<p class=\"lf-p\">8, Op Rued, Erpeldange-sur-Sûre /</p>\n<h3 class=\"lf-part\">Section B d'Erpeldange</h3>\n<p class=\"lf-p\">3, Op Rued, Erpeldange-sur-Sûre /</p>\n<h3 class=\"lf-part\">Section B d'Erpeldange / ZA Fridhaff</h3>\n<p class=\"lf-p\">SUP (2. Teil: DEP) des POS „Centre d’incendie et de secours (CIS) Nordstad“- Aktualisierung Juli 2023 48 Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der POS CIS Nordstad kompatibel ist mit weiteren administrativen Vorgaben (siehe Tab. 5).</p>\n<p class=\"lf-p\">Tab. 5: Für den POS relevante Richtwerte aus gesetzlichen Dokumenten benachbarter Betriebe.</p>\n<p class=\"lf-p\">Name/ Firma Art der Einrichtung Grundlage der Vorgaben Für den POS relevante Vorgaben SIDEN / SOIL – CONCEPT S.A.</p>\n<p class=\"lf-p\">ZANO insgesamt Installation de compostage Diverse Arrêtés31 und question parlementaire n° 6053 Arrêté 1/17/0656 keine CREOS S.A.</p>\n<p class=\"lf-p\">Hochspannungsleitung 220 kV Bissen Flebour Regionale Aktivitätszon e Fridhaff 1/20/0215 und Gutachten ibu 201732 und vérification préliminaire Nr.</p>\n<p class=\"lf-p\">98401 33 Circulaire n° 1644 34 Werden die Vorgaben bei Umsetzung des POS eingehalten? / Grenzwerte: magnetisches Wechselfeld: 100 µT (Mikrotesla); elektrisches Wechselfeld: 5 kV/ m (Kilovolt pro Meter);</p>\n<p class=\"lf-p\">Abstand (lignes HT 220 kV): 30 m Trennsystem; Retentionsbecken;</p>\n<p class=\"lf-p\">Grenzwerte Lärm Grenzwerte: magnetisches Wechselfeld: 100 µT (Mikrotesla); elektrisches Wechselfeld: 5 kV/ m (Kilovolt pro Meter) Ja Abstand (lignes HT 220 kV): 30 m Ja Ja Fazit Umweltauswirkungen - Schutzgut Bevölkerung und Gesundheit des Menschen Insgesamt liegen voraussichtlich keine erheblichen Beeinträchtigungen dieses Schutzguts durch den POS CIS Nordstad vor. Die entsprechenden rechtlichen und technischen Vorgaben/ Grenzwerte (z.B. Mindestabstand zu Hochspannungsleitungen) werden eingehalten. Dies trägt ferner zum Erreichen der Umweltziele eins, sechs und sieben bei.</p>\n<p class=\"lf-p\">31 Folgende Arrêtés wurden zur Bewertung der Auswirkungen der Einrichtung SOIL-CONCEPT S.A. / SIDEN herangezogen:</p>\n<p class=\"lf-p\">Arrêté N°: 1/19/0591 (21.05.2021), Arrêté N°: 1/20/0158 (28.07.2020) Arrêté N°: 1/17/0020 (22.05.2018), Arrêté N°: 1/15/0239 (21.05.2015) Arrêté N°: 1/13/0232 (05.05.2014), Arrêté N°: 1/08/0148/B (28.06.2013) Arrêté N°: 1/08/0148/A (21.06.2012), Arrêté N°: 1/06/0421 et 1/08/0148 (14.07.2010) Arrêté N°: 06/UC/01 et 1/08/0148DD (14.07.2010) 32 „Gutachten über die Messung von niederfrequenten und elektrischen Wechselfeldern in der Nähe der Hochspannungstrasse im geplanten Gewerbegebiet „Fridhaff“ Ettelbruck (09.05.2017)“ von ibu (Ingenieurbüro für Baubiologie und Umweltmesstechnik) 2017.</p>\n<p class=\"lf-p\">33 Umweltverträglichkeitsprüfung (Screening) „Seilneuauflage Hochspannungsleitung Roost – Flebour – Bauler“. OekoBureau. 2021.</p>\n<p class=\"lf-p\">34 Circulaire No 1644. Circulaire aux administrations communales. Objet: Nuisances éventuelles liées à l’exploitation de lignes de haute tension. Ministère de l’Intérieure. 11. März 1994.</p>\n<p class=\"lf-p\">SUP (2. Teil: DEP) des POS „Centre d’incendie et de secours (CIS) Nordstad“- Aktualisierung Juli 2023 49 4.2 Schutzgut Pflanzen, Tiere, biologische Vielfalt Die nachstehende Tabelle zeigt die zentralen Umweltziele und weitere schutzgutspezifisch zu berücksichtigende Umweltziele:</p>\n<p class=\"lf-p\">Tab. 6: Überblick der zentralen Umweltziele des Schutzguts Pflanzen, Tiere, biologische Vielfalt und weitere schutzgutspezifische Ziele. Quelle: Verändert nach MEV 2013.</p>\n<p class=\"lf-p\">Leitziel 04 Zentrale Umweltziele pro Schutzgut:</p>\n<p class=\"lf-p\">Weitere schutzgutspezifische Ziele:</p>\n<p class=\"lf-p\">Stopp des Verlustes an biologischer Vielfalt Sicherung und Entwicklung der natürlichen (PNPN 3e - 2030 und geändertes NatSchG Standortbedingungen 2018) 05 Bewahrung eines guten Sicherung und Entwicklung seltener und Erhaltungszustandes der zu schützenden bedeutsamer Lebensräume Lebensräume und Arten der FFH- und Vogelschutzrichtlinie der EU (3er PNDD 2021 und SUP-Gesetz vom 22. Mai 2008) Sicherung und Entwicklung eines funktionsfähigen Biotopverbundsystems Sicherung geschützter Tier- und Pflanzenarten und -bestände Sicherung der landestypischen biologischen Vielfalt Sicherung von unzerschnittenen Räumen Vermeidung von Beeinträchtigungen und Störungen der Bereiche, die eine besondere Bedeutung für Natur- und Artenschutz besitzen Der Themenbereich Schutzgebiete ist für die weitere Planung nicht relevant, da weder auf der Fläche für den Neubau der Feuer- und Rettungsleitstelle Nordstad noch in der gesamten Gemeinde Diekirch sich nationale noch internationale Schutzgebiete befinden (laut PNPN 3e 2023</p>\n<div class=\"lf-abs\"><span class=\"lf-abs-num\">-</span>2030 und geoportail.lu, Stand Februar 2022).</div>\n<p class=\"lf-p\">Auf Grundlage der schutzgutspezifischen Leitziele und der Vorgaben des MECDD lassen sich für das Schutzgut Pflanzen, Tiere, biologische Vielfalt folgende Themenbereiche identifizieren, die nachstehend näher analysiert werden: Biotope Art. 17 NatSchG, Ökopunkteberechnung, Artenschutz, Art. 21 NatSchG, faunistische Analysen (Milane, weitere Vogelarten und Fledermäuse).</p>\n<p class=\"lf-p\">SUP (2. Teil: DEP) des POS „Centre d’incendie et de secours (CIS) Nordstad“- Aktualisierung Juli 2023 50 4.2.1 Biotope/ Grünstrukturen Offenland-Biotopkartierung Laut geoportail.lu (Stand Januar 2023) sind auf der planungsrelevanten Fläche keine OffenlandBiotope verzeichnet (siehe Abb. 15). Das nächstgelegene Offenland-Biotop befindet sich ca.</p>\n<p class=\"lf-p\">350 m Luftlinie nach Osten und besteht aus zwei Biotopen (6510 - Extensive Mähwiesen der planaren bis submontanen Stufe - Arrhenatherion).</p>\n<p class=\"lf-p\">Die oben genannten Biotope bleiben unberührt, da auch die Zufahrt (sowohl für die Bau- als auch die spätere Betriebsphase) über die N27A und die Rue Fridhaff erfolgen wird.</p>\n<p class=\"lf-p\">Abb. 15: Offenland-Biotopkartierung (grün unterlegt) in der näheren Umgebung der Projektfläche (rot unterlegt).</p>\n<p class=\"lf-p\">Quelle: geoportail.lu, Stand Januar 2023.</p>\n<p class=\"lf-p\">Biotopkartierung Die nach Art. 17 und Art. 13 des geänderten Luxemburger Naturschutzgesetzes (loi modifiée du 18 juillet 2018 concernant la protection de la nature et des ressources naturelles – im Folgenden als NatSchG abgekürzt) geschützten Biotope sind für die planungsrelevante Fläche in Abb. 16 dargestellt. Gemäß dieser Karte befinden sich an der nördlichen Flächengrenze Heckenstrukturen und ein Einzelbaum. Durch die Begehung vor Ort (März und November 2022) muss dies korrigiert werden zu einer Baumreihe (siehe Abb. 17). Ferner grenzen Gehölzstrukturen nordwestlich an die Planungsfläche, welche durch die Projektumsetzung nicht angetastet werden. Dadurch können hohe Auswirkungen vermieden werden.</p>\n<p class=\"lf-p\">SUP (2. Teil: DEP) des POS „Centre d’incendie et de secours (CIS) Nordstad“- Aktualisierung Juli 2023 51 Abb. 16: Ausschnitt aus der Biotopkartierung für die POS Fläche CIS Nordstad (rot umrandet). Quelle: verändert nach TR-Engineering und Planet+ 2015.</p>\n<p class=\"lf-p\">Abb. 17: Baumreihe entlang der nördlichen Flächengrenze. Quelle: ESI 2022.</p>\n<p class=\"lf-p\">SUP (2. Teil: DEP) des POS „Centre d’incendie et de secours (CIS) Nordstad“- Aktualisierung Juli 2023 52 4.2.2 Fauna Vorbemerkung An dieser Stelle wird darauf hingewiesen, dass zum Zeitpunkt der Erstellung der Gutachten eine andere Flächenausdehnung vorlag. Im Laufe der Bearbeitung wurde der Perimeter verändert.</p>\n<p class=\"lf-p\">Für die Gutachten relevant ist die Veränderung dahingehend, dass der Bereich der Grünstrukturen (nordwestlicher Flächenbereich) aus dem Perimeter herausgenommen wurde (siehe Abb. 18, gelb markiert). Daher entfällt ggf. die Bewertung der Gutachten für diesen Flächenbereich.</p>\n<p class=\"lf-p\">A B A Abb. 18: Veränderungen des Perimeters im Laufe der Bearbeitungszeit (A: 2022, B: 2023). Gelb markiert ist der Bereich der Grünstrukturen, der herausgenommen wurde. Quelle: verändert nach geoportail 2022 und 2023.</p>\n<p class=\"lf-p\">4.2.2.1 Gutachten Avifauna – Screening (COL, Dezember 2022)35 Das gesamte Gutachten liegt im Anhang 5f vor.</p>\n<p class=\"lf-p\">Im Bereich der Projektfläche und der Umgebung liegen Nachweise verschiedener planungsrelevanter Vogelarten vor: • Greifvögel: Rotmilan (Milvus milvus) [und Schwarzmilan (Milvus migrans) 36] „Die nächste bekannte Brut des Rotmilans befindet sich in einer Entfernung von etwa 1,7 Kilometern zum Projektstandort. […]. Die Mehrzahl an Beobachtungen beider Arten im Bereich des Projektstandortes wurden außerhalb der Brutzeit gemacht. Noch vor weniger als einem Jahrzehnt war der Bereich des Friedhaffs jedoch ein wichtiges Nahrungshabitat ansässiger Rotmilan Brutpaare oder überwinternder Individuen. Durch den Ausbau der Industriezone reduzierte sich die Anzahl der Brutpaare. Im Jahr 2015 gab es im angrenzenden Wald östlich der Planfläche eine Rotmilanbrut in circa 700 Meter Entfernung.</p>\n<p class=\"lf-p\">Auch einige Beobachtungspunkte liegen über dem ehemaligen Brutwald.“ 35 Analyse avifaunistischer Daten in Bezug auf das Projekt „Feuerwehrzentrale Diekirch“. Natur&amp;ëmwelt.</p>\n<p class=\"lf-p\">Centrale ornithologique du Luxembourg (COL). Kockelscheuer, den 13.12.2022.</p>\n<p class=\"lf-p\">36 Der Erhaltungszustand des Schwarzmilans wurde runtergestuft, wodurch dieser nicht länger als Art europäischer Bedeutung mit ungünstigem Erhaltungszustand gilt. Daher wird diese Art nachfolgend nicht detailliert behandelt.</p>\n<p class=\"lf-p\">SUP (2. Teil: DEP) des POS „Centre d’incendie et de secours (CIS) Nordstad“- Aktualisierung Juli 2023 53 • • • • • Eulen: Uhu (Bubo bubo) (Uhubrut) in ca. 1,8 km Entfernung.</p>\n<p class=\"lf-p\">Waldbewohnende Arten: Waldlaubsänger (Phylloscopus sibilatrix) und Waldschnepfe (Scolopax rusticola).</p>\n<p class=\"lf-p\">Offenlandbewohnende Arten: Goldammer (Emberiza citrinella), Neuntöter (Lanius collurio), Klappergrasmücke (Sylvia curruca), Dorngrasmücke (Sylvia communis), Grünspecht (Picus viridis) und Gartenrotschwanz (Phoenicurus phoenicurus).</p>\n<p class=\"lf-p\">Arten der Feuchtwiesen/ Gewässer: Schwarzkehlchen (Saxicola rubicola), Graureiher (Ardea cinerea), Silberreiher (Ardea alba) und Kranich (Grus Grus).</p>\n<p class=\"lf-p\">Siedlungsarten: Haussperling (Passer domesticus), Rauchschwalbe (Hirundo rustica) und Dohle (Coloeus monedula).</p>\n<p class=\"lf-p\">Bewertung/ Beurteilung der Projektfläche Tab. 7: Zusammenfassung der avifaunistischen Bewertung inklusive Maßnahmen. Quelle: verändert nach COL 2022.</p>\n<p class=\"lf-p\">Vogelart Bewertung COL Maßnahmevorschläge/ Vorgaben COL Werden diese im Rahmen des POS umgesetzt?</p>\n<p class=\"lf-p\">Rotmilan Die Mähwiese dient als Nahrungshabitat für zahlreiche Greifvogelarten, daher „muss der Bedeutung dieser Mähwiese Rechnung getragen werden, d.h. sie muss als potentielles Nahrungshabitat des Rotmilans angesehen und nach Art. 17 des Naturschutzgesetztes […] gekennzeichnet und entsprechend kompensiert werden (rotmilanfreundliche Bewirtschaftung).</p>\n<p class=\"lf-p\">Auch die Tatsache, dass 2015 in circa 700 Meter zur Planfläche ein Rotmilan gebrütet hat und es auch aktuell einige Nachweise von Rotmilanen über dem Waldbereich gibt, lässt nicht ausschließen, dass dieser Rotmilan Horst immer noch genutzt wird. Um dies mit Sicherheit ausschließen zu Als Art. 17 Habitat (habitat d’espèces) in der Ökobilanzierung kennzeichnen (worstcase-Annahme) Ja, im Entwurf der Ökobilanzierung wird die Fläche als habitat d’espèces gekennzeichnet (siehe</p>\n<h3 class=\"lf-part\">Kapitel 4.2.3).37</h3>\n<p class=\"lf-p\">ODER eine Detailstudie zur Betroffenheit der Rotmilane durchführen, um mit Sicherheit sagen zu können, ob die Projektfläche ein Art. 17 und/ oder Art. 21 NatSchG-Habitat darstellt und ggf. (CEF-) Maßnahmen notwendig werden.</p>\n<p class=\"lf-p\">Ebenso ist eine Detailprüfung der Rotmilanbetroffenheit vom CGDIS im November 2022 beauftragt worden, die von MILVUS im Jahr 2023 durchgeführt wird.</p>\n<p class=\"lf-p\">37 Aufgrund der „sensibleren“ Einstufung des Großen Abendseglers (U2 + 10), ist die Einstufung des Rotmilans (U1 +5) allerdings nicht mehr ersichtlich.</p>\n<p class=\"lf-p\">SUP (2. Teil: DEP) des POS „Centre d’incendie et de secours (CIS) Nordstad“- Aktualisierung Juli 2023 54 können, müsste eine gezielte Nachsuche durchgeführt werden.