{"html": "<div class=\"lf-doc\"><p class=\"lf-p\">von \"Walddohlen\", d.h. baumbrütende Dohlen konnten in höhlenreiche Altbuchen festgestellt VSRL 1 - Ein Revier dieser auffälligen Spechtart konnte im Laubhochwald kartiert werden.</p>\n<p class=\"lf-p\">Der Bestand wird auf 10 Brutpaare geschätzt; nahezu alle Paare halten sich in den waldartigen Bereichen des Untersuchungsgebietes auf.</p>\n<p class=\"lf-p\">Altenkesseler Straße 17 A 4 ARGUS CONCEPT GmbH infoeargusconcept.com Fax: 0681 / 84 49 79 10 Tel.: 0681 / 84 49 79 00 66115 Saa rbrücken www.argusconcept.com Administration de la nature et des forêts Ausweisungsakte RN RD 12 Rosport-Hölt Nr.</p>\n<p class=\"lf-p\">56 Status Art Kommentar, Bewertung werden.</p>\n<p class=\"lf-p\">30 Saatkrähe frugilegus - Corvus Die Brutvögel der Brutkolonie in Rosport wurden regelmäflig zur Nahrungssuche auf den Offenlandflächen des UG beobachtet.</p>\n<p class=\"lf-p\">31 Rabenkrähe - Corvus corone Brutvogel 32 Blaumeise - Parus caeruleus Brutvogel 33 Kohlmeise - Parus major Brutvogel 34 Haubenmeise - Parus cristatus Diese Art ist Brutvogel in den wenigen Nadelholzpflanzungen im Projektgebiet.</p>\n<p class=\"lf-p\">35 Tannenmeise - Parus ater Auch diese Art ist charakteristischer Brutvogel in den wenigen Nadelholzpflanzungen im Projektgebiet.</p>\n<p class=\"lf-p\">36 Sumpfmeise palustris Brutvogel 37 Weidenmeise - Parus montanus Brutvogel im den Auwaldresten der Sauer.</p>\n<p class=\"lf-p\">38 Schwanzmeise Aegithalos caudatus Brutvogel 39 Feldlerche - Alauda ar- RL NT vensis Diese im Rückgang begriffene Art ist mit fünf Revieren ein häufiger Brutvogel in den Offenlandbereichen der Pufferzone.</p>\n<p class=\"lf-p\">40 Rauchschwalbe - Hi- RL NT rundo rustica Brutvogel in den angrenzenden Dörfern, und regelmäßiger Nahrungsgast im UG.</p>\n<p class=\"lf-p\">41 Mehlschwalbe - De- RL VU lichon urbica Nahrungssuchende Mehlschwalben aus den umliegenden Dörfern konnten regelmeig in den Offenlandbereichen des UG beobachtet werden.</p>\n<p class=\"lf-p\">42 Bachstelze - Motacilla alba Mehrfach wurden Bachstelzen auf den Äckern des Offenlandes als Nahrungsgäste beobachtet.</p>\n<p class=\"lf-p\">43 Gebirgsstelze - Motacilla cinerea Mindestens zwei Brutpaare wurden an der Sauer festgestellt Parus Altenkesseler Straße 17 A 4 ARGUS CONCEPT GmbH infoearciusconcept.com Fax: 0681 / 84 49 79 10 Tel.: 0681 / 84 49 79 00 66115 Saa rbrücken www.argusconcept.com Administration de la nature et des foréts Ausweisungsakte RN RD 12 Rosport-Hölt 57 Status Kommentar, Bewertung Nr.</p>\n<p class=\"lf-p\">Art 44 Wiesenschafstelze Motacilla flava flava 45 Sumpfrohrsänger Acrocephalus palustris mind. 12 Reviere in den feuchten Hochstaudenfluren der Sauerschleife.</p>\n<p class=\"lf-p\">46 Feldschwirl - Locustella naevia Zwei Reviere in Hochstaudenfluren der Sauer.</p>\n<p class=\"lf-p\">47 BraunkehIchen - Saxi- RL CR cola rubetra Ein Paar balzte am 10.5, später nicht mehr gesehen, vermutlich handelte es sich um durchziehende Vögel.</p>\n<p class=\"lf-p\">48 Waldlaubsänger - Phyl- RL NT loscopus sibilatrix Nur zwei Reviere, dieser einst häufigen Art konnten in einzelnen Laubwaldbereichen des UG nachgewiesen werden. Obwohl das Habitat an vielen Stellen optimal erscheint, sind viele Plätze unbesiedelt. Die Art unterliegt starken Bestandsschwankungen und ist möglicherweise auch von der fortschreitenden Klimaerwärmung betroffen (VoWa Radolfzell). Der Bestand ist seit Jahren in der Bestandsentwicklung rückläufig und die Aufnahme in die Rote Liste steht unmittelbar bevor.</p>\n<p class=\"lf-p\">49 Fitis</p>\n<div class=\"lf-abs\"><span class=\"lf-abs-num\">-</span>Phylloscopus trochilus Brutvogel 50 Zilp Zalp - Phylloscopus collybita Brutvogel 51 Mönchsgrasmücke Sylvia atricapilla - Brutvogel 52 Gartengrasmücke Sylvia borin - Brutvogel 53 Klappergrasmücke Sylvia curruca - Brutvogel 54 Dorngrasmücke - Sylvia communis Brutvogel in der Pufferzone.</div>\n<p class=\"lf-p\">55 Wintergoldhähnchen Regulus regulus Die Art ist Brutvogel in den wenigen Nadelholzbereichen des UG.</p>\n<p class=\"lf-p\">56 Sommergoldhähnchen</p>\n<div class=\"lf-abs\"><span class=\"lf-abs-num\">-</span>Regulus ignapillus Brutvogel</div>\n<div class=\"lf-abs\"><span class=\"lf-abs-num\">-</span>RL CR 12 durchziehende Tiere wurden am 10.5. im Offenland des UG beobachtet.</div>\n<p class=\"lf-p\">Altenkesseler Straße 17 A 4 ARGUS CONCEPT GmbH infoeargusconcept.com Fax: 0681 / 84 49 79 10 Tel.: 0681 / 84 49 79 00 66115 Saa rbrücken www.argusconcept.com Administration de la nature et des forêts Ausweisungsakte RN RD 12 Rosport-Hält 58 Nr.</p>\n<p class=\"lf-p\">Art 57 Kleiber - Sitta europea Brutvogel, in höhlenreichem Altholz bis zu 7 Reviere /ha 58 Waldbaumläufer Certhia familiaris Brutvogel 59 Gartenbaumläufer Certhia brachydactyla Brutvogel 60 Zaunkönig - Troglodytes troglodytes Brutvogel 61 Star - Sturnus vulgaris Brutvogel, vor allem in den höhlenreichen Altholzbeständen.</p>\n<p class=\"lf-p\">62 Misteldrossel - Turdus viscivorus Der Brutbestand wird auf etwa 12 Reviere geschätzt.</p>\n<p class=\"lf-p\">63 Amsel - Turdus merula Brutvogel 64 Singdrossel - Turdus philomelos Brutvogel 65 Wacholderdrossel Turdus pilaris - Brutvogel, Kolonie mit mind. 10 Brutpaaren in Pappeln am Kraftwerk.</p>\n<p class=\"lf-p\">66 Grauschnäpper Muscicapa striata - Brutvogel 67 Trauerschnäpper Ficedula hypoleuca - Ein singendes Männchen konnte im UG im Juni festgestellt werden. Ein Brüten erscheint durchaus möglich.</p>\n<p class=\"lf-p\">68 Rotkehichen - Erithacus rubecula Brutvogel 69 Nachtigall - Luscinia megarhynchos Brutvogel in der Aue der Sauer. Mind. 5 singende M. konnten festgestellt werden.</p>\n<p class=\"lf-p\">70 Gartenrotschwanz Phoenicurus phoenicurus Es konnten 2 Reviere der Art im UG nachgewiesen werden.</p>\n<p class=\"lf-p\">71 Heckenbraunelle Prunella modularis - Brutvogel 72 Feldsperling - Passer montanus Brutvogel 73 Baumpieper - Anthus lm Offenland konnten 2 Reviere erfasst wer- Status Kommentar, Bewertung Altenkesseler Straße 17 A 4 ARGUS CONCEPT GmbH infoearqusconceoLcom Fax: 0681 / 84 49 79 10 TeL: 0681 / 84 49 79 00 66115 Saa rbrücken www.argusconceptcom Administration de la nature et des forêts Ausweisungsakte RN RD 12 Rosport-Hölt Nr.</p>\n<p class=\"lf-p\">59 Status Art trivialis Kommentar, Bewertung den.</p>\n<p class=\"lf-p\">74 Buchfink coelebs - Fringilla Brutvogel 75 Kernbeißer cothraustes cothraustes CoccoC- Brutvogel 76 Gimpel - Pyrrhula pyrrhula Brutvogel 77 Grünfink chloris Carduelis Brutvogel 78 Distelfink carduelis Carduelis Brutvogel 79 Hänfling cannabina Carduelis Brutvogel 80 Goldammer - Emberiza citrinella Brutvogel 81 Rohramrner - Emberiza schoeniclus Nachweis eines Reviers an der Sauer. - - Zusammenfassung Insgesamt wurden 81 Vogelarten im Untersuchungsgebiet festgestellt, davon sind 67 Brutvögel und 15 Gastvögel. Die Artenzahl des Untersuchungsgebiets entspricht damit im Wesentlichen den Erwartungen, die aufgrund der vorgefundenen vielfältigen Habitatstrukturen zu erwarten gewesen sind.</p>\n<p class=\"lf-p\">Das Untersuchungsgebiet besitzt eine hervorragende Diversität von Habitaten und weist eine hohe Artenanzahl auf.</p>\n<p class=\"lf-p\">Aufgrund der Naturnähe und der Greflächigkeit des Altholzes siedeln dort auch viel Qualitätszeiger.</p>\n<p class=\"lf-p\">Negativ ist die nach Norden gerichtete Exposition, die das Siedeln einiger Arten (z.B. Uhu) auf Grund der häufigen Kühle und Feuchte nur bedingt zulässt. Zusätzlich stört der Wanderweg unterhalb der Kalkfelsen, die Tageseinstände der Uhus.</p>\n<p class=\"lf-p\">Die angrenzende Pufferzone ist teilweise landwirtschaftlich intensiv genutzt (großflächiger Maisanbau) und ist in diesen Bereichen weitgehend vogelfrei.</p>\n<p class=\"lf-p\">Altenkesseler Stralle 17 A 4 ARGUS CONCEPT GrnbH infoearqusconcept.com Fax: 0681 / 84 49 79 10 Tel.: 0681 / 84 49 79 00 66115 Saa rbrücken www.argusconcept.com Administration de la nature et des forêts Ausweisungsakte RN RD 12 Rosport-Hölt Die weniger intensiv genutzten landwirtschaftlichen Bereiche weisen eine typische Vogelwelt auf. Besonders bemerkenswert ist die Schleife der Sauer, die aufgrund geringer Störungen relativ wasservogelreich ist.</p>\n<p class=\"lf-p\">Kurzbewertunq Die vorgefundene Avifauna entspricht im Wesentlichen den Erwartungen, die sich aus den vorgefundenen Habitaten ergeben.</p>\n<p class=\"lf-p\">Lediglich die geringe Siedlungsdichte des Trauerschnäppers und das sehr geringe Siedlungsdichte des Waldlaubsängers ist aus avifaunistischer Sicht bemerkenswert.</p>\n<p class=\"lf-p\">Die Artenausstattung ist landesweit gesehen gut und befindet sich im Wesentlichen in einem guten Erhaltungszustand. Sie sollte erhalten und weiterentwickelt werden.</p>\n<p class=\"lf-p\">In der Pufferzone sind die intensiv genutzten Maisäcker fast ohne Brutvögel und nur von sehr geringer avifaunistischer Bedeutung.</p>\n<p class=\"lf-p\">Besondere Bedeutung hat die Sauerschleife, da sie kaum erschlossen, relativ naturnah und frei von Bootsverkehr ist.</p>\n<p class=\"lf-p\">Literatur:</p>\n<p class=\"lf-p\">Rote Liste der Brutvögel Luxemburgs, Version 2005 LNVL: Conzemius, T., Lorge, P., Melchior, Ed., Weiss,J.</p>\n<p class=\"lf-p\">ARGUS CONCEPT GmbH Altenkesseler Strafie 17 A 4 infoearousconceptcom Tel.: 0681 / 84 49 79 00 Fax: 0681 / 84 49 79 10 66115 Saa rbrücken mw.argusconcept. com Administration de la nature et des forêts Ausweisungsakte RN RD 12 Rosport-Hölt 61 Tagschmettedinge Einteituno Tagschmetterlinge (Tagfalter i.e.S. plus Dickkopffalter und Widderchen) stellen besonders für Magerbiotope des Offenlandes eine mit hohem Erfassungsgrad erhebbare Artengruppe mit hohem ökologischem Indikationspotenzial dar. Für Tagschmetterlinge besonders relevante Biotope sind magere feuchte bis trockenwarme Offenlandbereiche und gut ausgeprägte, ebenfalls nährstoffarme Übergangszonen zu Gehölzbeständen. Sie zeigen oft eine enge Bindung an bestimmte Raupennahrungspflanzen und Faltersaugpflanzen. Zahlreiche Arten zeigen eine Metapopulationsstruktur. Dabei stehen mehrere Teilpopulationen miteinander über Wanderungen in Austauschbeziehungen, und werden im Idealfall gestützt durch eine besonders starke, individuenreiche und stabile Zentralpopulation, die auch „Festlandspopulation\" genannt wird die davon abhängigen „Inselpopulationen\" können bei Gradationen oder witterungsbedingt, dynamischen Aussterbe- und Wiederbesiedlungsvorgängen unterliegen und garantieren allein kein Fortbestehen der Art. Viele Tagfalter sind abhängig von einem ihrer Lebensweise zuträglichen Bewirtschaftungsrhythmus und profitieren von einer räumlich und zeitlich differenzierten, klein gekammerten extensiven Landnutzung. Auf Habitatveränderungen reagieren Tagfalter empfindlich; sie zählen zu den am stärksten bedrohten Artengruppen der heimischen Lebewelt (ULRICH &amp; CASPARI 2007).</p>\n<p class=\"lf-p\">Methodik Die Tagschmetterlingsfauna (Rhopalocera, Hesperiidae und Zygaenide) wurde von April bis Ende Juli bei möglichst optimalen Erfassungsbedingungen (d.h. an windarmen Schönwettertagen) kartiert.</p>\n<p class=\"lf-p\">Schwerpunkt der Untersuchungen waren die Gebiete im Südwesten, Süden und Südosten des Kernbereichs d.h. besonders Magergrünland und Salbei-Glatthaferwiesen, Halbtrockenrasen (meist auf ehemaligen Weinbergterrassen) mit ihren vielfältigen Übergangsbereichen. Darüber hinaus wurden weitere potenziell reichhaltige Biotope wie z.B. Trockenmauern, Waldränder, Hecken und mesophile Säume untersucht. Die ausgewählten Probeflächen wurden bei jeweils vier Begehungen auf ihre Tagschmetterlingsfauna untersucht, wobei die Zeiten mit der Aktivitätsphase der meisten wertgebenden Arten bzw. der höchsten potenziellen Artenzahl im Jahresverlauf (Ende Mai, Ende Juli) berücksichtigt wurden.</p>\n<p class=\"lf-p\">Die Imagines der einzelnen Tagfalter- und Widderchenarten wurden durch Sichtbeobachtung im Gelände oder in Zweifelsfällen nach erfolgtem Netzfang bestimmt. Zusätzlich wurde auch nach Präimaginalstadien wie Eiern und Raupen in den dafür geeigneten Strukturen der einzelnen Habitate gesucht, da dadurch wichtige Informationen über Reproduktion und Bodenständigkeit gewonnen werden können .</p>\n<p class=\"lf-p\">Die im Untersuchungsgebiet nachgewiesenen Arten werden tabellarisch dargestellt, wobei die höchste bei einer Begehung festgestellte Abundanz angegeben wird.</p>\n<p class=\"lf-p\">Die Tagschmetterlingsarten werden in die Falterformationen nach ULRICH (1992) und ULRICH &amp; CASPARI (neue Fassung: 2007) eingeordnet, wo Arten mit ähnlichen, kleinkli- ARGUS CONCEPT GrnbH Tel.: 0681 / 84 49 79 00 Altenkesseler Straße 17 A 4 Fax: 0681 / 84 49 79 10 infoearousconcept.com 66115 Saa rbrücken www.argusconcept.com Administration de la nature et des forêts Ausweisungsakte RN RD 12 Rosport-Hölt matischen und äkologischen Ansprüchen im Hinblick auf die abiotischen Faktoren Temperatur, Feuchtigkeit und Windbedingungen zusammengefasst werden.</p>\n<p class=\"lf-p\">Die Gefährdung der nachgewiesenen Arten wird — in Ermangelung einer aktuellen Roten Liste der Schmetterlinge Luxemburgs — anhand der existierenden Roten Listen der Nachbargebiete Rheinland-Pfalz (Vorschlagsliste 2010) und Deutschlands bzw. der Wallonie angeführt.</p>\n<p class=\"lf-p\">Ergebnisse übersicht lm Untersuchungsgebiet wurden 43 Arten von Tagschmetterlingen festgestellt. Das entspricht mehr als einem Drittel der aktuell im Groaraum vorkommenden Arten. Das Artenspektrum ist naturraum- und biotoptypisch.</p>\n<p class=\"lf-p\">Der Artenreichtum wird wesentlich von Biotop- und Nutzungsvielfalt und dem Angebot spezifischer Falter- und Raupennahrungspflanzen bestimmt. Wichtig ist auch Windschutz, dessen Fehlen die relative Artenarmut der offenen Flächen begründet. Die intensiv genutzten Grünlandbereiche, Viehweiden sowie Ackerflächen spielen für die Tagschmetterlinge nur eine geringe Rolle.</p>\n<p class=\"lf-p\">Einen erheblichen Anteil der nachgewiesenen Arten stellen Falter aus den Falterformationen der Allerweltsarten (AW: 5 Arten), Offenlandbewohner (OL: 7) und Windschattenfalter (WS: 15) dar. Die Waldarten (WA) sind mit 9, Wärmeliebende (WL) mit 4 und Hitzeliebende (HL) mit 3 Arten vertreten. Feuchtigkeitsliebende Arten (FL) konnten im Projektgebiet nicht festgestellt werden.</p>\n<p class=\"lf-p\">Bemerkenswert ist besonders das Auftreten der Hitzeliebenden Zygaena purpuralis, Polyommatus coridon und Melitaea aurelia sowie der Windschattenarten Zygaena viciae und Carcharodus alceae, die in unterschiedlichem Grad gefährdet sind.</p>\n<p class=\"lf-p\">Unter den Windschattenfaltern sind weiterhin als in geringerem Grad gefährdete Arten Pyrgus malvae, Carterocephalus palaemon, Thymelicus lineola, Leptidea reali/sinapis, Lycaena tityrus, Callophrys rubi, Polyommatus semiargus und Pyronia tithonus zu nennen, bei den wärmeliebenden Erynnis tages und Aricia agestis.</p>\n<p class=\"lf-p\">Gefährdete Waldarten sind Neocephyrus quercus, Apatura iris und Coenonympha arcania.</p>\n<p class=\"lf-p\">Bemerkenswerte Tagschmetterlinge Zygaena purpuralis (Purpur-Widderchen) Das Areal dieser in der Groaregion relativ seltenen Art des sibirischen Faunenkreises reicht von den Britischen inseln und den Pyrenäen weit nach Osten (Tien-Shan, Altai) und vom Baltikum bis Sizilien. Sie bevorzugt warme, süd- oder westexponierte Offenlandschaften, thymianpolsterreiche Trockenrasen (meist auf Kalk) und vervvandte Xerothermgesellschaften, wobei Hanglagen eine wichtige Rolle spielen. Auch anthropogene, gestärte Biotope wie Steinbrüche oder Dämme gehären zu ihren Lebensräumen. Die Raupe lebt an Thymianarten besonders an Stellen mit schütterer und lückiger Vegetation. Sowohl in ARGUS CONCEPT GmbH Altenkesseler Straße 17 A 4 Tel.: 0681 / 84 49 79 00 Fax: 0681 / 84 49 79 10 infoeargusconcept.com 66115 Saa rbrücken wm.m.argusconcept.com Administration de la nature et des forêts Ausweisungsakte RN RD 12 Rosport-Hölt 63 Deutschland als auch in Rheinland-Pfalz gilt die Art in der Roten Liste (RL: 3) als gefährdet.