📄 Texte de loi
2022
«Altwies – Op dem Millebierg»
ZPIN
Dossier de classement « ZPIN Altwies – Op dem Millebierg »
Auftraggeber und Koordination :
Administration de la nature et des forêts
Service de la nature
81, Avenue de la Gare
L-9233 Diekirch
Kontaktperson :
Corinne STEINBACH
corinne.steinbach@anf.etat.lu
www.emwelt.lu
Administration
de la nature et des forêts
Fertigstellung des Dossiers: 2023
Foto Titelseite : Eneco
INHALTSVERZEICHNIS
EINFÜHRUNGSSEITE ...................................................................................................... 4
1
EINLEITUNG ........................................................................................................... 5
1.1 Zielsetzung und Rahmen der Ausweisung.................................................. 5
1.2 Situation......................................................................................................... 5
2
ALLGEMEINE BESCHREIBUNG ............................................................................ 6
2.1 Topographie .................................................................................................. 6
2.2 Geologie......................................................................................................... 7
2.3 Pedologie ....................................................................................................... 7
2.4 Bodennutzung ............................................................................................... 7
2.5 Entstehungsgeschichte ................................................................................ 8
2.6 Jagdliche Aktivitäten .................................................................................. 11
3
FLORISTISCHE UND FAUNISTISCHE BEDEUTUNG .......................................... 12
3.1 Biologische Bedeutung .............................................................................. 12
3.1.1
Habitate ........................................................................................... 12
3.1.2
Flora ................................................................................................ 13
3.1.3
Fauna .............................................................................................. 14
4
SCHÄDEN, BEDROHUNGEN UND DIENSTLEISTUNGEN .................................. 17
5
VORSCHLÄGE ZU EINRICHTUNGS- UND BEWIRTSCHAFTUNGSMAßNAHMEN
............................................................................................................................... 17
6
LITERATUR ........................................................................................................... 19
7
ANLAGEN ............................................................................................................. 20
7.1 Kartographischer Inhalt .............................................................................. 20
7.2 Verzeichnisse und Listen ........................................................................... 20
TABELLENVERZEICHNIS
Tabelle 1:
Habitate ......................................................................................................... 12
Tabelle 2:
Obstbaumarten im Plangebiet ....................................................................... 14
Tabelle 3:
Beobachtete Arten gemäß MNHN und weiteren Beobachtungen................... 16
ABBILDUNGSVERZEICHNIS
Abbildung 1: Ausschnitt Ferraris Karte aus dem Jahr 1778 .................................................. 8
Abbildung 2: Ausschnitt Topographische Karte aus dem Jahr 1927 ..................................... 9
Abbildung 3: Ausschnitt Topographische Karte aus dem Jahr 1954 ................................... 10
Abbildung 4: Jagdlose im Planungsgebiet .......................................................................... 11
Dossier de classement NSG "Op dem Millebierg", Altwies
ENECO-230427MECD2201D-Ausweisungsdokument NSG_Op_dem_Millebierg
Inhaltsverzeichnis
Seite 2
ANLAGENVERZEICHNIS – GEBUNDENE ANLAGEN
[1] Lage des Schutzgebietes 1:10.000
[2] Weitere Schutzgebiete 1:10.000
[3] Eigentum Kataster 1:5.000
[4] Übersicht Eigentumsverhältnisse 1:5.000
[5] Verwaltungseinheiten/Gemeinden 1:5.000
[6] Bodennutzung 1:2.000
[7] Flora, Habitate, Bewirtschaftungsmaßnahmen 1:2.000
[8] Fauna 1:2.000
[9] Ausschnitt PAG Dalheim
[10] Ausschnitt PAG Mondorf-les-Bains
[11] Bemerkenswerte Pflanzen- und Tierarten NSG Altwies
[12] Verzeichnis der Karten welche im Ausweisdokument enthalten sind
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Inhaltsverzeichnis
Seite 3
EINFÜHRUNGSSEITE
Name des Naturschutzgebietes
Geographische Lage
Naturschutzgebiet „Op dem Millebierg“
Kanton Remich, auf Geländen in den Gemeinden Dalheim und Mondorf-les-Bains;
ca. 800 m nord-westlich von Altwies und ca.
300 m nördlich der Grenze zu Frankreich;
Gesamtfläche des Naturschutzgebietes
Ca. 9,4 ha
Fläche der einzelnen Zonen (Kernzone, Es ist keine Zonierung vorgesehen
Pufferzone)
Offenland-/ Wald-Fläche etc.
Streuobstwiese = ca. 8,2 ha
Anzahl der Obstgehölze, n = 372
Hecken = ca. 0,8 ha
Feldweg = ca. 0,2 ha
Tümpel = ca. 0,1 ha
Lesesteinhaufen = 0,1 ha
Fläche pro Eigentümer (Staat, Gemeinde, Carrières Feidt S.A. = 8,46 ha
Öffentliche Einrichtung, privat (Privatper- Weitere Privateigentümer = 0,52 ha
son, Gesellschaft, Nicht-Regierungsorga- Staatliches Eigentum = 0,2 ha
nisation)
Gemeinde Mondorf-les-Bains = 0,15 ha
Gemeinde Dalheim = 0,06 ha
betroffene Gemeinden (Territorium)
Dalheim = ca. 6,2 ha
Mondorf-les-Bains = ca. 3,2 ha
ökologische Wuchsbezirke
südliches Gutland und Mosel-Vorland und
Syretal
vorherrschender Biotoptyp
Junge Streuobstwiese
mittlere, maximale und minimale Höhen- Mittlere Höhe = 291,5 m NN;
lage
minimale Höhe = 290 m NN;
maximale Höhe = 293 m NN
vorherrschendes geologisches Substrat ehemaliger Abbau des Luxemburger Sandsteins, verfüllt mit unbelastetem Bodenaushub
Abgabetermin des Dokuments
27.04.2023
Name und Adresse des mit der Ausfüh- ENECO Ingénieurs-Conseils S.A.
rung beauftragten Studienbüros
22, rue Edmond Reuter
L-5326 Contern
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1
EINLEITUNG
1.1 Zielsetzung und Rahmen der Ausweisung
Das Naturschutzgebiet "Op dem Millebierg" umfasst eine junge Streuobstwiese mit Tümpeln,
Feldhecken, Lesesteinhaufen und einer speziell für Uferschwalben oder andere Höhlenbrüter
angelegten Brutwand aus Beton.
Die Anlage des Naturschutzgebiets erfolgt innerhalb eines Teilbereiches eines Steinbruchs,
welcher mit unbelasteten Inertmaterialien verfüllt wurde. Im Zuge der Rekultivierung dieses
Standorts erfolgte 2021 die Anlage der o.g. Biotope, welche darauf abzielen den Lebensraum
der im Umfeld ansässigen Arten zu erweitern. Prioritäre Habitate des Plangebietes sind die
Streuobstwiese (nach Art. 17 geschütztes Biotop ab einem Alter der Gehölze von 30 Jahren),
Feldhecken und die temporär wasserführenden Tümpel (vgl. Kapitel 3.1.1). Letztere sind auch
im Plan National concernant la Protection de la Nature (im Folgenden PNPN 2023-2030) als
prioritär ausgewiesen. Die prioritären Arten sind Vogelarten wie bspw. der Neuntöter (Lanius
collurio) und der Mauersegler (Apus apus)1.
Ziel der Ausweisung ist ein Schutzgebiet von nationalem Interesse (gem. Art. 2 und Kapitel 8,
Art. 38 - 43 Loi modifiée du 18 juillet 2018 concernant la protection de la nature et des ressources naturelles; im Folgenden Loi 2018). Damit sollen unter anderem den im europäischen
Rahmen geschützten Arten (92/43/EWG, Anhang IV sowie V-RL 2009/147/CE i.V. mit Art. 21
Loi 2018) neue Lebensräume geboten werden.
