{"html": "<div class=\"lf-doc\"><p class=\"lf-p\">(Campanula glomerata), Wiesen-Storchschnabel (Geranium pratense), Weiße Braunelle (Prunella laciniata), Herbst-Zeitlose (Colchicum autumnale), Roggengerste (Hordeum secalinum) und Kleiner Klappertopf ( Große Teile des Grünlands im geplanten Naturschutzg regelmäßig erfolgenden Mahd (Unternutzung) nicht als • ilweise intensiven Beweidung oder aufgrund der nicht Rechts oben: Unternutzte Magerwiesen am Kazebierg Rechts mitte: Von Schafen beweidete Magerwiesen im Gewan Rechts unten: Beweidetes Grünland unter den Streuobstbestä Ausweisungsdokument agl Februar 2018 66 Réserve naturelle N° 73 Widdebierg-Hierden Streuobstwiesen (BK09) Die Hangbereiche des Widdebierg wurden wegen ihrer Fruchtbarkeit, aber auch schweren Böden vielfach für die Anlage von Streuobstwiesen genutzt, die mit ihrem vielfältigen Struktur- und Nahrungsangebot einen bedeutenden Lebensraum für eine Vielzahl von Tierarten darstellen. Die Mergelböden der Hangbereiche des Widdebiergs wurden wegen ihrer schweren Bearbeitbarkeit lange Zeit für den Streuobstbau genutzt. Aufgrund der heute fehlenden Rentabilität der Streuobstnutzung sind zahlreiche Obstbaumbestände überaltert oder zu Feldgehölzen zusammengewachsen. Teilweise werden die Flächen noch beweidet, die Obstbäume selbst aber nicht mehr genutzt und gepflegt.</p>\n<p class=\"lf-p\">Im Gewann Groknuppen (Flaxweiler) wurden die südexponierten Hangbereiche mit Obstbaumhochstämmen neu bepflanzt.</p>\n<p class=\"lf-p\">Charakteristische und teilweise seltene Arten der Streuobstwiesen im geplanten Naturschutzgebiet sind u.a. der Wendehals (Jynx torquilla), Grünspecht (Picus viridis), der Neuntöter (Lanius collurio), der Gartenrotschwanz (Phoenicurus phoenicurus) und die Klappergrasmücke (Sylvia curruca).</p>\n<p class=\"lf-p\">Hecken und Feldgehölze (BK 16) Auf ehemaligen Ackerterrassen, aus zusammengewachsen Streuobstreihen und brachgefallenen Magerrasen haben sich in den Hangbereichen zahlreiche Hecken entwickelt, die Brut-, Nahrungs- und Versteckhabitate wichtige Teillebensräume für zahlreiche Tierarten darstellen. Arten wie der Neuntöter (Lanius collurio) oder der Raubwürger (Lanius excubitor) sind auf Gebüsche und Hecken im Verbund mit niedrigwüchsigem Grünland angewiesen. Hecken bieten darüber hinaus Lebensräume und Nahrungshabitat für zahlreiche Insekten und Verstecke für verschiedene Säugetiere. Geschlossene Feldgehölze sind meist aus dem Zusammenwachsen von brachliegenden Streuobstreihen und Hecken entstanden. Als Gebüschbrachen bestehen sie überwiegend aus Sträuchern wie Schlehe, Weißdorn, Hundsrose und Hartriegel, oft mit eingewachsenen Obstbaumhochstämmen. Die Heckenpflege wird teilweise im Auftrag der SIAS durchgeführt.</p>\n<p class=\"lf-p\">Nassbrachen, Quellsümpfe, Niedermoore und Kleinseggenriede (BK 11) Im Quellgebiet eines Bachlaufs am Osthang des Hierden hat sich eine relativ nährstoffreiche Nassbrache mit Röhrichtarten wie Rohrglanzgras (Phalaris arundinacea) und Hochstauden wie Mädesüß (Filipendula ulmaria) entwickelt, in der Nährstoffzeiger wie Brennnessel und Kleblabkraut nicht selten sind. Gehölze wie Salweide (Salix caprea) und Weißdorn (Crataegus monogyna) deuten darauf hin, dass die Nassbrache in der Sommerzeit zeitweise auch trocken fällt.</p>\n<p class=\"lf-p\">Periodisch wasserführende Quellfluren und Quellabflüsse (BK05) Der Übergang zwischen den Schichten des wasserdurchlässigen Luxemburger Sandsteins und den stauenden, tonreichen Mer eln des Mittleren Keupers bildet einen Quellhorizont, der in den mittleren Hangbereichen des Widdebierg-Westhangs zum Austritt zahlreiche sen/Weiden stellen Lebensräume für gefährdete Arten wie Sumpfdotterblume (Caltha palustris), Ruhr-Floh riparia), Braunes Zypergras (Cyperus fuscus) und Großem Ausweisungsdokument I agl Februar 2018 67 Réserve naturelle N° 73 Widdebierg-Hierden Wiesenknopf (Sanguisor-ba officinalis) dar. Vielfach unterliegen die Quellfluren einer hohen Trittbelastung oder werden als Tränke genutzt.</p>\n<p class=\"lf-p\">Unten: Quellflur in Viehweide südöstlich Mensdorf Ganz unten: Überalteter, ungepfiegter Streuobstbestand im Hangbereich des Widdebierg Ausweisungsdokument l agl Februar 2018 68 Réserve naturelle N° 73 Widdebierg-Hierden Flor, (1&lt;rte Gefäßpflanzen Die Gefäßpflanzen-Flora des geplanten Naturwaldreservats wird anhand der Angaben aus LUXNAT (2017) beschrieben, wobei in der Karte nur gefährdete oder sonst bemerkenswerte Artnachweise dargestellt sind. AuBerdem wurden lediglich Nachweise der letzten 10 Jahre berücksichtigt.</p>\n<p class=\"lf-p\">Im Folgenden werden lediglich die seltenen, gefährdeten oder sonst bemerkenswerten Artvorkommen diskutiert. Die aus der Datenbank LUXNAT zusammengestellte Gesamtartenliste befindet sich im Anhang.</p>\n<p class=\"lf-p\">Die Flora des Waldgebietes am Widdebierg weist aufgrund der überwiegend mittleren Standortverhältnisse im Luxemburger Sandstein bis auf den Hirschzungenfarn kaum gefährdete Pflanzenarten auf.</p>\n<p class=\"lf-p\">Dagegen zeichnet sich das Offenland auf den Keupermergeln bei extensiver Nutzung durch das Vorkommen zahlreicher gefährdeter Pflanzenarten aus. Hierunter sind die Kalk-Halbtrockenrasen hervorzuheben, die eine Reihe gefährdeter und konkurrenzschwacher Arten, darunter auch mehrere Orchideenarten, beherbergen. Unter den stark gefährdeten Pflanzenarten befinden sich beispielsweise die Hummel-Ragwurz, die Bienen-Ragwurz, der Ackerwachtelweizen, die Weiße Braunelle und der Heide-Wacholder.</p>\n<p class=\"lf-p\">Andere stark gefährdete Arten haben ihren Schwerpunkt in mageren Mähwiesen, so der Wiesen-Storchschnabel, die Knäuel-Glockenblume und der GroBe Wie‘centénnnf. An Sickerouellen nnri ripren Hmfplri Iznmmpn npa hrptp. rI -Tab. 8: Gefährdete oder geschützte Pflanzenarten des geplanten Naturschutzgebietes leddebierg-Hierden Art Letzter Nachweis Geschützte Art *, PNPN** Gefährdung (RL Lux) Listera ovata Grol3es Zweiblatt, 2008 Intégralement protégé Least concern Cyperus fuscus Braunes Zypergras 2007 Intégralement protégé Extremely rare for Luxembourg Medicago arabica Arabischer Schneckenklee 2012 Intégralement protégé xt rLe mel y bra r e fEor ux em ourg Avenula pubescens Flaumiger Wiesenhafer 2007 Near threatened Caltha palustris Sumpfdotterblume 2007 Near threatened Helianthemum nummularium Gewöhnliches Sonnenröschen 2007 Near threatened Inula salicina Weidenblättriger Alant 2008 Near threatened Rhinanthus minor Kleiner Klappertopf 2012 Near threatened Cirsium acaulon Stengellose Kratzdistel 2012 Vulnerable Peucedanum cervaria Hirschwurz-Haarstrang 2007 Intégralement protégé Vulnerable Pulicaria dysenterica Ruhr-Flohkraut 2008 Vulnerable Trifolium montanum Berg-Klee 2008 Intégralement protégé Vulnerable Platanthera bifolia WeiBe Waldhyazinthe 2008 Intégralement protégé Vulnerable Hordeum secalinum Roggen-Gerste 2007 Vulnerable Colchicum autumnale Herbst-Zeitlose 2012 Vulnerable Platanthera chlorantha Berg-Waldhyazinthe 2008 Intégralement protégé Vulnerable Polygala calcarea Kalk-Kreuzblümchen 2008 PNPN 2007-2011 : 2 Gymnadenia conopsea Mücken-Händelwurz 2008 Intégralement protégé Vulnerable Vulnerable Primula veris Wiesen-Schlüsselblume 2012 Vulnerable Campanula glomerata Knäuel-Glockenblume 2008 Intégralement protégé Endangered Carex rioaria Ufer-Seaae 2007 Intéaralement orotéaé Endanaered 69 Réserve naturelle N° 73 Widdebierg-Hiercien Feuchtezeiger wie Ufersegge, Rohr-Flohkraut, Herbst-Zeitlose oder Braunes Cypergras vor.</p>\n<p class=\"lf-p\">Damit konzentriert sich ein großer Teil der stark gefährdeten, gefährdeten oder bedrohten Pflanzenarten des geplanten Naturschutzgebietes auf die Magerrasen und das magere Grünland der Keuperhänge am Widdebierg.</p>\n<p class=\"lf-p\">Fazit Die Flora des geplanten Naturschutzgebietes zeichnet sich durch die typische und wenig gestörte Waldflora im Luxemburger Sandstein sowie auf den Mergeln des Gipskeupers aus.</p>\n<p class=\"lf-p\">Gefährdete Arten sind weitgehend auf das extensiv genutzte oder gepflegte Grünland und die Magerrasen der Keuperhänge am Widdebierg konzentriert. Hier sind die Vorkommen auf eine Fortsetzung oder Wiederaufnahme der extensiven Grünlandnutzung angewiesen. Die extensive Beweidung reicht dabei in den teilweise verbuschten Flächen nicht aus, da die Wurzelbrut der Sträucher hier immer wieder zu geschlossenen Gehölzen zusammenwächst. Daher ist eine zumindest sporadische Entbuschung bzw. zweijährliche Mahd dauerhaft erforderlich.</p>\n<p class=\"lf-p\">Ausweisungsdokument agi Februar 2018 70 ok men t .0 1F -r e.</p>\n<p class=\"lf-p\">Links oben: Sonnenröschen (Helianthemum nummularium) Links mitte: Der Hirschwurz-Haarstrang (Peucedanum cervaria)ist eine typische Art versaumter Halbtrockenrasen Links unten: Der Hügelmeister (Asperula cynanchia) ist eine typische Art der Kalkmagerrasen Oben: Die Knijuel-Glockenblume kommt nur noch an zwei Stellen in Luxemburg vor.</p>\n<p class=\"lf-p\">Ausweisungsdokument agi Februar 2018 72 Réserve naturelle N° 73 Widdebierg-Hierden Die Fauna des geplanten Naturwaldreservats wird auf der Grundlage der Datenbank LUXNAT sowie der Lëtzebuerger Natur- a Vulleschutzliga (LNVL) für die Avifauna beschrieben. Eigene faunistische Untersuchungen wurden nicht vorgenommen; bei den Geländebegehungen gelang eine Reihe von Zufallsbeobachtungen.</p>\n<p class=\"lf-p\">4.3.1 Säugetiere Zu den Vorkommen von Säugetieren liegen wenige Angaben aus der Datenbank LUXNAT vor. Insgesamt besteht für den Widdebierg und den Hierden ein erheblicher Aktualisierungsbedarf bzgl. der aktuellen Säugetierfauna.</p>\n<p class=\"lf-p\">Für die seltene Bechsteinfledermaus (Myotis bechsteinii) liegt ein alter Nachweis (Recorder 1999) am Westrand des geplanten Waldschutzgebietes vor. Aktuellere Nachweise von Fledermäusen für das geplante Waldschutzgebiet gibt der Plan de Gestion für das Gebiet des Hierden an (Breitflügelfledermaus, Bartfledermaus, Großer Abendsegler, Rauhhautfledermaus, Zwergfledermaus). In den Buchen- und Eichen-Hainbuchen-Altbeständen des Widdebierg ist ebenfalls mit weiteren Fledermausvorkommen — auch der Bechsteinfledermaus — zu rechnen.</p>\n<p class=\"lf-p\">Die Wildkatze (Felis sylvestris) durchstreift den Widdebierg als Teil eines großräumigen Areals (Corridor ecologique) und wurde auch bei der Überquerung der Grünbrücke an der Autobahn A1 fotografisch nachgewiesen. Hinweise auf ein dauerhaftes Wildkatzen-Revier am Widdebierg gibt es jedoch nicht.</p>\n<p class=\"lf-p\">Der Feldhase (Lepus europaeus) wurde im Waldgebiet des Widdebierg nachgewiesen und teilweise auch bejagt.</p>\n<p class=\"lf-p\">Ausweisungsdokument agl Februar 2018 73 :-...éserve naturelle N° 73 Widdebierg-Hierden 4.3.2 Vög el Als typische bemerkenswerte Waldbewohner des Widdebierg und des Hierden wurden nachgewiesen: Hohltaube, Trauerschnäpper, Waldlaubsänger, Kernbeisser, Waldkauz, Sperber, Habicht, Wespenbussard, Baumfalke, Grauspecht, Buntspecht, Kleinspecht, Schwarzspecht und Waldschnepfe. Rot- und Schwarzmilan nisten in den alten Waldbeständen, jagen aber in den umgebenden Offenlandflächen.</p>\n<p class=\"lf-p\">In den mit Streuobstwiesen und Hecken stark gegliederten Hangbereichen des Widdebierg und des Bergsporns Hierden kommen 15-20 Brutreviere des Neuntöters sowie 1-2 Brutreviere des Raubwürgers vor. Weitere typische Bewohner von Streuobstwiesen und heckenreichem Grünland sind Wendehals, Gartenrotschwanz, Schwarzkehlchen, Orpheusspötter, Klappergrasmücke und Grünspecht. Auch der Rotmilan und der Schwarzmilan nutzen die Offenlandbereiche zur Nahrungssuche. Bluthänfling, Goldammer und Feldlerche sind charakteristische Arten halboffener, nicht zu intensiv genutzter Feldfluren.</p>\n<p class=\"lf-p\">Damit besitzt das geplante Naturschutzgebiet eine hohe Bedeutung sowohl für die waldspezifische Avifauna wie auch für die Vögel reich strukturierter Offenlandschaften. Gerade die Hangbereiche mit Übergängen zwischen alten Buchen-/Eichen-Hainbuchenwäldern, strukturreichen Waldrändern, Halbtrockenrasen und gehölzreichem magerem Grünland sind dabei besonders hervorzuheben.</p>\n<p class=\"lf-p\">Ausweisungsdokument l agl Februar 2018 74 Réserve naturelle N° 73 Widdebierg-Hierden 4.3.3 Amphibien, Reptilien Für Amphibien und Reptilien liegen nur wenige Nachweise für das Gebiet des Widdebiergs vor. Die Mauereidechse ist am Halbtrockenrasen am Westrand des Widdebiergs nachgewiesen, die Bergeidechse kommt an weniger besonnten Bereichen in den Streuobstwiesen vor. Fadenmolch und Wasserfrosch sind an der Mensdorfer Grotte vorzufinden.</p>\n<p class=\"lf-p\">4.3.4 Weitere Artengruppen Tag- und Nachtfalter Aus der Datenbank LUXNAT stammen Artnachweise aus der Gruppe der Insekten, insbesondere der Lepidopteren mit den Gruppen der Tag- und Nachtfalter.</p>\n<p class=\"lf-p\">Diese beziehen sich auf die besonnten Offenlandbereiche mit blütenreichem Magergrünland und Halbtrockenrasen. Mit dem Rostfarbenen Dickkopffalter, Schachbrett, Aurorafalter, Mauerfuchs, Hainveilchen-Perlmuttfalter, Kurzschwänzigem und Silbergrünem Bläuling kommen hier mehrere gefährdete Tagfalterarten vor. Großer Fuchs und Faulbaumbläuling sind bemerkenswerte Arten der Laubwälder und Streuobstbestände.</p>\n<p class=\"lf-p\">Nachweise weiterer gefährdeter Wald-Tagfalter wie Schillerfalter oder Großer und Kleiner Eisvogel liegen nicht vor, sind aber grundsätzlich zu erwarten.</p>\n<p class=\"lf-p\">Möglicherweise ist der geringe Bestand an Pionierbaumarten wie Salweide, Zitterpappel und Birke am Widdebierg ein begrenzendes Element.</p>\n<p class=\"lf-p\">Ausweisungsdokument l agl Februar 2018 75 Réserve naturelle N0 73 Widdebierg-Hierden Ausweisungsdokument agl Februar 2018 Tab. 9: Wertgebende Artnachweise der Vögel Art (wiss.) Art (deutsch) Gefährdung / VRL Letzter Nachweis Status Lanius excubitor Raubwürger Endangered/ 2012 Alauda arvensis Feldlerche Near threatened 2016 Hirundo rustica Rauchschwalbe Near threatened 2012 Lanius collurio Neuntöter Near threatened/VRL I 2013 Phylloscopus sibilatrix Waldlaubsänger Near threatened 2014 Ardea cinerea Graureiher Near threatened 2012 Jynx torquilla Wendehals Vulnerable 2017 Emberiza citrinella Goldammer 2016 Intégralement protégé Carduelis cannabina Bluthänfling 2016 Intégralement protégé Delichon urbicum Mehlschwalbe 2017 Ciconia nigra Schwarzstorch VRL I 2016 VRL I Milvus migrans Schwarzmilan 2012 Intégralement protégé Passer montanus Feldsperling 2012 Intégralement protégé Phoenicurus phoenicurus Gartenrotschwanz 2017 Passer domesticus Haussperling 2012 Intégralement protégé Scolopax rusticola Waldschnepfe 2016 Intégralement protégé Accipiter nisus Sperber 2012 Intégralement protégé Buteo buteo Mäusebussard 2017 Intégralement protégé Ciconia ciconia WeiBstorch Coccothraustes coccothraustes KernbeiBer Columba oenas Hohltaube VRL II/1 VRL I VRL 11/2 2016 2017 Intégralement protégé 2016 Intégralement protégé 2016 Intégralement protégé 2016 Intégralement protégé Dentrocopos major Buntspecht Dryocopos martius Schwarzspecht Falco tinnunculus Turmfalke 2016 Intégralement protégé Falco subbuteo Baumfalke 2011 Intégralement protégé Ficedula albicollis Halsbandschnäpper Hippolais polyglotta Orpheusspötter Milvus milvus Rotmilan Pernis apivorus Wespenbussard 2016 Picus viridis Grünspecht 2016 Intégralement protégé Saxicola rubicola Schwarzkehlchen 2012 Intégralement protégé Strix aluco Waldkauz 2013 Sylvia curruca Klappergrasmücke 2017 VRL I VRL I 2015 2016 VRL I 2013 Intégralement protégé 76 Réserve naturelle N° 73 Widdebierg-Hierden rrlfit7ceftlir - Der Entwurf des Plan Directeur Sectoriel Paysage der Luxemburger Landesplanung (agl/Zeyen &amp; Baumann 2013) hebt in seinem Kapitel „Landschaften als Naturerbe\" den Widdebierg als prägnanten Zeugenberg der Schichtstufe des Luxemburger Sandsteins hervor. Hier wird die sehr hohe Bedeutung des Zeugenberges „Widdebierg\" als Landmarke für das Landschaftsbild im südöstlichen Luxemburg mit überwiegend naturnahen Waldgesellschaften gewürdigt.