</p>\n<p class=\"lf-p\">Carcharodus alceae (Malven-Dickkopffalter) Die Gesamtverbreitung der Art reicht von Süd- und Westeuropa bis Mittelasien, im Süden durch den gesamten Mittelmeerraum (z.T. auch in Nordafrika). Sie erreicht in der GroRregion ihre nördliche Verbreitungsgrenze. Zu ihren bevorzugten Lebensräumen gehören Trockenrasen an waldfreien, trockenen Hängen sowie brachgefallene trocken-magere Glatthaferwiesen und einschürige Magerwiesen. lm Offenland profitiert sie von (anthropogenen) Böschungen, Dämmen, Straßenrändern und Sandgruben ebenso wie von Ruderalflächen und Gartenlandschaften. Raupennahrungspflanzen im Untersuchungsgebiet sind Malven wie z.B. Malva moschata (Moschus-Malve) oder Malva sylvestris (Wilde Malve). Während die mobile und vagabundierende Art in den Roten Listen Deutschlands und von Rheinland-Pfalz jeweils als gefährdet (RL: 3) angesehen wird, gilt sie in Wallonien als ziemlich selten, aber mit deutlicher Ausbreitungstendenz in den letzten Jahren.</p>\n<p class=\"lf-p\">Polyommatus coridon (Silber-Bläuling) Die überwiegend mittel- und südeuropäisch verbreitete Art, die auch in Südengland vorkommt, erreicht im Untersuchungsraum ihre nördliche Verbreitungsgrenze. Bevorzugte Lebensräume sind Kalkmagerrasen an Hängen und auf Kuppen, Wacholderheiden und Trockenrasen auf Kalkschotter, ebenso wie Säume an warmen, offenen oder buschreichen Trockenhängen (Steppenheiden) und weitere warme, offene Habitate. Ausschließlich Hippocrepis commosa (Hufeisenklee) dient als Raupennahrungspflanze. Die Art ist im Unter- suchungsraum als gefährdet anzusehen.</p>\n<p class=\"lf-p\">Melitaea aurelia (Aurelia-Scheckenfalter) Auch diese Art erreicht ihre nördliche Verbreitungsgrenze im GroRraum. Sie ist von Frankreich durch das mittlere und südliche Europa bis zum Ural verbreitet, ihr Areal erstreckt sich vom Mittelmeer bis ins Baltikum. Typische Lebensräume sind gebüschreiche Magerund Trockenrasen auf Kalk, Wacholderheiden oder auch künstliche Trockenhänge (wie z.B. Bahndämme). Als Nahrungspflanze der Raupe sind besonders Wegerich-Arten (Plantago media, P. lanceolata) bekannt. M. aurelia ist von allen im Untersuchungsgebiet festgestellten Arten in höchstem MaR gefährdet. Die Vernichtung ihrer Lebensräume im Zuge intensivierter landwirtschaftlicher Bewirtschaftung, Aufforstung, Bebauung und Zerschneidung der Lebensräume haben einen starken Rückgang der Art und eine extreme Isolierung ihrer Populationen bewirkt.</p>\n<p class=\"lf-p\">Apatura iris (GroRer Schillerfalter) Das Verbreitungsgebiet der Art reicht von Westeuropa ostwärts durch die gemäßigte Zone Asiens bis Japan. AuRer einigen lokalen Populationen im nördlichen Spanien fehlt sie in Südeuropa. Bevorzugte Lebensräume sind laubholzreiche Wälder von der Ebene und dem Hügelland bis in die subalpine Stufe. Sie kommt besonders an halbschattigen, mehr oder weniger feuchten Plätzen am Rand von Laub- und Mischwäldern und in diesen selbst vor.</p>\n<p class=\"lf-p\">Eindeutig bevorzugte Eiablage- und Raupennahrungspflanze ist Salix caprea (Salweide) neben anderen Weiden- und Pappelarten. Die Art gilt in der Roten Liste Rheinland-Pfalz als gefährdet (RL: 3), in Wallonien als ziemlich selten, aber mit stabilen Populationen.</p>\n<p class=\"lf-p\">Altenkesseler Straße 17 A 4 ARGUS CONCEPT GmbH Fax: 0681 / 84 49 79 10 infoearqusconcept.com Tel.: 0681 / 84 49 79 00 66115 Saa rbrücken www.argusconceptcom Administration de la nature et des forêts Ausweisungsakte RNIRD 12 Rosport-Hölt Nachweis einer FFH-Art: Euplagia quaripunctaria (Spanische Flagge) Die zwar nicht zu den Tagschmetterlingen gehörende, aber sowohl tag- als auch nachtaktive Bärenspinnerart (Arctiidae) Euplagia quadripunctaria konnte in mehreren Exemplaren im Untersuchungsgebiet nachgewiesen werden.</p>\n<p class=\"lf-p\">Sie wird in Anhang II der FFH-Richtlinie angeführt und ist daher von besonderer Bedeutung.</p>\n<p class=\"lf-p\">Sie besiedelt ein unterschiedliches Spektrum von Lebensräumen und kann als Biotopkomplexbewohner gelten. EBERT (1997) gibt offene, sonnige und trockene bis halbschattige und feuchte Flächen in Laubmischwäldern, Schlagfluren, Lichtungen, Außen- und lnnensäume, an Wald grenzende Heckengebiete, aufgelassene Weinberge sowie hochstaudenreiche Randbereiche von Magerrasen an. Darüber hinaus sind auch hochstaudenreiche Felsfluren an sonnigen Talwänden von Flusstälern sowie lückige Kraut- und Staudenfluren an Hangfüßen besonnter Felsen und felsiger Böschungen typische Lebensräume.</p>\n<p class=\"lf-p\">Die Raupe ist polyphag und frisst an einer Vielzahl verschiedener Kräuter und Sträucher.</p>\n<p class=\"lf-p\">Euplagia quadripunctaria ist eine mobile und flugstarke Art mit einer Flugzeit von Anfang Juli bis Mitte September. Nachweise im Untersuchungsgebiet gelangen am 20.07., 27.07. (Summkeller) und 26.08.2010 (Siersdorfer).</p>\n<p class=\"lf-p\">Abbildung 34: Spanische Flagge ain 26.08.2010 auf Golddistel auf einem Haibtrockenrasen in der südlichen Kernzone des Alaturschutzgebietes, identisches Individuum auf dem Deckblattfoto Altenkesseler Straße 17 A 4 ARGUS CONCEPT GmbH infoearqusconcept.com Fax: 0681 / 84 49 79 10 Tel.: 0681 / 84 49 79 00 66115 Saarbrücken www.argusconceptcom Administration de la nature et des forêts Ausweisungsakte RN RD 12 Rosport-Hölt lm Untersuchungsgebiet „Rosport/Hoelt\" 2010 nachgewiesene Tagschmetterlingsarten Taxon Deutscher Name Zygaena purpuralis Purpur-Widderchen Zygaena viciae Kleines Fünffleck-Widderchen Zygaena filipendulae Sechsfleck-Widderchen Pyrgus malvae Gewöhnlicher Puzzlefalter Carcharodus alceae Malven-Dickkopffalter Erynnis tages Dunkler Dickkopffalter Carterocephalus palaemon Gelbfleckiger Dickkopffalter Thymelicus lineola Schwarzkolbiger Braundickkopffalter Thymelicus sylvestris Braunkolbiger Braundickkopffalter Ochlodes sylvanus Großer Braundickkopffalter Papilio machaon Schwalbenschwanz Leptidea reali/sinapis SchmalflügelweifIling Anthocharis cardamines Aurorafalter Pieris brassicae Großer Kohlweißling Pieris rapae Kleiner KohlweifIling Pieris napi Grünaderweißling Gonepteryx rhamni Zitronenfalter Lycaena phlaeas Kleiner Feuerfalter Lycaena tityrus Brauner Feuerfalter Neocephyrus quercus Blauer Eichen-Zipfelfalter Callophrys rubi Grüner Zipfelfalter Celastrina argiolus Garten-Bläuling Aricia agestis Dunkelbrauner Bläuling Polyommatus semiargus Rotklee-Bläuling Polyommatus icarus Gewöhnlicher Bläuling Polyommatus coridon Silber-Bläuling Argynnis paphia Kaisermantel Altenkesseler Straße 17 A 4 ARGUS CONCEPT GmbH Fax: 0681 / 84 49 79 10 infoeargusconcept.com Tel.: 0681 / 84 49 79 00 66115 Saa rbrücken www.argusconcept.com Administration de la nature et des forêts Ausweisungsakte RN RD 12 Rosport-Hölt Taxon Deutscher Name lssoria lathonia Wander-Perlmuttfalter Vanessa atalanta Admiral lnachis io Tagpfauenauge Aglais urticae Kleiner Fuchs Polygonia c-album C-Falter Araschnia levana Landkärtchen Melitaea aurelia Aurelia-Scheckenfalter Apatura iris Grofler Schillerfalter Pararge aegeria Waldbrettspiel Lasiommata megera Mauerfuchs Coenonympha arcania Weißbindiges Wiesenvögelchen Coenonympha pamphilus Gewöhnliches Wiesenvögelchen Pyronia tithonus Rotbraunes Ochsenauge Aphantopus hyperantus Dunkler Waldvogel Maniola jurtina Grofles Ochsenauge Melanargia galathea Schachbrett Artenzahl gesamt:</p>\n<p class=\"lf-p\">43 ARGUS CONCEPT GmbH Altenkesseler StraGe 17 A 4 Tel.: 0681 / 84 49 79 00 Fax: 0681 / 84 49 79 10 infoearqusconcept.com 66115 Saa rbrücken www.argusconcept.com Administration de la nature et des forêts Ausweisungsakte RN RD 12 Rosport-Hölt Abbildung 35: Dunkelbrauner Bläuling am 26.08.2010 auf Weißem Steinklee am Südrand der Kernzone des Naturschutzgebietes Artenliste der Tagschmetterlinge „Rosport/Hölt\" , ihre Falterforrnation, Abundanz und Gefährdungsstatus Die Angaben der Abundanz beziehen sich auf die höchste an einem Erfassungstermin in der Probefläche gezählte oder geschätzte Individuenzahl der Imagines Taxon FF Anzahl RL D RL RP Zygaena purpuralis HL 6-10 3 3 Zygaena viciae WS 6-10 V 3 Zygaena filipendulae WS 5 Pyrgus malvae WS 2 V V Carcharodus alceae WS 3 3 3 Erynnis tages WL 5 V V Carterocephalus palaemon WS 1 V V Thymelicus lineola WS 21-50 Thymelicus sylvestris WS 11-20 Altenkesseler Straße 17 A 4 ARGUS CONCEPT GmbH Fax: 0681 / 84 49 79 10 info@arousconcept.com Tel.: 0681 / 84 49 79 00 RL Wallonie VU NT NT 66115 Saa rbrücken www.argusconcept.com Administration de la nature et des forêts Ausweisungsakte RN RD 12 Rosport-Hölt 68 Taxon FF Anzahl Ochlodes sylvanus WS 5 Papilio machaon OL Leptidea reali/sinapis RL D RL RP 2 V V WS 6-10 V V Anthocharis cardamines WS 3 Pieris brassicae AW 2 Pieris rapae AW 11-20 Pieris napi OL 5 Gonepteryx rhamni WA 2 Lycaena phlaeas WL 5 Lycaena tityrus WS 2 V Neocephyrus quercus WA 1 V NT Callophrys rubi WS 2 V V NT Celastrina argiolus WA 3 Aricia agestis WL 5 V V Polyommatus semiargus WS 2 V V NT Polyommatus icarus OL 11-20 Polyommatus coridon HL 6-10 3 VU Argynnis paphia WA 2 Issoria lathonia OL 3 Vanessa atalanta AW 2 Inachis io AW 3 Aglais urticae AW 2 Polygonia c-album WA 1 Araschnia levana WA 3 Melitaea aurelia HL 3 3 2 Apatura iris WA 1 V 3 Pararge aegeria WA 2 RL Wallonie V NE ARGUS CONCEPT GmbH Altenkesseler Straße 17 A 4 Tel.: 0681 / 84 49 79 00 Fax: 0681 / 84 49 79 10 infoearousconceptcom CR 66115 Saa rbrücken www.argusconcept.com Administration de la nature et des forêts Ausweisungsakte RN RD 12 Rosport-Hölt 69 Taxon FF Anzahl Lasiommata megera WL 3 Coenonympha arcania WA 6-10 Coenonympha pamphilus OL 21-50 Pyronia tithonus WS 6-10 Aphantopus hyperantus WS 11-20 Maniola jurtina OL 51-100 Melanargia galathea OL 21-50 Artenzahl gesamt 43 RL D RL RP V 3 RL Wallonie VU V Erläuterung der Abkürzungen und Zeichen/Zahlen in der Tabelle der Artenliste FF: Falterformationen AW :</p>\n<p class=\"lf-p\">Allerweltsarten OL :</p>\n<p class=\"lf-p\">Offenlandbewohner WS :</p>\n<p class=\"lf-p\">Windschattenfalter WL : Wärmeliebende HL :</p>\n<p class=\"lf-p\">Hitzeliebende FL :</p>\n<p class=\"lf-p\">Feuchtigkeitsliebende WA : Waldarten RLD : Rote Liste Deutschland RLRP: Rote Liste Rheinland-Pfalz Status / Gefährdungsgrad :</p>\n<p class=\"lf-p\">0: ausgestorben oder verschollen 1: vom Aussterben bedroht 2: stark gefährdet 3: gefährdet Altenkesseler Strafle 17 A 4 ARGUS CONCEPT GrribH Fax: 0681 / 84 49 79 10 infoearousconcept.com Tel.: 0681 / 84 49 79 00 66115 Saa rbrücken www.argusconceptcom Administration de la nature et des forêts Ausweisungsakte RN RD 12 Rosport-Hält G:</p>\n<p class=\"lf-p\">Gefährdung anzunehmen R: extrem selten V:</p>\n<p class=\"lf-p\">Vorwarnliste RL Wall: Rote Liste Wallonie Statut :</p>\n<p class=\"lf-p\">RE : Régionalement éteint regional (in Luxemburg) ausgestorben CR : En danger critique kritische Gefährdung, vom Aussterben bedroht EN : En danger stark gefährdet VU : Vulnérable gefährdet NT : À la limite d'être mena- gering gefährdet, Arten der Vorwarnliste cé LC : Non menacé nicht gefährdet NE:- Non évalué nicht bewertet x:</p>\n<p class=\"lf-p\">Art nur außerhalb Wacholderheide nachgewiesen ARGUS CONCEPT GmbH Altenkesseler Straße 17 A 4 Tel.: 0681 / 84 49 79 00 Fax: 0681 / 84 49 79 10 infoearqusconcept.com 66115 Saa rbrücken www.argusconceptcom Administration de la nature et des foréts Ausweisungsakte RN RD 12 Rosport-Hölt 71 Sonslige Tierarten Zufalisnachweise vom 26.08.2010 Mauereidechse (Podacris muralis): an diversen südexponierter Kalksteintrockenmauern im westlichen Untersuchungsgebiet, individuenreiche lokale Population Abbridung 36: Mauereidechse am 26.08.2010 in einer Kalksteintrockenmauer arn Südrand der Kernzone des Naturschutzgebietes 3.1.3 Lebensraume Die im Plangebiet während der Geländebegehungen am 30. April, 10. Juni, 26. August und 04. November 2010 erfassten Biotoptypen werden nachfolgend im Einzelnen kurz beschrieben und erläutert. Die Einteilung der Biotoptypen richtet sich nach dem Plan „Bestand Biotoptypen\", der im Anhang beigefügt ist. Die Gruppierung und Bezeichnung der Biotoptypen entspricht der Darstellung in diesem Plan.</p>\n<p class=\"lf-p\">Wälder Altholzreicher Buchenmischwald mit einheimischen Laubbaumarten mit Überqängen zu Hanqschuttwald Der bewaldete nordwest- und nordexponierte Hang der Hölt wird von naturnahem Buchenmischwald mit einem hohen Altholzanteil eingenommen. Verbreitet kommt stehendes Altenkesseler Straße 17 A 4 ARGUS CONCEPT GmbH info©argusconcept.com Fax: 0681 / 84 49 79 10 Tel.: 0681 / 84 49 79 00 66115 Saa rbrücken www.argusconcept.com Administration de la nature et des forêts Ausweisungsakte RN RD 12 Rosport-Hölt 72 und liegendes Totholz in dem teils nur schwer zugänglichen Waldgebiet vor. Neben der bestandsbildenden Rotbuche (Fagus sylvatica) kommen eine Reihe weiteren einheimischer Baumarten wie Bergahorn (Acer pseudoplatanus), Vogelkirsche (Prunus avium) und Stieleiche (Quercus robur) vor. Das Auftreten von Arten wie Bergahorn, Winterlinde (Tilia cordata), Sommerlinde (Tilia platyphyllos) und der seltenen Bergulme (Ulmus glabra) kennzeichnet den Standort als Übergangsbereich zwischen den Buchenwäldern (Fagion sylvaticae) und den Hang- und Schuttwäldern (Tilio platyhylli-Acerion pseudoplatani). Insbesondere im oberen Hangbereich der Hölt kommt verbreitet auch grober Hangschutt in Form von Kalkblöcken der Trochitenkalkstufe im luftfeuchten Wald vor. Der Blockschutt stammt wahrscheinlich überwiegend aus einem ehemaligen Abbau des bankigen Trochitenkalkes am Hang ist kaum natürlichen Ursprungs. Dennoch zeichnet sich der Wald aufgrund dieses Merkmales, des hohen Altholzanteils und seines Artenreichtum als sehr naturnaher, teils urwaldähnlicher Bestand aus. lm Kapitel 3.1.1 „Flora wird eine Artenliste der Wälder aufgelistet, die neben Arten dieses Biotoptyps jedoch auch Arten weiter vorkommender Waldtypen enthält. Der altholzreiche Buchenmischwald mit einheimischen Laubbaumarten mit Übergängen zu Hangschuttwald ist von sehr hoher Bedeutung für den Arten- und Biotopschutz.</p>\n<p class=\"lf-p\">Abbildung 37: Dickstämmiges stehendes Totholz mit Bruthöhlen als Merkmal der Naturnähe im altholzreichen Buchenmischwald Altenkesseler Straße 17 A 4 ARGUS CONCEPT GmbH Fax: 0681 / 84 49 79 10 infoearousconcept.com Tel.: 0681 / 84 49 79 00 66115 Saa rbrücken www.argusconcept.com Administration de la nature et des forêts Ausweisungsakte RN RD 12 Rosport-Hölt Abbildung 38: Naturnaher Buchenmischwald mit Blockschutt und Totholz Buchenmischwald mit einheimischen Laubbaumarten, Stangenholz und schwaches Baumholz lm nördlichen und nordwestlichen Randbereich der bewaldeten Hölt kommen weitere Buchenmischwälder mit einheimischen Laubbaumarten vor. Die Bestände sind jedoch noch relativ jung und bestehend aus Stangenholz oder schwachem Baumholz. Es handelt sich um relativ homogene, bewirtschaftete Altersklassenwälder aus naturraumtypischen, standortgerechten Laubgehölzen. Die relative Naturnähe der Wälder bedingt eine hohe naturschutzfachliche Bedeutung, die zukünftig noch durch eine mosaikartige Durchmischung bzw. Aufhebung von Altersklassen sowie durch die Erhöhung des Totholzanteils zu steigern ist.</p>\n<p class=\"lf-p\">Fichtenwald Kleinflächig kommen am nordwestlichen, nordöstlichen und südöstlichen AuGenrand der bewaldeten Hölt kleine Fichtenbestände vor. Es handelt sich um artenarme Reinbestände der nicht standortgerechten Rotfichte (Picea abies). Dementsprechend besitzt die kleinen Fichtenbestände nur eine geringe bis mittlere naturschutzfachliche Bedeutung.