Das Plangebiet liegt nicht in einer Natura 2000-Schutzzone gemäß PNPN (2023-2030). Aber
die Ausweisung dieses Gebiets erfüllt die Vorgaben aus dem PNPN (2023-2030) hinsichtlich
der Schaffung eines umfassenden Netzes an Schutzgebieten. Diesem Netz kommt gemäß der
aktuellen Fortschreibung des PNPN (2023-2030) eine Schlüsselrolle zum „Schutz und zur Erhaltung der Biodiversität und der Ökosysteme"1 zu.
Nach dem ursprünglichen Ansatz das Schutzgebiet als Erweiterung des nahegelegenen
Schutzgebietes "Filsdorfergrund" (ZH 93) auszuweisen, wurde im weiteren Verlauf dazu übergegangen ein eigenständiges Schutzgebiet mit dem Namen “Op dem Millebierg“ zu schaffen.
1.2 Situation
Das sich in Planung befindliche Naturschutzgebiet „Op dem Millebierg“ liegt im Kanton Remich
im Süden von Luxembourg auf Geländen in den Gemeinden Dalheim und Mondorf-les-Bains
(vgl. Anlage 5).
Es umfasst in etwa 9,4 ha innerhalb eines renaturierten Teilbereiches eines verfüllten Steinbruchs. Die Außengrenze verläuft entlang eines Wildschutzzauns welcher im Zuge einer Renaturierungsmaßnahme errichtet wurde. Die umliegenden Bereiche sind noch nicht abschließend renaturiert oder noch in Nutzung.
Westlich liegt ein Waldgebiet, welches das ausgewiesene Naturschutzgebiet "Filsdorfergrund"
umfasst, südwestlich verläuft die Autobahn A13. Im Norden befindet sich der aktuelle Aktivitätsbereich des Steinbruchs und der Inertabfalldeponie Altwies. Nordöstlich grenzen größtenteils intensiv genutzte landwirtschaftliche Nutzflächen an.
1 Ministère de l'Environnement, du Climat et du Développement durable (2023): Plan National concer-
nant la Protection de la Nature, Strategie 2023-2030, URL: https://environnement.public.lu/content/dam/environnement/documents/natur/biodiversite/pnpn/pnpn-version-3.pdf, Zugriff: [16.03.2023]
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Entlang der Außengrenze des Naturschutzgebiets verläuft ein geschotterter Wirtschaftsweg.
Dieser Weg dient zur Erschließung des Gebiets im Rahmen von Pflegemaßnahmen. Das geplante Naturschutzgebiet wird von einem unbefestigten Feldweg gequert, welcher einen wiederhergestellten Teilabschnitt des alten Römerwegs darstellt („Chaussée Romaine Kiem“).
Das geplante Naturschutzgebiet selbst liegt nicht in einem Naturpark, einer Ramsar- oder Natura 2000-Zone. Neben dem westlich angrenzenden ausgewiesenen Naturschutzgebiet "Filsdorfergrund" (ZH 93) befinden sich aber in der Umgebung weitere Schutzgebiete:
Vogelschutzgebiet "Aspelt-Lannebur, Am Kessel" (LU0002011) ca. 1,4 km nordwestlich
Naturschutzgebiet "Reckingerhaff-Weiergewan" RN ZH 56 ca. 3,8 km nordöstlich
Naturschutzgebiet "Am Kessel / Lannebur" ca. 1,4 km nordwestlich (noch nicht ausgewiesen)
FFH-Schutzgebiet "Région de la Moselle supérieure" (LU0001029) ca. 4 km östlich
Ramsar- und Vogelschutzgebiet "Haff Réimech" (LU0002012) ca. 8,1 km südöstlich
Naturschutzgebiet Haff Réimech
Süd-östlich verlaufen überregional bedeutsame Wanderkorridore der Wildkatze durch die
schmalen Waldgebiete2.
Im Plan d’amenagement general (PAG) der Gemeinde Mondorf-les-Bains ist der östliche Teil
des Plangebiets als „Zone d‘extraction“ ausgewiesen. Der westliche Teilbereich ist der Gemeinde Dalheim zugehörig und im PAG als Rurale Zone verzeichnet. Gemäß des Plan d’occupation du sols (POS) ist keine Nutzungsweise beschrieben. Für das zukünftige Naturschutzgebiet sind keine sektoriellen Pläne ausgewiesen.
2
ALLGEMEINE BESCHREIBUNG
2.1 Topographie
Die Topographie des geplanten Naturschutzgebiets „Op dem Millebierg“ selbst sowie ein großer Teil der Umgebung sind stark anthropogen überprägt (Steinbruch, Inertabfalldeponie, Autobahn). Das Naturschutzgebiet liegt auf einer plateauartigen Überhöhung der Landschaft innerhalb eines Steinbruchs auf einer Höhe von ca. 293 m NN bis 290 m NN.
Das Plateau fällt in Richtung Westen zur Zufahrtsstraße des Steinbruchs auf ca. 270 m NN
ab. Der nördlich gelegene Abbaubereich liegt im Tiefpunkt zurzeit bei ca. 230 m NN. Die südlich verlaufende Autobahn A13 befindet sich auf einer Höhe von ca. 255 bis 270 m NN und ist
im Bereich des geplanten Naturschutzgebiets stark in das Gelände eingeschnitten. In westlicher Richtung erstrecken sich in direktem Anschluss teils intensiv genutzte Äcker und Grünland auf einer Höhe zwischen ca. 270 bis 288 m NN, welche das umgebende Landschaftsbild
bestimmen. Nur vereinzelt wird diese Fläche durch Feldgehölze, Hecken oder Baumreihen
unterbrochen.
Im Plangebiet wirken v.a. die Obstbäume sowie vereinzelte durch Niederschlag gespeiste
Tümpel, Lesesteinhaufen, Erdwälle und eine Brutwand für Uferschwalben strukturbildend.
2 Ministère
du Développement durable et des Infrastructures, Département de l'environnement, SICONA-Ouest, Geodata (2014): Plan national pour la protection de la nature, Plans d'actions espèces
– Chat sauvage/Felis silvestris silvestris/Europäische Wildkatze, URL: https://environnement.public.lu/dam-assets/documents/natur/plan_action_especes/felides_chat_sauvage.pdf,
Zugriff:
[20.10.2022]
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2.2 Geologie
Die geologischen Schichten sind anthropogen verändert, da das geplante Naturschutzgebiet
innerhalb eines mit Inertabfällen verfüllten Steinbruchs gelegen ist.
Ursprünglich lagen Schichten (li2) des Luxembourger Sandstein vor. Diese wurden durch einen Wechsel von gelblichen Sandsteinen und unverwitterten Konglomeratlagen gekennzeichnet. Östlich grenzt eine Störungslinie an das Plangebiet, hinter welcher sich grau-blaue Sandfazies anschließen (li3 – Mergel und Kalke von Strassen).
2.3 Pedologie
Wie in Kapitel 2.2 bereits erwähnt, sind die im Plangebiet vorhandenen geologischen Schichten und damit auch die anstehenden Böden, durch die Verfüllung des ehemaligen Steinbruchs
mit Inertabfällen stark anthropogen beeinflusst. Bei der Renaturierung des ehemaligen Abbaubereichs wurden als abschließende Schicht unbelastete Kulturböden als bodenbildende Substrate aufgebracht. Die Zusammensetzung dieser Inertabfälle ist heterogen, so dass deren
Einfluss auf die Vegetationsformen keine Aussage getroffen werden kann.
Die ehemals vorherrschenden sandig-lehmige oder sandig-schluffige Bodenarten sind im Planungsgebiet nicht mehr vorhanden.
2.4 Bodennutzung
Aufgrund der ursprünglichen Nutzung als Steinbruch und Inertabfalldeponie besteht eine naturschutzrechtliche Verpflichtung der Rekultivierung dieser Flächen. In diesem Zusammenhang wurde die Fläche des geplanten Naturschutzgebietes im Jahr 2021 renaturiert. Die hergestellten Biotope unterliegen einer 25-jährigen Unterhaltspflicht. Dazu wurden die folgenden
Pflegemaßnahmen definiert:
Mahd bzw. Beweidung der extensiv gepflegten jungen Streuobstwiese,
Pflege und Ersatz von Obstgehölzen, Nutzung der Früchte zur Nahrungsmittelproduktion und bei Hiebsreife als Energieholz,
Auf den Stock setzen der Feldhecken,
Freischnitt der Lesesteinhaufen, Uferschwalbenwand und Tümpel.