“ Uhu / Waldbewohnende Arten und Offenlandarten „Auch die angrenzenden Baum- „Dies kann durch das Ja. und Heckenstrukturen haben im Bereich der Industriezone eine Art Inselwirkung, in der sich viele Arten des strukturreichen Offenlandes zur Brut zurückziehen können. Beim Verlust von Baumoder Heckenstrukturen, müssen auch diese Biotope entsprechend Art.17 kompensiert werden.“ Auch Offenlandarten „sind in der Landschaft auf Strukturen wie Hecken, einzelne Bäume und Brachestreifen angewiesen.“ / Anpflanzen einer ausreichend breiten, naturnahen Hecke geschehen. Dabei wird Lebensraum für Kleinsäuger, Insekten und auch einige im Gebiet nachgewiesene Vogelarten wie Dorngrasmücke und Neuntöter geschaffen.</p>\n<p class=\"lf-p\">Zusätzlich wird durch das Anpflanzen einer naturnahen Hecke, eine Pufferfunktion geschaffen, die die Störwirkungen auf das Umfeld mindert (Sicht- &amp; Lärmschutz) und somit auch das Landschaftsbild verbessert.“ / Gehölzund Heckenstrukturen bleiben erhalten.</p>\n<p class=\"lf-p\">Eine Heckenstruktur wird am nördlichen Flächenrand erhalten bzw. gefördert. Ebenso soll laut Bepflanzungskonzept am östlichen Flächenrand Heckenstrukturen angepflanzt werden.</p>\n<p class=\"lf-p\">Arten der Feuchtwiesen/ Gewässer / / / Siedlungsarten „Diese Siedlungsarten sind vor allem aufgrund der sinkenden Akzeptanz von Nestern an Gebäuden (hauptsächlich Neubauten) gefährdet“.</p>\n<p class=\"lf-p\">Vorschlag COL: Das Bauen eines „Vogelfreundlichen Gebäudes“ bzw. das Anbringen entsprechender Nistkästen für diese Arten wäre sicherlich sinnvoll.</p>\n<p class=\"lf-p\">Ist als Empfehlung aufgenommen.</p>\n<p class=\"lf-p\">SUP (2. Teil: DEP) des POS „Centre d’incendie et de secours (CIS) Nordstad“- Aktualisierung Juli 2023 55 Weitere Maßnahmenvorschläge „Da es zur Flächenversieglung kommt, könnte man durch das Anlegen eines natürlichen Versickerungsbeckens mit teichähnlichem Charakter, ein potenzielles Habitat für Amphibien und Insekten schaffen, welche dann als Nahrung für Reiher und co. dienen würden.“ „Durch das Erbauen eines vogelfreundlichen Gebäudes, ohne spiegelnde Scheiben und Wandbekleidungen oder Fenster, die von den Vögeln als Durchflugmöglichkeit angesehen werden, kann man die negativen Einflüsse eines Gebäudes reduzieren, da hierdurch die Wahrscheinlichkeit von Vogelschlag stark verringert wird. An Neubauten gibt es, wie bereits erwähnt, nur selten geeignete Brutnischen für Vögel, sodass das Einplanen oder Anbringen von Nistmöglichkeiten für unterschiedliche Arten das Gebäude zusätzlich vogelfreundlicher machen würde.“ Da die konkrete Ausgestaltung und somit auch das Aussehen des Hauptgebäudes noch nicht feststeht, können zum aktuellen Zeitpunkt noch keine Aussagen über mögliche große spiegelnde Flächen getroffen werden. Generell sind laut CGDIS keine großen spiegelnden Flächen vorgesehen, was vogelschutztechnisch zu begrüßen ist.</p>\n<p class=\"lf-p\">Es wird an dieser Stelle sehr empfohlen auf eine vogelfreundliche Gestaltung zu achten. Sind große spiegelnde Glasflächen nicht zu vermeiden, so sind vogelfreundliche Gestaltungselemente sehr zu empfehlen (siehe Kapitel 5.2.2).</p>\n<p class=\"lf-p\">4.2.2.2 Gutachten Fledermäuse – Screening (ProChirop, Januar 2023)38 Das gesamte Gutachten liegt im Anhang 5g vor.</p>\n<p class=\"lf-p\">Datengrundlage „Aus dem Umfeld des Planungsraumes liegen bereits Daten zu Fledermauserfassungen aus den Jahren 2015 und 2019 vor (Tab. 1). Aufgrund dieser guten Datenlage kann eine realistische Abschätzung der Auswirkungen des Bauvorhabens auf die lokale Fledermausfauna erfolgen.“ Ergebnis Es wurden durch die zwei genannten Studien insgesamt 14 Arten/ Artgruppen erfasst (siehe Tab.</p>\n<div class=\"lf-abs\"><span class=\"lf-abs-num\">8)</span>. „Es ist also davon auszugehen, dass das nachgewiesene Arteninventar dauerhafte lokale Populationen im Umfeld von Fridhaff besitzt.“ 38 Stellungnahme über die Auswirkungen auf die Fledermausfauna durch Nutzung der Parzelle 2126/6447 als Feuerwehrzentrum am Fridhaff, Diekirch. ProChirop. Holling, 11. Januar 2023.</div>\n<p class=\"lf-p\">SUP (2. Teil: DEP) des POS „Centre d’incendie et de secours (CIS) Nordstad“- Aktualisierung Juli 2023 56 Tab. 8: Im Umfeld des POS bereits nachgewiesene Arten. Quelle: ProChirop 2023.</p>\n<p class=\"lf-p\">Anmerkung von ESI:</p>\n<p class=\"lf-p\">Laut aktualisiertem écopoints-Leitfaden (Version 19. April 2019, aktualisiert am 24.</p>\n<p class=\"lf-p\">März 2020) erfahren beide Arten (Plecotus austriacus und Plecotus auritus) den Korrekturfaktor U1.</p>\n<p class=\"lf-p\">Bewertung „In Anpassung auf das Gelände des Planungsraumes des CDGIS wird von diesen nachgewiesenen Arten eine regelmäßige Nutzung als Jagdhabitat für folgende Arten erwartet:</p>\n<p class=\"lf-p\">Kleine Bartfledermaus (U1), Breitflügelfledermaus (U1), Kleiner (U1) und Großer Abendsegler (U2), Großes Mausohr (U1) und Zwergfledermaus (FV).</p>\n<p class=\"lf-p\">Eine besondere Funktion der Hecken und des Feldgehölzes als Leitlinie zur Querung wird zusätzlich erwartet für:</p>\n<p class=\"lf-p\">Graues Langohr (U2), Kleine Bartfledermaus (U1), Großes Mausohr (U1) und Fransenfledermaus (U1).</p>\n<p class=\"lf-p\">Bei Inanspruchnahme der Planungsfläche sind somit gemäß Art. 17 des Lux NatSchG für die genannten Arten Ausgleichszahlungen nach der Ökokontenregelung zu leisten.</p>\n<p class=\"lf-p\">Es werden keine essenziellen Strukturen nach Art. 21 erwartet. Quartiermöglichkeiten sind ebenfalls nicht vorhanden.“ SUP (2. Teil: DEP) des POS „Centre d’incendie et de secours (CIS) Nordstad“- Aktualisierung Juli 2023 57 Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen Tab. 9: Zusammenfassung der fledermauskundlichen Maßnahmen inklusive Abgleich mit dem POS. Quelle:</p>\n<p class=\"lf-p\">Verändert nach ProChirop 2023.</p>\n<p class=\"lf-p\">Maßnahmevorschläge/ Vorgaben ProChirop Werden diese umgesetzt? im Rahmen des Jagdhabitat folgender Arten führt zum Habitat d’espèces in der Ökobilanzierung: Kleine Bartfledermaus (U1), Breitflügelfledermaus (U1), Kleiner (U1) und Großer Abendsegler (U2), Großes Mausohr (U1) und Zwergfledermaus (FV).</p>\n<p class=\"lf-p\">Ja. Im Entwurf der Ökobilanzierung wird ein entsprechender Korrekturfaktor angewendet (siehe Kapitel 4.2.3). „Im Rahmen der Bebauung der Fläche ist der Erhalt von Feldgehölzen und Hecken als Leitlinie und Querungshilfe besonders wichtig.“ Ja. „Die Gebäude orientieren sich an der Straße und die Vegetationsstrukturen werden nicht angetastet.</p>\n<p class=\"lf-p\">Die Anlage eines Hundetrainingsplatzes im Norden der Parzelle ist nicht als störend für die Funktion der Leitlinie zu betrachten, zumal auch keine Beleuchtung oder nächtliches Training vorgesehen ist. Der Hundeplatz wird zusätzlich durch Baumpflanzungen zur Hecke hin eingegrünt.“ Minderung störender Emissionen durch Licht und Lärm.</p>\n<p class=\"lf-p\">Ja. „Weiterhin wird die Parzelle nach Osten zur verbleibenden Wiese durch eine Baumreihe/Hecke abgegrenzt. Dadurch können störende Emissionen durch Licht und Lärm gemindert werden. Auch wird hierdurch eine neue Leitlinie geschaffen. Es wird empfohlen, hier eine dichte Baumhecke anzulegen.“ „Bei der Nutzung der Realbrandübungsanlage sollte eine nächtliche Nutzung (zumindest im Sommerhalbjahr ab 22 h) unterbleiben, damit jagende oder querende Fledermäuse nicht durch die Rauchabgase vergrämt werden.“ Ja, eine Nutzung nach 22 Uhr ist nicht vorgesehen. Zum aktuellen Stand der Planung ist eine Nutzung bis maximal 18 Uhr vorgesehen. „Eine nächtliche Beleuchtung des Übungsplatzes sollte sofern möglich unterbleiben, bzw. gegebenenfalls nur zeitlich begrenzt stattfinden.</p>\n<p class=\"lf-p\">Jegliche notwendige Beleuchtung sollte sich an den Vorgaben des MDDI (2018) und der EUROBATS-Richtlinie (2019) orientieren, d.h. es sollten nur Leuchten mit minimal notwendiger Höhe genutzt werden, die nach oben abgeschirmt sind. Es sind Leuchtmittel einer Farbtemperatur von 2700 K zu nutzen.“ Ja, eine nächtliche Beleuchtung Übungsplatzes ist nicht vorgesehen.</p>\n<p class=\"lf-p\">SUP (2. Teil: DEP) des POS „Centre d’incendie et de secours (CIS) Nordstad“- Aktualisierung Juli 2023 POS des 58 4.2.2.3 Gutachten Rotmilan (MILVUS) Im Rahmen des vorliegenden Projekts wird eine Felduntersuchung des Rotmilans (Milvus milvus) durchgeführt. Diese wurde bereits in Auftrag gegeben und wird von März 2023 – Juni 2023 vom Planungsbüro MILVUS GmbH durchgeführt. Die Ergebnisse, vor allem die dort genannten Maßnahmen, müssen im Rahmen des vorliegenden Projekts umgesetzt werden. Durch Nachfrage von Seiten des MECDD (im Juni 2023 per E-Mail) bei MILVUS, liegen erste Ergebnisse der Detailstudie vor. So kann für den Projektstandort eine Betroffenheit nach Art. 21 NatSchG ausgeschlossen werden (siehe Anhang 7).39 Endgültige Angaben zur Betroffenheit der Fläche nach Art. 17 NatSchG müssen noch abschließend geklärt werden und sind im Rahmen der naturschutzrechtlichen Genehmigungsanfrage zu beachten.</p>\n<p class=\"lf-p\">4.2.2.4 Sonstige Arten In Tab. 10 erfolgt eine Einschätzung der Betroffenheit weiterer Tiergruppen. Eine geringe Betroffenheit von einigen Tiergruppen (z.B. der Haselmaus) kann u.U. darauf zurückgeführt werden, dass alle vorhandenen Grünstrukturen (Gehölze nordwestlich der Fläche, Baumreihe, etc.) erhalten bleiben.</p>\n<p class=\"lf-p\">Tab. 10: Einschätzung der Betroffenheit weiterer Tiergruppen. Quelle: ESI 2022.</p>\n<p class=\"lf-p\">Bewertung – Betroffenheit der Tiergruppe Tiergruppe Gründe der Bewertung Amphibien (Caudata/ Anura) Entsprechende vorhanden.</p>\n<p class=\"lf-p\">Habitate sind nicht Nicht betroffen Neunaugen, Entsprechende vorhanden.</p>\n<p class=\"lf-p\">Habitate sind nicht Nicht betroffen Fische, Krebse Insekten (Insekta) Es wird von keiner erheblichen gering Beeinträchtigung ausgegangen.</p>\n<p class=\"lf-p\">Muscheln (Bivalia) Entsprechende vorhanden.</p>\n<p class=\"lf-p\">Habitate sind nicht Nicht betroffen Reptilien (Sauria/ Ophidia) Entsprechende vorhanden.</p>\n<p class=\"lf-p\">Habitate sind nicht Nicht betroffen Pflanzen Es sind keine geschützten Arten Nicht betroffen nachgewiesen. Daher voraussichtlich nicht betroffen.</p>\n<p class=\"lf-p\">Säugetiere Haselmaus (Muscardinus avellanarius) Vorkommen in den westlich angrenzenden gering Gehölzstrukturen (Feldgehölz) möglich.</p>\n<p class=\"lf-p\">39 E-Mail von Herrn Klein vom 19. Juni 2023 mit Stellungnahme von MILVUS zur Betroffenheit des Rotmilans.</p>\n<p class=\"lf-p\">SUP (2. Teil: DEP) des POS „Centre d’incendie et de secours (CIS) Nordstad“- Aktualisierung Juli 2023 59 Da allerdings dieser Bereich unangetastet bleibt, ist mit keinen negativen Auswirkungen auf die Haselmaus zu rechen. Gemäß Avis des MECDD entfällt ebenso eine entsprechende Felduntersuchung der Haselmaus.</p>\n<p class=\"lf-p\">Wildkatze (Felis silvestris) Laut Aktionsplan der Wildkatze40 liegen für gering die Gemeinde Diekirch keine Nachweise über ein Wildkatzenvorkommen vor.</p>\n<p class=\"lf-p\">Ebenso liegt die planungsrelevante Fläche in keinem Wildkatzenkorridor. Auch aus dem Wildkatzengutachten für die Neuaufstellung des PAGs Diekirch geht dies hervor.41 Daher ist der POS kompatibel mit dem Schutz der Wildkatze.</p>\n<p class=\"lf-p\">Fazit der faunistischen Studien Somit werden nach aktuellem Stand (die noch durchzuführende Detailstudie des Rotmilans ausgenommen) die faunistischen Vorgaben (Vögel – COL 2022, Fledermäuse – ProChirop 2023) im Rahmen des POS eingehalten und umgesetzt. Eine erhebliche Beeinträchtigung geschützter Arten kann durch entsprechende Minderungs-/ Ausgleichsmaßnahmen vermieden werden, wodurch die Auswirkungen auf die Tier- und Pflanzenwelt als verträglich eingestuft wird.</p>\n<p class=\"lf-p\">Eine Minderungsmaßnahme ist beispielsweise, dass generell keine Beleuchtung des Gebäudes und des Geländes vorgesehen ist. Die Zirkulationsflächen sollen über Präsenzmelder geschaltet werden und die Farbwahl der Beleuchtung soll sich dabei generell an umwelttechnische Aspekte anlehnen.</p>\n<p class=\"lf-p\">40 PNPN Plans d’actions espèces – Chat sauvage. SICONA-Ouest und GeoData s.c. April 2014.</p>\n<p class=\"lf-p\">41 Évaluation environnementale stratégique du PAG de la Ville de Diekirch. Avis Chat sauvage (Felis silvestris).</p>\n<p class=\"lf-p\">GeoData sc. 19 mai 2014.