</p>\n<p class=\"lf-p\">Kiefernwald Am südostexponierten AuGenrand der bewaldeten Hölt besteht im Bereich eines ehemaligen Weinbergs kleinflächig ein Kiefernforst. Die Baumschicht aus der bestandsbildenden Waldkiefer (Pinus sylvestris) ist durch Windwurf oder Rodung aufgelockert, so dass sich bereits eine Strauchschicht aus einheimischen Gehölzen bildet und sich eine Krautschicht entwickeln kann. Aufgrund dieser aus naturschutzfachlicher Sicht positiven Entwicklung Altenkesseler StrAe 17 A 4 ARGUS CONCEPT GrnbH Fax: 0681 / 84 49 79 10 infoeargusconceptcom Tel.: 0681 / 84 49 79 00 66115 Saa rbrücken www.argusconceptcom Administration de la nature et des forêts Ausweisungsakte RN RD 12 Rosport-Hölt 74 besitzt der Kiefernwald eine mittlere Bedeutung für den Arten- und Biotopschutz. Mit dem weiteren vordrängen von einheimischen Baumarten wird sich die naturschutzfachliche Bedeutung des Waldbestandes zukünftig noch erhöhen.</p>\n<p class=\"lf-p\">Kiefernmischwald mit einheimischen Laubbaumarten lm Zentrum des Plangebietes ist im Gipfelbereich der Hölt ein kleines Plateau ausgebildet.</p>\n<p class=\"lf-p\">Dieses Plateau mit seinen Randbereichen ist vor langer Zeit teilweise mit Waldkiefern bepflanzt worden. Der Kiefernbestand ist nur Schütter ausgebildet, weshalb in der Baumschicht neben der Kiefer auch eine Reihe von einheimischen Baumarten wie Stieleiche (Quercus robur), Hainbuche (Carpinus betulus), Elsbeere (Sorbus torminalis) und Mehlbeere (Sorbus aria) vorkommen. Der spontane standorttypische Baumwuchs lässt erkennen, dass ohne die Kiefer sich ein standorttypischer Elsbeeren-Eichen-Hainbuchenwald trockener Standorte (Galio sylvatici-Carpinetum) entwickeln würde. Die sehr kargen Standortverhältnisse auf dem flachgründigen, trockenen, schluffig, steinigen Boden machen sich im schwachen Wuchs der Bäume bemerkbar. Durch Entnahme der Waldkiefer ist der Bestand leicht in einen naturnahen Wald zu überführen, da die standorttypischen Baumarten bereits jetzt stellenweise innerhalb des Bestandes sowie insbesondere aber in den Randbereichen vorkommen. Der Kiefernmischwald besitzt deshalb bereits jetzt eine hohe naturschutzfachliche Bedeutung, die durch eine zukünftige Überführung in einen naturnahen Wald sich zu einer sehr hohen naturschutzfachlichen Bedeutung andert.</p>\n<p class=\"lf-p\">Eschen-Schlucht- bzw. Hangschuttwald lm äußersten Nordwesten des Plangebietes existiert eine steile, nordwestexponierte, zum Ufer der Sauer hin abfallende Böschung, die mit einem Eschen-Schlucht- bzw.</p>\n<p class=\"lf-p\">Hangschuttwald bewachsen ist. Es handelt sich dabei um einen naturnahen, rudimentären Restbestand eine Waldtyps, der früher einmal sicherlich wesentlich häufiger an Steilböschungen entlang der Sauer verbreitet war. Die in der Baum- und Strauchschicht vorkommenden Arten Gewöhnliche Esche (Fraxinus excelsior), Bergahorn (Acer pseudoplatanus), Bergulme (Ulmus glabra) und Feldulme (Ulmus minor) lassen den Bestand vegetationskundlich eindeutig den Eschen-Ahorn-Schluchtwalder (Fraxino-Aceretum pseudoplatani = Aceri-Fraxinetum) zuordnen. Die Gesellschaft ist typisch für steile Nordhänge mit zeitweise nachrutschendem Grobschutt. lm Kapitel 3.1.1 „Flora\" wird für den Biotoptyp eine Artenliste angegeben, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit hat. Als rudimentares naturnahes Restvorkommen eine seltenen Biotoptyps besitzt der Eschen-Schlucht- bzw.</p>\n<p class=\"lf-p\">Hangschuttwald eine sehr hohe naturschutzfachliche Bedeutung.</p>\n<p class=\"lf-p\">Robinienmischwald Am südexponierten Hang der Hölt existiert in direkter Nachbarschaft zu den Resfflächen einer ehemaligen Gipsgrube auch Robinienmischwald. Neben der bestandsbildenden Robinie (Robinia pseudoacacia) kommen als Begleitarten auch eine Reihe von einheimischen Gehölzen vor. Dazu gehören Stieleiche (Quercus robur), Feldahorn (Acer campestre), Hainbuche (Carpinus betulus), Eingriffliger Weirldorn (Crataegus monogyna), Roter Hartriegel (Cornus sanguinea). Diese naturraumtypischen Arten treten hauptsächlich in der dichten Strauchschicht auf, wohingegen die Baumschicht vornehmlich aus der Robinie Altenkesseler Straße 17 A 4 ARGUS CONCEPT GmbH infoearousconcept.com Fax: 0681 / 84 49 79 10 Tel.: 0681 / 84 49 79 00 66115 Saa rbrücken www.argusconcept.com Administration de la nature et des forèts Ausweisungsakte RN RD 12 Rosport-Hölt 75 besteht. Eventuell sind die Robinien auf ehemaligen Abbauflächen der Gipsgrube angebaut worden. Als nicht naturnaher Waldtyp besitzt der Robinienmischwald nur eine mittlere naturschutzfachliche Bedeutung.</p>\n<p class=\"lf-p\">Eichen-Hainbuchenwald trockener Standorte Auf dem sehr trocken, flachgründigen steinigen Boden auf dem schmalen Hochplateau der Hölt stockt teilweise ein Eichen-Hainbuchenwald trockener Standorte mit Elsbeeere (Sorbus torminalis). Vegetationskundlich ist der naturnahe Wald als Elsbeeren-EichenHainbuchenwald trockener Standorte (Galio sylvatici-Carpinetum) mit Übergängen zum Eichen-Elsbeeren-Wald (Quercetum pubescenti-petraeae = Lithosermo-Quercetum petraeae) einzustufen. Zu den vorkommenden Gehölzarten zählen Stieleiche (Quercus robur), Traubeneiche (Quercus petraea), Feldahorn (Acer campestre), Hainbuche (Carpinus betulus), Elsbeere (Sorbus torminalis), Mehlbeere (Sorbus aria), Gemeiner Liguster (Ligustrum vulgare) und Wolliger Schneeball (Viburnum vulgare). Bemerkenswerte Arten in der Krautschicht sind das stelleweise gehäuft auftretende Stattliche Knabenkraut (Orchis mascula) sowie der Blaurote Steinsame (Lithospermum purpurcaeruleum), der an einer Stelle teppichbildend vorkommt. Zu den äußerst bemerkenswerten Pflanzenvorkommen in der Krautschicht zählt des Weiteren der Echte Salomonssiegel (Poygonatum odoratum), der lediglich sehr selten in Einzelexemplaren am Rand des Bestandes vorkommt. Als naturnaher und seltener Biotoptyp ist der Eichen-Hainbuchen-Wald von sehr hoher Bedeutung für den arten und Biotopschutz.</p>\n<p class=\"lf-p\">Kahlschlaqfläche (Fichtenmischwald) Am südostexponierten Hang existierte am Standort einer ehemaligen Weinbergparzelle bis vor kurzer Zeit ein kleiner Fichtenwald mit einzelnen einheimischen Gehölzarten wie beispielsweise Vogelkirsche (Prunus avium) oder Feldahorn (Acer campestre). ln der Strauchschicht traten unter anderem auch Eingriffliger WeiRdorn (Crataegus monogyna), Roter Hartriegel (Cornus sanguinea) und Schwarzer Holunder (Sambucus nigra) auf. De nicht standortgerechten Bodenverhältnisse für die Fichte zeigten sich durch eine größere Zahl abgestorbener und kränkelnden Bäume. Als Kahlschlagfläche besitzt der Biotoptyp zunächst nur eine mittlere naturschutzfachliche Bedeutung.</p>\n<p class=\"lf-p\">Kleingehölze Feldgehölz aus einheimischen Baumarten Feldgehölze unterscheiden sich von den sonstigen Gehölzstrukturen innerhalb der offenen Agrarlandschaft des Untersuchungsgebietes, wie beispielsweise Gebüsche oder Hecken, durch ihre MindestgröRe von einigen Ar und dem Fehlen einer rein linearen Struktur. Innerhalb der großen Vielfalt der Gehölzkleinstrukturen im Bereich der Hölt treten sie nur vergleichsweise selten auf. Ein kleines Feldgehölz besteht am Rand einer Streuobstwiese im Südosten der Kernzone der Hölt im Übergangsbereich von den Halbtrockenrasen und Altenkesseler Straße 17 A 4 ARGUS CONCEPT GmbH infoearqusconcept.com Fax: 0681 / 84 49 79 10 Tel.: 0681 / 84 49 79 00 66115 Saa rbrücken www.argusconcept.com Administration de la nature et des forêts Ausweisungsakte RN RD 12 Rosport-Hölt Weinbergen der steileren Hanglagen zu den Ackerflächen der flacheren Hanglagen. Ein weiteres, deutlich gröReres Feldgehölz besteht im Osten an einer Hangkante zwischen der Niederterrasse der Sauer mit Grünland und einem höheren Terrassenabschnitt mit Ackerflächen. Trotz seiner länglichen Form entlang der Hangterrasse ist diese Gehölzformation nicht mehr als Feldhecke zu betrachten, da sie mindestens 20 m breit ist. Zudem weist der Gehölzbestand einen inhomogenen Aufbau aus Sträuchern und Büschen und Bäumen unterschiedlichen Alters. Diese heterogene Struktur entspricht vielmehr einem Feldgehölz als einer Hecke. Die Feldgehölze bestehen aus standortgerechten, einheimischen Gehölzen und entspringen offensichtlich der natürlichen Gehölzsukzession. Zu den vorkommenden Arten zählen insbesondere in der Baumschicht Stieleiche (Quercus robur), Vogelkirsche (Prunus avium) sowie in der Strauchschicht Schlehe (Prunus spinosa), Eingriffliger WeiRdorn (Crataegus monogyna), Roter Hartriegel (Cornus sanguinea), Schwarzer Holunder (Sambucus nigra), Hundsrose (Rosa canina), Salweide (Salix caprea), Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus) und Artengruppe Brombeere (Rubus fruticosus agg). Wegen ihrer natürlichen Ausbildung sowie ihrer Bedeutung als Lebens- und Rückzugsraum für Tiere und als Trittsteinbiotop im Biotopverbund zwischen den Wäldern der Hölt und dem Ufergehölzsaum der Sauer besitzen die Feldgehölze eine hohe naturschutzfachliche Bedeutung.</p>\n<p class=\"lf-p\">Gebüsch, Gebüschstreifen, Strauchreihen oder Strauchqruppe aus hauptsächlich einheimischen Gehölzen lm Süden, Osten und Norden des Untersuchungsgebietes kommen am Rand der Ackerund Grünlandflächen innerhalb der Pufferzone vereinzelt kleine Gebüsche, Gebüschstreifen, Strauchreihen oder Strauchgruppen vor. Die Gehölzformationen sind zu klein, um den Feldgehölzen oder Feldhecken zugeordnet werden zu können, weshalb diese kleinen Gehölzformationen als eigenständiger Biotoptyp ausgewiesen werden. Sie wachsen hauptsächlich an den schmalen Randstreifen zwischen Feldwegen und Nutzflächen oder im Schutz von Zäunen oder Zwickel an den Ecken von Bewirtschaftungseinheiten. Sie sind meist nur niedrig ausgebildet, was darauf hinweist, dass sie von Zeit zu Zeit zurückgeschnitten werden, um nicht die Agrarflächennutzung zu behindern. Zu den bestimmenden Arten gehören Schlehe (Prunus spinosa), Roter Hartriegel (Cornus sanguinea), Eingriffliger WeiGdorn (Crataegus monogyna), Schwarzer Holunder (Sambucus nigra) und Kratzbeere (Rubus idaeus). lm Süden am Ostrand der Lagerflächen eines Elektrizitätswerkes wird auch eine niedrige, lockere Reihe aus angepflanzten Strauchweiden (Salix spec.) zu diesem Biotoptyp gezählt. Als kleine Trittsteinbiotope in der teils intensiv genutzten Agrarlandschaft bilden die kleinen Gehölzformationen einen Rückzugsraum für Kleinsäuger und Insekten ohne die Funktionen der offenen Agrarlandschaft, beispielsweise für Wiesenbrüter, zu beeinträchtigen. Die naturschutzfachliche Wertigkeit dieses Biotoptyps ist deshalb als hoch einzustufen.</p>\n<p class=\"lf-p\">Zieraehölz Abgesehen von angepflanzten Obstbäumen, Forstbäumen (Fichte, Kiefer) und straRenbegleitenden Bäumen treten nichteinheimische Gehölze nur an sehr wenigen Stellen im Untersuchungsgebiet auf. Angepflanzte, reine Ziergehölze konnten an zwei Stellen im Bereich brachgefallener, ehemaliger (Freizeit)-Gärten im Untersuchungsgebiet angetroffen werden. Eine Stelle betrifft das Umfeld einer kleinen Grünlandbrache am Rand der GrünAltenkesseler Straße 17 A 4 ARGUS CONCEPT GmbH Fax: 0681 / 84 49 79 10 infoeamusconceptcom Tel.: 0681 / 84 49 79 00 66115 Saa rbrücken www.argusconcept.com Administration de la nature et des forêts Ausweisungsakte RN RD 12 Rosport-Hölt landaue der Sauer im Osten des Untersuchungsgebietes. Dort weisen die Vorkommen von wenigen Fichten (Picea abies), Kiefern (Pinus spec.) und Büschen der Kartoffelrose (Rosa rugosa) auf eine ehemalige Freizeitgartennutzung hin. Innerhalb einer Gartenbrache am Rand eines Weinberges am Südostrand der Hölt kennzeichnen ein grofler Buchsbaumstrauch (Buxus sempervierens) und ein Blumenhartriegelstrauch (Cornus florida) die ehemalige Freizeitgartennutzung. Als nichteinheimische Gehölze mit untergeordneter Bedeutung als Nahrungshabitat besitzen die solitären Ziergehölze nur eine geringe naturschutzfachliche Bedeutung.</p>\n<p class=\"lf-p\">Stark verbuschte Grünlandbrache lm äuflersten Osten des Untersuchungsgebietes existiert in der Aue der Sauer in Nachbarschaft zu deren Ufergehölzsaum eine stark verbuschte Grünbrache, in der die Gehölze mittlerweile die Dominanz übernommen haben. Es wechseln sich Gebüsche mit kleinen Bäumen oder Baumgruppen ab, die an einigen Stellen bereits Übergänge zu einem Vorwaldstadium zeigen. Vereinzelt kommen auch noch kleine Staudenfluren vor, in denen meist einzelne Arten, wie beispielsweise Rauhaarige Rudbeckie (Rudbeckia hirta), zur Dominanz gelangen. Die Standortverhältnisse reichen von frisch über wechselfeucht bis zu feucht, was sich auch in der breit gefächerten Artenzusammensetzung bemerkbar macht. Zu den vorkommenden Arten zählen beispielsweise Gewöhnliche Esche (Fraxinus excelsior), Artengruppe Bruchweide (Salix fragilis agg.), Silberweide (Salix alba), Stieleiche (Quercus robur), Spitzahorn (Acer platanoides), Feldahorn (Acer campestre), Eingriffliger Weifklorn (Crataegus monogyna), Roter Hartriegel (Cornus sanguinea), Hundsrose (Rosa canina), Besenginster (Cytisus scoparius) und Waldrebe (Clematis vitalba). Die naturnah entwickelte, stark verbuschte Wiesenbrache an der Sauer besitzt derzeit eine mittlere bis hohe naturschutzfachliche Bedeutung. lm Zuge der natürlichen Gehölzsukzession kann sie sich mittel- bis langfristig zu einem naturnahen Ufergehölzwald entwickeln und eine hohe bis sehr hohe naturschutzfachliche Bedeutung erlangen.</p>\n<p class=\"lf-p\">Wärmeliebende Gebüsche, teilweise mit Übergängen zu Eichen-Hainbuchenwald trockener Standorte Am süd- und südostexponierten Hang der Hölt kommen im Bereich ehemaliger Weinbergsparzellen eine Reihe von großflächig ausgebildeten wärmeliebenden Gebüschen vor.</p>\n<p class=\"lf-p\">Die Gebüsche liegen zerstreut zwischen den noch bewirtschafteten Weinbergen und den Halbtrockenrasen, die ebenfalls als Folgenutzung in ehemaligen Weinbergen entstanden sind. Die wärmeliebenden Gebüsche haben sich offensichtlich als natürliches Sukzessionsstadium aus aufgelassenen Halbtrockenrasen, die teilweise auch als Streuobstwiese entwickelt waren, oder direkt aus aufgelassenen Weinbergen entwickelt. Geobotanisch sind die wärmeliebenden Gebüsche an die flachgründigen Muschelkalkböden in südexponierter Hanglage gebunden, da diese Böden gerade im Frühjahr, Herbst und Winter auch noch bei tief stehender Sonne von dieser erreicht werden und sich gegenüber ihrer Umgebung wesentlich stärker aufwärmen, was die nächtlichen Bodentemperaturen deutlich abmildert. Nur so können sich die wärmeliebenden Gehölze gegenüber den übrigen Pioniergehölzen behaupten. Die wärmeliebenden Gebüsche stellen nur ein wenige Jahrzehnte umfassendes Zwischenstadium in der natürlichen Gehölzsukzession dar. Mittelfristig entwickeln sie sich zu Eichen-Hainbuchenwald trockener Standorte, wie dies bereits an einigen Stellen als beginnendes Übergangsstadium zu erkennen ist. Der sich mittelfristig aus Altenkesseler Straße 17 A 4 ARGUS CONCEPT GmbH Fax: 0681 / 84 49 79 10 infoearqusconcept.com Tel.: 0681 / 84 49 79 00 66115 Saa rbrücken www.argusconcept.com Administration de la nature et des forêts Ausweisungsakte RN RD 12 Rosport-Hölt 78 den wärmeliebenden Gebüschen entwickelnde Eichen-Hainbuchenwald trockener Standorte ist vegetationskundlich im Bereich der Hölt, wie bereits oben erläutert, als ElsbeerenEichen-Hainbuchenwald trockener Standorte (Galio sylvatici-Carpinetum) mit Übergängen zum Eichen-Elsbeeren-Wald (Quercetum pubescenti-petraeae = Lithosermo-Quercetum petraeae) einzustufen. Die wärmeliebenden Gebüsche selbst sind pflanzensoziologisch dem Verband Berberidion vulgaris und hier insbesondere der Assoziation LigustroPrunetum (Schlehen-Liguster-Gebüsch) zuzuordnen. Neben weit verbreiteten Arten wie Eingriffliger WeifIdorn (Crataegus monogyna), Roter Hartriegel (Cornus sanguinea) und Schlehe (Prunus spinosa), die auch in den Feldhecken und Baumhecken dominant auftreten, sowie Jugendstadien von Baumarten des Eichen-Hainbuchenwaldes trockener Stadien, sind es vor allem die eng an den Standort gebundenen wärmeliebenden Gehölze, welche die wärmeliebenden Gebüsche charakterisieren und gegenüber anderen Gebüschformationen abgrenzen. Zu nennen sind hier insbesondere die Arten Gewöhnlicher Liguster (Ligustrum vulgare), Wolliger Schneeball (Viburnum lantana), Feldahorn (Acer campestre), Elsbeere (Sorbus torminalis) und vor allem auch verschiedene Wildrosenarten</p>\n<p class=\"lf-p\">(Rosa spec.). Ungeachtet der Tatsache, dass die wärmeliebenden Gebüsche sich bei fehlender Halbtrockenrasennutzung oder —pflege auf diesen massenhaft ausbreiten und so die Artenvielfalt der Halbtrockenrasen vernichten, besitzen die wärmeliebenden Gebüsche als natürliches Sukzessionsstadium mit einer ebenfalls hohen Artenvielfalt an Gehölzen eine sehr hohe naturschutzfachliche Bedeutung.