Die Biotopentwicklung wird im Zuge eines regelmäßigen Monitorings überprüft. Dies gewährleistet die Entwicklung einer hohen Lebensraumdiversität und stellt die Grundlage der geplanten Ausweisung als nationales Naturschutzgebiet dar (vgl. Kapitel 5).
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2.5 Entstehungsgeschichte
In Ferraris Karte (1778) wird die Nutzung der Fläche als offenes Ackerland beschrieben.
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Ausweisdokument Naturschutzgebiet „Op dem Millebierg“, Altwies
© « Source Cadastre : Ètat du Grand-Duché de Luxembourg (12/2022) »
Abbildung 1: Ausschnitt Ferraris Karte aus dem Jahr 1778
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Luftaufnahmen aus den Jahren 1951-1987 sowie historische topographische Karten weisen
zudem auf eine langjährige anthropogene Nutzung der Fläche als Ackerland und später als
Steinbruch hin.
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Ausweisdokument Naturschutzgebiet „Op dem Millebierg“, Altwies
© « Source Cadastre : Ètat du Grand-Duché de Luxembourg (12/2022) »
Abbildung 2: Ausschnitt Topographische Karte aus dem Jahr 1927
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Gemäß den topographischen Karten begann der wirtschaftliche Gesteinsabbau in den 50er
Jahren des 20. Jh. Die weit unter Geländeoberkante reichenden Abbaubereiche des Steinbruchs dienten in Folge des Gesteinsabbaus der Ablagerung von unbelasteten mineralischen
Inertabfällen (v.a. Bodenaushub). Im Zuge dieser Entwicklung sind keine ursprünglichen Biotope erhalten geblieben.
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Abbildung 3: Ausschnitt Topographische Karte aus dem Jahr 1954
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2.6 Jagdliche Aktivitäten
Das Plangebiet liegt im Jagdlos-Gebiet Nummer 613, welches eine Fläche von ca. 347 ha
umfasst. Dem Pächter zufolge macht die umlaufende Einfriedung des zukünftigen Naturschutzgebietes (Wildzaun) die Fläche jagdlich unattraktiv, da nahezu kein Wild auf der Fläche
vorhanden ist. Für die Entwicklung der Biotope wie der jungen Streuobstwiese, Hecken und
der extensiv gepflegten Wiesenfläche, ist demnach kein negativer Einfluss durch Fraßdruck
oder Fege zu erwarten.
ENECO Ingénieurs-Conseils S.A.
Ausweisdokument Naturschutzgebiet „Op dem Millebierg“, Altwies
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Abbildung 4: Jagdlose im Planungsgebiet
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Seite 11
3
FLORISTISCHE UND FAUNISTISCHE BEDEUTUNG
3.1
Biologische Bedeutung
3.1.1
Habitate
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Prioritär gem. PNPN (2023-2030) 3
Habitat
Streuobstwiese (BK09 wenn Alter Gehölze ≥ 30 J.)
Feldhecken (BK17)
Mardellen/naturnahes Stillgewässer (BK08) P
Lesesteinhaufen (BK21)
Feldweg
Brutwand für Uferschwalben
Tabelle 1:
Habitate
Ein Großteil des Plangebietes ist durch einen jungen Streuobstbestand mit extensiver Flurbegrünung gekennzeichnet. Verschiedene Obstsorten wie Apfel, Mirabelle, Kirsche, Zwetschge,
Birne und zudem vereinzelte Walnüsse wurden gepflanzt (vgl. Kapitel 3.1.2).
Das Agroforstsystem (in diesem Fall Obstbäume in Kombination mit Schafhutung) bietet zahlreiche Vorteile im Gegensatz zu baumfreien Wiesen und Weiden; bspw. die Verminderung der
Bodenerosion, die Vermeidung von Düngereinsatz, Verbesserung der Bodenstruktur und
Schattenspende für Weidetiere.
Durch die Frühjahrsblüte, aber auch mit den Früchten selbst, bereichern die Agroforst-Bäume
das Nahrungsangebot zahlreicher Insekten und in Folge dessen, auch die Nahrungsgrundlage
der vorhandenen Fledermausarten sowie der Avifauna, v.a. der vorhandenen Brutpaare des
Neuntöters und der Uferschwalben. Zudem bietet das Agroforstsystem eine Korridor- und Leitliniensystem für Fledermäuse (vgl. Kapitel 3.1.3).
Das Nist- und Quartierpotenzial wird zu Beginn der Maßnahme durch Anbringung künstlicher
Nisthilfen gefördert. Mit zunehmendem Baumalter entwickelt sich ein natürliches Nist- und
Quartierpotenzial in Form von Baumhöhlen, Astbrüchen und Baumspalten.
Obstbaumbestände mit extensiver Pflege, ohne den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln bieten
zahlreichen Tier- und Pflanzenarten einen facettenreichen Lebensraum. Es ist zu erwarten,
dass bei andauernden Pflegemaßnahmen die Anzahl der Tier- und Pflanzenarten zumindest
konstant bleiben, wenn nicht sogar steigen wird. Der Bestand an Streuobstwiesen ist landesweit rückläufig. Eine Ausweisung der Fläche als nationales Naturschutzgebiet würde diesen
Trend zwar nicht stoppen, ihm jedoch zumindest entgegenwirken.
Einzelne Feldhecken mit autochthonen Arten, Tümpel, Lesesteinhaufen, ein umlaufender
Feldweg sowie eine Brutwand für Uferschwalben und andere Höhlenbrüter bringen strukturelle
Heterogenität des Lebensraumangebotes.
Ergänzend zum Agroforstsystem, stellen die Heckenpflanzungen mit unterschiedlichen Blühaspekten eine Förderung des Nahrungsangebotes (Insekten) für die ortsansässigen Neuntöter
und Fledermausarten dar.
3 Ministère de l'Environnement, du Climat et du Développement durable (2023): Plan National concer-
nant la Protection de la Nature, Strategie 2023-2030, URL: https://environnement.public.lu/content/dam/environnement/documents/natur/biodiversite/pnpn/pnpn-version-3.pdf, Zugriff: [16.03.2023]
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Die Lesesteinhaufen sind wertvolle Trittstein- und Inselbiotope mit eigenen Mikroklimaten für
geschützte Arten (v.a. Amphibien, Reptilien, Insekten), welche diese Biotope teilweise zum
Überwintern (z.B. Marienkäfer, Schlingnatter, Lurche, Zauneidechsen) bzw. im Sommer als
Sonnenplätze, Verstecke vor Fressfeinden und Nahrungshabitat aufsuchen.
Im Übergang von Feldweg zu voll entwickelten Mahd- und Weideflächen bilden sich Lebensräume für Insekten wie bspw. Schmetterlinge, welche auf die mikroklimatischen und vegetativen Unterschiede zwischen Nutzfläche und Feldweg/Wirtschaftsweg angewiesen sind.
Mit ihren aquatischen Lebensraumfunktionen für Amphibien und ihrer spezifisch ausgebildeten
Vegetation führen die durch Niederschlagswasser gespeisten Tümpel zur Steigerung der Artendiversität. Da die Kleingewässer, mit maximal 300 m Abstand zueinander angelegt wurden,
bilden sie ein Verbundsystem aquatischer Klein-Strukturen innerhalb des Plangebietes.
Die nach Schweizer Vorbild4 errichtete Brutwand ist nach Osten gerichtet und bietet mit einem
vorgelagerten Kleingewässer und der offenen Einflugschneise optimale Habitatbedingungen
für die Uferschwalbe.