</p>\n<p class=\"lf-p\">SUP (2. Teil: DEP) des POS „Centre d’incendie et de secours (CIS) Nordstad“- Aktualisierung Juli 2023 60 4.2.3 Ökopunkteberechnung (écopoints.lu) Laut Naturschutzgesetz vom 18. Juli 2018 über den Schutz der Natur und der natürlichen Ressourcen in seiner geänderten Fassung (loi modifiée du 18 juillet 2018 concernant la protection de la nature et des ressources naturelles) ist ein Eingriff auf geschützte Lebensräume, auf besonders geschützte Arten oder auf Natura2000-Gebiete zu kompensieren.42 Auf der POS Fläche CIS Nordstad befinden sich zwar keine geschützten Biotope, jedoch gilt der Großteil der Fläche als Habitat für bestimmte Arten (Art. 17 NatSchG). Aud diesem Grund muss spätestens im Rahmen der naturschutzrechtlichen Genehmigungsanfrage für das Projekt eine Ökobilanzierung durchgeführt werden (siehe auch Anhang 6 – Entwurf der Ökobilanzierung).</p>\n<p class=\"lf-p\">Hierbei gilt: Jede ökologische Bewertung, die den Unterschied zwischen dem ökologischen Wert des Ausgangszustands (vor den Arbeiten) und des Planungszustands (nach den Arbeiten) analysiert, wird obligatorisch in Ökopunkten ausgedrückt.43 Folgende Punkte werden u.a. beachtet: • Geschützte Biotope und Lebensräume (gemäß Art. 13 und Art. 17 NatSchG); ungeschützte Flächennutzungen werden ebenso aufgenommen, allerdings generieren sie keine Ökopunkte. • Naturschutzgebiete von nationalem oder internationalem Interesse: → es sind keine Naturschutzgebiete betroffen • Artenschutz: Überprüfung auf Betroffenheit essentieller Habitate von Arten europäischer Bedeutung mit ungünstigem Erhaltungszustand (gemäß Anhang 4 des Arrêté ministériel du 27 mars 202044). Dies kann bspw. ein Horststandort oder ein Brutplatz sein. Ist dies gegeben, so sind CEF-Maßnahmen gemäß Art. 21 NatSchG notwendig (CEF = continuous ecological functionality-measures). Diese müssen zeitlich vor Beginn der Baumaßnahmen erfolgen. → es sind voraussichtlich keine Art. 21-Habitate betroffen • Habitatschutz: Überprüfung auf Betroffenheit von regelmäßig aufgesuchten Habitaten von Arten europäischer Bedeutung mit ungünstigem Erhaltungszustand (gemäß Anhang 4 des Arrêté ministériel du 27 mars 202045); ggf. Festlegung des entsprechenden Korrekturfaktors (+5 oder +10) – markiert als Habitat d‘espèces. → es sind Art. 17-Habitate betroffen, wodurch der entsprechende Korrekturfaktor angewendet wird Ökopunkte-System zur Bewertung und Kompensation von Eingriffen – Leitfaden zur Berechnungsmethodik, MECDD, 24. März 2020, Seite 5.</p>\n<p class=\"lf-p\">43 Ökopunkte-System zur Bewertung und Kompensation von Eingriffen – Leitfaden zur Berechnungsmethodik, MECDD, 24. März 2020, Seite 7.</p>\n<p class=\"lf-p\">44 Arrêté ministériel du 27 mars 2020 – N° 248 du 6 avril 2020 – Leitfaden zur Berechnungsmethodik – ÖkopunkteSystem zur Bewertung und Kompensation von Eingriffen, MECDD, Stand März 2020.</p>\n<p class=\"lf-p\">45 Ebd.</p>\n<p class=\"lf-p\">42 SUP (2. Teil: DEP) des POS „Centre d’incendie et de secours (CIS) Nordstad“- Aktualisierung Juli 2023 61 Die Wertebestimmung des Ausgangswertes und des Planungswertes wird gemäß dem Leitfaden „Ökopunkte-System zur Bewertung und Kompensation von Eingriffen - Leitfaden zur Berechnungsmethodik“46 durchgeführt.</p>\n<p class=\"lf-p\">Gemäß RGD vom 1. August 2018 (N° 773 du 05 septembre 2018) entspricht der monetäre Ausgleich eines Ökopunktes einem Euro (1 écopoint = 1 €).</p>\n<p class=\"lf-p\">Um einen ersten Überblick über die möglichen Ökopunkte zu erhalten, werden bereits im Rahmen des vorliegenden Dossiers die Ökopunkte per écopoints.lu ermittelt.</p>\n<p class=\"lf-p\">Die Fläche befindet sich innerhalb des bebaubaren Innenbereichs, also außerhalb der Grünzone.</p>\n<p class=\"lf-p\">Gemäß der faunistischen Screenings (ProChirop 2023 und COL 2022) kommen folgende Arten europäischer Bedeutung mit ungünstigem Erhaltungszustand im Bereich der Projektfläche zu tragen (mit jeweiligem Erhaltungszustand): Kleine Bartfledermaus (U1), Breitflügelfledermaus (U1), Kleiner (U1) und Großer Abendsegler (U2), Großes Mausohr (U1) und Zwergfledermaus (FV), sowie Rotmilan (U1). Hierbei wird im Bereich der Vögel von einem Vorhandensein des Rotmilans ausgegangen. Die Detailstudie wird Einzelheiten hierzu liefern. Da diese aber erst im Sommer 2023 durchgeführt wird, ist aktuell davon auszugehen, dass der Rotmilan, als Art europäischer Bedeutung mit ungünstigem Erhaltungszustand (U1) die Mähwiese regelmäßig als Jagdhabitat nutzt („worst-case-Szenario“). „Falls mehrere, zu berücksichtigende Arten auf einer Erfassungseinheit vorkommen, wird nur der höchstmögliche Korrekturfaktor einmal angewendet.“47 Daher wird der Korrekturfaktor für den Großen Abendsegler (U2) von +10 für den entsprechenden Projektbereich (3.5.5.</p>\n<p class=\"lf-p\">Intensivgrünland) angewendet.</p>\n<p class=\"lf-p\">Im Rahmen der Umsetzung des POS werden keine Grünstrukturen gefällt. Ferner liegt kein flächenhafter Verlust von hochwertigen Biotop- oder Habitatstrukturen vor.</p>\n<p class=\"lf-p\">Abb. 20 gibt den plan initial und Abb. 21 den plan final wieder.</p>\n<p class=\"lf-p\">Durch die Umsetzung des geplanten Projektes POS CIS Nordstad werden voraussichtlich (laut aktuellem Planungsstand) insgesamt 382.584 écopoints generiert, wodurch der monetäre Betrag von voraussichtlich 382.584 € ins Ökokonto eingezahlt werden müsste.</p>\n<p class=\"lf-p\">Durch die Anpflanzung von Bäumen und der Anlage eines ökologischen Parkplatzes werden unter écopoints.lu (45.768) Punkte generiert, die grundsätzlich als in-situ Kompensation angesehen werden. Da jedoch der Großteil der Planungsfläche als Habitat d’espèces (Großer Abendsegler) ausgewiesen ist, kann keine in-situ Kompensation auf gleicher Fläche angerechnet werden. Im Leitfaden zur Berechnungsmethodik sind nur für fünf urbane Arten im bebaubaren Innenbereich eine Ausnahme definiert, die den Ausgleich durch eine in-situ Kompensation anrechnet (siehe Abb. 19).</p>\n<p class=\"lf-p\">46 Leitfaden zur Berechnungsmethodik. Ökopunkte-System zur Bewertung und Kompensation von Eingriffen. 19. April 2019, abgeändert 24. März 2020.</p>\n<p class=\"lf-p\">47 Ebd.</p>\n<p class=\"lf-p\">SUP (2. Teil: DEP) des POS „Centre d’incendie et de secours (CIS) Nordstad“- Aktualisierung Juli 2023 62 Abb. 19: „Anerkannte Arten (europäischer Bedeutung mit ungünstigem Erhaltungszustand) für die innerörtliche in-situ Kompensation“. Quelle: Leitfaden zur Berechnungsmethodik Tabelle 6, Stand 24. März 2020.</p>\n<p class=\"lf-p\">3.5.5.</p>\n<p class=\"lf-p\">Intensivgrünland 3.8.11. Artenarme, gehölzfreie Dominanzbestände (Pteridium quailinum, Calamagrostis epigejos) oder anderen Arten welche Dominanzbestände bilden (z.B. Urtica dioica) 6.2.1.</p>\n<p class=\"lf-p\">Straße/Weg/ Platz versiegelt Habitat d´espèce „Großer Abendsegler“ Abb. 20: Ausschnitt aus der Ökobilanzierung – plan initial. Quelle: écopoints.lu, Stand Januar 2023.</p>\n<p class=\"lf-p\">SUP (2. Teil: DEP) des POS „Centre d’incendie et de secours (CIS) Nordstad“- Aktualisierung Juli 2023 63 1.4.10. Offene Wasserrückhaltebecken (naturfern) 2.3.3.</p>\n<p class=\"lf-p\">Verfugte Mauer oder Treppe 3.5.6.</p>\n<p class=\"lf-p\">Tritt- und Parkrasen 4.4.3.</p>\n<p class=\"lf-p\">Isolierter, standortgerechter Einzelbaum oder Obstbaum 6.2.1.</p>\n<p class=\"lf-p\">Straße/Weg/Platz versiegelt 6.2.2.</p>\n<p class=\"lf-p\">Straße/Weg/Platz gepflastert (Pflasterung ohne Fugenversiegelung), geschottert, teilbefestigt 6.3.1.</p>\n<p class=\"lf-p\">Bebaute Fläche 7.1.1.</p>\n<p class=\"lf-p\">Alle anderen Privatflächen im Baugebiet (Haus, Garage, Grünfläche, etc.) Abb. 21: Ausschnitt aus der Ökobilanzierung – plan final. Quelle: écopoints.lu, Stand Januar 2023.</p>\n<p class=\"lf-p\">Fazit Umweltauswirkungen – Schutzgut Pflanzen, Tiere, biologische Vielfalt Insgesamt liegen (unter Beachtung der Maßnahmen) voraussichtlich keine erheblichen Beeinträchtigungen dieses Schutzguts durch den POS CIS Nordstad vor (u.a. da die vorhandenen Gehölze erhalten werden und keine Offenland-Biotope betroffen sind).</p>\n<p class=\"lf-p\">Avifauna: Für den Rotmilan (Milvus milvus) muss eine Detailstudie durchgeführt werden (ist beauftragt bei MILVUS, wird 2023 ausgeführt). Die Ergebnisse/ Maßnahmen von dieser Studie müssen im Rahmen des POS CIS Nordstad umgesetzt werden. Erste Ergebnisse liegen bereits vor (siehe Anhang 7), eine Betroffenheit nach Art. 21 NatSchG kann ausgeschlossen werden.</p>\n<p class=\"lf-p\">Fledermäuse: Keine Detailstudie notwendig. Entsprechende Arten europäischen Interesses mit ungünstigem Erhaltungszustand sind in der Ökobilanzierung zu berücksichtigen. Keine CEF-Maßnahmen notwendig.</p>\n<p class=\"lf-p\">Ökopunkte: Laut aktuellem Planungsstand sind 382.584 € ins Ökokonto einzuzahlen. Eine Anrechnung von in-situ Kompensationen ist nicht möglich, da der Großteil der Planungsfläche als Habitat d’espèces (Großer Abendsegler) ausgewiesen ist.</p>\n<p class=\"lf-p\">Insgesamt trägt dies zum Erreichen des vierten und fünften Umweltziels bei.</p>\n<p class=\"lf-p\">SUP (2. Teil: DEP) des POS „Centre d’incendie et de secours (CIS) Nordstad“- Aktualisierung Juli 2023 64 4.3 Schutzgut Boden Die nachstehende Tabelle zeigt die zentralen Umweltziele und weitere schutzgutspezifisch zu berücksichtigende Umweltziele:</p>\n<p class=\"lf-p\">Tab. 11: Überblick der zentralen Umweltziele des Schutzguts Boden und weitere schutzgutspezifische Ziele.</p>\n<p class=\"lf-p\">Quelle: Verändert nach MEV 2013.</p>\n<p class=\"lf-p\">Leitziel 02 Zentrale Umweltziele pro Schutzgut:</p>\n<p class=\"lf-p\">Stabilisierung Bodenverbrauchs des auf 1 ha/ Weitere schutzgutspezifische Ziele: nationalen Sicherung der Böden, ihrer ökologischen Tag Funktionen und ihrer nachhaltigen bis spätestens 2020 bzw. Stopp des weiteren Landverbrauchs bis 2050 (3er PNDD 2021 und PNEC 2020) Nutzbarkeit Schonung seltener und hochwertiger Böden, insbesondere auch der guten landwirtschaftlichen Böden Sparsame und schonende Bewirtschaftung der Ressource Boden Sanierung schadstoffbelasteter Böden Die Parzellen des Geltungsbereichs des POS CIS Nordstad sind nicht im „Kataster der potenziell kontaminierten Standorte“ (Stand: Dezember 2022) inventarisiert. Gemäß Loi du 21 mars 2012 relative à la gestion des déchets ist es für die Wiederverwendung des Bodenaushubs notwendig (vor Erteilung der Baugenehmigung) per Bodenprobeanalysen eine Kontamination des Bodens auszuschließen. Eine entsprechende Bodenanalyse muss im Rahmen des POS durchgeführt werden, um Altlasten sicher ausschließen zu können. Diese wurde im Februar 2023 bei dem Ingenieurbüro Grundbaulabor Trier beauftragt. Da zum aktuellen Zeitpunkt (Februar 2023) noch keine Ergebnisse dieser Bodenanalysen vorliegen, kann diese Thematik an dieser Stelle nicht abschließend behandelt werden.</p>\n<p class=\"lf-p\">Die Bodenqualität der planungsrelevanten Fläche ist überwiegend als gut zu bezeichnen (ASTABodenqualitätskarte, version provisoire 2017) und sie wird aktuell landwirtschaftlich genutzt.</p>\n<p class=\"lf-p\">Ein geotechnisches Gutachten (Baugrundgutachten) ist vor Projektbeginn durchzuführen (u.a. bezüglich Hangstabilität). Auch dieses Gutachten wurde im Februar 2023 bei dem Ingenieurbüro Grundbaulabor Trier in Auftrag gegeben.</p>\n<p class=\"lf-p\">Aus geologischer und pedologischer Sicht befindet sich die planungsrelevante Fläche im Bereich des Ösling-Vorlands. Im Bereich der Fläche besteht der Boden vor allem aus sandiglehmigen und sandig-tonigen Braunerden und Parabraunerden aus Bundsandstein, die nicht vergleyt sind.</p>\n<p class=\"lf-p\">Auf Grundlage der für das Schutzgut relevanten Leitziele und den schutzgutspezifisch zu berücksichtigenden Zielen lässt sich der Themenbereich Bodenaushub/ Wiederverwendung des Aushubmaterials für das Schutzgut Boden identifizieren, welcher nachstehend näher analysiert wird.</p>\n<p class=\"lf-p\">SUP (2. Teil: DEP) des POS „Centre d’incendie et de secours (CIS) Nordstad“- Aktualisierung Juli 2023 65 Bodenaushub Um eine Stabilisierung des Bodenverbrauchs auf 1 ha/ Tag bis spätestens 2020 bzw. den weiteren Landverbrauch bis 2050 gänzlich zu stoppen (3er PNDD 2021 und PNEC 2020) ist neben dem schonenden Umgang mit der Versiegelung der Böden auch die Verringerung an Erdbewegungen (Aushub und Abtransport des Bodens) auf dafür extra bereit gestellte Deponien im ganzen Land ein wichtiger Faktor.</p>\n<p class=\"lf-p\">So werden unter anderem im Loi du 21 mars 2012 relative à la gestion des déchets (Kapitel II, Artikel 9 Absatz 1) Prinzipien und Ziele der Abfallwirtschaft aufgezeigt „a) la prévention; b) la préparation en vue du réemploi; c) recyclage; d) toute autre valorisation, notamment valorisation énergétique; et e) l´élimination.“ Weiterhin wird in Kapitel IV, Artikel 26 Absatz (1) „Lors de la planification d’une construction, la prévention des déchets doit être prise en considération. Cette prévention concerne également la réduction des terres d’excavation destinées à une mise en décharge. Les maîtres de l’ouvrage doivent pouvoir faire preuve des considérations de prévention appliquées sur toute demande de l’administration compétente“ auf die Vermeidung von Erdaushub bei der Planung hingewiesen.