</p>\n<p class=\"lf-p\">Feldhecke oder Baumhecke aus einheimischen Gehölzen Am südlichen sowie südöstlichen Rand der Kernzone und insbesondere zerstreut innerhalb der Pufferzone des vorgesehenen Naturschutzgebietes kommen Feldhecken vor, die stellenweise zu Baumhecken durchgewachsen sind. An der Süd- und Südostgrenze der Kernzone wachsen sie mehrfach im Übergangsbereich von den Weinbergslagen zur angrenzenden Agrarlandschaft. ln der Agrarlandschaft der Pufferzone stehen die Hecken in der Mehrzahl in den Randbereichen und nur vereinzelt und in kleinförmiger Ausprägung innerhalb der Agrarlandschaft. Eine mehr als 600 m lange Hecke steht im Nordosten an einer Böschung, welche die offene Agrarlandschaft mit intensiv genutzten Ackerflächen gegenüber der Niederterrasse der Sauer abgrenzt. Die Feldhecke ist abschnittsweise auch als Baumhecke ausgebildet. Dafür verantwortlich sind insbesondere Reihen von Stieleichen im lnneren der Hecke, die bis zu ca. 15 m Höhe erreichen. Weitere vorkommende Gehölze sind Gewöhnliche Esche (Fraxinus excelsior), Bergahorn (Acer pseudoplatanus), Schwarzerle (Alnus glutinosa), Walnussbaum (Juglans regia), Schlehe (Prunus spinosa) und Artengruppe Brombeere (Rubus fruticosus agg.). Ansonsten dominieren in den vorkommenden Feldhecken der Kernzone und der Pufferzone die Arten Eingriffliger WeiRdorn (Crataegus monogyna), Schlehe (Prunus spinosa), Roter Hartriegel (Cornus sanguinea), Hundsrose (Rosa canina) und Feldahorn (Acer campestre). Die Hecken sind pflanzensoziologisch weitgehend dem Crataego-Prunetum (Schlehen-Wendorngebüsch), Verband Carpino-Prunion, zuzuordnen, wobei stellenweise auch Übergänge zum Verband Berberidion bestehen. Als Lebensraum für eine Vielzahl von Vögeln, Kleinsäugern und lnsekten sowie als lineare Biotopverbundstruktur für diese Arten ist die naturschutzfachliche Wertigkeit der Feldhecken und Baumhecken aus einheimischen Gehölzen als hoch einzustufen.</p>\n<p class=\"lf-p\">Altenkesseler StraRe 17 A 4 ARGUS CONCEPT GmbH Fax: 0681 / 84 49 79 10 infoearousconcept.com Tel.: 0681 / 84 49 79 00 66115 Saa rbrücken www.argusconcept.com Administration de la nature et des forêts Ausweisungsakte RN RD 12 Rosport-Hält Straßen beqleitender Landschaftsrasen mit Bäumen und Sträuchern (Ziergehälze und einheimische Gehölze) An der Westgrenze des Untersuchungsgebietes bestehen entlang der öffentlichen ZufahrtsstraRen zur Hölt, zum Stauwehr sowie zum Betriebsgelände des Elektrizitätswerkes im Süden sowie zwischen diesen StraRen und dem Kanal des Wasserkraftwerks straRenbegleitende Grünanlagen. Sie setzen sich zusammen aus Landschaftsrasen mit Arten der Glatthaferwiesen sowie aus Baumreihen und lockeren Baumgruppen mit wechselnden Abständen zwischen den Bäumen. Die Grasstreifen werden ein- bis zweimal jährlich gemäht.</p>\n<p class=\"lf-p\">Die Bäume besitzen eine junges bis mittleres Alter von durchschnittlich 10 bis 20 Jahren.</p>\n<p class=\"lf-p\">Zu den vorkommenden Baumarten zählen Hängebirke (Betula pendula), Ahornarten (Acer spec.), Kanadische Hybridpappel (Populus x canadensis) sowie auch Edelfichten (Picea abies 'glauca'), wobei diese jedoch nur vereinzelt vorkommen. Es dominieren Laubbäume innerhalb der Grünstreifen. Die straßenbegleitenden Grünanlagen besitzen aufgrund der negativen Einflüsse durch die unmittelbar benachbarten StraRen nur eine geringe bis mittlere naturschutzfachliche Bedeutung.</p>\n<p class=\"lf-p\">Weiden-Ufergehölz in Verbindunq mit Hochstaudenfluren feuchter und nasser Standorte An den AuRenrändern des Untersuchungsgebietes und der Pufferzone existiert am Ufer der Sauer über weite Strecken ein Weiden-Ufergehölzsaum in Verbindung mit Hochstaudenfluren feuchter und nasser Standorte. Der Weiden-Ufergehölzsaum kann als Fragmentgesellschaft des Verbandes Salicion albae angesehen werden. Die Breite des Weiden-Ufergehölzsaumes schwankt je nach Standort zwischen ca. 10 m und 60 m. An den AuRenrändern sowie an manchen Stellen auch im lnneren des Gehölzsaumes finden sich Hochstaudenfluren, die meist als Dominanzbestände einzelner Arten entwickelt sind, beispielsweise aus Riesen-Goldrute (Solidago gigantea), Große Brennnessel (Urtica dioica) oder Rohrglanzgras (Phalaris arundinacea). Zu den vorherrschenden Gehölzarten zählen beispielsweise Silberweide (Salix alba), Artengruppe Bruchweide (Salix fragilis agg.), Gewöhnliche Esche (Fraxinus excelsior), Schwarzerle (Alnus glutinosa) und Korbweide (Salix viminalis). Durch die teils relativ dicht bis ans Ufer der Sauer reichende landwirtschaftliche Nutzung sind die Weiden-Ufergehölzsäume in ihrer Ausbreitung und Entwicklung infolge von Düngemittel- und Pestizideintrag gestört. Dennoch besitzen sie aufgrund ihrer Naturnähe eine hohe bis sehr hohe naturschutzfachliche Bedeutung.</p>\n<p class=\"lf-p\">Einzelbaum oder Baumreihe (Obstbaum-Hochstamm oder Laubbaum) lm Osten des Untersuchungsgebietes kommen innerhalb des Weidelandes der Pufferzone ganz vereinzelt Laubbaumhochstämme vor. Dabei handelt es sich fast ausschlieRlich um Obstgehölze. Aufgrund des isolierten Einzelstandes können sie jedoch nicht einem Streuobstwiesenbestand zugeordnet werden oder als solcher betrachtet werden. ln der Niederung nahe der Sauer steht ein alter Birnbaum (Pyrus communis) innerhalb der weiträumigen Grünlandaue. lm Bereich der Hanglagen des Grünlandes umfasst dieser Biotoptyp meist Walnussbäume (Juglans regia) mittleren Alters und Apfelbäume (Malus domerstica), die stellenweise auch in Nachbarschaft zu Hecken wachsen. Zu diesem Biotoptyp werden auch wenige kleine Baumreihen gezählt, die ganz im Süden des Untersuchungsgebietes zwischen den Lagerflächen des Elektrizitätswerkes und der Sauer wachsen. Hierbei handelt es sich um Baumreihen aus der Kanadischen Hybrid-Pappel (Populus x canadensis) Altenkesseler Straße 17 A 4 ARGUS CONCEPT GmbH infoearqusconcept.com Fax: 0681 / 84 49 79 10 Tel.: 0681 / 84 49 79 00 66115 Saa rbrücken www.argusconcept.com Administration de la nature et des forêts Ausweisungsakte RN RD 12 Rosport-Hölt mit Brusthöhendurchmessern von ca. 60 cm bis 70 cm und der Rosskastanie (Aesculus hippocastanum). Eine weitere Baumreihe aus der Winterlinde (Tilia cordata) steht am Rand des asphaltierten Besucherparkplatzes der Hölt. Als Trittsteinbiotope für gehölzgebundene Tierarten und Lebensraum für Vogel, Kleinsäuger und lnsekten fällt den vom Menschen angepflanzten Einzelbäumen oder Baumreihen eine mittlere bis hohe naturschutzfachliche Bedeutung zu.</p>\n<p class=\"lf-p\">Grünland, Halbfrockenrasen Trespen-Halbtrockenrasen mit Orchideen innerhalb Streuobstwiese Die Trespen-Halbtrockenrasen (Verband Bromion erecti) im Untersuchungsgebiet werden als Biotoptyp weiter unterteilt. Unterscheidungskriterien sind dabei die Vorkommen von Orchideen oder von Streuobstbeständen. Das Vorkommen von Orchideen ist im Hinblick auf die Anerkennung als prioritärer Lebensraumtyp 6210 (naturnaher Kalk-Trockenrasen (Festuco-Brometalia) mit bemerkenswerten Orchideen) der FFH-Richtlinie (Richtlinie 93/43/EWG) von Bedeutung. Die Streuobstwiesen spielen insofern eine Rolle, dass sie einen eigenständigen Biotoptyp darstellen. Bei Vorkommen von Halbtrockenrasen in den Streuobstwiesen, wird dieser Grünlandtyp jedoch naturschutzfachlich dem Baumbestand übergeordnet, weshalb diese Halbtrockenrasen nicht zum Biotoptyp Streuobstwiese dazugezählt werden, sondern als eigenständiger Biotoptyp betrachtet werden. lm Untersuchungsgebiet kommen Trespen-Halbtrockenrasen mit Orchideen innerhalb Streuobstwiesen ausschließlich in südostexponierter Hanglage der Hölt vor. Dabei handelt es sich offensichtlich um ehemalige Weinbergsstandorte. lm oberen Hangabschnitt sind die sonnenexponierten Terrassen durch eine Reihe von Kalktrockensteinmauern engmaschig unterteilt. Die typische Ausprägung als Trespen-Halbtrockenrasen ist in den oberen, steileren und stärker sonnenexponierten Hangbereichen am besten ausgeprägt. Dies ergibt sich insbesondere durch die Stetigkeit des Auftretens der Kennart Aufrechte Trespe (Bromus erectus). Weiter hangabwärts in den unteren flacheren Hangterrassen treten die Arten der Halbtrockenrasen deutlich zurück und treten verstärkt Arten der SalbeiGlatthaferwiesen und der trockenen, mageren Glatthaferwiesen in Erscheinung, so dass Übergänge zu diesen Biotoptypen bestehen. Dennoch erreichen gerade in diesen unteren Hangbereichen des mittleren Muschelkalks die Orchideen gröfltenteils die höchsten Stetigkeiten innerhalb der Halbtrockenrasen der Hölt. Zu nennen sind hier insbesondere Stattliches Knabenkraut (Orchis mascula), Purpur-Knabenkraut (Orchis purpurea). Weiterhin kommt auch die Berg-Waldhyazinthe (Plathanthera chlorantha) vor. Einen Überblick über die Arten aller Halbtrockenrasen-Biotoptypen der Hölt zeigt eine Artenliste im Kapitel 3.1.1 (Flora).</p>\n<p class=\"lf-p\">Die sich hangaufwärts verbessernden Standortbedingungen für die Halbtrockenrasenausbildung zeigt sich auch in der Ausbildung der Streuobstbäume, hauptsächlich Zwetschgenbäume (Prunus domestica) und Apfelbäume (Malus domestica). ln den oberen Hangterrassen sind sie trotz des mittleren bis hohen Alters nur von spärlicher Gestalt und zeigen deutliche Spuren von Standortunverträglichkeit in Form von starkem Drehwuchs und Kränklichkeit mit Absterben und Herausbrechen ganzer Kronenteile. Verantwortlich dafür ARGUS CONCEPT GmbH Altenkesseler Straße 17 A 4 Tel.: 0681 / 84 49 79 00 Fax: 0681 / 84 49 79 10 infoeardusconcept. com 66115 Saa rbrücken www.argusconcept.com Administration de la nature et des forêts Ausweisungsakte RN RD 12 Rosport-Hölt 81 dürften der sehr magere, steinige Rendzinaboden mit nur einer dünnen Oberbodenauflage sowie die stark sonnenexponierte Hanglage sein, die im Sommer zum Hitzestress bei den Obstbäumen führt. Es zeigt sich, dass die oberen Hangbereiche als Weinbergslagen eigentlich schon zu warm und wechseltrocken für den Streuobstanbau sind, dagegen aber gut den Standortansprüchen der Halbtrockenrasen entsprechen. Erwähnenswert ist die zum Teil hohe Stetigkeit des Roten Hartriegels (Cornus sanguinea) innerhalb der Halbtrockenrasen der Streuobstwiesen. Zwar werden die Kleinbüsche durch die extensive Pflege der Halbtrockenrasen immer wieder zurückgeschnitten. Doch dürfte gerade dies auch wiederum zur verstärkten Ausläuferbildung und damit zu einem dichteren Bewuchs beim Hartriegel führen. Bei einem nachhaltigen, regelmäßigen Grünlandrückschnitt mit Abtransport des als Dünger wirkenden Schnittgutes ist mittelfristig mit einem Verschwinden der Junggehölzteppiche im Unterwuchs zu rechnen. Als seltenes Kulturlandschaftsrelikt mit hoher Artenvielfalt sind die Trespen-Halbtrockenrasen mit Orchideen innerhalb Streuobstwiesen von sehr hoher naturschutzfachlicher Wertigkeit.</p>\n<p class=\"lf-p\">Abbildung 39: Gepflegter Halbtrockenrasen in einer Streuobsiwiese mit blühendem Stattlichen Knabenkraut (Orchis mascula) und Purpur-Knabenkraut (Orchis purpurea) Trespen-Halbtrockenrasen mit Orchideen lm Unterschied zum voran beschriebenen Biotoptyp kommen diese TrespenHalbtrockenrasen mit Orchideen (Verband Bromion erecti) nicht innerhalb von Streuobstwiesen vor. lm Unterschied zu diesen zeigen sie einen noch etwas höheren Artenreichtum durch das Hinzutreten weiterer anspruchsvoller Halbtrockenrasenarten. Zu nennen sind hier insbesondere die Orchideenarten Hummelragwurz (Ophrys holoserica) und die Fratzenorchis (Aceras anthrophorum). Auch weitere typische Halbtrockenrasenarten wie die namensgebende Kennart Aufrechte Trespe (Bromus erectus), das Sichelblättrige Hasenohr (Bupleurum falcatum) oder Golddistel (Carlina vulgaris) erreichen in den TrespenAltenkesseler Straße 17 A 4 ARGUS CONCEPT GmbH Tel.: 0681 / 84 49 79 00 Fax: 0681 / 84 49 79 10 infoearousconceot.com 66115 Saa rbrücken www.argusconcept.com Administration de la nature et des forêts Ausweisungsakte RN RD 12 Rosport-Hölt Halbtrockenrasen mit Orchideen höhere Stetigkeiten. Ursachen dafür können die stärkere Sonnenexposition durch die fehlende Verschattung der Obstbäume oder auch die Beschränkung der Vorkommen auf die oberen, steileren Hanglagen des südlichen und südöstlichen Abfalls der Hölt sein. Bei den Standorten handelt es sich offensichtlich um ehemals brach gefallene Weinberge. Die im Kapitel 3.1.1 (Flora) aufgeführte Artenliste zu den Halbtrockenrasen der Hölt umfasst auch die Arten der Trespen-Halbtrockenrasen mit Orchideen. Die Liste erhebt jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit, da nicht stetig während der gesamten Vegetationsperiode die Flora erfasst wurde. Insbesondere können somit auch einzelne nur kurz blühende Orchideenarten übersehen worden sein. Die Trespen-Halbtrockenrasen mit Orchideen besitzen aus den gleichen Gründen wie die Halbtrockenrasenbestände mit Orchideen innerhalb Streuobstwiesen eine sehr hohe naturschutzfachliche Bedeutung.</p>\n<p class=\"lf-p\">Abbildung 40: Massenbestand von blühendem Sichelblättrigem Hasenohr (Bupleurum falcatum) mit trockenen Biütenständen der Fieder-Zwenke (Brachypodium pinnatum) am Rand eines extensiv gepflegten Halbtrockenrasen Trespen-Halbtrockenrasen ohne Orchideen An zwei Stellen am süd- und südostexponierten Hang der Hölt sind TrespenHalbtrockenrasen ohne Orchideen erfasst worden. Die Standorte befinden sich beide in den wärmebegünstigten Weinberglagen. Die Halbtrockenrasen werden durch Grünlandpflege erhalten, wobei die Pflege extensiv erfolgt, so dass sich Junggehölze immer wieder entwickeln können und je nach Besichtigungszeitpunkt der Eindruck von jungen Halbtrockenrasenbrachen bestehen kann. Vorkommen von vielen typischen Arten lassen die mageren Grünlandbestände eindeutig den Trespen-Halbtrockenrasen (Verband Bromion Altenkesseler Straße 17 A 4 ARGUS CONCEPT GmbH infoeardusconceptcom Tel.: 0681 / 84 49 79 00 Fax: 0681 / 84 49 79 10 66115 Saa rbrücken www.argusconcept.com Administration de la nature et des forêts Ausweisungsakte RN RD 12 Rosport-Hölt erecti). Als Beispiele für vorkommende typische Halbtrockenrasenarten seien die Frühlings-Segge (Carex caryophyllea) und das Frühlingsfingerkraut (Potentilla neumannia) genannt. Hervorzuheben sind auch die stellenweise hohen Stetigkeiten der Kennart Aufrechte Trespe (Bromus erectus). Ob wirklich keine Orchideen innerhalb dieser Halbtrockenrasen vorkommen ist nicht gesichert, da keine stetige flächendeckende Erfassung der Flora während der Vegetationsperiode erfolgte. Ein Übersehen einzelner Orchideenvorkommen ist somit nicht auszuschlieflen. Trotz des fehlenden Nachweises von Orchideen besitzen diese Trespen-Halbtrockenrasen eine hohe naturschutzfachliche Bedeutung, da sie wie die Halbtrockenrasen mit Orchideen einen seltenen, besonders artenreichen Lebensraum darstellen.