Wie bereits erwähnt wird gemäß des nationalen Naturschutzplans dem Biotoptyp Mardellen/naturnahes Stillgewässer (BK08) die Priorität P zugeordnet.
Zudem sind die folgenden Biotope gem. Artikel 17 des Loi modifiée du 18 juillet 2018 concernant la protection de la nature et des ressources naturelles geschützt: Lesesteinhaufen
(BK21), Hecken auf ebenerdigen Rainen und Böschungen (BK17) und Mardellen/naturnahe
Stillgewässer (BK08). Da es sich bei den Hecken um junge Pflanzungen handelt, entwickeln
diese ihren schützenswerten Charakter erst im Laufe der kommenden Jahre.
Im nationalen Biotopkataster liegt für das Plangebiet keine Spezifizierung vor. Ebenso liegen
zum Zeitpunkt der Antragsstellung keine „Biodiversitäts“ -Verträge oder forstlichen Prämien für
das Plangebiet vor.
3.1.2 Flora
Aufgrund von anthropogenen Eingriffen in der Vergangenheit ist die ursprüngliche Flora innerhalb des Planungsgebiets und der Umgebung nicht mehr vorhanden.
In einem Großteil der aktuell renaturierten Fläche wurde ein Streuobstbestand mit regionaltypischen, einheimischen Obstgehölze angelegt. Dieser wird extensiv gepflegt (Mahd, Beweidung); eine initiale Begrünung erfolgte durch eine Saatgutmischung. Das Anpflanzen von Gehölzen und das Ausbringen von Saatgut führte somit zu einer Wiederansiedlung von Pflanzenarten, die wahrscheinlich auch in der ursprünglichen Vegetation vorhanden waren.
Aufgrund des kurzen Zeitraums seit der Anpflanzung in 2021, kann davon ausgegangen werden, dass sich das Artenspektrum seitdem wahrscheinlich kaum geändert hat. Somit entsprechen die vorhandenen Arten im Wesentlichen den gepflanzten bzw. gesäten Arten.
Auch die im Plangebiet strukturgebenden Feldhecken weisen heimische Gehölze wie beispielsweise Quercus petraea (Traubeneiche) und Prunus avium (Vogelkirsche) auf.
4
Bachmann, S.; B. Haller, R.; Lötscher, U.; Rehsteiner, R.; Spaar & C. Vogel (2008): Leitfaden zur
Förderung der Uferschwalbe in der Schweiz. Praktische Tipps zum Umgang mit Kolonien in Abbaustellen und zum Bau von Brutwänden. Stiftung Landschaft und Kies, Uttigen, Fachverband der Schweizerischen Kies- und Betonindustrie, Bern, Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz, Zürich,
Schweizerische Vogelwarte, Sempach.
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Die Feldhecken sowie die Randbereiche sind von einem mehrjährigen Blühstreifen umgeben.
Die Samenmischung entspricht einer luxemburgischen Buntbrachenmischung, welche ausschließlich autochthone Arten beinhaltet. In den Randbereichen der Tümpel sind an frische bis
feuchte Standorte angepasste Arten zu erwarten.
Das Artenspektrum der Pflanzen weist aktuell keine besonders seltenen oder gefährdeten Arten auf. Die vorhandene Flora ist in ihrer Gesamtheit als Biotop und dem daraus resultierenden
Umweltwert jedoch durchaus schützenswert (vgl. Kapitel 3.1.1) und rechtfertigt eine Ausweisung als nationales Naturschutzgebiet.
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Malus dom. „Geheimrat Oldenbourg“
Malus dom. „Holsteiner Cox“
Malus dom. „Pilot“
Malus dom. „Jacques Lebel“
Malus dom. „Kaiser Wilhelm“
Apfel
Malus dom. „Pinova“
Malus dom. „Rewena“
Malus dom. „Rode Boskop“
Malus dom. „Santana“
Malus dom. „Ecolette“
Pyrus com. „Doyenne de Comice“
Birne
Pyrus com. „Triomphe de Vienne“
Pyrus com. „Gieser Wildemann“
Prunus av. „Hedelfinger Riesenkirsche“
Kirsche
Prunus av. „Regina“
Prunus av. „Sylvia“
Prunus dom. subsp. syriaca „Mirabelle de
Nancy“
Mirabelle
Prunus dom. subsp. syriaca „Mirabelle de
Metz“
Prunus dom. „Hauszwetschke“
Prunus dom. „Queen Victoria“
Prunus dom. „Altesse double“
Zwetschge
Prunus dom. “Hanita“
Prunus dom. Bleue de Belgique“
Prunus dom. „Reine Claude d’Oullins“
Sonstige
Juglans regia
Tabelle 2:
Obstbaumarten im Plangebiet
3.1.3 Fauna
Die Einschätzung des Artenspektrums erfolgt auf Grundlage der Publikationen5 und gesammelten Beobachtungsdaten (letzten 3 Jahre) des Musée national d’histoire naturelle (MNHN)6.
Die Beobachtungen und Publikationen des MNHN legen in diesem Zusammenhang ein potentielles Brutvorkommen der jeweiligen Art nahe (vgl. Tabelle 3).
5 MMNHL
(2022): Ferrantia, Luxembourg; URL: https://www.mnhn.lu/science/ferrantia/, Zugriff:
[14.10.2022]
6 MNHNL (2022): Recorder-Lux, Datenbank zum Naturerbe des Großherzogtums Luxembourg. National Museum für Naturgeschichte, Luxembourg; URL: https://mdata.mnhn.lu/, Zugriff: [26.01.2023].
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Darüber hinaus konnten im Zuge einer Fotostudie durch den Betreiber des Standortes weitere
Arten beobachtet werden.
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Art
2009/147/CE
Rote Liste
Luxembourg
(2019)7
PNPN
(20232030)
Habitat
Vögel
Feldlerche
Alauda arvensis
Anhang 2
VU
i
Brachpieper
Anthus campestris
Anhang 1
EX
-
Mauersegler
Apus apus
-
NT
P
Graureiher
Ardea cinerea
-
NT
-
Mäusebussard*
Weißstorch
Buteo buteo
-
-
-
Ciconia ciconia
Anhang 1
R
-
Schwarzstorch
Ciconia nigra
Anhang 1
VU
P
Wasseramsel
Mehlschwalbe
Goldammer
Cinclus cinclus
Delichon urbicum
Emberiza citrinella
-
NT
NT
NT
i
i
Turmfalke*
Bekassine
Falco tinnunculus
Gallinago gallinago
Hirundo rustica
Anhang 2 + 3
EX
-
Feuchtgebiete und extensiv genutzte Wiesen
Lebt zurückgezogen in
Wäldern und Auen, benötigt Feuchtgebiete
Feuchtgebiete
Offene Landschaften
Strukturreiche Agrarlandschaften
Strukturreiches Offenland
Offenes Sumpfland
-
NT
-
Offene Landschaften
Lanius collurio
Anhang 1
VU
P
Bienenfresser*
Merops apiaster
-
-
-
Schwarzmilan
Milvus migrans
Anhang 1
NT
-
Rotmilan
Milvus milvus
Anhang 1
VU
P
Steinschmätzer
Fasan*
-
EX
-
-
-
-
Uferschwalbe
Oenanthe oenanthe
Phasanius clochicus
Riparia riparia
-
EN
-
Star*
Sturnus vulgaris
-
-
-
Offenes Gelände mit mittelhoher Vegetation und
Brachen
Warme, sonnige Gebiete
mit Abbruchkanten
Waldgebiete an Seen
und Flüssen, Jagd in offener Landschaft
Offenes Gelände mit
Feldgehölzen und Waldrändern
Offenes, steiniges und
sandiges Gelände
Strukturreiche Agrarlandschaften
Prallhänge und Anrisse
von Fließgewässern
Strukturreiches Offenland
Kaisermantel*
Arginis paphia
-
-
-
Großes Ochsenauge*
Schwalbenschwanz*
Maniola jurtina
-
-
-
Papilio machaon
-
VU
-
Rauchschwalbe
Neuntöter
Offenland und strukturierte Agrarlandschaften
Mittelhohe Vegetation
und Brachen
Felswände und Mauerwände
Feuchtgebiete und extensiv genutzte Wiesen
Strukturiertes Offenland
Schmetterlinge
Sonnige Waldränder und
Lichtungen
Offene, trocken bis mäßig feuchte Lebensräume
Blütenreiche Wiesen,
Gärten und Trockenrasen
7 Lorgé, P.; Redel, C.; Kirsch, E.; Kieffer K.; (2019): Vögel Luxembourgs - Die Rote Liste der Brutvögel
Luxembourgs, natur&ëmwelt asbl, Imprimerie HENGEN, Luxembourg; 273 S.