</p>\n<p class=\"lf-p\">Eine weitere Grundlage zur Verringerung oder gar zur Vermeidung von Erdaushub bei Bauarbeiten bietet die vom MECDD (ehemals MDDI) 2018 herausgegebene Broschüre „Besser Planen weniger Baggern - Wege zur Vermeidung und Wiederverwertung von Erdaushub bei Bauarbeiten“. In dieser werden nicht nur einige grundlegende mögliche Vorgehensweisen innerhalb der Planungsphase aufgezeigt, sondern auch konkrete positive Umsetzungsbeispiele im Zusammenhang der Vermeidung des Bodenaushubs aufgeführt.</p>\n<p class=\"lf-p\">Bezug zum POS CIS Nordstad Das Gelände, welches für den Bau der Feuer- und Rettungsleitstelle Nordstad vorgesehen ist, weist stellenweise eine Hangneigung von 7° bis 12° auf (vorwiegend südlicher und westlicher Bereich). Um eine bessere Eingliederung des Hauptgebäudes in die umgebende Landschaft zu ermöglichen und damit möglichst wenig Bodenaushub zu generieren und den Zielen zu entsprechen, sieht die Planung die Integration des Gebäudes in den vorhandenen Hang vor.</p>\n<p class=\"lf-p\">Durch Einbeziehung des vorhandenen Geländeprofils in die Planung wird sichergestellt, dass sich der anfallende Bodenaushub auf ein Minimum beschränkt (siehe Abb. 22). Unter Annahme einer Schichtdicke von 15 cm sind ca. 2.000 m³ Mutterboden abzutragen (maximal möglich sind laut POS 8.000 m³ Boden), auf dem Gelände zu lagern und später wieder zu verteilen.48 Dabei ist geplant den Aushub auf den Oberboden zu beschränken. Des Weiteren ist vorgesehen den anfallenden Bodenaushub, wenn möglich, auf der Fläche wieder zu verwenden. Gemäß Loi du 21 mars 2012 relative à la gestion des déchets werden Bodenanalysen vorgenommen, die Aufschluss über eine mögliche Kontamination des Bodens geben sollen. Sollte der Boden kontaminiert sein, so ist ein Abtransport in die entsprechenden Deponien notwendig. Sollte der Boden nicht kontaminiert sein, so darf er (bspw. für Aufschüttungen) wiederverwendet werden.</p>\n<p class=\"lf-p\">Die Beprobung des Bodens muss bis zur Erteilung der Baugenehmigung durchgeführt werden.</p>\n<p class=\"lf-p\">48 Information erhalten von Beissel &amp; Ruppert (Luc Frantzen) per E-Mail am 31.01.2023.</p>\n<p class=\"lf-p\">SUP (2. Teil: DEP) des POS „Centre d’incendie et de secours (CIS) Nordstad“- Aktualisierung Juli 2023 66 Abb. 22: Schnitt durch das geplante Hauptgebäude der Feuer- und Rettungsleitstelle Nordstad von Süden in Richtung Norden, ohne Maßstab. Die rote Linie zeigt das natürliche Gelände, die schwarze Linie die geplanten Aufschüttungen. Quelle: Beissel &amp; Ruppert Structural Engineering Plan 2953-FAI-ARC-COU-001-C „Coupes 1“, Stand 24.01.2023.</p>\n<p class=\"lf-p\">Aufschüttungen Insgesamt sind mehrere Aufschüttungen auf der Fläche geplant. Zum einen soll der zentrale und nördliche Flächenbereich (Bereich des Trümmerfeldes und des Hundetrainingsplatzes) eine Nivellierung/ Angleichung des Bodenniveaus durch Aufschüttungen erfahren, da dieser Bereich einen großen Geländeversprung zu verzeichnen hat. Die geplante Gebäuderuine (Trümmerfeld) soll in diesen Geländeversprung integriert werden. Zum anderen ist im Osten des Gebäudes eine Anböschung/ Aufschüttung bis an das Gebäude vorgesehen (siehe auch Abb. 22).</p>\n<p class=\"lf-p\">Eine weitere Aufschüttung liegt im Bereich der Zufahrt zum Hauptgebäude sowie unterhalb des Hauptgebäudes und im Bereich der Rampe/ Zufahrt zum unteren Geländeteil.</p>\n<p class=\"lf-p\">Insgesamt beläuft sich das Bodenvolumen, welches für die Aufschüttungen benötigt wird, laut aktuellem Plan, auf ein Verfüll-Volumen von ca. 38.000 m³.49 Unter der Annahme, dass es keine chemischen Belastungen des Bodens gibt und dass das Aushubmaterial verdichtbar ist und somit komplett wiederverwendet werden kann, könnten somit:50 • Für die maximal mögliche Variante des POS mit komplettem 1. und 2. UG (Untergeschoss) ca. 8.000 m³ von den 38.000 m³ abgezogen werden (es müssten demnach nur noch 30.000 m³ angeliefert werden). • Für die aktuelle Variante mit 1. UG und einem kleinem 2. UG könnten ca. 2.000 m³ von den 38.000 m³ abgezogen werden (es müssten demnach noch 36.000 m³ angeliefert werden).</p>\n<p class=\"lf-p\">49 Information erhalten von Beissel &amp; Ruppert (Luc Frantzen) per E-Mail am 31.01.2023.</p>\n<p class=\"lf-p\">50 Ebd.</p>\n<p class=\"lf-p\">SUP (2. Teil: DEP) des POS „Centre d’incendie et de secours (CIS) Nordstad“- Aktualisierung Juli 2023 67 „Grundsätzlich wäre somit kein Abtransport von Boden erforderlich. Auf Grund der im POS angegeben Toleranzen in den Höhen sowie der Unkenntnis der Geologie können diese Werte jedoch um ca. 15 % - 20 % variieren.“51 Demnach wird insgesamt mehr Boden verwendet/ gebraucht, als dass Bodenaushub entsteht, was sehr zu begrüßen ist, auch angesichts der landesweit beschränkten Kapazitäten der Deponien. Es besteht ein Bedarf von mindestens 30.000 m³ Boden (maximal 36.000 m³ - je nach Ausgestaltung des Gebäudes). Nachfolgend ist ein Schnitt zu finden, der die Aufschüttung im Bereich der Stützmauer (Zufahrt) veranschaulicht (siehe Abb. 23, Bodenniveau – rote Linie, geplante Aufschüttung - schwarze Balken). Ein überschüssiger Bodenaushub entsteht insgesamt nicht.</p>\n<p class=\"lf-p\">Eine Orientierungshilfe zur besseren Visualisierung der geplanten Geländemodellierung bietet das 3D Modell in Abb. 24. Hier wird deutlich in welchen Bereichen des CIS-Geländes Bodenabtragungen und in welchen Aufschüttungen notwendig sind.</p>\n<p class=\"lf-p\">Abb. 23: Schnitt durch die geplante Aufschüttung im Zufahrtsbereich zum CIS-Hauptgebäude, ohne Maßstab. Quelle: Beissel &amp; Ruppert Structural Engineering „Mur de Soutènement“, Stand 07.11.2022.</p>\n<p class=\"lf-p\">51 Ebd.</p>\n<p class=\"lf-p\">SUP (2. Teil: DEP) des POS „Centre d’incendie et de secours (CIS) Nordstad“- Aktualisierung Juli 2023 68 Abb. 24: Vereinfachte 3D Darstellung der geplanten Bebauung des CGDIS Geländes von Ost nach West, ohne Maßstab und ohne landschaftliche Integration (Anpflanzung von Grünstrukturen). Quelle: Beissel &amp; Ruppert, Stand 31.01.2023.</p>\n<p class=\"lf-p\">Fazit Umweltauswirkungen – Schutzgut Boden Insgesamt liegen (unter Beachtung der Maßnahmen) voraussichtlich keine erheblichen Beeinträchtigungen dieses Schutzguts durch den POS CIS Nordstad vor (u.a. durch geringen Bodenaushub, erhöhten Bedarf an Boden; Wiederverwendung der maximal möglichen Menge an Bodenaushub).</p>\n<p class=\"lf-p\">Die Wiederverwendung des Bodens darf nur nach bestätigter Nicht-Kontamination erfolgen (Bodenanalyse). Ebenso muss ein geotechnisches Gutachten ausgeführt werden. Beide Gutachten sind bei dem Ingenieurbüro Grundbaulabor Trier im Februar 2023 in Auftrag gegeben worden.</p>\n<p class=\"lf-p\">Dies trägt zum Erreichen des zweiten Umweltziels bei und zeigt einen schonenden Umgang mit der Ressource Boden.</p>\n<p class=\"lf-p\">SUP (2. Teil: DEP) des POS „Centre d’incendie et de secours (CIS) Nordstad“- Aktualisierung Juli 2023 69 4.4 Schutzgut Wasser Die nachstehende Tabelle zeigt die zentralen und weitere schutzgutspezifische Umweltziele:</p>\n<p class=\"lf-p\">Tab. 12: Überblick der zentralen Umweltziele des Schutzguts Wasser und weitere schutzgutspezifische Ziele.</p>\n<p class=\"lf-p\">Quelle: Verändert nach MEV 2013.</p>\n<p class=\"lf-p\">Leitziel 03 Zentrale Umweltziele pro Schutzgut:</p>\n<p class=\"lf-p\">Weitere schutzgutspezifische Ziele:</p>\n<p class=\"lf-p\">Guter Zustand der Grund- und Sicherung und Entwicklung der Oberflächengewässer durch Senkung der Regenerationsfähigkeit und nachhaltigen Schadstoffeinträge in Gewässer (Richtlinie Nutzungsfähigkeit des Schutzguts Wasser 2000/60/EG und 3er PNDD 2021) Sicherung und Entwicklung von großflächigen naturnahen Retentionsräumen (Wasserrückhaltung in der Fläche) Sicherung und Entwicklung ausreichender Überflutungsräume für den vorbeugenden Hochwasserschutz Die Fläche des POS CIS Nordstad grenzt im Süden direkt an die ZA Fridhaff, daher wird die Erschließung des Grundstücks auch über die vorhandenen Infrastrukturen erfolgen. So wird beispielswiese auch der Anschluss des Trinkwassers über die ZA Fridhaff erfolgen.</p>\n<p class=\"lf-p\">Im Bereich des Grund- und Trinkwassers liegt die Projektfläche in keiner Trinkwasserschutzzone (geoportail.lu, Stand Dezember 2022). Des Weiteren befinden sich auf der Projektfläche keine Fließ- und/ oder Stillgewässer. Ferner besteht keine Hochwassergefahr.</p>\n<p class=\"lf-p\">Auf Grundlage der für das Schutzgut relevanten Leitziele und den Vorgaben des MECDD lassen sich die Themenbereiche Oberflächenwasser, Abwasser und Geothermie identifizieren, die nachstehend näher analysiert werden.</p>\n<p class=\"lf-p\">Oberflächenwasser Das Oberflächenwasser des nordwestlich angrenzenden Feldgehölzes erfährt eine veränderte Abflussrichtung. Der Ablauf des Oberflächenwassers wird vom westlichen Flächenrandbereich nach Norden geleitet, zwischen dem Hundeübungsplatz und der bestehenden Baumreihe am nördlichen Flächenrand nach Osten geführt, um dann ein Stück nach Süden geleitet zu werden, um in die bestehende Entwässerungsrinne (Parzelle 2145/6236) wieder einzuleiten, wie es auch aktuell der Fall ist (vgl. Abb. 25). Dies ist durch geplante Veränderungen des Terrains (Aufschüttungen) möglich. Der bestehende Entwässerungsgraben wird dann durch den neuen Graben ersetzt (siehe Abb. 25).</p>\n<p class=\"lf-p\">Die planungsrelevante Fläche befindet sich in einer Hanglage und fällt in Richtung Nordosten ab.</p>\n<p class=\"lf-p\">Östlich der Fläche befindet sich ein kleiner Wasserabfluss, der bereits ein Teil des Oberflächenwassers der ZA Fridhaff aufnimmt. Dieses wird vorher in mehreren Retentionsbecken gesammelt und anschließend gedrosselt in den Bach abgeleitet. Aufgrund der vorhandenen Topografie ist eine Einleitung des anfallenden Oberflächenwassers der planungsrelevanten Fläche in diesen kleinen Bach möglich. Vor der Einleitung in den Bach ist auch auf der SUP (2. Teil: DEP) des POS „Centre d’incendie et de secours (CIS) Nordstad“- Aktualisierung Juli 2023 70 Projektfläche geplant ein Retentionsbecken vorzulagern, wodurch ein gleichmäßig gedrosselter Abfluss des anfallenden Regenwassers in den Vorfluter möglich ist. Durch die punktuelle Bebauung der Fläche ist nur mit einer geringfügigen Erhöhung des einzuleitenden Oberflächenwassers in den Bach zu rechnen. Daher kann davon ausgegangen werden, dass es bei Starkregen zu keinem erhöhten Überschwemmungsrisiko der umgebenen Fließgewässer kommt. Ferner kann die Anlage eines Gründachs die Menge des abfließenden Regenwassers reduzieren, bzw. verlangsamt abgeben. Daher wird die Anlage eines Gründachs empfohlen.</p>\n<p class=\"lf-p\">Weiterhin ist vorgesehen große Regenwassertanks einzulagern, um das Regenwasser für innerbetriebliche Zwecke zu nutzen.</p>\n<p class=\"lf-p\">Geplante Ableitung des Regenwasssers (wird hergestellt) Bestehende Ableitung des Regenwasssers (wird entfernt) Abb. 25: Entwässerungskonzept des POS CIS Nordstad, ohne Maßstab. Quelle: Beissel &amp; Ruppert, Structural Engineering Plan 2953-0-003 Indice B „Plan des réseaux projetés“, Stand 12.01.2023.</p>\n<p class=\"lf-p\">SUP (2. Teil: DEP) des POS „Centre d’incendie et de secours (CIS) Nordstad“- Aktualisierung Juli 2023 71 Abwasser Das Abwasser wird per Trennsystem gesammelt und über eine Anlage des SIDEN (Syndicat des eaux résiduaires du Nord) in die Kläranlage Bleesbréck geführt. Die genauen Einzelheiten diesbezüglich werden auf nachgelagerter Ebene geklärt.</p>\n<p class=\"lf-p\">Gemäß ersten Abschätzungen wird im Bereich Schmutzwasser mit einem Einwohnergleichwert von 35 gerechnet (siehe Tab. 13).52 Tab. 13: Abschätzung der Einwohnergleichwerte. Quelle: CGDIS, Stand 01.02.2023.</p>\n<p class=\"lf-p\">Im Bereich Frischwasserbedarf beträgt die maximale Schätzung aufgrund von Referenzwerten der ehemaligen Kaserne in Luxemburg Stadt (welche eine ähnliche Größe aufweist) 6 m³ Wasser/ Tag. Hierbei ist zu dem geplant den Frischwasserbedarf durch die Nutzung von Regenwasser für Waschprozesse oder Toilettenspülungen zu reduzieren.53 Im Bereich der Realbrandübungsanlage ist kein Trinkwasser erforderlich, weshalb angedacht ist die maximal mögliche Menge an Regenwasser zu nutzen. Insgesamt verdampfen ca. 90 % des Übungswassers während des Übungsprozesses. Die restlichen 10 % werden innerhalb des Übungscontainers gesondert (getrennt vom Regenwasser) aufgefangen und wieder dem Übungsprozess zugeführt. Des Weiteren erfolgt kein Einsatz von Schaum oder Netzmitteln.54 Geothermie Laut geoportail.lu (Stand Dezember 2022) liegt die Projektfläche in dem Bereich, in dem geothermische Bohrungen genehmigungspflichtig sind. „Die Tiefe der Erdbohrung und die Wahl des Wärmeträgers ist mit der Wasserwirtschaftsverwaltung abzuklären (forages@eau.etat.lu)“56.