</p>\n<p class=\"lf-p\">Im Abschnitt „Landschaften als Faktor für Lebensqualität\" der Raumanalyse erfolgt die Gliederung der Landschaftsbilder Luxemburgs nach ihren wahrnehmbaren Qualitäten. Zu den Landschaften, die als überwiegend positiv empfunden werden, zählen ländlich geprägte Räume mit tradierten Nutzungs- und Strukturmustern, waldgeprägte Landschaften sowie ländlich strukturierte offene und waldgeprägte Tallandschaften. Der Bereich des geplanten Naturschutzgebietes zählt zu den „Ländlich geprägten Räumen mit prägenden tradierten Nutzungs- und Strukturmustern\", somit in einem Bereich „überwiegend positiv empfundener Landschaften\" und weist dem Widdebierg besondere visuelle Erlebnisqualitäten zu (agl/Zeyen&amp;Baumann 2008). Hier spiegelt sich die charakteristische und vielfältige Zonierung der Nutzungen in der Kulturlandschaft des Pafebierger und Oetringer Gutlands wider. Allerdings befindet sich der Widdebierg am Rand der von starker Urbanisierung betroffenen Zone östlich der Stadt Luxemburg im Umfeld des Flughafens von Sandweiler. In diesem Zusammenhang ist auch die hohe Lärmbeeinträchtigung zu nennen, da der Widdebierg sich in der Einflugschneise der landenden Flugzeuge befindet.</p>\n<p class=\"lf-p\">Im südlichen Teil des Widdebiergs hat die in den 1990er Jahren fertiggestellte Autobahn zu einer erheblichen Zerschneidung geführt. Mit einer vergleichsweise schmalen Grünbrücke wurde versucht, die Trennwirkung der Autobahn zwischen den zwei Teilstücken für Wildtiere zu reduzieren. Von einigen Arten wird die Wildbrücke auch nachgewiesenermaßen angenommen (u.a. Wildkatze).</p>\n<p class=\"lf-p\">Hervorzuheben ist die hohe Naturnähe der Waldbestände auf dem Widdebierg, die hohe Strukturvielfalt an den Waldrändern im Übergang zu den landwirtschaftlich genutzten Nang bereichen sowie die Bedeutung des Plateaus als Aussichtsplattform über das östliche Gutland.</p>\n<p class=\"lf-p\">Rechts: Auf der Wildbrücke über die Autobahn Al Unten: Der Widdebierg bildet als Zeugenberg eine wichtige Landmarke im Luxemburger Gutland Ausweisungsdokument I agl Februar 2018 77 Réserve naturelle N° 73 Widdebierg-Hierden Ausweisungsdokument I agl Februar 2018 78 Réserve naturelle N° 73 Widdebierg-Hierden 11 .5 ;3PmerkPrIçvuPrter, Finzerb.A!• Die Entscheidung, welcher Einzelbaum als markant außergewöhnlich hervorzuheben ist, muss eine höchst subjektive Feststellung sein. Bereits die sich ein alter Baum innerhalb eines geschlossenen Altbestandes befindet oder als Überhälter eines in einer Dickung steht, trägt wesentlich zu seiner bei. In den Altbeständen des Widdebierg treten wieder Bäume auf, die aus dem an Bestandesdurchschnitt Dimension oder herausfallen, doch sind diese im geschlossenen kaum augenfällig. oder naturgeme Tatsache, ob Bemerkenswerte Einzelbäume sind daher meist durch Baumindividuen seltener oder sonst meist als 2. Ordnung in Erscheinung tretender Baumarten gekennzeichnet. Teilweise kommen auch besondere Wuchsformen (Mehrstä mmig keit, Zwiesel) in Erscheinung. Einzelne Baume treten an exponierten den Wegesrändern in Erscheinung. ältere Baumarten Oben v.r.n.l.: Altbuche, Hainbuche, Elsbeere, Unten: Bergahom (mehrstämmig), Buche (mehrstämmig) Ausweisungsdokument agl Februar 2018 Windwurfes Auffälligkeit immer Wuchsform Bestand Stellen an • Réserve naturelle N° 73 Widdebierg-Hierden Ausweisungsdokument I aal Februar 2018 80 Réserve naturelle N° 73 Widdebierg-Hierden 5. Schutzwürdigkeit 5.1 Aussagen des Plan Sectoriel Paysage (Entwurf 2013) und des Plan National concernant la Protection de la Nature (2017 — 20211 Der Widdebierg mit seinem bewaldeten Plateau und seinen strukturreichen Hangbereichen zählt zu den „Zone prioritaire du reseau ecologique\" des Entwurfs zum Plan Sectoriel Paysage\" der luxemburgischen Landesplanung und ist auch Teil der „Corridors écologiques\" des Großherzogtums (agl/Zeyen&amp;Baumann 2013). Damit wird der besondere ökologische Wert des Widdebiergs auch auf landesplanerische Ebene gewürdigt.</p>\n<p class=\"lf-p\">Das geplante Schutzgebiet umfasst das bewaldete Plateau und die oberen Hangbereiche des Zeugenbergs „Widdebierg\", der als landschaftsprägender Schichtstufenrest über dem Tal der Syre thront und eine der Landmarken des südlichen Luxemburg darstellt, sowie den nach Nordosten auslaufenden Bergsporn Hierden, der bereits als Naturschutzgebiet ausgewiesen ist. Im Entwurf zum „Plan Directeur Sectoriel Paysage\" ist der Widdebierg aufgrund seiner landschaftlichen und morphologischen Bedeutung als eines der prioritären Schutzobjekte des Naturerbes Luxemburgs dargestellt (Site prioritaire).</p>\n<p class=\"lf-p\">Auch für das Kulturerbe Luxemburgs ist der Widdebierg relevant: hier befinden sich mehrere Hügelgräber, durch Einzelfunde zu vermutendes keltisches Heiligtum sowie eine Römerstraße am Fuß des Berges. Zahlreiche Einzelfunde aus römischer Zeit belegen die damalige Bedeutung des Widdebierg.</p>\n<p class=\"lf-p\">Der Plan National concernant la Protection de la Nature (2017 — 2021) zählt das geplante Waldschutzgebiet unter der Nr. 73 zu den prioritär auszuweisenden Naturschutzgebieten des Großherzogtums (Liste des zones protégées d'intérêt national à déclarer). Dies wird mit der Bedeutung des Gebietes als geschlossenes Waldgebiet, als Wildtierkorridor sowie der landschaftlichen Bedeutung des Widdebierg begründet.</p>\n<p class=\"lf-p\">Bereits in der Déclaration d'intention générale des Observatoire pour Environnement von 1981 ist das Gebiet differenziert in Zone 1 (bewaldetes Plateau) und Zone 2 (Hangbereiche) aufgelistet.</p>\n<p class=\"lf-p\">Folgende Basiskriterien werden erfüllt:</p>\n<div class=\"lf-abs\"><span class=\"lf-abs-num\">•</span>Lage im ländlichen Raum außerhalb einer Siedlungsagglomeration</div>\n<div class=\"lf-abs\"><span class=\"lf-abs-num\">•</span>Gebiet mit hoher Bedeutung für das Biotopverbundsystem</div>\n<div class=\"lf-abs\"><span class=\"lf-abs-num\">•</span>Gebiet mit hohem ökologischem Wert Damit wird die besondere Bedeutung des Widdebierg für die Biodiversität des Großherzogtums Luxemburg auch auf Landesebene dokumentiert.</div>\n<p class=\"lf-p\">Der mesotrophe Waldmeister-Buchenwald (LRT 9130) und der Hainsimsen-Buchenwald (LRT 9110) kommen in einer repräsentativen Ausprägung mit ausgedehnten, teilweise gelichteten alten Waldbeständen mit Baumaltern von teilweise über 200 Jahren auf dem Plateau des Widdebierg vor. Die unterschiedlich Ausweisungsdokument I agl Februar 2018 81 exponierten Hangbereiche differenzieren diesen Waldtyp ebenso wie die aufgelassenen Steinbrüche, so dass zahlreiche kleinflächige Sonderstandorte in die Waldbestände integriert sind.</p>\n<p class=\"lf-p\">Auch der Eichen-Hainbuchenwald (LRT 9160) besitzt im Déifebaacherbësch repräsentative Vorkommen in guter bis sehr guter Ausprägung mit 150-200 Jahre alten Beständen. Ein hoher Alt- und Totholzanteil bietet Habitate für zahlreiche anspruchsvolle Arten der Waldbiozönose.</p>\n<p class=\"lf-p\">In den Hangbereichen des Widdebierg und des Hierden befinden sich auf den Keupermergeln arten- und orchideenreiche Halbtrockenrasen (LRT 6210*) mit zahlreichen gefährdeten Arten sowie magere Mähwiesen (LRT 6510) bzw. magere Weiden. Diese Biotoptypen zählen zu den landesweit gefährdeten Lebensräumen, wobei insbesondere der Biotoptyp der mageren Mähwiesen landesweit einem anhaltenden Rückgang unterliegt.</p>\n<p class=\"lf-p\">Neben FFH-relevanten Lebensräumen gibt es im Untersuchungsgebiet zahlreiche Biotope, die nach den Artikeln 14 bzw. 17 des Naturschutzgesetzes vom 19.</p>\n<p class=\"lf-p\">Januar 2004 unter Schutz stehen. Zu diesen zählen vor allem die vielen Hecken, Streuobstbestände und Sickerquellen im Offenland sowie die Mardellen des Waldgebietes, die auch Voraussetzung für das Vorkommen spezialisierter Tier- und Pflanzenarten sind.</p>\n<p class=\"lf-p\">Auch die Felswände der aufgelassenen Sandsteinbrüche auf dem Plateau des Widdebierg bieten Habitate für Felsbesiedler wie z.B. spezialisierte Vögel und Fledermäuse.</p>\n<p class=\"lf-p\">Die Naturnähe, Vielfalt und der Strukturreichtum dieser Lebensräume ist die Voraussetzung für das Vorkommen zahlreicher gefährdete Pflanzen- und Tierarten, unter denen die gefährdeten Pflanzenarten der Halbtrockenrasen, der Raubwürger, die große Population des Neuntoters, der Wendehals und die Greifvogel wie Rot- und Schwarzmilan, Wespenbussard, Baumfalke und Sperber hervorzuheben sind. Mit Waldschnepfe, Schwarzspecht, Grauspecht, Hohltaube und Halsbandschnäpper sind weitere spezialisierte Waldvögel im Waldgebiet des Widdebiergs verbreitet.</p>\n<p class=\"lf-p\">5.3 Gefährdungen und Entwicklungstendenzen Die Verbrachung der früher extensiv genutzten Oberhangbereiche mit Halbtrockenrasen und mageren Mäh- und Streuobstwiesen sowie die intensivierte Nutzung als Dauer- und Mähweide führt zu einer zunehmenden Artenverarmung und zum Verlust der Lebensraumqualitäten im Offenland. Gerade die Aden des reich strukturierten und extensiv genutzten Offenlands gehen in Luxemburg besonders stark zurück (PNPN 2017-2021).</p>\n<p class=\"lf-p\">Während im bestehenden Schutzgebiet Hierden und östlich Mensdorf die Magerrasen inzwischen regelmäßig gepflegt werden, sind andere Bereiche wie am Kazebierg noch nicht stabilisiert. Ohne Pflegenutzung droht allen Halbtrockenrasen des Gebietes die rasche Verbuschung.</p>\n<p class=\"lf-p\">In den Waldflächen besteht die Gefahr der Verarmung der Artenvielfalt in der Baumschicht durch hohen und selektiven Wildverbiss bei der Naturverjüngung.</p>\n<p class=\"lf-p\">Der Widdebierg hat als Schichtstufenrest des Luxemburger Sandsteins eine besondere Bedeutung als Grundwasserspeicher und lokaler Trinkwassergewinnungsbereich. Neben der Ausweisung als Wasserschutzgebiet kann auch die Ausweisung des Naturschutzgebietes zur Sicherung der Grundwasserreserven hoher Qualität beitragen.</p>\n<p class=\"lf-p\">Darüber hinaus ist das Waldgebiet auch ein wichtiger Frischluftproduzent und eine klimatische Ausgleichsfläche.</p>\n<p class=\"lf-p\">Der Widdebierg ist als historisch alter Waldstandort von besonderer Bedeutung für den Schutz wenig beeinträchtigter Böden und naturnaher Bodenentwicklung.</p>\n<p class=\"lf-p\">Der Zeugenberg „Widdebierg\" hat für das Landschaftsbild des südöstlichen Luxemburg eine besondere Bedeutung als Landmarke, die auch von der vorbeiführenden Autobahn A1 aus besonders markant zur Geltung kommt. Dies dürfte schon zu vorromischen Zeiten zur Entwicklung von Kultbereichen und des späteren Heiligtums beigetragen haben. Diese Landmarkenfunktion mit der bewaldeten Hochfläche sowie das besonders strukturreiche und vielgestaltige Landschaftsbild in den Hangbereichen trägt zur besonderen Identifikationswirkung des Widdebiergs bei, die sich auch heute noch in dem regen Erholungsbetrieb (trotz erheblicher Verlärmung durch den nahen Flughafen Sandweiler) niederschlägt.</p>\n<p class=\"lf-p\">Ausweisungsdokument l agl Februar 2018 Réserve naturelle N° 73 Widdeb erg-Hierden Auch der Schutz des kulturhistorischen Erbes ist somit ein wichtiges Anliegen des geplanten Naturschutzgebietes.</p>\n<p class=\"lf-p\">Die Abgrenzung des geplanten Naturschutzgebietes umfasst das geschlossene Waldgebiet des Widdebierg auf dem Luxemburger Sandstein mitsamt dem Bergsporn Hierden sowie das über eine Wildbrücke über die Autobahn Al angeschlossene Waldgebiet Déifebaacherbësch südlich des Widdebierg.</p>\n<p class=\"lf-p\">Damit wird der wichtigen Verbundfunktion des Waldgebietes sowie der Bedeutung als Wildtierkorridor Rechnung getragen.</p>\n<p class=\"lf-p\">In den landwirtschaftlich genutzten Hangbereichen werden die nach Luxemburger Naturschutzgesetz geschützten Biotope sowie die Lebensraumtypen nach Anh. I der FFH-RL miteinbezogen. Ebenso wurden die Vorkommen gefâhrdeter Arten bei der Abgrenzung berücksichtigt.</p>\n<p class=\"lf-p\">Im Bereich des bestehenden RN PS 08 Hierden wurde die bestehende Schutzgebietsgrenze übernommen.</p>\n<p class=\"lf-p\">Die PAG-Entwürfe der Gemeinden Betzdorf und Flaxweiler wurden bei der Abgrenzung des Schutzgebietes beachtet. Dabei wurde darauf verzichtet, die unmittelbaren Ortsrandbereiche in das Schutzgebiet einzubeziehen, da hier vielfach ortsrandtypische Mischnutzungen, extreme Kleinteiligkeit der Besitz- und Nutzungsverhâltnisse und vielfâltige Nutzungsansprüche nur schwer mit einer Schutzgebietsausweisung zu vereinbaren sind.</p>\n<p class=\"lf-p\">Entlang der Autobahn Al wurde die von der Administration des ponts et chaussées vorgegebene „Zone non-aedificandi\" als Schutzgebietsgrenze verwendet, die sich allerdings nicht an den Katastergrenzen orientiert.</p>\n<p class=\"lf-p\">Ausweisungsdokument agl Februar 2018 83 Réserve naturelle N° 73 Widdebierg-Hierden 6. Gefährdungen und Beeinträchtigungen Waldmeister-Buchenwald und Waldprimel-Eichen-Hainbuchenwald Wildverbiss und Schälschäden Der Wildverbiss und die Schälschäden in den Waldflächen des geplanten Naturschutzgebietes müssen auf dem jetzigen Niveau als ernstzunehmende Beeinträchtigung der Verjüngung der Nebenbaumarten der Buchenwälder sowie der Eichen-Hainbuchen-Buchen-Wälder bezeichnet werden. Die natürliche Verjüngung von Traubeneiche, Stieleiche, Hainbuche, Esche, Bergahorn, Feldahorn, Winterlinde, Vogelkirsche, Elsbeere und Bergulme, die potenziell als Nebenbaumarten wichtige Bestandteile der Perlgras-Buchenwälder und teilweise die Hauptbaumarten der Eichen-Hainbuchenwälder bilden, ist derzeit in Frage gestellt. Die einzige sich relativ problemlos verjüngende und sehr dominante Baumart ist die Rotbuche (Fagus sylvatica), die sich unter dem Schirm der Altbestände in größeren Herden verjüngt und den Wald in Zukunft im Reinbestand aufbauen wird, wodurch sich insbesondere in den Eichen-Hainbuchenwäldern am Déifebaacherbësch ein markanter Bruch zur bisher vorherrschenden Baumschicht ergeben wird.</p>\n<p class=\"lf-p\">Der geringe Anteil der Eiche in der Baumverjüngung ist jedoch nicht allein auf den hohen Verbissdruck zurückzuführen, sondern ein komplexes Phänomen (ANF 2017), das auch mit der Verjüngungsstrategie der Eiche und zunehmenden Stressfaktoren für die Altbäume zusammenhängt.</p>\n<p class=\"lf-p\">Somit sind zwar die Waldbestände als solche nicht in ihrer langfristigen Existenz gefährdet, wohl aber die natürliche Arten- und Strukturvielfalt der Baum- und Strauchschicht. Dazu trägt auch der geringe Anteil an samenproduzierenden Baumindividuen im Waldbestand bei vielen Gehölzarten bei.</p>\n<p class=\"lf-p\">Mäßiger Alt- und Totholzanteil Die schlagweise Nutzung der früheren Altersklassenwirtschaft sowie die möglichst ökonomische Nutzung des Stammholzes haben nennenswerte Anteile an starkem stehendem und liegendem Totholz nicht zugelassen. Erst die Bemühungen um eine diversifizierte Bestandsstruktur in den letzten 15 Jahren und der Erhalt von Totholzüberhältern haben nennenswerte Totholzanteile befördert. Dennoch sind die an Alt- und Totholz gebundenen Waldhabitate noch deutlich unterrepräsentiert, insbesondere in den jüngeren Aufforstungen der letzten 50 Jahre sowie den Nadelholzbeständen.</p>\n<p class=\"lf-p\">Einheitlicher Bestandaufbau Die frühere Altersklassenwirtschaft hat einheitliche Bestandsstrukturen entstehen lassen, die sowohl die Waldstruktur als auch die Artenzusammensetzung der Baum-, Strauch- und Krautschicht bestimmen.</p>\n<p class=\"lf-p\">Mit dem Wandel der Bewirtschaftung hin zu einer naturnah orientierten Dauerwaldwirtschaft haben sich diese einheitlichen Bestandsstrukturen insbesondere in den alten Buchenwäldern mit der einzel- und gruppenweisen Entnahme von Bäumen bereits deutlich aufgelockert.</p>\n<p class=\"lf-p\">Dagegen sind die geschlossenen Aufforstungen der letzten 50 Jahre mit Dickungen und Stangenholz sowie die geschlossenen Nadelholzbestände noch deutlich von der bestandsweisen Bewirtschaftung geprägt.</p>\n<p class=\"lf-p\">Ausweisungsdokument l agl Februar 2018 Réserve naturelle N° 73 Widdebierg-Hierden Nicht standortheimische Nadelholzbestände Die Fichten-, Lärchen- und Douglasienbestände am Widdebierg sind Relikte der Aufforstung der Steinbrüche und deren Infrastrukturbereiche. Außerdem wurden in den Randbereichen des Widdebierg in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts mehrere zuvor landwirtschaftlich genutzte Parzellen mit Fichten aufgeforstet. Diese Bestände haben das landschaftliche Erscheinungsbild des Waldbestandes am Widdebierg stark beeinflusst und abrupte Waldränder zum Offenland hin hervorgebracht. Erste Nadelholzbestände (z.B. im Giedgendall) wurden in den letzten Jahren gerodet.