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Seite 15
Heuschrecken
Blauflügelige
Ödlandschrecke*
Oedipoda caerulescens
-
NT
-
Trockene Kahl- und Ödlandflächen wie z.B.
Kiesgruben und Steinbrüche
EX = Bestand erloschen, CR = Bestand vom Erlöschen bedroht, VU = Gefährdet, R = Arten mit geografischer Restriktion
(bspw. Am Rande des Verbreitungsbereichs), NT = Vorwarnliste
Die mit * gekennzeichneten Arten sind nicht in der Recorderdatenbank des MNHN enthalten. Sie wurden im Zuge einer Fotostudie durch den Betreiber des Steinbruchs beobachtet.
Tabelle 3:
Beobachtete Arten gemäß MNHN und weiteren Beobachtungen
Auf Basis der vorliegenden Daten der beobachteten und möglichen Brutvogelvorkommen wird
deutlich, dass sich im Plangebiet eine Vielzahl seltener Arten wiederfindet. Arten wie beispielsweise der Neuntöter oder die Uferschwalbe sind landesweit gefährdet oder stark gefährdet.
Beobachtungen von Brutvogelvorkommen, welche gem. Roter Liste Luxembourg bereits erloschenen sind, deuten zudem auf die Akzeptanz der renaturierten Fläche auch für Durchzügler
hin und machen in manchen Fällen Hoffnung für eine mögliche Wiederansiedlung.
Des Weiteren sind nahe der Gebietsgrenze Wanderkorridore der Wildkatze gelegen. Diese
verlaufen in den süd-östlich gelegenen Waldflächen und stehen im Zusammenhang mit den
offiziell ausgewiesenen Wanderkorridoren8.
Gemäß der vom MNHN publizierten Zeitschrift „Ferrantia“ ist generell das Vorkommen folgender Fledermausarten möglich:
Kleine Bartfledermaus (Myotis mystanicus), Fransenfledermaus (Myotis nattereri), Großer
Abendsegler (Nyctalus noctula), Kleiner Abendsegler (Nyctalus leisleri), Breiflügelfledermaus
(Eptesicus serotinus), Zwergfledermaus (Pipistrellus pipistrellus) und Graues Langohr
(Plecotus austriacus), (MNHN, Ferrantia 33, 2002).
Außerdem könnten die folgenden Amphibien und Reptilien im Plangebiet vorkommen9 Fadenmolch (Triturus helveticus), Bergmolch (Triturus alpestris), Grasfrosch (Rana temporaria) und
Grünfrosch (Rana 'esculenta'); (MNHN, Ferrantia 37, 2003), Ringelnatter (Natrix natrix);
(MNHN, Ferrantia 52, 2007).
Im Zuge der Ausweisungsprozedur wird durch die zuständige Verwaltungsstelle analysiert ob
eine Ansiedlung von Gelbbauchunke (Bombina variegata), Kreuzkröte (Epidalea calamita) und
Geburtshelferkröte (Alytes obstetricans) im geplanten Schutzgebiet auch in Verbindung mit
der Standorterweiterung der Carrières Feidt S.A. möglich ist.
Die Ausweisung der Fläche als nationales Naturschutzgebiet trägt dazu bei, die Lebensräume
oder Trittsteinbiotope der gefährdeten Brutvogelarten langfristig zu erhalten. Zudem bilden
sich in den Stämmen und Kronen der Obstbäume mit zunehmendem Alter Baumhöhlen und
Astlöcher, welche mögliche Habitate für Fledermäuse und andere Tiere (Siebenschläfer z.B.)
darstellen. Ein unter Schutzstellen der Fläche sichert die Entwicklung dieser Quartiermöglichkeiten. Die Obstbäume sind eine wichtige Nahrungsquelle für verschiedenste Tierarten. Die
Lesesteinhaufen, Tümpel und die Feldhecken umsäumenden Mähstreifen bieten auch für Amphibien und Reptilien geeignete Bedingungen, deren Vorkommen zwar nicht nachgewiesen
wurde, jedoch aufgrund der vorliegenden Publikationen (s.o.) möglich sind.
8 Ministère
du Développement durable et des Infrastructures, Département de l'environnement, SICONA-Ouest, Geodata (2014): Plan national pour la protection de la nature, Plans d'actions espèces
– Chat sauvage/Felis silvestris silvestris/Europäische Wildkatze, URL: https://environnement.public.lu/dam-assets/documents/natur/plan_action_especes/felides_chat_sauvage.pdf,
Zugriff:
[20.10.2022]
9 MMNHL (2022): Ferrantia, Luxembourg; URL: https://www.mnhn.lu/science/ferrantia/, Zugriff:
[14.10.2022]
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ENECO-230427MECD2201D-Ausweisungsdokument NSG_Op_dem_Millebierg
Seite 16
4 SCHÄDEN, BEDROHUNGEN UND DIENSTLEISTUNGEN
Alle in Kapitel 3.1.1 beschriebenen Habitate sind auf das Zutun des Menschen angewiesen.
Die Unterlassung der wiederkehrenden Pflege und Nutzung (vgl. Kapitel 2.4) würde zwangsläufig zu einem Verfall der bestehenden Habitatstrukturen führen. Die Fortsetzung der Pflegemaßnahmen ist daher unerlässlich. Eine Ausweisung des Gebietes als nationales Naturschutzgebiet würde langfristig andauernde Pflegemaßnahmen und damit stabile Habitatbedingungen garantieren.
Direkte Gefahren oder negative Einflüsse des nahegelegenen Steinbruchs und dessen Erweiterung auf Flora und Fauna der Schutzgebietsfläche sind nicht zu erwarten, da ein Gewöhnungseffekt an die vorhandene Betriebsaktivität bereits stattgefunden hat.
5 VORSCHLÄGE ZU EINRICHTUNGS- UND BEWIRTSCHAFTUNGSMAßNAHMEN
Die Einrichtungsmaßnahmen sind im Plangebiet bereits abgeschlossen, sodass kein zusätzlicher Aufwand nötig ist um schützenswerte Lebensräume zu erstellen. Wie bereits erwähnt
wird im Laufe des Ausweisungsverfahren geprüft ob im Schutzgebiet Maßnahmen zu Ansiedlung von Gelbbauchunke (Bombina variegata), Kreuzkröte (Epidalea calamita) und Geburtshelferkröte (Alytes obstetricans) möglich sind. Damit die vorhandenen Biotope langfristig gewahrt bleiben, ist eine Vielzahl an Erhaltungsmaßnahmen nötig. Die folgenden Beschreibungen sind lediglich ein Vorschlag welcher auf den bereits durchgeführten und beschlossenen
Managementmethoden basiert.
Ein Großteil des geplanten Naturschutzgebietes wird durch ein Agroforstsystem eingenommen. In dieser Fläche wurden Obst-Bäume in Reihen mit einem Pflanzabstand von ca.10 m
auf einer etwa 8,2 ha großen extensiven Grünlandnutzung gepflanzt. Die Bäume dienen der
regionalen Nahrungsmittelproduktion und können, wenn sie hiebsreif sind z.B. als Energieholz
geerntet werden. Der Bestand unterliegt einer 2-3-jährigen Anwuchspflege, Pflanzausfälle
werden ausgetauscht, zudem erfolgt ein naturschutzfachliches Monitoring. Die Grünflächen
des Streuobstbestandes werden extensiv durch Mahd oder Beweidung gepflegt.