</p>\n<p class=\"lf-p\">Somit sind geothermische Bohrungen (zu Heizzwecken) generell möglich, allerdings muss die entsprechende Genehmigung der Wasserwirtschaftsverwaltung vor der Erteilung der Baugenehmigung vorliegen.</p>\n<p class=\"lf-p\">Löschwasser Im Rahmen des vorliegenden Projektes ist keine Anlage eines Löschwasserteichs oder Ähnlichem vorgesehen.</p>\n<p class=\"lf-p\">52 Information erhalten per E-Mail von Steve Meyer (CGDIS) am 01.02.2023.</p>\n<p class=\"lf-p\">53 Ebd.</p>\n<p class=\"lf-p\">54 Ebd.</p>\n<p class=\"lf-p\">55 Geoportail.lu, Wasser, Machbarkeit für oberflächennahe, geothermische Bohrungen. Entnommen am 02.12.2022.</p>\n<p class=\"lf-p\">56 Geoportail.lu, Wasser, Machbarkeit für oberflächennahe, geothermische Bohrungen. Entnommen am 02.12.2022.</p>\n<p class=\"lf-p\">SUP (2. Teil: DEP) des POS „Centre d’incendie et de secours (CIS) Nordstad“- Aktualisierung Juli 2023 72 Fazit Umweltauswirkungen – Schutzgut Wasser Insgesamt liegen (nach Klärung der Abwassersituation und unter Beachtung der Maßnahmen) voraussichtlich keine erheblichen Beeinträchtigungen dieses Schutzguts durch den POS CIS Nordstad vor (u.a. durch Regenwasserkonzept und Retentionsbecken).</p>\n<p class=\"lf-p\">Auf der nachgelagerten Planungsebene sollte der Detaillierungsgrad des bestehenden Entwässerungskonzepts erhöht werden, in dem vor allem der Abfluss des Regenwassers (Richtung Retentionsbecken, Richtung aufnehmendes Fließgewässer, etc.) und das Versickerungsprinzip des Regenwassers (geologische Studie, Infiltrationskapazität des Bodens, etc.) im Detail analysiert und darstellt wird.</p>\n<p class=\"lf-p\">Das umfassend ausgearbeitete Entwässerungskonzept sollte dabei folgende Punkte vertiefend beinhalten: Den Wasserabfluss, die Versickerungsflächen, die Eigenschaften des Rückhaltebeckens (Funktionsprinzip für Vor- und Überlauf, Größe, Tiefe, verwendbare Materialien der Verfüllung, Anlage von Begrünungen, usw.) und die Ableitung des Wassers durch einen geregelten Durchfluss.</p>\n<p class=\"lf-p\">Das Thema Abwasser (Anschluss an die Kläranlage, Lage und Größe der Kanäle, etc.) muss auf der nachgelagerten Ebene gemeinsam mit der Gemeinde Diekirch und weiteren Planungsbeteiligten ausgearbeitet werden.</p>\n<p class=\"lf-p\">Für die Installation geothermischer Wasserwirtschaftsverwaltung einzuholen.</p>\n<p class=\"lf-p\">Anlagen ist eine Genehmigung der Das alles trägt zum Erreichen des dritten Umweltziels bei.</p>\n<p class=\"lf-p\">SUP (2. Teil: DEP) des POS „Centre d’incendie et de secours (CIS) Nordstad“- Aktualisierung Juli 2023 73 4.5 Schutzgut Klima und Luft Die nachstehende Tabelle zeigt die zentralen und weitere schutzgutspezifische Umweltziele:</p>\n<p class=\"lf-p\">Tab. 14: Überblick der zentralen Umweltziele des Schutzguts Klima und Luft und weitere schutzgutspezifische Ziele. Quelle: Verändert nach MEV 2013.</p>\n<p class=\"lf-p\">Leitziel Zentrale Umweltziele pro Schutzgut:</p>\n<p class=\"lf-p\">Weitere schutzgutspezifische Ziele:</p>\n<p class=\"lf-p\">01 Reduktion der Treibhausgasemissionen Erhalt, Sicherung oder auch Wiederherstellung und Entwicklung von Gebieten mit hoher Bedeutung für das regionale Klima und die Luftreinhaltung 06 Kein Überschreiten der Grenzwerte für Vermeidung von Beeinträchtigungen der Stickstoffdioxyde und Feinstaubpartikel klimatischen Ausgleichsleistungen (Richtlinie 2008/50/CE und 3er PNDD 2021) 08 Verbesserung des Modal Split für Arbeitswege: MIV (nur Fahrer) - 46 %; MIV (mehrfach besetzt) - 19 %; ÖV - 22 %;</p>\n<p class=\"lf-p\">Fahrrad - 4 %; Fußgänger - 9 % (3er PNDD 2021 und MODU 2.0 2018) Auf Grundlage der für das Schutzgut relevanten Ziele und der Vorgaben des MECDD lassen sich die Themenbereiche Luft/ Gerüche/ Bioaerosole (inkl. Luftverschmutzung), klimatische Faktoren und erneuerbare Energien für das Schutzgut Klima und Luft identifizieren, die nachstehend näher analysiert werden.</p>\n<p class=\"lf-p\">4.5.1 Luft/ Gerüche/ Bioaerosole Im Folgenden wird zunächst analysiert, welchen Immissionen (Luft/ Geruch/ Bioaerosole) die geplante Feuer- und Rettungsleitstelle durch die umliegenden Betriebe ausgesetzt ist.</p>\n<p class=\"lf-p\">4.5.1.1 Gutachten Geruchsimmissionen ZANO (SGS-TÜV Saar, 2016) Hierzu wird ein Gutachten herangezogen, dass im Rahmen des ZANO beauftragt wurde: „Ermittlung der Geruchsimmissionen in der geplanten Zone d’activité Fridhaff (Endbericht)“, SGSTÜV Saar GmbH, März 2016 (gesamtes Gutachten, siehe Anhang 5h). Dies sollte die damaligen Geruchsimmissionen, v.a. durch die abfallwirtschaftlichen Tätigkeiten der Firmen SIDEC und Soil-Concept ermitteln.</p>\n<p class=\"lf-p\">An 52 Messtagen im Zeitraum von Juli 2015 bis Januar 2016 wurden an 37 Messpunkten insgesamt 481 Messungen durchgeführt.</p>\n<p class=\"lf-p\">SUP (2. Teil: DEP) des POS „Centre d’incendie et de secours (CIS) Nordstad“- Aktualisierung Juli 2023 74 Grundlage der Beurteilung war die deutsche Geruchsimmissions-Richtlinie (GIRL)57, die VDIRichtlinie 3940 Blatt 158 und die DIN EN 1372559. Laut GIRL sind für anlagenbezogene Gerüche folgende Immissionswerte einzuhalten:</p>\n<p class=\"lf-p\">Tab. 15: Immissionsgrenzwerte für Geruch entsprechend Geruchsimmissionsrichtlinie (GIRL): Relative Häufigkeiten von Geruchsstunden pro Jahr. Quelle: SGS TÜV Saar, 2016.</p>\n<p class=\"lf-p\">Immissionsort Wohn-/ Mischgebiete Gewerbe-/ Industriegebiete Geruchsstunden-Häufigkeit 10 % 15 % Zur Plausibilitätsbewertung werden ferner noch die Windrichtung und Windgeschwindigkeit berücksichtigt.</p>\n<p class=\"lf-p\">Ergebnis: „Auf drei Flächen im nördlichen Bereich des Plangebiets wird der Immissionswert von 15 % überschritten, auf zwei Flächen gerade eingehalten […]. Insgesamt nehmen die Geruchsstundenhäufigkeiten in Richtung Süden und Südosten ab.“60 Betrachtet man die dem POS CIS Nordstad räumlich direkt benachbarten Beurteilungsflächen, so wird (gemäß Bewertungsgrundlage GIRL – schwarze Zahlen) an zwei von vier Beurteilungsflächen der Grenzwert von 15 % überschritten und einmal genau erreicht (siehe Abb.</p>\n<div class=\"lf-abs\"><span class=\"lf-abs-num\">26)</span>.</div>\n<p class=\"lf-p\">Konsequenzen: „In den Bereichen, in denen der Immissionswert überschritten ist, sind zwar keine unmittelbaren Gesundheitsschäden zu erwarten, es ist aber von erheblichen Belästigungen auszugehen61. Dort ist die Einrichtung dauerhafter Arbeitsplätze, vor allem außerhalb von Gebäuden, problematisch. Auch die Ansiedlung lebensmittelherstellender Betriebe oder Betriebe aus dem Bereich Hotel und Gastronomie wird aus gutachtlicher Sicht als problematisch angesehen.</p>\n<p class=\"lf-p\">Hingegen sind Abstellflächen für Mitarbeiter-Pkw, Freizeitflächen, Lagerhallen usw. möglich. Falls Gebäude errichtet werden, in denen sich Arbeitsplätze befinden, wäre ggf. eine künstliche Belüftung mit Geruchsfilterung sinnvoll.“ Geruchsimmissionsrichtlinie – Feststellung und Beurteilung von Geruchsimmissionen. Länderausschuss für Immissionsschutz, Fassung vom 29. Februar 2008 und einer Ergänzung vom 10. September 2008.</p>\n<p class=\"lf-p\">58 VDI-Richtlinie 3940 Blatt 1: Bestimmung der Geruchsstoffimmission durch Begehungen – Bestimmung der Immissionshäufigkeit von erkennbaren Gerüchen – Rastermessung, Februar 2006, Berichtigung Oktober 2006.</p>\n<p class=\"lf-p\">59 DIN EN 13725: Bestimmung der Geruchsstoffkonzentration mit dynamischer Olfaktometrie. Deutsche Fassung vom Juli 2003.</p>\n<p class=\"lf-p\">60 „Ermittlung der Geruchsimmissionen in der geplanten Zone d’activité Fridhaff (Endbericht)“, SGS-TÜV Saar GmbH, März 2016 61 Eine Umfrage bei den Geruchsprüfern ergab, dass die Gerüche nicht in die Kategorie „ekelerregend“ einzustufen sind (Rückmeldung von 11 Prüfern). Ein Geruch wird als „ekelerregend“ eingestuft, wenn er eine körperliche Reaktion, z.B. Übelkeit oder Brechreiz, hervorruft.</p>\n<p class=\"lf-p\">57 SUP (2. Teil: DEP) des POS „Centre d’incendie et de secours (CIS) Nordstad“- Aktualisierung Juli 2023 75 Abb. 26: Relative Häufigkeit (%) der Geruchsstunden in den Beurteilungsflächen. Schwarze Zahlen:</p>\n<p class=\"lf-p\">Relative Häufigkeit der Geruchsstunden gemäß GIRL unter Verwendung des Faktors k=1,6. Blaue Zahlen links unten: Relative Häufigkeit der Geruchsstunden bei mindestens 9 Takten (Untergrenze gemäß Entwurf EN 16841-1). Rote Zahlen rechts oben: Relative Häufigkeit der Geruchsstunden bei mindestens 3 Takten (Obergrenze gemäß dem Entwurf der EN 16841). Orange umrandet: Fläche des POS CIS Nordstad. Quelle: verändert nach SGS TÜV Saar, 2016.</p>\n<p class=\"lf-p\">SUP (2. Teil: DEP) des POS „Centre d’incendie et de secours (CIS) Nordstad“- Aktualisierung Juli 2023 76 Nach durchgeführten Geruchsreduktionsmaßnahmen bei SIDEC und Soil-Concept62 konnte im Bereich des POS CIS Nordstad ab ca. November 2015 deutlich verringerte Geruchsbelastungen (geringere relative Häufigkeit (%) der Geruchsstunden) erfasst werden (vgl. blaue und rote Zahlen, Abb. 27).</p>\n<p class=\"lf-p\">Abb. 27 (links): Ausschnitt: Relative Häufigkeit (%) der Geruchsstunden in den Beurteilungsflächen (ohne Anwendung des Faktors k). Blaue Zahlen links unten: Zeitraum vor dem 31.10.15 (Grundlage: 32 Messtage). Rote Zahlen rechts oben: Zeitraum nach dem 31.10.15 (Grundlage: 20 Messtage). Orange umrandet: Fläche des POS CIS Nordstad. Quelle: verändert nach SGS TÜV Saar, 2016.</p>\n<p class=\"lf-p\">Fazit für die POS Fläche Auf der Projektfläche des POS ist mit negativen Gerüchen durch die benachbarten Firmen SIDEC und Soil-Concept zu rechnen.</p>\n<p class=\"lf-p\">Allerdings sind keine Gesundheitsrisiken/ Gesundheitsschädigungen zu erwarten – es handelt sich somit nur um eine Geruchsbelästigung, welche ggf. als unangenehm empfunden werden kann. Durch die in Kapitel 8.3 des Gutachtens vorgeschlagenen Maßnahmen wurden die negativen Auswirkungen zu einem beachtlichen Teil bereits reduziert.</p>\n<p class=\"lf-p\">Ebenso ist an dieser Stelle zu erwähnen, dass die zeitlich limitierte Genehmigung 1/20/0158 zur Testphase der Vergasungsanlage (Soil-Concept) seit dem 30.09.2022 abgelaufen ist.63 Somit liegen aktuell verringerte Vorbelastungen auf der Projektfläche in Bezug zu BioaerosolImmissionen und Geruchsbelastungen vor, daher werden voraussichtlich alle Grenzwerte diesbezüglich eingehalten.</p>\n<p class=\"lf-p\">62 • « Das Biofiltermaterial wurde bei SIDEC am 19.10.2015, bei Soil-Concept am 02.11.2015 ausgetauscht. Ab diesem Datum wurde bei Soil-Concept auch der Säurewäscher wieder betrieben. • Bei Soil-Concept wurde ab Mitte November verstärkt darauf geachtet, dass die Tore geschlossen sind.</p>\n<p class=\"lf-p\">Zusätzlich wurde angestrebt, die Belüftung der Mieten zu optimieren. »</p>\n<p class=\"lf-p\">63 Information erhalten von Herrn Peters (MECDD) in Abstimmung mit der AEV per E-Mail, am 31.01.2023.</p>\n<p class=\"lf-p\">SUP (2. Teil: DEP) des POS „Centre d’incendie et de secours (CIS) Nordstad“- Aktualisierung Juli 2023 77 Laut SGS TÜV Saar 2016 wird von dauerhaften Arbeitsplätzen außerhalb des Gebäudes abgeraten. Dies ist allerdings im vorliegenden POS nicht der Fall. Dauerhaft ist der Aufenthalt der Feuerwehrleute im Inneren des Gebäudes geplant.</p>\n<p class=\"lf-p\">Generell gilt:64 Der „normale“ Betrieb der Feuerwehrkaserne (CIS) sowie des Büros Zonal (Zone de secours) findet im Gebäude selber statt, welches aus energetischen Maßnahmen (zur Erfüllung des Energiepasses) bereits über eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung verfügen muss. Die Vorlagerung eines Filters ist zusätzlich vorgesehen.</p>\n<p class=\"lf-p\">Auch wenn die CIS durchgängig besetzt ist (demnach 24h/ 7 Tage), so ist die wöchentliche Arbeits-/ Präsenzzeit jedoch auf 40 h/ Woche ausgelegt. Diese Vorgaben werden im Mittel nicht überschritten, da sonst die Arbeitszeitrichtlinien nicht eingehalten werden. Des Weiteren ist davon auszugehen, dass sich die Arbeitskräfte bis zu ca. 50 % ihrer Arbeitszeit nicht auf dem Gelände des CIS aufhalten, da sie in auswärtigen Einsätzen unterwegs sind.</p>\n<p class=\"lf-p\">Ferner handelt es sich nicht um Schlafräume (im Sinne eines Hotelbetriebs), sondern um Ruheräume, da sich die Feuerwehrleute im Dienst befinden und jederzeit Einsatzbereit sein müssen. Im Zuge der Commodo-Genehmigung ist diese Betrachtungsweise auch mit der ITM abgesprochen (Referenzbeispiel: CNIS).