</p>\n<p class=\"lf-p\">Auch in den Steinbrucharealen fand in den letzten Jahren eine sukzessive Auflichtung und ein Umbau der Nadelholzbestände statt.</p>\n<p class=\"lf-p\">Verbrachung und Verbuschung extensiv genutzter Offenlandbiotope Die Hangbereiche des Widdebierg und des Hierden wurden in der Vergangenheit meist extensiv als Mähwiesen, Streuobstwiesen oder extensive Mähweiden genutzt. Heute sind diese Nutzungen aufgrund des Arbeitsaufwandes und der Hangneigung vielfach unrentabel und wurden aufgegeben. Die aufgelassenen Flächen sind allmählich verbuscht oder verstaudet, ältere Brachen sind bereits zu geschlossenen Gehölzen zusammengewachsen. Einige Flächen wurden in jüngerer Zeit durch von der SIAS veranlasste oder vom Forstrevier Flaxweiler durchgeführte Pflegemaßnahmen wieder geöffnet. Auf zahlreichen Flächen reicht auch die bisherige Folgepflege (z.B. durch Huteschäferei, extensive Beweidung) nicht zur effektiven Zurückdrängung des Gehölzaufwuchses aus.</p>\n<p class=\"lf-p\">Ausweisungsdokument I agl Februar 2018 85 Réserve naturelle N° 73 Widdebierg-Hierden Intensivierung oder Umnutzung extensiv genutzter Offenlandbiotope Ein Teil der früheren mageren Mähwiesen, Magerrasen und Streuobstwiesen wird heute zur Vereinfachung der Bewirtschaftung beweidet oder in zusammenhängende Weideflächen integriert. Damit ist zwar die Offenhaltung dieser Lebensräume gewährleistet, vielfach geht damit aber auch eine Überalterung der nicht mehr unterhaltenen Streuobstbestände sowie eine Artenverarmung des intensiver genutzten Grünlandes einher. Die Charakterarten der Mähwiesen werden zugunsten weidetoleranter Gräser verdrängt, insbesondere bei Düngung und periodischer Neueinsaat.</p>\n<p class=\"lf-p\">Trinkvvassergewinnung durch die SIDERE Die Trinkwassergewinnung durch die SIDERE ist ein fester Bestandteil der Nutzungen am Widdebierg, die auch die regionale Versorgung mit Trinkwasser sicherstellt. Die zugehörigen Infrastrukturen der Trinkwasserversorgung müssen auch weiterhin zugänglich bleiben, um die Unterhaltung, Sanierung und Erneuerung der Infrastrukturen wie Wasserbehälter, Messstationen und Quellfassungen zu gewährleisten.</p>\n<p class=\"lf-p\">Daher werden in den entsprechenden Bereichen temporäre Störungen oder sporadische Unterhaltungs- und Baumaßnahmen nicht zu vermeiden sein.</p>\n<p class=\"lf-p\">Ausweisungsdokument agl Februar 2018 Réserve naturelle N° 73 Widdebierg-Hierden Langfristige Klimaveränderung Die langfristige, anthropogen bedingte Klimaveränderung („Klimawandel\"), wie sie derzeit die Mehrheit der Klimaforscher und auch das Centre du Recherche Public — Gabriel Lippmann (CRP-GL) für Luxemburg vorhersagen, wird im Großherzogtum voraussichtlich zu einer Erhöhung der 3ahresdurchschnittstemperaturen bis 2100 um ca. 3°C führen. Die damit verbundene zunehmende Sommertrockenheit, Hitzeperioden sowie Starkregen- und Sturmereignisse können gravierende Gefährdungsfaktoren für die Waldbestände bedeuten (agl 20/2).</p>\n<p class=\"lf-p\">Vor allem die südexponierten, schon heute von sommerlichem Wassermangel gekennzeichneten Steilhänge werden voraussichtlich für die Buche als Wuchsort zunehmend problematisch werden, während trockenheitstolerante Baumarten wie Traubeneiche, Hainbuche und Mehlbeere von den vorhergesagten Veränderungen profitieren dürften. Falls die Erwärmung in starkem Ausmaß eintritt (&gt;3°C Jahresmitteltemperatur), ist von einer deutlichen Verschiebung der Baumartenanteile auszugehen.</p>\n<p class=\"lf-p\">Der durch den Klimawandel ausgelöste Druck durch (einwandernde) Schädlinge sowie die veränderte Anfälligkeit der Baumarten und Waldgesellschaften gegenüber Schadorganismen ist ein zusätzlicher Belastungsfaktor, dessen Umfang noch schwer abzuschätzen ist (agl 2012).</p>\n<p class=\"lf-p\">Auch die Lebensgemeinschaften des Offenlandes dürften vom langfristigen Klimawandel betroffen sein, insbesondere diejenigen feuchter bis nasser Standorte.</p>\n<p class=\"lf-p\">Dagegen dürften Arten trockenwarmer Lebensbedingungen eher von der Erwärmung profitieren, wobei die komplexen Veränderungen einzelner Parameter sich für viele Arten sehr unterschiedlich auswirken können.</p>\n<p class=\"lf-p\">Insofern wird der Klimawandel eine potenzielle Bedrohung für die aktuellen Waldgesellschaften und Lebensräume des Offenlandes im geplanten Naturschutzgebiet darstellen. Die naturnahe Bewirtschaftung der Waldflächen bietet jedoch die beste Möglichkeit für die Baumarten und Waldgesellschaften, sich an veränderte Konditionen und Konkurrenzverhältnisse anzupassen. Das geplante Naturschutzgebiet mit seinen für das Gutland charakteristischen, schon heute relativ naturnahen Waldgesellschaften bietet hierzu ein hervorragendes Studienobjekt.</p>\n<p class=\"lf-p\">Ausweisungsdokument l agi Februar 2018 Réserve naturelle N° 73 Widdebierg-Hierden 7. Ziele des geplanten Naturschutzgebietes Das Ziel des geplanten Naturschutzgebietes ist der Schutz, die Erhaltung und Entwicklung der vorhandenen wertvollen, naturnahen Waldlebensräume im Waldgebiet von Widdebierg, Hierden und Déifebaacherbësch sowie der kulturabhängigen Lebensräume im angrenzenden hängigen Offenland des Widdebierg und des Hierden.</p>\n<p class=\"lf-p\">Darüber hinaus ist der Erhalt und die Pflege von Vernetzungselementen zu anderen Biotopkomplexen und Schutzgebieten ein wesentliches Ziel.</p>\n<p class=\"lf-p\">Zudem dient das Schutzgebiet dem Erhalt und der Weiterentwicklung der landschaftlichen Bedeutung des Widdebierg als Landmarke landesweiter Wichtigkeit und als geologischer Zeugenberg. Die wichtige Funktion des Widdebierg als Trinkwasserspeicher und Quellhorizont soll bewahrt und langfristig gesichert werden.</p>\n<p class=\"lf-p\">Der kulturhistorischen Bedeutung des Widdebierg soll Rechnung getragen und kulturhistorische Zeugnisse bewahrt und erlebbar gemacht werden.</p>\n<p class=\"lf-p\">Die natürliche biologische Vielfalt des Gebietes ist einerseits durch die standörtliche Diversität des Waldgebietes (Hangneigung, Exposition, Bodenfeuchte, Geologie) andererseits durch das Alter und die unterschiedlichen Waldstrukturen bedingt. Auch die anthropogenen Eingriffe, wie der Steinbruchbetrieb haben in der Vergangenheit zur Erhöhung der Standortvielfalt beigetragen. Dagegen wurden störungsempfindliche oder jagdbare Arten durch die Aktivitäten des Menschen verdrängt.</p>\n<p class=\"lf-p\">Gerade die naturnahen und standorttypischen Bedingungen weisen speziell angepasste und seltene Spezies auf: Oft handelt es sich um Organismengruppen, die schwer nachzuweisen und zu bestimmen sind, z.B. Flechten, Pilze und Moose, xylobionte Insekten und bodenbewohnende Arten wie Collembolen, die jedoch einen Großteil der Artenvielfalt eines Waldökosystems ausmachen. Historisch alte, über lange Zeiträume ungestört sich entwickelnde Bestände mit hohem Alt- und Totholzanteil bieten sehr empfindlichen und anspruchsvollen Tieren und Pflanzen Lebensraum, der in den Wirtschaftswäldern mit einem maximalen Baumalter von ca. 150 Jahren kaum mehr vorhanden ist. Gerade der Widdebierg als historisch altes Waldgebiet des Gutlands mit hohem Anteil naturnaher alter Buchenwälder hat hier ein besonderes Entwicklungspotential.</p>\n<p class=\"lf-p\">Die Waldstruktur ist teilweise noch vom Altersklassenwald geprägt, wodurch charakteristische Elemente des Naturwaldes wie starkes stehendes und liegendes Totholz und eine stärkere Altersdurchmischung des Baumbestandes noch unterentwickelt sind. Der Totholzanteil soll über die Entwicklung von Altholzinseln und das Belassen von Totholzbäumen gesteigert werden.</p>\n<p class=\"lf-p\">In der Baumschicht sind wichtige Nebenbaumarten wie Esche, Bergahorn, Winterlinde, Vogelkirsche, Elsbeere und Bergulme deutlich unterrepräsentiert oder fehlen vollständig. Auch die Pionierbaumarten fallen in den Waldbeständen weitgehend aus.</p>\n<p class=\"lf-p\">Als Folge davon werden das Nahrungsspektrum und das nutzbare Habitatangebot für spezialisierte Tierarten eingeschränkt.</p>\n<p class=\"lf-p\">Die Dominanz der Buche in der Baumschicht und der vorhandene Verbissdruck lassen erwarten, dass die Buche die weitere Entwicklung der Verjüngung prägen wird. Um derzeit wenig vertretende Mischbaumarten zu fördern, sollten das Ausmaß des Wildverbisses beobachtet und der Wildbestand im Naturschutzgebiet gegebenenfalls reduziert werden.</p>\n<p class=\"lf-p\">Zur Einschätzung der Auswirkungen des Wildverbisses ist es außerdem sinnvoll, mehrere Weisergatter einzurichten. Anhand der Verjüngungsentwicklung in den gezäunten Flächen ist anschließend festzulegen, in welchem Umfang der Wildbestand nachhaltig ist oder ob die Nebenbaumarten auch ohne selektive Äser in der Verjüngung ausbleiben. Notfalls ist auch eine Unterpflanzung mit den unterrepräsentierten Baumarten vorzunehmen.</p>\n<p class=\"lf-p\">Die biologische Vielfalt des Waldgebietes soll sich am naturräumlichen und lebensraumtypischen Potenzial der Waldgesellschaften unter einer naturgemäßen Bewirtschaftung orientieren. Maßnahmen zur Lenkung der biologischen Vielfalt sollten vor allem in den derzeit naturfern bestockten Bereichen, sowie bei einer Ausweisungsdokument I agl Februar 2018 88 Réserve naturelle N° 73 Widdebierg-Hierden deutlich erkennbaren, anhaltenden Fehlentwicklung — etwa aufgrund des starken Verbisses — ergriffen werden. Hier dürften insbesondere forstliche und zum langfristigen Erhalt des Eichen-Hainbuchenwaldes im jagdliche Maßnahmen Déifebaacherbësch sowie zur Förderung der Nebenbaumarten am Widdebierg erforderlich sein.</p>\n<p class=\"lf-p\">Mit den Fichten- und Douglasienbeständen sind insbesondere an den Waldrändern monostrukturierte, instabile Forste entstanden, die nur wenige der potenziell natürlichen Waldstrukturen aufweisen. Hier wird in den Nadelholzbeständen eine weitere Förderung der natürlichen Waldentwicklung durch Auflichtung/ Freistellung und Zulassung der Naturverjüngung vorrangig sein. Bevorzugt sollten Nadelholzbestockungen im Umfeld der Steinbruchwände sowie an den Waldrändern des Widdebierg gelichtet bzw. umgewandelt werden. An den Fichtenbeständen der Waldränder (Erstaufforstungen) ist teilweise die Rücknahme der Waldfläche auf die frühere Waldgrenze zu prüfen.</p>\n<p class=\"lf-p\">Als begleitende Mischbaumarten können Fichte, Lärche, Kiefer und Douglasie in den Wäldern des Widdebierg weiter eine - untergeordnete - Rolle spielen.</p>\n<p class=\"lf-p\">Insbesondere die Waldkiefer ist dabei auf den Sekundärstandorten der Steinbrüche eine Lichtbaumart, die hier gefördert werden sollte (vgl. Abs. 6.2).</p>\n<p class=\"lf-p\">7.2 Erhalt und Förderung der Neben der Naturnähe ist auch die Lebensraumvielfalt in den Waldbeständen zu fördern. Darunter fällt neben der Diversität der naturnahen Waldgesellschaften auch die Unterstützung von seltenen Waldstrukturen an Sonderstandorten, wo immer sich diese im Rahmen der Bewirtschaftung realisieren lassen.</p>\n<p class=\"lf-p\">Lichte Wälder In den Buchenwäldern Mitteleuropas sind lichte Wälder angesichts der Konkurrenzkraft der ausdunkelnden Buche selten und auf besonders trockene oder besonders nasse Standorte beschränkt. Gleichzeitig sind zahlreiche Tierarten auf lichte, besonnte Waldstrukturen angewiesen oder haben dort einen Lebensraumschwerpunkt.</p>\n<p class=\"lf-p\">Daher sind lichte Waldstrukturen vorrangig auf Standorten zu entwickeln, die ohnehin sekundärer Natur sind und wegen ihres Biotoppotenzials möglichst besonnte Teile aufweisen sollen. Dies ist am Widdebierg in den ehemaligen Steinbruchbereichen der Fall. Hier sollen beim Umbau der Erstaufforstungen Baumarten mit lichter Kronenstruktur in weitem Stand gefördert werden, also z.B. Traubeneiche, Waldkiefer, Esche und Mehlbeere. Insbesondere im engen Umfeld der Felswände sollen die Waldbestände größere lichte Bereiche aufweisen.</p>\n<p class=\"lf-p\">Biotopbäume und besondere Baumformen Als Biotopbäume werden Bäume bezeichnet, die aufgrund ihre Alters, Verletzungen oder ihrer besonderen Wuchsform spezifische Habitate für die Waldbewohner anbieten. Biotopbäume (z.B. auch Horstbäume) sollen im Rahmen der Bewirtschaftung gesichert und auch bei Durchforstungen in Anteilen belassen werden. Anzustreben sind 10 Biotopbäume/ha. Hierbei ist auf den Erhalt von ökonomisch geringwertigen Baumformen wie Zwiesel, Mehrstämmigkeit, Krüppelwuchs zu achten.</p>\n<p class=\"lf-p\">Förderung der Vielfalt der Waldgesellschaften Die Vielfalt der naturnahen Waldgesellschaften wird einerseits von der Diversität der Waldstandorte, andererseits durch die Art der waldbaulichen Bewirtschaftung bestimmt. Auf mittleren Standorten treten bei naturnaher Bewirtschaftung hauptsächlich unterschiedliche Varianten des Buchenwaldes auf. Andererseits werden bestimmte Waldtypen wie die Eichen-Hainbuchenwälder durch die kleinräumige, zielbaumorientierte Verjüngung benachteiligt, insbesondere dann, wenn auch noch erheblicher selektiver Verbissdruck hinzukommt (ANF 2017). Die Stiel- und Traubeneiche haben durch eine Reihe von Faktoren (z.B. Mehltau, Abnahme der Mastjahre, hohe Eichelverluste) ohnehin große Schwierigkeiten, sich ausreichend zu verjüngen (Reif &amp; Gärtner 2007). Die Bewirtschaftung in den bodenfeuchten Stieleichen-Hainbuchenwäldern, aber auch den feuchteren Varianten der Waldmeister-Buchenwälder im Déifebaacherbësch soll durch angepasste Naturverjüngungsverfahren, die den Erfordernissen der Eichenverjüngung besonders Rechnung tragen, die derzeit fast völlig fehlende Verjüngung Ausweisungsdokument l agl Februar 2018 Réserve naturelle N° 73 Widdebierg-Hiercem der Eiche unterstützen (z.B. Lichtkegelverjüngung, vgl. ANF 2017). Darüber hinaus sollten die Neben- und Mischbaumarten der Buchen- und Eichen-Hainbuchenwälder aufgrund fehlender Samenbäume im Rahmen der forstlichen Bewirtschaftung gezielt gefordert und ggf. untergepflanzt werden.</p>\n<p class=\"lf-p\">Naturnahe Waldbewirtschaftung Innerhalb des geplanten Naturschutzgebietes Widdebierg soll die Waldbewirtschaftung folgende Ziele verfolgen: • Naturnahe Bewirtschaftung und kleinflächige sukzessive Verjüngung der Waldmeister-Buchenwälder und Eichen-Hainbuchen(Eschen-)Wälder unter vorrangiger Nutzung der Naturverjüngung und geeigneter Verjüngungsverfahren für die Eiche • Sicherung eines hohen Altholz- und Verbesserung des Totholzanteils durch Verlängerung der Umtriebszeiten in den Laubwäldern • Beschränkung des Einschlags auf die wirtschaftlich rentablen und wertvollen Stämme • Beschränkung der Dichte an Rückegassen • Überprüfung des Wildverbisses, Anpassung der Abschusszahlen bei hohem selektivem Verbissdruck auf die Naturverjüngung • Förderung der standorttypischen Mischbaumarten bei der Holznutzung, Durchforstung und Verjüngung Ausweisungsdokurnent l agl Februar 2018 90 Réserve naturelle N° 73 Widdebierg-Hierden 7.3 le'rh;11*: und , twirfrilmgnel sealltprlp,?In eter Lebensrâurn_ Die besonderen Lebensraumtypen der Waldflächen sollen im Rahmen der Waldbewirtschaftung sowie durch Pflegemaßnahmen gesichert und entwickelt werden. Hierbei sind auch die spezifischen Lebensraumansprüche gefährdeter spezialisierter Tier- und Pflanzenarten zu berücksichtigen.</p>\n<p class=\"lf-p\">Felswände und Felsfluren der Steinbrüche (LRT 8210) Je nach Exposition und Durchsickerung weisen Felswände natürlicherweise sehr unterschiedliche Besonnungs- und Feuchtegrade auf. Die Felswände am Widdebierg sind durch die früheren, teilweise bereits aufgelockerten Aufforstungen der Steinbrüche relativ schattig. Hier sollten möglichst vielfältige Lichtverhältnisse und lichte Waldbestände angestrebt werden, die den (potenziellen) Felsenbewohnern unterschiedliche Nischen zur Verfügung stellen und fliegenden Felsbewohnern das Erreichen offener Felspartien erleichtern.</p>\n<p class=\"lf-p\">Stark schattende Nadelbäume wie Fichte und Douglasie sollten im Umfeld der Felswände mittelfristig vollständig gerodet werden, während die Waldkiefer (Pinus sylvestris) zu den charakteristischen Gehölzarten der Felsfluren zählt.