Um in den heißen Sommermonaten den Aufwand der Bewässerung zu verringern wird das
Mulchen der Baumscheiben (kein Mulch aus Nadelholz) empfohlen. So kann die Evapotranspiration verringert werden.
Die im Plangebiet vorhandenen Feldhecken werden alle 10 Jahre partiell auf den Stock gesetzt
und einzelne Pflanzausfälle ersetzt. Es erfolgt ein naturschutzfachliches Monitoring.
Auch die vorhandenen Lesesteinhaufen unterliegen einem naturschutzfachlichen Monitoring
und damit einer Zustandskontrolle der Lesesteinhaufen. Je nach Bedarf werden überschattende Gehölze auf der sonnenzugewandten Seite gefällt. Außerdem soll ein 1 m breiter Altgrasstreifen um die Steinhaufen herum erhalten bleiben. Die Mahd des Altgrasstreifens soll
maximal einmal pro Jahr durchgeführt werden.
Auf dem Rekultivierungsplateau in Zentrum des geplanten Naturschutzgebiets, sind drei kleine
Gewässer (Tümpel) unterschiedlicher Größe angelegt. Die Uferrandstreifen werden alle 5
Jahre in den Wintermonaten abgeplaggt und beschattende Gehölzstrukturen aus den Uferbereichen entfernt. Außerdem werden abgestorbene Wasserpflanzenteile mit einem Rechen aus
dem Gewässer entnommen, um eine offene Wasseroberfläche zu gewährleisten. Auch dieses
Biotop unterliegt einem naturschutzfachlichen Monitoring.
Die unmittelbare Umgebung der Vorderseite der Uferschwalbenbrutwand wird von hohem
Pflanzenbewuchs freigehalten. Benutzte Brutröhren werden einmal jährlich im Winter wieder
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Seite 17
mit Sand verfüllt, um das Brutplatzpotenzial der Wand vollumfänglich zu erhalten. Zudem erfolgt ein naturschutzfachliches Monitoring.
Durch die regelmäßigen Kontrollen und Erhaltungsmaßnahmen bleiben die Voraussetzungen
für eine hohe Lebensraumdiversität auch langfristig bestehen und rechtfertigen damit eine Eignung als nationales Naturschutzgebiet.
Contern, 27.04.2023
Friedrich SCHNEIDER
Responsable de projet
Rainer KLÖPPNER
Administrateur délégué
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Seite 18
6
LITERATUR
Bachmann, S., B. Haller, R. Lötscher, U. Rehsteiner, R. Spaar & C. Vogel (2008): Leitfaden zur Förderung der Uferschwalbe in der Schweiz. Praktische Tipps zum Umgang
mit Kolonien in Abbaustellen und zum Bau von Brutwänden. Stiftung Landschaft und
Kies, Uttigen, Fachverband der Schweizerischen Kies- und Betonindustrie, Bern,
Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz, Zürich, Schweizerische Vogelwarte,
Sempach.
Lorgé, P.; Redel, C.; Kirsch, E.; Kieffer K.; (2019): Vögel Luxembourgs - Die Rote Liste
der Brutvögel Luxembourgs, natur&ëmwelt asbl, Imprimerie HENGEN, Luxembourg;
273 S.
Ministère du Développement durable et des Infrastructures, Département de l'environnement, SI-CONA-Ouest, Geodata (2014): Plan national pour la protection de la nature, Plans d'actions espèces – Chat sauvage/Felis silvestris silvestris/Europäische
Wildkatze,
URL:
https://environnement.public.lu/dam-assets/documents/natur/plan_action_especes/felides_chat_sauvage.pdf, Zugriff: 20.10.2022
Ministère de l'Environnement, du Climat et du Développement durable (2023): Plan
National concernant la Protection de la Nature, Strategie 2023-2030, URL: pnpn-version-3.pdf (public.lu) Zugriff: [16.03.2023]
MMNHL (2022): Ferrantia, Luxembourg; URL: https://www.mnhn.lu/science/ferrantia/,
Zugriff: [14.10.2022]
MMNHL (2022): Ferrantia Nr. 33 (2002) – Die Fledermäuse Luxembourgs; URL:
https://ps.mnhn.lu/ferrantia/publications/Ferrantia33.pdf, Zugriff: [14.10.2022]
MMNHL (2022): Ferrantia Nr. 37 (2003) – Verbreitungsatlas der Amphibien des Großherzogtums Luxembourgs; URL: https://ps.mnhn.lu/ferrantia/publications/Ferrantia37.pdf, Zugriff: [14.10.2022]
MMNHL (2022): Ferrantia Nr. 52 (2007) - Verbreitungsatlas der Reptilien des Großherzogtums Luxembourgs; URL: https://ps.mnhn.lu/ferrantia/publications/Ferrantia52.pdf,
Zugriff: [14.10.2022]
MNHNL (2022): Recorder-Lux, Datenbank zum Naturerbe des Großherzogtums Luxembourg.
National Museum für Naturgeschichte, Luxembourg;
URL:
https://mdata.mnhn.lu, Zugriff: [26.01.2023].
Regierung des Großherzogtum Luxembourg (2018): Aktionsplan „Arten“ und „Lebensräume“; URL: Plans d'actions espèces et habitats - Natur - Portail de l'environnement
- emwelt.lu - Luxembourg (public.lu), Zugriff: [13.10.2022]
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ENECO-230427MECD2201D-Ausweisungsdokument NSG_Op_dem_Millebierg
Seite 19
7
ANLAGEN
7.1
Kartographischer Inhalt
7.2
Verzeichnisse und Listen
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Anlagen
Seite 20
LEGENDE
Gebietsgrenze
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Planbezeichnung/
Dénomination du plan:
Lage des Schutzgebietes
Projektname/
Nom du projet:
Antrag auf Ausweisung eines Naturschutzgebietes von
nationalem Interesse auf einem Teilbereich des Standorts
Altwies der Carrières Feidt S.A.
Auftraggeber/
Maître d'ouvrage:
Ministère de l'Environnement, du Climat et du Développement durable
- Département de l'environnment Administration de la nature et des forêts
Planungsphase/
Stade de planification Ausweisung eines Naturschutzgebietes
Maßstab/Echelle:
1 : 10.000
Datum/Date
16.03.2023
Bearb./
ST
Gepr./Ver.:
YA
Plan-Nr./Plan-No.:
01
LEGENDE
Gebietsgrenze
Schutzzonen
Naturschutzgebiet "Filsdorfergrund" (ZH 93)
Vogelschutzgebiet "Aspelt-Lannebur, Am Kessel"
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Planbezeichnung/
Dénomination du plan:
Schutzgebiet im Zusammenhang mit weiteren
Schutzgebieten
Projektname/
Nom du projet:
Antrag auf Ausweisung eines Naturschutzgebietes von
nationalem Interesse auf einem Teilbereich des Standorts
Altwies der Carrières Feidt S.A.
Auftraggeber/
Maître d'ouvrage:
Ministère de l'Environnement, du Climat et du Développement durable
- Département de l'environnment Administration de la nature et des forêts
Planungsphase/
Ausweisung eines Naturschutzgebietes
Stade de planification:
Maßstab/Echelle:
1 : 10.000
Datum/Date
16.03.2023
Bearb./
ST
Gepr./Ver.:
YA
Plan-Nr./Plan-No.:
02
LEGENDE
Gebietsgrenze
Eigentümer
Carrières Feidt S.A.
Dalheim, la Commune
D. M.
Domaine de l'Etat
Mondorf-les-Bains, la Commune
Anmerkung:
Farbig hinterlegt sind die Parzellen, die entweder
vollständig oder teilweise von der Ausweisung des
Naturschutzgebietes betroffen sind.