</p>\n<p class=\"lf-p\">Fettwiese (Flachlandausbildung), Glatthaferwiese Meig artenreiche bis artenreiche Fettwiesen frischer bis mäßig trockener Standorte kommen hauptsächlich im Übergangsbereich der Kernzone zur Pufferzone des vorgesehenen Naturschutzgebietes vor. Sie finden sich demnach in beiden Zonen und treten gehäuft am Rand der intensiv genutzten Agrarlandschaft auf. Im Norden kommen sie mehrfach in Waldrandnähe sowie in einem Fall auch am Rand der Niederaue der Sauer vor.</p>\n<p class=\"lf-p\">Ein weiterer Verbreitungsschwerpunkt liegt am Südrand der Kernzone am Übergang von den steilen exponierten Hanglangen mit Weinbergen und Halbtrockenrasen zu der flacheren, intensiv genutzten Agrarlandschaft. Auch im Umfeld des Besucherparkplatzes finden sich Fettwiesen, die hier als artenreiche Glatthaferwiese zu beschreiben sind. Vegetationskundlich sind die Fettwiesen dem Verband Arrhenatherion (Glatthaferwiesen) und insbesondere der Assoziation Dauco-Arrhenatheretum elatioris (Tiefland-Glatthaferwiesen) zuzuordnen. Aufgrund des häufig vorliegenden qualifizierten Artenreichtums sind sie teilweise auch als magere Flachland-Mähwiesen geme Anhang 1 der FFH-Richtlinie anzusprechen. Diese Glatthaferwiesen entsprechen somit dem FFH-Lebensraumtyp 6510 der FFH-Richtlinie (Richtlinie 93/43/EWG). Neben dem namensbildenden Glatthafer (Arrhenatherium elatius) sind auch Wiesen-Pippau (Crepis biennis), Wiesen-Labkraut (Gallium album) und Acker-Witwenblume (Knautia arvensis) verbreitete Charakterarten der Glatthaferwiesen. Weitere vorkommende Arten sind im Kapitel 3.1.1 (Flora) in der Artenliste zum Grünland mäRig trockener bis frischer Standorte aufgelistet. Je nach Artenreichtum, der sowohl von dem Standort selbst als auch von der Intensität der Düngung, den Mahdzeitpunkten und der Mahdhäufigkeit abhängig ist, sind die Glatthaferwiesen von mittlerer bis hoher Bedeutung für den Naturschutz.</p>\n<p class=\"lf-p\">Altenkesseler Strarle 17 A 4 ARGUS CONCEPT GmbH infoearqusconcept.com Fax: 0681 84 49 79 10 Tel.: 0681 / 84 49 79 00 66115 Saa rbrücken www.argusconcept.com Administration de la nature et des forêts Ausweisungsakte RN RD 12 Rosport-Hölt Fettwiese, Neueinsaat ln Waldrandnähe existiert im Norden der Hölt eine eutrophe Wiese, die den Eindruck einer noch vergleichsweise jungen Einsaatwiese macht. Es dominieren wenige dicht wachsende Grasarten, wobei Kräuter kaum in Erscheinung treten. Wahrscheinlich ist die neu eingesäte Fettwiese erst vor wenigen Jahren aus einer Ackerfläche entstanden. Zum Zeitpunkt der Geländeaufnahme war die Wiese jeweils abgemäht, was auf eine intensive, vielschürige Nutzung hindeutet. Weitere artenarme, wohl noch junge, eingesâte Fettwiesen kommen im Südwesten der Pufferzone innerhalb der dort von Ackerflächen dominierten Agrarlandschaft vor. Die intensive Nutzung und die Artenarmut sind dafür verantwortlich, dass den eingesâten Fettwiesen nur eine geringe bis mittlere naturschutzfachliche Bedeutung zukommt. Günstig ist in diesem Zusammenhang die Lage der einen Wiese im Norden in Waldrandnähe, die ihr bei einer extensiveren Nutzung eine wesentlich größere Bedeutung gerade für waldsaumgebundene Arten bescheren würde.</p>\n<p class=\"lf-p\">Fettweide, intensiv uenutzt lm Osten des Untersuchungsgebietes kommen in der Aue der Sauer und in den Hanglagen weiträumige, mit ortsfesten Drahtzäunen umgebene Weideflächen vor. Die Weiden sind als Fettweiden ausgebildet. Die Beweidung erfolgt wohl ausschließlich mit Rinderherden. Magerkeitszeiger treten deutlich gegenüber Eutrophierungszeigern, wie beispielsweise der Artengruppe Gewöhnlicher Löwenzahn, zurück. Zu den vorkommenden typischen Arten der Fettweiden zählen Ausdauerndes Weidelgras (Lolium perenne), WeiGklee (Trifolium repens) und Gänseblümchen (Bellis perennis). Die Fettweiden zeigen eine aus naturschutzfachlicher Sicht überwiegend günstige Strukturierung durch zerstreut vorkommende Hecken, Einzelbäume, Kleingebüsche und vereinzelt eingesprengte Streuobstbestände, die jeweils als eigenständige Biotoptypen erfasst worden sind. Trotz der mäßig intensiven Nutzung weisen die Fettweiden eine mittlere naturschutzfachliche Wertigkeit auf. Hervorzuheben ist insbesondere die Bedeutung der Fettweiden in den Hanglagen für den Biotopverbund der grünlandgebunden lnsekten und Kleintiere zwischen dem Magergrünland und den Halbtrockenrasen der Hölt sowie dem wenigen Auengrünland an der Sauer.</p>\n<p class=\"lf-p\">Mauerwiese, Salbei-Glatthaferwiese Am Grünlandhang unmittelbar östlich des Besucherparkplatzes der Hölt besteht in mittlerer Hanglage eine magere Wiese in Form einer Salbei-Glatthaferwiese. Der als extensives Grünland gepflegte Hang zeigt exemplarisch den Wechsel der Grünlandvegetation in Abhängigkeit der sich verändernden Standortverhältnisse vom unteren Muschelkalk zum mittleren Muschelkalk und dessen Übergang zur Trochitenkalkstufe des oberen Muschelkalks.</p>\n<p class=\"lf-p\">Während im unteren Muschelkalk im unmittelbaren Anschluss an den Parkplatz und dem Übergangsbereich zum mittleren Muschelkalk noch eine recht artenreiche Glatthaferwiese vorherrscht, geht diese in mittlerer Hanglage im mittleren Muschelkalk in eine artenreiche Salbei-Glatthaferwiese über. Weiter hangaufwärts im Bereich des Waldrandes wird diese wiederum im Übergang zum Trochitenkalk von einem Halbtrockenrasen abgelöst, wobei der Übergang fließend ist. Diese Zwischenstellung der Salbei-Glatthaferwiese entspricht auch ihrer Stellung zwischen den Glatthaferwiesen und den Halbtrockenrasen. Vegetationskundlich noch zu dem Verband der Glatthaferwiesen (Arrhenatherion) gehörend weisen die Salbei-Glatthaferwiesen (Assoziation Salvio-Arrhenatheretum elatioris) Arten auf, ARGUS CONCEPT GmbH Altenkesseler Straße 17 A 4 Tel.: 0681 / 84 49 79 00 Fax: 0681 / 84 49 79 10 infoeargusconceot.com 66115 Saa rbrücken www.argusconcept.com Administration de la nature et des forêts Ausweisungsakte RN RD 12 Rosport-Hölt die auch in den Halbtrockenrasen häufig vorkommen, und somit zu diesen überleiten. Beispiele dafür sind Zypressen-Wolfsmilch (Euphorbia cyparissias), Gewöhnlicher Thymian (Thymus pulegioides), Frühlings-Fingerkraut (Potentilla tabernaemontani), Knolliger Hahnenfull (Ranunculus bulbosus) und Kleiner Wiesenknopf (Sanguisorba minor). Für die Verwandtschaft zu den Halbtrockenrasen ist weniger die teilweise vorherrschende meige Trockenheit als vielmehr die Magerkeit und Stickstoffarmut des Bodens verantwortlich.</p>\n<p class=\"lf-p\">Weitere, neben den genannten typischen Magerwiesenarten, vorkommende Arten der Salbei-Glatthaferwiese sind im Kapitel 3.1.1 (Flora) der Liste „Arten der Magerwiesen und Salbei-Glatthaferwiesen\" zu entnehmen. Die Magerwiesen der Hölt besitzen alleine schon aufgrund ihres hohen Artenreichtums und ihrer Bedeutung als seltener Lebensraum eine hohe naturschutzfachliche Wertigkeit. Hervorzuheben ist auch die hohe naturschutzfachliche Bedeutung der Magerwiesen als Lebensraum für lnsekten aufgrund ihres besonderen Blütenreichtums.</p>\n<p class=\"lf-p\">Brach qefallene Fettwiese lm Norden, Osten und Südosten der Pufferzone kommen in der Aue der Sauer in Nachbarschaft zu intensiv bewirtschafteten Ackerflächen brach gefallene Fettwiesen vor. Es handelt sich jeweils um vergleichsweise kleine Grünlandflächen, die vielleicht auch aufgrund dieses Umstandes aufgegeben worden sind. Überwiegend sind es noch junge Brachflächen, so dass meist noch keine juvenilen Gehölze auftreten. Die brachgefallenen Grünlandbestände sind vegetationskundlich noch eindeutig als Fettwiesen (Arrhenatherion) anzusprechen. Die Standortverhältnisse sind frisch bis stellenweise auch wechselfeucht und durchweg nährstoffreich, was durch stellenweise stetiges Auftreten der groflen Brennnessel (Urtica dioica) angezeigt wird. Als ungestörter Lebens- und Rückzugsraum für Tiere am Rand der ansonsten intensiv bewirtschafteten Agrarlandschaft besitzen die wenigen brach gefallenen Fettwiesen eine mittlere naturschutzfachliche Bedeutung.</p>\n<p class=\"lf-p\">Brach qefallenes Nass- und Feuchtqrünland An der Sauer besteht zwischen dem Weiden-Ufergehölzsaum und einer stark verbuschten Grünlandbrache brach gefallenes Grünland, dass bisher noch von der Gehölzsukzession weitgehend verschont worden ist. Die Standortverhältnisse wechseln kleinräumig von feucht bis nass. Dementsprechend ist auch die Artenzusammensetzung heterogen. Stellenweise hat sich das Rohrglanzgras (Phalaris arundinacea) ausgebreitet. Es kommen jedoch auch noch eine Reihe von Arten des Wirtschaftsgrünlandes vor. Ruderaler Einfluss macht sich durch das Auftreten der Riesen-Goldrute (Solidago gigantea) bemerkbar. Das bhafrach gefallene Nass- und Feuchtgrünland verfügt über eine gute Stickstoffversorgung, was durch das Auftreten der Großen Brennnessel (Urtica dioica) angezeigt wird. Die Stickstoffversorgung ist natürlichen Ursprungs, denn der Auenstandort wird vom Hochwasser der Sauer erfasst, wodurch es zu einer nachhaltigen natürlichen Düngung des Bodens kommt. Als Lebensraum-Mosaik im Ufergehölzsaum der Sauer besitzt das brach gefallene Nass- und Feuchtgrünland eine hohe naturschutzfachliche Bedeutung.</p>\n<p class=\"lf-p\">Altenkesseler Straße 17 A 4 ARGUS CONCEPT GmbH infoearqusconcept.com Fax: 0681 / 84 49 79 10 Tel.: 0681 / 84 49 79 00 66115 Saa rbrücken www.argusconcept.com Administration de la nature et des forêts Ausweisungsakte RN RD 12 Rosport-Hölt Gerinci bis mâniq verbuschte Halbtrockenrasenbrache innerhalb Streuobstwiesenbrache lm Bereich der Weinbergterrassen am südostexponierten Hang der Hölt existiert am Standort eines ehemaligen Halbtrockenrasens eine gering bis mäßig verbuschte Brache innerhalb einer Streuobstwiesenbrache. Analog zu den Halbtrockenrasen innerhalb der Streuobstwiesen wird die Halbtrockenrasenbrache wegen ihrer naturschutzfachlichen Bedeutung nicht zu den sonstigen Streuobstwiesenbrachen gestellt, sondern als eigener Biotoptyp behandelt. Die verbuschende Halbtrockenrasenbrache auf den ehemals als Weinberg genutzten Hangterrassen wird beiderseits von wesentlich älteren Brachestadien der Weinberge mit wärmeliebenden Gebüschen und Eichen-Hainbuchenwald trockener Standorte gesäumt, so dass die schmalförmige Halbtrockenrasenbrache durch diese Gehölzformationen teilweise verschattet wird. Zu einer weiteren Verschattung innerhalb der Halbtrockenrasenbrache kommt es durch die aufkommenden Gebüsche, die aus den benachbarten Gehölzbeständen einwandern und sich auch durch Wurzelausläufer im inneren der Brache ausbilden. Eine unregelmäßig, jedoch ungenügend durchgeführte Pflege des Halbtrockenrasens scheint die Verbuschung durch Wurzelausläufer, beispielsweise durch Roten Hartriegel (Cornus sanguinea) noch begünstigt zu haben. Dies lassen zumindest Spuren ehemaliger Pflegegänge und das dichte Netz der Wurzelbrut vermuten. Durch die Verschattung der Gehölze und durch sich ausbreitende Hochstauden hat sich das Mikroklima der Halbtrockenrasenbrache deutlich verändert. Das besondere Standortmerkmal der sonnenexponierten Hanglage mit starker Sonnenbestrahlung des Bodens und der damit einhergehenden sommerlichen Trockenheit des Bodens kommt nicht mehr zum Tragen, da die Sonnenstrahlen kaum noch den Boden erreichen. Dementsprechend haben sich auch die Feuchtigkeitsverhältnisse am Boden deutlich geändert. Statt trockene bis wechseltrockene Verhältnisse herrschen jetzt sogar teilweise frische bis stellenweise gar wechselfeuchte Verhältnisse vor, die auch die dichte truppweise Ausbreitung von Hochstaudenarten wie dem Wasserdost (Eupatorium cannabinum) ermöglicht haben. Weitere vorkommende hochwachsende Staudenarten sind beispielsweise Echter Steinklee (Melilotus officinalis), Gelber Steinklee (Melilotus alba) und Gewöhnliche Goldrute (Solidago vigaurea). Die Hochstauden haben bereits die niedrigwüchsigen, konkurrenzschwachen Arten der Halbtrockenrasen sehr deutlich zurückgedrängt. Zur Erhaltung und Wiederherstellung des Lebensraumtyps Halbtrockenrasen sind Erstpflegemaßnahmen mit anschließend nachhaltigen, intensiven PflegemaRnahmen zum dauerhaften Zurückdrängen</p>\n<p class=\"lf-p\">der Gehölze notwendig. Bei diesen aus naturschutzfachlicher Sicht wünschenswerten SicherungsmaRnahmen ist jedoch auch die sehr hohe Bedeutung des Wasserdostbestandes der Brache für den Naturschutz zu beachten. Der Wasserdost fungiert als Raupenpflanze für die kleine lokale Population der Spanischen Flagge (Euplagia quadripunctaria), einer Art des Anhangs II der FFH-Richtlinie. Weitere Ausführungen zu der Art sind dem Kapitel 3.1.2 (Fauna) zu entnehmen. Vegetationskundlich lässt sich die gering bis mäßig verbuschte Halbtrockenrasenbrache innerhalb einer Streuobstwiesenbrache nur schwer eindeutig zuordnen. Es wechseln und durchdringen sich kleinflächig und mosaikartig unterschiedliche Bestände. Neben den Relikten der Halbtrockenrasen (Verband Bromion erecti) zeigen sich Verwandtschaften zu den ruderalen Säumen und halbruderalen Halbtrockenrasen (Klasse Artemisietalia, insbesondere Verband Dauco-Melition), den meso- und thermophilen Säumen (Klasse Trifolio-Geranietea sanguinei, insbesondere Verband Trifolion medii), den Schlagfluren (Klasse Epilobietea angustifolii) sowie den wärmeliebenden Gebüschen (Verband Berberidion). Die gering bis mäßig verbuschte Halbtrockenrasenbrache besitzt eine hohe naturschutzfachliche Wertigkeit, wobei jedoch das Ausgangsbiotop ARGUS CONCEPT GmbH Altenkesseler Straße 17 A 4 infoearqusconcept.com Tel.: 0681 / 84 49 79 00 Fax: 0681 / 84 49 79 10 66115 Saa rbrücken www.argusconcept.com Administration de la nature et des forêts Ausweisungsakte RN RD 12 Rosport-Hölt Halbtrockenrasen wegen der höheren Artenvielfalt und der gröReren Bedeutung für seltene Tierarten eine noch höhere naturschutzfachliche Bedeutung besitzt.</p>\n<p class=\"lf-p\">Sonstige landwirtschaftliche Nutzflächen sovvie Kulturlandschafts- und Siedlungselemente Acker, intensiv genutzt Die Pufferzone des geplanten Naturschutzgebietes setzt sich überwiegend aus intensiv genutzten Ackerflächen zusammen. Sie liegen im Bereich der rezenten, selten überschwemmten Aue der Sauer und erfassen großflächig die Terrassen der Sauer, die durch gerundete Kiesel im Gelände leicht zu erkennen sind. Die höher gelegenen Kalkäcker mit eckigen Kalkscherben des mittleren Muschelkalks bzw. der Trochitenkalkstufe werden als eigenständiger Biotoptyp nachfolgend beschrieben. Die Größe der einheitlich bewirtschafteten Ackerschläge hat sich in den vergangenen Jahrzehnten durch Zusammenlegung von Parzellen zu Bewirtschaftungseinheiten deutlich erhöht. Dies hat wiederum die intensive Bewirtschaftung mit schweren landwirtschaftlichen Maschinen sowie hohem Düngemittelund Pestizideinsatz gefördert. Unter den Kulturen dominiert der groRflächige Maisanbau vor dem Getreideanbau mit Gerste und Weizen sowie dem Rapsanbau. Die intensive Bewirtschaftung hat zur weitgehenden Verdrängung von Ackerwildkräutern geführt. Lediglich auf ganz vereinzelt vorkommenden Sonderkulturen zur Gründüngung sind diese noch mäRig artenreich ausgeprägt, so beispielsweise auf einem kleinen Lupinen-Acker. Die dort erfasste Ackerbegleitflora ist in einer tabellarischen Artenliste im Kapitel 3.1.1 „Flora\" aufgeführt. Die intensive Nutzung der Ackerflächen bedingt nur eine geringe naturschutzfachliche Wertigkeit.