</p>\n<p class=\"lf-p\">Waldränder (BK 15) Waldränder bilden wichtige Übergangsökotone zwischen Waldbestand und Offenland, die sowohl durch ihren Arten- als auch durch ihren Strukturreichtum, aber auch die lineare Ausdehnung von besonderer Bedeutung als (Teil-)Lebensraum für zahlreiche Arten auch mit großflächigen Raumansprüchen sind.</p>\n<p class=\"lf-p\">Daher sollten insbesondere in süd- oder südwestexponierten Lagen (die für die Entwicklung artenreicher Waldränder besonders geeignet sind) die Waldränder durch unregelmäßige Rücknahme der herrschenden Baumschicht und Förderung von Lichtbaumarten und Sträucher aufgebaut werden. Pflanzungen sind i.d.R. nicht erforderlich. Insbesondere im Übergang zu Halbtrockenrasen, Magerwiesen und Streuobstbeständen in den Hanglagen können so hochwertige, sehr struktur- und artenreiche Biotopkomplexe entstehen.</p>\n<p class=\"lf-p\">An endgenutzten Fichtenbeständen, die aus früheren Erstaufforstungen von Brachflächen hervorgegangen sind, können auch breitere Waldränder mit breitem Strauchmantel entwickelt werden.</p>\n<p class=\"lf-p\">Mardellen, Stillgewässer (BK 08) Die wenigen Mardellen in den Waldflächen sollen als natürliche temporäre Stillgewässer erhalten werden. Bewirtschaftungsbedingte Beeinträchtigungen wie Eintrag von Gehölzschnitt oder starke Beschattung sind zu vermeiden und wo möglich rückgängig zu machen. Die Verbesserung der Funktion als Laichgewässer sollte geprüft werden. Zudem sollte im Umfeld der Mardellen eine möglichst naturnahe Waldentwicklung (z.B. durch Einrichtung von Altholzinseln) angestrebt werden.</p>\n<p class=\"lf-p\">Die gefährdeten Lebensräume des Offenlandes sollen in einen zumindest guten Erhaltungszustand versetzt und langfristig gesichert werden. Dieser Zustand soll durch vertragliche Regelungen mit den Bewirtschaftern und entsprechende Förderungen für extensive Wirtschaftsformen unterstützt werden.</p>\n<p class=\"lf-p\">Nicht mehr bewirtschaftete Flächen sind durch Pflegemaßnahmen in einen guten Zustand zu versetzen oder in mindestens gutem Zustand zu erhalten.</p>\n<p class=\"lf-p\">Kalk-Halbtrockenrasen (LRT 6210) Die offenen Kalkmagerrasen sollen weiter gepflegt und offengehalten werden. Verbuschte Halbtrockenrasen sollen wieder geöffnet und einer dauerhaften Pflege zugeführt werden, die eine erneute Verbuschung/Versaumung verhindert. Die Nutzung intensivierter Halbtrockenrasen soll angepasst und ein guter Zustand durch Aushagerung wieder hergestellt werden.</p>\n<p class=\"lf-p\">Magere Mähwiesen (LRT 6510) Ausweisungsdokument l agl Februar 2018 Réserve naturelle N° 73 Widdebierg-Hierden Die bestehenden Mageren Mähwiesen sollen in einem guten Erhaltungszustand gesichert werden. Zu intensiv oder ausschlieBlich beweidete Flächen sollen extensiviert und möglichst mit einer Mähnutzung kombiniert werden.</p>\n<p class=\"lf-p\">Streuobstwiesen (BK 09) Die Streuobstwiesen sollen in ihrem Bestand erhalten und durch Neupflanzung verjüngt werden. Die Pflege der Obstbaumhochstämme (Pflegeschnitt, Entfernung von Mistel) soll durch Förderprogramme unterstützt und gewährleistet werden.</p>\n<p class=\"lf-p\">Die Unternutzung der Streuobstwiesen soll möglichst durch extensive Mahd oder Mähweide erfolgen.</p>\n<p class=\"lf-p\">Nassbrachen und Quellsümpfe (BK 11) Die Nassbrache im Quellgebiet des Lochebaachs soll bis auf einen uferbegleitenden Gehölzstreifen offengehalten werden. Die Eutrophierung durch angrenzende Flächennutzungen oder zu intensive Beweidung ist zu vermeiden.</p>\n<p class=\"lf-p\">Ausweisungsdokurnent l agl Februar 2018 92 Réserve naturelle N° 73 Widdebierg-Hierder Sickerquellen (BK 05) Die Sickerquellen am Grenzhorizont von Luxemburger Sandstein und Keupermergeln sollen gesichert und extensiv bewirtschaftet werden. Hohe Tritt- und Nâhrstoffbelastung durch die Weidetiere oder die Nutzung als Trânke ist zu vermeiden, eine extensive sporadische Mâhnutzung ist anzustreben.</p>\n<p class=\"lf-p\">Die Vorkommen seltener Pflanzenarten im geplanten Naturschutzgebiet konzentrieren sich auf die extensiv genutzten oder gepflegten Offenlandbereiche an den Hanglagen des Widdebierg und des Hierden mit Halbtrockenrasen, Sickerquellen und magerem Grünland.</p>\n<p class=\"lf-p\">Die mageren Offenlandlebensräume dieser Pflanzenarten sollen durch angepasste Bewirtschaftung oder Pflegemaßnahmen erhalten bzw. wiederhergestellt werden. Dabei sind insbesondere verbrachte, verfilzte und/oder verbuschte Magerrasen wieder zu öffnen und durch kontinuierliche düngerfreie Bewirtschaftung zu entwickeln.</p>\n<p class=\"lf-p\">Auch die teilweise unternutzten, teilweise intensivierten Magerwiesen mit ihren geferdeten Arten sollen durch Mahd (mit Nachbeweidung) ohne Düngung gesichert und aufgewertet werden.</p>\n<p class=\"lf-p\">Die Standorte der Sickerquellen innerhalb von landwirtschaftlich genutzten Flâchen sind entweder in einer spâtsommerlichen Trockenphase zu mâhen oder extensiv zu beweiden. Trittschâden und Eutrophierung durch Beweidung in feuchten Witterungsperioden sind durch Auszâunen zu vermeiden.</p>\n<p class=\"lf-p\">Ausweisungsdokument l agl Februar 2018 93 Réserve naturelle N° 73 Widdebierg-Hiergen Die bisher nachgewiesenen, spezialisierten und teilweise gefährdeten Tierarten (Avifauna, Schmetterlinge, F(edermäuse) stellen nur einen Teil der gesamten Biozönosen des Waldes und des Offenlandes dar. Ein großer Teil der gefährdeten Waldarten ist auf eine naturnahe Waldstruktur sowie einen hohen Anteil an Alt- und Totholz in den Waldbeständen angewiesen. Mit zunehmendem Durchmesser von Tot- und Altholzstrukturen vermögen auch größere Waldtiere geeignete Habitate zu finden. Der Widdebierg bietet mit seinen alten Buchen-(Eichen)- Beständen und der Déifebaacherbësch mit seinen alten Eichen-Hainbuchen(Buchen)-Beständen hervorragende Voraussetzungen zur Sicherung und Weiterentwicklung dieser Lebensraumqualitäten.</p>\n<p class=\"lf-p\">Daher ist der Anteil an stehendem und liegendem Totholz in den Waldbeständen des geplanten Naturschutzgebietes zu erhöhen und die Alters- und Zerfallsphase der Waldgesellschaften in Teilflächen zuzulassen (Altholzinseln). Darüber hinaus sollen in den hiebsreifen Beständen ausreichende Anteile an Alt- und Totholz (2-3 Totholzstämme/ha, 8 Biotopbäume/ha) belassen werden (durchaus auch forstlich geringwertige Bäume).</p>\n<p class=\"lf-p\">Wildkatze, Waldschnepfe, Wespenbussard, Mittel- und Schwarzspecht, aber auch potenziell mögliche Arten wie der Schwarzstorch werden durch zusammenhängende störungsarme Waldbereiche mit naturnahen Waldstrukturen und -prozessen begünstigt und ihre Ansiedlung langfristig ermöglicht. Daher sollten auch Waldbereiche vorgesehen und entwickelt werden, die nicht für die Naherholung erschlossen sind (idealerweise in und im Umfeld von Altholzinseln).</p>\n<p class=\"lf-p\">Zusammengefasst liegen die wesentlichen Ziele zur Förderung seltener Arten im Wald in: • der holzanteils • der Vergrößerung störungsarmer und nicht der Verkehrssicherungspflicht unterliegender Bereiche • Vermeidung von Zerschneidungen • Kontrolle und Management des Wildbestandes • Erhalt und Entwicklung struktur- und artenreicher, besonnter Wald(innen)ränder weiteren Zunahme des Alt- und Tot- Im Offenland sind die seltenen Tierarten vielfach an das magere Grünland (inkl. Magerrasen) und die Streuobstwiesen gebunden, teilweise auch in enger Verbindung mit Hecken, Feldgehölzen und strukturreichen Waldrändern. Arten wie Neuntöter und Raubwürger, Grünspecht, Wendehals oder Gartenrotschwanz sind auf niedrigwüchsiges Grünland in Kombination mit angrenzenden Bruthöhlen oder Gehölzen angewiesen.</p>\n<p class=\"lf-p\">Die Verbrachung und Verbuschung des mageren Grünlands sowie der Streuobstwiesen soll verhindert und eine extensive Nutzung und Pflege der offenen Hangbereiche angestrebt werden. Neben einer extensiven Grünlandnutzung, bei der auch ein ausreichender Anteil gemähter Flächen zu sichern ist, ist auch auf die Nutzung und Pflege des Streuobstbestandes zu achten. Hierzu sollen auch Nutzungs- und Streuobstprogramme (z.B. der SIAS) genutzt werden.</p>\n<p class=\"lf-p\">In die Pflege und Nutzung der Streuobstbestände sollten soweit möglich die Anwohner und benachbarten Landwirte einbezogen werden. Um einen hohen Anteil an Grenzlinien und unterschiedlichen Nutzungszeitpunkten zu erhalten, sollten auch kleinräumige Bewirtschaftungseinheiten unterstützt werden.</p>\n<p class=\"lf-p\">Die Ausweisung des Naturschutzgebietes dient</p>\n<div class=\"lf-abs\"><span class=\"lf-abs-num\">•</span>der Sicherung und Entwicklung eines bedeutenden Zeugenberges der Luxemburger Sandsteinstufe, der eine bedeutende Landmarke im Luxemburger Gutland darstellt und auch eine hohe kulturhistorische Bedeutung aufweist.</div>\n<p class=\"lf-p\">Ausweisungsdokument l agl Februar 2018 94 Réserve naturelle N° 73 Widdeb erg-Hierden</p>\n<div class=\"lf-abs\"><span class=\"lf-abs-num\">•</span>der Sicherung und Entwicklung naturnaher und repräsentativer Waldgesellschaften sowie dem Schutz und der Entwicklung waldtypischer Lebensgemeinschaften auch für künftige Generationen. Den Menschen soll die Möglichkeit gegeben werden, naturnahe Waldgesellschaften und die zugehörigen Lebensgemeinschaften unmittelbar zu erleben, auch ohne Führung und Beaufsichtigung. Dadurch kann Verständnis für die Funktionen und die Schönheit eines naturnahen Waldes geweckt werden.</div>\n<div class=\"lf-abs\"><span class=\"lf-abs-num\">•</span>der Sicherung und Entwicklung strukturreicher landwirtschaftlicher Hangbereiche mit hoher Nutzungsvielfalt und tradierten Nutzungsformen.</div>\n<p class=\"lf-p\">Damit soll ein repräsentativer Ausschnitt der Luxemburger Kulturlandschaft im östlichen Gutland für die Zukunft geschützt und auch in seiner sozialen Bedeutung gestärkt werden.</p>\n<p class=\"lf-p\">Erholung und Tourismus Der Widdebierg hat heute eine hohe Bedeutung für die lokale und regionale Naherholung, was sich in mehreren Wanderwegen, MTB-Wegen, Jogging-Parcours und Infrastrukturen (Bänke, Unterstände etc.) niederschlägt. Dennoch dominiert die natur- und landschaftsbezogene, einrichtungsungebundene Erholung.</p>\n<p class=\"lf-p\">Diese Erholungsformen sollen auch künftig innerhalb des Schutzgebietes zulässig sein. Allerdings sollten Teilbereiche des Waldgebietes durch Besucherlenkung beruhigt werden. Im Bereich von Altholzinseln soll darauf geachtet werden, dass Verkehrssicherungsmaßnahmen entlang von Wegen minimiert werden können.</p>\n<p class=\"lf-p\">Um Eingriffe zur Wegesicherung so gering wie erforderlich zu halten und störungsarme Ruhebereiche zu entwickeln, soll das dauerhafte Wegenetz auf die aktuellen Bewirtschaftungswege und Wanderwege beschränkt werden bzw. in seiner Gesamtheit nicht an Streckenlänge zunehmen. Die Ôffentlichkeitsarbeit soll nicht mit einer zusätzlichen „Möblierung\" des Waldgebietes in der Fläche verbunden sein, sondern sich auf die vorhandenen Infrastrukturschwerpunkte und Waldzugänge beschränken.</p>\n<p class=\"lf-p\">Jagd Die Einschätzungen zum Ausmaß des Wildverbisses beruhen nicht auf systematischen Beobachtungen, zeigen aber einen Verbissdruck, der für die seltenen und selektiv bevorzugt befressenen Baumarten eine Verjüngung nicht zulässt oder stark erschwert. Ziel im Naturschutzgebiet ist es, die Regeneration des Waldes und die natürliche Baumartenvielfalt zu ermöglichen.</p>\n<p class=\"lf-p\">Um die Verbisssituation, die auch entsprechend der Exposition und Störungsfrequenz der Waldbestände lokal sehr unterschiedlich sein kann, besser einschätzen zu können, ist die Anlage von Weisergattern im Rahmen eines Gebietsmonitorings sinnvoll. Grundsätzlich sind Hegemaßnahmen zur Aufrechterhaltung eines hohen Wildbestandes aufzugeben. Anhand der Ergebnisse des Monitorings können sinnvolle Maßnahmen besser diskutiert und begründet werden.</p>\n<p class=\"lf-p\">In Abhängigkeit der Verjüngungsergebnisse in den Weisergattern sollten Jagdintensität und ggf. auch Jagdmethodik insofern angepasst werden, dass der Wildbestand die Verjüngung verbissempfindlicher Baumarten wieder zulässt. Das bedeutet nicht, dass keine Wildschäden mehr auftreten dürfen, die ja auch Teil eines Naturwaldes sind. Die derzeit zu beobachtende weitgehende Artenentmischung der Waldbestände ist jedoch für das künftige Naturschutzgebiet eine gravierende Beeinträchtigung und verhindert langfristig die Ausbildung naturnaher Waldbestände und letztlich die mit der Ausweisung verbundenen Naturschutzziele. Priorität hat dabei die Gewährleistung naturnaher Verjüngungs- und Konkurrenzverhältnisse unter den Baumarten der pnV.</p>\n<p class=\"lf-p\">Pädagogik Die vom Forstrevier Flaxweiler ausgerichteten ökopädagogischen Veranstaltungen wie „Waldkindergarten\" und „Waldjugendspiele\" sollen innerhalb des geplanten Naturschutzgebietes weiter fortgeführt und mit den Zielen des Schutzgebietes verbunden werden. Störungsempfindliche Bereiche wie wenig erschlossene Altholzinseln sollten bei Aktionen mit größeren Gruppen ausgespart werden.</p>\n<p class=\"lf-p\">Die Veranstaltungen sollen vor allem dem Verständnis für die Waldökologie, aber auch dem Erleben des Waldes dienen.</p>\n<p class=\"lf-p\">Ausweisungsdokument l agl Februar 2018 95 Réserve naturelle N° 73 Widdebierg-Hierden 8. Pflege- und Entwicklungsmatinahmen Waldflächen .1 schiitzte leMdç!--ellsr1171ften Altholzinseln Zur Erhöhung des Alt- und Totholzanteils und zur Sicherung einer ungestörten Waldentwicklung auf Teilflächen des Naturschutzgebietes sollen Altholzinseln mit einer Größe von 3-5 ha entwickelt und von der regulären Bewirtschaftung ausgenommen werden. Mit der Festlegung von Altholzinseln werden folgende Ziele verfolgt: • Flächige Erhaltung und Entstehung von (Ur-)altbaum-Strukturen • Flächige Erhaltung und Entstehung von (starkem) Totholz Zulassen kleinflächiger Zerfallsphasen und Schaffung von Ruheräumen • Sicherung von „hot spots\", Erhaltung von Quellpopulationen und korrelierten Arten • Vernetzungs-/Trittsteinfunktion Biotopbäume Biotopbäume (also Bäume mit besonderem Habitatangebot durch Baumhöhlen, Anrisse, Totäste, Mulmhöhlen) oder Horstbäume mit ausladendem Kronendach spielen für das Habitatangebot vieler gefährdeter Waldarten eine besondere Rolle, so auch für einige innerhalb oder im Umfeld des geplanten Schutzgebietes nachgewiesene Arten (z.B. Grauspecht, Schwarzspecht, Mittelspecht, Rotmilan, Schwarzstorch). Eine besondere Bedeutung als Biotopbäume für zahlreiche Vogel- und Insektenarten haben alte Eichen.</p>\n<p class=\"lf-p\">Bekannte Biotopbäume sind im Rahmen der forstlichen Bewirtschaftung zu sichern und auch im Umfeld dieser Bäume während der Brut- und Aufzuchtzeit keine Baumfällungen vorzunehmen (ANF o.J.). Von benachbarten Bäumen bedrängte Baumarten (insbesondere Eichen) sollten von „Bedrängern\" freigestellt werden Darüber hinaus sollen in den älteren Waldbeständen im Rahmen der Bewirtschaftung 8 Biotopbäume/ha durch Schonung potenzieller Höhlenbäume aufgebaut bzw. gezielt gefördert und gesichert werden. Bei der Auswahl sollen besondere Baumformen und Kleinhabitate berücksichtigt werden.</p>\n<p class=\"lf-p\">Baumartenvielfalt Die Haupt-, Neben- und Pionierbaumarten der natürlichen Waldgesellschaften werden im Rahmen der naturnahen Waldwirtschaft mit kleinräumiger Naturverjüngung in unterschiedlichem Maß gefördert. Der Anteil an verbissempfindlichen oder in der Baumschicht stark unterrepräsentierten Haupt- und Mischbaumarten ist durch die Anwendung spezifischer Verjüngungsverfahren (z.B. Lichtkegelverjüngung bei der Eiche) zu erhöhen bzw. zu sichern. Bei zu hohem Wildverbiss ist die Verjüngung notfalls hinter Gatter vorzunehmen oder Mischbaumarten zwischenzupflanzen.</p>\n<p class=\"lf-p\">Verlängerung der Umtriebszeiten Zur Verbesserung des Habitatangebots in den bewirtschafteten Waldflächen dient auch die Verlängerung der Umtriebszeiten, da mit zunehmendem Baumalter die Anteile an für die Waldfauna nutzbaren Strukturen wie Baumhöhlen, tote Âste etc. zunehmen.