AT: Abbaufläche / Tagebau
AL: Ackerland
GE: Gebüsch
1487/3791
2075/5338
1486/3641
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1445/938
Planbezeichnung/
Dénomination du plan:
Eigentumsverhältnisse-Kataster
Projektname/
Nom du projet:
Antrag auf Ausweisung eines Naturschutzgebietes von
nationalem Interesse auf einem Teilbereich des Standorts
Altwies der Carrières Feidt S.A.
Auftraggeber/
Maître d'ouvrage:
Ministère de l'Environnement, du Climat et du Développement durable
- Département de l'environnment Administration de la nature et des forêts
Planungsphase/
Ausweisung eines Naturschutzgebietes
Stade de planification:
Maßstab/Echelle:
1 : 2.500
Datum/Date
16.03.2023
Bearb./
ST
Gepr./Ver.:
YA
Plan-Nr./Plan-No.:
03
LEGENDE
Gebietsgrenze
Eigentümer
privat
öffentlich
Anmerkung:
Farbig hinterlegt sind die Parzellen, die entweder
vollständig oder teilweise von der Ausweisung des
Naturschutzgebietes betroffen sind.
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Planbezeichnung/
Dénomination du plan:
Übersicht Eigentumsverhältnisse
Projektname/
Nom du projet:
Antrag auf Ausweisung eines Naturschutzgebietes von
nationalem Interesse auf einem Teilbereich des Standorts
Altwies der Carrières Feidt S.A.
Auftraggeber/
Maître d'ouvrage:
Ministère de l'Environnement, du Climat et du Développement durable
- Département de l'environnment Administration de la nature et des forêts
Planungsphase/
Stade de planification: Ausweisung eines Naturschutzgebietes
Maßstab/Echelle:
1 : 2.500
Datum/Date
16.03.2023
Bearb./
ST
Gepr./Ver.:
YA
Plan-Nr./Plan-No.:
04
LEGENDE
Gebietsgrenze
Gemeindegrenzen
Dalheim
Frisange
Mondorf-les-Bains
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Planbezeichnung/
Dénomination du plan:
Verwaltungseinheiten/Gemeinden
Projektname/
Nom du projet:
Antrag auf Ausweisung eines Naturschutzgebietes von
nationalem Interesse auf einem Teilbereich des Standorts
Altwies der Carrières Feidt S.A.
Auftraggeber/
Maître d'ouvrage:
Ministère de l'Environnement, du Climat et du Développement durable
- Département de l'environnment Administration de la nature et des forêts
Planungsphase/
Ausweisung eines Naturschutzgebietes
Stade de planification:
Maßstab/Echelle:
1 : 5.000
Datum/Date
16.03.2023
Bearb./
ST
Gepr./Ver.:
YA
Plan-Nr./Plan-No.:
05
LEGENDE
Gebietsgrenze
Bodennutzung
Landwirtschaftliche Flächen
Sonstige
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Planbezeichnung/
Dénomination du plan:
Bodennutzung
Projektname/
Nom du projet:
Antrag auf Ausweisung eines Naturschutzgebietes von
nationalem Interesse auf einem Teilbereich des Standorts
Altwies der Carrières Feidt S.A.
Auftraggeber/
Maître d'ouvrage:
Ministère de l'Environnement, du Climat et du Développement durable
- Département de l'environnment Administration de la nature et des forêts
Planungsphase/
Ausweisung eines Naturschutzgebietes
Stade de planification:
Maßstab/Echelle:
1 : 2.000
Datum/Date
16.03.2023
Bearb./
ST
Gepr./Ver.:
YA
Plan-Nr./Plan-No.:
06
Streuobstwiese
- 2-3-jährigen Anwuchspflege
- Pflanzausfälle werden ausgetauscht
- Mahd bzw. Beweidung der extensiv
gepflegten jungen Streuobstwiese
LEGENDE
Gebietsgrenze
Einzelbäume
Feldhecke
- Bodennaher Rückschnitt alle 10 Jahre
- Ersatz von Pflanzausfällen
Tümpel
- Abplaggen der Uferrandstreifen alle 5 Jahre
- Beschattende Gehölze entfernen/Wasserpflanzen
bei Bedarf entnehmen
Streuobstbestand, neu angelegt
Flächenbiotope
Steinriegel/Lesesteinhaufen (BK21)
Mardelle/naturnahes Stillgewässer (BK08)
Extensivgrünland
Hecken auf ebenerdigen Rainen oder Böschungen (BK17)
geschotterte/teilbefestigte Fläche
Brutwand für Uferschwalben
Die Biotope unterliegen einem regelmäßigem naturschutzfachlichen
Monitoring.
Brutwand
- Freischnitt der Vorderseite
- Verfüllen der Brutröhren mit Sand
in den Wintermonaten
Lesesteinhaufen
- Fällen der überschattenden Gehölze nach Bedarf
- jährliche Mahd (1 m breiter Altgrasstreifen)
Pflanzliste Obstbäume:
Apfel
MALUS "GEHEIMRAT OLDENBOURG"
MALUS "HOLSTEINER COX"
MALUS "PILOT"
MALUS "JACQUES LEBEL"
MALUS "KAISER WILHELM"
MALUS "PINOVA"
MALUS "REWENA"
MALUS "RODE BOSKOOP"
MALUS "SANTANA"
MALUS "ECOLETTE"
Birne
PYRUS "DOYENNE DE COMICE"
PYRUS "TRIOMPHE DE VIENNE"
PYRUS "GIESER WILDENMAN"
Pflanzliste Feldhecke
Kirsche
PRUNUS "HEDELFINGER RIESENKIRSCHE"
PRUNUS "REGINA"
PRUNUS "SYLVIA"
Mirabelle
"MIRABELLE DE NANCY"
"MIRABELLE DE METZ"
Walnuss
JUGLANS REGIA
Pflaume
PRUNUS "HAUSZWETSCHGE"
PRUNUS "QUEEN VICTORIA"
PRUNUS "ALTESSE DOUBLE"
PRUNUS "HANITA"
PRUNUS "BLEUE DE BELGIQUE"
PRUNUS "REINE CLAUDE D'OULLINS"
Einzelbäume
Feldahorn (Acer campestre)
Vogelkirsche (Prunus avium)
Eberesche (Sorbus aucuparia)
Traubeneiche (Quercus petraea)
Sträucher
Schlehe (Prunus spinosa)
eingriffliger Weißdorn (Crataegus monogyna)
Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus)
schwarzer Holunder (Sambucus nigra)
Haselnuss (Corylus avellana)
Hundsrose (Rosa canina)
gem. Heckenkirsche (Lonicera xylosteum)
wolliger Schneeball (Viburnum lantana)
Liguster (Ligustrum vulgare)
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Planbezeichnung/
Dénomination du plan:
Flora, Habitate und
Bewirtschaftungsmaßnahmen
Projektname/
Nom du projet:
Antrag auf Ausweisung eines Naturschutzgebietes von
nationalem Interesse auf einem Teilbereich des Standorts
Altwies der Carrières Feidt S.A.
Auftraggeber/
Maître d'ouvrage:
Ministère de l'Environnement, du Climat et du Développement durable
- Département de l'environnment Administration de la nature et des forêts
Planungsphase/
Ausweisung eines Naturschutzgebietes
Stade de planification:
Maßstab/Echelle:
1 : 2.000
Datum/Date
16.03.2023
Bearb./
ST
Gepr./Ver.:
YA
Plan-Nr./Plan-No.:
07
LEGENDE
Gebietsgrenze
Beobachtete Vogelarten 2019-2022 *
Alauda arvensis
(Feldlerche)
Anthus campestris
(Brachpieper)
Apus apus
(Mauersegler)
Ardea cinerea
(Graureiher)
Ciconia ciconia
(Weißstorch)
Ciconia nigra
(Schwarzstorch)
Cinclus cinclus
(Wasseramsel)
Delichon urbicum
(Mehlschwalbe)
Emberiza citrinella
(Goldammer)
Gallinago gallinago (Bekassine)
Hirundo rustica
(Rauschwalbe)
Lanius collurio
(Neuntöter)
Milvus migrans
(Schwarzmilan)
Milvus milvus
(Rotmilan)
Oenanthe oenanthe (Steinschmätzer)
Riparia riparia
(Uferschwalbe)
* MNHNL (2022): Recorder-Lux, Datenbank zum Naturerbe des Großherzogtums
Luxembourg. National Museum für Naturgeschichte, Luxembourg; URL: https://
mdata.mnhn.lu/, Zugriff: [26.01.2022].