</p>\n<p class=\"lf-p\">In der Realbrandübungsanlage wird zwar eventuell mehrmals wöchentlich geübt, allerdings befindet sich diese in einem geschlossenen Gebäude. Dazu kommt, dass es sich immer um unterschiedliche Schüler sowie Ausbilder handelt. Im Schnitt ist ein Schüler einmal jährlich im Realbrandhaus. Bei den Ausbildern ist die Frequenz auch reduziert, da aufgrund der Hitzebelastung Ruhepausen einzuhalten sind. Hier ist ferner davon auszugehen, dass diese Personen zum größten Teil mit Atemschutz vorgehen.</p>\n<p class=\"lf-p\">Ferner gibt es keinen dauerhaften, längeren Aufenthalt im Freien (weder für die Mannschaft, noch für die Rettungshunde). Auf dem Hundeübungsplatz findet einmal wöchentlich für maximal 4 h eine Übung statt, wobei hier nicht immer die gleichen Personen und Hunde anwesend sind.</p>\n<p class=\"lf-p\">Durch diese Gründe wird selbst bei einer künftigen Wiederaufnahme der Tätigkeiten der Firma Soil-Concept von keiner erhöhten Beeinträchtigung der Feuerwehrleute ausgegangen.</p>\n<p class=\"lf-p\">Dies bestätigen auch die zwei stichprobenhaften Geländebegehungen durch ESI im März und November 2022, während dessen keine negativen Gerüche festgestellt werden konnten.</p>\n<p class=\"lf-p\">Für die Gebäude wird eine künstliche Belüftung mit Geruchsfiltern empfohlen.</p>\n<p class=\"lf-p\">64 Informationen erhalten von Steve Meyer (CGDIS) per E-Mail am 01.02.2023.</p>\n<p class=\"lf-p\">SUP (2. Teil: DEP) des POS „Centre d’incendie et de secours (CIS) Nordstad“- Aktualisierung Juli 2023 78 4.5.1.2 Immissionen Insgesamt Hierfür werden vor allem bestehende Commodo-Betriebe in räumlicher Nähe und ihre möglichen Auswirkungen auf die geplante Feuerwache analysiert (siehe Tab. 16). Hierbei ist zu erwähnen, dass diese Liste65 (Stand Dezember 2022) keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt (Lage der Commodo-Betriebe: siehe Abb. 14).</p>\n<p class=\"lf-p\">Tab. 16: Einschätzung der negativen Emissionen, die auf die Fläche des POS CIS Nordstad einwirken. Die Nummern entsprechen der Nummerierung der Betriebe in Abb. 14.</p>\n<p class=\"lf-p\">1 Einrichtungen in der direkten Umgebung des POS CIS Nordstad Name/ Art der Mögliche negative allgemeine Emissionen Firma Einrichtung der Betriebe Luft Geruch BioSonstiges aerosole Administra- Poste de Voraus- VorausVoraus- Technogene tion transformation sichtlich sichtlich sichtlich Belastung communale (4x) keine keine keine möglich de DIEKIRCH Negative Auswirkungen auf den POS Technogene Belastung möglich, aber nicht erheblich, siehe auch</p>\n<h3 class=\"lf-part\">Kapitel 4.1.1</h3>\n<p class=\"lf-p\">Technogene Belastung möglich, aber nicht erheblich, siehe auch</p>\n<h3 class=\"lf-part\">Kapitel 4.1.1</h3>\n<p class=\"lf-p\">Nicht zu erwarten 2 BOLLIG PARTICIPA TIONS SARL Poste de répartition et de transformation Voraussichtlich keine Voraussichtlich keine Voraussichtlich keine Technogene Belastung möglich 3 CAR Avenue Immobilière Nordstad SA IMATEC Sàrl Atelier de réparation/ entretien de véhicules Voraussichtlich keine Gerüche durch Werkstatt möglich Durch Werkstatt möglich / Atelier de travail des métaux Atelier de réparation/ entretien de véhicules Réservoir à gaz Voraussichtlich keine Voraussichtlich keine Voraussichtlich keine Gerüche durch Werkstatt möglich Voraussichtlich keine Voraussichtlich keine Durch Werkstatt möglich Voraussichtlich keine / Nicht zu erwarten / Nicht zu erwarten / Nicht zu erwarten Atelier de réparation/ entretien de véhicules Voraussichtlich keine Gerüche durch Werkstatt möglich Durch Werkstatt möglich / Nicht zu erwarten 4 5 MULLER pneus SARL 6 Maison Henry PETRY, succ. Jean Petry et Cie.,secs RENAULT RETAIL GROUP LUXEMBO URG SA 7 Voraussichtlich keine 65 Erhalten am 06.12.2022 von Herrn Germain Gregorius, Service support administratif, MECDD.</p>\n<p class=\"lf-p\">SUP (2. Teil: DEP) des POS „Centre d’incendie et de secours (CIS) Nordstad“- Aktualisierung Juli 2023 79 8a SIDEC Voraussichtlich keine Voraussichtlich keine Voraussichtlich keine Voraussichtlich keine Voraussichtlich keine Unangenehme Gerüche durch Kompostieranlage möglich und wahrscheinlich Voraussichtlich keine möglich 8b SIDEC 8c SIDEN Installation de compostage 9a SOILCONCEPT S.A.</p>\n<p class=\"lf-p\">Installation de compostage 10 WICKLER FRERES EXPLOITA TION Sàrl Wickler frères s.à r.l.</p>\n<p class=\"lf-p\">Enovos Luxembour g S.A.</p>\n<p class=\"lf-p\">Décharge pour déchets inertes Voraussichtlich keine Site pollué décontaminati on Poste de transformation HEINTZ VAN LANDEWY CK S.à.r.l.</p>\n<p class=\"lf-p\">KROMBAC H Constructio n Sàrl Proximus Luxembour g S.A.</p>\n<p class=\"lf-p\">15 RECUPIER RE s.à r.l.</p>\n<p class=\"lf-p\">16 SOLID S.A.</p>\n<p class=\"lf-p\">10 11 12 13 14 Décharge pour déchets ménagers Installation de compostage / Nicht zu erwarten möglich Siehe Gutachten Geruchsimmissionen ZANO</p>\n<h3 class=\"lf-part\">Kapitel 4.5.1.1</h3>\n<p class=\"lf-p\">Voraussichtlich keine möglich / Unangenehme Gerüche möglich, allerdings voraussichtlich nicht erheblich, da kein dauerhafter Arbeitsplatz im Freien und da durch Maßnahmen an Anlagen Auswirkungen verringert werden Nicht zu erwarten Voraussichtlich keine Voraussichtlich keine Voraussichtlich keine Voraussichtlich keine Voraussichtlich keine Voraussichtlich keine / Nicht zu erwarten Technogene Belastung möglich Manufacture de tabacs Voraussichtlich keine Tabakgeruch möglich Voraussichtlich keine / Technogene Belastung möglich, aber nicht erheblich, siehe auch</p>\n<h3 class=\"lf-part\">Kapitel 4.1.1</h3>\n<p class=\"lf-p\">Nicht zu erwarten Centrale de malaxage de produits minéraux Emetteur d'ondes magnétiques GSM Voraussichtlich keine Voraussichtlich keine Voraussichtlich keine / Nicht zu erwarten Voraussichtlich keine Voraussichtlich keine Voraussichtlich keine Technogene Belastung möglich Installation de traitement de produits minéraux Centrale de malaxage de produits minéraux Voraussichtlich keine Voraussichtlich keine Voraussichtlich keine / Technogene Belastung möglich, aber nicht erheblich, siehe auch</p>\n<h3 class=\"lf-part\">Kapitel 4.1.1</h3>\n<p class=\"lf-p\">Nicht zu erwarten Voraussichtlich keine Voraussichtlich keine Voraussichtlich keine / möglich Nicht zu erwarten SUP (2. Teil: DEP) des POS „Centre d’incendie et de secours (CIS) Nordstad“- Aktualisierung Juli 2023 80 Laut Tab. 16 ist es möglich, dass auf der Projektfläche durch die in direkter Nachbarschaft befindlichen Betriebe, bestimmte negative Gerüche vorliegen können. Diese werden allerdings als nicht erheblich für die geplante Nutzung eingeschätzt. Laut Klimaanalysekarte bewegen sich die Luftströmungen der Hauptstraße (B7, E421) gemäß dem Wärmegradienten von der Straße aus weg. Demnach von Betrieben östlich der Straße nach Osten und von Betrieben westlich der Straße nach Westen. Daraus ergibt sich, dass sich die lokale Richtung der Luft nicht zur Projektfläche hin, sondern wegbewegt und somit die entstandenen Gerüche, ebenso wie potenzielle Bioaerosole von der Luft primär von der POS-Fläche wegtransportiert werden (siehe Abb. 29).</p>\n<p class=\"lf-p\">Fazit der Immissionen Somit liegen voraussichtlich keine erheblichen Beeinträchtigungen der Projektfläche durch negative Immissionen (im Bereich Luft, Geruch, Bioaerosole oder Sonstigem) vor.</p>\n<p class=\"lf-p\">SUP (2. Teil: DEP) des POS „Centre d’incendie et de secours (CIS) Nordstad“- Aktualisierung Juli 2023 81 4.5.1.3 Emissionen Ebenso gibt es mögliche negative Emissionen des CIS Nordstad, die auf die umliegenden Betriebe und Flächen einwirken können. Informationen über die Maßnahmen der Reduktion/ Verhinderung der negativen Auswirkungen, sind dem Sitzungsprotokoll66 entnommen. Eine Einschätzung erfolgt in Tab. 17.</p>\n<p class=\"lf-p\">Tab. 17: Einschätzung der negativen Emissionen, die vom künftigen CIS Nordstad auf die benachbarten Betriebe und Bereiche einwirken können.</p>\n<p class=\"lf-p\">Centre d’incendie et de secours (CIS) Nordstad Bereich Realbrandübungsanlage Mögliche negative Emissionen o Stickoxide/ Abgase (Luft) o Rauchpartikel (Aerosole) o Geruch nach Feuer/ Verbranntem Wasserbedarf o Trümmerfeld/ Übungsplatz Hundetrainingsplatz Gebäude inklusive garage technique Licht / Beleuchtung Keine Emissionen im Bereich Luft, Geruch, Bioaerosole zu erwarten.</p>\n<p class=\"lf-p\">Keine Emissionen im Bereich Luft, Geruch, Bioaerosole zu erwarten.</p>\n<p class=\"lf-p\">Abgase der Einsatzfahrzeuge.</p>\n<p class=\"lf-p\">Lichtverschmutzung Maßnahmen (Reduktion, Verhinderung) Die Realbrandanlage soll aus je zwei übereinanderliegenden Containern bestehen.</p>\n<p class=\"lf-p\">Auf diesen wird eine etwa 1 m hohe Lüftung installiert.</p>\n<p class=\"lf-p\">Bewertung der Maßnahmen Vor den Türen der Realbrandübungsanlage sollen ein Siphon und Auffangbecken installiert werden.</p>\n<p class=\"lf-p\">Letzteres filtert Schwebstoffe aus dem Wasser, die von Zeit zu Zeit ausgepumpt und abtransportiert werden. / Das Wasser kann auf diese Weise wiederverwendet werden, wodurch eine hohe Einsparung an Wasser vorliegt. gering / gering / / gering In der garage technique erfolgt eine Abgasabsaugung, wodurch verringerte Fahrzeugabgase in die Umwelt gelangen.</p>\n<p class=\"lf-p\">Hauptzufahrt, Rampe zur großen Garage, Rampe zur Tiefgarage Die Maßnahme verhindert, dass hohe Mengen an Abgasen in die Umwelt gelangen. gering Aufgrund des Puffers zur nördlichen gering Durch die Maßnahme wird verhindert, dass Aerosole/ Partikel, Gerüche und Abgase in die Umwelt gelangen.</p>\n<p class=\"lf-p\">Einschätzung der Emissionen gering 66 Sitzungsprotokoll. Objekt: CIS Nordstad; Versammlungsort: Salle de réunion BR (3es Stockwerk). Erstellt von Max Simon. Beissel &amp; Ruppert. 07. November 2022.</p>\n<p class=\"lf-p\">SUP (2. Teil: DEP) des POS „Centre d’incendie et de secours (CIS) Nordstad“- Aktualisierung Juli 2023 82 Lärm/ Geräusche Lärm aufgrund der Übungen im Außengelände Aufgrund der Einsätze (Martinshorn) und Fußweg vom Parkplatz:</p>\n<p class=\"lf-p\">Beleuchtung erfolgt mittels Bewegungsmeldern.</p>\n<p class=\"lf-p\">Die Beleuchtung wird so ausgerichtet, dass der im Nordwesten liegende Gehölzbereich nicht direkt mitbeleuchtet wird. Für den nördlichen Teil des Grundstückes ist keine fest installierte Beleuchtung vorgesehen.</p>\n<p class=\"lf-p\">Das Außengelände wird in der Regel nur zwischen 7:00 – 22:00 Uhr benutzt.</p>\n<p class=\"lf-p\">Das Martinshorn wird nur bei Bedarf eingesetzt, um andere Verkehrsteilnehmer zu warnen.</p>\n<p class=\"lf-p\">Baumreihe, der Ausrichtung der Beleuchtung, der Bewegungsmelder und der mobilen Beleuchtung (Hundeübungsplatz) ist keine permanente Beleuchtung und daher keine Lichtverschmutzung zu erwarten. / gering Es wird ausgeschaltet, sobald es nicht mehr notwendig ist. gering Fazit der Emissionen Insgesamt ist mit keinen bedeutsamen, erheblichen Emissionen durch die Installation und den Betrieb des CIS Nordstad zu rechnen. Die genannten Maßnahmen sind ausreichend, um potenzielle Emissionen auf ein verträgliches Maß zu reduzieren.</p>\n<p class=\"lf-p\">SUP (2. Teil: DEP) des POS „Centre d’incendie et de secours (CIS) Nordstad“- Aktualisierung Juli 2023 83 4.5.2 Messkampagne (NO2) 2018-2020 Im Rahmen des KlimaPakts67 (zur Überwachung der Luftqualität) wurden in Diekirch in den Jahren 201868, 201969 und 202070 Messkampagnen der Luft durchgeführt. Hierbei wurde der Gehalt des umweltschädlichen und giftigen NO2 (Stickstoffdioxid) gemessen. „au Luxembourg ce polluant n’est pas problématique en ce qui concerne le respect de la valeur limite horaire (court terme). Cependant, le NO 2 est susceptible de dépasser localement la valeur limite annuelle de 40 μg/m3 (long terme). En conséquence, la campagne de mesurage se déroule sur une année complète“71 Tab. 18 gibt die Ergebnisse der Messreihen wieder, Abb. 28 stellt sie graphisch dar.</p>\n<p class=\"lf-p\">Der Grenzwert des jährlichen NO2-Gehaltes beträgt 40 μg/m3. Aufgrund der Messtoleranzen (± 5 μg/m3 2018 und ± 2,5 μg/m3 2019) liegt der untere Grenzwert bei 35 μg/m3 (2018) und 38,0 μg/m3 (2019). Beide unteren Grenzwerte sind in Abb. 28 durch die rot gestrichelte Linie dargestellt.</p>\n<p class=\"lf-p\">Tab. 18: Ergebnisse der Messkampagne (NO2) in Diekirch. Jahresmittelwerte der Jahre 2018, 2019 und 2020.</p>\n<p class=\"lf-p\">Gelb markiert ist die Überschreitung des Grenzwertes. Quelle: Messkampagne (NO2) 2018-2020, MECDD.