</p>\n<p class=\"lf-p\">Kalkacker, intensiv menutzt Am Südosthang der Hölt existieren Ackerflächen, die sich von den anderen Ackerflächen des Plangebietes durch das Vorkommen von Kalkscherben unterscheiden. Sie werden deshalb als eigenständiger Biotoptyp Kalkacker erfasst. Aufgrund der intensiven Bewirtschaftung der Kalkäcker mit dichten Saatreihen sowie hohem Düngemittel- und Pestizideinsatz ist keine charakteristische, artenreiche Begleitflora der Kalkäcker zu finden. Die Kalkäcker sind deshalb im aktuellen Zustand nur von geringer naturschutzfachlicher Wertigkeit.</p>\n<p class=\"lf-p\">Ackerbrache Am Südrand der Pufferzone des geplanten Naturschutzgebietes existiert auf einer sehr kleinen Ackerparzelle eine mehrjährige Brache. Auf der Brache haben sich erste Gebüsche ausgebreitet. Es dominieren ansonsten ruderale Gräser und Stauden. Die Ackerbrache ist umgeben von intensiv genutzten Ackerflächen und stellt somit ein kleines Refugium für Kleintiere dar. Die Ackerbrache besitzt deshalb eine mittlere naturschutzfachliche Bedeutung.</p>\n<p class=\"lf-p\">Altenkesseler Strage 17 A 4 ARGUS CONCEPT GmbH infoearqusconcept.com Fax: 0681 / 84 49 79 10 Tel.: 0681 / 84 49 79 00 66115 Saarbrücken www.argusconcept.com Administration de la nature et des forêts Ausweisungsakte RN RD 12 Rosport-Hölt Ackerrain lm Nordosten der Pufferzone des geplanten Naturschutzgebietes besteht im Beeich einer schmalen Hangkante ein Ackerrain in der ansonsten intensiv genutzten Agrarlandschaft mit weitgehend fehlenden Randstrukturen aufgrund der greflâchigen Bewirtschaftungseinheiten. Die angrenzenden Ackerschlâge werden intensiv bewirtschaftet, so dass sich die Eutrophierung der Böden auch im Ackerrain bemerkbar macht. Es dominieren ruderale Stickstoffzeiger wie die grolle Brennnessel (Urtica dioica). Dennoch bildet der Ackerrain in der „ansonsten\" ausgeräumten Agrarlandschaft einen Rückzugsraum für Arten der Offenlandschaft dar. Der Ackerrain besitzt deshalb eine geringe bis mittlere naturschutzfachliche Bedeutung.</p>\n<p class=\"lf-p\">Streuobstwiese An der Westgrenze des Plangebietes im Umfeld der Zufahrt zum Besucherparkplatz der Hölt sowie am nördlichen Waldrand der Hölt existieren Streuobstwiesen. Sie sind überwiegend als artenreiche Glatthaferwiesen ausgeprägt, so dass sie meist auch als FFHLebensraumtyp 6510 anzuerkennen sind. Die diesbezüglichen Angaben aus dem Biotopkataster sind in dem im Anhang beigefügten Biotoptypenbestandsplan gekennzeichnet.</p>\n<p class=\"lf-p\">Der Zustand der Bäume ist mehrheitlich gut. Allerdings zeigen die Baumbestânde meist eine ähnliche Altersstruktur und es fehlen teilweise Nachpflanzungen junger Bäume. Die Bäume in der Wiese am Nordrand des Waldes auf der Hölt weisen allerdings Pflegedefizite auf. Beeintrâchtigt sind sie zudem durch die Verschattung des angrenzenden Waldes.</p>\n<p class=\"lf-p\">Streuobstwiesen gehören allgemein zu den artenreichsten Lebensräumen der Kulturlandschaft Mitteleuropas. Dementsprechend besitzen die Streuobstwiesen des Plangebietes eine sehr hohe Bedeutung für den Arten- und Biotopschutz, zumal es sich übetwiegend um artenreiche, magere Flachlandmâhwiesen handelt.</p>\n<p class=\"lf-p\">Streuobstweide Beweidete Streuobstbestânde kommen insbesondere in Randbereichen der bewaldeten Hölt in den Hanglagen vor. lm Nordwesten existieren Schafweiden mit Streuobstbestânden. lm Nordosten liegen Streuobstbestânde inmitten eines greflâchigen Rinderweidengebietes. Weitere mit Rindern beweideter Streuobstbestânde liegen im Nordosten und im Westen am Waldrand der Hölt. Sowohl die Beweidung mit Schafen als auch mit Rindern erfolgt vergleichsweise intensiv, so dass der Artenreichtum der Grünlandbestânde etwas leidet und die Flâchen unter naturschutzfachlichen Gesichtspunkten schlechter zu bewerten sind als die Streuobstwiesen im Gebiet mit einer extensiveren Nutzung. Die naturschutzfachliche Bedeutung der Streuobstweiden wird dennoch als hoch eingestuft, da in Bezug auf den Arten und Biotopschutz auch der überwiegend gute Erhaltungszustand der Obstbaumhochstämme mit zu bewerten ist.</p>\n<p class=\"lf-p\">ARGUS CONCEPT GmbH Altenkesseler Straße 17 A 4 Tel.: 0681 / 84 49 79 00 Fax: 0681 / 84 49 79 10 infoearousconceptcom 66115 Saa rbrücken www.argusconcept.com Administration de la nature et des forèts Ausweisungsakte RN RD 12 Rosport-Hölt Streuobstbrache Innerhalb des Rinderweidengebietes im Nordosten der Hölt existieren nicht nur vitale Streuobstbestände sondern auch verbrachte und abgängige, die seit langem nicht mehr gepflegt werden. Umgekippte abgestorbene Bäume und abgebrochene Leitäste von abgängigen Bäumen liegen innerhalb der Weideflächen. Die noch lebendigen Bäume vergreisen, da sie nicht mehr gepflegt werden. Baumlücken werden nicht mehr durch Nachpflanzungen junger Obstbaumhochstämme aufgefüllt. Eine Baumreihe aus Zwetschgenbäumen ist zu einer Hecke aus Zwetschgen. Die brach gefallenen Streuobstbestände besitzen derzeit noch die gleiche naturschutzfachliche Wertigkeit wie die Streuobstweiden und werden somit als hoch in ihrer Wertigkeit eingestuft. Aufgrund der fehlenden Bestandpflege wird diese naturschutzfachliche Bedeutung jedoch mittelfristig verloren gehen.</p>\n<p class=\"lf-p\">Gartenbrache Kleinflächig besteht am südostexponierten Hang der Hölt eine Gartenbrache in direkter Nachbarschaft zu einem rezenten Weinberg. Zumindest weisen Vorkommen von Ziergehölzen in stattlicher Ausprägung wie beispielsweise einem Buxbaum (Buxus sempervierens) und einem Blumenhartriegel (Cornus florida) sowie Restvorkommen von Zierstauden, beispielsweise Ausdauerndes Silberblatt (Lunaria rediviva), eine ehemalige Gartennutzung hin. Ansonsten ist die Fläche mäßig artenreich mit einem Wiesenbrachen ähnlichem Bewuchs ausgestattet. Stellenweise zeigen sich Übergänge zu Magerwiesenbrachenbeständen. Die Gartenbrache ist deshalb von mittlerer bis hoher Bedeutung für den Arten- und Biotopschutz.</p>\n<p class=\"lf-p\">Überwiegend verbuschte Gipsqrube mit Feinschutthalden Am südexponierten Hang der Hölt existierte früher einmal eine Gipsgrube. Kleinflächig sind noch Reste der weißlichen Feinschutthalden aus mergeligem Material des mittleren Muschelkalks erhalten. Der weitaus gröRte Teil der Halden wird jedoch mittlerweile von Pioniergebüschen aus Eingriffligem WeiRdorn (Crataegus monogyna), Schlehe (Prunus spinosa) und auch der Brombeere (Rubus fruticosus agg.) überwuchert. ln Folge der Verbuschung sind typische Arten der gipsfaserreichen Feinschutthalden wie beispielsweise das Echte Berufskraut (Erigeron acris) kaum noch zu finden. Im derzeitigen, durch Verbuschung bedrohten Zustand besitzen die Feinschutthalden nur noch eine mittlere bis hohe naturschutzfachliche Bedeutung. Ihre Bedeutung für den Arten- und Biotopschutz, beispielsweise als Lebensraum und Besonnungsplatz für die Mauereidechse (Podarcis muralis), ist bereits deutlich beeinträchtigt.</p>\n<p class=\"lf-p\">Bewirtschafteter Weinberq, Rebkulturfläche Am süd- und südostexponierten Hang der Hölt existiert noch eine Reihe von kleinen Weinbergen. Es handelt sich um recht kleine Wingerte, die scheinbar im Neben- oder Zuerwerb bzw. als Hobbyweinbau unterhalten werden. Dementsprechend besteht eher eine Tendenz zu einem extensiven Weinbau. Die Flächen weisen zwar eine durch Düngung erreichte gute Nährstoffversorgung auf, wie aus der Begleitflora hervorgeht, doch wird diese zumindest teilweise akzeptiert und nicht offensiv durch Herbizide gänzlich verdrängt. lm Altenkesseler Straße 17 A 4 ARGUS CONCEPT GmbH info@argusconcept.corn Fax: 0681 / 84 49 79 10 Tel.: 0681 / 84 49 79 00 66115 Saarbrücken www.argusconcept.com Administration de la nature et des forêts Ausweisungsakte RN RD 12 Rosport-Hölt Kapitel 3.1.1 „Flora\" wird eine Artenliste zur Begleifflora der Weinberge aufgelistet, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Ein Weinberg ist erst im Jahr 2010 auf einer bisherigen Wiesenfläche neu angelegt worden. Als sehr intensive Form der Bodenbewirtschaftung besitzen die Weinberge nur eine geringe naturschutzfachliche Wertigkeit. Die mit dem Weinbau verbundene historische Infrastruktur in Form von Kalksteintrockenmauern, die eine deutlich höher einzustufende naturschutzfachliche Wertigkeit besitzt, wird als eigenständiger Biotoptyp betrachtet.</p>\n<p class=\"lf-p\">Grünaniame mit Bäumen und Sträuchern An der Südspitze des Untersuchungsgebietes existieren im Umfeld des dortigen Elektrizitätswerkes Grünanlagen mit einzelnen Bäumen bzw. Baumreihen und Sträuchern auf Rasenflächen. Die Flächen liegen außerhalb der Pufferzone des geplanten Naturschutzgebietes. Zu den vorkommenden Baumarten zählen Hybrid-Pappeln (Populus x canadensis) und Rosskastanien (Aesculus hippocastanum). Die in loser Reihe stehenden HybridPappeln erreichen Brusthöhendurchmesser von 60 cm bis 70 cm. Die Grünanlagen mit Bäumen und Sträuchern besitzen in Abhängigkeit von der Dichte und den Arten der vorkommenden Gehölze eine geringe bis mittlere naturschutzfachliche Bedeutung.</p>\n<p class=\"lf-p\">Gebäude (Lacierhallen, Häuser, Hütten aus Holz oder Kalksteinmauerwerk) ln den Randbereichen des Untersuchungsgebietes kommen vereinzelt Gebäude vor. So existiert im Nordwesten ein kleines Wohnhaus, bei dem es sich wohl um ein ursprüngliches Wochenendhaus handelt. An der äuflersten Südspitze des Untersuchungsgebietes bestehen Gebäude und Lagerhallen, die zum Gelände eines Elektrizitätswerkes gehören.</p>\n<p class=\"lf-p\">Weitere Kleingebäude aus Kalksteinen oder Holz kommen innerhalb der Weinberge oder ehemaliger Weinberge vor. Dabei handelt es sich um kleine Hütten, die als Unterstand oder Materiallager dienen oder früher dienten. Als versiegelte Flächen besitzen die Gebäude keine naturschutzfachliche Wertigkeit. Die aus lose gesetzten Kalksteinen mit Dächern aus Kalksteinplatten gebauten Unterstände in den Weinbergen oder ehemaligen Weinbergen sind jedoch in ihrer naturschutzfachlichen Wertigkeit wie die nachfolgend beschriebenen Kalksteintrockenmauern zu werten. Wie diese sind sie ein wertvoller Lebensraum für wärmeliebende Kleintiere, denen sie einen Unterschlupf bieten.</p>\n<p class=\"lf-p\">Kalkstein- Trockenmauern (inklusive Trockenmauern der Weinberoe) Am süd-, südwest- und südostexponierten Hang der Hölt existieren viele Trockenmauern aus dem örtlichen, bankigen oberen Muschelkalk (Trochitenkalk). Die Mauern liegen in sehr vielfältiger Ausführung vor, denn sie dienen sowohl als Weinbergmauern als auch zur Abstützung von Böschungen entlang von Wegen und Hangterrassen. Auffällig sind ihr überwiegend sehr guter Erhaltungszustand und die handwerklich vorbildliche Ausführung der Mauern. Die Kalkstein-Trockenmauern sind nicht nur ein wertvolles kulturhistorisches Relikt der bäuerlichen Kulturlandschaft und der Weinbergwirtschaft, sondern auch von besonderer naturschutzfachlicher Bedeutung. Sie bereichern die Biotopvielfalt und stellen einen Ersatzlebensraum für wärmeliebende, felsgebundene Arten dar. So finden sich an verschiedenen Kalkstein-Trockenmauern in der Kernzone des geplanten Naturschutzgebietes vielfach Mauereidechsen (Podarcis muralis). Die Trockenmauern mit ihren FunktioAltenkesseler Straße 17 A 4 ARGUS CONCEPT GmbH infoearousconceptcom Tel.: 0681 / 84 49 79 00 Fax: 0681 / 84 49 79 10 66115 Saa rbrücken www.argusconcept.com Administration de la nature et des forêts Ausweisungsakte RN RD 12 Rosport-Hölt 91 nen der Wärmespeicherung und der Bereitstellung von Unterschlupfen sind die Grundlage für die individuenreiche Population der Mauereidechse am südexponierten Hang der Hölt.</p>\n<p class=\"lf-p\">Die Kalkstein-Trockenmauern sind deshalb von hoher Bedeutung für den Arten- und Biotopschutz. verfuqte Mauer Am Rand des Besucherparkplatzes im Westen der Kernzone des geplanten Naturschutzgebietes existiert eine Mauer aus Kalksteinen, deren Fugen mit Beton-Mörtel verfugt sind.</p>\n<p class=\"lf-p\">Dementsprechend wachsen nahezu ausschließlich Moose und Flechten und kaum Gefäflpflanzen an der Mauer. Lediglich ganz vereinzelt an Stellen, wo Fugen aufgebrochen sind, kommt die Mauerraute (Asplenium ruta-muraria) vor. Die verfugte Mauer bietet somit nur sehr wenigen Pflanzen- und auch Tierarten einen Lebensraum. Sie besitzt deshalb nur eine geringe naturschutzfachliche Wertigkeit.</p>\n<p class=\"lf-p\">Lesesteinwall Am süd- und südostexponierten Hang der Hölt kommen vereinzelt am Rand von Weinbergen oder innerhalb wiederbewaldeter oder mit wärmeliebendem Gebüsch bewachsener Brachflächen Lesesteinwälle aus Kalksteinen vor. Die Lesesteinhaufen innerhalb der Gehölzflächen sind Relikte der randlichen Abgrenzung ehemaliger Nutzflächen. Sie zeigen, dass die Gehölzflächen erst sekundär aus Brachflächen hervorgegangen sind. Die Kalksteine der Lesesteinwälle sind überwiegend mit Moosen und Flechten bewachsen. Vereinzelt kommen auch Gefällpflanzen wie Stinkender Storchschnabel (Geranium robertianum), Erdbeer-Fingerkraut (Potentilla sterilis) und in einem Fall auch Stinkende Nieswurz (Helleborus foetidus) vor. Die Lesesteinhaufen bereichern als künstliche Steinschutthalden das Lebensraumangebot der Hölt. Sie bieten Reptilien und einer Reihe von Kleintieren einen Unterschlupf und Wohnhöhlen. Aus diesem Grund besitzen sie eine hohe naturschutzfachliche Bedeutung.</p>\n<p class=\"lf-p\">Lagerplatz, versieqelt An der äußersten Südspitze des Untersuchungsgebietes bestehen Betriebsflächen eines Elektrizitätswerkes. Auf dem Werksgelände existiert eine Reihe von Lagerflächen, die mit einer Beton- oder Asphaltdecke vollversiegelt sind. Diese Flächen sind ohne naturschutzfachliche Bedeutung.</p>\n<p class=\"lf-p\">Asphaltierter Parkplatz lm Südwesten der Kernzone des geplanten Naturschutzgebietes existiert ein öffentlicher großer Besucherparkplatz, der mit einer Asphaltdecke vollversiegelt ist, ein weiterer solcher Parkplatz besteht im Nordwesten an der Straße entlang der Sauer. Als vollversiegelte Flächen besitzen die asphaltierten Parkplätze keine naturschutzfachliche Bedeutung.</p>\n<p class=\"lf-p\">Altenkesseler Straße 17 A 4 ARGUS CONCEPT GmbH infoearqusconcept.com Fax: 0681 / 84 49 79 10 Tel.: 0681 / 84 49 79 00 66115 Saa rbrücken www.argusconcept.com Administration de la nature et des forêts Ausweisungsakte RN RD 12 Rosport-Hölt Stauwehr aus Beton lm nordwestlichen Untersuchungsgebiet besteht an der Sauer ein Stauwehr aus Beton, das der Wasserkraftnutzung zur Elektrizitätserzeugung dient. Das vollversiegelte technische Bauwerk ist ohne naturschutzfachliche Bedeutung.</p>\n<p class=\"lf-p\">Sâume, Annuellenfluren, Hochstaudenfluren Magerdrünland-Saum lm Nordosten der Kernzone des geplanten Naturschutzgebietes existiert an einer Böschung am Rand einer Streuobstweide, jedoch außerhalb der Weideflächen, ein Magergrünland-Saum. Der Saum liegt in Nachbarschaft eines Weges bzw. des daran angrenzenden Waldes. Die Rinder können durch den Zaun den Böschungssaum teilweise abweiden, den Böschungssaum jedoch nicht betreten. Dieser stetige Nährstoffentzug ohne Düngung der Böschung trägt wohl mit dazu bei, dass der Grünlandsaum mager ausgebildet ist. Kennzeichen dafür ist das häufige Auftreten der Wiesen-Schlüsselblume (Primula veris). Auch die Gewöhnliche Akelei (Aquilegia vulgaris), ein typischer Vertreter von Grünlandsäumen in Waldrandnähe, ist ebenfalls im Böschungssaum häufig vertreten. Weitere vorkommende Arten sind die Zypressen-Wolfsmilch (Euphorbia cyparrisias) und die Steife Wolfsmilch (Euphorbia stricta), eigentlich eine Art nährstoffreicher Standorte, die anzeigt, dass die Standortverhältnisse im schmalen Saum offensichtlich auch kleinräumlich wechseln. lm Zuge der Intensivierung der Landwirtschaft in den vergangenen Jahrzehnten sind viele Magergrünlandsäume durch Vergrößerung der Bewirtschaftungseinheiten ganz weggefallen oder durch verstärkten Düngemitteleinsatz eutrophiert worden. Die verbliebenen Magergrünlandsäume sind deshalb heute von mittlerer bis hoher Bedeutung für den Artenund Biotopschutz.