</p>\n<p class=\"lf-p\">Ausweisungsdokument I agl Februar 2018 96 Réserve naturelle N° 73 Widdebierg-Hierden 8-2 'falkirârt-' Die Waldränder der Waldkomplexe am Widdebierg und am Hierden besitzen wegen der exponierten Lage des Widdebierg neben der ökologischen Bedeutung auch eine besondere landschaftliche Wirksamkeit. Die Waldränder sollten aus dem Trauf der naturnahen Waldgesellschaften und mit einem Waldmantel aus Baumarten 2. Ordnung sowie standortgerechter Straucharten umgeben werden. Entlang von Buchenwäldern sind die Mischbaumarten des Buchenwalds an den Waldrändern forstlich zu fördern. Dabei sind insbesondere die Waldränder entlang der Halbtrockenrasen struktur- und artenreich zu entwickeln, wobei sich die Waldsäume nicht zu Lasten der Halbtrockenrasenanteile ausdehnen sollen.</p>\n<p class=\"lf-p\">Strukturarme Nadelholzbestände entlang der Waldränder sind entweder in naturnahe Waldbestände umzuwandeln oder naturnahe vorgelagerte Waldmäntel zum Offenland hin aufzubauen. Die Breite der strukturreichen Waldränder sollte inkl. Waldsaum mindestens 10-15m betragen. Großkronige und tief beastete Altbäume sollten gezielt in die Waldränder integriert werden. Die vorhandenen biotopgeschützten Waldränder sind im Rahmen der Waldbewirtschaftung zu sichern.</p>\n<p class=\"lf-p\">Die Felswände und Felsfluren der ehemaligen Steinbrüche sollen im Rahmen der Waldbewirtschaftung zumindest in Teilen freigestellt werden, um besonnte und gut anzufliegende Felspartien zu entwickeln. Daneben sind auch schattig-feuchte Felspartien in Nord- und Ostexposition zu erhalten bzw. zu entwickeln.</p>\n<p class=\"lf-p\">Stark ausdunkelnde Nadelholzbestände sind vorrangig (sukzessive) aufzulichten und umzubauen. Dabei sollen lichte Waldstrukturen mit Lichtbaumarten wie Traubeneiche und Waldkiefer aufgebaut werden. Markante Altbäume sind zu erhalten und freizustellen.</p>\n<p class=\"lf-p\">Neben gut erschlossenen und für die Erholung zugänglichen Felswänden sind auch beruhigte Steinbruchareale zu erhalten.</p>\n<p class=\"lf-p\">Ziel des geplanten Naturschutzgebietes ist die Sicherung und Entwicklung naturnaher Waldbestände. Geschlossene Nadelwaldbestände sollen sukzessive in naturnahe Laub(misch)bestände umgebaut werden. An den Waldrändern und im Bereich der Felsbereiche der Steinbrüche ist der Waldumbau beschleunigt vorzunehmen.</p>\n<p class=\"lf-p\">Die Abschusszahlen seit 2002 zeigen, dass bis 2010 deutlich schärfer bejagt und die Abschusszahlen für Reh-, Rot- und Schwarzwild erhöht wurden. In den letzten 3ahren haben sich die Abschüsse wieder deutlich reduziert. Insbesondere im Déifebaacherbesch sind die Wildschäden aber so massiv, dass hier eine verstärkte Bejagung erforderlich erscheint. Mit der Anlage von Weisergattern soll abgeschätzt werden, in welchem Umfang eine Intensivierung der Bejagung erforderlich ist. Zur Verjüngung der Eichenbestände ist eine Gatterung von Verjüngungsflächen dennoch unabdingbar.</p>\n<p class=\"lf-p\">Die Verbuschung und unzureichende Pflege bzw. Nutzung der Halbtrockenrasen des Widdebierg und des Hierden erfordert auf zahlreichen Flächen eine Erstpflege und Entbuschung der Flächen sowie eine mehrjährige bzw. dauerhafte Folgepflege, um den Stockausschlag und die Wurzelbrut der Sträucher zu reduzieren. Die bereits beweideten Flächen — sowie die entbuschten Flächen im Anschluss an die Erstpflege — müssen in regelmäßigem Turnus (mindestens alle 2-3 Jahre) zusätzlich nachgepflegt bzw. gernäht werden, um die Versaumung und den Gehölzaufwuchs nachhaltig zu unterdrücken.</p>\n<p class=\"lf-p\">Ausweisungsdokument agl Februar 2018 97 Réserve naturelle N° 73 Widdebierg-Hierden 8.7 Öffnung ur Die Magerwiesen und das Magergrünland in den Hangbereichen des Widdebierg sollen durch extensive Mali- oder Mähweidenutzung gesichert oder wieder in einen artenreichen Zustand überführt werden. Intensiv genutzte Flächen sollen durch reduzierte Mahdhäufigkeit, spätere Mahdzeitpunkte und Verzicht auf (Flüssig)Düngung ausgehagert und artenreicher entwickelt werden. Hierzu sollen Förderinstrumente wie Biodiversitätsverträge oder die ELER-Förderung extensiver Bewirtschaftung verstärkt genutzt werden. Bestehende vertragliche Vereinbarungen sind im Hinblick auf eine ausreichende Mindestnutzung zu prüfen.</p>\n<p class=\"lf-p\">Eine alleinige extensive Weidenutzung auf dem Biotoptyp „6510 Magere Mähwiesen\" sollte durch Mahdnutzung mit Nachbeweidung ersetzt werden.</p>\n<p class=\"lf-p\">Auf Flächen mit intensiver Wiesen- oder Weidenutzung soll eine Extensivierung der Grünlandnutzung gefördert werden. Anzustreben ist eine zweischürige Mahd ohne Düngung (oder Erhaltungsdüngung mit Festmist) oder eine Mahd mit Nachbeweidung zur Entwicklung des Lebensraumstyps der Mageren Mähwiesen. In den intensivierten Grünlandbereichen sollte die Pflanzung und Ergänzung von Hecken und Gehölzen erfolgen.</p>\n<p class=\"lf-p\">Die Streuobstbestände (Bongerten) gehören zu den charakteristischen und traditionellen Landschaftselementen des Widdebierg. Im Rahmen des Bongertenprogramms wird die Nachpflanzung und Pflege durch die SIAS auf einigen Flächen aktiv unterstützt.</p>\n<p class=\"lf-p\">Auf den beweideten Hangbereichen soll im Rahmen des Bongerten-Programmes die Verjüngung und Stabilisierung der Streuobstbestände vorangetrieben werden. Dabei soll möglichst im Rahmen von Nutzungsinitiativen und regionaler Vermarktung die Rentabilität der Streuobstnutzung (Versaftung, Brennerei) verbessert und ein Nutzungsanreiz geschaffen werden.</p>\n<p class=\"lf-p\">Grundsätzlich sollten in den Streuobstbeständen vorrangig Obstbaum-Hochstämme regionaler Sorten gepflanzt werden.</p>\n<p class=\"lf-p\">Die in den Grünlandflächen gelegenen Sickerquellen sollen offen gehalten, aber nicht durch zu frühe und intensive Beweidung zertreten und eutrophiert werden. Bei zu hoher Trittbelastung der Nassbereiche sollen gesonderte Viehtränken angelegt und ggf. die Sickerquellen und Nassbereiche ausgezäunt werden.</p>\n<p class=\"lf-p\">In diesem Fall wird eine sporadische Pflege zur teilweisen Offenhaltung der Nassbereiche und Quellfluren erforderlich.</p>\n<p class=\"lf-p\">Ausweisungsdokument I agl Februar 2018 98 Réserve naturelle N° 73 Widdebierg-Hierden 9. Literatur agl (2012): Anpassung an den Klimawandel — Strategien für die Raumplanung in Luxemburg; Hrsg: Ministère du Developpement durable et des Infrastructures, Département de l' aménagement du territoire im Rahmen des Projekts C-Change.</p>\n<p class=\"lf-p\">Administration des Eaux et Forêts du Grand-Duché du Luxembourg (Ed., 1995): Naturrâumliche Gliederung Luxemburgs; 65 S. Luxemburg.</p>\n<p class=\"lf-p\">Administration des Eaux et Forêts, Hrsg. (2004): Description écosystémique et géostatistique des habitats forestiers naturels et semi-naturels du G-D. de Luxembourg — Gutachten erarbeitet durch EFOR. Luxemburg.</p>\n<p class=\"lf-p\">Administration de la nature et des forêts du Grand-Duché du Luxembourg: Forsteinrich-tungsdaten der Gemeinden Flaxweiler (2007) und Betzdorf (o.J.) sowie des Staatswalds Flaxweiler (2002).</p>\n<p class=\"lf-p\">Administration de la nature et des forêts (2017a): Daten zu den Abschüssen in den Jagdrevieren 413, 415 und 423 (2006-2017); unveröff.</p>\n<p class=\"lf-p\">Administration de la nature et des forêts (2017b): Daten zum Holzeinschlag in den Gemeinden Flaxweiler und Betzdorf (2007-2017); unveröff.</p>\n<p class=\"lf-p\">Administration de la nature et des forêts (2017c): Banque de données der Datenbank Recorder — Daten zum geplanten Naturschutzgebiet MichelbouchBiischtert (Stand 6/2017) Administration de la nature et des forêts du Grand-Duché du Luxembourg (2017d): Leitfaden für forstliche Bewirtschaftungsmaßnahmen von geschützten Waldbiotopen gerng3 Art. 17 des Naturschutzgesetzes. 161 S. Diekirch.</p>\n<p class=\"lf-p\">ECAU (1992): Réserve naturelle Flaxweiler - Widdebierg; Dossier im Auftrag der Administra-tion des Eaux et Forêts.</p>\n<p class=\"lf-p\">EFOR Ingenieurs-Conseils (2004): Description écosystémique et géostatistique des habitats forestiers naturels et semi-naturels du G-D. de Luxembourg.</p>\n<p class=\"lf-p\">Basée sur les résultats statistiques concernant la cartographie phytosociologique des végétations forestières. Gutachten im Auftrag der Administration des Eaux et Forêts.</p>\n<p class=\"lf-p\">EFOR-ERSA ingénieurs-conseils (2017): Leitfaden für forstliche Bewirtschaftungsmaßnahmen von geschützten Waldbiotopen germât-3 Artikel 17 des Naturschutzgesetzes. Administration de la nature et des forêts- Service des Forêts.</p>\n<p class=\"lf-p\">Giefer, Tom (2010): Der „Widdebierg\" bei Flaxweiler: Geschichtlicher Rückblick und Nut-zungskonzept im Sinne der Nachhaltigkeit; Abschlussarbeit bei der Administration de la nature et des forêts.</p>\n<p class=\"lf-p\">Lachat, T., Müller, M. &amp; Bütler, R. (2010): Auswahlkriterien für Altholzinseln — Empfeh-lungen für das Ausscheiden und die Beurteilung von Altholzinseln;</p>\n<p class=\"lf-p\">Forschungszusammenarbeit zwischen Bundesamt für Umwelt (BAFU) und der Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL); 76 S.; veröff. unter http://www.totholz.ch/produkte/produkte_ auswa hlkriterien_altholzinseln.pdf Lorgé, Patric &amp; Biver, Gilles (2010): Rote Liste der Brutvögel Luxemburgs. In: Regulus Nr. 25. S. 67-72. Luxemburg.</p>\n<p class=\"lf-p\">Lux0r-Datenbank (2017): Lëtzebuerger Natur- a Vulleschutzliga\", Abfrage LNVL vom Juli 2017.</p>\n<p class=\"lf-p\">Ministère du Développement durable et des Infrastructures- Département de l'environnement, Ministère de l'Agriculture (2014) : Leitfaden zur Bewirtschaftung der nach Artikel 17 des Naturschutzgesetzes geschützten Offenlandbiotope.</p>\n<p class=\"lf-p\">Ministère du Développement durable et des Infrastructures (2017) : Plan national concernant la protection de la Nature 2017-2021.</p>\n<p class=\"lf-p\">Ausweisungsdokument I agl Februar 2018 99 Réserve naturelle N° 73 Widdebierg-Hiercien Ministère du Développement durable et des Infrastructures (2017) : Plan national concernant la protection de la Nature 2017-2021 - Catalogue des mesures.</p>\n<p class=\"lf-p\">Ministère de l'Intérieur et de l'Aménagement du Territoire / Ministère de Environnement (2008) (Hrsg.): Plan Sectoriel Paysage; Avant-Projet de plan; erstellt durch agl/Zeyen &amp; Baumann; 47 S.</p>\n<p class=\"lf-p\">Muller, J.M. (2017): Textbeitrag zur Kulturgeschichte des Waldgebietes Widdebierg zum Ausweisungsdokument des Naturschutzgebietes; Administration de la nature et des forêts; Diekirch; unveröff.</p>\n<p class=\"lf-p\">Naumann S., Junck C. &amp; Schneider S. (2013): Plan d'actions habitats Pelouses calcaires. Ministère du Développement durable et des Infrastructure, Département de l'Environnement.</p>\n<p class=\"lf-p\">Niemeyer, T., Ries, C. &amp; Härdtle, W. (2010): Die Waldgesellschaften Luxemburgs: Vegetation, Standort, Vorkommen und Gefährdung; Trav. Scient. Musée Hist. Natur. 57; 106 S.</p>\n<p class=\"lf-p\">Scherzinger, Wolfgang (1996): Naturschutz im Wald. Qualitätsziele einer dynamischen Wald-entwicklung. 447 S. - Stuttgart.</p>\n<p class=\"lf-p\">Werner, J. (2003): Liste rouges des bryophytes du Luxembourg; Mesures de conservation et perspectives; Ferrantia 35, Trav. Scient. Musée Hist. Natur.; 71 S.</p>\n<p class=\"lf-p\">Werner, J. (2011): Les bryophytes du Luxembourg - Liste annotée et atlas; Ferrantia 65. Travaux scientifiques du Musée national d' histoire naturelle Luxembourg.</p>\n<p class=\"lf-p\">Wies, Pierre (2003): Die Ernzer Steinbrüche. Eine Gedenkschrift zur 160-jährigen Geschichte der Ernzer Steinbrüche. 176 S. Luxemburg.</p>\n<p class=\"lf-p\">Zeyen &amp; Baumann (2001): Dossier de classement Réserve naturelle « Flaxweiler-Hierden » RN (PS08). Im Auftrag von Ministère de l'Environnement- Administration des Eaux et Forêts. Unveröff.</p>\n<p class=\"lf-p\">Règlement grand-ducal du 12 mai 2017 instituant un ensemble de régimes d'aides pour l'amélioration de la protection et de la gestion durable des écosystèmes forestiers. Mémorial A N. 492 du 16 mai 2017 Règlement grand-ducal du 11 septembre 2017 instituant un ensemble de régimes d'aide pour la sauvegarde de la diversité biologique en milieu rural. Mémorial A N. 863 du 28 septembre 2017.</p>\n<p class=\"lf-p\">Ausweisungsdokument l aal Februar 2018 100 Karte 1:</p>\n<p class=\"lf-p\">Topographie und Hydrographie Gewässer Permanenter Wasserlauf . -Grônnchen _ Zones de protection autour des captages d'eau souterraine Lampbour, Giedgendall 1, Giedgendall 2, Lampicht, Auf Setzen 1 et Auf Setzen 4 Zl - Zone de protection immédiate i d d e bTi • g GraknuPpen .1 • I.: :</p>\n<p class=\"lf-p\">Zll-v1 - Zone de protection rapprochée avec vulnérabilité élevée : •</p>\n<div class=\"lf-abs\"><span class=\"lf-abs-num\">-</span>• ::::::: Zfreuknuppen Zll - Zone de protection rapprochée •• • • Zlll - Zone de protection éloignée Höhe in m über NN &gt; 225 - 250 &gt; 250 - 275 &gt; 275 - 300 &gt; 300 - 325 ïe,44*- &gt; 325 - 350 rezeWiln,e &gt; 350 - 375 • 1 ( 1'• • &gt; 375 - 400 L Geplante Abgrenzung Réserve naturelle N° 73 Widdebierg Stand: Februar 2018 Kartographie: agl auf Basis von Zone de protection d'eau portable: Administration de la nature et des forêts 2017 l Permanenter Wasserlauf: Administration du Cadastre et de la Topographie BD-L-CART0501 Höhe über NN: dhm5-lux-grd l Fond topographique: © Origine Cadastre:</div>\n<p class=\"lf-p\">Droits de l'État réservés Carte topographique 1:20.000 (sit. 2008) à partir de la BD-L-TC 000000 OO OOO 00•0006040006 .000..0000 , •000t. ,0000000 J0,000000 00000000 0 .10,00000 00000000 ..,,000000 .07' 0000001 .‘• ••• • tee'</p>\n<div class=\"lf-abs\"><span class=\"lf-abs-num\">•</span>** • * e` 000.1 ./eree Karte 2:</div>\n<p class=\"lf-p\">Geologie und Boden ••***** •••4 •0.</p>\n<div class=\"lf-abs\"><span class=\"lf-abs-num\">•</span>• • • .• • • • ..0000,0,,V4OO c. . ODO0100 )000000f0 416,1' Of1110t • .1) ..00400 sle free'D00' ) 0 .0° .</div>\n<p class=\"lf-p\">0000De./0000 c00000' ,000cooc,oc00000 0000e,,oeopc00000 ocoocco,', en0000000 ,n00000r -000000 ' bnige und Sohwere tonig Braunerden, Pararendzina-Pelole .reder Pélosole auf Mergel, nide vergleyt ,•00 , Geologie ,0000000 ...à000000e,0 ',0,eded • ,•0 00110••0'e .0 •1rd ID • • 0 0 •0 00000C 006 00000.'000* Lias inférieur (Hettangien sup.) Lias inférieur (Hettangien inf.) Keuper JO • 11;1110' e•Geouo o o •-• • i•eteer'• • ..0000e••• 41.000 60% Lias Keuper supérieur (Rhétien) ••00 41•000I</p>\n<div class=\"lf-abs\"><span class=\"lf-abs-num\">•</span>0000 O ,00.</div>\n<p class=\"lf-p\">Keuper moyen 4 •• • • 11.,• •'• • • • 0 . , .</p>\n<p class=\"lf-p\">44 *** • *** ,••• • Keuper inférieur sandige, lehmig-sandige und sandig-lehmige Braunerden oder Parabraunerden auf Kalksandstein, nicht vergleyt Bodentypen Bodentyp (terrestische Böden) tonige Parabraunerden aus Ton, 7 SOhwach bis mallig vergleyt _ e e v'sç .14.0 ' , Terrestische Böden: Talhängeböden und Talböden e 6\\.c gl e •••• 0,00000, .Ze \\ .404.0,090000004 •••••••••••eile•••••,w eeme• ego. qq, e.sç-- xeD 4c' e 0 ,-5Ç\\ .00 ee S Gewässer ccb •••••0••• ••••••0000• •:••••••• sp...p, Geplante Abgrenzung Réserve naturelle N° 73 Widdebierg de00e4e.</p>\n<div class=\"lf-abs\"><span class=\"lf-abs-num\">•</span>0,•-• • ' &gt;00e00\" . e• • Stand: Februar 2018 oieroe00.0. / erit. •••°-, •a 0.00 OOOO -do /- f sandig-Wimige und l mige Parabraiinerden auf sslehm,</div>\n<div class=\"lf-abs\"><span class=\"lf-abs-num\">•</span>rj,chi bis matlig eglevt CO,f(0 4. tonige und schwere tonige , Braunerden, _ParabraUnerden , Und Pelosole auf ,Kalken und Merle', nicbt-bis rneflig vergley41/4 • • ie . 0 000</div>\n<div class=\"lf-abs\"><span class=\"lf-abs-num\">•</span>• .1 110' 00.0 4' 0(0000 / e/ 4 c•J 000000 004,00.0 6, OOOOOOOO 000e0re.</div>\n<p class=\"lf-p\">N-• `‘.</p>\n<p class=\"lf-p\">POO .