Folgende Arten sind nicht in der Recorderdatenbank des MNHN enthalten, wurden
jedoch im Zuge einer Fotostudie durch den Betreiber des Steinbruchs beobachtet:
(Kaisermantel)
- Arginis paphia
(Mäusebussard)
- Buteo buteo
(Turmfalke)
- Falco tinnunculus
- Maniola jurtina
(Großes Ochsenauge)
- Merops apiaster
(Bienenfresser)
- Oedipoda caerulescens (Blauflügelige Ödlandschrecke)
- Papilio machaon
(Schwalbenschanz)
- Phasanius colchicus
(Fasan)
- Sturnus vulgaris
(Star)
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Planbezeichnung/
Dénomination du plan:
Fauna
Projektname/
Nom du projet:
Antrag auf Ausweisung eines Naturschutzgebietes von
nationalem Interesse auf einem Teilbereich des Standorts
Altwies der Carrières Feidt S.A.
Auftraggeber/
Maître d'ouvrage:
Ministère de l'Environnement, du Climat et du Développement durable
- Département de l'environnment Administration de la nature et des forêts
Planungsphase/
Ausweisung eines Naturschutzgebietes
Stade de planification:
Maßstab/Echelle:
1 : 2.500
Datum/Date
16.03.2023
Bearb./
ST
Gepr./Ver.:
YA
Plan-Nr./Plan-No.:
08
COMMUNE DE DALHEIM
PLAN D’AMENAGEMENT GENERAL
Partie écrite / Texte coordonné du 1er octobre 2018
PLAN D'AMENAGEMENT GENERAL DE LA COMMUNE DE DALHEIM
PARTIE ECRITE
Décision du conseil communal de Dalheim du 30 avril 1981, approuvée le 20 décembre 1983 par le
Ministre de l’Intérieur, telle qu’elle a été modifiée et complétée par la suite.
TEXTE COORDONNÉ DU 1er OCTOBRE 2018
Partie écrite / Texte coordonné du 1er octobre 2018
1
COMMUNE DE DALHEIM
PLAN D’AMENAGEMENT GENERAL
Partie écrite / Texte coordonné du 1er octobre 2018
Table des matières
DISPOSITIONS GÉNÉRALES ................................................................................................................................ 5
Article 1er.- But ........................................................................................................................................................... 5
Article 2.- Plans et règlement ................................................................................................................................. 5
Article 3.- Commission des bâtisses ..................................................................................................................... 5
LES RÈGLES D'URBANISME DU PLAN D’AMÉNAGEMENT ................................................................................. 6
Article 4.- Division du territoire de la commune en zones .............................................................................. 6
Article 5.- Définition des zones d'habitat ............................................................................................................. 6
Article 5 bis.- Typologie des immeubles et des logements ........................................................................... 7
Article 6.- Subdivision des zones ........................................................................................................................... 8
Article 7.- Zones d'habitat à caractère rural ...................................................................................................... 8
Article 8.- Zones de faible densité....................................................................................................................... 10
Article 9.- Zones d'habitat soumises à un plan d'aménagement particulier .......................................... 13
Article 10.- Zones d'aménagement public ....................................................................................................... 13
Article 11.- Zones vertes ......................................................................................................................................... 13
Article 12.- Zones d'activités ................................................................................................................................. 13
Article 13.- Zones d'intérêt archéologique et historique ............................................................................... 14
Article 14.- Zones de réserve ................................................................................................................................ 14
Article 15.- Prescriptions dimensionnelles ......................................................................................................... 15
Article 16.- Zone rurale ........................................................................................................................................... 17
Article 17.- Zone agricole ...................................................................................................................................... 17
Article 18.- Zone forestière..................................................................................................................................... 17
Article 19.- Zone de protection archéologique ............................................................................................... 17
Article 20.- Zone de protection des sources .................................................................................................... 18
Article 21.- Sites et monuments à protéger ...................................................................................................... 18
RÈGLES APPLICABLES À TOUTES LES ZONES ................................................................................................... 19
Article 22.- Marges de reculement ..................................................................................................................... 19
Article 23.- Façade oblique .................................................................................................................................. 19
Article 24.- ARTICLE SUPPRIME ..................................................................................................................................... 19
Article 25.- ARTICLE SUPPRIME ..................................................................................................................................... 19
Article 26.- Surface bâtie ....................................................................................................................................... 20
Article 27.- Profondeur des bâtiments ................................................................................................................ 20
Article 28.- Hauteur à la corniche des constructions ..................................................................................... 20
Article 29.- Niveaux ................................................................................................................................................. 21
Article 30.- Définition du rez-de-chaussée ....................................................................................................... 22
Article 31.- Alignements, distances à observer ............................................................................................... 22
Article 32.- Les saillies sur les alignements des façades ............................................................................... 23
Article 33.- Les saillies mobiles ............................................................................................................................. 24
Article 34.- Fenêtres de toit et lucarnes ............................................................................................................. 24
Article 35.- Dépendances ..................................................................................................................................... 25
Article 35 bis.- Piscines extérieures ..................................................................................................................... 26
Article 35 ter.- Autres plans d’eau ....................................................................................................................... 27
Article 36.- Accès aux garages ........................................................................................................................... 28
Article 37.- Places de stationnement ................................................................................................................. 28
Article 38.- Les espaces libres des parcelles ................................................................................................... 29
Article 39.- Bâtiments en deuxième rangée..................................................................................................... 29
Article 40.- Constructions accolées .................................................................................................................... 29
Article 41.- Les clôtures .......................................................................................................................................... 29
REGLES SPÉCIFIQUES À CERTAINES INSTALLATIONS ..................................................................................... 31
Article 42.- Artisanat ............................................................................................................................................... 31
Article 43.- Constructions agricoles .................................................................................................................... 31
Article 44.- Emplacements des fumiers ............................................................................................................. 31
Article 45.- Entretien des terrains ........................................................................................................................ 31
Article 45 bis.- Immeubles plurifamiliaux .......................................................................................................... 31
Article 45 ter.- Bâtiments ruraux traditionnels .................................................................................................. 33
Partie écrite / Texte coordonné du 1er octobre 2018
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COMMUNE DE DALHEIM
PLAN D’AMENAGEMENT GENERAL
Partie écrite / Texte coordonné du 1er octobre 2018
ÉQUIPEMENT DES TERRAINS À BÂTIR ............................................................................................................. 34
Article 46.- Accès, fondation, seuils d'entrée .................................................................................................. 34
Article 47.- Places de jeux ..................................................................................................................................... 34
Article 48.- ARTICLE SUPPRIME ..................................................................................................................................... 34
Article 49.- Local de poubelles ............................................................................................................................ 34
Article 50.- Equipement d'utilité publique sur les propriétés privées ......................................................... 34
ESTHÉTIQUE DES CONSTRUCTIONS ET PROTECTION DES SITES ................................................................ 35
Article 51.- Esthétique ............................................................................................................................................. 35
Article 51 bis.- Antennes paraboliques .............................................................................................................. 35
Article 52.- Plantations ............................................................................................................................................ 35
Article 53.- Exploitations à ciel ouvert ................................................................................................................ 35
Article 54.- Travaux de déblai et de remblai ................................................................................................... 35
Article 55.- Stationnement de roulottes et de caravanes ; dépôts de conteneurs et de matériaux 35
Article 56.- ARTICLE SUPPRIME ..................................................................................................................................... 35
Article 57.- Enseignes .............................................................................................................................................. 36
Article 58.- Façades .................................................................................................................. …
Explication IA à partir du texte officiel de la loi. Indicatif, ne remplace pas un conseil juridique.