</p>\n<p class=\"lf-p\">Adresse des Messpunktes Code Messjahr 2018*3 2019*4 2020*5 Moyenne annuelle 2018 [µg NO2/m³] Moyenne annuelle 2019 corrigée [µg NO2/m³] Moyenne annuelle 2020 corrigée [µg NO2/m³] 7, rue Alexis Heck NDIEH03 *1; *2 35,3 30 15, rue de Stavelot NDIEH01 37 33,3 28 14-16, Esplanade NDIEH02 *2 24 23 *1: Placettes tubes passifs de l’Administration de l’environnement. *2: Diese Messstationen wurden 2018 noch nicht erfasst. *3: Les moyennes annuelles marquées en orange sont les valeurs qui se situent autour de la valeur limite (40 μg/m3 ± 5 μg/m3, c.à.d. entre 35 et 45 μg/m3) et pour lesquelles on ne peut ni confirmer ni exclure le dépassement de la valeur limite (points critiques). *4: Les moyennes annuelles corrigées marquées en orange sont les valeurs qui se situent autour de la valeur limite (40.5 μg/m3 ± 2.5 μg/m3, c.à.d. entre 38.0 et 43.0 μg/m3). Pour ces emplacements on ne peut ni confirmer ni exclure le dépassement de la valeur limite (« points critiques »). *5:</p>\n<p class=\"lf-p\">Pour les emplacements pour lesquels les moyennes annuelles corrigées apparaissent sur fond rouge, la valeur limite a été dépassée.</p>\n<p class=\"lf-p\">67 Weitere Informationen online erhältlich unter: https://www.pacteclimat.lu/de/engagierter-akteur, entnommen am 24.11.2022.</p>\n<p class=\"lf-p\">68 Campagne de mesurage de dioxyde d’azote (NO ) dans le cadre du pacte climat. Rapport final 2018. Mesurages du 2 10 janvier au 27 décembre 2018. MECDD 2018.</p>\n<p class=\"lf-p\">69 Campagne de mesurage de dioxyde d’azote (NO ) dans le cadre du pacte climat. Rapport final 2019. Mesurages du 2 9 janvier au 24 décembre 2019. MECDD 2019.</p>\n<p class=\"lf-p\">70 Campagne de mesurage de dioxyde d’azote (NO ) dans le cadre du pacte climat. Rapport final 2020. Mesurages du 2 8 janvier au 23 décembre 2020. MECDD 2020.</p>\n<p class=\"lf-p\">71 Ebd.</p>\n<p class=\"lf-p\">SUP (2. Teil: DEP) des POS „Centre d’incendie et de secours (CIS) Nordstad“- Aktualisierung Juli 2023 84 Jahresmittel des NO2-Gehaltes an den Messstationen in Diekrich 40 35 30 25 20 15 10 5 0 2018 2019 NDIEH03 NDIEH01 2020 NDIEH02 Abb. 28: Jahresmittel des NO2-Gehaltss an den Messstationen in Diekirch. Orange gestrichelt ist der jeweilige jährliche Grenzwert. Quelle: verändert nach Messkampagne NO2- MECDD 2018-2020.</p>\n<p class=\"lf-p\">Als Ergebnis kann festgehalten werden, dass der NO2-Gehalt im Jahresmittel von 2019 bis 2020 kontinuierlich gesunken ist (siehe Abb. 28). Bis auf den ersten gemessenen Jahresdurchschnitt von 37 µg/m3 (der nur leicht über dem Grenzwert liegt) liegen alle weiteren unter dem jeweiligen Grenzwert von 36 µg/m3, wodurch für die Gemeinde Diekirch gilt: « respect de la valeur limite annuelle (=&lt; 40 µg/m3).»72 Eine Belastung der künftig auf dem Gelände des CIS Nordstad arbeitenden Menschen durch NO2 kann (unter der Annahme, dass die Werte von 2020 beibehalten werden oder sogar noch weiter sinken), weitgehend ausgeschlossen werden.</p>\n<p class=\"lf-p\">Ebenso kann davon ausgegangen werden, dass der Betrieb des CIS Nordstad zu keiner Erhöhung des NO2-Gehaltes in der Luft führen wird. Die Hauptquellen von NO2 sind Verbrennungsmotoren und Feuerungsanlagen. Da das Heizen des Gebäudes durch geothermische Anlagen erfolgen soll und aus dem Realbrandcontainer keine Gase in die Umwelt gelangen (dieser ist vollständig geschlossen und mit einer Lüftungsanlage versehen – siehe auch Tab. 17), wird das CIS Nordstad voraussichtlich zu keiner deutlich erhöhten NO2-Konzentration in der Luft führen.</p>\n<p class=\"lf-p\">72 Campagne de mesurage de dioxyde d’azote (NO ) dans le cadre du pacte climat. Rapport final 2020. Mesurages du 2 8 janvier au 23 décembre 2020. MECDD 2020.</p>\n<p class=\"lf-p\">SUP (2. Teil: DEP) des POS „Centre d’incendie et de secours (CIS) Nordstad“- Aktualisierung Juli 2023 85 4.5.3 Klimatische Faktoren Die Projektfläche gehört zum Ösling-Vorland73 und weist eine Jahresmitteltemperatur von 9 °C sowie Jahresmittelniederschläge von 800 mm auf. 74 Für das Schutzgut Klima/ Luft ist der regelmäße und großflächige Austausch von Luftmassen zwischen dem Tal und dem Umland von großer Bedeutung. Es sollte zu Frischlufteinwirkungen in den Siedlungsbereichen kommen.</p>\n<p class=\"lf-p\">Laut aktueller Klimaanalysekarte75 liegt die planungsrelevante Fläche im Übergang von Siedlungs- und Verkehrsflächen (mit einem geringen Wärmeinseleffekt) hin zu Grün- und Freiflächen (mit einer Kaltluftvolumenstromdichte von 5 bis 10 m3/ (s*m)). Der Bereich der Grünund Freiflächen ist ferner als Kaltluftentstehungsgebiet klassiert (siehe auch Abb. 29).</p>\n<p class=\"lf-p\">Ferner wird der POS CIS Nordstad Fläche überwiegend eine erhöhte klimatische Bedeutung zugewiesen. Sie stellt einen gut durchlüfteten Bereich dar, der an eine belastete Siedlungsfläche (ZAE Fridhaff - ungünstige bioklimatische Situation) angrenzt76. Dies bedeutet, dass die planungsrelevante Fläche für die gegenwärtige Siedlungsstruktur einen ergänzenden klimaökologischen Ausgleichsraum mit einer mittleren Empfindlichkeit gegenüber baulichen Nutzungsintensivierungen aufweist.</p>\n<p class=\"lf-p\">Bezug zu POS CIS Nordstad Durch das Gebäude der CIS Nordstad im südöstlichen Flächenbereich sowie der Wege und weiterer Komponenten wird die Fläche voraussichtlich nicht mehr die gleichen Kaltluftmengen produzieren können, wie bei aktueller Nutzung. Der Boden wird teilversiegelt oder versiegelt werden, was zu einer leichten Erhöhung der Bodentemperatur führen wird. Dadurch wird die Fläche die erhöhte klimatische Bedeutung voraussichtlich verlieren und eine mittlere oder ungünstige bioklimatische Situation aufweisen (so, wie die angrenzenden Flächen der ZA Fridhaff).</p>\n<p class=\"lf-p\">Allerdings sind die Auswirkungen auf die ZA Fridhaff als gering einzustufen, da die Fließrichtung der Luft von der Straße ausgehend nach Osten verläuft und die bisherigen Kaltluftmengen somit nicht direkt die ZA Fridhaff mit Kaltluft versorgen (siehe Abb. 29).</p>\n<p class=\"lf-p\">Gleichzeitig bleibt ca. die Hälfte der Projektfläche (gemäß aktuellem Projektstand) unbebaut. Der CO2-bindende und frischluftproduzierende Gehölzbereich, welcher im Westen an die Fläche angrenzet sowie alle weiteren Gehölze bleiben erhalten, zusätzlich werden sogar ca. 33 Bäume 73 Geoportail.lu, entnommen im Dezember 2022.</p>\n<p class=\"lf-p\">74 Administration des Eaux et Forêts du Grand-Duché de Luxembourg, Service de l'Aménagement des Bois et de l'Economie Forestière (2003): Territoires écologiques du Luxembourg - domaines et secteurs écologiques, sowie https://de.climate-data.org/location/12569/, Stand: 24.07.2017.</p>\n<p class=\"lf-p\">75 Klimaökologische Situation in Luxemburg. Modellbasierte regionale Klimaanalyse – La situation au Luxembourg en matière d’écologie climatique. Le Gouvernement du Grand-Duché de Luxembourg. MECDD. Administration de l’environnement. GEO-NET &amp; LIST, Februar 2021.</p>\n<p class=\"lf-p\">76 Ministère de l´Environnement, du Climat et du Développement durable, Administration de l´environnement (2021):</p>\n<p class=\"lf-p\">Klimaökologische Situation in Luxemburg – Modellbasierte regionale Klimaanalyse, Planungshinweiskarte, Stand:</p>\n<p class=\"lf-p\">Februar 2021.</p>\n<p class=\"lf-p\">SUP (2. Teil: DEP) des POS „Centre d’incendie et de secours (CIS) Nordstad“- Aktualisierung Juli 2023 86 angepflanzt. Auch der Bereich des Hundeübungsplatzes bleibt unversiegelt. Beides wirkt sich positiv auf das Mikroklima auf.</p>\n<p class=\"lf-p\">Die Lage des Gebäudes der CIS Nordstad in Abb. 34 zeigt, dass die produzierte Frisch- und Kaltluft immer noch zwischen diesem Gebäude und dem dahinterliegenden Autohaus Richtung ZA Fridhaff passieren kann. Somit ist durch das künftige Gebäude der CIS Nordstad keine vollständige Blockade der Luftzirkulation zu erwarten.</p>\n<p class=\"lf-p\">Diese Gründe, sowie die gering vorhandene Kaltluftvolumenstromdichte und Randlage der planungsrelevanten Fläche hin zu Siedlungs- und Verkehrsflächen, führen zu der Bewertung, dass eine Bebauung der Projektfläche voraussichtlich keine erheblichen negativen Auswirkungen mit sich bringt und vertretbar ist.</p>\n<p class=\"lf-p\">Abb. 29: Ausschnitt aus der Klimaanalysekarte. Der weiße Kreis markiert die POS CIS Nordstadt Fläche. Quelle:</p>\n<p class=\"lf-p\">Klimaökologische Situation in Luxemburg, MECDD, Dép. MEV, Februar 2021.</p>\n<p class=\"lf-p\">SUP (2. Teil: DEP) des POS „Centre d’incendie et de secours (CIS) Nordstad“- Aktualisierung Juli 2023 87 4.5.4 Erneuerbare Energien Photovoltaik Geplant ist auf das Dach des Hauptgebäudes der CIS Nordstad Photovoltaikanlagen (PVAnlagen) zu errichten. Der mit dieser Hilfe produzierte Strom wird in den Stromkreislauf des Gebäudes eingespeist. Eine vollständige Autarkie des Stroms wird durch die Photovoltaikanlage voraussichtlich jedoch nicht erreicht, was darauf zurück zu führen ist, dass das CIS Nordstad auch nachts, wenn kein Strom über die PV-Anlage generiert wird, funktionsfähig sein muss.</p>\n<p class=\"lf-p\">Laut Abb. 30 sind die umliegenden Gebäude der ZA Fridhaff und v.a. der Abfallentsorgungs/Recycling Gebäude westlich der Projektfläche als «gut geeignetes Gebäude» für die Anbringung einer PV-Anlage eingestuft. Aufgrund ähnlicher Höhenlage, Gebäudehöhe und Ausrichtung kann davon ausgegangen werden, dass auch das Gebäude des CIS Nordstad für die PV-Nutzung gut geeignet ist. Dies bestätigt auch die Sonnenstrahlungsanalyse, aus der hervor geht, dass die Lage des Gebäudes sehr vorteilhaft ist und im Bereich mit der größten Sonneneinstrahlung liegt (Abb. 31). Ebenso besteht voraussichtlich ein hohes Potenzial für große Anlagen.</p>\n<p class=\"lf-p\">Abb. 30: Solarpotenzial der umliegenden Gebäude des CIS Nordstad. Quelle: geoportail.lu, Stand Januar 2023.</p>\n<p class=\"lf-p\">SUP (2. Teil: DEP) des POS „Centre d’incendie et de secours (CIS) Nordstad“- Aktualisierung Juli 2023 88 A) B) Abb. 31: Sonneneinstrahlung auf der Projektfläche. A) am 15. Februar, B) am 15. August. Quelle: geoportail.lu, Stand Januar 2023.</p>\n<p class=\"lf-p\">Damit die Photovoltaikpaneelen auf dem Dach des Hauptgebäudes nicht jene auf dem Dach der Garage beschatten (bei einer Aufstellung der Paneelen im 45° Winkel), wird festgelegt, dass die Solarpanelen bis maximal 2 m vor der Gebäudekante installiert werden. Insgesamt wird eine Höhe von zusätzlichen 2,50 m über die Höhe des Gebäudes nicht überschritten.</p>\n<p class=\"lf-p\">Ein erster Visualisierungsentwurf möglicher Photovoltaikpaneelen stellt Abb. 32 dar.</p>\n<p class=\"lf-p\">SUP (2. Teil: DEP) des POS „Centre d’incendie et de secours (CIS) Nordstad“- Aktualisierung Juli 2023 89 Abb. 32: 3D-Modell mit Darstellung der Solarpanelen (Photovoltaikanlage). Quelle: Beissel &amp; Ruppert, Stand 30.01.2023.</p>\n<p class=\"lf-p\">Geothermie Wie bereits unter Kapitel 4.4 erläutert, soll die Energiegewinnung für Heizzwecke über eine geothermische Anlage und nicht über die Nutzung fossiler Brennstoffe erfolgen. Eine entsprechende wasserschutzrechtliche Genehmigung muss eingeholt werden.</p>\n<p class=\"lf-p\">Fazit Umweltauswirkungen – Schutzgut Klima und Luft Insgesamt liegen voraussichtlich keine erheblichen Beeinträchtigungen dieses Schutzguts durch den POS CIS Nordstad vor.</p>\n<p class=\"lf-p\">Es liegen keine erheblichen Immissionen (z.B. Geruch, Bioaerosole) auf der Projektfläche vor, ebenso werden keine erheblichen Emissionen vom CIS Nordstad in die Umwelt gelangen.</p>\n<p class=\"lf-p\">Über Photovoltaikanlagen und geothermische Anlagen wird die Nutzung regenerativer Energie erfolgen.</p>\n<p class=\"lf-p\">Dies trägt alles zum Erreichen des Umweltziels eins, sechs und acht bei.</p>\n<p class=\"lf-p\">SUP (2. Teil: DEP) des POS „Centre d’incendie et de secours (CIS) Nordstad“- Aktualisierung Juli 2023 90 4.6 Schutzgut Landschaft Die nachstehende Tabelle zeigt die zentralen und weitere schutzgutspezifische Umweltziele:</p>\n<p class=\"lf-p\">Tab. 19: Überblick der zentralen Umweltziele des Schutzguts Landschaft und weitere schutzgutspezifische Ziele. Quelle: Verändert nach MEV 2013.</p>\n<p class=\"lf-p\">Leitziel 09 Zentrale Umweltziele pro Schutzgut:</p>\n<p class=\"lf-p\">Weitere schutzgutspezifische Ziele:</p>\n<p class=\"lf-p\">Kein weiterer Verlust hochwertiger Sicherung und Entwicklung der Vielfalt, Landschaften, Kultur- oder Sachgüter (3er Eigenart und Schönheit der Landschaft PNDD 2021) Sicherung und Entwicklung des Erlebniswertes der Landschaft und von Ruheräumen in der Landschaft Sicherung der Landschaft als Zeugnis historisch bedeutsamer und regional typischer Kulturlandschaften und Nutzungsformen Vermeidung von visuellen und strukturellen Beeinträchtigungen der Landschaft Sicherung und behutsame Weiterentwicklung von zusammenhängenden unzerschnittenen und störungsarmen Räumen Auf Grundlage der für das Schutzgut relevanten Ziele lassen sich die Themenbereiche landschaftliche Integration/ Modellage des Terrains als Schwerpunkt für die vertiefende Analyse identifizieren.