• 00000n 00000'e .c;0'0d0t en0000 , .000000 Permanenter Wasserlauf Kartographie: agl auf Basis von Carte géologique: Origine Administration des Ponts et Chaussées, Service Géologique. Droits réservés à l'État du Grand Duché de Luxembourg. Copie et reproduction interdites, verändert nach VBD Letzebuerg S.A. 2007: Géologie, Hydrologie l Administration des services techniques de l'agriculture 2016:</p>\n<p class=\"lf-p\">Carte des associations de sols (Bodentypen) (www.data.public.lu, download 20.06.2017) l Fond topographique: © Origine Cadastre:</p>\n<p class=\"lf-p\">Droits de l'État réservés Carte topographique 1:20.000 (sit. 2008) à partir de la BD-L-TC Meter 500 MafIstab.</p>\n<p class=\"lf-p\">1.17.000 Karte 3:</p>\n<p class=\"lf-p\">Potenziell natürliche Vegetation Basenreicher Perlgras-Buchenwald Melico-Fagetum circaeo-aretosum Melico-Fagetum circaeo-typicum Melico-Fagetum festucetosum Melico-Fagetum luzuletosum Melico-Fagetum aretosum Melico-Fagetum typicum Melico-Fagetum (undifferenziert) Traubeneichen-Hainbuchenwald Primulo-Carpinetum ficario-asperuletosum</p>\n<div class=\"lf-abs\"><span class=\"lf-abs-num\">-</span>var. Paris Primulo-Carpinetum ficario-asperuletosum var. typicum humide ohne Angabe Standort stark verändert Erstaufforstung Autobahn L Geplante Abgrenzung Réserve naturelle N° 73 Widdebierg Stand: Februar 2018 Kartographie: agl auf Basis von Administration de la nature et des forêts 20171 EFOR lngenieurs-Conseils (2004): Phytosoziologische Karte, verändert (ag1)1 Fond topographique: © Origine Cadastre:</div>\n<p class=\"lf-p\">Droits de l'État réservés Carte topographique 1:20.000 (sit. 2008) à partir de la BD-L-TC 0 Meter 500 Mallstab 1 17.000 / /...e.1 Karte 4:</p>\n<p class=\"lf-p\">Waldbestände Privatwald (OBS) Laubwald, Eiche 5 Laubwald, Buche Forstinventur Laubwald, gemischt, Eiche, Buche Eiche 1 - 40 J.</p>\n<p class=\"lf-p\">Laubwald, sonstige Laubbaumarten, PappelMonokulturen Eiche 150 J. und älter Mischwald (Laub/Nadel) Buche 41- 100 J.</p>\n<p class=\"lf-p\">Eiche 101 - 149 J.</p>\n<p class=\"lf-p\">Buche 1- 40 J.</p>\n<p class=\"lf-p\">Nadelwald, Fichte/Douglasie/Tanne Buche 101- 149 J. ) Buche 150 J. und älter Aufforstungen, Dickungen (Baumart nicht erkennbar) 9 verschiedenes Laubholz Buschwerk, Vorwälder trockener Standorte Fichte/Douglasie/Tanne 1- 20 J.</p>\n<p class=\"lf-p\">Buschwerk, Vorwälder mittlerer Standorte Fichte/Douglasie/Tanne 61- + J.</p>\n<p class=\"lf-p\">Fichte/Douglasie/Tanne 21- 60 J.</p>\n<p class=\"lf-p\">Kiefer/Lärche 1- 20 J. „&gt;\\ -- 1/:licyél-d-C,hée `-------- , \\ ) ,,-, • /.</p>\n<p class=\"lf-p\">Kiefer/Lärche 21- 80 J. \\ 00/nveri ma , 285 — Kiefer/Lärche 81- + J. eifeàyis odland c \\Dréisc O Forstparzelle Grenze und Nr. —.Geplante Abgrenzung Réserve t— —1 naturelle N° 73 Widdebierg Stand: Februar 2018 Kartographie: agl auf Basis von Administration de la nature et des forêts 2017 I Ministère du Développement durable et des Infrastructures:</p>\n<p class=\"lf-p\">OBS 2007 (www.data.public.lu, download 20.06.2017) I Fond topographique: © Origine Cadastre: Droits de l'État réservés Carte topographique 1:20.000 (sit. 2008) à partir de la BD-L-TC (.1 .317 0 Meter 500 MafIstab (1) 1 17.000 Karte 5:</p>\n<p class=\"lf-p\">Nutzungsstruktur Offenland Offenland Acker Mesophiles Grünland Kalkmagerrasen Streuobst, Hochstamm Ruderalstandorte, Staudenfluren mittlerer bis trockener Standorte Siedlungsflächen ; Einzelhäuser, Höfe etc. außerhalb Bebauung Siedlungsfläche Oro KOOofe'--- Sondergebiete, Wasserversorgung j2£3,3 bedeutende StraRen (&gt;20m) Geplante Abgrenzung Réserve naturelle N° 73 Widdebierg Stand: Februar 2018 Kartographie: agl auf Basis von Administration de la nature et des forêts 20171 Ministère du Développement durable et des Infrastructures:</p>\n<p class=\"lf-p\">OBS 2007 (www.data.public.lu, download 20.06.2017) Fond topographique: © Origine Cadastre: Droits de l'État réservés Carte topographique 1:20.000 (sit. 2008) à partir de la BD-L-TC O Meter 500 Mallstab1 17.000 2 \"Tme , / r r Ka rte 6:</p>\n<p class=\"lf-p\">Weg en etz repncle -4&lt; Geteerte Stralle/geteerter Feldweg/geteerter Zufahrtsweg, Radweg, gesperrt für forstwirtsch.</p>\n<p class=\"lf-p\">Verkehr ifss Geschotterter Feldweg, vielfältig nutzbarer Radweg PKW-fahrbarer Weg Hauptweg Nebenweg Rückeweg Vorrückegasse 216 Betzder Panoramaweg</p>\n<div class=\"lf-abs\"><span class=\"lf-abs-num\">•</span>• • VTT Wormeldange Geplante Abgrenzung Réserve naturelle N° 73 Widdebierg Stand: Februar 2018 Kartographie: agl auf Basis von Administration de la nature et des forêts 2017 l Ministère de l'Economie, Direction générale du tourisme:</div>\n<p class=\"lf-p\">Pistes VTT (www.data.publiciu, download 28.06.2017) l Administration du Cadastre et de la Topographie: Betzder Panoramaweg (http://map.geoportail.lu , download 19.07.2017) Fond topographique: © Origine Cadastre:</p>\n<p class=\"lf-p\">Droits de l'État réservés Carte topographique 1:20.000 (sit. 2008) à partir de la BD-L-TC 17 a 0 Meter 500 Mallstab gr) 1 17.000 aaMt du • • I/ LI*,VVCI Karte 7: Lebensräume</p>\n<div class=\"lf-abs\"><span class=\"lf-abs-num\">-</span>--e 7,4\"../ • Biotoptyp (FFH-LRT) LRT 6210 Submediterraner Kalkhalbtrockenrasen -1, BK09 - Streuobst BK13 - Laubbaumbestand, Sukzessionswald LRT 6430 Hochstaudenfluren BK15 - Waldmantel r21 j.</div>\n<p class=\"lf-p\">LRT 6510 magere Flachland-Mähwiesen BK16 - Feldgehölz LRT 8160 Kalkhaltige Schutthalden BK17 Gebüsch LRT 8210 Natürliche und naturnahe Kalkfelsen und ihre Felsspaltvegetation Bewertung LRT 8220 Silikatfelsen und ihre Felsspaltvegetation proue Geplante Abgrenzung I Réserve naturelle N° 73 Widdebierg )\\\\) LRT 9110 Hainsimsen-Buchenwald •••• LRT 9130 Waldmeister-Buchenwald LRT 9160 Eichen-Hainbuchenwald Biotoptyp (Art.17) • BK05 - Quellen Iseo:ft!,y- Ri9iele , C•-• papule, , Werk(ye:re'yétffilyiSS .252 BK06 - Röhrichte (Phragmition, Phalaridion, Sparganio-Glycerion) BK08 - Stillgewässer BK11 - Nassbrachen, Quellsümpfe, Niedermoore und Kleinseggenriede \\Dréisc BK12 - naturnahes bis mäRig ausgebautes Fließgewässer 307 Stand: Februar 2018 ..... : '••• 4 Kartographie: agl auf Basis von Administration de la nature et des forêts 2017 I Fond topographique: © Origine Cadastre: Droits de l'État réservés Carte topographique 1:20.000 (sit. 2008) à partir de la BD-L-TC Meter 500 -Pr itï ' Mestab.</p>\n<p class=\"lf-p\">1 17.000 X.Fraap01- --4 • (.) hver».5n _\\/2 / / /263 o e e ' „Jt vviddeIl Karte 8: Flore o o o O o O • • e e \"Groknuppqn 378.</p>\n<p class=\"lf-p\">C) Grciuss • • G e Kascht Rie(fi Rvoir 0E, DréLs. .\\,_:,' • e e • G;) e ▪ • e • G e e Avenula pubescens, Flaumiger Wiesenhafer I Near threatened - IUCN (2001) Caltha palustris, Sumpfdotterblume I Near threatened - IUCN (2001) Cirsium acaulon, Stengellose Kratzdistel I Vulnerable - IUCN (2001) Campanula glomerata, Knäuel-Glockenblume IEndangered - IUCN (2001) Carex riparia, Ufer-Segge I Endangered - IUCN (2001) Peucedanum cervaria, Hirschwurz-Haarstrang Vulnerable - IUCN (2001) Geranium pratense,Wiesen-Storchschnabel I Endangered - IUCN (2001) Helianthemum nummularium, Gewöhnliches Sonnenröschen i.w.S. I Near threatened - IUCN (2001) Pulicaria dysenterica, Ruhr-Flohkraut I Vulnerable - IUCN (2001) Trifolium montanum, Berg-Klee I Vulnerable - IUCN (2001) Juniperus communis, Heide-Wacholder I Endangered - IUCN (2001) Prunella laciniata, Weifie Braunelle I Endangered - IUCN (2001) Platanthera bifolia, Wene Waldhyazinthe I Vulnerable - IUCN (2001) Gentianella germanica, Deutscher Fransenenzian I Critically endangered - IUCN (2001) Hordeum secalinum, Roggen-Gerste I Vulnerable - IUCN (2001) Listera ovata, Grofles Zweiblatt, Least concern - IUCN (2001) Thymus praecox, Frühblühender Thymian I Extremely rare for Luxembourg Melampyrum arvense, Acker-Wachtelweizen I Endangered - IUCN (2001) Ophrys fuciflora, Hummel-Ragwurz I Endangered - IUCN (2001) Colchicum autumnale, Herbst-Zeitlose I Vulnerable - IUCN (2001) Platanthera chlorantha, Berg-Waldhyazinthe I Vulnerable - IUCN (2001) Polygala calcarea, Kalk-Kreuzblümchen I Vulnerable - IUCN (2001) Inula salicina, Weidenblättriger Alant I Near threatened - IUCN (2001) Rhinanthus minor, Kleiner Klappertopf I Near threatened - IUCN (2001) Gymnadenia conopsea, Mücken-Händelwurz I Vulnerable - IUCN (2001) Ophrys apifera, Bienen-Ragwurz I Endangered - IUCN (2001) Cyperus fuscus, Braunes Zypergras I Extremely rare for Luxembourg Primula veris, Wiesen-Schlüsselblume I Vulnerable - IUCN (2001) Medicago arabica, Arabischer Schneckenklee I Extremely rare for Luxembourg Sanguisorba officinalis, Großer Wiesenknopf I Endangered - IUCN (2001) 1— 71 Geplante Abgrenzung Réserve naturelle N° 73 Widdebierg Stand: Februar 2018 Kartographie: agl auf Basis von Ministère du Développement durable et des Infrastructures, Administration de la nature et des forêts 2017 I Fond topographique: Origine Cadastre: Droits de l'État réservés Carte topographique 1:20.000 (sit. 2008) à partir de la BD-L-TC ---c, p 17 Karte 9: Fauna Vôge!</p>\n<p class=\"lf-p\">Ce AmphibienlReptillen Vanellus vandlus, Kiebitz 1Vom Aussterben bedroht (RL LU 2009) Lanius excubitor, Raubwürger 1 Stark gefährdet (RL LU 2009) Alaud a arvensis, Feldlerche 1 Getâhrdet (RL LU 2009) ..lynx tomate, Wendehals 1 Gefâhrdet (RL LU 2009) Emberiza citrinella, Gold am mer I Vorwarnliste (RL LU 2009) Hirundo rustica, Rauchschwalbe I Vorwamlide (RL LU 2009) O Rana 'esculenta')PNPN 2007-2011 conservation (priorité 2) O Podarcis muralis, Mauereidechse PNPN 2007-2011 conservation (priorité e Zootoca vivipare, Berg-Eidechse 1 PNPN 2007-2011 invasiverproblémat, (2)</p>\n<div class=\"lf-abs\"><span class=\"lf-abs-num\">1)</span>Ussotriton helveticus, Fadenmolch 1 PNPN 2007-2011 conservation (priorité 2) O Schmettedinge Ochlodes sylvanus, Rostlarbiger Dickkopffalter ) Near threatened IUCN le (2001) Cardudis cannabina, Bluthänfling I Vorwarnliste (RL LU 2009) e Melanargia galathea, Schachbrett I Neer threatened - IUCN (2001) Delichon urbicum, Mehlschwalhe Vorwarnliste (RL LU 2009) o Pyronia tithonus, Rostbraunes Ochsenauge 1 Neer threatened IUCN (2001) Ciconia nigra, Schwarzstorch 1 Vorwamliste (RL LU 2009) • Anthocharis cardamines, Aurorafalter ) Near threatened - IUCN (2001) O Celastrina argiolus, Faulbaumblauling I Neer threatened - IUCN (2001) Milvus migrans, Schwarzmilan I Vorwamliste (RL LU 2009) Lanius coturio, Neuntüter I Vorwamliste (RL LU 2009) Phylloscopus sibilatrix, Waldlaubsànger Worwamliste (RL LU 2009) O tilymphatis polychloros, Grolle Fuchs I Vulnerable IUCN (2001) • Lasiommata megera, Mauerfuchs 1 Vulnerable - IUCN (2001) Passer montanus, Feldsperling 1 Vorwarnliste (RL LU 2009) e Boloria die, Hainveilchen-Perlmutterfalter 1 Vulnerable - IUCN (2001) Phoenicurus phoenicurus, Gartenrotschwanz 1Vonuamliste (RL LU 2009) o Cupido argiades, Kurzschwänziger BISuling 1 Extmot at the national lever Polyommatus coridon, Silbergrüner Blãuling 1 Near threatened - IUCN (2001) Passer domesticus, Haussperling Vorwamliste (RL LU 2009) Scolopax rusticola, Waldschnepfe (Art mit ungenügender Datenlage (RL LU 2009) Stiugetlere Lepus europaeus, Feldhase 1PNPN 2007-2011 conservation (priorité 2) Accipiter nisus, Sperber Ardea cinerea, Graureiher I Untersuchungsgeblet Buteo buteo, Mesebussattl Ciconia ciconia, WeiSstorch Coccothraustescoccothraustes, Kembener Columba oen as, Hohltaube Dendrocopos major, Buntspecht Dryccopus martius, Schwarzspecht Falco tinnunculus, Turmfalke Ficedula albicollis, Halsbandschnäpper Hippolais polyglotte, Orpheusspôtter Milvus milvus, Rolmilan Stand: Februar 2018 Pernis apivorus, Wespenbussard Picus viridis, Grünspecht Saxicola rubicola, Schwarzkehlchen Strix aluco, Waldkauz Sylvia curruca, Klappergrasrnücke Falco subbuteo, Baumfalke 0 Anwesend zur Brutzeit 0 Mügliches Britten 0 Wahrscheintiches Brülen Kartographie: agI auf Basis von Ministère du Développement durable et des Infrastructures, Administration de la nature et des forêts 2017 I Vögel: natur&amp;emwelt a.s.b.l. Centrale ornitologique 2017 Fond topographique: Origine Cadastre:</div>\n<p class=\"lf-p\">Droits de l'État réservés Carte topographique 1:20.000 (sit. 2008) à partir de la BD-L-TC 0 Meter 500 Mestab 1.17.000 Karte 10: Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen Maßnahmenvorschläge Alt-/Totholzinseln (mindestens 2 ha) Entwicklung von lichten Waldbeständen für 11111 Lichtwaldarten 0 0 0 C Verjüngung Eiche 00 C Aufbau Waldmantel Pflege Waldmantel Entbuschung, Erstpflege und Offenhaltung von Halbtrockenrasen und Magergrünland Offenhaltung und Pflege von Halbtrockenrasen und Magergrünland Förderung extensiver Grünlandnutzung 1.</p>\n<p class=\"lf-p\">Priorität Förderung extensiver Grünlandnutzung 2.</p>\n<p class=\"lf-p\">Priorität, Gehölzpflanzung Förderung extensiver Grünlandnutzung</p>\n<div class=\"lf-abs\"><span class=\"lf-abs-num\">•</span>• 0 0 cior u 0 0 G 00 000 000 00 Förderung der Streuobstnutzung —1 Geplante Abgrenzung Réserve naturelle L —1 N° 73 Widdebierg Gemeindegrenze Wald Kartographie: agl auf Basis von Administration de la nature et des forêts 2017 I Ministère du Développement durable et des Infrastructures:</div>\n<p class=\"lf-p\">OBS 2007 (www.data.public.lu, download 20.06.2017) I Fond topographique: © Origine Cadastre: Droits de l'État réservés Carte topographique 1:20.000 (sit. 2008) à partir de la BD-L-TC Meter 500 MaRstab 1.17.000 Faaschi , - rve f!, Bànzé .i4elber; — *2S1 y Karte 11:</p>\n<p class=\"lf-p\">Abgrenzung und Katasterflächen Strachen (Brédendreisch , Parzellen , neS uerwiss \\.•,,V4ànge1 1 272' sek'frÀ Kataster mit Parzellennummer - l ' ' '4\\'• Domaine de l'Etat Gemeinde Betzdorf Gemeinde Flaxweiler Syndicats communaux (SIGRE) Privat Geplante Abgrenzung Réserve naturelle N° 73 Widdebierg nsdorî Stand: Februar 2018 Kartographie: agl auf Basis von Zone de protection d'eau portable: Administration de la nature et des forêts 2017 l Permanenter Wasserlauf: Administration du Cadastre et de la Topographie BD-L-CART050 1-Itihe über NN: dhm5-lux-grd Fond topographique: e Origine Cadastre:</p>\n<p class=\"lf-p\">Droits de l'État réservés Carte topographique 1:20.000 (sit. 2008) à partir de la BD-L-TC SauPrwis KràiztiliqS !\"4&lt;v:€ ,,•-,ut•Cni ?5,1' f Pree ' ••,// .; • • • • Réunion d'information auprès des collèges échevinaux des communes de Betzdorf et de Flaxweiler du projet de réserve naturelle RN 73 «Widdebierg»</p>\n<p class=\"lf-p\">12 janvier 2018 Présents: Messieurs Jean-François Wirtz (bourgmestre commune de Betzdorf), Reinhold Dahlem (échevin commune de Betzdorf),), Marc Ries (échevin commune de Betzdorf), Roger Barthelmy (bourgmestre commune de Flaxweiler), Ernest Apel (échevin commune de Flaxweiler), Madame Juliette Jans-Fusenig (échevine commune de Flaxweiler), Monsieur Peter Wendl (Bureau AGL Saarbrücken), Monsieur Gilles Biver (conseiller MDDI ) Messieurs Georges Wagner (chef d'arrondissement Est, ANF), Thierry Diedenhofen (préposé du triage forestier Flaxweiler, ANF), Tom Kinnen (préposé du triage forestier Betzdorf, ANF), Madame Danièle Murat (service des forêts, ANF) Après une introduction par Monsieur Biver sur la mise en œuvre du PNPN2 ainsi que la base légale du classement de réserves naturelles au Luxembourg, Monsieur Wendl présente les principaux éléments du dossier de classement du projet de réserve naturelle «Widdebierg».</p>\n<p class=\"lf-p\">Finalement, les dispositions de l'avant-projet de règlement grand-ducal sont discutées en détail article par article tout comme la procédure de classement pour la désignation de réserves naturelles d'intérêt national.</p>\n<p class=\"lf-p\">A la suite de cette présentation, les sujets suivants sont discutés:</p>\n<p class=\"lf-p\">Dans le contexte du captage d'eau potable, les collèges échevinaux des deux communes s'informent sur la possibilité de pouvoir réaliser de nouveaux sondages en vue de l'identification de nouvelles sources d'eau potable, respectivement d'entretenir les installations existantes cornme les bassins d'eau du SIDERE ainsi que les captages existants. Le MDDI propose d'ajuster l'avant-projet de règlement grand-ducal concernant ces deux points.</p>\n<p class=\"lf-p\">L'ANF informe également qu'un propriétaire privé a réalisé une coupe rase sur sa propriété audessus d'une zone de captage d'eau potable. Avec le nouveau règlement grand-ducal, de telles interventions seront défendues.