</p>\n<p class=\"lf-p\">Annuellenflur auf neu profilierten kiesiq-sandigen Uferböschungen und Flussinseln An der äußersten Nordspitze der Pufferzone des geplanten Naturschutzgebietes sind im Jahr 2010 RenaturierungsmafInahmen am Gewässerbett der Sauer durchgeführt worden.</p>\n<p class=\"lf-p\">Das Gewässerbett wurde aufgeweitet und am Gleithang das Ufer aus sandig-kiesigem Material naturnah abgeflacht. Zudem wurde eine Insel aus sandig-kiesigem Material im Mäanderbogen neu angelegt. Auf den neu angelegten Ufer- und Inselflächen aus sandigkiesigem Material haben sich im Laufe des Sommerhalbjahres schüttere Annuellenfluren entwickelt, die Ackerwildkrautgesellschaften schwach saurer Standorte ähneln. Zu den vorkommenden Arten zählen beispielsweise Acker-Schöterich (Erysium cheranthoides), Acker-Hederich (Raphanus raphanistrum), Einjähriges Bingelkraut (Mercurialis annua) oder Gewöhnliche Hühnerhirse (Echinochloa crus-galli). Weitere vorkommende Arten werden in einer Artenliste zu dem Biotoptyp genannt, die im Kapitel 3.1.1 „Flora\" vorgestellt wird. Als Initialstadium eines frisch geschaffenen Standortes ist die Annuellenflur auf den neu profilierten kiesig-sandigen Uferböschungen und Flussinseln nur von kurzer Lebensdauer und wird bereits ab dem zweiten Jahr von aufkommenden Staudenarten abgelöst.</p>\n<p class=\"lf-p\">Bei ungestörter Sukzession wird sich mittel- bis langfristig ein naturnaher Ufergehölzsaum auf den neu geschaffenen Flächen entwickeln. Die Annuellenflur auf flachen sandigkiesigen Uferböschungen ist unter natürlichen Bedingungen ein immer wieder neu entstehender Biotoptyp an Flüssen und grötleren Bächen. lm Zuge der natürlichen Dynamik und Altenkesseler Straße 17 A 4 ARGUS CONCEPT GmbH Fax: 0681 / 84 49 79 10 infoearousconcept.com Tel.: 0681 / 84 49 79 00 66115 Saa rbrücken www.argusconcept.com Administration de la nature et des forêts Ausweisungsakte RN RD 12 Rosport-Hölt des Geschiebetransportes entstehen solche kurzlebigen Lebensräume nach Hochwässern in den Uferrandbereichen durch Ablagerung von Geschiebemassen. Durch die Einzwängung der Fließgewässer in ein dauerhaftes Gewässerbett ohne die Möglichkeit der dynamischen Verlagerung des Gewässerlaufes innerhalb der Aue sowie durch die intensive Nutzung der Auenflächen sind solche Annuellenfluren heute selten geworden. Aus diesem Grund besitzen diese nur ephemer auftretenden Lebensräume eine hohe Bedeutung für den Arten und Biotopschutz.</p>\n<p class=\"lf-p\">Ruderale Hochstaudenflur mit randlicher Verbuschuno im Bereich ehemalioer Giosorube lm Süden der Kernzone des geplanten Naturschutzgebietes existieren Restflächen einer ehemaligen Gipsgrube. Entlang des örtlichen Feldweges sind die ehemaligen Betriebsund Lagerflächen der Gipsgrube eingezäunt. Innerhalb der eingezäunten Flächen befinden sich auch Erdmassenablagerungen, die wohl nicht örtlicher Herkunft sind. Vermutlich wurden diese Flächen früher als Erdmassendeponie oder Kippe benutzt. Die Ablagerungen und sonstigen Flächen sind mit Ruderalfluren überzogen. Es dominiert die Große Brennnessel (Urtica dioica). ln den Randbereichen entlang der Zaunanlagen finden sich sowohl angepflanzte Gehölze als auch spontan angesiedelte Gehölze. Dazu gehören beispielsweise Sanddorn (Hippophae rhamnoides), Eingriffliger WeiRdorn (Crataegus monogyna), Schlehe (Prunus spinosa), Feldahorn (Acer campestre), Schwarzer Holunder (Sambucus nigra) und Roter Hartriegel (Cornus sanguinea). Die Erdmassenablagerungen mit der eutraphenten Brennnesselflur besitzen eine geringe naturschutzfachliche Bedeutung.</p>\n<p class=\"lf-p\">Abbildung 41: Eingezäunte Flächen einer ehemaligen Gipsgrube mit ruderalen Hochstaudenfluren auf Erdmassenablagerungen, Dorninanzbestände der großen Brennnessel (Urtica dioica) Altenkesseler Straße 17 A 4 ARGUS CONCEPT GmbH Fax: 0681 / 84 49 79 10 infoearqusconcept.com Tel.: 0681 / 84 49 79 00 66115 Saa rbrücken www.argusconcept.com Administration de la nature et des forêts Ausweisungsakte RN RD 12 Rosport-Hölt Gewâsser Mittelgebirgsfluss, bedingt naturnah, geringe Beeinträchtiqunq Die Sauer bildet als kleiner Mittelgebirgsfluss die Außengrenze der Pufferzone des geplanten Naturschutzgebietes. Mit Ausnahme des aufgestauten Abschnittes im westlichen Untersuchungsgebiet ist die Sauer im Bereich des Plangebietes recht naturnah erhalten.</p>\n<p class=\"lf-p\">Uferbegleitend existiert ein Gehölzsaum aus vornehmlich Bruchweiden (Salix caprea agg.) sowie weiteren standorttypischen Weidenarten und weiteren naturraumtypischen Gehölzen. Die Breite des Kleinflusses weist abschnittsweise größere Schwankungen auf. Hierfür verantwortlich sind teilweise auch Eingriffe durch den Menschen. So existieren ganz vereinzelt kleine Buhnen oder lose Steinschüttungen. Überwiegend sind die Ufer und die Gewässersohle jedoch in einem naturnahen Zustand. An der Nordgrenze des Untersuchungsgebietes sind am Mäanderbogen der Sauerschleife um die Hölt RenaturierungsmaRnahmen im Jahr 2010 durchgeführt worden. Der Flusslauf wurde aufgeweitet, so dass am Gleithang wieder eine breite Flachwasserzone entstanden ist. Zudem wurde das bisherige, wohl früher künstlich angelegte, steile Ufer am Gleithang in ein typisches breites Flachufer zurückverwandelt. 1m Mäanderbogen wurde darüber hinaus eine flache Kiesinsel angelegt. Für den Arten- und Biotopschutz ist der relativ naturnahe Abschnitt der Sauer von sehr hoher Bedeutung.</p>\n<p class=\"lf-p\">Ausgebauter, aufgestauter Flussabschnitt lm Nordwesten des Untersuchungsgebietes vor dem Eintritt der Sauer in eine große Schleife ist der kleine Fluss mit Hilfe eines mächtigen Stauwerkes zu einem breiten seeartigen Gewässer mit nur sehr geringer FlieRgeschwindigkeit aufgestaut. Der aufgestaute Flussbereich dient der dauerhaft ausreichenden Wasserversorgung eines abzweigenden Kanals zur Elektrizitätsgewinnung. Der Fluss ist stellenweise bis zu einer Breite von ca.</p>\n<p class=\"lf-p\">130 m aufgestaut, wohingegen er an den schmalsten Stellen im anschlieRenden naturnahen Mäander nur ca. 10 Breite erreicht. lm aufgestauten Bereich verfügt die Sauer über keinen naturnahen Uferbewuchs, sondern über intensiv gepflegte Grünflächen, die unmittelbar bis an die Wasserfläche heranreichen. lm ausgebauten, aufgestauten Flussabschnitt wird auch die natürliche FlieRdynamik vermisst, denn es fehlen die natürliche Fließgeschwindigkeit und in Folge davon auch der natürliche Geschiebetransport. Alle diese Gründe führen dazu, dass dieser Flussabschnitt, der geringfügig in die Pufferzone des geplanten Naturschutzgebietes hineinragt, lediglich eine geringe bis mittlere naturschutzfachliche Bedeutung besitzt.</p>\n<p class=\"lf-p\">Kanal Die groRe Sauerschleife, welche die Außengrenze des geplanten Naturschutzgebietes darstellt, wird im Westen des Untersuchungsgebietes durch einen Kanal abgekürzt, welcher der Nutzung der Wasserkraft zur Elektrizitätsgewinnung dient. Der Kanal ist ein rein technisches Bauwerk mit einem künstlichen, wasserdichten Wasserbett ohne Bodensubstrat. Der Kanal besitzt deshalb nur eine geringe naturschutzfachliche Bedeutung.</p>\n<p class=\"lf-p\">ARGUS CONCEPT GmbH Altenkesseler StraRe 17 A 4 infoearousconcept.com Tel.: 0681 / 84 49 79 00 Fax: 0681 / 84 49 79 10 66115 Saa rbrücken www.argusconcept.com Administration de la nature et des forêts Ausweisungsakte RN RD 12 Rosport-Hält Verkehrs- und Wirtschaftswege Verkehrsstral3en lm Westen des Untersuchungsgebietes verläuft eine LandstraGe auflerhalb der Pufferzone des geplanten Naturschutzgebietes. lm Nordwesten reicht die StraGe, die dort am Rand der Sauer liegt, in die Pufferzone hinein. Die öffentliche StraGe führt zu einem Stauwehr der Sauer bzw. zu einem öffentlichen Parkplatz und weiter als Sackgasse, bis sie an einem Feldwirtschaftsweg endet. Zu den Verkehrsflächen wird weiterhin die Zufahrt zum öffentlichen Besucherparkplatz im Westen der Pufferzone des geplanten Naturschutzgebietes gezählt. Die aufgezählten Verkehrsflächen sind alle asphaltiert. Als vollversiegelte Flächen haben sie keine naturschutzfachliche Bedeutung.</p>\n<p class=\"lf-p\">Asphaltierter Feldweq Die intensiv bewirtschafteten Ackerflächen in der Pufferzone des geplanten Naturschutzgebietes sind durch ein dichtes Netz von Feldwirtschaftswegen sehr gut erschlossen. Die meisten dieser Feldwege sind als Asphaltweg ausgebaut. lm Süden reicht ein asphaltierter Feldweg auch in die Kernzone des geplanten Naturschutzgebietes. Die asphaltierten Wege besitzen keine naturschutzfachliche Bedeutung.</p>\n<p class=\"lf-p\">Geschotterter Feldweg lm Süden und Südosten der Pufferzone des geplanten Naturschutzgebietes liegen innerhalb der intensiv bewirtschafteten Ackerfläche mehrere geschotterte Feldwege innerhalb der intensiv genutzten Agrarlandschaft. Die Schotterwege sind weitgehend vegetationslos.</p>\n<p class=\"lf-p\">Sie besitzen deshalb nur eine sehr geringe naturschutzfachliche Bedeutung.</p>\n<p class=\"lf-p\">Naturraumtvpischer Kalkschotter-Feldweq Im Nordosten der Pufferzone existiert im Waldrandbereich ein Feldwirtschaftsweg, der mit einer Decke aus naturraumtypischem Schotter befestigt ist. Offensichtlich handelt es sich um einen alten Weg, dessen Fahrspuren wiederholt mit ortsüblichen Lesesteinen der Kalkäcker befestigt worden sind. Als Relikt der bäuerlichen Kulturlandschaft fügt sich der Kalkschotter-Feldweg harmonisch in das Landschaftsbild ein. Aus naturschutzfachlicher Sicht besitzt der Kalkschotterfeldweg dennoch nur eine geringe naturschutzfachliche Bedeutung, auch wenn die Bedeutung höher anzusetzen ist als bei den sonstigen, intensiv mit einer dicken Schotterdecke befestigten Feldwegen. lm Jahr 2011 ist der Weg neu mit einer dünnen Splittschicht aus nicht örtlichem Schottermaterial überzogen worden. Diese Überprägung der lokalen Besonderheit des Feldweges ist aus Gründen des Schutz der individuellen bäuerlichen Kulturlandschaft negativ zu bewerten und sollte zukünftig unterbleiben. Wenn die Verwendung von örtlichem Schottermaterial nicht möglich ist, sollte zumindest auf ähnliches Kalkschottermaterial zurückgegriffen werden.</p>\n<p class=\"lf-p\">Altenkesseler Strage 17 A 4 ARGUS CONCEPT GmbH info(Qarqusconcept.com Fax: 0681 / 84 49 79 10 Tel.: 0681 / 84 49 79 00 66115 Saa rbrücken wvomargusconcept.com Administration de la nature et des forêts Ausweisungsakte RN RD 12 Rosport-Hdlt Abbildung 42: Unbefestigter Feldweg Unbefestiqter Feldweq lm Nordwesten sowie im Nordosten der Pufferzone kommen in der Umgebung der Sauer unbefestigte Feldwege vor, in denen die von Gräsern und Saumarten bestimmte Vegetation durch gelegentliches Befahren gestört ist. Die unbefestigten Feldwege besitzen eine geringe naturschutzfachliche Bedeutung.</p>\n<p class=\"lf-p\">Repräsentative Karte der Biotope 1:10.000 3.2 Bewertung der Landschaft Zur Beurteilung der Wertigkeit der Landschaft wird die Landschaft im Plangebiet und dessen näherem Umfeld in Landschaftsbildeinheiten unterteilt. Die Landschaftsbildeinheiten werden kurz erläutert und nach einer fünfteiligen Werteskala bewertet. Die fünf Wertstufen der Wertigkeit lauten sehr gering, gering, mittel, hoch und sehr hoch. Aufgrund der geringen Größe des Plangebietes und der insgesamt geringen Größen des betrachteten Landschaftsbildausschnittes werden die MaGstäbe zur Auswahl der Landschaftsbildeinheiten relativ fein und somit kleinräumig interpretiert. Die wichtigsten Kriterien bei der Auswahl und Abgrenzung der Landschaftsbildeinheiten sind die Homogenität des Reliefs in Verbindung mit der Art und der Intensität der Oberflächennutzung. Die Bewertung des Land- ARGUS CONCEPT GmbH Altenkesseler Straße 17 A 4 Fax: 0681 / 84 49 79 10 info@arousconcept.com Tel.: 0681 / 84 49 79 00 66115 Saa rbri.icken www.argusconcept.com Administration de la nature et des forêts Ausweisungsakte RN RD 12 Rosport-Hölt schaftsbildes richtet sich nach Merkmalen wie Eigenart (Individualität), Struktur- und Kulissenreichtum, Erlebniswert, Naturnähe, Naturraumcharakteristik und Exposition.</p>\n<p class=\"lf-p\">Die Ergebnisse der Landschaftsbildbewertung sind in der Themenkarte Landschaftsbild dargestellt, die im Anhang beigefügt ist. Nachfolgend werden die dabei unterschiedenen Landschaftsbildeinheiten mit Angabe der Wertstufe erläutert.</p>\n<p class=\"lf-p\">A - Abwechslunqsreiches naturnahes Wald_gebiet mit Buchenaltholzbeständen, Kalkfelsen, Blockschutt und nur sehr gerincien Nadelholzanteilen, in exponierter Kuppen- und Hanglag Diese Landschaftsbildeinheit umfasst das Waldgebiet auf dem Bergrücken und an den Hängen der Hölt. Das kleinflächig in die Bewertung des Landschaftsbildes hineinreichende ostexponierte Waldgebiet, das südwestlich des Plangebietes vorkommt, wird, der Einfachheit wegen, ebenfalls zu dieser Einheit gezählt. Das Waldgebiet der Hölt weist nahezu alle Altersklassen eines mitteleuropäischen Buchenwaldes auf. Hervorzuheben sind insbesondere Altholzbestände von Buchen und anderen beigemischten heimischen Laubbaumarten am nordwestexponierten Hang der Hölt. Aufgrund der hohen Reliefenergie und der hier vorkommenden Blockschutthalden aus groRen Felsblöcken und allerlei Kalksteinen wird dieser Waldabschnitt nur extensiv bewirtschaftet, was die Entwicklung der naturnahen Altholzbestände in der Vergangenheit stark begünstigte. ln Zusammenhang mit dem Blockschutt und den infolge einer ehemaligen Steinbruchnutzung entstandenen mehrere Meter hohen Kalkfelsen besitzt der Altholzbestand einen sehr hohen Erlebniswert. Hervorzuheben im Zusammenhang mit dem Erlebniswert des Waldgebietes ist auch das Vorkommen von bemerkenswerten heimischen Laubbaumarten und krautigen Pflanzen. Erwähnenswert sind beispielsweise der „Teppich\" aus Blaurotem Steinsamen (Lithospermum purpurocaeruleum) und Vorkommen des Männlichen Knabenkrautes (Orchis mascula) im Umfeld des Gipfels der Hölt sowie auch Vorkommen von Baumarten wie Berg-Ulme (Ulmus glabra), Feld-Ulme (Ulmus minor) und Elsbeere (Sorbus aucuparia). Neben dem Erlebniswert, der Eigenart und der Naturnähe des Waldgebietes sind auch seine Exposition und seine Lage im Naturraum von Bedeutung für die Bewertung dieses Landschaftsbildes. Die exponierte Lage des Waldgebietes auf einem Umlaufberg in einer groRen Schleife der regional ein herausragendes Landschaftsbild.</p>\n<p class=\"lf-p\">Sauer ergeben Wertstufe Landschaftsbildbewertung: sehr hoch B - Sehr struktur- und abwechslunqsreiches, kleinteiliqes Nutzunqsmosaik mit hoher Dichte an Kalksteintrockenmauern als kleinbäuerliche Kulturlandschaft in exponierter Hanglaqe Die südost- süd-, west- und kleinflächig auch nordwestexponierten Hangbereiche des Höhenzugs der Hölt sind überwiegend durch ein sehr kleinteiliges Nutzungsmosaik mit Weinbergen, Halbtrockenrasen und Magerrasen auf ehemaligen Weinbergen, Streuobstwiesen sowie sonstigen Grünlandflächen gekennzeichnet. Zusätzlich sind oft nur kleinflächige brachgefallene landwirtschaftliche Flächen mit naturnahen Vorwäldern oder wärmeliebenden Gebüschen eingestreut, so dass sich ein sehr struktur- und abwechslungsreiches Bild einer kleinbäuerlichen Kulturlandschaft ergibt. Gegliedert werden die kleinteiligen Hangterrassen der ursprünglich vornehmlich für den Weinbau genutzten Flächen durch eine Fülle von handwerklich hervorragend ausgeführten Kalksteintrockenmauern, die mehrheitlich in Altenkesseler Straße 17 A 4 ARGUS CONCEPT GmbH infoeargusconcept.com Fax: 0681 / 84 49 79 10 Tel.: 0681 / 84 49 79 00 66115 Saarbrücken www.argusconcept.com Administration de la nature et des forêts Ausweisungsakte RN RD 12 Rosport-Hölt einem sehr guten Erhaltungszustand sind. Bemerkenswert sind auch zum Teil freistehende oder in die Mauern integrierte kleine Unterstellhäuschen aus Trockensteinmauerwerk ohne Mörtel. Selbst die Dächer dieser landschaftsgerechten Weinberghäuschen bestehen aus sehr großen Felsplatten der örtlichen Muschelkalkfelsvorkommen. Es ergibt sich ein Landschaftsbild mit einem hohen Erlebniswert und von herausragender Eigenart in exponierter Hanglage.