</p>\n<p class=\"lf-p\">Von Seiten des MEAT wurde 2022 der „Leitfaden für die nachhaltige Gestaltung von Aktivitätszonen – Von der Planung zur Umsetzung“ herausgegeben, in welchem unter anderem das Thema „Natur &amp; Landschaft“ in Bezug zum Bau von Aktivitätszonen näher betrachtet wird (siehe Thema 2.5, S. 32-37). Dieses Kapitel befasst sich vor allem damit, dass „die Aktivitätszone behutsam aus der Landschaft heraus entwickelt werden soll. Das Ziel besteht darin, eine bestmögliche Integration der Baukörper und Infrastrukturen in die natürliche Topografie, das Landschaftsbild und den Naturraum frühzeitig vorzusehen und ganzheitlich umzusetzen.“ (vgl.</p>\n<p class=\"lf-p\">Leitfaden S. 32).</p>\n<p class=\"lf-p\">Bezug zum POS CIS Nordstad Der südliche Flächenbereich des Plangebiets befindet sich auf einer Kuppe und ist somit von der ZA Fridhaff weithin einsehbar. Von Diekirch selbst allerdings ist die Fläche nicht sichtbar, da sich östlich der Fläche nach Diekirch hin ein größerer Waldgürtel erstreckt, der die gesamte ZA Fridhaff vom Wohngebiet in Diekirch abschirmt.</p>\n<p class=\"lf-p\">SUP (2. Teil: DEP) des POS „Centre d’incendie et de secours (CIS) Nordstad“- Aktualisierung Juli 2023 91 Die aktuelle Planung zur Errichtung des Gebäudes des CIS Nordstad sieht die Stellung des Hauptgebäudes im südöstlichen Teil der Planungsfläche vor. Die Höhe dessen liegt bei etwa 13 Metern, gemessen von der natürlichen Geländeoberkante. Somit ist die Höhe des Gebäudes konform zu den reglementarischen Bestimmungen des ZA Fridhaffs (partie écrite, ZA Fridhaff, Gemeinde Diekirch), in denen die maximale Höhe von Gebäuden auf 13,50 m festgesetzt ist.</p>\n<p class=\"lf-p\">Da es sich bei dem CIS-Gelände zum größten Teil um eine Hanglage handelt, die in Richtung Norden abfällt, ist eine Integration des Gebäudes in die vorhandenen topografischen Gegebenheiten notwendig und durchgeführt worden. Nur so kann sichergestellt werden, dass ein übermäßiger Bodenaushub bzw. Aufschüttungen vermieden werden können, wie im „Leitfaden für die nachhaltige Gestaltung von Aktivitätszonen – Von der Planung zur Umsetzung“ beschrieben ist.</p>\n<p class=\"lf-p\">Wie in Abb. 33 dargestellt, findet der Abtrag des Bodens in einem geringeren Umfang statt, als die notwendigen Aufschüttungen dessen. Insgesamt fällt durch die Umsetzung des Projektes ein Bodenaushub von ca. 2.000 m³ (bis max. 8.000 m³) an. Dem gegenüber stehen ca. 38.000 m³ Boden, die insgesamt für die Modellierung des Geländes benötigt werden. Die Planung sieht dabei die Wiederverwendung des Bodenaushubs vor, wenn durch eine Bodenprobeanalyse bestätigt werden kann, dass dieser nicht kontaminiert ist und daher nicht auf eine Deponie abtransportiert werden muss. Weitere Informationen diesbezüglich: siehe Kapitel 4.3.</p>\n<p class=\"lf-p\">Abb. 33: Darstellung des natürlichen (rote Linie) und geplanten Geländes (schwarze Linie), ohne Maßstab.</p>\n<p class=\"lf-p\">Quelle: Beissel &amp; Ruppert, Plan „Coupes 1 – Schnitt A-A“, 2953-FAI-ARC-COU-001-C, Stand 24.01.2023.</p>\n<p class=\"lf-p\">Um eine weitere harmonische Landschaftsintegration des CIS-Geländes zu erreichen, werden auf und am Rand des Geländes Eingrünungsmaßnahmen mit standortgerechten Bepflanzungen vorgenommen. Diese dienen nicht nur einem besseren Übergang in die umgebene Landschaft, sondern leisten auch einen positiven Beitrag für verschiedene Tierarten, z.B. als Leitstruktur für die Fledermausfauna zur angrenzenden offenen Feldflur hin.</p>\n<p class=\"lf-p\">Um einen Eindruck der Auswirkungen der landschaftlichen Maßnahmen zu erhalten, ist in Abb.</p>\n<p class=\"lf-p\">34 und Abb. 35 das geplante Projekt einmal mit und einmal ohne landschaftliche Maßnahmen dargestellt.</p>\n<p class=\"lf-p\">SUP (2. Teil: DEP) des POS „Centre d’incendie et de secours (CIS) Nordstad“- Aktualisierung Juli 2023 92 Abb. 34: 3D-Modell des Projekts POS CIS Nordstad ohne landschaftliche Integrationsmaßnahmen. Die Blickrichtung ist von Nordosten in Richtung Südwesten. Quelle: Beissel &amp; Ruppert, Stand 31.01.2023.</p>\n<p class=\"lf-p\">Abb. 35: 3D-Modell des Projekts POS CIS Nordstad mit landschaftlichen Integrationsmaßnahmen. Die Blickrichtung ist von Nordosten in Richtung Südwesten. Quelle: Beissel &amp; Ruppert, Stand 31.01.2023.</p>\n<p class=\"lf-p\">Es ist ersichtlich, dass die geplanten landschaftlichen Maßnahmen einen visuell positiven ästhetischen Effekt haben und das Gebäude in die Landschaft harmonisch integrieren, wodurch es nicht mehr den Effekt eines alleinstehenden Fremdkörpers aufweist. Ferner darf nicht vergessen werden, dass umliegend bereits große Gebäude/ Hallen bestehen, die im 3D-Modell nicht abgebildet sind.</p>\n<p class=\"lf-p\">SUP (2. Teil: DEP) des POS „Centre d’incendie et de secours (CIS) Nordstad“- Aktualisierung Juli 2023 93 Überlegungen zur verringerten Höhe der Stützmauer (Zufahrt/ accès) Im Rahmen der landschaftlichen Integration wurde mit allen Beteiligten, auch mit Vertretern des MEAT, eine Variante diskutiert, die zu einer geringeren Höhe der Stützmauer (Lokalisation:</p>\n<p class=\"lf-p\">Zufahrt zum Hauptgebäude) führen würde.</p>\n<p class=\"lf-p\">Konkret ging es um die Überlegung die Parzelle 2116/9230 anzukaufen, um auf dieser im südlichen Randbereich, hin zu der benachbarten Parzelle des POS (2126/6447), Aufschüttungen vornehmen zu können. Durch die hierdurch entstehende Anhebung des Bodenniveaus würde der bestehende Höhenunterschied verringert (um ca. 2 m) und die künftige Stützmauer weniger hoch sein, um an das Niveau der Zufahrtsstraße zu reichen.</p>\n<p class=\"lf-p\">In einer gemeinsamen Réunion (10.01.2023) mit Vertretern des SUP-Büros und des MEAT wurde ausführlich über die Vor- und Nachteile dieser Variante diskutiert.</p>\n<p class=\"lf-p\">Die Stützmauer, welche nordexponiert ist, soll aus L-Elementen bestehen, die nach außen hin mit Steingabionen verkleidet werden.</p>\n<p class=\"lf-p\">Für die landschaftliche Integration wäre eine geringe Höhe auf den ersten Blick ein Vorteil.</p>\n<p class=\"lf-p\">Allerdings muss hierbei beachtet werden, dass die ca. 2 Höhenmeter Einsparung nicht am oberen Mauerrand erfolgen würden, sondern am unteren Mauerrand, hin zum Boden. Somit befinden sich die 2 m bodennah, was wiederrum dazu führt, dass sie noch weniger wahrgenommen werden.</p>\n<p class=\"lf-p\">Zusätzlich lässt sich dazu sagen, dass die Stützmauer insgesamt nur von zwei Stellen aus einsehbar ist (siehe Abb. 36):</p>\n<div class=\"lf-abs\"><span class=\"lf-abs-num\">1.</span>Von der Rue Fridhaff (E421) aus, die sich nordwestlich befindet. Einsehbar ist die Stützmauer nur auf einem kleinen Bereich und nur in Fahrtrichtung Ettelbruck (Süden).</div>\n<div class=\"lf-abs\"><span class=\"lf-abs-num\">2.</span>Von einem Wirtschaftsweg aus, der sich in ca. 600 m Entfernung (Luftlinie) nordöstlich der Fläche befindet. Wobei die Einsicht auf die Stützmauer durch den bestehenden waldähnlichen Bereich nordwestlich der Projektfläche stark eingeschränkt ist.</div>\n<p class=\"lf-p\">Von Bereichen südlich der Projektfläche aus wird die Stützmauer nicht zu sehen sein, da sie sich zum einen im nach Norden abfallenden Hang befindet und zum anderen durch größere Gebäude im Süden abgeschirmt ist.</p>\n<p class=\"lf-p\">Daher wird eine geringere Höhe der Stützmauer kaum merkliche Auswirkungen auf eine erfolgreiche Integration des Projektes in die Landschaft haben.</p>\n<p class=\"lf-p\">SUP (2. Teil: DEP) des POS „Centre d’incendie et de secours (CIS) Nordstad“- Aktualisierung Juli 2023 94 2 1 Abb. 36: Potenzielle Einsehbarkeit (gelb markiert) auf die geplante Stützmauer (grün markiert). Quelle: verändert nach geoportail.lu, Stand Januar 2023.</p>\n<p class=\"lf-p\">Fazit Der Aufwand, der notwendig wäre, um die Aufschüttungen inklusive Ankauf der Parzelle durchzuführen, steht nicht im Verhältnis zum Mehrgewinn (verringerte Größe der Stützmauer) in Bezug auf die landschaftliche Integration.</p>\n<p class=\"lf-p\">Für eine gute landschaftliche Integration ist es wichtiger, dass die Stützmauer, wenn möglich, begrünt wird. Dies wird von Seiten des SUP-Büros ausdrücklich empfohlen. Durch die Begrünung der Stützmauer erfolgt eine visuelle Einbettung der Stützmauer in die umgebenden Bereiche mit ähnlicher Farbgebung, wodurch der negative visuelle Effekt eindeutig verringert wird (vgl. Abb. 35).</p>\n<p class=\"lf-p\">Die Begrünung der Stützmauer sollte in Anlehnung an den Praxisratgeber „Anlage von naturnahen Grünflächen im Siedlungsbereich“ (2. Auflage 2022, MECDD) und nur mit heimischen Arten erfolgen. Nützliche Informationen können unter dem Stichpunkt Fassaden- und Dachbegrünung gefunden werden (z.B. Anpflanzungszeitraum, Arten, Pflege, etc.), wobei die Stützmauer mit einer Fassadenbegrünung verglichen werden kann, da es sich um L-Elemente handelt, die mit Steingabionen verkleidet werden. Auch für weitere Stützmauern mit gleichem Aufbau wird eine Begrünung empfohlen.</p>\n<p class=\"lf-p\">Mögliche heimische Kletterpflanzen sind in Kapitel 5.2.3 genannt.</p>\n<p class=\"lf-p\">Hierbei gilt, dass die Pflanzenauswahl mit erfahrenen Fassadenbegrünungs-Fachfirmen abgestimmt und von Fachkundigen auf ihre regionale Herkunft überprüft werden sollte.77 77 Praxisratgeber „Anlage von naturnahen Grünflächen im Siedlungsbereich“. MECDD, 2. Auflage 2022.</p>\n<p class=\"lf-p\">SUP (2. Teil: DEP) des POS „Centre d’incendie et de secours (CIS) Nordstad“- Aktualisierung Juli 2023 95 Ein visueller Vergleich (3D-Modell) mit und ohne Begrünung der Stützmauern ist in Abb. 37 dargestellt.</p>\n<p class=\"lf-p\">A B Abb. 37: 3D-Modell: Darstellung des Projektes ohne Begrünung der Stützmauern (A) und mit Begrünung der Stützmauern (B). Quelle: Beissel &amp; Ruppert, Stand A: 27.01.2023, B: 31.01.2023.</p>\n<p class=\"lf-p\">Auswirkungen des Projektes bezüglich Sichtbarkeit aus der Ferne Neben den voran beschriebenen Gegebenheiten bezüglich der lokalen Einsehbarkeit auf die Projektfläche wird nachfolgend die mögliche, hypothetische Sichtbarkeit aus der Ferne thematisiert.</p>\n<p class=\"lf-p\">Generell handelt es sich um einen Standort, der, obwohl er sich zum Teil auf einer Kuppe befindet, nicht von vielen Punkten in der Landschaft aus einsehbar ist. Hinzu kommt, dass sich lediglich das Hauptgebäude am Rand der Kuppe befindet, während die weiteren Komponenten des Projektes (Trümmerfeld, Realbrandübungsanlage, Hundetrainingsplatz und Retentionsbecken) sich im (nach Norden) abfallenden Hang, bzw. auf der Talsohle befinden, die aus der Umgebung kaum einzusehen ist.</p>\n<p class=\"lf-p\">Sichtbarkeit vom Süden ausgesehen Blickt man vom Süden aus auf die Projektfläche, so sind nur jene Aspekte relevant und sichtbar, die im südlichen Flächenbereich aus dem Boden herausragen, da das dahinter liegende Terrain nach Norden hinabfällt und somit nicht sichtbar ist.</p>\n<p class=\"lf-p\">SUP (2. Teil: DEP) des POS „Centre d’incendie et de secours (CIS) Nordstad“- Aktualisierung Juli 2023 96 Herausragen wird diesbezüglich nur das Hauptgebäude. Allerdings nicht um die gesamte Höhe von ca. 18 Metern, sondern aufgrund der Integration des Hauptgebäudes in die Hanglage von lediglich ca. 13 Metern (ab natürlicher Geländekante) (siehe auch Coupe A-A, Anhang 2c). Ferner entspricht die Höhe des Gebäudes auch der maximal zulässigen Gebäudehöhe (13,50 m) der umliegenden Gebäude der ZA Fridhaff (partie écrite, ZA Fridhaff, Gemeinde Diekirch).</p>\n<p class=\"lf-p\">Hinzu kommt, dass der Bau des Hauptgebäudes auf der östlichen Hälfte der südlichen Flächengrenze vorgesehen ist. Vom Süden kommend (N27A, welche die ZA Fridhaff in NordSüd-Richtung durchkreuzt) ist daher das künftige Hauptgebäude zunächst kaum sichtbar, da es sich zum Großteil hinter dem bestehenden Nissan-Autohaus befinden wird (siehe Tab. 20, Nr.1).</p>\n<p class=\"lf-p\">Je näher man der Fläche kommt, desto sichtbarer wird natürlich auch das Hauptgebäude sein (siehe Tab. 20, Nr. 2). Da man sich allerdings in einer ZA mit bestehenden Hallen und Gebäuden befindet, wird das CIS Nordstad-Gebäude wahrscheinlich kaum oder gar nicht als störend empfunden werden.</p>\n<p class=\"lf-p\">Auch der E421 und der entsprechenden Abfahrt (E421 ZANO Fridhaff) wird, von Süden kommend, das Hauptgebäude kaum sichtbar sein (sieheTab. 20, Nr. 3 und Nr. 4).</p>\n<p class=\"lf-p\">Sichtbarkeit vom Norden ausgesehen Vom Norden aus (v.a. von der E421) wird das künftige CIS Nordstad-Hauptgebäude zum Großteil</p></div>", "next": 239896}