</p>\n<p class=\"lf-p\">L'accès aux chemins existants dans le cadre d'activités récréatives, comme par exemple l'organisation annuelle du «Bëschfest» dans l'ancienne carrière, reste permis mais soumis à autorisation ministérielle.</p>\n<p class=\"lf-p\">Le plan de gestion de la future réserve naturelle n'est pas à approuver par le conseil communal. Ce plan de gestion sera intégré dans le plan d'aménagement décennal de la forêt communale d'Ettelbruck, qui lui devra être approuvé par le conseil communal.</p>\n<p class=\"lf-p\">Sont également discutées les possibilités de financement de cette future zone protégée par le biais du Fonds pour l'Environnement ainsi que le nouveau règlement du 1.2 mai 2017 instituant un ensemble de régimes d'aides pour l'amélioration de la protection et de la gestion durable des écosystèmes forestiers.</p>\n<p class=\"lf-p\">Finalement, la durée de la procédure de classement est estimée à un minimum de 2 ans. La réunion d'information devant le grand public, respectivement les personnes concernées par le classement de la zone protégée (locataires de chasse, propriétaires de terrain...), pourrait avoir lieu dans une année et se fera avant l'enquête publique.</p>\n<p class=\"lf-p\">DM/DM/RN/Widdebierg/ CR_réunion_CEBetzdorf_Flaxweiler.doc L'ANF va envoyer une copie de la présentation PWP aux communes de Betzdorf et Flaxweiler, tout comme une nouvelle version de l'avant-projet de RGD.</p>\n<p class=\"lf-p\">Pour le service des forêts Danièle Murat DMIDM/RN/Widdebierg/ CR_réunion_CEBetzclorf_Flaxweilendoc 1111111 11, rue du Château L-6922 BERG Tél.: 77 00 49 1 Fax: 77 00 82 E-mail: secretariat@betzdorf.lu EXTRAIT DU REGISTRE AUX DELIBERATIONS du Conseil Communal de BETZDORF Séance publique du: 01.02.2019 Date de la convocation des conseillers : 25 janvier 2019 Date de publication de la séance : 25 janvier 2019 Présents : MM. Jean-François Wirtz, bourgmestre, Marc Ries, Reinhold Dahlem, échevins Mmes et MM. Frank Bourgnon, Fernande Klares-Goergen, Patrick Lamhène, Christopher Lilyblad, Jean-Pierre Meisch, Jules Sauer, Sylvette Schmit-Weigel, conseillers Absents excusés: Marc Bosseler, conseiller Steph Hoffarth, secrétaire communal ORDRE DU JOUR N°: 12 Avis concernant le projet de règlement grand-ducal déclarant zone protégée d'intérêt national sous forme de réserve naturelle, la zone \"Widdebierg-Hierden\" sise sur le territoire des communes de Flaxweiler et Betzdorf.</p>\n<p class=\"lf-p\">Le conseil communal, Vu la loi communale modifiée du 13 décembre 1988;</p>\n<p class=\"lf-p\">Vu la loi du 18 juillet 2018 concernant la protection de la nature et des ressources naturelles;</p>\n<p class=\"lf-p\">Vu l'avant-projet de règlement grand-ducal déclarant zone protégée d'intérêt national sous forme de réserve naturelle, la zone \"Widdebierg-Hierden\" sise sur le territoire des communes de Flaxweiler et de Betzdorf, et abrogeant le règlement grand-ducal du 29 août 2003 déclarant zone protégée la pelouse sèche Hierden englobant des fonds sis sur le territoire des communes de Betzdorf et de Flaxweiler;</p>\n<p class=\"lf-p\">Considérant qu'une présentation au public concerné (propriétaires et exploitants) a eu lieu le 25 septembre 2018 au centre culturel de Mensdorf;</p>\n<p class=\"lf-p\">Considérant que l'avant-projet de règlement grand-ducal a été déposé pendant 30 jours, à savoir du 21 novembre jusqu'au 21 décembre 2018 inclus aux secrétariats communaux des communes concernées;</p>\n<p class=\"lf-p\">Considérant que 5 réclamations écrites ont été présentées endéans le délai imparti au collège des bourgmestre et échevins de la commune de Betzdorf, à savoir celles de Mme Justine Hermann-Georg (réclamation du 10 décembre 2018), M. Marc Rollinger (réclamation du 11 décembre 2018), M. Ernest Schons (réclamation du 12 décembre 2018), SIDERE (réclamation du 13 décembre 2018), M. et Mme Wolff-Dondelinger Francine et Gaston (réclamation du 16 décembre 2018);</p>\n<p class=\"lf-p\">Entendu les explications du collège des bourgmestre et échevins;</p>\n<p class=\"lf-p\">Vu les réunions communes avec les représentants de la commune de Flaxweiler;</p>\n<p class=\"lf-p\">Après avoir délibéré conformément à la loi, décide à l'unanimité des voix des membres présents, d'émettre l'avis suivant, ceci après concertation avec les autorités communales de la commune de Flaxweiler:</p>\n<p class=\"lf-p\">La commune de Betzdorf ne peut pas se déclarer d'accord avec la partie graphique de l'avantprojet de règlement grand-ducal et plus précisément avec le fait que la zone projetée s'étend jusqu'à la zone urbanisée ou destinée à être urbanisée de la localité de Mensdorf. Une zone tampon d'au moins 100 mètres doit être insérée entre la zone protégée et le périmètre d'agglomération prévu par le plan d'aménagement général, à l'endroit \"Rue de Beyren\" au lieu-dit \"Wangert\", voir zone encadrée en couleur verte sur plan annexé, Afin de pouvoir autoriser une construction nouvelle d'ouvrages supplémentaires, ou une extension respectivement un agrandissement de constructions existantes, le tout dans un but d'utilité publique, une adaptation de l'article 3.4' s'impose, L'article 3.10° devra être complété dans le sens à autoriser également l'utilisation de véhicules motorisés destinés à l'entretien et l'exploitation des installations liées au captage et à la distribution de l'eau potable, En ce qui concerne les 5 réclamations adressées au collège des bourgmestre et échevins de la Commune de Betzdorf, le conseil communal se rallie aux remarques invoquées par les réclamants. Néanmoins, en ce qui concerne l'interdiction du sursemis, du réensemencement, ainsi que de l'emploi de pesticides, le conseil communal demande à Madame la Ministre d'entrer en contact avec les réclamants, afin de leur montrer des mesures alternatives. A titre d'exemple, selon la réclamation de Monsieur Marc Rollinger, une interdiction de réensemencement nuirait gravement à la gestion de son exploitation.</p>\n<p class=\"lf-p\">Le conseil communal de Betzdorf prie Madame la Ministre de reconsidérer le projet de classement à la lumière de ces réflexions.</p>\n<p class=\"lf-p\">Ainsi délibéré à Berg, date qu'en tête.</p>\n<p class=\"lf-p\">Suivent les signatures.</p>\n<p class=\"lf-p\">Pour expédition conforme, Berg, le 12 février 2019 g stre, Le secrétaire communal - Kerte 11:</p>\n<p class=\"lf-p\">Abgrenzung und Katasterflächen StreCeir Srecte`..-cfs..-cri Parzellen 1,7 Kataster mit Parzellennummer — Domaine de l'Etat Gemeinde Betzdorf Gemeinde Flaxweiler Syndicats cornmunaux (SIGRE) . D.7,` • • Privat i 4 Geplante Alagrenzung Réserve naturelle N\" 73 Widdebierg .•• 't.t&gt; _ .rPrI\"t; • Stand. Fobruai. 2018 e -.1 47\",'f•r\"4.4;:- Kartographie: agi auf Basis vor Zone de protection d'eau portable: Administration de la nature et des forêts 2017 l Perrnanenter Wasserlauf, Administration du Cadastre et de la Topographie BD-L-CARTOSO ;</p>\n<p class=\"lf-p\">Hee Ober NN: dhmS-lux-grd Fond topographique: C Origine Cadastre:</p>\n<p class=\"lf-p\">Droits de l'État réserves Cane (opographlaue 1:20.00C (sit. 2008) à partir de la 8D-1.-TC _ *1S •.as•` Commune de Betzdorf AVIS AU PUBLIC , Projet de règlement grand-ducal déclarant zone protégée d'intérêt national sous forme de réserve naturelle, la zone «Widdebierg-Hierden» sise sur le territoire des communes de Flaxweiler et de Betzdorf Conformément aux dispositions de l'article 40 de la loi du 18 juillet 2018 concernant la protection de la nature et des ressources naturelles, il est porté à la connaissance du public que le dossier concernant le projet de règlement grand-ducal déclarant zone protégée d'intérêt national sous forme de réserve naturelle, la zone «Widdebierg-Hierden» sise sur le territoire des communes de Flaxweiler et de Betzdorf est déposé pendant trente jours à partir du 21 novembre 2018 jusqu'au 21 décembre 2018 inclus au secrétariat de la maison communale de Betzdorf à Berg où le public peut en prendre connaissance pendant les heures nortnales d'ouverture des bureaux.</p>\n<p class=\"lf-p\">Les observations des intéressés concernant le projet de règlement grand-ducal déclarant zone protégée d'intérêt national sous forme de réserve naturelle, la zone «Widdebierg-Hierden» sise sur le territoire des communes de Flaxweiler et de Betzdorf devront être présentées par écrit au collège des bourgmestre et échevins dans les trente jours à compter de la publication du dépôt, soit jusqu'au 21 décembre 2018 inclus.</p>\n<p class=\"lf-p\">Berg, le 21 novembre 2018.</p>\n<p class=\"lf-p\">Pour le collège des bourgmestre et échevins de la commune de Betzdorf, Jean-Fr çois Wirtz Bou gmestre Steph Hoffarth Secrétaire Certificat de publication Le bourgmestre de la commune de Betzdorf certifie par la présente, que l'avis ci-dessus *a été publié et affiché dans toutes les sections de la cornmune de Betzdorf aux endroits prévus pour les affichages publics, du 21 novembre 2018 au 21 décembre 2018 inclus. *ensemble avec le dossier en question, a été publié sur le site internet de la commune de Betzdorf.</p>\n<p class=\"lf-p\">11 est certifié en outre que, le délai prévu par la publication s'étant écoulé, 5 réclamations écrites sont parvenues au collège des bourginestre et échevins à l'encontre du dossier en question.</p>\n<p class=\"lf-p\">Berg, le 8 janvier 2019.</p>\n<p class=\"lf-p\">Le seer 'taire, Berg, le 18 décembre 2018 Commune de l &amp; l Betzdorf Madame Carole Dieschbourg Ministre de l'Environnement, du Climat et du Développement durable 4, Place de l'Europe L-1499 Luxembourg Dossier traité par : secrétariat (vh) Tél : 77 00 49-21 Concerne: Zone protégée d'intérêt national sous forme de réserve naturelle «Widdebierg-Hierden».</p>\n<p class=\"lf-p\">Demande de prolongation du délai d'un mois prévu à l'article 40 de la loi du 18 juillet 2018.</p>\n<p class=\"lf-p\">Madame la Ministre, L'article 40 de la loi du 18 juillet 2018 concernant la protection de la nature et des ressources naturelles prévoit que, dans le mois de l'expiration du délai de publication du dossier «Widdebierg-Hierden», celui-ci doit être soumis à l'avis du conseil communal, ensemble avec les réclamations éventuelles parvenues au collège des bourgmestre et échevins.</p>\n<p class=\"lf-p\">Le dossier est déposé à la commune de Betzdorf du 21 novembre au 21 décembre 2018 inclus, ce qui a été annoncé par l'avis au public du 21 novembre 2018. Or, comme la prochaine réunion du conseil communal ne pourra avoir lieu qu'en date du 1er février 2019, nous vous prions de bien vouloir nous accorder une prolongation du délai de «un mois» comme prévu par l'article 40 en question.</p>\n<p class=\"lf-p\">Dans l'attente d'une réponse favorable, nous vous prions d'agréer, Madame la Ministre, l'expression de notre haute considération.</p>\n<p class=\"lf-p\">Pour le collège des bourgmestre et échevins, .1 an-François Wirtz Bourgmestre Steph Hoffarth Secrétaire l. rue du Chiteau L-6922 Berg Tél. (+352) 77 00 49-1 Fax (+352) 77 00 82 email: prénom.nom@beczclortlu www.betzdorfiu REÇU LE -e 9 VEC. 2018 MM WOLFF-DONDELINGER Francine und Gaston 30, rue de Beyren 1-6931. MENSDORF Mensdorf, den 16. Dezember 2018 An den Bürgermeister und Schöffenrat der Gemeinde BETZDORF 11, rue du Château L-6922 BERG Sehr geehrter Herr Bürgermeister, sehr geehrte Schöffenrâte, Bezugnehmend auf die geplante Ausweisung des Widdebiergs als Naturschutzgebiet möchten wir hiermit Einspruch einlegen und die Gründe hierfür im Folgenden erläutern:</p>\n<p class=\"lf-p\">Wir besitzen folgende Flâchen im geplanten Naturschutzgebiet „Widdebierg\" auf dem Pehnes, Kadaster-Nr 1738/1388, 1738/1389, 1738/1390, 1738/5086, 1738/5087 auf dem Behner, Kadaster-Nr 1739/3122, 1740/3123 im Griechtfeld, Kadaster-Nr 1846/3241. in den Kneipen Alern, Kadaster-Nr 1847/3242, 1848/3243, 1851/3244, 1852/3245 op der Wierksspreed, Kadaster-Nr 2147/3314, 2148/331.5, 2149/3316 Die Flâchen sind an Landwirte aus den umliegenden Dörfern verpachtet und werden von diesen nach guter fachlicher Praxis bewirtschaftet. Die geplante Ausweisung schrânkt jedoch diese Bewirtschaftung teilweise erheblich ein. Durch das teilweise Verbot der Nachsaat, sowie des gezielten Einsatzes von Herbiziden gegen qualitätsmindernde Unkrautpflanzen wie Disteln, Jakobskreuzkraut und Brennnesseln, befürchten wir einen erheblichen Wertabfall der Parzellen. Den Landwirten werden teilweise die Möglichkeiten genommen, unsere Flâchen so zu bewirtschaften, dass sie dauerhaft produktiv bleiben.</p>\n<p class=\"lf-p\">Wir befürchten, dass das lnteresse der Landwirte an Parzellen mit derartigen Bewirtschaftungseinschrânkungen sehr stark sinken wird. Die Pachtpreise werden sinken und der monetäre Wert unseres Besitzes wird durch die Ausweisung des Schutzgebietes abfallen.</p>\n<p class=\"lf-p\">Des Weiteren befürchten wir, dass die Landwirte unsere Parzellen wegen der vorgeschlagenen Verbote nicht mehr in einem guten Zustand halten können. Laut Pachtgesetz sind die Landwirte jedoch genau hierzu verpflichtet. Wir befürchten, dass es zukünftig innerhalb des Schutzgebietes vermehrt zu einer Ausbreitung von Problemunkräutern kommen wird, wodurch unsere Flächen weiter an Wert verlieren werden.</p>\n<p class=\"lf-p\">Des Weiteren können wir nicht ganz nachvollziehen warum produktive Flächen, die derzeit weder Biotope noch sonstige schützenswerte Pflanzenarten beherbergen in dieses Schutzgebiet mit einbezogen werden. Wir sehen absolut ein, dass seltenen oder bedrohten »der, Biotope, Tier- und Pflanzenarten eine besondere Aufmerksamkeit zu Teil wird und wenn nötig auch diese auch unter Schutz gestellt werden, jedoch sollte dies nicht der Fall sein für normale landwirtschaftliche Flächen.</p>\n<p class=\"lf-p\">Wir können als Besitzer und Verpächter von landwirtschaftlichen Flächen im zukünftigen Naturschutzgebiet „Widdebierg\" dem vorliegenden Projekt nur zustimmen, falls einerseits den Landwirten die erforderlichen Möglichkeiten bleiben um unsere Flächen in einem guten, produktiven Zustand zu halten und wenn andererseits Parzellen, die keiner besonderen Schutzwürdigkeit bedürfen aus dem Gebiet ausgeschlossen werden.</p>\n<p class=\"lf-p\">Mit aller Hochachtung Francine DONDELINGER Gaston WOLFF e '6(lAfl2 t if&gt; rRE oi Collège des bourgmestre et échevins de la commune de Betzdorf 11, Rue du Château L-6922 Berg Syndlcat Intercommunal pour la Distribution d'Eau dans la Région de l'Est 1,-5-199 Dreiborn Dreiborn, le 13 décembre 2018 Tel 75 95 92 -1 Concerne :</p>\n<p class=\"lf-p\">Projet de règlement grand-ducal déclarant la zone protégée d'intérêt national sous forme de réserve naturelle, la zone « Widdebierg-Hierden » sise sur le territoire des communes de Flaxweiler et de 13etzdorf.</p>\n<p class=\"lf-p\">Monsieur le bourgmestre, Messieurs les échevins, En relation avec la publication du projet de règlement grand-ducal sous rubrique, nous nous permettons de vous soumettre les observations et objections ci-dessous. Qu'il s'agit des compléments sur l'article 3, notamment les alinéas 1°, 4° et 10°:</p>\n<p class=\"lf-p\">1° « les fouilles, les sondages, les travaux de terrassement, l'enlèvement de terre végétale, le déblai, le remblai ou l'extraction de matériaux, à l'exception des travaux de sondages servant à l'identification de sources d'eau potable ainsi que des travaux nécessaires pour le renouvellement, l'entretien etl'exploitation des installations liées au captage et à la distribution de l'eau potable qui restent soumises à autorisation préalable du Ministre ayant ¡Environnement dans ses attributions, désigné ci-après comme « le ministre ; »</p>\n<p class=\"lf-p\">4° « toute construction incorporée au sol ou non; cette interdiction ne s'applique pas à la mise en place de miradors, ainsi qu'aux interventions nécessaires à l'entretien, l'extension, l'agrandissenient ou au renouvellement des constructions existantes qui restent sotanises à autorisation préalable du ministre ;\"</p>\n<p class=\"lf-p\">10 0 « la circulation à l'aide de véhicules motorisés à l'exception de celle requise pour l'exploitation agricole ou forestière, l'entretien et I 'exploitation des installations liées au captage et à la distribution de l'eau potable ou la gestion de la zone protégée; cette interdiction ne s'applique pas aux propriétaires des terrains, ni à leurs ayants droit ; »</p>\n<p class=\"lf-p\">En conclusion, nous demandons respectueusement à la Comrnune de bien vouloir prendre en considération les observations et objections ci-dessus.