</p>\n<p class=\"lf-p\">Wertstufe Landschaftsbildbewertung: sehr hoch C - Strukturierte Grünlandgebiete mit zerstreuten Streuobstbeständen und einzelnen Gebüschen, Hecken und Feldgehölzen, in flacher bis gerinq geneigter Tallage, überwiegend jedoch in exponierter Hanglage lm Osten des Plangebietes durchkreuzt ein Streifen mit Grünlandflächen die strukturarme Zone aus intensiv bewirtschafteten Äckern. Die Grünlandflächen werden überwiegend als Rinderweide bewirtschaftet. Sie besitzen eine günstige Strukturierung durch vereinzelte, meist überalterte Streuobst sowie durch hecken, Gebüsche und einzelne markante Einzelbäume. Am nördlichen bzw. nordöstlichen Waldrand der Hölt gelegene Streuobstwiesen gehören ebenfalls zu dieser Landschaftsbildeinheit. Eine weiträumige Viehweide erfasst den Talgrund der Sauer. Die übrigen Grünlandflächen liegen in exponierter Hanglage.</p>\n<p class=\"lf-p\">Westlich des Plangebietes existiert südlich der Ortschaft Rosport in Hanglage ein ähnliches Grünlandgebiet, das deshalb ebenfalls zu dieser Landschaftsbildeinheit gezählt wird.</p>\n<p class=\"lf-p\">Dieses Grünlandgebiet weist ebenfalls eine günstige Ausstattung mit gliedernden Gehölzstrukturen auf. Zu nennen sind hier ein Feldgehölz und insbesondere vielfältige Streuobstwiesen.</p>\n<p class=\"lf-p\">Wertstufe Landschaftsbildbewertung: hoch D - Strukturierte Agranandschaft, in flacher bis gering geneigter Tallage lm Unterschied zu den strukturlosen bis strukturarmen Ackergebieten in der Pufferzone des Plangebietes zeigt ein weiteres kleines Ackergebiet, das westlich des Plangebietes vorkommt, eine befriedigende Durchgrünung. Es wird deshalb als eigenständige Landschaftsbildeinheit betrachtet. Durch das im Talgrund gelegene kleine Ackergebiet führt eine ehemalige Bahntrasse, die heute mit einer Baumhecke bewachsen ist. Weiter, das Landschaftsbild positiv beeinflussende Strukturelemente finden sich im unmittelbaren Umfeld des Plangebietes in Form von Streuobstwiesen. Somit ist das Ackergebiet recht harmonisch in die Landschaft eingebunden.</p>\n<p class=\"lf-p\">Wertstufe Landschaftsbildbewertung: mittel E - Strukturlose oder nur schwach strukturierte, intensiv genutzte Agrarlandschaft in flacher Tallage sowie in qerinq bis mäßiq geneiqter Hanglage Der Talgrund der großen Sauerschleife sowie die flach geneigten Hänge der tertiären Flussterrassen sind recht fruchtbar und gut zu bearbeiten, so dass sie überwiegend für den intensiven Ackerbau genutzt werden. ln den vergangenen Jahrzehnten sind durch Zusammenlegung vieler kleiner Parzellen relativ großflächige Ackerschläge entstanden. Zudem sind innerhalb der Ackergebiete nahezu alle Gehölzkleinstrukturen entfernt worden, Altenkesseler Straße 17 A 4 ARGUS CONCEPT GmbH Tel.: 0681 / 84 49 79 00 Fax: 0681 / 84 49 79 10 infoeargusconceptcom 66115 Saa rbrücken www.argusconcept.com Administration de la nature et des forêts Ausweisungsakte RN RD 12 Rosport-Hölt um den groRmaschinellen Einsatz zu vereinfachen und jegliche Störungen des Nutzpflanzenwuchses durch Schattenwurf auszuschlieRen. Somit ergibt sich das Bild eines wenn auch kleinen, dennoch weitgehend strukturlosen, monotonen Agrargebietes. Bei der Betrachtung des kleinen Agrargebietes als eigenständige Landschaftsbildeinheit unter AuGerachtlassung der günstigen Landschaftsstrukturierung in der unmittelbaren Umgebung rnuss dieses Agrargebiet aufgrund des Fehlens von gliedernden Kleinstrukturen als defizitär bewertet werden.</p>\n<p class=\"lf-p\">Wertstufe Landschaftsbildbewertung: gering F - Weitqehend naturnaher Kleinflussabschnitt (Sauer) mit Ufemehölzsaum Diese Landschaftsbildeinheit umfasst den überwiegenden Teil der großen Sauerschleife im Randbereich des Plangebietes. Zur Einheit zählen die weitgehend unverbauten Flussabschnitte der Sauer mit einem naturnahen Ufergehölzsaum. Nicht dazu gehört der im Zusammenhang mit einem Wasserkraftwerk aufgestaute und technisch ausgebaute Gewasserabschnitt am Nordwestrand des Plangebietes, dessen Uferbereiche von parkartigen, intensiv gepflegten Grünflächen eingenommen werden. Die naturnahen Abschnitte bieten einen hohen naturbezogenen Erlebniswert, auch aufgrund der besonderen Eigenart in Form der großen Flussschleife. Die im Jahr 2010 neu geschaffene große Kiesinsel im Fluss sowie die neu initiierten Flachufer und Flachwasserzonen in diesem Bereich erhöhen aufgrund ihrer naturnahen Gestaltung den Erlebniswert. Eine zusätzliche Verbesserung des Naturerlebnisses wäre durch die Umwandlung von angrenzenden Ackerflächen in der Flussaue in naturraumtypisches Grünland möglich.</p>\n<p class=\"lf-p\">Wertstufe Landschaftsbildbewertung: gering G - Technisch ausgebauter Flussabschnitt und Kanal mit intensiv qepfleqten, parkartiqen Grünflächen im Uferrandbereich sowie mit diversen Ver- und Entsorqunqsanlacien im Talqrund (Wasserkraftwerk, Kläranlage, Brunnen) An der Nordwestgrenze des Plangebietes liegt der bereits zuvor erwähnte, für die Wasserkraftnutzung aufgestaute Flussabschnitt der Sauer. ln diesem Stauabschnitt weist der Fluss nicht nur im Bereich der Stauwerke sondern auch insgesamt in den Uferbereichen einen technischen Ausbau auf, so dass dieser Flussabschnitt in keiner Weise naturnah ist.</p>\n<p class=\"lf-p\">Die Uferrandbereiche sind mit Rasenflächen und einzelnen Bäumen und Sträucher als parkartige Grünanlage gestaltet. ln gleicher Weise sind die Uferbereiche des zum Wasserkraftwerk gehörenden Kanals gestaltet, der zusammen mit seinen Uferbereichen und dem aufgestauten und technisch ausgebauten Sauerabschnitt in die gleiche Landschaftsbildeinheit gestellt wird. Der Kanal kürzt die große Sauerschleife ab und dient ausschlieRlich der Wasserkraftnutzung. Als rein technisches Bauwerk sind seine Ufer als Betonwand ausgeführt. lm nördlichen Abschnitt wird er teilweise unterirdisch geführt. In diesem Bereich erstrecken sich die intensiv gepflegten parkartigen Grünflächen auch über den künstlichen Gewässerlauf hinweg. Sowohl der aufgestaute Sauerabschnitt und der davon abzweigende Kanal besitzen nur eine sehr geringe FlieRgeschwindigkeit, so sie fast wie Stillgewässer wirken Die Bereiche des ausgebauten Sauerabschnittes und des Kanal zeigen sich einerseits als intensiv gepflegte parkartige Grünflächen, anderseits bieten sie jedoch keinen individuellen Erlebniswert wie die naturnahen Sauerabschnitte und besitzen nicht Altenkesseler Straße 17 A 4 ARGUS CONCEPT GmbH infoearqusconcept.com Fax: 0681 / 84 49 79 10 Tel.: 0681 / 84 49 79 00 66115 Saa rbrücken www.argusconcept.com Administration de la nature et des forêts Ausweisungsakte RN RD 12 Rosport-Hölt 100 eine besondere Eigenart wie diese.</p>\n<p class=\"lf-p\">Wertstufe Landschaftsbildbewertung: mittel H — Durchorünte, dörfliche Ortschaft Nordwestlich des Plangebietes liegt die Ortschaft Rosport. Die Gebäude des Dorfes sind überwiegend in einem gepflegten Zustand. Die Siedlung weist zudem eine befriedigende Durchgrünung auf. Insbesondere am Ortsrand finden sich häufig Gärten mit Obstbäumen und sonstigen Gehölzen, was sich positiv auf die Einbindung des Ortes in das Landschaftsbild auswirkt. Positiv hervorzuheben in diesem Zusammenhang ist auch die überwiegende Begrünung der Ortseingangsstraßenbereiche mit Bäumen.</p>\n<p class=\"lf-p\">Wertstufe Landschaftsbildbewertung: mittel Von den beschriebenen Landschaftsbildeinheiten erfassen die Einheiten A, B, C, E, F und G das Plangebiet. Die Kernzone des Naturschutzgebietes wird vornehmlich von den Landschaftsbildeinheiten A und B gebildet. Die Einheit E reicht nur kleinflächig in das Plangebiet hinein. Die Einheiten G und F erfassen lediglich nur die Außenränder der Pufferzone.</p>\n<p class=\"lf-p\">Die Pufferzone wird im Wesentlichen aus den Landschaftsbildeinheiten C und E gebildet.</p>\n<p class=\"lf-p\">Die Einheit B reicht nur kleinflächig in die Pufferzone hinein. Die Wertstufe sehr gering kommt in dem betrachteten Landschaftsausschnitt nicht vor.</p>\n<p class=\"lf-p\">Abbildung 42: Blick vom Nordrand des Waldgebietes der Hölt auf den nördlichen Abschnitt der Landschaftsbildeinheit E mit ihren weitgehend strukturlosen, intensiv genutzten Ackerflächen, irn Bildhintergrund der Ufergehölzsaum der Sauer (Landschaftsbildeinheit F) ARGUS CONCEPT GmbH Altenkesseler StraGe 17 A 4 Tel.: 0681 / 84 49 79 00 Fax: 0681 / 84 49 79 10 infoearousconcept.com 66115 Saa rbrücken www.argusconcept.com Administration de la nature et des forêts Ausweisungsakte RN RD 12 Rosport-Hölt 101 Abbildung 43: Blick aus der intensiv landwirtschaftlich genutzten Pufferzone im Südosten (Landschaftsbildeinheit E) auf die sehr strukturreiche, klein gekammerte Agrarlandschaft am Südhang der Hölt (Landschaftsbildeinheit (B), rechts im Bild mit Nadelgehölzen (Kiefer; Fichte) bepflanzte ehemalige Weinberge Karte 1:10.000 mit Bewertung der Landschaft Altenkesseler Strafle 17 A 4 ARGUS CONCEPT GmbH Fax: 0681 / 84 49 79 10 infoearqusconcept.com Tel.: 0681 / 84 49 79 00 66115 Saa rbrücken www.argusconcept.com Administration de la nature et des forêts Ausweisungsakte RN RD 12 Rosport-Hält 102 4 SCHMEN UND GEFÂHRDUNGEN VON NATUR UND LANDSCHAFT Getrennt für die einzelnen Naturgüter werden nachfolgend die bekannten Schäden und Gefährdungen stichwortartig aufgelistet.</p>\n<p class=\"lf-p\">4.1 Gewâsser</p>\n<div class=\"lf-abs\"><span class=\"lf-abs-num\">•</span>Gefährdung der Wasserqualität der Sauer und des oberflächennahen Grundwassers durch Pestizide und Düngemittel in Folge der intensiven Ackernutzung (Maisanbau) in der Aue bzw. im Überschwemmungsbereich der Sauer (südliches Plangebiet) 4.2 Boden</div>\n<div class=\"lf-abs\"><span class=\"lf-abs-num\">•</span>Gefährdung des Bodens durch intensiven Ackerbau in der Pufferzone(insbesondere auch Maisanbau im Überschwemmungsbereich der Sauer), Gefahr des Abschwemmens und der Verlagerung der Feinbodenanteile</div>\n<div class=\"lf-abs\"><span class=\"lf-abs-num\">•</span>Bodenverlagerungen und Bodenflächenverluste durch ehemaligen Kalksteinbruch am Nordwesthang der Hölt</div>\n<div class=\"lf-abs\"><span class=\"lf-abs-num\">•</span>Bodenversauerung im Bereich von Fichtenforst 4.3 Arten und Lebensrâume</div>\n<div class=\"lf-abs\"><span class=\"lf-abs-num\">•</span>Verlust von Halbtrockenrasen, Streuobstbeständen und Magergrünland durch Verbuschung in Folge fehlender oder mangelhafter Flächennutzung oder Pflege Abbildung 44: Beeinträchtigung und Verdrängung der Halbtrockenrasenvegetation durch Verbuschung in Folge von Wurzelaustrieben aufgrund rnangelhafter Grüntandpflege ARGUS CONCEPT GmbH Altenkesseler Straße 17 A 4 Tel.: 0681 / 84 49 79 00 Fax: 0681 / 84 49 79 10 infoeargusconcept.com 66115 Saa rbrücken www.argusconcept.com Administration de la nature et des forêts Ausweisungsakte RN RD 12 Rosport-Hölt 103</div>\n<div class=\"lf-abs\"><span class=\"lf-abs-num\">•</span>Störung und partielle Eutrophierung der Halbtrockenrasen- und Magerrasenvegetation durch Verbrennen von Mahdgut oder Gehölzschnitt</div>\n<div class=\"lf-abs\"><span class=\"lf-abs-num\">•</span>Gefährdung der Halbtrockenrasen- und Magerrasenvegetation durch Gehölzjungwuchs aus Wurzeltrieben in Folge nicht ausreichender Grünlandpflege Abbildung 45: Verlust von Halbtrockenrasen durch Feuerstelle in Folge der Megutverbrennung, offenbar auch Förderung der Wurzeltriebbildung bei Rotem Hartrieget durch die Feuerstelle infolge Bodendüngung und Verdrängung von Konkurrenten</div>\n<div class=\"lf-abs\"><span class=\"lf-abs-num\">•</span>Verlust potenziell artenreicher Grünland- oder Waldstandorte in wärmebegünstigter exponierter Hanglage durch Aufforstung ehemaliger Weinbergterrassen mit Nadelgehölzen (Fichten, Kiefer)</div>\n<div class=\"lf-abs\"><span class=\"lf-abs-num\">•</span>Verlust potenziell artenreicher naturraumtypischer Waldflächen durch Bewirtschaftung bestehender Waldflächen als Nadelwald (Kiefer, Fichte)</div>\n<div class=\"lf-abs\"><span class=\"lf-abs-num\">•</span>Gefährdung von wertgebenden Altholzbeständen und deren Funktion als Lebensraum von höhlenbewohnenden Tieren (Vögel, Fledermäuse) durch waldwirtschaftliche Holznutzung</div>\n<div class=\"lf-abs\"><span class=\"lf-abs-num\">•</span>Störung der Tierwelt durch Befahren des Höhenweges der Hölt mit Motorfahrzeugen (Motorroller) ARGUS CONCEPT GmbH Altenkesseler Strage 17 A 4 Tel.: 0681 / 84 49 79 00 Fax: 0681 / 84 49 79 10 infoeargusconcept.com 66115 Saa rbrücken www.argusconcept.com Administration de la nature et des forêts Ausweisungsakte RN RD 12 Rosport-Hölt 104</div>\n<div class=\"lf-abs\"><span class=\"lf-abs-num\">•</span>Störung von wertgebenden Brutvögeln im Altholzbestand der Hölt durch Trampelpfade im Wald , insbesondere auch im Bereich der Felsen eines ehemaligen Steinbruches</div>\n<div class=\"lf-abs\"><span class=\"lf-abs-num\">•</span>Gefährdung des Lebensraumes von wassergebundenen Vogelarten an der Sauer durch nicht ausreichende Wasserführung des Flusses während Trockenperioden infolge des Wasserrückhaltes für die Wasserkraftnutzung</div>\n<div class=\"lf-abs\"><span class=\"lf-abs-num\">•</span>Düngung des mageren Weges über den Gipfel der Hölt durch Pferde in Folge der Nutzung als Reitweg, dadurch auch Gefährdung der unmittelbar benachbarten Mauerkronenvegetation Abbildung 46: Sogenannte Pferdeäpfel (Pferdekot) auf dem mageren, bodenartnen Höhenweg der Hölt, Gefahr der Eutrophierung der Magerrasenvegetation</div>\n<div class=\"lf-abs\"><span class=\"lf-abs-num\">•</span>Gefährdung und Verlust der mageren, sonnenexponierten Trockenvegetationsstandorte auf frei gelegten Gipsstandorten durch Verbuschung der ehemaligen Gipsgrube</div>\n<div class=\"lf-abs\"><span class=\"lf-abs-num\">•</span>Verlust naturraumtypischer Vegetationsflächen durch Bodenablagerungen und Abgrabungen mit Ruderalvegetation im Bereich einer ehemaligen Gipsgrube.</div>\n<div class=\"lf-abs\"><span class=\"lf-abs-num\">•</span>Beeinträchtigung des Biotopverbundes für saumgebundene Arten durch Fehlen von Trittsteinbiotopen in der intensiv genutzten, weitgehend strukturlosen Agrarlandschaft</div>\n<div class=\"lf-abs\"><span class=\"lf-abs-num\">•</span>Weitgehendes Fehlen der Pufferfunktion für das Naturschutzgebiet in der Pufferzone durch Dominanz von intensiv bewirtschafteten großflächigen Ackerschlägen mit Maisanbau</div>\n<div class=\"lf-abs\"><span class=\"lf-abs-num\">•</span>Gefährdung und Verlust von Streuobstbeständen durch fehlende Altbaumbestandspflege, fehlende Verjüngung und Verbrachung bzw. Verbuschung von Beständen Altenkesseler Straße 17 A 4 ARGUS CONCEPT GmbH Tel.: 0681 / 84 49 79 00 Fax: 0681 / 84 49 79 10 info@ardusconcept.com 66115 Saa rbrücken www.argusconcept.com Administration de la nature et des forêts Ausweisungsakte RN RD 12 Rosport-Hölt 105 5 ZIELE FÜR DIE BIOTOPPFLEGE UND FLÂCHENNUTZUNG Schutzzweck und Ziel für die Kernzone ist unter Berücksichtigung der Ziele der Habitatzone LU 0001017 die Erhaltung, Wiederherstellung und Entwicklung eines artenreichen Biotopkomplexes aus Halbtrockenrasen, Magerwiesenrasen, Streuobstwiesen, wärmeliebenden Gebüschen, Kalksteintrockenmauern und Weinbergen in Verbindung mit der Sicherung und naturnahen Entwicklung eines Waldkomplexes aus altholzreichen Buchmischwald mit Felsen, Bock- und Hangschutt und Übergängen zu Hangschuttwald sowie aus Eichen-Hainbuchenwald trockener Standorte und Eschen-Schlucht- bzw. Hangschuttwald.</div></div>", "next": 239889}