</p>\n<p class=\"lf-p\">Nous vous prions, Messieurs, l'expression de nos sentiments distingués.</p>\n<p class=\"lf-p\">Le President, Joseph SCHOELLEN Le Secrétaire f.f., Jean SADLER Annexe : courrier à Madarne la Ministre de l'Environnement du 3 octobre 2018 courrier au Ministère du Développement durable et des Infrastructures, Départernent de l'Environnement, service autorisation du 7 décembre 2018 Ingénieurs-Conseils 8, rue des Girondins L-1626 Luxembourg SCHROEDER &amp; ASSOCIÉS T +352 44 31 31-1 contactieschroedertu www.schroectertu EH 110 9001 Of4las 18001 SCHROEDER &amp; ASSOCIÉS Arch; C8 lnfo:</p>\n<p class=\"lf-p\">Code: i.1.11) Ministère du Développement durable et des Infrastructures Département de l'Environnement Service Autorisations 0 7 OEC, 2018 Ç D k p3 Cie:.)) i 1L.i L-2918 LUXEMBOURG 1 n. ref. GE3/ft - 18cs09641 18/578 v. ref. date 07.12 2018 Personne de contact : Guy Berchem Concerne :</p>\n<p class=\"lf-p\">Etude de faisabilité agrandissement réservoir Widdebierg à Flaxweiler</p>\n<div class=\"lf-abs\"><span class=\"lf-abs-num\">-</span>Information préalable concernant un projet en expectative</div>\n<div class=\"lf-abs\"><span class=\"lf-abs-num\">•</span>Votre courrier du 15.10.2018 Madame, Monsieur, Nous revenons sur votre courrier du 15 octobre 2018 qui mentionne les pièces de dossier faisant défaut dans un contexte d'autorisation de projet.</div>\n<p class=\"lf-p\">Notre courrier ne visait en fait qu'une information préalable d'une intention de projet (demande \"de principe\"), afin que vous puissiez en tenir compte dans le cadre de la définition d'une zone naturelle au Widdebierg et exprimer éventuellement vos attentes et conseils en phase préliminaire de projet.</p>\n<p class=\"lf-p\">L'extension du réservoir stratégique du S1DERE pour l'alimentation en eau de l'Est du pays avait déjà été considérée en 1993 dès la construction du \"réservoir Widdebiere principal existant mais avait été mise en veilleuse pour permettre une observation de la variation des besoins en eau potable au fil des années.</p>\n<p class=\"lf-p\">Notre courrier du 03.10.2018 ne visait donc pas la demande d'autorisation du projet suivant disposition de l'article 59 de la loi mais uniquement une pré-information en vue de la procédure de définition de la zone naturelle Widdebierg. Faute de formulaire approprié (à l'image de celui de l'Administration de la Gestion de l'Eau) nous avions rempli le formulaire unique pour la demande d'autorisation formelle.</p>\n<p class=\"lf-p\">Schroeder &amp; Associés Société Anonyme RC Luxembourg B 69336 TVA LU 17890818 SCHROEDER M,D. tee 1.0,41.00.</p>\n<p class=\"lf-p\">St ASSOCIÉS EN tse, IOt OHSM Le moment venu, le dossier de demande d'autorisation sera introduit pour instruction et sera accompagné des éléments de dossier mentionnés à votre courrier du 15.10.2018.</p>\n<p class=\"lf-p\">Restant à votre disposition pour tout renseignement complémentaire, nous vous prions d'agréer, Madame, Monsieur, nos salutations distinguées.</p>\n<p class=\"lf-p\">C u LCHE dministrateur Annexes :</p>\n<p class=\"lf-p\">2 1x notre courrier du 03.10.2018 (y compris annexes formutaire, extrait, plan) lx votre réponse du 15,10.2018 1x Infos supplémentaires :</p>\n<div class=\"lf-abs\"><span class=\"lf-abs-num\">•</span>Plan (91/287)1-49 Réservoir Widdebierg — Implantation accès et parking</div>\n<div class=\"lf-abs\"><span class=\"lf-abs-num\">•</span>Vue aérienne avec extensions . Extrait chambre à vannes Ingénieurs-Conseils 8, rue des Girondins L-1626 Luxernbouig SC:HROEDÈR ...e.(•ffis,opÉs • 7 .352 44 31 31-1 conlacieschroederlu www.schroederiu 1,1 13.c. yeo nwei irn .</div>\n<p class=\"lf-p\">Schroeder &amp; Associés Are.' Ministère du Développement durable et des Infrastructures Département de l'Environnement à l'att. de Madame la Ministre Carole DIESCHBOURG 6()) —Code.</p>\n<div class=\"lf-abs\"><span class=\"lf-abs-num\">-</span>3 OCT. 2018 Info:</div>\n<p class=\"lf-p\">Tt L-2918 LUXEMBOURG OK, e( n. ref.</p>\n<p class=\"lf-p\">GB/ctga - 18cs07756 date v. ref.</p>\n<p class=\"lf-p\">03,10.2018 18/578 Personne de contact : Guy Berchem Concerne :</p>\n<p class=\"lf-p\">Agrandissement réservoir d'eau syndical au Widdebierg (SIDERE)</p>\n<div class=\"lf-abs\"><span class=\"lf-abs-num\">-</span>Demande de principe en vue de l'obtention future d'une autorisation conformément à la loi modifiée du 19 janvier 2004 concernant la protection de la nature et des ressources naturelles Madame la Ministre, Pour le compte de notre client, le Syndicat Intercommunal pour la Distribution d'Eau (SIDERE) (L-5499 DRE1BORN), nous avons l'honneur de soumettre une demande de principe quant à une future demande d'autorisation conformément à la loi susmentionnée.</div>\n<p class=\"lf-p\">Notre bureau est en cours d'analyser les besoins actuels el futurs de tous les réservoirs communaux desservis depuis le réservoir syndical central du S1DERE situé au Widdebierg.</p>\n<p class=\"lf-p\">Déjà à ce jour, le volume tenu en réserve arrive, par temps de forte demande, à ses limites. En vue de garantir, à moyen et long terme, une alimentation en eau potable de la région de l'Est du pays, un agrandissement, tel que prévu lors de la planification du réservoir fin des années 80, deviendra un jour nécessaire. Nous basant sur une méthodique similaire à celle de Kayl et en nous basant sur le savoir qu'une zone naturelle est en phase de création au Widdebierg, nous nous permettons de vous transmettre cette information pour en tenir compte lors du dressement des textes de loi. Dés que nous saurons de quel volume cet ouvrage devra être agrandi, nous pourrons vous en fournir de plus amples détails. Veuillez toutefois déjà trouver en annexe à la présente une esquisse datant de 1993 et montrant l'idée initiale exprimée pour un agrandissement futur.</p>\n<p class=\"lf-p\">L'ouvrage supplémentaire sera naturellement planifié de manière à s'intégrer le plus harmonieusement possible dans ce paysage vert.</p>\n<p class=\"lf-p\">Un aperçu de la situation est joint en annexe à la présente.</p>\n<p class=\"lf-p\">Schroeder &amp; Associés Sn, ietri Anonyme Lueenibourg 8 69336 IVA 1 U 17890818 te nt, ¶0.</p>\n<p class=\"lf-p\">11..141 IR., Restant à votre disposition pour tout renseignernent complémentaire, nous vous prions d'agréer, Madame la Ministre, nos salutations distinguées. laude BELCHE administrateur 2 Annexes .</p>\n<p class=\"lf-p\">4x Formulaire d'autorisation 4x Plan (18/578) reK-A101 Situation genérale 4x Extrait d'un schéma indiquant l'agrandissement tutu, planifié en 1993 Copie :</p>\n<p class=\"lf-p\">SIDERE, à rallention de Monsieur Alain Bourmer. ingénieur-directeur Mensdorf, den 12. Dezember 2018 Sehr geehrter Herr Bürgermeister, sehr geeh rte Herren Schöffenräte, betreffend der geplanten Ausweisung des Widdebiergs als Naturschutzgebiet pchte ich hiermit Einspruch einlegen und die Gründe hierfür im Folgenden erläutern: lch besitze mehrere Flächen im geplanten Naturschutzgebiet „Widderbierg\". Die Flächen sind an Landwirte aus den umliegenden Dörfern verpachtet und werden von diesen nach guter fachlicher Praxis bewirtschaftet. Die geplante Ausweisung schränkt jedoch diese Bewirtschaftung erheblich ein.</p>\n<p class=\"lf-p\">Durch das teilweise Verbot der Nachsaat, sowie des gezielten Einsatzes von Herbiziden gegen qualitätsmindernde Unkrautpflanzen wie Disteln, Jakobskreuzkraut und Brennnesseln, befürchte ich einen erheblichen Wertabfall der Parzellen. Den Landwirten werden teilweise die Môglichkeiten genommen, unsere Flächen so zu bewirtschaften, dass sie dauerhaft produktiv bleiben.</p>\n<p class=\"lf-p\">Erstens befürchte ich dass das lnteresse der Landwirte an Parzellen mit derartigen Bewirtschaftungseinschränkungen sehr stark sinken wird. Die Pachtpreise werden sinken und der monetäre Wert unseres Besitzes wird durch die Ausweisung des Schutzgebietes abfallen.</p>\n<p class=\"lf-p\">Zweitens befürchte ich dass die Landwirte unsere Parzellen wegen der vorgeschlagenen Verbote nicht mehr in einem guten Zustand halten können. Laut Pachtgesetz sind die Landwirte jedoch genau hierzu verpflichtet. lch befürchte, dass es zukünftig innerhalb des Schutzgebietes vermehrt zu einer Ausbreitung von Problemunkräutern kommen wird, wodurch unsere Flächen weiter an Wert verlieren werden.</p>\n<p class=\"lf-p\">Des Weiteren kann ich nicht ganz nachvollziehen warum produktive Flächen, die derzeit weder Biotope noch sonstige schützenswerte Pflanzenarten beherbergen in dieses Schutzgebiet mit einbezogen werden. lch sehe absolut ein, dass seltenen oder bedrohten »der, Biotope, Tier- und Pflanzenarten eine besondere Aufmerksamkeit zu Teil wird und wenn nôtig auch diese auch unter Schutz gestellt werden, jedoch sollte dies nicht der Fall sein für normale landwirtschaftliche Flächen. lch kann als Besitzer und Verpächter von landwirtschaftlichen Flächen im zukünftigen Naturschutzgebiet „Widdebierg\" dem vorliegenden Projekt nur zustimmen, falls einerseits den Landwirten die erforderlichen Môglichkeiten bleiben um meine Flâchen in einem guten, produktiven Zustand zu halten und wenn andererseits Parzellen, die keiner besonderen Schutzwürdigkeit bedürfen aus dem Gebiet ausgeschlossen werden.</p>\n<p class=\"lf-p\">Hochachtungsvoll, Ernest SCHONS 23, rue de la Grotte L-6934 MENSDORF ij Rieu LE HERMANN-GEORG Justine 1 3 DEC 2018 3, rue de Beyren L-6931 Mensdorf ADMINISTRATION COMMUNALE DE BETZDORF 11, rue du Château L-6922 BERG Mensdorf, den 10. Dezember 2018 EINSCHREIBEN Sehr geehrter Herr Burgermeister, sehr geehrte Schöffenrâte, betreffend der geplanten Ausweisung des Widdebiergs als Naturschutzgebiet möchte ich hiermit Einspruch einlegen und die Gründe hierfür im Folgenden erlâutern: lch besitze mehrere Flâchen im geplanten Naturschutzgebiet „Widdebierg\". Die Flâchen sind an Landwirte aus den umliegenden Dörfern verpachtet und werden von diesen nach guter fachlicher Praxis bewirtschaftet. Die geplante Ausweisung schrânkt jedoch diese Bewirtschaftung teilweise erheblich ein. Durch das teilweise Verbot der Nachsaat, sowie des gezielten Einsatzes von Herbiziden gegen qualitätsmindernde Unkrautpflanzen wie Disteln, Jakobskreuzkraut und Brennnesseln, befürchte ich einen erheblichen Wertabfall der Parzellen. Den Landwirten werden teilweise die Möglichkeiten genommen, unsere Flâchen so zu bewirtschaften, dass sie dauerhaft produktiv bleiben.</p>\n<p class=\"lf-p\">Erstens befürchte ich dass das Interesse der Landwirte an Parzellen mit derartigen Bewirtschaftungseinschrânkungen sehr stark sinken wird. Die Pachtpreise werden sinken und der monetâre Wert unseres Besitzes wird durch die Ausweisung des Schutzgebietes abfallen.</p>\n<p class=\"lf-p\">Zweitens befürchte ich dass die Landwirte unsere Parzellen wegen der vorgeschlagenen Verbote nicht mehr in einem guten Zustand halten können. Laut Pachtgesetz sind die Landwirte jedoch genau hierzu verpflichtet. lch befürchte, dass es zukünftig innerhalb des Schutzgebietes vermehrt zu einer Ausbreitung von Problemunkrâutern kommen wird, wodurch unsere Flâchen weiter an Wert verlieren werden.</p>\n<p class=\"lf-p\">Des Weiteren kann ich nicht ganz nachvollziehen warum produktive Flächen, die derzeit weder Biotope noch sonstige schützenswerte Pflanzenarten beherbergen in dieses Schutzgebiet mit einbezogen werden. lch sehe absolut ein, dass seltenen oder bedrohten »der, Biotope, Tier- und Pflanzenarten eine besondere Aufmerksamkeit zu Teil wird und wenn nötig auch diese auch unter Schutz gestellt werden, jedoch sollte dies nicht der Fall sein für normale landwirtschaftliche Flächen. lch kann als Besitzer und Verpächter von landwirtschaftlichen Flächen im zukünftigen Naturschutzgebiet „Widdebierg\" dem vorliegenden Projekt nur zustimmen, falls einerseits den Landwirten die erforderlichen Möglichkeiten bleiben um meine Flächen in einem guten, produktiven Zustand zu halten und wenn andererseits Parzellen, die keiner besonderen Schutzwürdigkeit bedürfen aus dem Gebiet ausgeschlossen werden.</p>\n<p class=\"lf-p\">Hochachtungsvoll Hermann-Georg Justine '&lt;ILL C'CL REÇU LE 1 2 DEC. 2018 Beyren, den 11. Dezember 2018 An Collège des bourgmestre et échevins de la commune de Betzdorf 11, rue du Chateau 1-6922 Berg Betreff: Avant-projet de règlement grand-ducal déclarant zone protégée d'intérêt national sous forme de réserve naturelle la zone „Widdebierg — Hierden\" sise sur le territore des communes de Flaxweiler et de Betzdorf, et abrogeant le règlement grand-ducal du 29 août 2003 déclarant zone protégée la pelouse sèche Hierden englobant des fonds sis sur le territoire des communes de Betzdorf et de Flaxweiler Sehr geehrter Herr Bürgermeister, sehr geehrte Schöffenräte, da das Umweltministerium beabsichtigt das Waldgebiet „Widdebierg\" als Naturschutzgebiet auszuweisen und rund herum noch zahlreiche la ndwirtschaftlich genutzten Flächen mit einzubeziehen, möchte ich lhnen hiermit als betroffener Landwirt meine Bedenken zu dem Projekt darlegen.</p>\n<p class=\"lf-p\">Vorab möchte ich betonen, dass ich mir der Wichtigkeit des Natur- und Wasserschutzes durchaus bewusst bin und ich bereits seit vielen Jahren in meinem Betrieb aktiv Beiträge dazu leiste. Von den rund 100 Hektar Dauergrünland, die ich bewirtschafte, werden 36,06 ha nach den Vorgaben des Agrar-Umwelt-Klima-Programmes 482-P3A bewirtschaftet (Reduzierung der Stickstoffdüngung von 170 kg Wha auf 50 kg N/ha), weitere 11,92 ha sind in Biodiversitätsverträgen gemeldet (kompletter Düngungsverzicht) und mit zusätzlichen 5,51 ha nehme ich an einem Programm zur Förderung von Streuobstwiesen teil (kompletter Düngungsverzicht). Demnach werden mehr als die Hälfte meiner Grünlandflächen extensiv im Sinne des Naturschutzes genutzt, dies zum Teil seit mehreren Jahren und auf freiwilliger Basis. Durch die Ausweisung graflächiger Naturschutzgebiete wird den Betrieben jedoch die Flexibilität genommen, selbstständig zu entscheiden, welche Pflege die Wiesen und Weiden benötigen um den Ansprüchen an Qualität und Menge des Futters gerecht zu werden.</p>\n<p class=\"lf-p\">Mein Betrieb ist in diesem Gebiet „Widdebierg\" mit insgesamt 14,34 ha (11,79 ha Dauergrünland und 2,55 ha Ackerland) betroffen, im sich ebenfalls in der Ausweisung befindlichen Gebiet „Schlammwiss\" sind es weitere 2,68 ha und weitere 1,46 ha liegen im provisorischen Schutzgebiet „Krékelsbierg\". Durch die Unterschutzstellung der Parzelle im Gebiet „Schlammwiss\" bei der jegliche Düngung verboten werden soll, verliere ich bereits 2,68 ha Futterfläche, da ohne die Möglichkeit periodisch leicht zu düngen sowohl die Menge des erzeugten Grundfutters, als auch dessen Quake erheblich zurückgehen wird. Für meine Flächen im Gebiet „Krékelsbierg\" sind noch keine Einschränkungen bekannt.</p>\n<p class=\"lf-p\">Zu den im Gebiet „Widdebierg\" geplanten Einschränkungen und Abgrenzungen möchte ich auf folgende Punkte hinweisen, die mir in dem konkreten Fall meines Betriebes zukünftig Probleme bereiten werden:</p>\n<p class=\"lf-p\">Ungewissheit, was in den nächsten Jahren mit Flächen innerhalb von Schutzgebieten passiert:</p>\n<p class=\"lf-p\">Wie bereits vorher beschrieben, bewirtschafte ich mein Dauergrünland überwiegend extensiv und nehme vielfach an den dafür angeboten Förderprogrammen teil. Jedoch möchte ich auf meinem Ackerland nach guter fachlicher Praxis produktiv und iikonomisch sinnvoll Lebens- und Futtermittel erzeugen. AuBerdem sind die Ackerflächen in meinem Betrieb sehr wichtig, um die betriebseigenen organischen Dünger Mist und Gülle verwerten zu können. Um meine Ackerflächen möglichst effizient bewirtschaften zu können, habe ich die Flächen zu niehreren gleichgroßen Fruchtfolgeblöcken zusammengefasst. So habe ich die Möglichkeit die Flächen, die sich in direkter Nachbarschaft</p></div>", "next": 239808}